Den Tod zum Freund (Teil 8)

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6 Kapitel - 6.576 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2014-12-01 - Entwickelt am: - 2.830 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Welt, wie wir sie kennen, ist am Ende. Doch die Vergangenheit ist der Schlüssel zum Sieg...

"War is coming
War is crying out
The world is shaking
The sky is falling down - the sky is falling down

Into the Darkness - we are one
Into the Darkness - we all must run
Into the Darkness - we'll burn a light
Into the Darkness - we all must fight, we all must fight

Somethings coming
Somethings on its way
Mountains are crumbling
Like statues of clay - somethings on its way

Into the Darkness - we are one
Into the Darkness - we all must run
Into the Darkness - we'll burn a light
Into the Darkness - we all must fight, we all must fight..."

1
Panisch nach Luft schnappend reiße ich meine Augen auf und finde mich in einer bekannten, doch nicht mit positiven Erinnerungen verbundenen Umgebung wieder...
Laute Schreie ertönen um mich herum, als ich bemerke, dass alles in einen bläulichen Nebel aus Asche und Rauch getaucht ist.
Völlig alleine stehe ich auf der Brücke, welche zum Eingang des Erebors führt – meinen Blick auf die zerbrochenen Tore aus Stein gerichtet. Smaug hat hier bereits sein Unwesen getrieben, denn glühende Asche und züngelnde Flammen aus den abgebrochenen Ästen der Kiefern liegen auf der Brücke vor mir verteilt und zeichnen die sonst so idyllische Umgebung von Verwüstung und Tod.
Meine Augen schweifen langsam über die Ebene, welche vor dem Königreich liegt und überall liegen Leichen... Leichen, welche eigentlich gar nicht hierher gehören... Denn es sind die toten, kalten Körper derer, die bei der letzten Schlagt gegen den Dunklen Herrscher zu Grunde gegangen sind.
„DARIUS!“ schreie ich ungehalten und drehe mich orientierungslos mehrmals um meine eigene Achse, während ich nach Spuren suche, die mir verraten, wo ich mich momentan eigentlich befinde.
„Unser Meister ist nicht hier...,“ flüstert eine warme Frauenstimme und die Flügelschläge eines Schwarms von Fledermäusen verrät mir, dass 'meine Armee' sich mir nähert.
Suchend reißen meine Augen gen Himmel und ich erkenne, wie die Sonne sich verdunkelt, hinter den aufgewühlten Staubflocken der Asche der Toten.
„Wo ist er!“ zische ich ungeduldig und direkt vor mir verkörpert sich der gesamte Scharm von Blutsaugern in nur einem Wesen. So als bestehe eine unsichtbare, dennoch klar definierte Linie, streift Thuringwethil von der einen Seite der Brücke, zu der anderen – immer auf einer geraden Strecke, ihren Blick jedoch dauerhaft auf meine Augen fokussiert, als versuche sie mich zu brechen.
„Fort!“ säuselt sie mit einem verachtendem Grinsen auf ihren Lippen, sodass ihre spitzen Eckzähne zum Vorschein kommen. „Er ist bei wichtigen Verhandlungen, zu denen er uns nicht mitnehmen wollte...,“ ergänzt sie und bleibt mit einem sanften Federn auf ihren Zehenspitzen stehen.
Mit hochgezogener Augenbraue begutachte ich die Umgebung, um zu versuchen mir selber zu erklären, was sie und ich hier sollen. Auf einem Schlachtfeld der Toten, umringt von Flammen, jeden Moment der Gefahr ausgesetzt, ein Drache zerreiße unsere wehrlosen Körper in Fetzen.

„Habe keine Angst,“ raunt die Blutsaugerin mir entgegen und legt ihre Handflächen vor ihrer Brust aneinander, als würde sie Beten. „Ich werde dein Leben schützen – mich in die Feuer des Schicksalsberges werfen – meine Flügel ausreißen, nur damit du fliegen kannst... Doch solltest du uns verraten – den Schwur der Nacht brechen... Dann nehme mich beim Wort...: Werde ich all dein Blut aus deinen Adern fließen lassen und dich in die tiefste Schlucht Ardas werfen, sodass du den Aufschlag erst spürst, wenn du denkst, alles sei ein Traum!“ Ihre Stimme klang drohend, dennoch spürte ich, dass sie ihr Leben und auch das der ihren für mich opfern würde, da ich für Darius lebend mehr wert bin, als tot. Stumm schweigend gebe ich ein Nicken von mir und auf ihre Anweisung hin schließe ich meine Lider und lausche der Umgebung.
Ein leises, fast erloschenes Summen eines kleinen Mädchens erreicht meine Ohren, unterlegt von angeregten Gesprächen, wie an einem sonnigen Markttag in Thal. Die Straßen klingen gefüllt und Händler preisen ihre Waren an, ein jeder zu einem günstigeren Preis, als der andere.
Unbeabsichtigt schleicht sich ein Lächeln auf meine Lippen, als ich mich daran zurückerinnere, wie gerne ich die Stadt vor dem Königreich Erebor besucht habe. Wie gerne ich frei und unabhängig durch die Gassen geschlendert bin – mal hier, mal da etwas gekauft habe und mich selbst in längere Gespräche habe verwickeln lassen.
Urplötzlich und ohne Vorwarnung verstummen alle Geräusche und das laute Brüllen eines Drachens erhebt sich über die Ebene – panisch möchte ich meine Augen öffnen, doch als hätte Thuringwethil mit dieser Reaktion gerechnet, legt sie sanft eine ihrer Klauenhände auf meine Lider und hält sie somit verschlossen.
Das Lodern eines Feuers begleitet angsterfüllte Schreie. Schreie nach Hilfe aus den Mündern der Einwohner Thals, der Zwerge der Erebors. Schreie nach Hilfe von den Elben und die lauteste Stimme, welche alles andere für mich nun unwichtig machte, war die Stimme Thorins.
Trotz der Dunkelheit vor meinem inneren Auge und der Kälte, die von außen durch meine Haut dringt, erfüllt mich ein wärmendes Gefühl...
Langsam gleitet die Hand der Blutsaugerin von meinen Augen und ich blicke einem traurig-lächelndem Gesicht entgegen.
„Drehe dich um...,“ sagt sie sanft und eine Träne findet ihren Weg über ihre Wangen, bevor sie mit einem Schritt von der Brücke springt und ihre majestätischen Flügel ausbreitet.
Ich befolge ihrem Rat, aus einem unerklärlichen Grund und wende mich wieder den Toren des Berges zu.
Massen von Zwergen flüchten vor den Feuern des Drachens an mir vorbei – ihre Körper in einem geisterhaften Schimmer getaucht.
Das ist nicht real!, schreie ich in meinem Inneren zu mir selber, doch es will einfach nicht funktionieren – so sehr ich es auch versuche, ich schaffe es nicht, meinen Blick von dem Geschehen abzuwenden, bin ich doch damals als eine der letzten aus den lodernden Flammen gekommen...
„Hilfe! HELFT UNS!“ schreit der Zwergenprinz, während an ihm aufgelöste Silhouetten vorbei schweben.
Mit seinem gezückten Schwert in der Hand sticht er aus der Masse aus Geistern hervor und es ist fast, als könne ich nach seinem Körper greifen, doch so schnell Staubflocken vom Wind verweht werden, schwindet auch seine Gestalt und ich bleibe wieder alleine zurück, an der Stelle, wo ich meine Augen geöffnet habe.
Stille kehrt ein und ich senke meinen Blick zum Boden.
Ich bin kurz davor unterzugehen... Lange werde ich dieser Zeit nicht mehr standhalten können!
Mit zitternden Knien, bin ich kurz davor auf die harten Steine aufzuschlagen, als das donnernde Brüllen des Drachen mich in eine Wolke auf Flammen taucht und ich das Gefühl habe zu sterben...

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