The fault in my life and destiny

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2 Kapitel - 3.270 Wörter - Erstellt von: Lexie1995 - Aktualisiert am: 2014-11-01 - Entwickelt am: - 1.182 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Alexandra Waters wird für die 73. Hungerspiele gezogen und muss sich in den Spielen behaupten. Ob sie es schafft? Lest selbst.

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Teil eins - Die Spiele

Kapitel eins
Ich lag wach. Schon die ganze Nacht lang. Und wieso? Weil morgen – vielleicht schon heute, ich hatte keine Ahnung wie spät es bereits war – der Erntetag sein würde. Die Auslosung für die Hungerspiele. Die 73. Hungerspiele... Ich hatte Angst wenn ich ehrlich war. Mein Name befand sich nun mehr als 70 Mal im Lostopf und wenn ich dieses Jahr nicht gezogen werden würde, würde ich sicher in den nächsten zwei mir noch verbleibenden Jahren gezogen werden wenn ich Pech hatte. Und ich hatte durchgehend Pech. Das Schicksal war mir nicht wohlgesinnt, doch es wunderte mich schon lange nicht mehr.
Mit einem tiefen Seufzen rappelte ich mich aus meinem Bett und sah mich in dem halbdunklen Zimmer um. Die Zwillinge Rose und Calla schliefen noch tief und fest und ich betrachtete meine beiden kleinen Schwestern. Ich würde alles tun um sie vor den Spielen zu bewahren. Wirklich alles. Zum Glück – wenn man das Glück nennen konnte – wanderten ihre Namen erst in fünf Jahren in den Lostopf. Mein Blick wanderte weiter zum nächsten Bett in diesem Raum. Mein Bruder Lucas schnarchte wohlig vor sich hin, dass mit offenem Mund und es brachte mich zum Lächeln. Wenn er schlief sah er immer so aus als würde er all das hier vergessen. Panem, Distrikt 12, die Hungerspiele, das Kapitol... Eben alles was ihn Tagsüber wenn er wach war zur Weißglut trieb wenn man es denn mal ansprach. Er war 18 – also zwei Jahre älter als ich und er würde sein letztes Jahr an der „Verlosung“ teilnehmen. Der Glückliche. Und doch ist er zu bemitleiden. Er würde dieses Jahr in den Minen anfangen – vorausgesetzt er würde nicht gezogen werden. Dad arbeitete ebenfalls in den Minen genauso wie unser Onkel. Ich verabscheute dieses System. Die Minenfamilien würden ihr Leben lang in den Minen arbeiten, während die anderen – die Oberschicht – immer in ihren Läden bleiben würden.
„Hey ihr beiden... Aufstehen...“, weckte ich leise meine beiden Schwestern und sah zu wie sie blinzelnd die Augen aufschlugen, beide das gleiche blau wie Mums Augen. Wieso Mum blaue Augen hatte? Sie gehörte zu dem kleinen Anteil von Kaufleuten in Distrikt 12, ehe sie – wie die Mutter von Katniss einer guten Freundin von mir – einen Bergarbeiter geheiratet hatte. Ihre Familie hatte nichts mehr von ihr wissen wollen und sie hatte es auch gar nicht anders gewollt. „Wieso weckst du uns, Alex...?“ Rose hatte das Wort an mich gerichtet und ich strich ihr die braunen Haare aus dem rundlichen und kindlichen Gesicht. „Heute ist die Ernte. Habt ihr das etwa schon wieder vergessen?“ Beide schüttelten einvernehmlich den Kopf und ich nickte Richtung Lucas. „Ihr müsst eurem Bruder mal Manieren beibringen...“, flüsterte ich und beide kletterten leise kichernd zu ihm aufs Bett und hielten ihm Mund und Nase zu. Ich blieb aber nicht im Zimmer um mir das Schauspiel anzusehen, denn ich wusste das ich es wieder büßen würde. Also lief ich grinsend in die Küche unseres kleinen Häuschens im Saum und begrüßte meine Eltern mit je einem Kuss auf die Wange. „Morgen“, sagte ich gespielt gut gelaunt und sah aus dem Augenwinkel die besorgten Blicke meiner Eltern. Na super... Wenn das jetzt wieder los ging.... „Mum. Bitte. Ich will nicht schon wieder diesen Ausdruck auf euren Gesichtern sehen. Diesen Ausdruck als würde ich geradewegs zur Schlachtbank geführt werden“, sagte ich und hielt inne um die beiden anzusehen. „Ich brauche das wirklich nicht. Wenn ich gezogen werde, okay, blöd gelaufen. Das Glück war noch nie auf meiner Seite. Wenn ich nicht gezogen werde ist das toll, aber ich habe trotzdem noch zwei Jahre vor mir in denen ich gezogen werden kann. Ihr dürft diese Gesichter ziehen wenn ich gezogen werde, in Ordnung?“ Ich drehte mich gänzlich um und nippte an dem Glas Wasser als ich Geräusche aus unserem Zimmer vernahm. „Ihr kleinen Biester!“ Lucas klang wütend, doch ich wusste ganz genau das er sich innerhalb der nächsten Minuten wieder beruhigen würde. Ich hörte das Quietschen meiner beiden Schwestern und im nächsten Augenblick schossen sie um die Ecke und versteckten sich hinter mir, klammerten sich dabei leise kichernd an meinem grauen Top fest. Mein Bruder stapfte mit zusammen gebissenen Zähnen auf uns zu und ich konnte meine Eltern aus dem Augenwinkel lächelnd den Kopf schütteln sehen, doch darum kümmerte ich mich gerade nicht. „Gib's zu, du hast die beiden auf mich gehetzt.“ Ich zog eine dunkle Augenbraue in die Höhe und schüttelte den Kopf. Er würde es gewiss besser wissen. „Falsche Antwort, Schwesterherz.“ Schon hatte er mich um die Hüfte gepackt und hob mich auf seine starke Schulter, während ich nur lachen konnte.“Luc, jetzt hör schon auf! Ja, okay, ich hab die beiden auf dich gehetzt. Jetzt lass mich runter!“, sagte ich laut und er ließ mich mit einem Grinsen wieder zurück auf den Boden gleiten, ließ es sich aber nicht entgehen mir durch die braunen Locken zu strubbeln. Knurrend versuchte ich alles wieder zu ordnen was mir ein Lachen seinerseits einbrachte. „Meine süßen...“, kam es von unserer Mutter und wie aufs Stichwort sahen wir vier zu den beiden. „Ihr solltet euch fertig machen...“ Ich wusste wie schwer es Mum fiel diese Worte auszusprechen, denn sie forderte uns dazu auf uns für die sprichwörtliche Schlachtbank bereit zu machen. Mit einem leisen Seufzen scheuchte ich meine kleinen Schwestern in das kleine Badezimmer damit sie sich fertig machen konnten und ich verschwand in unserem Zimmer um das Kleid heraus zu legen das Mum mir gestern Abend noch gegeben hatte. Es war so wunderschön, fast schon zu schade für so einen Tag. „Alex...“ Ich zuckte zusammen, drehte mich zur Tür in der Lucas stand die er gerade hinter sich ins Schloss fielen ließ. „Hm?“ Ich machte mich wieder daran das Kleid ordentlich auf mein schmales Bett zu legen. „Heute... Falls ich gezogen werde... Kannst du mir da etwas versprechen?“ Ich schluckte schwer um den aufkeimenden Kloß in meinem Hals weg zu bekommen und nickte dann leichte. „Pass auf unsere Familie auf. So lange du kannst. Ich flehe dich an, Alex.“ Starr sah ich auf das Kleid vor mir und versuchte die aufsteigenden Tränen zurück zu halten, doch sie begannen aus meinen Augen zu fließen und das erste leise Schluchzen kroch in meiner Kehle hinauf. „Hey. Alex. Nein, nicht weinen“, sagte Lucas hinter mir, drehte mich zu sich herum und schloss mich fest in seine starken Arme. Ich versuchte das Schluchzen zu verdrängen, doch es kroch immer wieder über meine Lippen und irgendwann ließ ich es sein und schluchzte einfach nur. „Alles ist gut... Ich werde nicht gezogen... Alles ist gut, Schwesterherz... Hör auf zu weinen. Du bist doch sonst immer so stark und viel zu reif für dein Alter...“ Ich nickte einfach nur und kuschelte mich an ihn, so wie ich es früher immer getan hatte wenn es mir schlecht ging. Irgendwann jedoch mussten wir weiter machen und das taten wir auch. Wir redeten nicht mit unseren Eltern über diesen kleinen Zwischenfall, einerseits weil wir sie nicht beunruhigen wollten, andererseits auch weil wir es ihnen einfach nicht sagen wollten.

Ich hatte mich auf die Stufen gesetzt die hoch zur kleinen Veranda führte und sah einfach nur auf die gegenüberliegende Hauswand. Deswegen bemerkte ich auch nicht das sich mir jemand nährte. „Hey, kleine Träumerin.“ Bei dem Klang der Stimme neben mir zuckte ich zusammen und stieß einen leisen Schrei aus. „Meine Güte, Gale! Erschreck mich doch nicht so...“ Bei meinen Worten begann er leise zu lachen. „Idiot...“, murmelte ich, ebenfalls grinsend und stieß seinen Kopf sanft weg als er den Versuch wagte ihn auf meine schmale Schulter legen zu wollen. „Und, schon aufgeregt?“ Schnaubend schüttelte ich den Kopf und verschränkte meine Hände fest ineinander. „Wie soll ich dieses Jahr drum rum kommen? Ich bin 70 Mal in dieser beschissenen Glaskugel, Gale... Du und Luca habt es einigermaßen gut wenn man es denn so will. Ihr müsst nur noch dieses Jahr dabei sein und dann nie wieder... Freust du dich denn nicht ein wenig?“ Ich wandte ihm meinen Blick wieder zu und sah so das er mich die ganze Zeit über angesehen haben muss. Diese Einsicht bescherte mir erst einmal rote Wangen. „Du wirst schon nicht gezogen, kleine Träumerin. Wen soll ich denn sonst immer erschrecken?“ Ich lächelte leicht und wartete darauf das er weiter sprach. „Klar... Ich freue mich schon, nur... Ich weiß auch nicht...“, sagte er und ich konnte Unsicherheit aus seiner Stimme heraus hören was ich überhaupt nicht von ihm gewohnt war. Gale und ich waren seit unserer frühen Kindheit miteinander befreundet, doch in den letzten Jahren hatten wir uns voneinander entfernt was zum Teil auch an Katniss lag, doch ich machte ihr keinen Vorwurf. Ich fand es nur ein wenig traurig, aber ich wusste dies zu verstecken und hatte es bisher gewissenhaft getan. Er sollte nicht wissen das ich innerlich litt. „Wird schon. Vielleicht musst du das heute erst mal an dir vorbeiziehen lassen so wie jedes Jahr.“ Ich schluckte schwer und rang nervös meine Hände. Erst als ich die Tür hinter uns aufgehen hörte erwachte ich aus meinem Trance ähnlichen Zustand und sprang fast schon von der Stufe auf auf der ich soeben noch gesessen hatte. „Hallo Gale.“ Mein Bruder und er schüttelten sich sehr männlich die Hand und die Zwillinge begrüßten ihn mit jeweils einem strahlenden Lächeln auf den Lippen. Mum und Dad konnten nicht einmal ein Lächeln zustande bringen, doch keiner machte ihnen einen Vorwurf. „Bereit?“, fragte Lucas an mich gewandt mit leiser Stimme und ich nickte leicht. Aber um ganz ehrlich zu sein: Ich war kein Stück weit bereit.

Kommentare Seite 1 von 1
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Madeleine ( 7.152 )
Abgeschickt vor 678 Tagen
Bitte schreib weitere Geschichten bitte bitte bitte
Aqualia ( 31.50 )
Abgeschickt vor 714 Tagen
Wow! Schreib unbedingt weiter! Du hast echt Talent:)
Anna ( 4.122 )
Abgeschickt vor 785 Tagen
Du hast ehrlich Talent:)
Auriga ( 6.158 )
Abgeschickt vor 806 Tagen
Ich gebe Svenja recht!!
Weiter schreiben! !!
Svenja Granger ; ) ( 3.251 )
Abgeschickt vor 815 Tagen
Tolle FF!
Schreib unbedingt weiter!!!!!!