Den Tod zum Freund (Teil 5)

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4 Kapitel - 5.420 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2014-10-15 - Entwickelt am: - 3.128 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ein Lächeln vor zu täuschen ist wesentlich leichter, als den Grund zu erklären, warum man weint...

„This will never end 'cause I want more
More, give me more, give me more

If I had a heart I could love you
If I had a voice I would sing
After the night when I wake up
I'll see what tomorrow brings

Dangling feet from window frame
Will I ever ever reach the floor?
More, give me more, give me more

Crushed and filled with all I found
Underneath and inside
Just to come around
More, give me more, give me more“

1
Die Stunden, die mein Körper damit verbrachte sich zu erholen, verbrachte mein Geist damit in der Leere meiner Seele zu schweben... In der ewigen Dunkelheit, die seit hunderten von Jahren in mir haust...
Kein Bild flackerte vor meinem inneren Auge auf, keine Stimme hallte in meinem Kopf...
Es war einfach eine einzige Stille in der unendlichen Leere...
Es war, wie...

„Venduial! Wach auf!“
Bilbo stand über mich gebeugt und rüttelte hektisch an meinen Schultern.
„Was ist denn los?“ grummelte ich verschlafen, als ich bemerkte, dass ich den ganzen Tag geschlafen haben muss, denn die Sonne neigt sich wieder ihrem Untergang zu.
„Wir müssen fort von hier!“ spornte er mich dazu an, mich schnell zu erheben. Die Gemeinschaft schien nur noch auf mich zu warten und so sprang ich sofort auf meine Füße, sodass ich eigentlich einen Moment gebraucht hätte, um das Schwindelgefühl auf meinem Kopf zu vertreiben, doch ich rannte sofort los, ohne auch nur im geringsten daran zu denken, mich auf Raugs Rücken niederzulassen.
Mit schnellen Schritten, ohne den Grund zu hinterfragen, rannten wir quer über eine mit den verschiedensten Blumen bewachsenen Ebene, bis sich eine Hütte in unser Sichtfeld drängte.
Ein gigantisches Tor sah uns einladend an und Tinker, Stiere und Esel trotteten auf der Wiese hinter der Pforte umher, als würden sie auf uns warten...
„Öffnet die Türe!“ schrie Gandalf, welcher das Schlusslicht der Gemeinschaft bildete und panisch drängten sie Zwerge sich gegen die hölzerne Türe, welche sich jedoch nicht ohne Schlüssel öffnen ließ.
Im Rennen lud ich meine Armbrust und mit einem gezielten Schuss – eigentlich auf den Spalt zwischen den beiden Toren gerichtet, um die dann aufzustemmen – traf der Bolzen auf das Hängeschloss und es zersprang unter dem Druck der Zwerge.
Ohne Halt fielen Bilbo und die Zwerge in die riesige Eingangshalle und Gandalf und ich konnten uns grade noch so zwischen die Flügeltüren und die Gemeinschaft quetschen, da schlugen wir die Türen auch schon wieder zu und es war nur noch ein lautes Brüllen und ein lauter Aufprall zu hören.
„Was war das?“ fragte Glóin völlig außer Atem, während er sich auf seiner Axt stützte.
„DAS, mein werter Herr Zwerg, war unser Gastgeber,“ verkündete Gandalf mit einem zweispaltigen Ausdruck im Gesicht, während er uns den Rücken zukehrte und den Raum begutachtete, welchen wir vor Kurzem betreten haben.
„U... unser Gastg...geber?“ stammelte Bilbo, der anscheinend völlig überfordert war mit der Situation und der Zauberer nickte bejahend.
„Was für eine Art Gastgeber?“ hakte Dwalin nach, woraufhin Gandalf etwas in seinen Bart murmelte, das klang wie: „Einer der uns eventuell töten wird...“

Nun das klang soweit schon einmal sehr vielversprechend...
Ein gigantisches Haus, mit Wespen, so groß wie meine Faust, Tischen, über die ich nicht einmal hinüber lugen kann und mit Stühlen, für die ich eine Leiter brauche, um auch nur Ansatzweise auf ihnen sitzen zu können...
Ein Haus in dem wir nun für geraume Zeit wahrscheinlich eingesperrt sein werden, da wir einen Gastgeber haben, der uns mit großer Wahrscheinlichkeit töten wird...

„Ihr braucht diese Nacht keine Sorgen zu haben. Legt euch nieder, um ein wenig zu schlafen,“ sagte Gandalf, doch Thorin hatte eine andere Vorstellung von dem, was wir jetzt tun werden.
„Das Biest dort draußen wird uns zerfleischen, wenn wir hier bleiben!“ rief der Zwerg aufgebracht, doch der Zauberer schüttelte belustigt seinen Kopf.
„Nein, mein werter Herr Zwerg. Unser Gastgeber wird die gesamte Nacht vor dem Haus bleiben uns über uns wachen. Was danach kommt, kann ich euch nicht sagen – doch diese Nacht werden wir vorerst sicher sein.“
„Das klingt ja vielversprechend!“ rief Óin sarkastisch aus den hinteren Reihen und die restliche Gemeinschaft stimmte mit ein – so jedoch nicht Thorin, Balin und Bilbo. Die drei hielten sich am Rande auf und blickten mit starren Blicken zu der verriegelten Türe, neben der ich mich grade befand. Als ich jedoch genauer hinsah, bemerkte ich, dass noch jemand in Richtung der Türe sah...:
Dwalin. Doch blickte er auch nur in 'die Richtung' der Türe sah... Er starrte nämlich völlig gedankenverloren in meine Augen. Fragend sah ich zurück, doch er schüttelte nur den Kopf, als wolle er all seine Gedanken aus seinem Kopf vertreiben und seine Augen wenden sich wieder Gandalf zu.
„Gut, lasst uns hier rasten!“ sagte Dwalin schnell. Anscheinend befürchtet er, dass nicht nur ich ihn 'ertappt' habe und wendet sich von uns allen ab und lässt sich auf einem der Strohhaufen nieder. Die Skepsis der Zwerge hat sich anscheinend durch seine Worte auch ein wenig gelegt, denn alle folgen seinem Beispiel und bereits nach wenigen Minuten schlummerten alle vor sich hin.
Alle bis auf Gandalf und ich...
„Du solltest dich auch schlafen legen, Venduial,“ sprach er in die Stille, was mich leicht zusammenzucken ließ.
„Nein, nein...,“ winkte ich seine Worte ab. „Ich kann grade einfach nicht schlafen.“
Nachhakend sah Gandalf mich an, doch ich schüttelte nur leicht den Kopf und blickte aus dem großen Fenster, von wo aus ich die Sterne beobachten konnte.
„Du hast das Gespräch zwischen Thorin und mir mitbekommen, nicht wahr? Du warst gar nicht am schlafen...,“ wollte er wissen und kaum sichtbar nickte ich.
Ein brummendes Lachen kam daraufhin von Seiten des Zauberers und er erhob sich von der kleinen Kiste, auf welcher er saß. Mit langsamen Schritten stellte er sich vor mich hin und sah mir eindringlich in die Augen.
„Unser Pfad wird uns ab morgen auf den Elbenweg leiten. Weiter geht es dann durch den Düsterwald... Ich hoffe, du bist dir im Klaren, dass wir dort auf die Waldelben treffen könnten?“
„Gandalf, er ist mein Bruder! Er wird uns sicherlich nicht als Eindringlinge betrachten!“ rufe ich laut aus und habe mich von meinem Platz erhoben. Doch mein Ärgernis scheint den Zauberer nicht aus der Fassung zu bringen, denn er blickt mir immer noch genauso fest in die Augen wie bereits zuvor und auch hat er sich keinen Schritt von seiner Position fortbewegt.
„DICH wird er bestimmt nicht als Eindringling betrachten... Doch die Zwerge...? Er wird alles dafür geben, dass du nicht erneut zum Erebor zurückkehrst und vor allem nicht, dass du den Zwergen hilfst, welche ihm so viel Reichtum verwehrt haben.“
Stille kehrte ein...
Ich wusste einfach nicht, was ich als Gegenargument bringen sollte, denn in gewisser Weise hatte Gandalf Recht. Mein Bruder wird mein Vorhaben nicht unterstützen. Ich bin auf mich alleine Gestellt von der Seite meiner Familie aus, denn seinen Sohn wird er mit Sicherheit auch nicht fortlassen. Und die Gemeinschaft wird er hinter Gitter sperren und sie dort verrotten lassen, wenn sie sich nicht auf einen Handel einlassen...
Und so wie ich Thorin kenne, wird er ganz sicher keine Juwelen, kein Gold aus seinem Reichtum an Elben weitergeben. Nicht einmal für sein eigenes Leben...

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