One Piece - Eine Gute Nacht Geschichte

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1 Kapitel - 3.683 Wörter - Erstellt von: Lady_Siren - Aktualisiert am: 2014-11-15 - Entwickelt am: - 3.619 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 5 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mr 2 darf mal wieder seine pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Er liest Rebecca und Euch, liebe Leser, ein Märchen vor.
Schlaft also bitte nicht mittendrin ein. Das wäre sonst sehr unhöflich.

    1
    Mr 2 durfte diesen Abend die kleine Rebecca babysitten und brachte sie gerade zu Bett. Er deckte sie zu, machte ihre Nachtlampe an und holte ein in Le
    Mr 2 durfte diesen Abend die kleine Rebecca babysitten und brachte sie gerade zu Bett. Er deckte sie zu, machte ihre Nachtlampe an und holte ein in Leder gebundenes Märchenbuch hervor.

    „Na, Rebecca-Hase, welche Geschichte soll ich dir vorlesen?“
    „Alice im Wunderland, Mr 2!“, quiekte das süße Mädchen.
    Da kam Mr 2 eine glorreiche Idee.
    „Wunderbar. Was hältst du davon, wenn wir Strohhütchen und seine Freunde in die Geschichte miteinbeziehen?“
    Zuerst überlegte Rebecca, war aber dann total begeistert.
    „Au ja.“
    „Mal sehen... Wer wäre denn perfekt für die Rolle der Alice?“
    Da kam es prompt wie aus einem Mund von beiden:
    „Zorro!“
    Und so nahm die Geschichte ihren Lauf...

    Zorrolice döste im Garten vor sich hin, bis ihn ein Rascheln in einem Strauch geweckt hatte.
    Misstrauisch beäugte er das Gestrüpp. Als das Rascheln stoppte, schlich er zum Strauch und plötzlich sprang ein weißer Hase mit... einem pinken Hut und Geweih heraus?
    „Keine Zeit! Keine Zeit!“, schrie der... “Hase“.
    „Warte mal! Was bist du überhaupt!“, rief der verwirrte Zorrolice hinterher.
    Doch der... “Hase“ hoppelte schon davon.
    Eigentlich ging Zorrolice der... “Hase“ ja nichts an, aber er wollte unbedingt wissen, warum er es so eilig hatte.
    Folglich rannte er ihm hinterher.
    Aber wie wir alle wissen, hat Zorrolice einen grauenhaften Orientierungssinn. Er hatte sich innerhalb einer Minute verlaufen.
    Plötzlich sah er etwas Pinkes in einem Erdloch verschwinden. Zorrolice lief zum Loch, stolperte über eine Wurzel und feil hinein ins Ungewisse.
    Schon nach kurzer Zeit hätte er einen Aufprall verspüren müssen, sah aber, dass er in absoluter Dunkelheit schwebte.
    Kleine bunte Lichter flackerten unter ihm.
    Auf einmal landete er auf hartem Boden. Genervt stand Zorrolice auf und lies seinen Blick über seine neue Umgebung schweifen.
    Er war nun in einem hohen, runden Raum mit zahlreichen Türen und in der Mitte stand ein kleiner Ziertisch mit einer Flasche und einem Schlüssel.
    „Wo bin ich denn hier gelandet?“, murmelte Zorrolice.
    Er nahm den Schlüssel und probierte ihn an jeder Tür aus. Seine Schritte halten durch den Raum.
    Als er an einer Luke ankam, für eine Tür war sie zu winzig, überlegte er erst, ob es sich überhaupt lohnte.
    Aber da er Logik schon seit seinem Aufprall abgeschrieben hatte, steckte er den Schlüssel ins Loch.
    Welch ein Glück. Er passte und die Luke öffnete sich.
    Dahinter kam ein großer, schöner Wald zum Vorschein. Der Duft des Waldes füllte Zorrolice's Nase und das Zwitschern der Vögel war in der Ferne zu hören.
    Zorrolice versuchte sich durch das Loch zu zwängen. Leider passte gerade mal sein Kopf dadurch.
    Kurzerhand trat er die Wand ein und setzte Fuß auf den weichen Waldboden.
    „Halt, Mr 2!“, protestierte Rebecca. „Was ist mit dem Trank? Und dem Kuchen?“
    Beleidigt verschränkte sie ihre Arme und schmollte. Ach wie niedlich sie doch aussah.
    „So kam das nicht vor.“
    Zum Glück fiel Mr 2 eine passende Ausrede ein:
    „Aber wir sprechen hier doch von Zorro. Der ignoriert so was und macht sich seinen eigenen Weg.“
    „Trotzdem ist er zu groß für das Wunderland. Wie willst du das jetzt klären?“
    Er überlegte kurz und fing an weiter vorzulesen:

    Als Zorrolice nun seinen Weg in den Wald fortsetzte, knallte ihm ein kleiner, hässlicher Vogel an den Kopf.
    Zorrolice fing ihn mit seiner Hand auf. Zuerst dachte er, es wäre nur ein Spatz, aber es stellte sich heraus, dass ihm ein Flamingo mit Sonnenbrille gegen die Birne geflogen ist.
    „Pass doch auf, du Grünschnabel! Warum hältst du dich nicht an die Regeln, du Knirps!“
    Das verwirrte Zorrolice ungemein. Seit wann können Vögel sprechen? Und warum war er nur so klein und unverschämt?
    Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.
    Nicht der Vogel war klein, sondern er einfach nur groß.
    Jetzt sah er auch, dass ihm die Bäume gerade so über den Kopf ragten. Bei diesem Anblick klappte ihm die Kinnlade runter.
    Zorrolice merkte nicht wie der Flamingo ihm was in den Mund warf.
    Erst als der Vogel meckerte:
    „Leg dich nicht mit DeFlamingo an, Knirps!“
    Da schluckte er, was auch immer es war, herunter und spürte ein Ziehen im gesamten Körper.
    Plötzlich schossen die Bäume in die Höhe und Zorrolice war nun in einem Wald aus Pilzen.

    „Besser so?“, fragte Mr 2 zuckersüß.
    Die kleine Rebecca nickte zustimmend.
    Dann konnte es ja weitergehen.

    Um Zorrolice waren nun lauter gigantische Pilze. Es gab sie in den verschiedensten Varianten. Leuchtend blau oder knallig gelb, hoch mit dünnem Stiel, breit und kugelrund oder aufgeklappt wie ein Regenschirm.
    Während er an den farbenfrohen Pilzen vorbeiging, stieg ihm ein beißender Geruch in die Nase. Blauer Qualm stieg von einem der Pilze und darauf saß eine blaue Raupe mit Wasserpfeife.
    „Wer bist du, Kind?“, fragte die Raupe im monotonen Ton.
    „Ich bin kein Kind!“, gab Zorrolice genervt von sich.
    Wo war er hier nur gelandet?
    „Also “Ich bin kein Kind“. Was willst du hier?“
    „Hey, ich heiße Zorrolice. Wer bist du überhaupt, Raupe?“
    Die Raupe blies einige Rauchringe in die Luft.
    „Wer ich bin? Mein Name ist Robinsolent.“
    „Aha. Und wo bin ich hier? Und wie bin ich hierhergekommen?“
    „Zu viele Fragen. Geh den Weg entlang.“
    Mit diesen Worten stieß Robinsolent Rauch aus. Langsam kroch der Qualm vor Zorrolice auf dem Boden.
    Und so stapfte Zorrolice davon. Genervt und noch immer äußerst verwirrt.

    Nach einer Weile kam er zum fünften Mal an einer Blume entlang, die ihn quietschvergnügt anlächelte. Jedes Mal, wenn er an ihr vorbei lief.
    Jetzt blieb er abrupt stehen.
    Da fing die Blume auch an zu plaudern:
    „Hallo. Du bist aber ein süßes Blümchen.“
    Perplex musterte er die Pflanze. Von Blütenblättern umringt strahlte ihn das Gesicht einer jungen Frau an. Ihre Augen waren voller purer Unschuld.
    „Ich bin ein Mensch...“, murmelte Zorrolice.
    „Was ist denn ein Mensch?“
    Er hörte es in ihrem Kopf rattern. Sie kratzte sich mit einem ihrer Blätter am Hinterkopf.
    „Kannst du mir sagen, wie ich nach Hause komme?“
    Ruckartig hob sie den Kopf.
    „Keine Ahnung. Aber frag doch mal Ruffydi und Lysodam.“
    „Wen?“
    Da sprangen auch schon zwei Gestalten aus dem hohen Gras.
    Hatten sie dort die ganze Zeit über gewartet?
    „Ich bin Ruffydi und das ist Lysodam “, stellte sich einer der beiden vor. Seine lange Nase irritierte Zorrolice.
    „Quatsch doch nicht so einen Unsinn. Ich bin Ruffydi! Und du Lysodam!“, meckerte der andere, der auf dem Rücken einen Strohhut hatte.
    „Willst du etwa behaupten, dass ich lüge?“
    Lysodam packte seinen Kameraden am Kragen.
    „Und wenn es so wäre?“, gab Ruffydi von sich.
    „Äh... Jungs?“
    Die Blume versuchte zu beschwichtigen.
    „Halt dich da raus, Sagaldaisy!“, keiften die beiden Streithälse.
    Da zuckte das zarte Blümchen zusammen. Und dann fingen die zwei an sich zu prügeln. Doch das währte nicht lange, weil ihnen Zorrolice ein wenig Verstand einbläute.
    Mit Beulen und zahlreichen blauen Flecken in verschiedener Ausführung saßen die beiden nun vor Zorrolice, um sich zu entschuldigen:
    „Tut uns Leid, Sagaldaisy. Wir werden uns in Zukunft besser vertragen.“
    „So ist es brav.“
    „Dankeschön. Jetzt können die beiden dir den Weg zeigen “, freute sich das Blümchen.
    Ruffydi und Lysodam sprangen auf und zeigten in die jeweils andere Richtung.
    „Da lang!“
    Jetzt zeigten sie nach oben und unten.
    „Nein, da lang!“
    Das war zu viel des Guten.
    „Soll ich euch mal was zeigen?“, schlug Zorrolice mit äußerst bedrohlicher Stimme vor.
    „Au ja!“
    Da verpasste er den beiden Kopfnüsse, sodass sie vor Sagaldaisy bewusstlos lagen.
    Und so ging Zorrolice ohne Wegweiser weiter. Einfach gerade aus müsste doch auch gehen?

    Als Zorrolice endlich vorankam, machte er an einer Hütte halt, von der ein verlockender Duft kam.
    Augenblicklich hopste er über den Zaun, der das Grundstück umgab, und eilte zur Quelle des Geruches. Sein Hunger übernahm das Denken und im Hintergarten fand er eine Teegesellschaft vor.
    Ein langer Tisch, gedeckt mit Kuchen einem Geschirrset, das in dem Sinne kein Set war.
    Normalerweise hatten die Tassen dann die gleiche Form und Farbe. Aber hier war es ein völliges Durcheinander.
    Am Tisch saßen selbst skurrile Gestalten. Ein Skelett mit einem großen Zylinder, ein brünettes Mädchen mit Hasenohren und Kuchen im Mund, sowie einer Blondine mit Mauscharakteristiken.
    „Yohohohoho unser Gast ist endlich eingetroffen!“, jubelte das Skelett.
    Das Mausmädchen und das Hasenmädchen schauten zu Zorrolice. Die Brünette schluckte hastig den Kuchen runter.
    „Herzlich Willkommen!“, rief sie während sie sich die Krümel aus dem Gesicht wischte.
    Hatte das Skelett gesprochen? Und warum hatten die Mädels Tierohren?
    Schnell verwarf Zorrolice den Gedanken, da die Logik schon zu Beginn nicht vorhanden war.
    „Möchtest du Tee, Mädchen? Und dürfte ich dein Pluderhöschen sehen?“, fragte das Skelett.
    War es völlig übergeschnappt?
    „Ich bin ein Kerl! Und wer seid ihr überhaupt!“
    „Oh Verzeihung. Yohohohoho! Ich bin der verrückte Hutmacher Brookhatter.“
    Verrückt war er definitiv.
    Da meldeten sich eines der Mädchen zu Wort:
    „Ich bin Wiebun der Märzhase. Und das hier ist die Haselmaus Cupcake-Nut.“
    „Kuchen?“, meldete sich die Maus Cupcake.
    „Wie heißt du eigentlich?“
    „Ich bin Zorrolice.“
    Automatisch griff er zum Kuchen und aß ihn im selben Moment auf.
    Da rebellierten sogleich seine Geschmacksnerven. Irgendetwas war falsch am Kuchen gewesen.
    „Wie ich sehe, findest du Gefallen an unserem Brokkoli-Kuchen. Kann ich dir ein Tässchen Tee anbieten?“, fragte Brookhatter und reichte ihm eine quietschgrüne Tasse mit einer klaren Flüssigkeit.
    Zorrolice kippte den Tee runter.
    Leider stellte sich das als gewaltiger Fehler heraus. Seine Zunge schmerzte höllisch und ihm war, als müsste er Feuer spucken.
    „Was war das bitte für ein Tee?“, krächzte Zorrolice.
    „Chilli-Tee mit einer Priese schwarzem Pfeffer “, sagte Wiebun als sie mit Cupcake-Nut anstieß.
    „Habt ihr noch anderen Tee!“
    Daraufhin hob Wiebun eine Kanne, die sehr einem Elefanten ähnelte. Die Oberfläche wirkte grau und ledrig. An den Seiten waren kleine Elefantenohren. Vorne dekorierten Stoßzähne den Rüssel...?
    Wirklich?, dachte sich Zorrolice und beobachtete wie der Rüssel Tee in eine frische Tasse füllte.
    „Ich sehe, dass du ein wenig verwirrt bist “, sprach Wiebun.
    Zorrolice hörte nicht wirklich zu, als er mit Tee seinen Mund spülte.
    Na toll. Jetzt hatte er den Geschmack von Thunfisch im Mund. Aber wenigstens lies der Schmerz langsam nach.
    „Was ist das überhaupt für eine Teeparty?“
    „Gut das du fragst “, kam es von Cupcake-Nut.
    Sie, Wiebun und Brookhatter setzten sich in Position.
    „Das ist die verrückte Teeparty!“, singsangten sie im Chor.
    Jetzt verstand Zorrlice gar nichts mehr.
    „Oh, da besteht wohl Erklärungsbedarf.“
    Da sagte Wiebun ausnahmsweise mal was Vernünftiges.
    „Normal ist doch langweilig un- Katze!“
    Auf einmal erschien neben Zorrolice ein Grinsen, dann Schnurrhaare, Ohren, eine... metallene Nase, eine Sonnenbrille und dazu kam eine sehr große Haartolle.
    Zum Schluss kam der Rest. Eine grinsende Katze schwebte in der Luft.
    „Super-Kater, wenn ich bitten darf “, motzte die Kat- Verzeihung, der Kater.
    Cupcake-Nut zerdepperte eine Tasse mit Schweinchen-Motiv am Kopf des Katers.
    „Oh. Du bist es, Fragrin “, bemerkte die Maus.
    „Komm ich zu spät zur Party?“, fragte Fragrin. „Hm? Wer ist denn der Junge im Kleid?“
    Er zeigte auf Zorrolice, der kurz vor einem Ausraster stand.
    „Yohohohoho. Das ist Zorrolice und einer unserer Gäste “, antwortete der verrückte Hutmacher.
    Er goss sich den Tee direkt aus der Elefanten-Kanne in den Mund.
    Da fiel es Zorrolice wieder ein, was er eigentlich wollte:
    „Äh, wisst ihr wie ich wieder nach Hause komme und wo ich hier überhaupt bin?“
    Fragrin lehnte sich lässig an seine Schulter:
    „Kumpel, bei mir bist du genau richtig.“
    Er hob seine Sonnenbrille an. „Du bist im Wunderland.“
    Das Tee-Trio applaudierte fröhlich.
    „Um nach Hause zu kommen, musst du zur Herzkönigin. Sie regelt dann alles. Am besten ich führe dich hin.“

    „Mr 2!“, platzte es aus Rebecca. „So kam das im Buch nicht vor!“
    Prompt schmollte das kleine Mädchen.
    „Rebecca-Schatz, ich erzähle hier die Geschichte. Und du hörst jetzt schön brav weiter zu.“
    Daraufhin warf sie Mr 2 einen blauen Hasen mit einer grünen Fliege am Kopf. Beim Kopfkontakt miaute das Kuscheltier.
    „Kann ich dann weiter vorlesen, du kleiner Frechdachs?“

    Auf dem Weg zum Schloss schwamm Fragrin durch die Luft.
    Nein, wirklich. Er machte Schwimmbewegungen und kam so vorwärts. Und das auf eine super coole Art und Weise.
    „Wie bist du in unsere Welt gekommen?“, fragte der Kater beiläufig.
    „Ich bin einem weißen... „Hasen“ gefolgt, bin gestolpert und durch eine Wand hierher gelangt.“
    „Also war es ein Unfall?“
    „Freiwillig tut sich das doch keiner an “, grummelte Zorrolice.
    „Wie haben hier mehr Besucher, als du denkst. Erst letztens hatten wir hier so eine komische Göre. Hat ein ziemliches Chaos angerichtet.“
    „Schön für euch...“
    „Wir sind da.“
    „Was?“
    Sie standen vor einem prächtigen Schloss. Weiße Mauern, hohe Türme mit rotem Dach und herzförmige Zierden an allen Ecken und Enden.
    Aber das Augenmerk wurde auf das große, rote Tor in Herzform gezogen.
    „Dann auf in die Höhle des Löwen “, sagte Fragrin und schubste seinen Begleiter vor das Tor. Danach verschwand er wie er gekommen war.

    Zorrolice trat durch das pompöse Tor in einen Garten voller roter Rosen.
    Umgeben von Rosensträuchern sah er zwei Personen, sowie zwei Ritter.
    Das Aussehen der Königin verstörte ihn mehr, als die Tatsache, dass die Ritter Spielkarten, eine einzelne große Spielkarte, als Körper hatten.
    Die Königin war ein blonder Mann in einem Reifrock-Kleid.
    Neben ihm stand eine rothaarige Frau mit Degen und einem großen Herzen auf der Brust.
    Das Lieblingsmotiv der „Königin“ waren wohl Herzen?
    Zorrolice hörte den König und seine Begleiterin diskutieren:
    „Aber, Namore-Liebling...“
    „Ich habe mich doch klar genug ausgedrückt. Ich bin nur hier, weil die Bezahlung stimmt. Sonst wäre ich längst auf und davon.“
    Die Herzkönigin seufzte schwer, schnippte mit den royalen Fingern und sofort eilte ein weiterer Kartenritter herbei, der einen großen Beutel dabei hatte.
    „Vielen Dank, Euer Hoheit. Hier hat man als Herzbube wirklich ausgedient.“
    Ein triumphierendes Lächeln war auf ihren Lippen, als sie den Beutel öffnete. Zorrolice sah vom Weiten, dass es sich um viel Geld handelte.
    Plötzlich spürte Zorrolice, dass sich etwas Spitzes in seinen Rücken bohrte.
    Beim Umdrehen erkannte er einen Ritter mit Herzlanze und dass er in Schwierigkeiten steckte.

    Im Thronsaal stand Zorrolice nun vor Sanjiqueen und seinem Herzbuben, der eigentlich eine Frau war, umringt von zahlreichen Kartenrittern.
    Auch hier drängte sich wieder die Frage nach Logik in seinen Verstand. Doch er überhörte sie.
    Warum sollte Zorrolice ausgerechnet hier anfangen, seinen Aufenthalt in diesem Wunderland zu hinterfragen?
    „Warum warst du in meinem Garten und hast das Gespräch von mir und meiner Namore belauscht?“, wollte die Herzkönigin wissen.
    Dabei warf er Namore einen verliebten Blick zu.
    Sie jedoch verfolgte das Verhör eher mit Desinteresse und zählte lieber ihr Geld.
    „Ich habe keine Ahnung, worum es hier gerade geht “, gestand Zorrolice.
    „Netter Versuch. Aber das erklärt noch immer nicht, was du hier zu suchen hast.“
    „Das wüsste ich auch gerne. Mich hat dieser Grinsekater hierher geführt. Er meinte, hier könnte die Herzkönigin mich zurück nach Hause, in meine Welt, bringen.“
    „Der Kater?“, hakte der Herzbube nach.
    Zorrolice nickte stumm.
    „Ich habe diesem Kater tausend mal gesagt, er soll mir nicht immer diese Touristen ins Schloss schicken.
    Die Blondine letzte Woche war schlimm genug “, seufzte Sanjiqueen. „Wo ist Chopperha? Er soll unserem Gast helfen.“
    Da eilte Chopperha schon in den großen Saal. Seine Rufe waren schon vom Weiten zu hören:
    „Keine Zeit! Keine Zeit! Muss mich beeilen!“
    Moment. Wieso kam Zorrolice das so bekannt vor?
    Im Augenwinkel sah er rosa und ein Geweih. Es traf ihn wie ein Blitz.
    „Du warst doch dieser blöde Hase, der bei mir im Garten war!“, warf er dem... “Hasen“ Chopperha an den Kopf.
    „We-er ist das, Ho-hoheit?“, stammelte Chopperha, der sich hinter dem Thron nur schlecht versteckte.
    „Ein Gast, der zurück in seine Welt will. Und du wirst ihm helfen.“
    „Was?“
    Namore streichelte den leicht schockierten... “Hasen“, was Sanjiqueen nicht sonderlich erfreute.
    „Hab keine Angst. Danach ist er ja weg “, sprach sie sanft.
    Auf einmal tänzelte Chopperha.
    „Du weißt doch, dass mich das immer so verlegen macht. Lass das bitte.“
    „Entschuldigung?“, unterbrach Zorrolice das Geschehen. „ Ich will heute noch nach Hause.“

    Und so brachte Chopperha Zorrolice auf eine weite Wiese.
    „Und was machen wir hier?“
    „Auf die anderen warten?“, antwortete der... “Hase“. „Leider kommen sie immer zu spät.“
    Zorrolice hielt Ausschau nach wem auch immer. In der Ferne sah er vier Gestalten.
    Und als sie näher kamen, erkannte er, dass es sich um das Tee-Trio, sowie Fragrin handelte.
    Zornesfalten machten sich auf seiner Stirn breit.
    Als sie vor ihm standen, brüllte Zorrolice sogleich los:
    „Wenn ihr für die Rückreise zuständig seid, warum habt ihr mich nicht sofort zurück geschickt!“
    „Eigentlich ist nur Fragrin derjenige, der das macht “, faselte Wiebun mit einem entspannten Gesichtsausdruck.
    „Aber warum hat der Kater mich zuerst zur Herztranse geschickt!“
    „Weil ich von der Herzkönigin ein paar Unterschriften brauchte. Es muss alles seine Ordnung haben, Junge.“
    Fragrin hob demonstrativ einen Stapel Blätter mit zahlreichen Unterschriften von Sanjiqueen hoch.
    „Und ich muss stempeln “, kommentierte Chopperha beiläufig.
    „Und was machen die hier?“. Fragte Zorrolice nun etwas ruhiger und zeigte auf die Teegesellschaft.
    „Um uns die Show anzusehen “, antwortete Brookhatter knapp.
    „Welche Show?“
    Der... “Hase“ klatschte in die Pfoten, Hufe, was auch immer.
    Die Wiese verschwand und vor ihnen trat eine gigantische Kanone zum Vorschein.
    Sie war rosa, geschmückt mit blauen Streifen und goldenen Sternen.
    Zorrolice klappte der Mund auf.

    „Mr 2...“, grummelte Rebecca, die mit dem Todesblick versuchte Mr 2's Schädel zum Platzen zu bringen.
    Unnötig zu erwähnen, dass es nicht funktionierte.

    Sie stopften Zorrolice in eine grüne Kugel.
    „Was soll das?“
    „Wir machen dich reisefertig “, jubelte die Haselmaus.
    Die Kugel wurde verschlossen und in die Kanone gelegt.
    Chopperha zählte den Countdown, doch Wiebun drückte schon bei „drei“ auf den Zündknopf.
    Mit einem lauten Knall und viel Konfetti sauste die Kugel davon. Alle jubelten wegen dem gelungenen Start.
    Die Kugel traf auf ihrer Flugbahn einen Flamingo, der mit seiner zerdepperten Sonnenbrille im Rosengarten der Herzkönigin landete.

    „Wachen! Schafft diesen Vogel in den Kerker!“, befahl Sanjiqueen. „Namore, hast du gesehen wie ich den Vogel verhaftet habe?“
    „Geld her und ich zeige mich erfreut.“

    Zorrolice wurde in der Kugel hin und her geschleudert.
    Auf einmal krachte es. Er wurde aus seiner Mitfahrgelegenheit geworfen und landete im Strauch, wo alles angefangen hatte.
    Nie wieder würde Zorrolice einen... “Hasen“ verfolgen. Nicht einmal mehr daran denken.

    „Und so endet unser Märchen, Rebecca-Schatz. Hat es dir gefallen?“
    Ruhig saß das Mädchen in ihrem Bett und sagte mit lieber Stimme:
    „Kann ich das Buch haben? Bitte?“
    Ahnungslos reichte Mr 2 ihr das Märchenbuch.
    Da haute Rebecca ihm den fetten Schinken über den Kopf und als er bewusstlos am Boden lag, machte sie es sich gemütlich. Sie löschte das Licht und begab sich ins Land der Träume.
    „Gute Nacht, Mr 2 “, murmelte Rebecca, bevor sie dann einschlief.

    Und merkt Euch, liebe Babysitter, Kinder legen viel Wert auf die Qualität der Geschichten.
    Und wenn sie ihnen nicht gefallen, kann es gut möglich sein, dass sie es Euch zeigen, indem sie Euch eins über die Mütze ziehen.

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1414847272
One Piece - Eine Gute Nacht Geschichte
One Piece - Eine Gute Nacht Geschichte
Mr 2 darf mal wieder seine pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.Er liest Rebecca und Euch, liebe Leser, ein Märchen vor.Schlaft also bitte nicht mittendrin ein. Das wäre sonst sehr unhöflich.
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2014-11-01
407B
One Piece

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ich ( 66311 )
Abgeschickt vor 404 Tagen
Genial! Einfach Genial!😂
Lady_Siren ( 04573 )
Abgeschickt vor 733 Tagen
@ Zorrolice
*Liste mit Ideen für FFs hochhalte* Reicht es, wenn ich dir sage, dass ich genügend Einfälle hab? X)
Zorrolice ( 43608 )
Abgeschickt vor 735 Tagen
Hahaha ,ich flehe dich an Lady_Siren, schreib bitte noch
so eine Geschichte! :-D*vor dir niederknie*
Moony ( 93202 )
Abgeschickt vor 763 Tagen
Ich glaube nach so einer GuteNachtGeschichte würde ich nur noch mehr absurden Quatsch träumen
Lady_Siren ( 47649 )
Abgeschickt vor 931 Tagen
@kunchau
Sie wirkt auch entsprechend gut ;D
Also wenn jemand Schlafprobleme haben sollte, kann ihm Lady_Siren ein Mittel verschreiben.
kunchau ( 37705 )
Abgeschickt vor 932 Tagen
Eine wirklich sehr schöne gute Nacht Geschichte ^^