Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 3

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2 Kapitel - 806 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2014-12-01 - Entwickelt am: - 2.231 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Fortsetzung der Geschichte von Thranduils Tochter Thallyá.

1
Ich war nun schon eine ganze Weile geradeaus gelaufen, doch das Ende des Waldes hatte ich noch immer nicht erreicht. Auch der Palast war weit und breit nirgends zu sehen. Plötzlich hörte ich hinter mir eilige Schritte. Schnell flüchtete ich hinter einen dicken Baumstamm und hoffte, dass mich niemand gesehen hatte.
„Wo ist sie bloß hin?“, fragte eine Stimme.
„Du hast sie aus den Augen verloren!“, rief eine zweite Stimme und dann vernahm ich eine weitere: „Ich glaube, sie ist ganz in der Nähe.“ Meine Hände zitterten stark und ich drückte sie fest an mich, um das Zittern zu unterdrücken, doch es half nichts. Schritte entfernten sich, Schritte kamen näher. Immer wieder und wieder. Sie suchten nach mir! Was hatte ich ihnen denn angetan? Gar nichts. Zumindest wollte mir nichts Einfallen.
Plötzlich spürte ich eine eiskalte Hand auf meiner Schulter, zuckte erschrocken zusammen und konnte gerade noch einen Aufschrei unterdrücken. Ich vermied es, mich umzudrehen, denn ich wusste bereits, wer da hinter mir stand. Der Griff verstärkte sich immer mehr.
„Ich habe sie gefunden“, krächzte eine Stimme hinter mir und drehte mir ruckartig den Arm auf den Rücken. Ich keuchte erschrocken auf. Verdammt, sie hatten mich doch tatsächlich gefunden! Ich versuchte mich loszureißen, doch es gelang mir nicht. Umso mehr ich herumzappelte und um Hilfe schrie, umso mehr verstärkte sich der Griff um meinen Arm. Der Ork, der mich festhielt, winkte die anderen beiden herbei.
„Ich hab es euch doch gesagt, dass sie hier ist!“, rief einer triumphierend und grinste mich an und zeigte dabei seine gelben Zähne. Ohne nachzudenken, streckte ich ihm die Zunge heraus. Der Ork sah mich erst erstaunt, dann zornig an und gab mir eine Ohrfeige. Ich keuchte auf.
„Das hätte ich an deiner Stelle lieber nicht getan!“, schnauzte er mich an und wollte gerade ein zweites Mal zuschlagen, als ihn der andere Ork aufhielt.
„Lass das! Wir sollen sie unbeschadet abliefern.“ Unbeschadet? Abliefern? Wo wollten sie mich denn abliefern? Verwirrt blickte ich sie der Reihe nach an. Da begannen sie zu Lachen.
„Seht sie euch doch einmal an!“, lachten sie, fesselten mir die Hände und zogen mich mit sich durch den Wald.

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