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Warrior Cats Sonnenpfotes weg

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1 Kapitel - 20.730 Wörter - Erstellt von: Fantasyhochzwei - Aktualisiert am: 2014-11-15 - Entwickelt am: - 1.323 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Meine "kleine" Warrior Cats fan fiction. Der erste Teil...
Bin noch nicht ganz fertig

    1
    Katzenplan:


    Ich - Sonnenpfote: Rot leuchtende Augen mit Goldbraunem Fell und einer weißen Schwanzspitze. (neu dazugekommen, Schülerin)

    Abendbach: Grüne Augen mit einem Hellbraun und dunkelrotem gefleckten Fell ist die Heilerin.

    Froststern: Eisblaue Augen mit weißem Fell und Silber glänzenden Spitzen und einer silbernen Pfoten spitze und einer silbernen Schwanzspitze.
    ist die Anführerin.



    Königinnen:
    Buntfeder: Braune Augen mit Schiltpattfarbenem Fell
    Regenwolke: dunkel blaue Augen mit hellem grauen Fell.
    Apfelblüte: Braune Augen mit hell Orangen Fell.

    Krieger/innen:
    Bremsenkralle: Kater mit grünen Augen und Braunem Fell mit schwarzen Streifen.
    Zweiter Anführer.
    Lehrer von: Punktepfote

    Dünenherz: Kätzin mit blauen Augen und Sandfarbenem gewelltem Fell.
    Lehrerin von: Flickenpfote


    Nachtfleck: Kätzin mit braunen Augen und Cremefarbene Fell und einem schwarzen Fleck auf der Brust und auf dem Rücken und einem Schwarzen Ringflecken um das Auge.
    Lehrerin von: Hellpfote

    Adlerschatten: Kater mit grünen Augen und schwarzem Fell.

    Rauchzahn: Kater mit braunen Augen und Rauch Grauem Fell ältester Krieger.
    Lehrer von: Eichhörnchenpfote

    Weißfeder: Kätzin mit grünen Augen und Schwarzen Fell und weißen Pfoten jüngste Kriegerin.




    Schüler:

    Hellpfote: Kätzin mit blauen Augen und Braunem Fell mit weißem Schwanz und einem weißen Fleck auf dem linken Ohr. Lehrerin: Nachtfleck

    Flickenpfote: Kater mit dunkelgrünen Augen und weiß braun und Silber getupftem Fell
    Lehrerin: Dünenherz

    Punktepfote: Kätzin mit braunen Augen und gelbem Fell mit weißen Punkten. Lehrer: Bremsenkralle

    Eichhörnchenpfote: Kater mit Braun orangenem Fell und braunen Augen. Lehrer: Rauchzahn


    Jungen:
    Schattenjunges: Kater mit braunen Augen und Silbernem Fell und zwei schwarzen Pfoten. Mutter: Buntfeder
    Streifenjunges: Kater mit braunen Augen und hellbraunem Fell und schwarzen Streifen. Mutter: Buntfeder

    Aschenjunges: Kätzin mit rauchgrauem Fell und einer braunen Schwanzspitze und blauen Augen. Mutter: Regenwolke

    Tupfenjunges: Kätzin mit dunkel blauen Augen und Orangenem Fell mit einem schwarzen tupfen auf dem Rücken. Mutter: Apfelblüte

    Krähenjunges: Kater mit braunen Augen und Schwarzem Fell. Mutter: Apfelblüte

    Anführer des Wildrosenclans:
    Luchsstern: kleiner, tief goldener bis Hellbrauner Kater mit leichten fast nicht sichtbaren schwarzen tupfen und weißen Pfoten spitzen und langhaarigen Ohren mit schwarzen spitzen.
    2. Anführerin: Blumenkralle Kätzin mit weiß-gelben Fell und einer hell Roten Schwanzspitze.









    Prolog

    Der leichte Wind fuhr über mein Goldbraunes Fell. Ich beobachtete wieder das Mädchen. Mir schien es als wäre sie unruhig. Sie lief hin und her. Als sie näher zu mir heran kam duckte ich mich noch tiefer in den Busch aber sie entdeckte mich und
    sagte: „ Da bist du ja mein liebes Kätzchen.“ Ich war enttäuscht den eigentlich wollte ich ihr nicht noch mehr sorgen bereiten als ich es eh schon, durch mein Verschwinden, tat. Ich gehörte nicht zu ihr ich gehörte zu dem Wald









    Kapitel 1.

    „Wer war dieser Mensch den du beobachtest hast Nira?“ krächzte die alte Heileren Abendbach. Ich wusste das ich Abendbach alles anvertrauen konnte ich meine, sie hatte mich erst in den Clan der Morgenblüte gebracht. Wir waren einer der zwei Clans in diesem Wald der andere Clan hieß Clan der Wildrose. Ich schaute nach rechts und links und wurde langsam ungeduldig denn die letzten Tage musste sie mit dem Clan wegen mir so viel besprechen und heute kam Abendbach endlich zu mir um mir die Entscheidung des Clans beizubringen. „Naja du weißt ich wohnte erst bei diesem Menschen.“ Antwortete ich ihr schließlich. Sie nickte und ich drehte mich um und nahm ein Bündel Kräuter aus dem kleinen Büschel Gras hinter mir. „Bist du bereit aufzubrechen Es ist kurz vor Sonnenhoch und wir werden erst bei Mondaufgang im Lager sein.“ Ich war bereit und miaute zur Bestätigung. Abendbach hatte auch einen Kräuterbündel dabei gehabt und schon gegessen sie starrte auf meinen Bündel und schaute mich dann mit erwartungsvollen Grünen Augen an. Kaum hatte ich mein Kräuterbündel mit angewidertem Gesicht herunter geschluckt sprang Abendbach auf und lief schon los, ich spurtete hinter ihr her. Ich war schon ganz aufgeregt auf mein neues Leben im Clan. Ich war einfach nicht für das Leben bei Menschen geschaffen. Das hatte zumindest Abendbach gesagt als wir uns das erste Mal getroffen hatten als sie auf dem Weg zur Mond Höhle war. Ich war auf ein Baum geklettert und als ich runter gesprungen bin hatte ich mir eine Wunde zugezogen und hatte direkt die richtigen Kräuter gefunden und richtig benutzt.
    Abendbach hatte mir damals gesagt das es einen Clan gibt mit einer großen Anführerin und sie als Heilerin und von dem Mondclan den sie anbeten auch von der Mond Höhle wenn der Mond durch ein Loch in der Decke als Vollmond scheint, die dann leuchtet und funkelt und glitzert. Auch von den Kriegern die für den Clan jagen, Kämpfen und den Schülern alles beibringen und auch von den Schülern die ab 6 Monden Schüler werden und alles lernen müssen von dem Leben als Krieger zum Beispiel wie man sich an Beute Anschleicht und die besten Angriffe und Verteidigungen aber auch die Heiler-schüler die die Kräuter lernen müssen und auch wissen müssen wozu die Kräuter gut sind. Es gibt dann noch die Königinnen die entweder Junge bekommen oder sie gerade aufziehen. Ich bin gerade 6 Monde alt also werde ich Schülerin und in einem Bau schlafen wo nur Schüler schlafen zumindest solange bis ich meine Ausbildung zur Kriegerin beendet habe.

    Wir waren nun schon ein paar Minuten auf den Pfoten und ich war schon weiter als ich jemals zuvor gekommen bin. Abendbach und ich schlichen uns weiterhin voran in der Hoffnung keinen Menschen oder anderen Katzen zu begegnen. Wir liefen weiter und weiter bis sich vor uns, etwas nach Sonnenhoch, eine weite offene Ebene erstreckte die nur hier und da mit etwas Heidekraut bewachsen war. Ich wurde mit jedem Herzschlag aufgeregter und war bereit meinem neuen Leben zu begegnen.

    Als wir die Ebene überquert hatten war es weit nach Sonnenhoch und der Himmel langsam Rot und Orange gefärbt. Keine einzige Wolke schwebte am Abendhimmel. Die Sonne versank langsam als Glühender Feuerball hinter dem Wald der nun vor Abendbach und mir lag. „Das ist der Wald in dem dein neues Zuhause liegt wir müssen nur noch das Territorium der Wildrose überqueren. Wollen wir eine Pause machen?“ fragte Abendbach mich freundschaftlich. Erst jetzt merkte ich, dass meine Pfoten schmerzten und ich unbedingt eine Pause brauchte. Ich miaute erleichtert und ließ mich fallen um wieder zu Kräften zukommen. Ich schnüffelte in der Luft und roch den frischen Duft des Waldes mir juckte es in den Pfoten auf einen der Bäume zu klettern die hoch vor mir aufragten. Ich sprang mit einem mächtigen Satz auf einen der Bäume und kletterte schnell und geschickt bis hinauf in die Spitze als ich über das Baummeer blickte war ich zufrieden und das Kribbeln in meinen Pfoten verschwand. Ich sprang wieder hinunter und trottete zurück neben Abendbach die mich beindruckt anschaute und schließlich fragte: „ Wer hat dir denn das beigebracht?“ Ich schaute ihr in die Augen. „Meine Mutter.“ Antwortete ich knapp. „Wie hieß deine Mutter denn?“ hakte sie weiter nach. „Sie hieß Wolfsstern.“
    „Wolfsstern! Deine Mutter war einst eine große edle Anführerin deines Clans. Wir dachten alle sie wäre getötet worden von dem Feuer was hier einst gewütet hatte.“ Erzählte mir Abendbach. Mir war gerade etwas eingefallen „Meine Mutter hatte mir von einem großen Feuer in einem entfernten Wald erzählt und das sie schwer verletzt wurde. Sie konnte nicht mehr Jagen und auch nicht mehr Kämpfen ihre hinteren Beine wurden nämlich schwer verletzt.“
    Abendbach schaute mich mit großen Augen an und fragte: „War sie ein Hauskätzchen geworden?“ Ich schüttelte bloß mit dem Kopf und Abendbach fragte direkt weiter „Und dein Vater der vielleicht?“
    Ich schüttelte wieder den Kopf und miaute: „Das Mädchen fand mich einmal allein im Wald und nahm mich einfach mit ich nahm von ihr erst kein Essen an sondern Jagte es mir selber doch das Mädchen holte mich immer und immer wieder bis ich es aufgab immer wieder zu versuchen abzuhauen und zu Jagen hatte ich keine Zeit weil das Mädchen mich entweder nicht raus ließ oder immer bei mir war und wenn ich zu weit von ihr weg lief bekam ich einen Stromschock den ich hatte ein Stromhalsband an immer wenn ich zu weit weg lief bekam ich einen Stromschock. Dann bist du gekommen und hast mir daraus geholfen.“ Abendbach hatte die ganze Zeit wie gebannt zugehört und schaute mich jetzt voller Mitgefühl an. Dann stand sie auf und gab mir mit einem Schwanzschnippen ein Zeichen wieder Aufzubrechen.
    Der Himmel hatte sich in ein beruhigendes Violette verwandelt als wir den Wald betraten. Der Wald war sehr dicht bewachsen mit Eschen, Birken, Eichen, Tannen… Aber auch mit vielen Büschen. Ich konnte Beute riechen und Kräuter. Wir zogen durch das Gestrüpp und liefen dann auf einen kleine See zu. Abendbach lief schnell zur anderen Seite und legte sich hin um zu trinken. „Warum hast du nicht auf der anderen Seite getrunken?“ fragte ich. „Riech mal. Es riecht anders als auf der anderen Seite richtig?“ Ich nickte dann fuhr sie fort
    „Auf der anderen Seite war das Territorium der Wildrose hier allerdings ist dein neues Zuhause das Territorium der Morgenblüte ich habe extra den kürzesten Weg im Territorium der Wildrose genommen.“
    Ich wurde ganz hibbelig und als ich einen Tunnel aus Dornen und Efeuranken entdeckte tat mein Herz einen Sprung das war das Lager des MorgenblütenClans







    Kapitel 2

    Abendbach und ich liefen durch den Tunnel als wir auf der großen Lichtung angekommen waren sah ich wo ich ab heute Leben würde. Auf der Lichtung am Rand stand ein Stein der ungefähr zwei Katzen hoch war auf der Lichtung waren drei Löcher die etwas in die Erde führten und einen der in den Stein führte noch einen Tunnel aus Efeu ich vermutete das das der Tunnel war der auf die Lichtung der Heilerin führte. Als wir weiter auf die Lichtung traten drehten sich mehrere Kater und Kätzinnen nach mir um. Ein Kater mit braunem Fell und Schwarzen Streifen lief zu dem Bau im Stein. Eine weiße Kätzin trat heraus und Jaulte kurz auf. Aus den Höhlen kamen Katzen getrottet und setzten sich unter den Stein auf den die Kätzin gesprungen war. Dann sprach sie als niemand mehr kam: „wir haben einen Neuankömmling, trete vor.“ Ich trat vor bis ich genau vor dem Stein stand dann sprach sie weiter „Wie heißt du und wie alt bist du?“ Ich schaute mich kurz um und antwortete „Ich heiße Nira und bin 6 Monde alt.“ Dabei ließ ich mein Blick auf dem versammelten Clan ruhen. Die Kätzin nickte „Ich bin die Anführerin dieses Clans und heiße Froststern.“ Dann sprang sie hinunter vom Stein und sprach weiter „Hellpfote, eine unserer Schülerinnen, wird dir hier alles zeigen alles Weitere klären wir morgen. Hellpfote komm mal her und zeig Nira wo sie von jetzt an schlafen wird.“ Eine junge, hübsche
    Kätzin mit hellbraunem Fell und blauen Augen kam an getrottet und nickte mir freundlich zu „Morgen zeig ich dir unser Lager aber komm erst mal mit du bist sicher Müde von der langen Reise!“ Ich war tatsächlich müde und freute mich schon darauf mich in mein neues Nest zulegen. Hellpfote zeigte mir den Bau der Schüler und einen freien mit Moos und Federn gepolsterten Platz wo ich mich zusammen rollte und schnell einschlief.

    Am nächsten Morgen wachte ich auf weil mir die Sonne auf die geschlossenen Augen schien. Ich stand auf und streckte mich dann lief ich aus dem Bau der Schüler und schaute mich auf der Lichtung um. Hellpfote entdeckte mich und kam von einem Haufen wo Beute drauf lag angesprungen. „Komm ich zeig dir jetzt das Lager.“ Hellpfote lief zu der Höhle mit einem Brennnesselfleck an der Seite und erzählte mir das dies der Bau der Krieger wäre. Wir liefen über die Lichtung auf den Stein zu „Das ist der Hochstein auf dem unsere Anführerin uns alles Wichtige mitteilt wie du gestern schon mitbekommen hast.“ Dann liefen wir auf eine Höhle zu die in dem Hochstein drin war. „Dies ist eigentlich ganz klar dass das der Bau der Anführerin ist.“ Dann liefen wir rüber zu einer Höhle die am weitesten in die Erde reinging und aus der Wärme heraus schwebte. „Das ist der Bau für die Königinnen die Junge bekommen, sie aufziehen oder helfen sie zu pflegen. Ach ja siehst du den Haufen mit Beute dort vorn? Das ist der Haufen auf dem wir unsere gejagte Beute ablegen also unser Beutehaufen und noch was dieser Efeutunnel führt auf die Lichtung der Heilerin und wenn Krieger oder Anführer alt werden treten sie ihre Reise zur Mondhöhle an dort gibt es einen Gang der ganz tief in die Erde rein führt am Ende ein ganz großer Raum nur ein kleines Loch spendet Licht und dort leben sie ihre letzte Zeit bis sie sich auf dem Weg zum Mondclan machen. Mehr gibt es nicht was ich dir zeigen könnte. Nun sollten wir zu Froststern gehen.“ Ich nickte und lief über die Lichtung auf den Bau der Anführerin zu. Als Hellpfote und ich vor dem Bau der Anführerin standen miaute Sie: „Froststern ich habe Nira alles gezeigt und erklärt, ich glaube wir sollten jetzt die Zeremonie abhalten.“ Froststern trat aus dem Bau heraus und nickte zustimmend und gab mir ein Zeichen mit ihrer Schwanzspitze ihr zu folgen. Ich folgte ihr und sie sprang leicht füßig auf den Stein ich versuchte es auch aber ich purzelte wieder herunter also musste ich hoch klettern das funktionierte schon viel besser und ich kam auch oben an. Froststern rief alle Clan Katzen mit einem lauten Jaulen zu dem Hochstein und fing an: „Diese Katze soll nun in den Bund der Schüler aufgenommen werden. (…) Ihr Name ist Nira sie ist 6 Monde alt und soll nun unter dem Angesicht des Mondclans ihren Schülernamen bekommen (…) Sie wird Sonnenpfote heißen und ihr Lehrer oder ihre Lehrerin wird(…)“
    Toten Stille alle Katzen schauten wie gebannt zu Froststern hinauf mein Pelz kribbelte und ich konnte es gar nicht abwarten endlich meinen Lehrer zu bekommen und richtig Teil des Clans zu sein und alles zu machen was man von mir verlangen würde. „Also es wird“ sprach Froststern weiter „Adlerschatten sein.“ Ich schaute mich um ob irgendein Kater nach vorn treten würde. Erst sah ich keinen und fragte mich wo Adlerschatten war aber dann traten ein paar Katzen zur Seite und ein Muskulöser kräftiger schlanker Kater trat vor. Er hatte tiefe dunkelblaue Augen und ein Nachtschwarzes Fell. Froststern stupste mich etwas an und bedeutete mir damit runter zuspringen und zu Adlerschatten zu gehen.
    Als ich unten vor ihm stand beugte sich Adlerschatten nieder um mich mit seiner Schnauze zu berühren ich reckte mich etwas nach oben um ihm entgegen zu kommen und unsere Nasen berührten sich kurz dann reckte er sich wieder hoch und Froststern fuhr fort „Ab morgen, Sonnenpfote, wird dein Training beginnen. Hellpfote wird dich rechtzeitig wecken. Damit ist die Versammlung beendet.“
    Die Katzen zerstreuten sich, manche beglückwünschten mich noch mit meinen neuen Namen. Einfach so als wäre ich im Clan geboren worden und nicht als Einzelläuferkatze in einem anderen Wald dazu gekommen. Kater und Kätzinnen etwas älter oder auch so alt wie ich kamen auf mich zugelaufen darunter auch Hellpfote. „Herzlichen Glückwunsch Sonnenpfote jetzt ist es Offiziell, du bist eine von uns.“ Beglückwünschte mich Hellpfote „Also das sind alle Schüler des Clans: Flickenpfote, Punktepfote und Eichhörnchenpfote.“ Sie nickten ihnen freundlich zu und Flickenpfote, ein junger Kater etwas größer als ich, fragte mich: „Wir wollten etwas essen drüben beim Schilf vor dem Schülerbau. Kommst du mit?“
    Ich nickte freudig und Hellpfote und ich sprangen schon rüber zum Beutehaufen ich suchte mir ein Eichhörnchen und Hellpfote sich ein Kaninchen aus. Wir Schüler liefen vor unseren Bau und ließen uns neben dem dicht gewachsenen Schilf nieder. Im Lager war alles ganz friedlich und ruhig. Die Sonne ging hinter den Brombeer und Efeuranken unter die hinter, vor und auch auf beiden Seiten neben uns die Seiten des Lagers Schützten.
    Jetzt war ich richtig Zuhause.






    3.Kapitel


    „Hey, Sonnenpfote, aufwachen!“ weckte mich Hellpfote mit einem Knuff in die Seite. Ich stand auf reckte und dehnte mich. Adlerschatten steckte seinen Kopf in den Schülerbau und musterte mich befriedigt und war anscheinend froh darüber das ich schon aufgestanden war. Ich schüttelte mir Moos und Federn aus dem Pelz und lief nach draußen. Adlerschatten kam zu mir „Ich zeige dir gleich die Grenzen unseres Territoriums und die besten Jagdstellen.“ Meinte er an mich gewandt. Ich war ganz aufgeregt und meine Pfoten kribbelten vor Erwartung und ich hielt es kaum aus. Eine Kätzin mit Grauem Fell und einem schwarzen Flecken auf der Brust stieß zu uns. „Das ist Nachtfleck die Lehrerin von Hellpfote sie wird mit uns auf Patrouille kommen genauso wie Hellpfote.“ Ich freute mich jetzt noch mehr wenn Hellpfote mitkommen würde, würde es noch viel mehr Spaß machen. Sie kam aus dem Bau und streckte sich dann sprang sie auf uns zu. Dann gab Adlerschatten mit dem zucken seiner Schwanzspitze uns zu verstehen das wir losgehen sollten.
    „Du musst wissen, Sonnenpfote, ich bin auch erst einen Tag bevor du gekommen bist zur Schülerin ernannt worden!“ flüsterte mir Hellpfote zu. Wir liefen aus dem Brombeer-Efeu Tunnel hinaus aus dem Lager und bogen dann links ab noch etwas tiefer in den Wald hinein. Wir liefen auf einem, schon festgetrampelten Pfad entlang.
    Bei der Jagdpatroullie fing Adlerschatten zwei Wühler und jeweils ein Kaninchen und ein Eichhörnchen, Nachtfleck fing drei Mäuse und ein Rotkehlchen und Hellpfote fing eine Maus und zwei Spatzen nur ich fing bloß eine mickrige, alte Spitzmaus. Ich hatte zwei Mäuse und ein Specht entkommen lassen. Adlerschatten war sichtlich peinlich berührt. Ich schämte mich und lies auf dem Weg zurück ins Lager den Kopf hängen. Auch beim heutigen Training versagte ich einmal sollte ich mich nur ducken um Hellpfotes Pfoten aus dem Weg zu gehen aber ich war viel zu langsam und Hellpfote traf mich mit ihrer hellbraunen Pfote mitten auf die Schnauze. Adlerschatten war noch beschämter das spürte ich. Am Ende trotte ich zwei Fuchslängen hinter der Patrouille ins Lager zurück. Auch zwei Sonnenhochs später war ich nicht viel besser, trotz des harten Trainings. Schließlich fünf Sonnenhochs später wo ich immer noch nicht besser geworden war tappte ich neben Abendbach her und hob meine Nase in die Luft. Ich roch direkt das gesuchte Kraut, nämlich Ziegenkraut. Ich lief darauf zu und rief: „Abendbach hier drüben wächst ein großes Büschel Ziegenkraut. Ziegenkraut ist gut gegen offene Wunden aber auch gegen Zahnweh wenn man darauf herum kaut oder?“ Abendbach nickte und ihre Augen glänzten bewundernd. Wir gruben noch Bachwurzeln aus und trugen alles ins Lager.
    Zurück im Lager sah ich noch Adleschattens Schwanz im Bau der Anführerin verschwinden. Ich dachte nicht weiter darüber nach sondern verschwand hinter Abendbach im engen Tunnel zur Heiler Lichtung.
    Ich sah Froststern sich auf die Heiler Lichtung schlängeln und dann tappte sie auf mich zu. „Sonnenpfote ich muss mit der reden.“ Ich legte den Kopf schief und setzte mich gespannt hin „Nicht hier komm in meinen Bau.“ Dann drehte sich Froststern um und trottete zurück auf die Lichtung.
    Ich leckte überrascht meine Brust und mir flogen tausende Gedanken durch den Kopf:
    Was wollte Froststern von mir, ich werde doch nicht etwa schon zur Kriegerin ernannt.
    Ich spürte Abendbachs besorgten Blick auf meinem Pelz brennen.
    Ich stand auf und tänzelte durch den Tunnel auf die Lichtung zum Bau von Froststern. Dort erwartete sie mich bereits.
    „Sonnenpfote? Ich und Adlerschatten müssen mit dir reden. In den letzten Tagen warst du nicht gut beim Training dabei. Deswegen wollten wir dich fragen was los ist.“ Froststern schaute mich besorgt an. „Ich habe nichts. Ich habe mich wirklich angestrengt aber ich habe es einfach nicht geschafft etwas so gut zu machen wie man es von mir erwartet hatte!“ Die Worte sprudelten nur so aus mir heraus. „Du kannst keine Schülerin sein wenn du nichts lernst. Ich gebe dir noch eine Chance wenn du in 7 Tagen nicht gelernt hast… dann musst du leider den Clan verlassen.“ Ich schrak zurück. Ich wollte den Clan nicht verlassen ich hatte mich schon so gut mit dem Leben eingefunden. „Ich...ich w…werde mich anstrengen!“ Froststern nickte und gab mir mit einem Schwanzschnippen ein Zeichen das ich gehen sollte. Ich lief nach draußen und merkte wie meine Pfoten zitterten.


    Kapitel 4


    Ich lief auf dich Lichtung um mich dort hinzulegen und dann putzte ich mich verschreckt. Hellpfote kam grade von einer Grenzpatrouille auf mich zu getappt. „Na Sonnenpfote, was hast du? Du siehst gar nicht gut aus!“ Ich schluckte, schüttelte mich und setze mich auf dann erzählte
    ich: „Froststern will mich aus dem Clan schicken wenn ich mich nicht in 7Tagen im Training und bei der Jagd verbessert habe!“ Hellpfotes Augen wurden riesig dann schaute sie auf ihre kleinen weichen Pfoten schließlich antwortet sie entschlossen: „Ich werde mit dir Trainieren und zwar so lange bis wir Jagen und Kämpfen so gut können wie es nur in 7 Tagen Übung möglich ist!“ Ich nickte aber mir wurde flau im Magen wenn ich daran dachte was nun vor mir lag.

    Schon am nächsten Morgen liefen wir los in die Mooskuhle um mit dem Training zu beginnen. Hellpfote duckte sich das ihr Bauchfell das Grünblaue Moos berührte. Ihr Schwanz war eine Schnurrhaar breite über dem Boden, dann forderte sie: „Mach mir das nach! Los.“ Ich machte es aber irgendwie falsch und kam aus dem Gleichgewicht. Hellpfote und ich probierten es noch weitere acht Mal aus aber ich kam entweder aus dem Gleichgewicht oder mein Schwanz stand zu hoch oder zu tief. Es war Sonnenhoch als Hellpfote mit mir ins Kampftraining wechselte aber das bekam ich genauso gut hin wie das Jagdtraining. Am Abend als die Sonne langsam hinter den Baumwipfel verschwand liefen Hellpfote und ich erschöpft ins Lager zurück. Die nächsten Tage wurden nicht besser am Tag 4 der 7Tage ging ich wieder mit Abendbach Kräuter sammeln. Sie schaute mich immer wieder erstaunt an wenn ich kurz meine Nase in die Luft hob und sofort das gesuchte Kraut erschnüffeln konnte und sagen konnte wie das Kraut oder Beeren, Wurzeln hieß und wofür es gedacht war. Als wir wieder im Lager waren beauftragte mich Abendbach das gesammelte auf die Heiler Lichtung zu tragen. Ich trug die Kräuter auf die Lichtung und sortierte sie auch gleich ein. Durch die Efeuranken sah ich Abendbachs Schwanz im Anführerbau auftauchen. Ich wunderte mich dass sie mit Froststern reden musste aber ich verdrängte es gleich wieder. Als Abendbach zu mir kam fragte sie mich etwas was mich verwunderte.

    Als der nächste Tag angebrochen war streckte ich mich und schaute Hellpfote traurig an dann starrte ich nach draußen und lief zum Lagereingang Abendbach stand schon dort und ohne etwas zusagen machten wir uns auf den Weg aus dem Lager, aus dem Territorium, aus dem Wald über die Moorlandschaft zurück in den alten Wald wo ich geboren und meine Kinderstuben Zeit abgesessen hatte. Wir kamen auch an meinem alten Menschenlager vorbei dort setzte sich Abendbach hin und fing an sich ihr langes Fell zu putzen. Es wurde Abend und Abendbach beschloss dort zu schlafen, vor meinem alten Lager.

    Am nächsten Morgen streckte Abendbach sich uns weckte mich auf ich schüttelte mich und war bereit zu laufen. Schon bald liefen wir auch los aus dem Menschenort hinaus dort fiel drastisch ein Tal hinab. „Do…Dort sollen wir hinunter?“ fragte ich mit zitternder Stimme. Abendbach nickte und schaute weiter geradeaus. Wir begannen bei Sonnenhoch unseren Abstieg er dauerte bis kurz vor Sonnenuntergang. Wir warteten vor einem Tunnel der dunkel und tief in die Erde rein führte. Die Sonne ging unter und Abendbach stand auf um den Tunnel zu betreten ich folgte ihr und mein Pelz sträubte sich. Es dauerte eine Weile bis wir einen großen Raum betraten wo ein kleiner Bach in einem ruhigen See, der zwei Katzen lang du breit war, mündete. Abendbach schaute hoch zu einem Loch in der Decke ein Stück des Mondes war zu erkennen. Ein paar Minuten später leuchtete der Mond durch das Loch und der Raum begann zu funkeln und zu glitzern. Ich duckte mich zu dem See hinunter und trank einen Schluck des süßen Wassers. Ich sah für ein paar Herzschläge schwarz ich öffnete meine Augen und fand mich auf einer großen Lichtung wieder. „Hallo du bist Sonnenpfote.“ Noch bevor ich weiter sprechen konnte sprach die weiche Stimme weiter. „Ich bin Schneeblüte.“ Ich drehte mich um und vor mir stand eine schöne weiße Kätzin mit einem Schwarzen Strich von der Nase bis zum linken Ohr. Sie sprach weiter: „Ich bin hier um dich in die Welt der Heiler aufzunehmen! Komm ich will dir was zeigen!“ Die Kätzin stand auf und sprang über einen Ast der vor ihr auf dem Boden lag, ich machte es ihr nach und verschwand im Unterholz. Wir liefen und liefen bis wir auf eine Lichtung kamen die steil Anstieg. Oben angekommen musste ich staunen. Vor mir erstreckte sich bis ins scheinbar unendliche eine Wasserebene, Schneeblüte tänzelte hinunter um sich am Strand niederzulassen sie winkte mir mit der Schwanzspitze zu und ich sprang hinter ihr her. Ich blieb vor ihr stehen und schaute beeindruckt auf das funkelnde Wasser. „Heilerin zu sein bedeutet nicht nur die Kräuter zu kennen, sondern auch das Gesetzt der Heiler zu erlernen! Viele Krieger wissen gar nicht dass es auch ein Gesetz der Heiler gibt! Deswegen frage ich dich Sonnenpfote, willst du das Gesetzt der Heiler lernen und ehren deinen Clan Heilen und ihm beistehen bis du deine Reise zum Mondclan antretest?“ Ich schaute in den strahlenden blauen Himmel um kurz zu überlegen. Ich hatte bisher noch nie daran gedacht wie es wäre Heilerin zu werden! Aber der Gedanke gefällt mir. Sogar noch mehr als mich verwunden zu lassen im Kampf! „Ja ich verspreche es!“ „Gut Sonnenpfote du wirst nun dein Heilersymbol bekommen, dein Symbol wird der Tau sein! Im Tau wirst du Zeichen von uns finden können aber auch mehr von deinen Familien und Heiler Ahnen herausfinden können!“ Schneeblüte lächelte mich an und legte ihre Schnauze auf meinen Kopf. Ich schloss meine Augen und als ich sie wieder öffnete fand ich mich wieder in der Höhle wieder die nun aufgehört hatte zu leuchten. „Und, hast du was geträumt?“ fragte mich Abendbach. Ich nickte und ich rief mir die Bilder von Schneeblüte wieder in den Sinn. „Ich habe eine schöne weiße Kätzin mit einem schwarzen Streifen von der Nase bis zum linken Ohr kennengelernt. Sie hieß Schneeblüte und sie hat mich zu einer großen See mitgenommen und hat mir mein Heilersymbol gegeben!“ erzählte ich aufgeregt. „Und? Welches hast du?“ hackte sie weiter nach. „Es ist der Tau!“ Abendbach schaute mich liebevoll an und dann machten wir uns auf den Weg aus der Mondhöhle.

    Wieder im Lager verschwand Abendbach direkt im Bau von Froststern. Als ich mich auf die Lichtung setzte da ich nicht wusste was ich tun sollte hörte ich das Gespräch von Froststern und Abendbach. „Sonnenpfote wurde angenommen! Der Mondclan hat ihr Schneeblüte geschickt. Alles ist normal abgelaufen, so wie mir Sonnenpfote das erzählt hat!“
    „Dann ist gut. Weißt du…“ Weiter kam Froststern nicht den Abendbach hatte sich zu mir umgedreht und rief: „Geh in den Bau der Schüler es ist spät und ich habe kein Nest für dich im Bau der Heiler.“ Ich trottete zum Bau der Schüler und kuschelte mich in mein Nest und schlief ein.










    Kapitel.5


    Am nächsten Morgen wachte ich auf weil mich Hellpfote in die Seite stieß
    „Hey aufwachen! Training!“ Miaute sie schlaftrunken. Ich blinzelte mir den Schlaf aus den Augen und stand auf. „Oh, Hellpfote, ich muss dir was sa…“ Ich wurde unterbrochen weil Froststern mit einem Jaulen zu einem Clantreffen zusammen rief. Ich setzte mich mit Hellpfote langsam in Bewegung und schaute sie die ganze Zeit traurig von der Seite an. Ich setzte mich neben Hellpfote und schaute zu Froststern hinauf die edel auf dem Hochfels stand. Als sich alle versammelt hatten fing Froststern an: „Heute habe ich eine wichtige Bekanntmachung zu machen. Ihr könnt froh sein Tupfenjunges, Krähenjunges tretet vor.“ Die beiden Jungkatzen traten vor. Froststern redete weiter: „ Ihr seid nun alt genug um in den Bund der Schüler aufgenommen zu werden. Ich gebe euch nun mit der mir gegeben Kraft des Mondclans eure Schülernamen: Tupfenjunges von nun an bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast wirst du Tupfenpfote heißen und du Krähenjunges von nun an bist du dir deinen Kriegernamen verdient hast wirst du Krähenpfote heißen. Und Tupfenpfote dein Mentor wird Adlerschatten sein! Ich werde es gleich erklären!“ Hellpfote schaute mich bestürzt an Hoffentlich denkt sie nicht, dass ich den Clan verlassen werde! Ich spürte einen Brennenden Blick von Hellpfote und einen von einem Schüler hinter mir ich wollte nicht noch mehr Aufmerksamkeit
    Auf mich lenken als nötig. Dann fuhr Froststern fort: „Und dein Lehrer wird, Krähenpfote, Weißfeder sein.
    Sie legte noch eine Pause ein damit die frisch ernannten Schüler zu ihren Mentoren treten konnten und sich begrüßten. „Gut wie ich bereits erwähnt hatte habe ich noch eine Neuigkeit. Vielleicht haben es einige unter euch schon erraten aber es geht um Sonnenpfote. Sie wird ihr Amt als Kriegerschülerin aufgeben um ihrem Schicksal zu folgen… Sie wurde gestern Nacht in den Bund der Heilerschüler aufgenommen.“ Hellpfote starrte mich an und fragte: „Warum hast du das getan du wurdest doch schon viel besser!“ Ich schaute zu Boden und suchte nach den richtigen Worten „Genau warum?“ Das war Flickenpfote. Mir rollte eine Träne über meine Wange dann rannte ich hinaus raus aus dem Lager in den Wald. Ich rannte Tränenblind immer weiter bis ich vor einem dichten Haselstrauch stand dort krabbelte ich rein ein Tunnel führte sanft in die Erde rein. Ich schob mich rein bis zu einem kleinen Bau der groß genug für zwei Katzen war. Ich rollte mich zusammen und schluchzte, nun würde ich mich immer mehr von meiner Freundin entfernen. Das Flickenpfote auch noch was dazu gesagt hatte, hatte mir einen Stich ins Herz gegeben ich wusste nur nicht genau warum. Ich musste bei den Gedanken noch lauter Schluchzen. Dann ließ ich mich in einen ungemütlichen Schlaf gleiten.
    Mitten in der Nacht hörte ich Pfoten Getrappel. Es musste eine einzige Katze sein es war aber kein Krieger dafür waren die Pfoten Schritte zu sachte. Dann hörte ich ein vertrautes Miauen: „Sonnenpfote? Ich weiß das du hier bist also komm raus!“ Es war Flickenpfote. „Flickenpfote, ich bin hier! Unter dem Haselstrauch ist ein Tunnel der in einem Bau mündet.“ Ich hörte Flickenpfotes Pelz am Boden streifen dann sah ich zwei leuchtende Augen. „Was tust du hier?“ Miaute ich erschöpft. Ohne was zusagen legte sich Flickenpfote neben mich und leckte mir beruhigend das Ohr. Ich vergrub meine Nase in seinem weichen Fell. „Wieso seid ihr so geschockt darüber das ich ins Heilerschüler Dasein gewechselt bin? Das war doch offensichtlich!“ fragte ich Flickenpfote. Darauf antwortete er: „ Ich kann nur von mir reden. Ich wollte mit dir zusammen in einem Bau schlafen ich wollte mit dir zusammen zum Krieger ernannt werden. Du musst wissen ich und Hellpfote sind Wurfgefährten also wäre es sehr vorstellbar das wir zusammen zu Kriegern ernannt werden.“ Ich wunderte mich und fragte weiter: „Warum willst oder wolltest du das wir das alles zusammen machen?“
    Darauf Flickenpfote: „Das kann ich dir nicht sagen!“
    „Wieso nicht, bitte ich will es wissen!“ Ich schaute nun tief in seine dunklen – grünen Augen.
    Dann fuhr Flickenpfote fort: „Nun gut! Ich…“ Plötzlich ertönte Hellpfotes Miauen. „Da bist du ja Flickenpfote, hast du Sonnenpfote gefunden?“ Flickenpfote stand auf und schaute aus dem Bau. „Bitte, erzähl niemanden das ich hier bin! Komm heute Abend wieder wenn alle Schlafen!“ Bat ich noch Flickenpfote. Er nickte und verschwand dann. Ich blieb die ganze Zeit im Bau außer einmal um zu Jagen. Dank Hellpfote war ich schon etwas besser geworden. Deswegen fing ich eine dicke, und dadurch Lahme, Maus. Ich verschwand mit ihr wieder im Bau.
    Am späten Abend kurz nachdem der Mond aufgegangen war sah ich Flickenpfotes Augen im Tunnel aufleuchten. „Sonnenpfote?“ „Ja ich bin hier.“
    „Gut“ fing er an „Ich muss dir noch etwas sagen! Hellpfote hatte mich ja heute Morgen gestört. Also gut, Sonnenpfote, der Grund warum ich will das du Kriegerin wirst ist, Weil…ich..“ er stockte bei jedem Wort. Nach der langen Pause fuhr er
    fort: „ ich… Weil ich dich liebe!“
    Ich schreckte auf. „Was? seit meiner Ankunft hast du kaum mit mir gesprochen! Nun ja außer gestern und heute!“ Flickenpfote senkte den Kopf. Ich legte mich wieder neben ihn und rückte noch näher an seine Flanke. „Ich liebe dich auch Flickenpfote!“ Gestand ich und dann schlief ich ein.







    6.Kapitel


    Als ich am nächsten Morgen erwachte lag ich neben Flickenpfote der war schon wach und hatte Beute gefangen. „Morgen.“ Er schob mir ein Eichhörnchen hin. „Ich dachte du könntest Hunger haben.“
    „Danke.“ Ich aß die Beute mit ein paar Bissen auf. Schließlich stand Flickenpfote auf und fragte: „ Brauchst du noch Zeit oder kommst du heute schon wieder mit mir zurück zu Clan?“ Ich stand auf und nickte ihm zu. „Ich komme mit dir mit.“
    Auf dem Weg zurück zu Lager tappten wir Pelz an Pelz nebeneinander.
    Als wir durch den Efeu-Brombeerranken Tunnel liefen rannte Flickenpfote voraus ich folgte ihm schnell. Froststern war schon auf die Lichtung gekommen und lief auf mich zu. „Wo warst du?“ fragte sie ruhig. „Im Wald hinter dem Territorium der Clans.“ Froststern nickte und führte mich zur Heilerlichtung. „Abendbach, Sonnenpfote ist zurückgekehrt.“ Abendbach kam aus ihrer Felsspalte heraus und Schnurrte „Na endlich!“ Sie leckte mir kurz übers Ohr und setzte sich hin. Froststern nickte und tänzelte zurück auf die Lichtung. Flickenpfote warf mir noch einen Liebevollen Blick zu, drehte sich um und verschwand. „Siehe dich vor, du bist nun Heilerin!“ Krächzte Abendbach mir zu. „W…wieso?“ Hat sie erraten was gestern Nacht passiert war? Das Geständnis von Flickenpfote und von mir?
    Dann erklärte sie weiter: „ Gestern Nacht warst du und Flickenpfote weg genauso wie Gestern und den Blick von Flickenpfote habe ich gesehen!“ Ich seufzte. „Auch wenn der Mondclan uns nicht verbietet Gefährten zu haben verbietet er uns Junge! Also pass auf, denn wenn du Junge von ihm bekommst wird das Geständnis alles andere als eine schöne Neuigkeit!“ Ich schaute zu Boden dann Atmete ich durch und fragte: „Gibt es was zu tun?“ Abendbach nickte und
    sagte: „Sortiere die Kräuter und sag mir Bescheid wenn du fertig bist!“ Ich nickte und machte mich dran die Kräuter zu sortieren. An so manchen Tagen an denen ich mit Abendbach Kräutersammeln gegangen bin und auch geholfen hatte sie zu sortieren habe ich sie nach den Kräutern gefragt und nun kannte ich alle, ihren Geruch und ihr Aussehen auch kannte ich die Wirkung die sie hatten.
    Als die Sonne untergegangen war und Abendbach sich schlafen gelegt hatte schlich ich mich hinaus zum Schülerbau. „Flickenpfote?“ Er steckte den Kopf aus dem Bau und streckte sich. „Ja Sonnenpfote? Ist was?“ fragte Flickenpfote mich. „Ich will noch ein letztes Mal Jagen, mit dir.“ Flickenpfote strich an meiner Flanke entlang, ich schnurrte dann liefen wir dicht neben einander in den Wald. Flickenpfote reckte seine Nase in die Luft und deutete mit dem Schwanz auf einen großen Busch. Ich duckte mich und schlich mich langsam an. Ich verharrte einen Moment und dann als ich genau wusste wo sich die Beute, eine dicke träge Spitzmaus wie man es in der vollen Blattgrüne zu erwarten hatte, befand. Ich sprang ab und landete auf der Spitzmaus und gab ihr den vernichtenden Schlag. Ich trug sie aus dem dicht gewachsenen Gebüsch und ließ sie vor Flickenpfotes Pfoten fallen. Er schaute mich Liebevoll an und scharrte über die Maus etwas Erde. Wir strichen weiter durch den Wald. Wie zwei Schatten glitten wir durch die Nacht. Wir fingen noch drei Mäuse ein Eichhörnchen, zwei Spatzen und ein Kaninchen. Als der Sonnenaufgang nahte sammelten wir unsere gefangene Beute ein und trugen sie leise ins Lager zurück. Nachdem wir unsere Beute abgelegt hatten war der Beutehaufen am überquellen worauf Flickenpfote mit einem leisen Schnurren Antwortete dann tappten wir müde wieder in unsere Baue und schliefen schnell in unseren Nestern ein. Am nächsten Tag weckte mich Abendbachmit einem leisen Fauchen: „Du warst gestern Nacht mit Flickenpfote weg! Was habt ihr gemacht?“ Darauf Antwortete ich unterwürfig: „Wir…wir waren Jagen.“ Abendbach schnaubte und drehte sich um dann sammelte sie Silberbeeren und ein paar Flusswurzeln ein und wickelte sie in großen Sonnenblumenblättern. Das Bündel gab sie mir und schickte mich Richtung Kinderstube. Von draußen hörte ich schon Apfelblütes schnaufen. Nach dem Bündel zu Urteilen hatte sie Hals und Kopfschmerzen. Ich krabbelte unter den Efeuranken hindurch und im warmen Bau angekommen hopste ich zu Apfelblüte die weiter jammerte. „Friss die Kräuter dann geht es dir wieder besser, glaube mir!“ erklärte ich sanft und einfühlsam. Apfelblüte schaute mich dankbar und verkrampft an und leckte die Kräuter auf. Anscheinend hatte Abendbach noch Honig hinzugemischt um die geschwollenen Mandeln zu beruhigen. Als ich mich vergewissert hatte das sie die Kräuter aufgegessen hatte schlängelte ich mich wieder hinaus und sprang zum Heilerbau. Dort hatte sich Abendbach wieder schlafen gelegt. Ich schaute seufzend auf sie hinab und schaute den Kräutervorrat durch und sah dass wir kaum Warmblüten mehr hatten. Also machte ich mich auf den Weg aus dem Lager um das gesuchte Kraut zu sammeln. Ich war aus dem Lager getappt und kam auf eine Lichtung durch die ein plätschernder, in der Sonne funkelnder Bach floss. Ich schaute mich im Schatten einer alten Eibe um und tatsächlich fand ich dort ein großen Busch mit Warmblüten. Ich zupfte sie vorsichtig ab darauf bedacht nicht die Wurzeln mit raus zu ziehen. „Hallo Sonnenpfote, was machst du sammelst du Kräuter?“ Es war Hellpfotes weiches Miauen. Ich nickte und legte alle gepflückten Blüten auf einen Haufen. „Soll ich dir helfen?“ Bot Hellpfote mir an. „Ja bitte!“ gab ich zurück. Hellpfote trat eben mich und nahm ein Maul voll der süß duftenden türkisenen Blüten. Ich nahm das andere Maul voll und zusammen trugen wir die verführerisch duftenden Blüten zurück ins Lager. Abendbach war aufgewacht und schnurrte dankend als sie mich und Hellpfote in den Heilerbau traten sahen. „Danke ihr beiden!“ schnurrte sie uns blos zu und nahm uns die Blüten ab um sie schließlich ein zu sortieren. Hellpfote wollte grade aus dem Bau tappen da drehte sie sich noch einmal um schaute mich seufzend an und verschwand. Ich wollte ihr hinterher aber entschied das es keinen Sinn hatte. Hellpfote muss verstehen! Das hier war meine Bestimmung und nichts anderes. Ich war nun entschlossener den jeh meinem Schicksal zu begegnen.












    7.Kapitel


    Spät in der Nacht schlich ich mich wieder raus zum Bau der Schüler grade eben war mir eingefallen was Abendbach zu meiner Mutter gesagt hatte. Wenn sie tatsächlich die Beste Anführerin gewesen war die es jemals gab und das es um sie so eine dramatische Geschichte gibt, müssen die Ältesten Krieger, die gerne Geschichten aus alter Zeit erzählten, doch auch mal darüber gesprochen haben. „Flickenpfote.“ Hauchte ich in die Dunkelheit. Er steckte den Kopf hinaus und nickte mir zu. „Weißt du etwas über meine Mutter?“ Platzte es aus mir heraus. Flickenpfote schüttelte überrumpelt den Kopf und fragte: „Dürfte ich erst einmal erfahren wer deine Mutter war?“ Ich nickte und erzählte ihm wer meine Mutter war und das was mir Abendbach gesagt hatte. Dann nickte er und erklärte: „Wenn sie wirklich die ist die du sagst dann weiß ich es ja… Aber die Geschichte ist zu lang und kompliziert als das man sie jetzt mitten in der Nacht erzählen könnte!“ Ich sengte den Kopf und seufzte dann schaute ich wieder auf und rang mir ein gespieltes Lächeln ab und verschwand im Heilertunnel. Ich rollte mich zusammen und schaute noch einmal kurz auf Abendbach. Am nächsten Tag tappte ich zum Beutehaufen und schnappte mir ein Kaninchen und verschlang es mit ein paar gierigen Bissen. Abendbach lief auf mich zu und erklärte: „Morgen Abend ist Mondversammlung die beiden Clans werden sich auf der Versammlungsfläche treffen. Die Versammlungsfläche ist ein hoher Hügel mit einer breiten flachen Fläche dort treffen sich die beiden Clans jeden Vollen Mond. Die Heiler der Clans treffen sich auch dort also ruh dich Morgen etwas aus der weg ist etwas Lang.“ Ich nickte ihr zu und ging noch einmal zum Kriegerbau um nach Apfelblüte zu schauen. Ich sah das sie etwas verkrampft da lag und flach Atmete. Ich rannte auf sie zu und drückte meine Schnauze gegen ihre Stirn. Sie war ganz heiß Sie hat Fieber! Das ich das nicht vorher gemerkt habe.
    Ich sprintete zum Heilerbau zurück um Abendbach zu hohlen. „Abendbach! Abendbach! Apfelblüte hat Fieber bekommen!“ Abendbach sprang auf und schaute sich aufgeregt um. „Hohl die Kräuter und lauf zum Kriegerbau zurück!“ miaute sie ruhig. Ich gehorchte und holte Warmblüten und Spatzenkraut sowie Orangebeeren die wickelte ich in ein Sonnenblumenblatt ein. Ich lief zurück zum Kriegerbau um Apfelblüte die Kräuter zu bringen. Abendbach kam mit einem tropf nassen Moosbündel hinter mir her. Als ich vor der Kranke Kriegerin stand stupste ich sie mit meiner Nase an um sie auf mich aufmerksam zu machen. Apfelblüte drehte mir den Kopf zu und nahm die Kräuter an. Sie leckte sie angewidert auf um dann ruhig zurück zu sinken. Abendbach trat hinter mir hervor und presste Apfelblüte das nasse Büschel an die Lippen und gab mir ein zweites damit ich es ihr an die Stirn halte. Als Apfelblüte eingeschlafen war nahmen wir sie hoch um sie in den Heilerbau zu tragen.
    Wir brachten sie auf die Heilerlichtung um sie zu untersuchen.
    „Sie hat leicht geschwollene Mandeln.“ Berichtete ich Abendbach. Sie miaute: „Und sie hat etwas Husten und Halsschmerzen wir werden sie also erst einmal hier behalten.“ Darauf miaute ein Stimmchen das kaum mehr als ein Hauchen war: „Ich will aber nicht hier bleiben! Ich muss meine Kriegerpflichten wieder aufnehmen!“ Ich schnurrte und gab Apfelblüte ein paar Mohnsamen damit sie richtig zur Ruhe kommen konnte.






    8.Kapitel

    Mitten in der Nacht stürmte eine aufgeregte Patrouille ins Lager aber etwas war komisch. Es sind mehr Katzen als vorher! Ich rannte raus um der Patrouille zu begegnen. Es waren 4 Katzen die ich nicht kannte unter ihnen war ein Schüler mit Silbernem Fell und hellgrünen Augen auf seinem Rücken war ein weißer tupfen. Ich fand unter den Kriegern Hellpfote wieder die ihre Wange an der des Schülers rieb. „Wer sind die Katzen Hellpfote anscheinend kennst du sie!“ Hellpfote nickte und erklärte mir: „ Das sind die Krieger die dem Stamm der wandelnden Sonne geholfen haben.“ Dann hakte ich weiter nach: „Und wer is…“ Froststern hatte mich mal wieder mitten im Satz unterbrochen. Dann lief sie jaulend auf die Krieger zu einer von ihnen rannte ihr entgegen. „Hallo Eulenbart und auch Hallo an euch anderen, es ist schön euch wieder zusehen nach den vergangenen 4 Monden!“ Dann bemerkte sie mich und stellte uns vor: „Das ist Mondpfote der einzige Schüler unter der Hilfs Patrouille der Braun graue Kater ist Eulenbart mein Gefährte. Die anderen sind Flusskralle und Eisglanz meine Schwester.“
    Ich nickte ihnen freundlich zu und bemerkte dass sich Hellpfote und Mondpfote etwas von der Patrouille entfernten. Sie mag ihn wirklich das spüre ich. Dachte ich lächelnd. Ich trottete zurück in den Heilerbau um mich zurück in mein Nest zulegen und schlief ein mit dem Flüstern von Hellpfote und Mondpfote neben dem Tunnel in den Ohren ein.

    Am nächsten Morgen reckte ich mich und lief zu Apfelblütes Nest um nach ihr zu schauen. Ich sah dass sie ruhig schlief und sie nur noch etwas Temperatur hatte.
    Dann lief ich aus dem Tunnel auf die Lichtung dort sah ich das im Lager schon viel los war und eine Patrouille kam grade mit viel Beute aus dem Efeu-Brombeertunnel und legte sie auf dem Beutehaufen ab. Hellpfote hüpfte grade neben Mondpfote aus dem Lager. Froststern lief zu den beiden die wahrscheinlich zum Training aufbrechen wollten und miaute zu Mondpfote: „Du warst auf einer anstrengenden Reise und hast dir eine Pause verdient also ruh dich zwei Tage auf dann machst du wieder beim Training mit.“ Grade noch laut genug damit ich es verstehen konnte. Hellpfote schaute traurig zu Boden und Mondpfote leckte ihr kurz übers Ohr und flüsterte ihr etwas zu. Ich tappte zum Beutehaufen und nahm mir eine frische Wühlmaus von ganz oben und aß sie langsam auf. Abendbach rief mich zu ihr und sagte: „Kümmere dich mal um Weißfeder, sie hat einen Dorn in der Pfote und ich muss noch Apfelblüte versorgen. Ich sprang zu Weißfeder und schaute mir ihre Pfote an, sie war nicht geschwollen und der Dorn steckte auch nicht tief drin. Also nahm ich aus dem Kräutervorrat Sprenkelwurzeln und zerkaute sie zu einem gelb roten Brei und strich sie auf die Pfote von ihr. Dann holte ich eine Zitrone und tropfte den Saft auf ein Büschel Moos das ich schließlich in die Pfütze tunkte und den Saft träufelte ich auf den Dorn. Weißfeder zuckte kurz zusammen dann packte ich den Dorn mit den Zähnen und zog ihn kräftig aus der Pfote. Es blutete ein bisschen und ich nahm ein paar Spinnenfäden und stillte damit die Wunde. Weißfeder nickte mit dem Kopf und als sie grade gehen wollte,
    miaute ich: „Weißfeder die Paste auf deiner Pfote muss erst mal trocknen damit sie sich nicht entzündet. Also bleib noch hier!“ Ich lief zu dem Moosstapel und legte daraus ein Nest wo sich Weißfeder hinlegte und anfing sich zu putzen.
    Ich riet ihr noch: „ leck aber nicht die Paste ab!“ Schließlich drehte ich mich um und schlängelte mich durch den engen Tunnel auf die Lichtung. Dort legte ich mich auf einen Stein neben dem Heilertunnel auf dem warm die Sonne schien. Ich legte meinen Kopf auf die Pfoten und verengte sie zu schmalen Schlitzen. „Das hast du gut gemacht!“ miaute Abendbach hinter mir. Ich drehte mich zu ihr um und lächelte.
    Komisch und ich dachte damals das ich eine gute Kriegerin werden würde! Der Mondclan wählte für mich wohl ein anderes Schicksal aus.
    Die Sonne versank langsam hinter den Baumwipfeln als ich von einem lauten Jaulen geweckt wurde. Es war Froststern die die Katzen dazu auffordert sich bei ihr zu versammeln damit wir zu der Vollmondversammlung aufbrechen konnten. Ich stand auf und dehnte mich. Abendbach kam durch den Heilertunnel auf die Lichtung und lief neben mir her zu Froststern. Die ausgewählten Krieger und Tupfenpfote und Krähenpfote saßen schon um sie herum. Ich putzte mich solange die anderen noch nicht da waren denn ich wollte bei meiner ersten Versammlung gut aussehen. Flickenpfote sprang aus seinem Bau und lief weiter zu Froststern. Als er mich sah wurden seine Augen groß und er schnurrte ich kam auf ihn zu und rieb meine Wange an seiner und wartete neben ihn auf Froststerns Zeichen los zu gehen. Als die fehlenden Krieger endlich eingetroffen waren drehte sie sich um, zuckte mit der Schwanzspitze und dann setze sich die Gruppe in Bewegung. Ich trabte die ganze Zeit neben Flickenpfote her. Ich war froh darüber das Flickenpfote mitgekommen war. Aber die ganze Zeit über spürte ich Abendbachs heißen Blick in meinem Nacken. Warum findet sie es denn nicht gut das Flickenpfote und ich so enge Freunde sind. Es dauerte bis kurz vor Mondhoch bis wir vor dem hoch vor uns aufragenden Hügel standen. Ich roch schon den Wildrosenclan, er war nicht weit entfernt und er preschte stetig weiter über das staubige Moor. Froststern setzte sich kurz und schaute hinauf zum Mond. Einen Herzschlag später sprang sie auf, zuckte langsam mit ihrem Schwanz und sprang los auf dem Pfad durch trockenes Moordornengestrüpp an den Seiten.
    Es piekte und zerrte an meinem Pelz aber ich kämpfte mich weiterhin ruhig voran.
    Hellpfote, die vor mir lief, sprang herum um sich von den Dornen zu befreien aber sie verhedderten sich noch mehr Mondpfote kam ihr zu Hilfe und mit zerzaustem Fell tappten beide weiter. Als alle oben waren leckte ich an meinem Pelz um die abstehenden Haarbüschel zu glätten. Der Clan kletterte schnell auf eine der vielen großen Tannen. Froststern sprang von der einen Tanne auf eine große Eiche und setzte sich auf den dicksten Ast. Der Wildrosenclan kam grade durch den Tunnel gezwängt und stürmte auf die uns gegenüberliegende Tanne zu. Ein dunkelgoldener klein gewachsener Kater sprang zu Froststern und setzte sich gleich hin und putzte sich grazil mit der Pfote sein Ohr. Dann Jaulte er auf und als er grade anfangen wollte mit der Mondversammlung zu beginnen kam Froststern ihm zuvor. „Wir haben eine neue Schülerin bei uns. Ihr Name ist Sonnenpfote. Sie hat sich für den Weg als Heilerschülerin entschieden und wurde bereits angenommen. Apfelblüte hat nun ihren Kriegerplichten wieder aufgenommen ist heute aber nicht mitgekommen. Dem Clan geht es gut und die Beute ist fett und träge und einfach zu fangen.“ Froststern lehnte sich zu mir hinüber und erklärte: „ Das ist der Anführer des Wildrosenclans. Er heißt Luchsstern. Und die Kätzin unter ihm ist seine Zweite Anführerin Blumenkralle.“ Als sie sich zurück setzte fing Luchsstern mit einem resignierten seufzen an: „ Also unsere Königin Federglanz ist auch zurück ins Kriegerdasein gegangen. Schüler und Junge haben wir keine neuen aber Blitzstreif unser ältester Krieger ist zu seiner letzten Reise in die Mondhöhle angetreten und ist gestern Nacht angekommen. Unsere Trauerwache haben wir auch schon abgehalten. Er wird uns allen fehlen. Das war alles. Obwohl, Froststern, du hast doch hoffentlich nicht vergessen das in ein, ein halb Monden die großen Wettkämpfen sind! Dieses Mal finden sie in unserem Territorium statt.“ Luchsstern nickte und sprang hinab. Sein Clan folgte ihm und sie zwängten sich durch den Tunnel hinab. Froststern schaute ihnen hinterher und nickte. „Nein, Luchskralle, das habe ich nicht!“ wisperte sie, schließlich drehte sie ihren Kopf zu ihrem Clan und winkte ihnen mit dem Schwanz zu. Ich sprang nach ihr hinunter und lief hinter ihr in den Dornentunnel hinein.










    9.Kapitel


    Froststern sprang auf den Hochfels und brauchte noch nicht mal mehr Jaulen denn die Katzen versammelten sich schon alle unter dem Hochfels. „Die Kriegerschüler werden ab Morgen schneller und härter Trainiert. Die Krieger Trainieren so gut es geht das Jagen und Kämpfen. In Bäume klettern könnten sich alle noch etwas verbessern. Damit ist die Versammlung offiziell beendet. Legt euch schlafen und ruht euch aus.“ Schließlich sprang sie hinunter und huschte in ihren Bau. Hellpfote war neben mir aufgetaucht und lächelte mich an. „Na, ich fand die Versammlung toll. Ach ja, das hier ist Mondpfote. Er ist zwei Monde älter als wir und wird Bald zum Krieger ernannt!“ Sie warf ihm einen seufzenden Blick zu und dann verschwanden sie im Bau. Abendbach kam mir auf dem Weg in mein Nest im Heilerbau entgegen und miaute mir zur Begrüßung zu. Ich nickte freundlich und hüpfte auf mein Nest zu.
    Abendbachs Schwanz verschwand in Froststerns Bau aber mir war das egal. Ich rollte mich zusammen und schlief ein.

    „Hallo Sonnenpfote! Wie fandest du deine erste Versammlung?“ Ich schaute mich um und sah dass ich mich in den Jagdgründen des Mondclans befand. Schneeblüte stand vor mir und schaute mich freundlich an.
    „Gut ich fands schön aber es war zu kurz.“
    Schneeblüte nickte und legte sich hin und fing an sich zu putzten. „Gut!“ fuhr sie fort „Aber deswegen bin ich nicht in deinen Traum gedrungen. Hör gut zu und pass auf das könnte eine große Veränderung in deinem Leben hervorrufen! Aber manches sollte nicht jeder zu hören bekommen also pass auf!“ endete sie. Ich wollte grade noch etwas fragen, aber sie und die Jagdgründe des Mondclans verblassten langsam und hinterließen schließlich bloß eine schwarze leere.

    Ich blinzelte und sah die Heilerlichtung im Goldenen Glanz des Morgens erstrahlen. Abendbach hatte sich neben Apfelblüte gesetzt um sie zu Untersuchen. Ich streckte mich und tappte auf sie zu. „Ah, Sonnenpfote! Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?“ Ich nickte und erinnerte mich an meinen verwirrenden Traum schob ihn aber erst mal zur Seite. Abendbach lächelte mir zu und widmete sich wieder Apfelblüte und tröpfelte grade Kräutersaft in ihr Maul. Ich zwängte mich durch den engen Rankentunnel und hüpfte zum Beutehaufen. Ich durchwühlte ihn und nahm mir schließlich eine dicke braune Maus. Nach ein paar happen war die Maus aufgegessen und ich stand wieder auf. Flickenpfote kam grade von einer Jagdpatrouille zurück und legte zwei Spechte und ein Eichhörnchen auf den Haufen. Er drückte seine Schnauze an meine und ich schnurrte. Dann rief Dünenherz nach ihm und er sprang zurück aus dem Lager. Ich beschloss auch zu meiner Mentorin zu gehen und zwängte mich zurück auf die Heilerlichtung.
    „Sonnenpfote kannst du Kräutersammeln gehen? Sammle alle Kräuter die du findest. Der Blattfall rückt immer näher und da brauchen wir alle Kräuter die wir finden können!“ krächzte Abendbach mir zu und nickend drehte ich mich wieder um. Als ich das Lager verließ hörte ich wie Schattenjunges und Streifenjunges vor der Kinderstube miteinander rangen.
    Aus dem Lager suchte ich den Weg zur Trainingskuhle. Flickenpfote sprang auf Dünenherz zu die sich aufbäumte um zu verhindern dass er auf ihren Rücken springen konnte. Flickenpfote aber drehte sich schräg so das er mit der Schulter in ihre Brust krachen würde. So warf er Dünenherz um die sich schnell aufzurappeln versuchte aber sie war nicht so schnell wie Flickenpfote der sich schon auf ihren Bauch gestürzt hatte um sie mit seinen Hinterpfoten zu bearbeiten. Ich schaute noch einen kurzen Moment zu und lief dann weiter.

    Am Abend kam ich vollgepackt mit Kräutern, Beeren und Wurzeln zurück ins Lager gewankt. Abendbach kam auf mich zu und nahm mir einen Haufen Kräutern ab. Nebeneinander tappten wir durch den engen Tunnel auf die Lichtung und sortierten sie ein. Darauf fragte ich: „Soll ich sonst noch was machen?“ dabei vielen mir fast die Augen zu und ich musste mir ein Gähnen verkneifen.
    Darauf antwortete Abendbach: „Ja!“ Mir sank der Mut und ich versuchte grade dazu stehen. „Du sollst nämlich jetzt Schlafen gehen!“ Ich neigte dankbar den Kopf vor der weisen alten Kätzin und verkroch mich in meinem Nest um mir eine Mütze voll Schlaf zu hohlen.

    Es war nächster Tag und schon fast Sonnenhoch als ich aufwachte.
    Abendbach putzte sich grade und blickte auf als sie das rascheln des Mooses hörte als ich aufstand. Darauf miaute sie: „ Oh, Guten Morgen Sonnenpfote! Ich muss gleich zu den Schülern. Eichhörnchenpfote hat mit Punktepfote gekämpft und Eichhörnchenpfote hat dabei die Krallen nicht drin gelassen. Jetzt hat Punktepfote einen tiefen Kratzer an ihrer Brust den ich mir gleich angucken muss. Kannst du dich dann um Apfelblüte kümmern?“ Ich nickte freudig und sprang auf um die benötigten Kräuter für Apfelblüte zu hohlen aber Abendbach miaute noch: „Hohl dir erst mal was zu essen!“ Ich nickte gehorsam und rutschte geschickt durch den eng verschlungenen Tunnel. Als ich vor dem Beutehaufen stand schnupperte ich kurz und suchte mir eine kleine, magere Spitzmaus aus. Obwohl ich Hunger hatte aß ich das kleinste Beutestück auf dem Haufen. Noch bevor ich meine Zähne in der Maus versänken konnte schnappte sich eine silbern braune Pfote die kleine Spitzmaus und zog sie weg. Ich schaute auf und miaute zum Protest aber Flickenpfote schob mir schon einen fetten Hasen zu. Ich schaute überrascht und packte den Hasen um ihn zurück auf den Haufen zu packen aber Flickenpfote stupste mich sanft an „Das isst du! Ich sehe doch das du Hunger hast!“ Ich seufzte gespielt resigniert und legte mich wieder hin und wollte grade anfangen zu essen da frage
    ich: „Flickenpfote warte mal! Wollen wir uns den Hasen nicht teilen?“ Er nickte und legte sich neben mich. Zusammen aßen wir das tote Braune Geschöpf auf. Als nichts mehr von dem Waldhasen übrig war außer ein paar vereinzelte Knochen vergruben wir die. Flickenpfote leckte sich die Schnauze und streckte sich.
    Ich hüpfte rüber zum Heilertunnel und zwängte mich zurück auf die in der Sonne glänzenden Lichtung. Abendbach war wahrscheinlich schon im Bau der Schüler mit Punktepfote beschäftigt. Ich suchte in den Vorräten nach Salbenkraut um daraus den gebrauchten Saft herzustellen. Ich nahm die Wurzel und zerkaute sie. Ich pflückte mir ein Moosbüschel von einer Moosrolle ab. Darauf spuckte ich den Saft mit dem dünnen Brei auf das Moosbüschel. Ich tappte mit dem Büschel im Maul auf Apfelblüte zu die sich ausruhte aber nicht schlief. Ich stupst sie an und sie drehte sich zu mir. „Ist was, Sonnenpfote?“ fragte sie mich. „Ja! Leck den Saft aus dem Moosbüschel auf. So wie du dich anhörst kannst du sicher schon sehr bald zurück in den Kriegerbau wechseln!“ Apfelblüte nickte mir zu und machte sich ans auflecken. Ich schaute sie noch einmal prüfend an und beschloss eine Untersuchung durch zu führen um heraus zu finden ob sie noch zu Krank wäre um in den Kriegerbau zu ziehen. Als sie fertig mit auflecken war fing ich an. Ich machte alles so wie Abendbach es mir beigebracht hatte ich beschnupperte sie kurz und dann tastete ich ihren Hals ab. „Also deine Mandeln sind kaum noch geschwollen und reden kannst du ja schon wieder gut.“ fing ich an „Sonst. Hast du noch Halsschmerzen?“ Apfelblüte schüttelte mit dem Kopf. Ich nickte und tappte auf die Lichtung zum Schülerbau. „Gut nun sollte deine Wunde schnell verheilen. Ich werde mir jetzt jeden Tag deine Wunde anschauen. Morgen musst du noch einmal im Bau bleiben und dann kannst du wieder beim Training mit machen!“
    Punktepfote nickte erschöpft und Abendbach drehte sich wieder zu mir um. „Oh. Sonnenpfote! Ist etwas mit Apfelblüte?“ Ich schüttelte den Kopf und erklärte: „ Nein, Nein ich habe sie Untersucht und sie ist vollkommen gesund. Wenn du es erlaubst kann sie morgen schon zurück in den Kriegerbau ziehen.“ Abendbach nickte und zusammen gingen wir zurück auf die Heilerlichtung. Abendbach trabte auf Apfelblüte zu und beschnupperte sie. Als sie fertig war nickte sie und erklärte Apfelblüte: „Morgen Abend kannst du wieder im Bau der Krieger schlafen.“ Apfelblüte nickte glücklich und rollte sich schon zum Schlafen zusammen. Ich gähnte auch und verzog mich ebenfalls in meinem Nest. Ich verfiel in einen unruhigen Schlaf
    Ich fand mich erst auf einer wunderschönen Lichtung wieder und
    Schneeblütes miauen erkannte ich sofort sie miaute immer und immer wieder: „Pass auf! Pass aus! Pass auf! Pass auf!“ Das wiederholte sie immer und immer wieder und die Lichtung die noch vor einem Herzschlag im Sonnenlicht geglänzt hat und wo so viel fette Beute durchs Unterholz gehuscht war, war nur noch schwarze leere. Ich drehte mich um und suchte nach Schneeblütes beruhigendem Gesicht fand es aber nicht. Ich schaute schließlich nach oben dort sah ich Schneeblütes Schwanz und plötzlich tauchte sie vor mir auf. Ich suchte nach ihren schönen türkisblauen Augen aber ich fand sie nicht Sie hatte keine Augen mehr genau so wenig wie eine Nase und einen Mund. Unter meinem Pelz wurde mir heiß und ich bekam keine Luft mehr. Ich sah erst blau, grüne Wellen über meinem Kopf zusammen schlagen und dann merkte ich das mich eine Scharfe Krallen Reihe am Kopf traf. Ich sackte in mich zusammen. Zwei Gelbe Augenpaare funkelten mich an. „Hey, Sonnenpfote, hör auf!“ Knurrte mich eine Stimme an. Ich schreckte auf und sah Abendbachs Kopf vor mir. Ich Atmete schnell und flach. „Was ist passiert Sonnenpfote?“ fragte Abendbach besorgt. „Ich hatte einen komischen Traum! Schneeblüte war dort sie hatte kein Gesicht und sie hat die ganze Zeit miaut das ich auf Passen soll! Danach konnte ich nicht mehr Atmen den ich war Unterwasser. Wellen klatschten gegen aneinander. Zum Schluss traf mich eine Pfote mit ausgefahrenen Krallen! Es leuchteten mich Bernsteinfarbene Augen an.“
    Ich Atmete wieder schnell. Abendbach suchte in ihrem Kräutervorrat und zog ein Holunderblatt heraus. Sie legte es vor mir ab und ich leckte es auf jetzt werde ich mich beruhigen können! Abendbach schnurrte. Ich streckte mich und verdrängte diesen Alptraum und stand auf. Ich beschloss die Kräuter zu sortieren und dann noch einmal raus in den Wald zu gehen um die restlichen Kräuter zu Sammeln bevor sie der Gnadenlosen Blattleere zum Opfer fallen würden. Obwohl wir mehr oder weniger genug hatten wäre es besser so viele Kräuter zu sammeln wir möglich.
    Ich tappte noch bevor ich aus dem Lager ging zum Beutehaufen und nahm mir noch schnell eine kleine dünne Maus. Ich schaute mich um, um zu schauen ob Flickenpfote in der Nähe war. Dann schlang ich das Braune Ding mit zwei schnellen Bissen hinunter.
    Im Wald reckte ich meine Nase in die Luft um nach den Kräutern zu suchen. Gestern hatte ich nicht lange genug Zeit um alle Kräuter ins Lager zu tragen. Also nahm ich den Rest und trug ihn jetzt zum Lager zurück. Im Bau der Heiler sortierte ich alles ein und tappte auf die Lichtung wo sich schon ein paar Krieger gesammelt hatten um die letzten warmen Sonnenstrahlen der Blattgrüne zu genießen. Ich tat es ihnen nach und legte mich auf einen flachen Stein der von der Sonne warm beschienen wurde. Ich sprang rauf und genoss die Wärme die in meinen Pelz sickerte.
    Ich musste eingenickt sein denn als ich durch ein Jaulen geweckt wurde war es schon weit nach Sonnenhoch. „Der Wildrosenclan hat die Grenze übertreten!“
    Es war Bremsenkralles Jaulen. Adlerschatten kam mit Weißfeder angelaufen. Abendbach kam ebenfalls und flüsterte mir ins Ohr: „Hohl Kräuter gegen Wunden und Entzündungen und geh mit der Patrouille!“ Ich nickte und verschwand im Tunnel zur Heilerlichtung. Ich nahm die gebrauchten Kräuter und zwängte mich zurück auf die Lichtung. Ich rannte der Patrouille hinter her und folgte ihnen. Ich hörte schon von weitem das Fauchen und Knurren der Kämpfenden Katzen und das Schlagen der Pfoten mit den ausgefahrenen Krallen auf den Pelzen der Katzen. Bremsenkralle, Adlerschatten, Weißfeder und ich kamen angerannt. Zwei Wildrosenclankrieger rangen mit Dünenherz. Nachtfleck, Eulenbart, Weißfeder und Adlerschatten stürzten sich in das Getümmel Bremsenkralle hinterher. Es waren 8 Wildrosenclankrieger. Wir waren eindeutig in der Unterzahl. Plötzlich hörte ich weitere Pfoten Getrappel. Flickenpfote kam aus dem Gebüsch geschossen und sah mich kurz an. Schließlich sprang er auf einen riesigen cremefarbenen gestreiften Krieger. Auf einmal sprang mich eine Weiß-schwarze Kriegerin an. Ich duckte mich wie angewurzelt stand ich nun da, darauf gefasst das gleich diese gescheckte Kriegerin in mich hinein krachen würde. Aber der Aufprall kam nicht den Flickenpfote hatte mich in ein Gebüsch geschupst und wurde nun von der Kriegerin getroffen. Sie beugte sich über ihn für den Vernichtenden Biss als ich einfach los sprang und sie grade noch rechtzeitig weg schupsen konnte. Aus Flickenpfotes Hals drang Blut und ich erschreckte mich. Erst überprüfte ich ob er noch Atmete und tatsächlich! Mir fiel ein ganzer Bergrücken vom Herzen als Flickenpfote die Augen aufschlug. „Aufhören! Das kann ja wohl nicht wahr sein! Dachsherz was ist passiert?“ Luchsstern kam aus dem Gebüsch gesprungen. Seine Gelben Augen Funkelten mich an. „Was ist passiert?“ Fragte er wiederholt. Die Schwarz-weiß gefleckte Kätzin erhob das Wort: „Also, Schlangenflügel hat mit Strichpelz und Wolkennacht an der Grenze gejagt. Da haben diese Fellbälle gedacht das wir über die Grenze getreten wären und haben uns angefaucht. Schließlich haben wir uns gewehrt! Strichpelz ist auf die Patrouille gesprungen und daraus hat sich ein Kampf entwickelt.“ Dachsherz scharrte mit ihrer Vorderpfote im Staubigen Boden.
    Ich nahm ein großes Kräuterblatt und zerkaute es zu einem Brei. Geistesgegenwärtig nahm ich ein dickes Spinnennetz und wickelte es um die Wunde an Flickenpfotes Hals. „Er hat wie ein wahrer Krieger gekämpft!“ Dünenherz kam angetappt. Ich lehnte mich wieder über Flickenpfote und strich den Brei auf die Wunde. „Dünenherz wir müssen Flickenpfote langsam zurück ins Lager tragen! Hilfst du mir?“ Sie nickte und nahm Flickenpfote hoch. Zusammen trugen wir ihn behutsam zurück zum Lager.
    Abendbach kam angerannt und leckte ihm kurz übers Ohr. Abendbach hatte schon ein Platz mit viel Moos und Federn gepolstert. Dünenherz und ich legten ihn dort ab. „Soll ich dir helfen?“ Bot ich an doch sie schüttelte den Kopf und behandelte die Wunde. Ich passte auf und prägte mir ein was sie genau tat damit ich es auch anwenden konnte wenn ich es brauchen würde.
    Ich hoffte das Flickenpfote es schaffen würde. Ich würde es mir niemals verzeihen! Mein Pelz sträubte sich bei dem Gedanken das Flickenpfote es nicht schaffen würde. Abendbach hatte das bemerkt und miaute: „Beruhige dich und leg dich erst mal schlafen! Wenn ich dich brauche weck ich dich!“ Ich nickte und wankte zu meinem Nest rüber. Ich rumpelte in einen Traumlosen Schlaf.

    Am nächsten Morgen wachte ich auf weil mir ein kalter Tropfen ins Gesicht schlug. Es regnete das merkte ich als ich aus meinem Nest auf die Lichtung trat. Ich schüttelte mich und plusterte mein Fell gegen die Kälte auf. Flickenpfote lag in einem weichen, warmen Nest unter einem Stein der aus der Wand aufragte. Mir würde schwindelig wenn ich an gestern dachte
    Wegen mir liegt er jetzt im Heilerbau und niemand weiß genau ob er es schafft…oder nicht!
    Ich musste schlucken und legte mich dicht an seine Flanke. Er Atmete leicht und er fühlte sich warm an. Als ich mir seine Wunde anschaute sah ich dass die Spinnenweben ausgewechselt werden mussten. Also holte ich einen großen Faden und wechselte ihn aus. Flickenpfote Atmete lange aus und blinzelte kurz. Ich wurde froh und schaute ihm auf die Augen die nun wieder geschlossen waren.
    Aber ein schnurren drang aus seinem Mund.
    Ich stand wieder auf und tappte aus dem Bau hinaus auf die Lichtung. Mein Magen knurrte und ich suchte im Beutehaufen nach etwas zu essen. Ich nahm mir ein kleines Eichhörnchen. Auf der Lichtung war noch wenig los und die Sonne versteckte sich heute hinter dichten Regenwolken.
    Passte gut zu meiner Stimmung.
    Aus dem Kriegerbau drang Geraschel und
    Eulenbart trat mit Eisglanz heraus.
    Froststern kam auf mich zu getrottet und fragte: „Geht es Flickenpfote besser?“ Ich schüttelte den Kopf und leckte mir die Brust.
    Dann verschwand ich wieder im Bau der Heiler um noch mal nach Flickenpfote zu schauen.
    Ich nahm Kräuter und setzte sie bei Flickenpfote ein in der Hoffnung dass er die Augen dadurch schneller öffnen würde.
    Ich seufzte und setzte mich neben ihn. Plötzlich Jaulte Froststern auf. Greift der Wildrosenclan an? Fragte ich mich Flickenpfote schlug die Augen auf und fragte mit rauer Stimme: „Was ist?“ Er stand auf und ging langsam auf mich zu. „Geht es dir wieder gut?“ er nickte und lächelte dann hustete er kurz und sagte mit wieder klarerer Stimme: „Ich kann laufen reden und Atmen also wirklich!“ Ich nickte und zusammen liefen wir auf die Lichtung.
    Froststern Gesicht hellte sich auf und sprang auf Flickenpfote zu. Abendbach tauchte neben mir auf und Froststern schaute sie fragend an. Die nickte und schließlich tappten Froststern und Flickenpfote nebeneinander zum Hochfels.
    Mondpfote und Hellpfote standen schon davor und nun kam auch Flickenpfote dazu.
    Hellpfote jaulte fröhlich auf und leckte ihrem Bruder übers Ohr der miaute auch auf. Froststern legte los: „Diese drei Katzen sind bereit in den Bund der Krieger aufgenommen zu werden. Der Mondclan soll nun auf diese drei Schüler hinab blicken. Sie haben hart dafür trainiert um euer edles Gesetzt zu erlernen und nun haben sie bewiesen dass sie bereit dafür sind in den Bund der Krieger auf genommen zu werden. Versprecht ihr das Gesetz der Krieger zu achten und zu ehren und euren Clan zu beschützten selbst wenn es euch euer Leben kostet?“ „Ich verspreche es!“ sagten alle im Chor. „Gut, Hellpfote von nun an wird man dich Hellfrost nennen der Mondclan ehrt deine Loyalität und deine Hilfsbereitschaft.
    Mondpfote, von nun an wirst du Mondkralle heißen. Der Mondclan ehrt deinen Mut und deine Kraft.
    Flickenpfote, von nun an wird dein Kriegername Flickenpelz sein. Der Mondclan ehrt deine Entschlossenheit und deine Willensstärke.“
    Der Clan bejubelte die neuen Krieger mit ihren neuen Namen. Die drei sprangen hinüber zum Beutehaufen und nahmen sich ihre erste Frischbeute als Krieger. Ich legte mich neben Flickenpelz und beglückwünschte ihn mit einem miauen.
    Der leckte mir übers Ohr und aß sein Kaninchen auf.
    Langsam senkte sich die Sonne und Hellfrost, Mondkralle und Flickenpelz setzten sich vor dem Lagereingang zu ihrer still schweigenden Nachtwache. Ich strich noch ein letztes Mal an seiner Flanke entlang und verschwand im Heilerbau. Ich ließ mich schnurrend in einen ruhigen Schlaf gleiten.

    Schneeblüte stand vor mir und schaute mir eindringlich in die Augen. Zum Glück hatte sie dieses Mal Augen! Dachte ich bei mir und schaute mich auf der hell beleuchteten Lichtung um. Beute raschelte im Gebüsch und ein bunter Schmetterling schwebte an mir vorbei. „Wieso bist du hergekommen?“ fragte mich Schneeblüte.
    Ich legte den Kopf auf die Seite und miaute: „ Ich? Ich bin nicht hierhergekommen!“ „Nein ich habe sie hierher bestellt.“ Drang eine tiefe Stimme aus dem Unterholz. „Oh, Krallenstern! Was möchtest du denn?“ Der Weiße Kater mit den roten Streifen kam auf mich zu. Ich nickte und fragte: „Wer bist du? Was möchtest du überhaupt mit mir besprechen?“ Krallenstern setzte sich hin und fing an: „ Also ich bin Krallenstern ich war der Anführer im Morgenblütenclan vor Froststern. Ich habe dich hierher kommen lassen weil ich mit dir über eine Prophezeiung reden möchte.“ Schneeblütes Gesicht hellte sich auf und sie sprang ins Unterholz. „Also um was geht es?“ fragte ich und versuchte dabei ganz ruhig zu wirken. „Es geht um...
    „Sonnenpfote wach auf!“ Ich schreckte auf und sah das die Sonnen schon durch die Ranken drang. Ich streckte mich und beschloss Abendbach nachher auf die Prophezeiung anzusprechen. Ich tappte schlaftrunken aus dem Heilertunnel und sprang zum Beutehaufen und nahm mir eine kleine Maus. Flickenpfote kam auf mich zu getappt und tauschte die Maus gegen einen dicken Spatzen aus. Den nahm ich ins Maul und trug ihn zur Kinderstube.
    Buntfeder schnurrte mir dankbar zu als ich den Spatz vor ihr auf den Boden legte.
    Als ich wieder vor dem Beutehaufen stand nahm ich mir wieder meine Maus und aß sie betont langsam auf. Flickenpelz seufzte und stand wieder auf. Er machte sich auf den Weg zur Morgenpatrouille an der Eisglanz, Rauchzahn, Adlerschatten und er mit machten. Er warf mir noch einen belustigten Blick zu und verschwand mit der Patrouille im Wald. Ich schüttelte den Kopf und zuckte die Schultern. Ein Jammern durchschnitt die ruhige Morgenluft. Es war das Jaulen von Streifenjunges und Schattenjunges kam auf mich zu gerannt. Ich neigte mich zu ihm hinunter als er vor mir zum Stehen kam. „Was ist passiert, Schattenjunges?“ fragte ich den kleinen besorgt. Er zeigte mit der Schwanzspitze hinter die Kinderstube und zog mit seinen kleinen Spitzten Zähnchen an meinem Fell. Ich kam ohne weiter nach zu fragen hinter ihm her und was er mir zeigte war erschreckend. Streifenjunges kleiner flaumiger Körper lag verkrümmt auf dem Boden und Jammerte vor sich hin.
    Ich leckte ihn beruhigend am Ohr und schnurrte ihm ermutigende Worte zu während Abendbach von dem Heilerbau zur Kinderstube gerannt kam.
    Buntfeder kam angelaufen und beugte sich beunruhigt über ihr kleines hilfloses Junge.
    „Was ist passiert Schattenjunges? Und lüg mich nicht an! Ich weiß das du weißt was mit deinem Bruder passiert ist!“ In seinen Augen stand der Schreck geschrieben als er erzählte: „Streifenjunges ist hinter der Patrouille hergeschlichen und hat dabei nicht auf den Abhang geachtet! Als ich ihm etwas zugerufen habe ist er aus dem Gleichgewicht geraten und ist runtergefallen!“ Am Ende jammerte das kleine Silber schwarze Geschöpft nur noch. Ich streichelte ihm mit meinem Schwanz beruhigend über den Kopf.
    Er jammerte zwar weiter aber Atmete jetzt wieder ruhig. Ich holte aus dem Heilerbau Holunderblätter und Weidenkätzchenblätter um ihn zu beruhigen. Er leckte die süß duftenden Blätter auf und legte sich neben seinen Bruder. Ich leckte ihm noch einmal übers Ohr und schaute Streifenjunges beunruhigt an.
    Abendbach nahm Streifenjunges sanft am Genick hoch und trug ihn in den Heilerbau. Ich tappte neben ihr her und setzte mich neben sie als sie begann Streifenjunges zu behandeln.
    „Soll ich dir irgendwie behilflich sein?“ fragte ich besorgt. „Ja, das kannst du! Kümmere dich um Schattenjunges und beruhige ihn. Buntfeder auch! Sag ihnen das Streifenjunges das überstehen wird.“
    Ich nickte und lief los zur Kinderstube in der eine völlig verschreckte Königin mit ihrem kleinen weichen Jungen saß.
    Als sie mich kommen sah bedrängte sie mich: „Geht es Streifenjunges gut? Er wird den Sturz doch überstehen?“ Ich nickte und erklärte: „Ja das wird er. Er hat allen schlimmsten einen Knochenbruch. Aber wen er aufwachen wird, werden ihm in den nächsten Tagen die Knochen bloß schmerzen.“ Buntfeder Atmete erleichtert aus und kümmerte sich selbst um Schattenjunges. Buntfeder brachte ihn auch bald zum Schlafen. „Du solltest auch etwas schlafen es wird dir nach dieser Aufregung sehr gut tun!“ erklärte ich ihr. Also rollte sie sich neben Schattenjunges zusammen und schlief ein.
    Ich tappte zurück zu Heilerbau und legte mich neben Abendbach und fing an mich zu putzten, als ich damit fertig war erzählte ich: „ Buntfeder und Schattenjunges sind beruhigt ein geschlafen. Es geht ihnen wieder besser aber noch besser würde es ihnen gehen wenn sie Streifenjunges sehen könnten.“ Abendbach nickte mir zu und stand auf. Sie schaute noch einmal auf Streifenjunges hinab und schnurrte fürsorglich.
    Ich beschloss mich in mein Nest zu legen und schlief schnell ein.

    Am nächsten Morgen stand ich auf und sah das Streifenjunges maunzte: „Ich hab Hunger!“ Ich schüttelte belustigt mit meinem Kopf und schlängelte mich aus dem Bau zum Beutehaufen. Dort schnappte ich mir für Streifenjunges eine große Maus. Ich trug sie zurück zum Heilerbau und als ich grade im Tunnel verschwinden wollte tauchte Flickenpelz neben mir auf.
    „Na endlich hast du dir mal wieder was Ordentliches zu essen geholt!“ schnurrte er. Ich schüttelte bloß den Kopf und antwortete ihm durch das Fell der Maus: „Das ist für Streifenjunges, ich esse gleich!“ Flickenpelz seufzte und leckte mir besorgt übers Ohr. „Du bist Heilerin! Du musst etwas essen. Also esse du diese Maus und ich bring Streifenjunges etwas anderes!“ Ich schüttelte den Kopf und
    gab: „Er braucht das dringender als ich!“ zurück.
    Flickenpelz schnappte sich aber schon etwas vom Beutehaufen und trug es in den Heilerbau wo ich Streifenjunges dankbar aufmaunzen hörte. Flickenpelz kam wieder heraus und ich legte mich vor meine Maus und aß sie schnell auf um mich wieder Streifenjunges widmen zu können.
    Als ich aufstand um zurück zum Heilerbau zu gehen maunzte eine Stimme neben
    mir: „Darf ich Streifenjunges sehen?“
    Es war Schattenjunges und bei seinem bettelndem Blick konnte ich nicht nein sagen. Also trotteten wir zum Heilerbau und Schattenjunges kuschelte sich auch schon an seinen Bruder.
    Abendbach stand grade auf als ich ein Kräuterbündel für Streifenjunges machte.
    Sie nickte mir freudig zu und schlurfte schlaftrunken zum Beutehaufen.
    Ich brachte Streifenjunges dazu das Bündel zu essen und tappte dann zu Abendbach die grade aus der Kinderstube heraus kam.
    „Ich habe fast vergessen dir zusagen das sich heute die Heiler treffen um zusammen zur Mondhöhle zu reisen.“ Ich spürte wie mein Pelz sich aufgeregt sträubte und ich schwebte förmlich in den Heilerbau zurück. Dann aber erinnerte ich mich wieder an Streifenjunges dem die Knochen wehtaten und der sich noch kaum bewegen konnte. Wer soll bloß auf ihn aufpassen?
    Meine Gedanken flogen hin und her ich konnte kaum mehr Ordentlich nachdenken.
    Als hätte Abendbach meine Gedanken gelesen tauchte sie neben mir auf und miaute: „Buntfeder wird sich um Streifenjunges kümmern. Kurz bevor wir gehen gebe ich ihm ein Päckchen Kräuter damit er schläft und keine Schmerzen hat.“
    Ich seufzte ehrleichter aus und setzte mich hin und begann mit meiner Fellwäsche.
    Am Abend als die Abendpatrouille ins Lager kam humpelte Rauchzahn auf mich zu. „Ich bin in irgendwas Spitzes getreten!“ erklärte er. Rauchzahn hielt mir seine aufgeschnittene Pfote hin und ich begann sie zu lecken. Meine Zunge spürte etwas Hartes und ich packte es mit den Zähnen um es zu entfernen. „Es war ein Steinchen!“ nuschelte ich durch den Stein im Mund. Ich spuckte ihn zur Seite und leckte im regelmäßigen Tempo weiter.
    Als ich die Blutkruste abgeleckt hatte sah ich das sich schon eine gute Kruste gebildet hatte und Rauchzahn keine Kräuter benötigte.
    „Halte deine Pfote sauber und leck immer mal wieder dran! Ach ja morgen kommst du noch mal zu mir ich will wissen ob deine Pfote auch gut verheilt.“ Rauchzahn nickte gehorsam und verschwand humpelnd aus dem Bau.
    Ich sah, dass der Himmel nun anfing Rot Orange zu leuchten. Abendbachs Kopf tauchte im Heilertunnel auf und rief mir zu: „ Wir müssen los! Sonst kommen wir Morgen vor Mondhoch nicht an!“ Ich stand auf und schaute noch mal auf den friedlich Schlafenden Streifenjunges hinab, dem Abendbach ein Kräuterbündel gegeben hatte und nun ganz gesund wirkte. Doch der Schein trügt, er hat Schmerzen am ganzen Körper und wird noch mindestens einen Mond hierbleiben müssen.
    Ich sprang hinter Abendbach her und zusammen traten wir durch den Ausgang auf dem Weg zur Wildrosenclangrenze.
    Die Sonne versank auf unserem Weg zur Grenze langsam hinter den Baumwipfeln und Tauchte den Himmel in ein tiefes Rot Pink. An der Grenze trafen wir auf einen großen Braun gelben Breitschultrigen Kater den Abendbach begrüßte: „Guten Abend Bärenwolke!“ Hinter dem großen Kater tauchte ein weiß graues Gesicht auf.
    „Ist das deine neue Schülerin? Wie heißt sie noch gleich?“ fragte Abendbach. Darauf antwortete der Kater mit tiefer Stimme: „In der Tat, das ist meine Schülerin Wollpfote.“ Die junge Schülerin tauchte hinter ihm auf und begrüßte
    mich: „Du bist also Abendbachs neue Schülerin Sonnenpfote? Wie lange bist du schon Schülerin?“ Ich schaute die Weiß hellgraue kleine Kätzin an die mich neugierig betrachtete. „Ich bin Sonnenpfote, Ja. Seit ein ein halb Monden bin ich Schülerin.“
    Sie nickte und zusammen machten wir uns auf den Weg Richtung Untergehende Sonne.
    „Wie lange bist du eigentlich Schülerin?“
    Fragte ich Wollpfote.
    „Seit einem viertel Mond.“ Antwortete sie.
    „Wolltest du immer Heilerin werden?“
    Hakte ich weiter nach.
    Sie nickte und fragte mich: „Und du wolltest du auch schon seit der Kinderstube Heilerin werden?“
    Ich überlegte wie ich darauf am besten Antworten könnte: „Hm, Nun ja. Ich wurde nicht im Clan geboren. Ich war eine Einzelläufer Katze. Aber in meinem tiefsten Innern wollte ich es. Ja!“
    Wollpfote nickte und schweigend liefen wir weiter.
    Als wir bei Mondaufgang vor dem Wald ankamen erzählte ich: „Hier habe ich gelebt. 6 Monde lang.“ Wollpfote staunte und Gähnte danach ausgiebig.
    Wir tappten müde noch ein Stück tiefer in den Wald und ließen uns in einem Strauch nieder.

    Am nächsten Morgen war ich die letzte die aufstand. Tau hing in meinem Pelz und ließ ihn in der Sonne funkeln.
    Ich schüttelte mich und trat zu Abendbach und Wollpfote. „Bärenwolke ist noch Jagen. Er meinte er wolle allein sein.“ Flüsterte mir Wollpfote zu.
    Ich nickte und fing an mich zu putzen.
    Eine Braune Pfote tauchte vor mir auf.
    „esse die Maus.“ Befahl er und legte jedem von uns eine kleine Maus vor die Füße.
    Ich aß die Maus mit zwei schnellen Happen und leckte mir danach das Maul um auch die letzten Reste der Maus verschwinden zu lassen.
    Kurz darauf standen auch so langsam die anderen auf. Die Sonne erhellte schon mit ihrem goldenen Glanz den Himmel als wir uns auf den Weg zur Klippe machten.
    Wir nahmen den schnellsten Weg durch den Labyrinth ähnlichen Menschenort zur Klippe. Es war nach Sonnenhoch als wir vor dem Riss in der Erde standen der mir beim Anblick Schwindelgefühle herauf beschwor.
    Es war ein mühseliger Abstieg und als wir unten saßen waren unsere Pelze mit Staub verklebt. Ich leckte so gut es geht die Staubbrocken aus meinem Pelz aber es blieb immer noch ein Schlammiger Rest.

    Als am Himmel die ersten Sterne funkelten und der Mond seinen Aufstieg begann stand Abendbach auf und sprang in das Loch hinein. Ich hüpfte mit Wollpfote an meiner Seite hinter ihr her während Bärenwolke das Schlusslicht bildete.
    Es war etwas feucht im Tunnel zur ersten Höhle und auch etwas Schwül aber durch die Aufregung die mein Pelz zum Sträuben brachte merkte ich das kaum. Wollpfote ging es anscheinend auch nicht anders als mir und so liefen wir schweigend nebeneinander her durch den dunklen Tunnel.
    Die Luft knisterte vor Anspannung und ich konnte mich nur schwer davon abhalten einfach los zu preschen.
    Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich vor dem kleinen See saß der am Rand der großen Höhle lag. Wollpfote schaute immer wieder nach oben durchs Loch und dann wieder auf den See wieder nach oben und wieder nach unten.
    Ich Atmete einmal tief durch und schaute grade aus au die Kahle Wand. Ich schloss meine Augen und als ich sie öffnete Funkelte der Raum. Abendbach legte sich vor den See und trank einen Schluck. Ich machte es ihr nach und sah grade noch wie Wollpfote die Augen schloss. Auf einmal wurde es angenehm warm und ein leichtes Lüftchen blies um meine Schnauze.
    Schneeblüte tauchte aus dem Unterholz hervor.
    „Sonnenpfote ich muss dir etwas Wichtiges Sagen! Schließe deine Augen!“ Ich schloss sie und fand mich mitten im Kampfgetümmel wieder. „Dein Clan ist in großer Gefahr! Entweder du rettest jemanden der dir wichtig ist. Oder deinen Clan.“ Die Bilder verschwammen vor meinem Auge und als ich sie öffnete war es wieder Schwül und kein Lüftchen regte sich. Ich war aufgewacht! Abendbach war die nächste die Aufstand. Sie sieht gar nicht verschreckt oder beunruhigt aus! Stellte ich fest was nur bedeuten konnte das ich die Einzige war die bisher davon wusste. Als ich Abendbach grade auf meine Vision hindeuten wollte wachten Bärenwolke und Wollpfote auf.
    Ich beschloss im Lager mit Abendbach und Froststern darüber zu reden.

    Wir wanderten die Nacht durch um bei Tagesanbruch wieder in unseren jeweiligen Lagern zu sein.
    Abendbach und ich kamen erschöpft im Lager an und legten uns direkt schlafen.
    Mit Froststern und Abendbach kann ich bei Sonnenhoch auch noch reden.
    Ich hoffte dass ich mehr Details über meine Vision finden würde aber ich verschwand in einer Schwarzen Leere.
    Ein lautes Jaulen schnitt durch die Luft und ließ mich aufschrecken. Die Vision durfte nicht Wirklichkeit werden bevor ich Froststern Vorgewarnt hatte. Ich rannte hinaus auf die Lichtung und sah Mondkralle auf der Lichtung sitzen, er beugte sich tief über eine Katze.
    Ich rannte über die Lichtung auf ich zu. Mir blieb das Herz stehen. Was wenn das Hellfrosts Körper ist.
    Als Mondkralle sich umdrehte trat er ein Stück zur Seite. Ich sah dass es eine tief Graue Kätzin war mit einem Seidigen Fell.
    Es war Rauchfells Körper. Ich beschnupperte ihn und rief nach Abendbach. „Rauchfell atmet noch und Abendbach kommt gleich also ganz ruhig!“ Ich wollte nicht nur den aufgelösten Mondkralle beruhigen sondern auch mich. „Ich kann nicht! Sie ist meine Mutter! Also tu doch was!“ Ich nickte und schnupperte weiter an Rauchwolke herum um heraus zu finden was ihr fehlte.
    Als Abendbach herbeigesprungen kam legte sich Mondkralle erschöpft neben seine Mutter und atmete angestrengt aus.
    Abendbach leckte Rauchwolke am Kopf.
    Gegen den Strich, nur wusste ich nicht warum. „Warum leckst du Regenwolke gegen den Strich am Kopf?“ Abendbach leckte noch mal prüfend und
    antwortete: „Um herauszufinden ob sie eine Kopfverletzung hat. Das erkennt man an einem bitteren Geschmack. Könnte man mit Krähenfraß vergleichen.“
    Ich nickte und Abendbach ließ mich lecken. Ich leckte einmal zwischen Regenwolkes Augen und schmeckte etwas scharf Bitteres. „Abendbach! Regenwolke hat eine Verletzung! Zwischen ihren Augen.“ Abendbach leckte an der Stelle an der mich der Geschmack in meinen Rachen gestochen hatte. Abendbach nickte ernst und erklärte: „ Sie hat eine Innere Blutung. Auch noch im Gehirn! Da können wir Rauchwolkes Schicksal nur in den Pfoten des Mondclans lassen.“ Ich schrak zurück. Ich wollte nicht dass einer meiner Clangefährten starb. Auch wenn ich mit ihnen noch nicht viel geredet hatte.
    Mondkralle war aufgesprungen und kam zu Abendbach gesprungen. „Nein! Sie darf nicht sterben tut doch was! Abendbach du musst doch irgendein helfendes Kraut dagegen haben!“ Jaulte er. Ich schaute ihn mitfühlend an. Ich wusste wie es ist seine Mutter zu verlieren. Auch wenn meine nicht kurz vorm Sterben lag.
    Hellfrost kam müde durch den Lagertunnel getappt, mit einem kleinen Eichhörnchen einem Spatz und ein paar kleine magere Mäuse und Sitzmäuse. Alles legte sie auf den Beutehaufen. Als Hellfrost Mondkralle neben seiner Mutter entdeckte wurden ihre Augen weit vor Schreck, Hellfrost kam angesprungen und leckte Mondkralle beruhigend über sein Ohr. Ich seufzte und schaute Abendbach besorgt an. „Wir sollten sie in den Heilerbau schaffen.“
    Flüsterte Abendbach mir ins Ohr. Ich nickte fragte dann aber: „Wen Mondkralle oder Regenwolke?“ Abendbach zuckte mit den Ohren auf Regenwolke und nahm sich schon Regenwolkes Hinterteil. Ich eilte Abendbach zur Hilfe und nahm Regenwolkes Kopf. Zusammen trugen wir Regenwolkes schlaffen Körper hinüber auf die große Heilerlichtung. Abendbach und ich legten sie ab. Ich suchte Moosbüschel und Farn zusammen um daraus ein improvisiertes Nest zu Bauen. Abendbach nahm noch ein paar Mäuler voll Federn und zusammen zogen wir Regenwolke auf die grün goldene Matte.
    Als Abendbach aus dem Kräuterspalt mit ein paar weiß gelblichen Beeren heraustrat und sie Regenwolke in den Mund schob miaute sie: „Du kannst dich jetzt ausruhen.“
    Ich nickte und schlüpfte durch den Tunnel auf die im Abend Glänzende Lichtung. Der Beutehaufen war etwas aufgefüllt aber nicht genug für alle.
    Ich suchte mir ein Eichhörnchen aus und legte mich hin um zu essen. Ich sah wie eine Grenzpatrouille durch den Tunnel getappt kam. Eulenbart, Flusskralle, Apfelblüte und Flickenpelz. Er kam auf mich zu gesprungen und schnurrte erfreut
    als er sah das ich mir ein Eichhörnchen genommen hatte. Ich schob ihm das Rot-braune Tier hin. Er lächelte und nahm sich ein Stück und schob mir das Eichhörnchen wieder hin. Als das Eichhörnchen aufgegessen war gaben wir uns in den letzten kalten Strahlen der Sonne die Zunge. Als sich der Mond silbern über die Baumwipfel erhob stand ich langsam auf und tappte langsam zurück in den Heilerbau. Als ich an Regenwolke vorbei ging sah ich dass sie ruhig atmete und schöpfte neuen Mut. Vielleicht schafft sie es ja doch
    Ich rollte mich in meinem Nest zusammen und schlief ein.
    Fauchen von überall dröhnte auf mich ein.
    Ich schaute mich um und entdeckte Hellfrost neben Mondkralle kämpfend. Flickenpelz rannte auf mich zu. „Schnell raus aus dem Lager!“ Ich schüttelte Verständnislos den Kopf. „W…Wieso?“ Flickenpelz schaute mich an. Dann schnurrte er und zuckte mit den Schnurrhaaren in Richtung Lagerausgang.
    Ich folgte ihm geduckt um von keinen der Kämpfenden Katzen angesprungen zu werden.
    Als ich mich auf dem weichen Moos unter einem Haselstrauch legte merkte ich wie erschöpft ich war. Dabei war der Weg vom Lager zum Bau unterm Haselstrauch nicht weit gewesen. Plötzlich durchzuckte mich etwas. „Ruhe dich aus. Du darfst dich nicht über anstrengen solang unser…
    Plötzlich stieß mich etwas unangenehm in die Seite. Es war Abendbach gewesen.
    „Hey aufwachen! Sonnenpfote schau mal nach Tupfenpfote! Er hat sich die Pfote vertreten.“ Ich stand auf reckte mich und Gähnte ausgiebig. Dann miaute ich bestätigend und holte ein Maul voll verschiedener Kräuter und schlängelte mich aus dem Heilerbau, durch den Efeutunnel auf die Lichtung und schließlich zum Bau der Schüler. Dort sah ich Tupfenpfote immer wieder an seiner Pfote kräftig leckend. Ich schob mich an Krähenpfote vorbei zu Tupfenpfote hin. Ich nuschelte ihr etwas zu und gab Tupfenpfote ein paar Mohnsamen. Danach zerkaute ich zwei grüne Blätter und strich sie auf die Verletzung. Tupfenpfote atmete erleichtert auf und miaute: „ Danke es fühlt sich schon besser an.“ Ich schnurrte ihr dankbar zu.
    „Ich komm morgen früh noch mal her und schau mir an ob du übermorgen wieder beim Training mitmachen kannst.“ Tupfenpfote nickte verständlich und rollte sich wieder zusammen. Ich stupste Krähenpfote an der sofort den Kopf hob und verwirrt: „Was?“ murmelte.
    Ich schlich über die Lichtung zum Beutehaufen und nahm mir eine Spitzmaus. Mondkralle kam auf mich zu gelaufen und legte sich mir gegenüber.
    „Wie geht es Regenwolke? Kann ich sie gleich besuchen?“ Bestürmte Mondkralle mich. „Es geht ihr etwas besser. Besuchen sollte sie aber noch keiner. Sie muss sich noch erholen. Aber sobald es ihr besser geht lass ich dich holen!“
    Mondkralle nickte und stand dann schwerfällig auf, so als würde er gleich mitten auf der Lichtung zusammen brechen.
    Ich schaute ihm mitfühlend an und aß den letzten Bissen der Maus.
    Ich blieb noch etwas liegen und rief mir meinen Traum wieder in den Sinn. Die Bilder der wild Kämpfenden Katzen, Flickenpelz, dem Ausgang des Lagers, dem dichten Haselstrauchgewächs und auch dem warmen Bau. Ich fragte mich was Flickenpelz mir hatte sagen wollen. Warum ich so erschöpft gewesen war obwohl ich eine sportliche schlanke Katze war. Als Flickenpelz auf mich zu getappt kam schüttelte ich den Kopf um die Bilder aus meinem Kopf zu verbannen und beschloss das, das bloß ein Traum, keine Vision gewesen war. „Na? Hast du Beute gefangen?“
    Flickenpelz
    antwortete: „Etwas, nur die meisten Beutetiere haben sich in ihren Bauen vor dem Frost verkrochen.“
    Ich nickte erschüttert und hoffte dass nicht allzu viele Katzen an Grünem Husten oder Fieber erkranken würden, denn so viele Kräuter hatten wir nicht mehr. Ich stand auf und leckte Flickenpelz kurz liebevoll über sein Ohr und beschloss noch ein paar Kräuter zu sammeln. Flickenpelz stand wieder auf und schaute mich aus funkelnden Augen An. „Ich komm mit!“ Schnurrte er und trat an meine Seite. Zusammen tappten wir mit erhobenen, offenen Schnauzen den schon festgetrampelten Wald Pfad entlang. Der Frost funkelte noch auf dem Gras und die Sonne schien blass vom Wolken verhangenen Himmel. Ich roch Eibenrinde, die konnten wir gut gebrauchen falls irgendeine Katze Kopfschmerzen bekommen würde oder innere Blutungen bekommt würde die Rinde es kühlen. Ich lief dem Geruch entgegen bis ich die fast Schwarze Rinde vor mir sah. Flickenpelz kam lächelnd auf mich zu gelaufen und schnippte mit seinem Schwanz auf die Rinde. Ich nickte und schnurrte als er mich zurück drückte. Also setzte ich mich und putzte meinen Pelz der vor Aufregung knisterte. Flickenpelz nahm die Rinde um sie unter den nächsten Dornenstrauch zu schieben damit sie falls es anfangen würde zu Regnen oder sogar zu schneien nicht nass werden würde. Nebeneinander schoben wir uns durch das Gebüsch und suchten weiter nach Kräutern. Ich fand auch noch Stachelgras das ich zu kleinen Bündeln band und es aufnahm. Flickenpelz und ich beschlossen noch nach weiteren Kräutern zu suchen auch wenn es langsam immer kälter wurde.
    Grade waren wir am äußersten Rand des Territoriums angekommen da fiel mir eine Eiskalte Flocke auf die Nasenspitze. Ich schüttelte wiederwillig meinen Kopf und schaute Flickenpelz an der belustigt schnurrte. Ich lachte und leckte mir danach verlegen die Brust. Auf einmal nahm der Wind zu und der Schnee fiel immer dichter und die Flocken wurden immer größer und schwerer. „Komm!“ brüllte mir Flickenpelz zu. Zwei Mäuse längen weiter konnte ich nichts mehr sehen und deswegen musste ich mich beeilen um Flickenpelz nicht aus den Augen zu verlieren. Flickenpelz stupste mich in eine Höhle die in die Erde hinein führte. Ich stolperte in die Höhle und wäre fast hingefallen konnte mich aber im rechten Moment noch halten. Ich setzte mich hin und starrte zum Eingang der eng war und kaum Wind und Schnee durch ließ. Ich starrte weiter und weiter zum Eingang. Flickenpelz kam und kam einfach nicht. Ich rannte zum Eingang und blickte hinaus musste aber meine Augen zukneifen um nichts ins Auge zu bekommen. „Flickenpelz! Flickenpelz wo bist du?“ Jaulte ich. Ich drehte mich um und ließ mich auf den kalten Steinboden fallen. Plötzlich ertönte ein husten hinter mir. „Hier. Sonnenpfote. Ich… bin hier!“ Ich wirbelte herum und leuchtete Flickenpelz an der im Eingang fast zusammen brach. Ich rannte auf ihn zu und brachten ihn in eine warme komplett Windgeschützte Ecke. Er schaute einmal kurz zu mir auf und lächelte dann schlief er ein. Ich drückte mich fest an seine Flanke und fiel in einen kalten traumlosen Schlaf.
    Eine Pfote piekte mich in die Flanke. „Hm?“ Ich rekte meinen Kopf hoch und sah Flickenpelz. „Guten Morgen.“ Ich nickte ihm zu und ein kalter Schauer fuhr mir über den Rücken. Ich schaute raus und stellte erschrocken fest das der Blizzard auch noch weiterhin mit voller Kraft draußen wütete und ein durchdringen unmöglich machte. „Geht es dir besser? Oder brauchst du Kräuter?“ Flickenpelz schüttelte den Kopf und warf mir einen Blick zu den ich nicht deuten konnte. Ich nickte ihm zu und stand auf. Ich streckte mich um die Steifheit aus meinen Muskeln zu verbannen und fing dann an mich zu putzen. Flickenpelz kam zu mir hin gerobbt und gemeinsam gaben wir uns die Zunge. Er drückte sich enger an mich und ich leckte ihm über sein Ohr.
    Später lagen wir nur da und schauten nach draußen und unterhielten uns über den Clan. Was wir dachten was sie tun würden wenn der Blizzard schwächer werden würden. Seitdem wir uns die Zunge gegeben hatten war Flickenpelz nicht von meiner Seite gewichen und leckte mir immer wieder beruhigend über mein Ohr.
    „Flickenpelz,. Was ist… Was ist wenn sie uns schon aufgegeben haben?“ Ich drückte mich bei dem Gedanken noch enger an ihn. Was mir ein Kribbeln von Geborgenheit und noch einem anderen, für mich, undeutbaren Gefühl durch den Körper fahren ließ. Ich schnurrte ungewollte und schaute zu Flickenpelz um zu sehen was er davon hielt. Er leckte mir noch einmal mit seiner Zunge über mein Ohr und flüsterte mir
    dann: „Das haben sie nicht! Mach dir keine Gedanken! Und selbst wenn. Dann werden sie nur noch überglücklicher sein uns wieder zusehen!“ Ich maunzte zufrieden auf und schlief ein. Flickenpelz rückte noch einmal näher und danach hörte ich nur noch ruhiges atmen.




    10.Kapitel

    „Hey Flickenpelz wach auf!“ rief ich aufgeregt. Denn endlich hatte der Blizzard sich gelegt und eine dichte glänzend weiße Schicht aus Eis und Schnee zurück gelassen. Flickenpelz hob verschlafen den Kopf. „Was is?“ Ich deutete mit dem Schwanz nach draußen wo ein leichter eisiger Wind pfiff. Flickenpelz fing an zu jubeln. Dann sprang er auf mich zu und leckte mir überglücklich über mein Ohr. Ich miaute überrumpelt und schaute Flickenpelz freudig an. Er blickte zurück und sprang zum Eingang und winkte mich zu ihm heran. Ich kam angelaufen und nebeneinander tappten wir zum Lager. Durch die hohe weiße Schneeschicht die alles bedeckte konnte ich den Weg zum Lager kaum wieder erkennen. Aus weiter Entfernung entdeckte ich den Lagertunnel. Er ragte vor mir auf. Als Flickenpelz grade darunter durch gehen wollte, stieß ich mit meiner Hinterpfote gegen den Efeuwall und ein großer Schneeberg rieselte auf Flickenpelz hinab. Der schüttelte sich und grub sich aus dem tiefen Berg aus Schnee hinaus und schaute mich belustigt herausfordernd an. Dann drehte er sich aber wieder um und tappte neben mir durch den Tunnel auf die Schnee bedeckten Lichtung. Ich sah Froststern mit hängenden Kopf in der Mitte der Lichtung kauernd, der Clan hatte sich um sie versammelt. Es schien als ob sie trauerten. Dann hob Froststern den Kopf mit den eng zusammen gekniffenen Augen und Jaulte: „Flickenpelz, Sonnenpfote! Wir werden euch vermissen!“ Ich lief zu dem Kreis aus den Katzen. Schüler, Krieger, Königinnen, Heiler ja sogar die Jungen hatten sich an ihre Mütter gekauert und schauten traurig auf ihre Pfoten. Flickenpfote sprang unbemerkt über die Köpfe der Katzen hinweg und rief dann empört: „Wir sind nicht tot! Wir haben dank einer Höhle die uns Schutz vor der Kälte und dem scharfen Wind bot überlebt!“ Die Katzen standen auf und schauten uns überrascht und freudig an. Nachdem alle verstanden hatten das sie tatsächlich überlebt hatten und nicht der Mondclan zu ihnen sprach. Alle stürmten auf sie zu Hellfrost zu aller erst rannte auf mich zu und drückte ihre Wange an meine. Ich schnurrte freudig und maunzte ihr etwas zu was aber unter dem lauten miauen der anderen Katzen unterging.
    Als alle Katzen mich und Flickenpelz begrüßt hatten schlich ich hinüber zu Abendbach die mich blos musterte und dann nickte. „Komm mit in den Bau du bist doch bestimmt unterkühlt und müde!“ Ich nickte und tappte erschöpft weiter. Schließlich lag ich auf der Seite gerollt im Heilerbau und schlief ein. Abendbach lief noch im Heilerbau herum und räumte eine Sache zur anderen. Am nächsten Morgen saß Abendbach auf ihrem Platz und schaute mich an. „Guten Morgen Sonnenpfote. Ich erlasse dir heute deine Schüler und Heilerpflichten.“ Ich nickte ihr zu und lief durch den Tunnel auf die Lichtung. Ich sah Flickenpelz beim Beutehaufen liegen und sprang auf ihn zu. „Hallo Sonnenpfote! Ich wurde heute von meinen Kriegerpflichten entbunden. Soll ich dir vielleicht bei deinen Pflichten helfen?“ Ich schüttelte den Kopf und erklärte: „Ich habe heute auch keine Verpflichtungen! Warte kurz. Heute ist Halbmond ich werde also zur Mondhöhle reisen!“ Flickenpelz nickte mir zu und stand auf. „Kommst du mit in den Kriegerbau? Hier finde ich es etwas zu frostig!“ Ich nickte und tappte hinter ihm her in den Kriegerbau. Ich suchte nach Flickenpelz' Geruch und ließ mich auf seinem Platz nieder. Flickenpelz legte sich ebenfalls hin und wir gaben uns noch die Zunge. Als ich durch den Flechtenvorhang schaute sah ich dass es fast Sonnenhoch war. Also stand ich auf, verabschiedete mich von Flickenpelz mit einem kurzen lecken über sein Ohr und verschwand im Eingang.
    Abendbach kam mir auf dem Weg durch den Tunnel entgegen und ich musste wieder umdrehen. Abendbach nickte mir zu und bedeutete mir näher zu ihr zu kommen. Dann fragte sie fürsorglich: „Willst du heute mit zur Mondhöhle reisen oder geht es dir nicht gut?“ Ich legte den Kopf auf die Seite und schüttelte den Kopf. „Wieso sollte ich nicht mitkommen?“ Abendbachs Augen wurden etwas größer und sie drehte sich schnell um. „Egal!“ gab sie zurück und trat die Führung an.
    Es war ein langer Marsch und meine Ballen waren wie eingefroren aber ich kämpfte mich weiter voran.

    Bärenwolke trabte heute ohne seinen Schüler mit uns zur Mondhöhle. Er sagte zwar das er sich blos um einen gebrochenen Fuß eines Schülers kümmern musste aber ich glaubte das etwas anderes dahinter steckte, wollte aber nicht weiter darüber nachdenken.
    Als wir den Abstieg beendet hatten war es schon Mondaufgang. Abendbach und ich liefen neben einander durch den dunklen Tunnel in die Höhle die bereits etwas erhellt wurde.
    Abendbach setzte sich zuerst vor das Gewässer und wartete darauf dass die Höhle anfangen würde zu leuchten. Ich setzte mich neben sie und schaute auf die Wände. Dann wurde es hell und ich legte mich nieder um vom eiskalten Wasser zu trinken.
    Ich sah einen bekannten Bau vor mir jemand lag dort ich konnte nicht erkennen wer es war. Dann kam Flickenpelz herein und blieb im Eingang stehen. Sein Gesichtsausdruck war eine wilde Mischung und ich konnte kein Gefühl so richtig bestimmen. Auf einmal verblasste die Vision und ich stand auf einer warmen Frühlingswiese Schneeblüte stand vor mir und miaute: „Du bist eine Heilerin und ich hätte dich vorher warnen sollen!“ Dann verschwamm sie und mit ihr die Wärme.
    Ich lag wieder vor dem Mondteich und blickte auf die Wasseroberfläche in der ich mich spiegelte.
    Ich dachte noch einmal über den Traum nach. Was meinte Schneeblüte mit dem sie hätte mich warnen sollen? Ich konnte mir die Fragen einfach nicht beantworten und setzte mich auf und schaute mich in der kleinen Runde um. Bärenwolke saß schon am Ausgang und Abendbach stand grade auf. Ich wollte jetzt am liebsten zurück zu Schneeblüte um sie zu fragen was sie mit alle dem Meinte was sie mir gezeigt hatte. Aber nun konnte ich es erstmal nicht mehr und wartete mit Bärenwolke darauf das Abendbach soweit wäre das wir zurück gehen konnten. Doch bevor das passierte miaute Abendbach: „Sonnenpfote du bist nun lange genug meine Schülerin gewesen es ist an der Zeit das du deinen Heilernamen bekommst! Sonnenpfote, ich frage dich hier unter dem Angesicht des Mondclans, möchtest du den Mondclan ehren und seine Heilergesetzte befolgen und jede Kranke und verletzte Katze die deine Hilfe braucht heilen?“ Ich nickte. Ich war so aufgeregt dass es mir die Sprache verschlagen hatte.
    „Sonnenpfote. Hiermit erkläre ich dich zur Vollwertigen Heilerkatze! Du wirst als Sonnentau deinen Clan heilen.“ Ich nickte aufgeregt und leckte Abendbach an der Schulter und sie mich ebenfalls. Dann drehte ich mich zu Bärenwolke um der mich mit meinem neuen Namen beglückwünschte. Kurz darauf liefen wir los, durch den dunklen Tunnel nach oben, hinauf klettern auf den Rand der Klippe, zurück in den leicht bewachsenen Wald am Menschenort vorbei, auf das offene Moorland und zurück in den wohl bekannten, dicht bewachsenen, Wald. Bärenwolke begleitete uns noch an den Rand seines Territoriums und verabschiedete sich von Abendbach und mir. Den Rest des Weges brachte ich bloß schleppend hinter mir. Die Vision ließ mich einfach nicht los. Ich wollte hinter das Geheimnis kommen was Flickenpelz mit der mir unbekannten Kätzin zu tun hatte und wo er gewesen war. Der kleine Bau kam mir bekannt vor und ich versuchte mich angestrengt Daran zu erinnern wo ich sie schon einmal gesehen hatte. Ich lief hinter Abendbach her durch den Tunnel, über die Lichtung und durch den Heilertunnel auf die Lichtung der Heiler und schließlich zu meinem Nest.
    Ich drehte mich mehrmals um die eigene Achse und legte mich dann auf die Seite.
    Mitten in der Nacht wachte ich auf und sah Abendbach die sich über mich beugte. Dann schloss ich wieder meine Augen und schlief ein. Am nächsten Morgen als ich mich aufsetzte und zu Putzen begann kam Abendbach auf mich zu und schaute mich besorgt an. „Sonnentau. Ich muss dir etwas erzählen. Gestern Nacht auf dem Weg zur Mondhöhle warst du schon beim hinweg ziemlich erschöpft. Erschöpfter als sonst deswegen habe ich dich, da du auch mit Flickenpelz alleine in der Höhle warst, untersucht und dabei kam heraus das du…“
    Sie brach ab, ihre Stimme zitterte. Abendbach atmete einmal kurz durch und sprach weiter. „Das du Junge erwartest.“ Mir blieb der Atem weg und ich setzte eine Pfote vor die andere hinter mich ohne zu wissen wo hin ich ging. Ich verschloss meine Augen und kauerte mich auf dem Boden zusammen so als ob ich, wenn ich meine Augen wieder öffnete, wieder aufwachen würde. Abendbach in ihrem Nest schlafen sehen würde und diese Nachricht bloß ein Alptraum gewesen wäre. Ich spürte Abendbachs Zunge die sanft über meinen Rücken strich. „Ich muss dir noch etwas verraten.“ Miaute Abendbach mir in mein Ohr. „Deine Mutter. Wolfstern. Sie war mein Junges.“ Ich fuhr erschrocken hoch und sah Abendbach in die fürsorglichen Augen. „Deswegen wurde ich immer so wütend wenn du etwas mit Flickenpelz gemacht hast. Ich wollte nicht das meiner Enkelin dasselbe Schicksal ereilt wie mir.“ Ich nickte ihr zu und rollte mich verschreckt zusammen. „Soll ich Flickenpelz holen?“ Ich schüttelte den Kopf und erklärte: „Bitte. Ich muss mich von diesem Schrecken erst erholen.“ Abendbach nickte und setzte sich neben mich. „Irgendwann musst du es ihm aber sagen!“ Ich nickte und fragte. „Wer war eigentlich der Vater meiner Mutter? Hast du ihm auch gesagt das du Junge von ihm erwartest?“ Abendbach nickte. „Der Vater deiner Mutter war Blitzpelz der nun zur Mondhöhle gereist ist.“ Mir stockte der Atem. Wenn das wahr war dann bedeutete das, dass meine Mutter eine Halbclan Katze war. Ich schob den Gedanken beiseite denn das war jetzt unwichtig. Ich ruhte mich aus und ließ keinen Gedanken in meinen Kopf herein. Als Sonnenhoch kam hörte ich Abendbach auf mich zu kommen. Ich stand auf und leckte meinen gesträubten Pelz. „Ja?“ Abendbach zuckte mit ihren Ohren zum Eingang des Heilerbaus. Flickenpelz kam zum Vorschein. „Ja Sonnentau? Du wolltest mit mir reden?“ Ich schaute Abendbach an, die mich mit einem sanften Blick dazu aufforderte das Geheimnis zu lüften. „Flickenpelz. Ich … Ich werde Junge bekommen.“ Flickenpelz schaute mich Fassungslos an dann sprang er auf mich zu und leckte mir überglücklich das Ohr. „Das ist leider nicht so toll. Heilerinnen dürfen keine Junge haben.“ Flickenpelz Blick verwandelte sich in Besorgnis. „Ich weiß.“ Seufzte er. Ich wand mich an Abendbach die uns die ganze Zeit beobachtet hatte. „Was sollen wir denn tun Abendbach? Sollen wir es Froststern sagen? Irgendwann wird man es herausfinden!“ Abendbach schaute mich lange an dann schüttelte sie den Kopf und drehte sich um. „Nein ihr solltet es niemanden sagen. Sobald es an der Zeit ist werde ich euch schon sagen was ihr zu tun habt.“ Ich nickte und lehnte mich an Flickenpelz. Jetzt mussten wir ganz eng zusammen halten. Am Abend rief Froststern alle Katzen zusammen.
    Ich stand langsam auf und Flickenpelz begleitete mich auf die große, im Abendlicht leuchtende, Lichtung. „Katzen des MorgenblütenClans, seit nun schon mehr als zehn Blattwechseln werden die Wettkämpfe der Katzen ausgetragen und nun haben wir einen Mond lang hart Trainiert. In ein paar Monden ist es wieder soweit. Sobald die Blattgrüne beginnt werden die Wettkämpfe erneut ausgetragen und wir werden unsere Kraft und unser Geschick friedlich beweisen können.“ Alle versammelten Katzen nickten zufrieden und Froststern fuhr auch schon fort. „Wir werden auch weiterhin fleißig trainieren. Gut das wars.“ Die versammelten Katzen verteilten sich in alle Richtungen. Manche gingen hinaus auf Patrouille andere tappten zurück in ihre Baue. Ich verschwand mit Abendbach im Heilerbau. Als ich grade durch den Tunnel schlich, leckte mir Flickenpelz noch einmal über mein Ohr und flüsterte mir: „Das schaffen wir schon.“ zu. Ich zwängte mich durch den Efeutunnel hinein auf die Lichtung und zu meinem Bau und schlief langsam ein.

    Ich sah wieder den undurchdringlichen Gesichtsausdruck von Flickenpelz. Ich blickte mich um und sah das ich mich wieder in diesem Bau befand und jetzt wurde mir etwas klar. Ich war diese Kätzin und jetzt wusste ich auch warum ich hier war. Ich erinnerte mich an den Traum den ich Mal hatte: Ich, im Getümmel vieler kämpfender Katzen. Flickenpelz führte mich aus dem Lager hinaus in den Wald. Zum Haselstrauch, wir kriechen hinein und ich lege mich in den Bau will zurück ins Lager, den anderen helfen aber Flickenpelz hielt mich zurück. Er verschwand im Eingang wahrscheinlich um den anderen zu helfen. Ich wartete eine Weile und Flickenpelz tauchte im Eingang auf. Plötzlich durchzuckte mich etwas. Noch Mals. Flickenpelz lief auf mich zu und leckte mir beruhigend über mein Ohr.

    Ich gähnte und schaute mich um und sah, dass ich wieder im Bau der Heiler lag. Abendbach schlief noch und ich bemerkte das mein Magenknurrte. Also schlich ich mich hinaus auf die Lagerlichtung. Der Morgen dämmerte grade und nur ein paar leichte Wolken hingen am Himmel. Ich tappte auf den Beutehaufen zu der ziemlich mager war. Nicht genug für alle. Ich schaute noch einmal auf den Beutehaufen. Zwei Mickrige Mäuse und ein Spatz und ein kleines Eichhörnchen. Adlerschatten kam aus dem Kriegerbau getappte. Hinter ihm kam Flusskralle und Dünenherz auch. Ich legte mich in die Nähe des Beutehaufens in einen Sonnenfleck. Ich schloss meine Augen und genoss die leichte Wärme in meinem Pelz. Auf einmal stupste mich eine Pfote an meine Flanke und Flickenpelz stand vor mir. Ich setzte mich auf und schaute ihn Erwartungsvoll an. Flickenpelz schob mir mit seiner Pfote eine große Maus zu. Ich schüttelte den Kopf. „Die Königinnen brauchen es dringender als ich.“ Flickenpelz kam näher. „Du bist ebenso eine Königin! Du brauchst es sogar noch dringender denn du liegst nicht nur in der Kinderstube herum sondern bist die Heilerin und must bei Kräften bleiben.“ Ich seufzte. Ich war erschöpft und konnte nicht wiedersprechen. Also legte ich mich vor die Maus und aß sie langsam auf. Flickenpelz schnurrte und legte sich an meine Flanke. Ich schnurrte ebenfalls und schob ihm die Maus hin. Er nahm ein Bissen und schob sie mir wieder zu. Ich aß die letzten Bissen und stand dann auf. „Ich ruh mich im Bau der Heiler noch etwas aus.“ Flickenpelz nickte mir zu und sprang über die Lichtung hinaus in den Wald. Ich hingegen tappte zurück in den Heilerbau um mich noch etwas auszuruhen. Als ich vor meinem Nest stand dachte ich noch einmal über alles nach was in der letzten Zeit passiert war. Schließlich drehte ich mich aber und legte mich hin und schlief ein.

    Am Abend wachte ich auf und schaute hinaus. Die Sonne war blass rot und ließ den Schnee glänzen. Ich blieb liegen und blickte mich im Bau um. Abendbach sortierte die vertrockneten Kräuter aus. Ich stand doch auf. Als ich mich neben Abendbach setzte um ihr zu helfen wimmelte sie mich ab. „Leg dich wieder hin und ruh dich aus! Ich mach das schon. Du brauchst all deine Kraft falls der grüne Husten ausbricht! Wenn du dich jetzt überanstrengst dann hast du keine Kraft mehr für die wirklich wichtigen Aufgaben.“
    Ich wollte grade etwas erwidern aber Abendbach schob mich mit ihrem Schwanz immer weiter nach hinten bis ich es aufgab und mich nach draußen begab. Die Sonne war noch wärmer als heute Morgen und ich legte mich auf einen Flecken wo noch kein Schnee den Weg hingefunden hatte. Ich fand ein paar ältere Krieger die vor ihrem Bau lagen und schloss meine Augen und streckte mich aus. „Hallo Sonnentau.“ Ich machte meine Augen auf und sah in Hellfrosts leuchtende Augen. „Ich dachte mir, die letzte Zeit habe ich bloß Mondkralle gewidmet da sollte ich auch mal wieder Zeit mit meiner besten Freundin verbringen.“ Ich schnurrte glücklich und legte mich richtig hin um ihr in die Augen zu gucken. „Ich muss dir etwas erzählen! Ich erwarte Junge! Von Mondkralle ist das nicht schön?“ Abendbach hat mich gestern noch untersucht weil mir übel war und hat mir dann gesagt dass ich Junge erwarte. Ach Sonnenblüte. Ist das nicht einfach toll?“ Ich nickte und freute mich für sie. „Ja, Hellfrost das ist wirklich schön.“ Auf einmal schoss mir ein Gedanke durch meinen Kopf und es platzte ohne weitere Überlegungen aus mir heraus. „Hellfrost.“ Grade noch konnte ich mich daran erinnern leise zu sprechen. „Ich muss dir etwas sagen. Ich werde auch Junge bekommen von Flickenpelz. Ich wollte dich fragen ob du meine Jungen aufnehmen kannst nach meiner Geburt?“ Hellfrost schaute mich besorgt an dann nickte sie aber und fuhr mir mit ihrer Zunge über mein Ohr. „Ja das werde ich. Wer weiß es sonst noch alles?“
    Ich atmete einmal tief ein und fing an zu erzählen. „Nur Abendbach, natürlich Flickenpelz selber und du.“ Sie nickte dann stand sie auf. „Morgen zieh ich in die Kinderstube um.“ Hellfrost lächelte dabei und verabschiedete sich von mir mit einem Schwanz zucken. Ich nickte ihr hinterher und machte mich ebenfalls auf zu meinem Bau. Ich sah das Abendbach immer noch am Kräutersortieren war. Ich trat zu ihr. Sie drehte sich zu mir um und nickte. „Ich habe Hellfrost davon erzählt. Sie sagte sie wäre bereit meine Jungen nach ihrer Geburt aufzunehmen.“ Abendbach schaute mich stolz an. „Das wollte ich dir die ganze Zeit beibringen. Selbstständigkeit.“ Ich nickte und merkte wie Müde ich war. Abendbach stupste mich in mein Nest und ich rollte mich zufrieden zusammen.
    Als ich am nächsten Morgen aufstand und mich schüttelte, um die Moosfetzen aus meinem Fell zu schütteln, merkte ich schon die frostige Morgenluft. Als ich hinaus auf die Lichtung trat, konnte ich meinen Atem als kleine weiße Wolke davon schweben sehen. Auf der Lichtung war nicht viel los. Froststern hatte es sich vor ihrem Bau gemütlich gemacht, die Schüler, Tupfenpfote, Krähenpfote und Punktepfote gruben eine breite Kuhle und trugen dann die wenigen Beutestücke vom Beutehaufen in die Kuhle und schoben dann Moosplatten darüber. Ich lächelte und kam auf die Schüler zu getappt. „Soll ich euch helfen?“, bot ich an, doch die Schüler strahlten zu mir auf und schüttelten stolz den Kopf. Wahrscheinlich waren sie froh darüber so etwas Wichtiges tun zu müssen statt immer und immer wieder Nestmaterial auszutauschen und den Königinnen ihre Beute zu bringen. Ich zuckte mit dem Schwanz und drehte mich dann Richtung Lagerausgang. Ich beschloss noch nach ein paar Kräutern zu suchen damit wir den Winter so gut wie möglich überstehen würden. Ich tappte in zu dem kleinen See der an der Grenze zum WildrosenClan lag. Ich reckte meine Schnauze in die schneidend kalte Luft, die durch meinen ganzen Körper kroch und mich zusammenzucken ließ. Auf dem Weg roch ich ein paar Kräuter und sammelte sie auf. Doch bisher war nichts dabei gewesen was wirklich hilfreich bei grünem Husten wäre. Am Rand meines Territoriums sah ich am See Katzenminze wachsen, obwohl es nur kleine grüne Stängel waren, waren sie doch groß genug um abgepflückt zu werden. Ich lief erleichtert darauf zu und nahm alles mit was da wuchs, beim abpflücken immer darauf bedacht nicht zu stark an den kleinen Pflänzchen zu rupfen. Im Lager wieder angekommen sah ich wie Dünenherz, Mondkralle und ein paar andere Krieger ein paar kleine Beutetiere in die Kuhle legten und schnappte von einer Grenzpatrouille, die Froststern Bericht erstattete den Satze: „Sie haben die Grenze übertreten und wahrscheinlich Beute geklaut!“, auf. Mir fuhr es kalt durch den Pelz. Ich hoffte das keine weitere Katze die Grenzen missachten würden, denn zu dieser Zeit gab es ja schon nicht genügend Beute um einen einzelnen Clan richtig zu ernähren. Ich schob mich durch den engen Tunnel der leicht nach unten geneigt verlief. Abendbach saß auf einem flachen Felsen und putze sich ihr Fell. Sie nickte mir erfreut zu als sie sah das ich Katzenminze mitgebracht hatte. Ich räumte die Kräuter weg und trat wieder auf die von der blassen Blattleere Sonne beschienene Lichtung. Ich entdeckte an der neu angelegten Beutekuhle Hellfrost und dicht neben ihr Mondkralle. Ich sprang zu Hellfrost hin und begrüßte sie mit einem freundschaftlichen Nasenstupser. Heute Morgen war sie in die Kinderstube umgezogen und strahlte jetzt schon so als hätte sie ihre Jungen längst geboren. „Hallo Sonnentau“, miaute sie mir zur Begrüßung zu und musterte mich mit einem leicht besorgten funkeln in den Augen.
    Am Abend kam Flickenpelz mit einem Eichhörnchen zu mir. Ich musste lachen. „Sind das nicht eigentlich Schülerpflichten?“, konnte ich mir nicht verkneifen, doch Flickenpelz schüttelte den Kopf und schob mir das Eichhörnchen zu. Ich verschlang es mit ein paar wenigen Bissen und drückte mich dann an Flickenpelz. Doch schon nach kurzer Zeit drang Froststern Stimme zu uns und Flickenpelz drehte sich wieder um und rief mir über die Schulter: „Aschenjunges wird zum Schüler ernannt!“, zu und lief hinaus auf die Lichtung. Kaum waren drei Herzschläge vergangen rief Froststern die Katzen zur Versammlung auf. Ich setzte mich in Bewegung und nahm meinen Platz zwei Fuchslängen vor dem Heilerbau ein. Flickenpelz schien zu strahlen wie die helle Blattgrüne Sonne bei Sonnenhoch. Ganz zum Schluss, als sich alle Katzen versammelt hatten, erschien auch Aschenjunges, mit glänzendem, wunderschönem Fell, aus der Kinderstube, neben ihr stand ihre Mutter und schnurrte ihrem einzigen Jungen noch etwas ins Ohr bevor sie sie nach vorn stupste und ihren Platz neben ihren Clangefährten einnahm. Froststern sprang hinunter vom Hochstein um die kleine Aschenjunge zu sich zu rufen. Die kleine setzte mit weit geöffneten Augen ein paar Schritte näher zu Froststern, dann fing Froststern: „Katzen des MorgenblütenClans! „Ich habe eine wichtige Bekanntgabe zu machen. Du kannst froh sein Aschenjunges!“ Froststern machte eine kurze Pause dann redete sie weiter: „Du bist nun alt genug um in den Bund der Schüler aufgenommen zu werden. Ich gebe dir nun mit der mir gegeben Kraft des Mondclans deinen Schülernamen: Aschenjunges von nun an bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast wirst du Aschenpfote heißen und dein Mentor wird Flickenpelz sein! Er ist zwar noch ein junger Krieger, doch er hat Geduld und Geschick bewiesen, ich finde er ist bereit für seine erste Schülerin!“, sie schnurrt und winkte Flickenpelz zu sich und Aschenpfote heran. Der neigte den Kopf zu der kleinen Kätzin und berührte ihre Nase mit seiner. Dann fing der Clan an zu jubeln. Flickenpelz zog sich ein wenig zurück um mit Aschenpfote noch etwas zu besprechen.

Kommentare (6)

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Taubenflug 123 (69366)
vor 533 Tagen
Extrem lang, aber auch richtig cool!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Habichtfluegel (98572)
vor 869 Tagen
Kurz ist wohl ein bisschen untertrieben, aber nur ein bisschen xD
Honigpfote (74863)
vor 934 Tagen
Verdammt kang aber uch liebe sie schreib bitte bitte weiter
Minzpfote (80740)
vor 1021 Tagen
Echt coole und schön lange Geschichte !!!
DerJemand :D (80051)
vor 1054 Tagen
Das ist die längste WarriorCats-Fanfiktion, die ich kenne.
Sonnenpelz (28220)
vor 1055 Tagen
Die ist echt lang. 0.o