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Göttliches Blut

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4 Kapitel - 13.951 Wörter - Erstellt von: Ownlovestories - Aktualisiert am: 2014-12-01 - Entwickelt am: - 4.111 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Kassia lebte ein komplett normales Leben - bis vor zwei Wochen. Es geht vielleicht noch als normal durch, eine Persönlichkeit wie ein Benzintank zu haben, doch plötzlich zu erfahren, dass man eine Halbgöttin ist und auf ein Internat geschickt zu werden, dass nur für sie und andere Halbgötter konzipiert ist, überfordert sogar die sonst so taffe Kassia. Zu allem Überfluss scheint sie sogar unter den Göttlichen nicht ganz so normal zu sein. Aus irgendeinem Grund scheint sie ihre Kräfte nicht so ganz kontrollieren zu können. Da ist es auch nicht hilfreich, dass ihr neuer Privatlehrer in Sachen Kontrolle der ebenso heiße wie mysteriöse Nythan ist, der ihre Kontrolle erst so richtig auf die Probe stellt. Neben all ihren persönlichen Problemen beschwört sich zu allem Überfluss in der Götterwelt ein Sturm herauf, der droht alles zu vernichten, was Kassia gerade erst richtig lernt zu lieben. Doch Kassia ist niemand, die sich das wegnehmen lässt, was sie liebt - von niemandem und auch nicht von ihren Vorfahren den vollwertigen Göttern.

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Der Himmel verscheuchte auch die letzten kleinen Wölkchen am Himmel und die ohne hin schon drückende Luft erwärmte sich auf eine Weise, die einem d
Der Himmel verscheuchte auch die letzten kleinen Wölkchen am Himmel und die ohne hin schon drückende Luft erwärmte sich auf eine Weise, die einem den Hals zuschnürte. Kassia Connald umfasste den Türgriff des silbernen Mercedes' und drückte ihn vorsichtig nach unten. Der Fahrersitz neben ihr war leer. Ihr Vater Andrew Connald war schon ausgestiegen und sah sich um. Kassia traf die schwüle Luft wie ein Schlag ins Gesicht, als sie die Autotür aufstieß. Ihr fehlte schon jetzt der kühle Wind, der sie beim Herausgehen immer begrüßt hatte. Wie eine Uhr, die konstant und absolut verlässlich weiter tickte, hatte Kassia sich darauf verlassen können, dass das Wetter in ihrer einstigen Heimatstadt Waterbury, Connecticut immer ein winziges bisschen dieses Windes beinhalten würde. Es bedeutete eine Vertrautheit für sie, die sie vermissen würde - hier auf einem anderen Kontinent. Andrew Connald gab sich alle Mühe seiner Tochter nicht direkt ins Gesicht zu sehen. Sie wusste, dass es nicht viel gab, worüber sie reden konnten, also bemühte sie sich nicht weiter die unangenehme Stille zu durchbrechen. Sie beäugte das riesige, vor ihr liegende Anwesen misstrauisch. Es war riesig und imposant, mit Steinen in den Wänden, die größer als ihr Kopf waren. So sehr sie sich auch bemühte dies als ein sehr "spezielles Internat" zu sehen, wie jeder ihr das erklärt hatte, sie konnte ein plötzliches Bild von einem Gefängnis nicht unterdrücken. Ein seltsames, melancholisches Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Vor einer Woche war noch alles normal gewesen. Sie war ein mehr oder weniger normales 19-jähriges Mädchen, das seit kurzem ihren Highschoolabschluss in der Tasche hatte und mit Vorfreude in Collegebroschüren blätterte, während ihre beste Freundin sie mit Jungs verkuppeln und zum Feiern überreden wollte. Bei der Erinnerung huschte Kassia ein Lächeln über die Lippen. Auch sie würde sie vermissen. Kelly war schon seit dem Kindergarten ihre einzig wahre und beste Freundin gewesen. Die Tatsache, dass Kassia schon fast eine notorische Einzelgängerin gewesen war, hatte sie zwar manchmal gestört, aber auch immer akzeptiert. Ein plötzlicher Windstoß warf Kassia aus der Bahn. Wie zu erwarten, war der Wind hier anders - viel stärker. Kein Wunder bei einer Insel umgeben von Wasser. Die ganze Situation erschien ihr so fremd, als ob sie nur eine neutrale Beobachterin wäre. Zugegeben, so ein richtig normales Bilderbuchleben hatte sie nie geführt, doch sie war zufrieden gewesen. Hatte sich damit abgefunden, dass ihre Mutter und ihr Vater sie aus irgendeinem Grund nie wie ihre Tochter behandelt hatten. Hatte sich damit abgefunden, dass sie bis vor einem Monat von ihrem Großvater aufgezogen wurde. Und auch abgefunden damit, dass er sie wie einen Jungen behandelt hatte und sie gelehrt hatte zu kämpfen - sprichwörtlich. Er hatte sie zu sich genommen, da war sie sechs gewesen und von da an hatte er sie in die Kampfkünste eingeführt. Er war schon immer streng gewesen, doch wenn es zu dem Thema kam, war er unerbittlich. Jegliches Schwänzen des Unterrichts oder Beschwerden diesbezüglich zogen sofortige Strafen nach sich. Irgendwann begann sie dann Spaß daran zu haben. Sie hat Wettbewerbe gewonnen und Akrobatikunterricht dazugenommen. Also ja, sie war noch nie ein ganz normales Mädchen gewesen, das wusste sie selber nur zu gut. Aber niemals wäre sie soweit gegangen zu sagen, sie wäre kein einfacher Mensch. Doch genau das, war es, weswegen man innerhalb einer Woche ihre Kleider zusammenpackte und sie in ein "spezielles Internat" auf einer griechischen Insel verfrachtet hatte. Na ja technisch gesehen war sie noch nicht drin. Sie konnte immer noch davon laufen. Der Autoschlüssel ihres Vaters steckte noch im Zündschloss und sie hätte absolut keine Skrupel gehabt ihn einfach stehen zu lassen, während sie davon brauste. Und wer weiß, vielleicht hätte sie das auch getan, wenn sie sich selbst sicher wäre, dass sie hier nicht hingehören würde. Doch in einem war sie sich ziemlich sicher, dass sie kein normaler Mensch sein konnte. Es war für einen normalen physikalisch einfach unmöglich eine Tür mit nicht mehr als einem kleinen Finger aus den Angeln zu reißen, oder ein Auto mit nicht mehr als einem kleinen, wütenden Gedanken in die Luft zu jagen. Und doch hatte sie alle diese Dinge getan, zwar unabsichtlich, aber in nüchternem und auch sonst gesunden Zustand. Ihr Großvater und ihre Eltern hätten ihr daraufhin alles erzählen können. Jede Erklärung hatte sie dankend angenommen, nachdem sie sich zusammengerissen hatte und akzeptiert hatte, dass sie nicht so war, wie ihr Großvater, ihre Eltern oder Kelly. Es war ein hartes Stück Arbeit für sie gewesen. >> Sieh es von der positiven Seite. Du wirst Leute kennen lernen, die genauso sind, wie du. << Die Stimme ihres Vaters hatte sie überrascht und sie fuhr kurz zusammen. Sie antwortete nicht sofort, denn sie wusste es würde nur Sarkasmus dabei herauskommen. Leute, die "genauso sind, wie du"... Großvaters' Abschiedsworte kamen ihr in den Sinn. >> Das was ich tue macht mich aus, nicht das, was ich bin. Wenn ihr das verstehen würdet, müsstet ihr mich vielleicht nicht aus Angst vor mir bis ans Ende der Welt verfrachten. << Der letzte Satz kam etwas verbitterter, als beabsichtigt heraus und Andrew Connald räusperte sich unbehaglich. Sie ließ sich zurück in die heißen, schwarzen Ledersitze des Mercedes' zurückfallen und biss sich nervös auf die Lippe. Eine Angewohnheit, die noch aus ihren frühsten Lebensjahren stammte. Als sie sich das erste Mal einen Horrorfilm angeguckt hatte, hatte sie sich so doll konzentriert und dabei auf die Lippe gebissen, dass sie ganz blutig war und selber aussah, wie aus einem Horrorfilm. Ohne es zugeben zu wollen ließ der Gedanke mehr Leute ihrer Art zu treffen einen kleinen wohligen Schauer über ihren Rücken wandern. Sie war kein Vampir, kein Werwolf, kein Engel. Sie war etwas viel Unglaublicheres. Sie war eine Halbgöttin. Griechische Götter haben sich früher mit Menschen fortgepflanzt und so die ersten Halbgötter der Erde erschaffen. Über eine gewisse Zeit starben sie alle aus, doch die Blutlinien blieben bestehen. So kam es, dass alle paar Jahrzehnte ein Kind geboren wird, dessen Fähigkeiten die eines Menschen bei Weitem übertreffen. Der Familienfluch der Familie Connald. Kassia hatte wie jeder Halbgott ausgeprägte physische Kräfte, Schnelligkeit und Agilität. Ihre Verletzungen heilten innerhalb wenigen Stunden oder Tagen und ihre Alterung hatte sich, seit dem Ausbrechen ihrer Kräfte mindestens um Jahrzehnte verlängert, wenn nicht sogar Jahrhunderte. Doch so weit wollte sie gar nicht vorausdenken. Neben den körperlichen Aspekten, gab es da noch die speziellen mentalen Kräfte. Magie konnte man es auch nennen. Kassia wurde gesagt, dass jeder Halbgott seine eigene individuelle Macht hatte. Manche eher passiver, andere eher aggressiver Natur. Kassia konnte ein tödliches Flammenmeer mit ihren Emotionen erschaffen - was natürlich eher aggressiv war. Als sie das Auto eines aufdringlichen Perverslings in die Luft jagte, wurde auch ihr bewusst, dass sie schleunigst lernen musste wie sie das alles kontrollieren sollte und doch sträubte sich etwas in ihr durch diese riesigen Tore zu gehen. Es fühlte sich an, als würde sie ihre Freiheit verlieren. Plötzlich schwang das schwere Eisentor auf und eine große schlanke Frau kam mit einem fast gemeißelten Lächeln auf Kassia und ihren Vater zu, der sich inzwischen unschlüssig darüber, was er jetzt tun sollte, eine Zigaretten angezündet hatte. Die Frau hielt genau vorm Mercedes und strahlte meinen Vater an. Die Frau war sehr attraktiv mit einer schlanken Figur und Haaren aus flüssigem Gold, die ihr auf die Schulter fielen. Offensichtlich wusste sie damit umzugehen, denn sie warf Andrew Connald einen kurzen, aber verführerischen Blick zu und er begann noch mehr zu schwitzen. Hastig zertrat er seine Zigarette und hustete kurz nervös, bevor er Kassia einen flehenden Blick zuwarf. Offensichtlich beschwörte er sie dazu, sich zu benehmen um bei dieser Frau Eindruck zu schinden. Doch das könnte er vergessen. Es war nicht so, als hätte es Kassia etwas ausgemacht, wenn ihr Vater ihre Mutter betrügen würde. Sie kannte die Frau ebenso wenig, wie ihren Vater, doch der Gedanke an Untreue allein machte sie schon krank. Darin war sie sehr bestimmt und auf keinen Fall würde sie so etwas unterstützen. Trotzdem stieg sie aus dem Wagen, mit der immer noch offenen Tür und trat auf sie zu. Sobald sie Kassia sah schien ihr Lächeln etwas ehrlicher zu werden. Sie musterte sie von oben bis unten. Kassia fühlte sich sofort wie auf dem Prüfstand kümmerte sich aber nicht sonderlich darum, so unsicher war sie nicht. Nicht so wie ihr Vater. Sie sah der großgewachsenen Frau ins Gesicht um Reaktionen zu beobachten, doch nicht ein Muskel veränderte sich auf ihrem Gesicht, als sie ihren Blick über die enge Jeans, das relativ luftige Oberteil und die Sneakers mit kleinem Keilabsatz von Kassia streifen ließ. Es war gerade Mal Mitte März und da war es selbst in Griechenland noch nicht übermäßig heiß. >> Man, man...Sie sind eine richtige Schönheit, nicht wahr?<<, fragte sie mit einer zuckersüßen Stimme, die bei Kassia eine kurze Übelkeit hervorrief, die sich nur noch verstärkte, als sie sich vorstellte, wie ihr Vater dem engen Rock und der weißen Bluse hinterher hechelte. >> Tja, offensichtlich alles mütterlicherseits veerbt.<<, lächelte sie zuckersüß zurück und vernahm kurz darauf das ungläubige Schnaufen ihres Vaters. Einen kurzen Moment sah es so aus, als müsste sich die Frau selber zurückhalten, um nicht laut loszulachen. In dem Moment wurde sie Kassia deutlich sympathischer. Offensichtlich bemühte sie sich nun, diesen Moment so gut es nur ging, zu überspielen. >> Nun, ich bin Ms. Galini. Wie du hörst sprechen wir hier auch Englisch, du brauchst also nicht beunruhigt zu sein. Das ist sogar ebenfalls die Muttersprache vieler anderer Schüler hier. Es könnte aber sein, dass auch andere Griechisch und speziell Alt-Griechisch reden. Wir haben etwa 40-50 Schüler hier. Du teilst dir ein Zimmer mit der letzten neuen Schülerin. Ich bin mir sicher, Sie werden sich hier sicher schnell einleben, Kassandra.<< So wie sie Kassias Namen aussprach schien es, als würden sie sich schon ewig kennen, so sehr es ihr helfen sollte, sich hier wohler zu fühlen, umso mehr bewirkte es das Gegenteil. Außerdem hasste sie es, wenn jemand die Langform ihres Namen benutzte. Das Wellenrauschen in ihren Ohren war so präsent, als ob sie direkt neben einer Klippe stand. Doch tatsächlich war der nächste Strand Kilometer entfernt. Sie hörte auch gedämpfte Stimmen im Inneren des riesigen Komplexes und ein bekannter Schauer lief ihr über den Rücken. Sie warf noch einen Blick auf Ms. Galini und fragte sich ob sie auch eine Halbgöttin wäre. Müsste sie ja wohl sein und eine Mächtige dazu, sonst könnte sie sich doch nicht bei einer ganzen Bande durchsetzen. Sie erwiderte Kassias Blick und lächelte ihr immer noch geduldig zu. Anscheinend erwartete sie jetzt eine tränenreiche Abschiedsszene von ihrem Vater. Da erwartete sie eine Enttäuschung. Kassia drehte sich wortlos um und trat an den Kofferraum des schwarzen Autos, den ihr Vater wohl schon vor einiger Zeit aufgemacht hatte. Offensichtlich hatte er wohl gehofft sie schneller loszuwerden. Sie brauchte keine Hilfe beim Gepäck. Nein wirklich nicht. Mit ihrer Kraft war sie in der Lage den riesigen Koffer und die schwere Umhängetasche zusammen mit einem Finger hochzuheben. Sie hob sie mühelos aus dem Wagen. Sie begab sich ohne weitere Worte zu der verwirrten Ms. Galini vors Eisentor und zog dabei den Koffer mit den Rollen hinter sich her. >> Wir werden dich besuchen kommen, Kassandra! Ich und deine Mutter!<<, rief Andrew Connald noch hinter seiner Tochter hinterher offenbar um den Anschein zu bewahren, sie seien eine Familie. Kassia hielt kurz inne und sah ihn dann mit kalten Augen an. >> Ist das eine Drohung?<<, fragte sie tonlos und setzte ohne eine Antwort abzuwarten ihren Weg fort. Sie gingen durch das Eisentor und hielten kurz vor dem gigantischen Innenhof an. Kassia atmete kurz tief durch, und trat ihr neues Leben an. Man, sie würde den Wind echt vermissen., dachte sie melancholisch lächelnd.
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1417277473
Göttliches Blut
Göttliches Blut
Kassia lebte ein komplett normales Leben - bis vor zwei Wochen. Es geht vielleicht noch als normal durch, eine Persönlichkeit wie ein Benzintank zu haben, doch plötzlich zu erfahren, dass man eine Halbgöttin ist und auf ein Internat geschickt zu werde...
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2014-11-29
406G
Percy Jackson

Kommentare (12)

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Swity (43713)
vor 716 Tagen
Echt gut;-) schreib bitte weiter,
wann kommen die nächsten Teile raus?
emma (91985)
vor 746 Tagen
ich bin beim 3 kapitel schon eingeschlafen so langweilig war das
Nightmare (07297)
vor 794 Tagen
Richtig schön ,
eine Fortsetzung wäre toll
oder du könntest auch daraus ein buch machen
Lara (52214)
vor 872 Tagen
Ich fand es gut geschrieben aber kann mir mal einer
Sagen von welchem gott jeder abstammt.
Des kapier ich nicht.
Weiter so schreiben fand ich toll.
Ruby (55681)
vor 928 Tagen
Bitte eine Fortsetzung!!
Phiona (98038)
vor 959 Tagen
Samiel????? Echt jetzt?
Adhara (82921)
vor 971 Tagen
Richtig gut geschrieben, auch wenn ich mit deiner Darstellung Apollos nicht fiel anfangen kann, so ist er doch gar nicht. Außerdem verwundert es mich, dass er sich Samiel nennt. Das ganze Christentum und die Mythen um Engel und so ein Kram kamen doch erst später, nach der griechischen Antike? Außerdem würde es mich mal interessieren von wem Alexandria und Luca abstammen, bei den Anderen konnte ich mir schon einen Reim machen.
Naja, mach weiter so!
unknown (28260)
vor 976 Tagen
Was hat das mit Percy Jackson zu tun?
Apollolover (28260)
vor 976 Tagen
Ist ziemlich von Shadow Falls Camp abgekupfert, oder?
Poseidons Daughter (39020)
vor 976 Tagen
Irgendwie langweilig, hab keine zwei Kapitel durchgehalten :P
Alice (93229)
vor 984 Tagen
richtig toll:) gibts auch eine fortsetzung?
Anna (39960)
vor 984 Tagen
richtig gute geschichte mach weiter so :)