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Zelda- Skyward Sword - Ghirahim Lovestory

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1 Kapitel - 3.714 Wörter - Erstellt von: Lady_Siren - Aktualisiert am: 2015-07-08 - Entwickelt am: - 5.406 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 6 Personen gefällt es

Ihr seht es ja schon am Titel.
Viel Spaß beim Lesen und hinterlasst ruhig Kommentare.

    1
    Ich wusste nicht, was alles an diesem Tag schief ging. Zuerst habe ich versehentlich eine Vase zerdeppert, meine Hausaufgaben verschludert, danach durfte ich auf die aggressive Nachbarstochter aufpassen und dann...
    Das werdet ihr mir sowieso nicht glauben. Am besten, ich fange noch einmal von vorne an.

    Ich war gerade auf dem Weg nach Hause, als ich endlich von dieser kleinen Bratze erlöst wurde. Es war ein Trampelpfad hinter den Grundstücken, der wesentlich kürzer als der eigentliche Weg war. Außerdem konnte ich so ein paar unangenehmen Zeitgenossen aus dem Weg gehen. Doch leider sollte mich dieser Pfad nicht nach Hause führen, sondern in eine Geschichte, in der unsere Regeln keinerlei Bedeutung hatten.
    Es passierte, als ich über einen Stein oder eine Wurzel gestolpert bin. Eigentlich hätte ich hinfallen müssen, aber an Stelle eines Aufpralls fühlte ich Schwerelosigkeit. Ich sah mich um. Schwärze umgab mich.
    Gerade hatte ich mich an dieses Gefühl gewöhnt, doch im nächsten Moment lag ein gewaltiger Druck auf mir, der mich runter zog. Auf einmal befand sich fester Boden unter mir. Aber der Druck ließ nicht nach. Ich verlor das Bewusstsein.

    Was danach geschah, hielt ich zunächst für einen Traum oder eine Halluzination. Leider stellte es sich als echt heraus.
    Als ich meine Augen öffnete, sah ich zuerst die Wände eines alten Tempels. Jedenfalls sah es danach aus. Noch immer von den letzten Ereignissen geschwächt, stemmte ich mich hoch und ließ meinen Blick über die Umgebung schweifen.
    Ich hatte mich nicht geirrt. Es war ein alter Tempel, dessen Wände und Säulen von Schlingpflanzen überwuchert wurden und an einigen Stellen rieselte der Staub von der Decke.
    Mein Blick blieb an einer Gestalt hängen, die vor einer beeindruckenden Wandmalerei stand. Zum Glück war ich nicht allein.
    Doch etwas stimmte nicht mit ihr. Ihre Haut war grau. Folglich konnte das kein Mensch sein.
    Ich versuchte keinen Mucks zu machen und rührte mich keinen Millimeter. Trotzdem hatte mich dieses Wesen bemerkt.
    „Endlich bist du wach. Ich dachte schon, du hättest das Zeitliche gesegnet.“
    Die Stimme war die eines Mannes. Im Tonfall war etwas selbstbewusstes, forderndes und... verlockendes herauszuhören.
    Nun drehte er sich komplett zu mir und mein Atem stockte. Sein Blick ließ mich erschaudern. Als würde er in die Tiefen meiner Seele blicken.
    Plötzlich verschwand er von der Bildfläche. Ich suchte panisch nach ihm.
    Wie hatte er das gemacht?
    Im nächsten Moment stand er vor mir.
    „Du bist eindeutig nicht aus dieser Welt. Das ist äußerst faszinierend. Erlaube mir, mich dir vorzustellen. Ich bin Dunkelfürst Ghirahim, aber du kannst mich ruhig nur Ghirahim nennen, meine Liebe.“
    Nach diesen Worten verbeugte er sich leicht.
    Ich konnte jedoch nichts sagen, da meine Angst mich wie Espenlaub zittern ließ. Panik, Angst und Verzweiflung stellten sich als äußerst unangenehme Mischung heraus.
    „Dir hat wohl mein Antlitz die Sprache verschlagen “, sagte dieser Fürst vergnügt. „Gefällt mir. So solltest du es beibehalten. Dann werden wir keine Probleme miteinander haben.“
    Grob packte er mich am Arm und zog mich zu sich. Ich konnte noch immer nichts sagen. Ich konnte mich auch nicht bewegen. Nur in seine unheimlich leuchtenden Augen zu sehen war mir noch möglich.
    Er schnippte mit seinen Fingern und wir gelangten an einen Ort, den der Fürst wohl als seinen Unterschlupf oder als Residenz nutzte. Wirklich beeindruckend.
    Doch leider blieb mir nicht viel Zeit, um alles zu bestaunen, da mich dieser Ghirahim einen Korridor entlang zerrte.
    Was wollte er denn von mir?
    Oh nein. Brauchte er etwa?
    Schnell verwarf ich den Gedanken. Es würde mir nichts bringen, wenn ich mir Horror-Szenarien ausmalen würde.
    An einer bedrohlich wirkenden Tür angekommen, öffnete Ghirahim diese und schubste mich in die Schatten des Zimmers. Harter Boden begrüßte mich, als ich hinfiel.
    „Dies wird von nun an dein Gemach sein. Hier ist alles, was du benötigst. Es wird ein paar Regeln geben.“
    Endlich formte sich ein Satz in meinem Mund:
    „Wo bin ich hier?“
    „Das habe ich dir bereits gesagt. In deinem Gemach. Und sei wieder ruhig. Schließlich ist das die erste Regel von einigen, welche du zu befolgen hast. Sonst...“
    Er sah mich an, als ob er mich gleich erwürgen wollte. Folglich schwieg ich und senkte demütig den Blick.
    Was blieb mir anderes übrig?
    Auf Sterben hatte ich keine besonders große Lust.
    „Wie ich sehe, verstehen wir uns prächtig “, sprach er triumphierend.
    „Nun zu den anderen Regeln. Du wirst dieses Zimmer nur verlassen, wenn ich es dir erlaube.
    Wenn ich dir einen Befehl gebe, hörst du auf's Wort.
    Halte mich bei Laune. Es kann hier sehr eintönig werden. Verstanden?“
    Stumm nickte ich. Tränen der Verzweiflung fielen auf den kalten Boden.
    „Hm?“
    Er näherte sich und beugte sich zu mir runter. Sanft hob er mein Kinn an.
    „Welch wunderschöner Anblick. Bist du mir etwa so dankbar?“
    Ohne Vorwarnung verpasste er mir eine Ohrfeige. Meine Wange brannte. Geschockt sah ich wieder zu Boden.
    „Nächste Regel. Es ist mir gleichgültig, was du fühlst oder ob du Schmerzen hast. Trage stets ein Lächeln auf den Lippen.“
    Sofort wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht, aber lächeln... Nein. Nicht für dieses Monster.
    Weiterhin sah ich zu Boden und zeigte keine Emotionen.
    Anscheinend war er schon von mir gelangweilt. Ghirahim verließ das Zimmer und sprach einen Satz, für den ich ihn am liebsten niedergestreckt hätte:
    „Du solltest dich waschen. Schließlich sollte mein Spielzeug schön aussehen.“
    Mit einem Lachen schloss er die Tür und im Zimmer fingen ein paar Kerzen an zu brennen.
    Im Zimmer befand sich wirklich das Nötigste. Ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ein Schrank, ein Pavaran, ein Fenster und eine weitere Tür.
    Wahrscheinlich führt sie zum Waschzimmer, dachte ich mir.
    Vielleicht würde ein Bad mir helfen. Aber was, wenn dieses Monster einfach reinplatzt?
    Nichtsdestotrotz erhob ich mich und ging mich waschen.

    Das Bad tat wirklich gut und irgendwie war mir die Situation gleichgültig. Eventuell war es ein erster Hinweis auf Wahnsinn, der sich langsam einen Weg in meinen Geist suchte. Ich musste lachen. Es konnte ja auch ein Traum gewesen sein.

    Nachdem ich mich erfrischt hatte, bemerkte ich frische Kleidung auf einem Tisch im Bad. Sicherlich sollte ich sie anziehen, damit “sein Spielzeug“ auch hübsch aussah.
    Es stellte sich als seidenes Nachthemd heraus. Doch mir war das völlig egal. Kleidung ist Kleidung.
    Angezogen legte ich mich in das wirklich weiche Bett. Jedoch dauerte es eine Weile, bis ich einschlafen konnte. Denn mir gingen einige Fragen durch den Kopf.
    Wie konnte ich in diese Welt gelangen?
    Warum will mich dieser Fürst als sein Spielzeug?
    Gibt es einen Weg zurück?
    Und wieder musste ich weinen. Die Hilflosigkeit machte mir zu schaffen.
    Ich fühlte mich elend und verlassen. Dennoch konnte ich einschlafen.

    Irgendwann in der Nacht musste ich aufgewacht sein.
    Es war noch dunkel. Aber etwas beunruhigte mich.
    Ein massiver Schatten beugte sich über mich. Ich wagte es nicht, mich zu bewegen. Doch meine Neugier war zu groß, als dass ich meine Augen verschlossen halten konnte.
    Heißer Atem war auf meinem Gesicht zu spüren. Eiskalte Hände glitten über meinen Oberarm. Vom Wahnsinn geplagte Augen ruhten auf mir.
    War das etwa... Ghirahim? Sofort packte mich die Angst, aber ich konnte nicht schreien.
    Meine Chancen, das hier zu überstehen, waren gleich null.
    Was danach passierte, war für mich so unglaubwürdig, dass ich es als bösen Traum abstempelte.
    Ghirahim hielt mit beiden Händen mein Gesicht fest und hauchte mir einen zarten Kuss auf die Stirn. Danach verdunkelte sich alles um mich herum.

    Es war ein strahlender Morgen, als ich meine Augen öffnete. Ich wollte mich aufrichten, aber zwei kräftige Arme hinderten mich daran.
    Ghirahim hatte sich also wirklich nachts ins Zimmer geschlichen. Auf einmal wurde ich rot.
    Aber wieso?
    Plötzlich rührte er sich und sah mich mit seinen dunklen Augen an.
    „Du hast dich anscheinend schon an dein neues Leben gewöhnt, meine Liebe.“
    Er zog mich näher an sich heran und drückte mich an seinen starken Oberkörper.
    Was dachte ich denn da gerade?
    Dieses Monster hatte mich entführt und behandelte mich wie ein Objekt. Aber... diese Wärme...
    Nein. Ich musste bei klarem Verstand bleiben.
    Jetzt streichelte er meinen Kopf, als wollte er mich trösten.
    „So jemanden wie dich gibt es nicht in dieser Welt. Eine einzigartige Blume, die irrtümlicherweise in einen gewöhnlichen Garten gepflanzt wurde.“
    Spielerisch nahm er eine Strähne meines Haares in seine Finger. Ich hörte wie er daran roch.
    Im nächsten Moment löste er die Umklammerung und stand auf. Jetzt sah ich, dass er kaum was anhatte.
    Wieder trieb es mir die Schamesröte ins Gesicht. Er drehte sich noch einmal zu mir:
    „Fast hätte ich es vergessen. Wie unhöflich von mir. Wie ist dein Name?“
    Erst zögerte ich, aber antwortete sofort:
    „_____.“
    Ghirahim musterte mich und verschwand dann aus dem Zimmer.
    Da ich nicht den ganzen Tag im Bett verbringen wollte, stand ich ebenfalls auf. Ich begab mich zum Schrank und fand darin nur ein weißes Kleid, das im Schulterbereich von einem roten Band mit einer goldenen Brosche geschmückt wurde. Leider war es das einzige, was ich anziehen konnte, da meine normalen Klamotten verschwunden waren.
    An sich war es wirklich schön, dennoch hasste ich dieses Kleid. Es war von diesem Monster.
    Wie lange werde ich in dieser Hölle schmoren müssen?

    Angezogen saß ich nun in meinem goldenen Käfig und wartete darauf, dass irgendwas passierte. Ich durfte ja mein Zimmer nicht verlassen. Sonst...
    Wieso war ich so unterwürfig? Hatte ich denn überhaupt keinen Stolz mehr?
    Im nächsten Moment flog die Tür auf. Eine schreckliche Kreatur kam ins Zimmer. Vor lauter Angst zog ich meine Beine an und ließ einen Schrei los.
    Rote Haut, knolliges Gesicht, Hauer, die bedrohlich hervorstanden und eine morsche Keule in den Pranken, die seine Hände sein sollten.
    „Ah, wie ich sehe, hast du einen meiner Bokoblins kennengelernt. Niedere Kreaturen, die lediglich für das Kämpfen taugen. Aber nun zu dir.“
    Ghirahim stolzierte auf mich zu. Noch immer erfüllte mich die Angst.
    Dies nutzte er aus und zwang mir einen Kuss auf.
    In mir breitete sich eine Mischung von Ekel und... Zuneigung aus...! Ich spürte Leidenschaft in diesem Kuss. Dennoch trieb es mir die Tränen in die Augen.
    Als sich unsere Lippen trennten, sank ich in mir zusammen. Es war... mein erster... Kuss...
    Rücksichtslos packte er mich am Hals und zwang mich in seine Gesicht zu sehen.
    Sein Augen waren voller rasender Wut. Laut knallte die Tür zu, den Bokoblin auf der anderen Seite stieß es zu Boden, das Licht im Zimmer flimmerte und ich wurde gewaltvoll auf das Bett geworfen.
    „Habe ich dir nicht befohlen, dass du deine Gefühle unterdrücken sollst!“, brüllte er mich an.
    „Verzeih mir...“, wimmerte ich und wischte meine Tränen aus dem Gesicht. „Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist...“
    Das Flimmern hörte auf, jedoch herrschte jetzt eine Dunkelheit, in welcher der Dunkelfürst verschwand. Plötzlich fühlte ich seine Präsenz über mir. Ich sah zaghaft nach oben und wieder überfiel mich Ghirahim mit einem Kuss.
    Nur war er jetzt aggressiver und feuriger. Und überraschenderweise... gab ich nach.
    Von ganz alleine fanden meine Arme den Weg um seinen Nacken.
    Als wir uns trennen konnten, war ich völlig außer Atem. Äußerst verlegen blickte ich in seine Augen, die nun schelmisch und triumphierend zurückstarrten. Sein niederträchtiges Grinsen verriet mir, dass ich verloren hatte.
    „So ist es brav, meine Liebe.“
    Er lachte.
    „Aber weißt du, was ich als nächstes von dir erwarte?“, flüsterte er mir fordernd ins Ohr.
    Trotz dieser Erkenntnis, dass ich machtlos war, küsste ich ihn. Meine Hand fuhr durch sein weiches Haar, was mich im Gesicht kitzelte.
    Ghirahim streichelte meine Wange und fuhr mit der anderen Hand an meiner Taille entlang.
    Doch plötzlich beendete er unsere Innigkeit.
    „Nicht ganz, was ich von dir verlangt habe. Aber für eine Jungfrau...“
    Wieder lachte er und es trieb mir erneut Verlegenheit ins Gesicht.
    „Woher...?“, begann ich, doch Ghirahim beendete für mich.
    „... ich weiß, dass du noch unberührt bist? Nun ja...“
    Er stand auf. Einfach so hob er mich hoch und trug mich wie eine Braut zur Tür.
    Wir befanden uns nun in einem dunklen Gang. Er hauchte mir unheimlich zu:
    „Deine Lippen schmecken danach.“
    Ich fasste meinen Mut zusammen:
    „Wieso soll ich bei dir leben?“
    Ein bisschen Verwunderung war bei ihm zu erkennen.
    „Ein wenig Gesellschaft von jemanden, der sich artikulieren kann und sich nicht wie ein Tier benimmt, ist eine erfreuliche Abwechslung.“
    „Äh... ich nehme das mal als Kompliment.“
    „Das war es auch, meine süße _____. Mich würde interessieren, warum du nicht um deine Familie weinst.“
    Erstaunt über sein Interesse, sah ich ihn erst mal nur an. Fand aber schnell meine Stimme wieder.
    „Wahrscheinlich weil mich mein altes Zuhause nicht sonderlich interessierte. Ein langweiliges Leben und... vielleicht aus Angst vor dir.“
    Sein Ausdruck hatte sich nicht verändert.
    „Aus Angst?“
    „Schließlich habe ich zu spüren bekommen, was passiert, wenn ich...“
    Mein Blick wand sich von ihm ab. Ich berührte mit einer Hand meine Wange, die eine Ohrfeige von ihm zu spüren bekam.
    Als wir durch eine massive Tür traten, die uns von Bokoblins geöffnet wurde, ließ mich Ghirahim auf den harten, kalten Steinboden fallen.
    „Steh auf. Oder bevorzugst du es etwa nur herumzusitzen?“
    Was war mit diesem Kerl nur los?
    Aber da ich keine Lust hatte herauszufinden, ob er mich wieder ohrfeigen oder küssen würde, stand ich mit wackeligen Beinen auf. Barfuß auf eisigen Steinfliesen.
    Warum konnte er mir keine Schuhe geben?
    War das für ihn ein sadistisches Vergnügen?
    Erst jetzt sah ich, dass wir in einem Speisesaal waren. Rot und Gold dominierte den Raum, sowie ein langer Tisch, der bereits gedeckt war.
    Es sah so aus, wie man es sich in diesen überdimensionierten Villen vorstellte.
    An einem Ende saß Ghirahim und am anderen war mein Platz. Diese Entfernung war jetzt genau das richtige. Seine Nähe hätte mich nach diesem... Vorfall nur wahnsinnig gemacht.
    Als ich zum Tisch ging schmerzte jeder Schritt. Dieser kalte Boden.
    Ich spürte seinen durchbohrenden Blick.
    Wieso war er vorhin so... und jetzt so... sadistisch?
    Am Tischende sitzend sah ich auf meine Hände, die leicht geballt auf meinen Beinen ruhten. Irgendwas hatte sich in meinen Kopf geschlichen. Anders konnte ich mein Verhalten von vorhin nicht erklären. Um meinen Geist fühlte ich einen Nebel, der langsam in meinen Verstand schlich.
    Leider wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.
    „Warum so verkrampft?“
    An meinen Gedanken ließ ich ihn besser nicht teilhaben.
    „Ich bin es nicht gewohnt, an so einem feinen Tisch zu sitzen...“ Ich sah auf. „Der Prunk ist wahrscheinlich zu viel für mich.“
    Er lachte auf.
    War ich etwa so komisch für ihn?
    Ein gequältes Lächeln konnte ich mir abringen, aber sonst.
    „Es war wirklich eine gute Idee, dich mitzunehmen. Zu lange ist es her, dass ich mich so amüsiert habe. Ich überlege mir ernsthaft, dich für immer zu behalten.“
    „Für immer?“, platzte es aus mir heraus.
    Schockiert über meine eigenen Worte starrte ich gerade aus ins Leere. Diverse Horror-Szenarien schlichen sich wieder in meinen Kopf.
    Für einen Moment sah ich das Licht wieder flackern, aber Ghirahim wirkte auf mich ruhig. Trotzdem konnte es noch immer bedeuten, dass er mich im nächsten Moment anfuhr.
    Gelassen blieb er sitzen und sagte:
    „Du solltest lieber etwas essen, bevor du dir Gedanken über unsere Zukunft machst.“
    Da spürte ich meinen Hunger. Diese ganze Situation war ja auch wirklich zu viel für ein Mädchen.
    Ich erinnere mich nicht mehr daran, was ich gegessen hatte. Nur den observierenden Blick von ihm und gelegentliches Grunzen seiner Diener, wenn man sie als solche bezeichnen konnte, blieben mir im Gedächtnis.

    Und so blieb es die nächsten Wochen, wenn nicht sogar Monate. Mein Zeitgefühl hatte sich schnell verabschiedet. Wir aßen gemeinsam, ich blieb alleine auf meinem Zimmer, musste mir Ghirahims Gefühlsschwankungen antun, sah hübsch aus und durfte so manches Spielchen mit ihm spielen. Eigentlich bestand es nur daraus, dass ich um mein Leben rennen musste. Er jagte mich durch sein Anwesen. Und seine Kreaturen erschwerten mir das Ganze, indem sie kreischten und so ihrem Meister meinen Standort verrieten.
    Am Anfang hatte ich stets Angst, doch mit der Zeit fand ich Gefallen daran. Ich warf mich ihm um den Hals, wenn er mich erwischte. Dafür hätte ich mich zu Beginn dieses Albtraumes selber geohrfeigt. Jedoch spürte ich mehr und mehr wie sich ein geistiger Flaum um meinen Verstand bildete. Mit jedem Tag, der verging, wurde ich zu Ghirahims treu ergebener Puppe.
    Als er mich bei einer seiner Hetzjagden erwischte, lachte ich vor Freude und küsste ihn auf die Wange.
    Was war nur mit mir geschehen?
    Eines Abends brachte mich Ghirahim zu meinem Zimmer. Ich verharrte noch einen kurzen Augenblick im Türrahmen und flüsterte:
    "Gute Nacht, Ghirahim..."
    Plötzlich packte er mich am Handgelenk, zog mich stürmisch zu sich, seine andere Hand ruhte dann auf meinem nackten Rücken und meine freie Hand glitt über seine geschmeidigen Muskeln. Wir waren nun ganz eng beieinander. Ich fühlte die Hitze, die von uns ausging, und sah das ruhelose Verlangen in seinen funkelnden Augen.
    Auch bei mir machte sich ein Verlangen breit und ich konnte dieser Versuchung nicht länger widerstehen. Wir küssten uns innig. Pure Leidenschaft lag in diesem Kuss und mit meinen Händen hielt ich ihn fest, sodass er mir nicht entkommen konnte. Aber das war nicht nötig, denn mit seinem einen Arm umklammerte er meine Taille und mit der Hand drückte er meinen Kopf zu sich, um den Kuss zu vertiefen. Wir taumelten langsam ins Zimmer und danach wurde alles finster. Ich wurde ohnmächtig.
    Nun wusste ich auch, warum dieser Flaum in meinem Kopf war. Ich hatte mich in diesen Dämonen verliebt. In sein verführerisches Grinsen, seine Augen, die tief in meine Seele blickten, seine doch charmante Art und seine Gefühle, dich in diesem Kuss zu spüren bekam. Aber für ihn war ich bis jetzt ja nur sein Spielzeug.

    Als ich wieder zu mir kam, lag ich in meinem Bett. Ghirahim lag neben mir mit seinem Arm um meinen Körper.
    Was war gestern passiert?
    Erste Sonnenstrahlen fielen ins Zimmer, welche den Morgen ankündigten. Da bemerkte ich, was an dieser an sich lieblichen Situation falsch war. Ich war nackt. Nur die Decke verhüllte mich. Panik und Wut stiegen in mir auf und ich wollte so schnell wie möglich weg von diesem Monster. Er hatte meine Ohnmacht schamlos ausgenutzt. Nun erwachte auch Ghirahim. Mit einem Lächeln sah er mich an und merkte nicht wie wütend ich war. Da verpasste ich ihm schon eine schallende Ohrfeige. Ich schnappte mir die Decke, warf sie mir um und wollte so viel Abstand von ihm gewinnen wie möglich. Perplex starrte er mich an. Augenblicklich platzte es aus mir heraus:
    "Du Mistkerl! Wie konntest du nur? Ich weiß, dass ich nur dein Spielzeug bin, aber mich so auszunutzen!"
    Jetzt realisierte Ghirahim, was hier los war. Er stand auf und wollte zu mir. Aber mit Tränen in den Augen schrie ich ihn nur an. Auf einmal nahm er mich in seine Arme und sprach mit fester Stimme: "Es ist nichts passiert!"
    Mir stockte der Atem, immer noch weinte ich. "Als du bewusstlos warst, wollte ich eigentlich... Aber als ich deine Schönheit sah..." Er zwang mich in seine Augen zu sehen, die nun sanft wirkten.
    "... Du hast mir mein Herz geraubt, _____. Alles, was ich begehre, bist ganz allein du. Dein bloßes Antlitz erfüllt mich mit Sehnsucht nach deinen Lippen."
    Zärtlich nahm er meine Hand und hauchte einen Kuss darauf. Sprach er wirklich die Wahrheit? Ich war ihm ja auch verfallen und glaubte daran, dass es stimmen musste. Ohne Zögern küsste ich ihn und legte meine Hand an seine Wange, die vorher ungerechterweise geohrfeigt wurde. Nichts wollte ich mehr, als bei ihm zu sein. Für immer...

Kommentare (22)

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Nachtara Girl (06254)
vor 9 Tagen
Iiigit 😂 aber lustig
Otaku (74499)
vor 131 Tagen
Das ist komisch ich lie skywars sword aber ich musste so lachen weil mein bester freund ghirahim heisst und das ist ziemlich komisch aber meeeggaaa coole fan fiction ich hab sie mit im zusammen gelesen und wir mussten am ende soo lachen aber nichts gegen die story ist echt cool
Einhorn (14934)
vor 510 Tagen
Bitte mach mal eine story mit vaati es gibt so wenige dafon😐
Dein schreibstil gefällt mir auch total.
Mach weiter so ❤
Dreamgirl (25235)
vor 607 Tagen
Naja... Aber ehrlich Ghirahim?
Kannst du nicht eine Lovestory mit Vaati machen?
Bitte, bitte, bitte!!! Vaati ist sooo Süß!!!
Darkgirl75 (49217)
vor 636 Tagen
Super geschrieben ich LIEBE dark link 😍 würde mich freuen wen du vielleicht einen 2 Teil machen könntest danke im voraus 😄
Celina (22049)
vor 683 Tagen
Wundervolle Geschichte ich liebe ja auch das man sein Name einsetzen kann war echt cool😀😊💜
Akira (26354)
vor 1070 Tagen
Cool ich habe for einer Stunde ein Quiz erstelt und jetzt ist es schon drinnen :3 ;3 Es heisst wie siht dein Wolf aus?
Akira (26354)
vor 1072 Tagen
Ja, dass habe ich erst gesehen als er scon drinnen war. Und ich habe den Code zum endern nicht mehrU_U
Lady_Siren (63363)
vor 1072 Tagen
@ Akira
hab ich schon gesehen :D war ganz gut für'n ersten Test
aber wenn du Fragen zu seinem Aussehen machst, dann lass die Bilder weg XD
Akira (26354)
vor 1073 Tagen
Ja, dass kann ich mier denken. Gestern ist mein aller erster Test auf der Seite erschinen. Er heisst Zanto und isst ein Wissenstesst😏🐺👻🐲
Lady_Siren (20821)
vor 1073 Tagen
@ Akira
hoffentlich XD Dark Link eine Persönlichkeit zu geben wird das schlimmste sein, denn im Game ist er... tja... nur ein Schatten von Link ^^"
Akira (26354)
vor 1075 Tagen
Super 😆 Ich finde ihn auch total cool! Und bei dier wird es eh super😉
Lady_Siren (20821)
vor 1076 Tagen
@ Akira
Ich hab als nächstes Dark Link auf dem Zettel mit Fanfiction Ideen ö.ö aber lass mich erstmal die anderen fertig schreiben ;3
Akira (26354)
vor 1076 Tagen
Kanst du bitte nochmal so eine Geschichte schreiben mit einem Charakter aus Zelda? Fileicht Zanto oder Ganondorf... Das wäre supi wen du das machst😍🐺🐲👻🎃
Akira (26354)
vor 1076 Tagen
Yay, du bist die aller erste di mier zurükgeschrieben hat😉 Danke. Jetzt mag ich die Geschichte noch viel mehr😏
Lady_Siren (20821)
vor 1076 Tagen
@ Akira
Dann solltest du die Storys von meinem Virgin Collector nicht lesen XD
Danke für dein Feedback und viel Spaß beim Träumen ;3
Akira (26354)
vor 1077 Tagen
Wow ich liebe die geschichte😍 Die beste di ich jemals gelesen habe! Als ich sie zum ersten mal gelesen habe, habe ich einen monat lang nur fon dem getreumt😍 und wie Kristina schon geschriben hatt, respekt! Weiter so!!
Lady_Siren (83907)
vor 1081 Tagen
@ Kristina
Du bist hier schon das dritte Fangirl :D
Wirklich immer wieder schön, wenn man Gleichgesinnte trifft ;3
Kristina (14183)
vor 1084 Tagen
Uii *__* Respekt! Echt toll geschrieben. Gefällt mir! ^^ Ich als Fangirl finde es natürlich umso mehr cooler als andere :D Ich sag es gerne ein zweites mal : Respekt! ^^
Lady_Siren (47649)
vor 1141 Tagen
@PupsPanda
Danke XD hier hatte ich das Problem, dass die Fanfiktion sich ganz schön in die Länge zog :d "Wie lange wird das denn noch?!" War meine häufigste Frage, die ich mir selber stellen musste X3