Lily Allenson - Unerreichbar (Kapitel 15)

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5 Kapitel - 5.875 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2014-10-15 - Entwickelt am: - 3.508 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

So Guys, heute ist der Tag der Tage, heute kommt der letzte Teil meiner Lily Allenson - Unerreichbar raus! Übrigens wegen dem Namen, ich mag Lily Allen nicht mal, mir hat der Name nur gut gefallen! Ich weiß, nicht sehr originell, aber ich konnte ja nicht wissen, dass sie in der Zeit, in der ich diese Tests online stelle, einen Hit landet. Tja, da wurde ich ziemlich agepupst. Also hier euer Ende!

    1
    Am nächsten Tag nahm Chiron mich gleich zu Seite. Er sah mir eindringlich in die Augen.
    » Es tut mir Leid, Lily. Aufrichtig Leid. «
    » Es ist schon okay. Sie haben sich nur Sorgen gemacht. Es ist in Ordnung. «, ich setzte ein aufmunterndes Lächeln auf, denn da war echtes Bedauern im Gesicht des Zentauren.
    » Nein, es ist nicht in Ordnung. Du bist eine Tochter von Poseidon. Du bist nur etwas... «
    » Ich bin ihm nicht besonders ähnlich, nicht wahr? «, ich lächelte bitter. Aber das war eins der Dinge, die ich schon akzeptiert hatte.
    » Du bist ihm ähnlicher als du denkst. Das Wort das ich gesucht hatte, war ungeübt. «
    Er lächelte warm und mir wurde klar, dass ich vielleicht nicht ganz so einsam war, wie ich angenommen hatte.

    Bis zum Essen hatte ich noch angenommen, das mich nichts mehr überraschen würde. Doch aus dem Nichts erschienen plötzlich Piper, Leo und Jason, die ebenfalls zu einer Mission geschickt worden waren. Ich musste unwillkürlich grinsen, als ich feststellte, dass Piper mitten auf Drews Essen gelandet war.
    Ihre Pizza war damit wohl im Eimer. Als Piper schwankte und fast vom Tisch fiel, sprang ich auf um ihr zu helfen, aber anscheinend hatte sie sich bestens unter Kontrolle. Im Gegensatz zu Leo, der rannte zur nächsten Bronzepfanne und übergab sich darin.
    Ich schmunzelte bei den Gedanken, was die Götter wohl zu diesen Opfer sagen würden.
    » Jason? «, ich hörte Chiron antraben.
    Wie auch ich, waren sie völlig unerwartet in der Mensa erschienen. Doch im Gegensatz zu mir waren sie nicht besonders sanft angekommen.
    Ich fragte mich gerade, welche Gottheit, sie geschickt hatte, da fiel es mir plötzlich wieder ein: Hera!
    Und jetzt wunderte es mich auch nicht mehr. » Was ... wie...? «, sagte Chiron.
    Ich grinste bei dem Anblick, den die Kinder der Aphrodite abgaben.
    Mit offenen Mündern starrten sie Piper an.
    Ich war beeindruckt, wie lässig sie sagte:
    » Hallo, da wären wir wieder. «

    Den ganzen Abend hörten wir uns die Geschichten der drei Halbgötter an und ich stellte fest, dass mein Ausflug dagegen ziemlich langweilig gewesen war.
    Bevor das Lagerfeuer wieder statt fand, gab Chiron uns noch etwas Zeit für uns. Ich zog mich schließlich in meine Hütte zurück. Ich starrte eine halbe Ewigkeit die Decke an und versuchte nicht an Hermes zu denken, aber je mehr ich es versuchte, desto weniger gelang es. Und als ich meine Gedanken schließlich abgelenkt hatte, dachte ich an das leere Bett über mir. Das war auch nicht wirklich besser.
    Nach einer Weile bildete ich mir sogar schon Schritte auf dem Dach ein. Später wurde mir klar, wie unsinnig das war, denn ich ging selbst raus und setzte mich auf das Dach. Keine Menschenseele.
    Ich lächelte über meine eigene Fantasie, bis plötzlich Schritte meine Gedanken unterbrachen.
    Etwas schwerfällig kletterte Sarah auf das niedrige Dach.
    Ich sah sie eine Weile ruhig an, da sagte sie plötzlich.
    » Du hättest das nicht tun sollen. Er hatte Tränen in den Augen, als er dachte du wärst tot, Lily! «, sagte sie eindringlich.
    » Götter weinen nicht! Er ist nicht wie die anderen. «
    Ich seufzte traurig. » Du kennst den Zeitpunkt in Filmen, in dem die sterbende Frau, dem Mann erlaubt sich wieder neu zu verlieben? Es ist egoistisch von mir, aber ich will niemals zu diesem Zeitpunkt kommen. Ich will das nicht.
    Ist dieser Grund, warum das, was ich getan habe richtig war? «, Sarah sah mich misstrauisch an. Ehrlich gesagt, versuchte ich nicht nur sie zu überzeugen. Ich selbst, glaubte auch nicht an das, was ich sagte.
    » Hermes ist nicht so. Er wird dich ewig lieben, selbst nach deinen Tod. «, Sarah rang die Hände. Darauf konnte ich nur rau lachen, obwohl mir nicht zu lachen zumute war.
    » Eine Ewigkeit ist eine lange Zeit, Sarah. «
    Sarah sah ein, dass sie keine Chance hatte und seufzte.
    » Du bist hoffnungslos, Lily Allenson. Ich muss jetzt los, wir müssen noch Lieder für den Rundgesang aussuchen. Bis später, Lily. «
    » Bis später. «
    Eine Weile herrschte Stille, da kletterte noch jemand das Flachdach hinauf. Dieser jemand stellte sich geschickter an, als Sarah. Eine Weile drängte sich mir der Gedanke auf, dass er sowas öfters macht.
    Als die Nacht etwas schwärzer wurde, wurde mir auch klar, um wen es sich handelte: Nico di Angelo.
    Mit seinen dunklen Augen blickt er mir ins Gesicht. Eigentlich wollte ich mich entschuldigen, das ich ihn vor ein paar Tagen - war es erst vor ein paar Tagen? Es kam mir wie eine Ewigkeit vor -
    so grob behandelt hatte, aber die Worte blieben mir im Halse stecken. Schließlich ergriff er selbst das Wort.
    » Es tut mir Leid, das ich euch belauscht habe, aber Gespräche in der Dunkelheit sind für mich immer .... recht deutlich. «
    Ich hatte keine Ahnung, worauf er hinaus wollte, also schwieg ich.
    » Ich denke, dass das was du getan hast, das Richtige war. «
    Überrascht blinzelte ich ihn an und mir fiel auf, dass seine Augen, denen von Hermes gar nicht so unähnlich waren.
    Beide hatten etwas Gebrochenes an sich; als ob sie mehr Leid erfahren hätten, als sie ertragen könnten.
    » In der Liebe müssen wir manchmal Opfer bringen, um den anderen zu schützen. Nicht jeder kann ein Happy End haben. Aber wir können dafür sorgen, dass andere Menschen eins haben. Es ist wohl das Schicksal mancher Leute, das Glück anderer Leute über das eigene zu setzen. «, er lächelte bitter und unwillkürlich fragte ich mich, ob der Junge mehr verkraften musste, als den Tod seiner Mutter und seiner Schwester.
    Schließlich lächelte ich zurück. Zum ersten Mal, dachte ich, das mich jemand wirklich verstand.
    » Danke Nico. Das weiß ich wirklich zu schätzen. «

    2
    Mitten im Training war Lily zum großen Haus gerufen worden. Dort hatte Leo verkündet, dass er den Campbewohnern etwas zeigen musste. Eigentlich wollte Leo nur Piper, Jason und die Leute aus seiner Hütte mitnehmen, aber Chiron war der Meinung, dass ich es ebenfalls sehen sollte. Anscheinend hatte er schon eine Vermutung, diesbezüglich. Ich fand es immer wieder beeindruckend, wie viel dieser Zentaur doch wusste.
    Jetzt waren sie schon eine Weile durch den Wald gelaufen und standen nun vor einen riesigen Kalksteinfelsen. Er drehte sich in unsere Richtung und brachte so etwas wie ein Lächeln zustande. Ich bezweifelte, dass er mich sah, doch ich lächelte zurück. » Also los. «, sagte er zaghaft.
    Da fing seine Hand plötzlich Feuer und ich keuchte auf. Dann drückte er seine Hand gegen den Felsen.
    » Leo! «, rief Nyssa neben mir. » Du bist ja ein Feuernutzer! «
    » Ja, danke «, sagte er. » Das weiß ich. «
    Jake Mason, der an Krücken ging, trat vor.
    » Heiliger Hephaistos. Das bedeutet - es kommt so selten vor, dass ...«
    Eine gewaltige Steintür, die mitten aus den Stein entstanden zu sein schien, öffnete sich knirschend. Etwas verblüfft musterte ich Leo.
    Welche Geheimnisse behütete er noch?
    » Willkommen in Bunker 9 «, sagte er zuversichtlich. » Hereinspaziert. «
    Erhellt wurde der Raum von Leuchtstofflampen und an der Wand angebrachten Fackeln. Obwohl Raum noch eine Untertreibung war; es war mehr eine Höhle von gigantischen Ausmaße. Überall waren Arbeitstische und Staukisten und an jeder Wand waren. Türen führten zu einen Netzwerk aus Gehsteigen. Überall waren Werkzeuge; sie sahen hochmodern aus. Was ich daraus schloss, das ich kein Einziges erkannte. Und dort waren Baupläne und Kriegsausrüstung. Waffen, Schilde und Rüstungsteile. An Ketten befestigt, hing an der Decke ein Banner, auf dem Bunker 9 auf Griechisch stand.
    Und auf einen Tisch lag ein riesiger Drachenkopf. Ich vermutete, dass er von dem Drachen stammte, der Leo auf der Mission begleitet hatte. Doch jetzt war der Kopf zerbeult und versengt.
    Leo trat vor und streichelte über die Stirn des Drachen.
    » Tut mir Leid, Festus. Aber ich werde dich nicht vergessen. « Jason legte Leo eine Hand auf die Schulter.
    » Hephaistos hat ihn für dich hergebracht? «
    Kaum merklich nickte Leo.
    » Aber du kannst ihn nicht reparieren. «, vermutete er.
    » Keine Chance«, erwiderte Leo. »Aber den Kopf werde ich wiederverwenden. Festus kommt mit uns. «
    Verwirrt sah ich Leo an. ich hatte gedacht, die Mission ist schon vorbei. Dann dachte ich wieder an Hermes Worte. Jemand musste Gaias Armee aufhalten.
    »Jetzt trat Piper an ihre Seite und fragte:
    » Wie meinst du das? «
    Plötzlich rief Nyssa: » Seht euch das an! «, sie blätterte in einen Skizzenblock.
    » So was habe ich noch nie gesehen «, gestand Nyssa. » Hier gibt es noch mehr umwerfende Ideen als in der Werkstatt des Dädalus. Man würde ein Jahrhundert brauchen, um sie alle nachzubauen. «
    Ich hatte davon gehört, Annabeth hatte behauptet, das Dädalus Ideen, der Durchbruch des Jahrhunderts wären. Ich hatte nicht viel Ahnung von diesem Technik-Kram aber es schien ziemlich beeindruckend zu sein.
    » Wer hat das hier eingerichtet? «, fragte Jake Mason. » Und warum? «
    Ich wendete mich Chiron zu, aber der blieb stumm. Leo sah auf eine Karte von Camp Half-Blood. Darauf waren Dreiruderer im Sound, Katapulte auf den Hügeln um das Tal, Fallen, Schützengräben und Hinterhalte in Hülle und Fülle eingezeichnet.
    Ich pfiff anerkennend.
    » Dies ist eine Kommandozentrale für einen Krieg«, sagte Leo. »Dieses Camp ist einmal angegriffen worden, oder? «
    » im Titanenkrieg? «, fragte Piper.
    Nyssa schüttelte den Kopf. »Nein. und diese Karte sieht ziemlich alt aus. Das Datum... heißt das 1864? «
    Eine Karte aus dem Bürgerkrieg. Ich wandte mich wieder Chiron zu und die anderen taten es mir nach.
    Chirons Schwanz schlug nervös hin und her.
    » Das Camp ist oft angegriffen worden«, gab er zu. »Diese Karte stammt aus dem letzten Bürgerkrieg. «
    Die meisten machten einen verwirrten Eindruck, aber ich wusste, dass die Kriege der Sterblichen häufig mit denen der Halbgötter einhergingen.
    » Bürgerkrieg... «, sagte Piper. »Meinen sie den Amerikanischen Bürgerkrieg vor hundertfünfzig Jahren? «
    »Ja und nein«, sagte Chiron. »Die beiden Konflikte - von Sterblichen und Halbgöttern - entsprachen einander, wie das in der abendländischen Zivilisation meistens der Fall ist. Ihr könnt euch jeden Bürgerkrieg und jede Revolution seit dem Fall Roms ansehen und immer haben zum gleichen Zeitpunkt auch Halbgötter gegeneinander gekämpft. Aber dieser Bürgerkrieg war besonders schrecklich.
    Für die Sterblichen der USA war es der blutigste Konflikt aller Zeiten - mit höheren Verlusten als beiden Weltkriege zusammen. Für Halbgötter war es ebenso vernichtend. Schon damals war das Tal hier Camp Half-Blood. In diesen Wäldern gab es eine grauenhafte Schlacht, die Tage dauerte und bei der es auf beiden Seiten zu entsetzlichen Verlusten kam. «
    »Beide Seiten «, sprach Leo aus, was alle dachten. »Sie meinen, das Camp war gespalten? «
    »Nein«, meldete sich Jason zu Wort.
    » Er redet von zwei verschiedenen Gruppen. Camp Half-Blood stand im Krieg auf der einen Seite. «
    Jetzt wurde es spannend. Gleich wird erklärt werden, was Hermes mit dem Kommentar, über die zwei Camps meinte.
    » Und wer waren die anderen? «, fragte Leo.
    Nostalgisch sah Chiron zu dem Banner. Wahrscheinlich gab es eine Menge Zeug, das ihn an alte Zeiten erinnerte.
    »Die Antwort ist gefährlich. «, sagte er mit warnender Stimme und ich zweifelte keine Sekunde.
    » Ich habe beim Fluss Styx geschworen, niemals darüber zu sprechen. Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg waren die Götter so entsetzt darüber, welchen Tribut der Krieg von ihren Kindern gefordert hatte, dass sie schworen, so etwas niemals wieder geschehen zu lassen. Die beiden Gruppen wurden getrennt. Die Götter nahmen ihre ganze Willenskraft zu Hilfe, sie webten den Nebel, so fest sie nur konnten, um sicher zu sein, dass die Feinde sich nicht aneinander erinnern würden und sich bei Einsätzen niemals begegnen würden, so dass Blutvergießen vermieden werden könnte.
    Diese Karte stammt aus den letzten düsteren Tagen des Jahres 1864, als die beiden Gruppen zum letzten Mal gegeneinander gekämpft haben.
    Seither ist es mehrere Male nur um Haaresbreite gut gegangen. Die Jahre nach 1960 waren besonders kritisch. Aber wir haben einen weiteren Bürgerkrieg vermeiden können- bisher jedenfalls. Wie Leo richtig angenommen hatte, war dieser Bunker die Kommandozentrale für die Hephaistos-Hütte. Im vergangenen Jahrhundert wurde er einige Male wieder geöffnet, meistens als Versteck in sehr unruhigen Zeiten. Aber es ist gefährlich, herzukommen. Dabei werden alte Erinnerungen aufgewühlt, alte Fehden zum Leben erweckt. Nicht einmal, als im letzten Jahr der Krieg gegen die Titanen drohte, hielt ich es für sinnvoll, das Risiko einzugehen und den Bunker zu nutzen. «
    Ich zweifelte keine Sekunde an der Gefahr die von diesem Ort ausging. Ich fragte mich unwillkürlich, warum Chiron mich hierhaben wollte.
    Vielleicht vertraute er mir doch. Vielleicht dachte er, ich könnte mit der Gefahr klar werden.
    Meine Brust schwoll vor Stolz an.
    » Es war anders, dieser Bunker hat "mich" gefunden. «, sagte Leo. »Es war vorherbestimmt. Und das ist auch gut so. «
    » Ich hoffe du hast Recht«, sagte Chiron.
    »Das habe ich! «, sagte Leo überzeugt und zog eine alte Zeitung aus seiner Tasche, diese breitete er vor uns auf den Tisch aus.
    » Da«, sagte er stolz. » Aeolus hat sie mir zurückgebracht. Ich habe sie mit fünf Jahren gezeichnet. Das ist meine Bestimmung. «
    Verwirrt betrachtete ich sein Kunstwerk. Er konnte in dem Alter auf jeden Fall besser zeichnen als ich. Nyssa runzelte die Stirn.
    »Leo, das ist die Buntstiftzeichnung eines Bootes. «
    »Seht doch! «, er zeigte auf das größte Blatt am Schwarzen Blatt. Und da wurde mir klar, dass es sich um exakt dasselbe Boot handelte.
    Die Anzahl von Masten und Rudern, selbst die Verzierungen von Schilden und Segeln waren genau wie bei Leo.
    »Das ist unmöglich«, sagte Nyssa. »Dieser Bauplan ist doch mindestens ein Jahrhundert alt. «
    Instinktiv widersprach ich ihr in Gedanken, wenn man eine Weile mit Göttern zu tun hatte, war fast nichts unmöglich. Fast.
    »WEISSAGUNG - UNKLAR - FLUG«, las Jake von den Notizen auf dem Bauplan vor.
    »Das ist ein Bauplan für ein fliegendes Schiff. Seht ihr, das ist die Ladevorrichtung. Und die Waffen - heiliger Hephaistos: rotierende Geschosse, Armbrüste, Panzerung aus himmlischer Bronze. Das wäre eine superscharfe Kriegsmaschine. Ist die je gebaut worden? «
    »Noch nicht«, sagte Leo. »Seht euch die Galionsfigur an. «
    Zweifellos handelte es sich um einen Drachenkopf. Festus' Kopf.
    »Festus«, sagte Piper. Ich betrachtete den Drachenkopf.
    »Er soll unsere Galionsfigur sein «, sagte Leo. »Unser Talisman, unser Auge auf See. Es ist meine Aufgabe, dieses Schiff zu bauen. Ich werde es Argo II nennen.
    Und, Leute, ich werde eure Hilfe brauchen. «
    » Argo II«, Piper lächelte. »Nach Jasons Schiff.«
    Piper strahlte seit neuesten irgendwie vor Selbstbewusstsein und ich dachte, das die erste Mission uns wohl alle verändert. Jason nickte, im Gegensatz zu Piper schien er sich etwas unwohl zu fühlen.
    »Leo hat Recht. Dieses Schiff ist genau, was wir für unsere Reise brauchen. «
    »Was für eine Reise? «, fragte Nyssa verwirrt. »Ihr seid doch gerade erst wiedergekommen. «
    Pipers Finger fuhren über die alte Buntstiftzeichnung.
    »Wir müssen uns Porphyrion, dem Riesenkönig, entgegenstellen Er hat gesagt, dass er die Götter mit der Wurzel ausrotten wird. « Das klang echt übel. Ich schluckte.
    »In der Tat«, sagte Chiron. »Vieles von Rachels Großer Weissagung ist für mich immer noch ein Mysterium, aber eines steht fest: Ihr drei - Jason, Piper und Leo - gehört zu den sieben Halbgöttern, die diese Reise antreten müssen. Ihr müsst euch den Riesen in ihrer Heimat stellen, wo sie am stärksten sind. Ihr müsst sie aufhalten, ehe sie Gaia ganz aufwecken können, ehe sie den Olymp zerstören. «
    » Äh...«, Nyssa trat von einen Fuß auf den anderen. » Sie reden hier nicht Manhattan, oder? «
    »Nein«, sagte Leo. »Es geht um den ursprünglichen Olymp. Wir müssen nach Griechenland segeln. «
    Einen absurden Moment war ich eifersüchtig. Griechenland war immer mein Traumland gewesen.
    Doch dann wurde mir klar, das die Drei dort ganz sicher keinen Urlaub machen würden. ich schluckte, jetzt taten sie mir Leid.

    Während die anderen Hephaistos-Kinder sich wunderten, kam ein Puzzlestück des Gesamtbildes in meinen Kopf zusammen. Eine Weile überlegte ich, ob ich meine Informationen mit den anderen teilen sollte.
    Doch dann dachte ich daran, dass Hermes es mir, Sarah und Robert im Vertrauen gesagt hatte.
    Es war nicht Recht, wahrscheinlich würde er nur Ärger bekommen. Die anderen werden es schon noch früh genug herausbekommen.
    »Helden! «, Chiron unterbrach den Tumult, indem er mit seinen Huf aufstampfte.
    »Wir kennen noch nicht alle Einzelheiten, aber Leo hat Recht. er wird eure Hilfe brauchen, um die Argo II zu bauen. Es ist vielleicht das größte Projekt, das Hütte 9 jemals in Angriff genommen hat, noch größer als der Bronzedrache. «
    »Wir werden mindestens ein Jahr brauchen. «, tippte Nyssa. »Haben wir so viel Zeit? «
    » Ihr habt höchstens sechs Monate«, erwiderte Chiron. »Ihr müsst um die Sommersonnenwende lossegeln, dann ist die Macht der Götter am größten. Außerdem können wir uns auf die Windgötter offenbar nicht verlassen, und die Sommerwinde sind die schwächsten und die, bei denen navigieren am leichtesten ist. Ihr könnt es nicht riskieren, später aufzubrechen, sonst kommt ihr nicht mehr rechtzeitig, um die Riesen aufzuhalten. Ihr dürft nicht über Land reisen, ihr könnt nur Luft und See nutzen, deshalb ist dieses Fahrzeug perfekt. Mit Jason als Sohn des Himmelsgottes.... «
    Ich schluckte. Chiron dachte an Percy, der wäre wohl Ideal für die Reise. Ein Sohn des Meeresgottes und dazu einer mit Erfahrung, der gerade nicht seelisch angeschlagen war, schien geradezu ideal zu sein.
    Jake wandte sich an Leo.
    »Naja, eins steht ja wohl fest. Du bist unser neuer Hüttenältester. Das ist die größte Ehre, die der Hütte zuteil geworden ist. Irgendwelche Einsprüche?«
    Ich erwartete einen Radau, da das Amt des Hüttenältesten, selten weitergegeben wird. Doch Stille trat ein und ich hatte, das Gefühl, dass sich irgendetwas Grundlegendes geändert hatte.
    »Dann ist das amtlich«, sagte Jake. »Du bist ernannt. «
    Sprachlos sah Leo uns an. Und zum ersten Mal hatte ich den Eindruck, dass er vollkommen glücklich war.
    »Na«, sagte er endlich. »Wenn ihr mich zum Anführer ernennt, dann müsst ihr ja noch verrückter sein als ich. Also dann, bauen wir eine sauscharfe Kriegsmaschine. «

    3
    Aus dem Wald, tat ich das, was ich die ganze Zeit über hätte tun müssen. Ich steuerte Hütte 17 an. In meine Tasche spürte ich einen Gegenstand schon etwas zerknittert, aber dennoch ganz.
    Schüchtern klopfte ich die Hütte. Ein mürrisch aussehender Junge, mit dunklen Haaren starrte mich an. »Was? «, fragte er launisch.
    »Ich suche Victoire, hast du sie gesehen? «, fragte ich schüchtern.
    »Victoire! Hier sucht dich jemand. «, rief er in die Hütte.
    Ein Mädchen mit blonden Locken trat heraus.
    »Sei doch nicht so unfreundlich, Jacob. Sie könnte noch den Eindruck bekommen, sie wäre bei den Ares-Kindern gelandet. «, sagte Victoire lächelnd.
    Jacob grummelte und verschwand wieder in der Hütte.
    »Du musst ihn entschuldigen. Auf unserer Hütte liegt ein Fluch. Wir haben verlernt zu gewinnen.
    Die anderen glauben zwar nicht an den Fluch, aber ich habe keine Zweifel daran...«, sagte Victoire freundlich.
    Jetzt musste ich lächeln. »Deswegen bin ich hier. Das hier - «, ich zog Nikes Siegeskranz hervor. » - soll ich dir von deiner Mum geben. «
    Mit großen Augen starrte Victoire den Kranz aus Lorbeeren an. Als sich Victoires Finger darum schlossen, wurde die Hüttentür erneut aufgestoßen. Ein über beide Ohren grinsender Jacob, rannte aus der Hütte und gab Victoire High-Five.
    »Ich habe Chris aus der Hermes-Hütte gerade in Pokémon besiegt! « Er wedelte mit seinen Nintendo DS vor unserer Nase herum, während ein grummelnder Chris hinter ihm her trottete und beobachtete, wie Jacob überall herumrannte und zufällig Leute umarmte. Chris zwinkerte uns zu und meinte:
    »Ihr seid schon niedlich, wenn ihr gewinnt. « Dann eilte er Jacob hinterher.
    Als er weg war, wandte sich Victoire wieder an mich.
    »Du hast unseren Hüttenfluch aufgehoben und ich kenne nicht einmal deinen Namen. «
    Scherzhaft verbeugte ich mich. »Lily Allenson, Tochter von Poseidon.«
    »Danke, Lily Allenson. «

    Am Abend war meine erste Ratssitzung. Da Percy nicht da war, vertrat ich ihn als Hüttenältester.
    Die Ratssitzung fand im Hobbyraum des Hauptgebäudes statt, an einen Pingpong-Tisch und ich fühlte mich wie Zuhause. Ein Leopardenkopf hing an der Wand. Doch das seltsamste war, das dieser Kopf lebendig war. Manchmal warf ich ihm ein Cocktailwürstchen zu. Grover verteilte Nachos und Limo. Es war ein riesiges Durcheinander. Clarisse hatte ihre Stiefel auf den Tisch gelegt. Clovis schlief, während Butch versuchte im Stifte in die Nase zu stecken. Travis fackelte einen Pingpong-Ball ab, Will wickelte sich elastische Binde an den Arm und wieder ab. Lou Ellen klaute Mirandas Nase.
    Schön, dass sich manche Dinge niemals änderten. Ich sah in die Runde und dachte, dass das hier meine andere Familie war. Vielleicht wussten sie es noch nicht, aber das würden sie schon noch herausfinden.
    Rachel saß neben Chiron am Kopfende. Sie trug eine seltsame Schuluniform und ich nahm an, dass die aus dieser Mädchenschule stammte, auf die Rachel ging.
    Selbst Annabeth war gekommen, wahrscheinlich erhoffte sie sich Informationen über Percy, denn sie hatte extra ihre Suche unterbrochen. Angespannt saß sie auf ihren Platz, mit Rüstung und ihrem Messer am Gürtel. Die Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden und sie starrte die ganze Zeit Jason an. Mir würde dieser Blick Angst machen, aber Jason blieb erstaunlich ruhig.
    »Lasst uns anfangen«, sagte Chiron. »Lou Ellen, bitte gib Miranda ihre Nase zurück. Travis, wenn du bitte den brennenden Pingpong-Ball löschen könntest, und Butch, ich glaube, zwanzig Bleistifte sind für jedes menschliche Nasenloch zu viel. Danke. Also wie ihr sehen könnt, sind Jason, Piper und Leo erfolgreich zurückgekehrt... mehr oder weniger. Einige von euch haben Teile ihrer Geschichte gehört, aber sie können das jetzt vervollständigen. « Erwartungsvoll starrten alle Jason an. Anscheinend hatte ich mich nicht geirrt; er war der Anführer. Genau wie Percy. Da konnte ja lustig werden, wenn die beiden auf eine Mission gingen.
    Jason erzählte seine Geschichte, doch ich wartete auf Informationen von Percy. Er endete damit, dass er gerade eben Hera getroffen hatte.
    »Hera war also wirklich hier«, sagte Annabeth. »Und hat mit dir geredet. «
    Jason nickte. »Hör, mal, ich sage ja nicht, dass ich ihr vertraue...«
    »Das ist auch besser so «, unterbrach Annabeth ihn.
    »... aber diese Sache mit der anderen Gruppe Halbgöttern hat sie nicht aus den Fingern gesogen. ich komme von dort. «
    »Römer. «, sagte Clarisse und meine Nackenhaare stellten sich auf. Lässig gab sie dem Leopardenkopf, Seymour, wie ich erfahren hatte, einen Keks.
    »Wir sollen dir also glauben, dass es noch ein Camp für Halbgötter gibt, aber dass die sich an die römische Erscheinungsform der Götter halten. Ohne dass wir je davon gehört haben. «
    Piper beugte sich nach vorn. »Die Götter halten diese beiden Gruppen bewusst auseinander, denn immer, wenn sie sich begegnen, versuchen sie, sich gegenseitig umzubringen. «
    »Das ist plausibel«, räumte Clarisse ein. »Aber warum sind sie uns bei unseren Aufträgen nie über den Weg gelaufen? «
    »Seid ihr doch«, sagte Chiron traurig. »Sogar oft. Es ist jedes Mal eine Tragödie und die Götter geben sich immer alle Mühe, die Erinnerungen der Beteiligten auszulöschen. Die Rivalität reicht zurück bis zum Trojanischen Krieg, Clarisse. Die Griechen überfielen Troja und machten es dem Erdboden gleich. Der trojanische Held Aeneas konnte entkommen und gelangte nach Italien, wo er die Sippe gründete, die später Rom gründete. Die Römer wurden immer mächtiger, sie verehrten dieselben Götter, aber unter anderen Namen und mit ein wenig anderen Persönlichkeiten. «
    »Kriegerischer«, sagte Jason. »Weniger zerstritten. Denen ging es mehr um Expansion, Eroberung und Disziplin. «
    »Uääähhh«, warf Travis ein und ich musste ihn zustimmen. Die anderen schien meine Meinung ebenfalls zu teilen, nur Clarisse sah zufrieden aus. Ich dachte daran wie viel mehr Mars geehrt wurde, als seine griechische Erscheinungsform und es erschien mir einleuchtend. Annabeth spielte auf dem Tisch mit dem Messer. »Und die Römer hassten die Griechen. Sie rächten sich, indem sie die griechischen Inseln eroberten und dem Römischen Reich einverleibten. «
    »Sie haben sie nicht direkt gehasst «, sagte Jason ruhig.
    »Die Römer bewunderten die griechische Kultur und waren ein wenig neidisch darauf. Die Griechen ihrerseits hielten die Römer für Barbaren, respektierten aber ihre militärische Macht. Und in der Römerzeit fingen die Halbgötter dann an, sich zu spalten- entweder griechisch oder römisch. «
    »Und seither war es immer so«, vermutete Annabeth. » Aber das ist doch Wahnsinn. Chiron, wo waren die Römer während des Krieges gegen die Titanen? Wollten die nicht ein wenig helfen? «
    Chiron zupfte an seinen Bart herum.
    »Sie haben geholfen, Annabeth. Als du und Percy die Schlacht geleitet habt, die Manhattan retten sollte, was glaubst du denn. wer den Othrys erobert hat, den Sitz der Titanen in Kalifornien?«
    »Moment«, sagte Travis. »Sie haben doch gesagt, der Othrys sei einfach zerfallen, als wir Kronos hatten. «
    »Nein«, sagte Jason. »Der Othrys ist nicht einfach zerfallen. Wir haben ihren Palast zerstört. Und ich selbst habe den Titanen Krios besiegt. «
    »Die Bay Area. Uns ist immer erzählt worden, wir sollten einen Bogen darum machen, weil dort der Othrys liegt. Aber das war nicht der einzige Grund, oder? Dieses römische Lager - das muss irgendwo in der Nähe von San Francisco sein. ich wette, es wurde dort angelegt, um das Gebiet der Titanen im Auge zu behalten. Aber wo genau ist es?« Nervös rutschte Chiron in seinen Rollstuhl hin und her. »Das kann ich dir nicht sagen. Diese Information ist nicht einmal mir anvertraut worden. Meine dortige Kollegin, Lupa, ist nicht gerade eine, die gern teilt. und Jasons Erinnerung ist weggesengt worden. «
    »Das Camp ist von Magie dicht verhüllt «, sagte Jason. »Und wird streng bewacht. Wir könnten jahrelang suchen und würden es doch nicht finden. «
    Rachel verflocht ihre Hände ineinander. Und die Art, wie sie niemals ihre Hände stillhalten konnte, erinnerte mich schmerzhaft an Hermes.
    »Aber ihr werdet es versuchen, oder? Ihr werdet Leos Schiff bauen, die Argo II. Und ehe ihr nach Griechenland aufbrecht, werdet ihr zum Römerlager segeln. Ihr werdet ihre Hilfe brauchen, um den Riesen gegenüberzutreten. «
    »Keine gute Idee«, sagte Clarisse warnend. »Wenn diese Römer ein Kriegsschiff kommen sehen, werden sie glauben, wir wollten sie angreifen. «
    »Das hast du sicher Recht«, stimme Jason zu. »Aber wir müssen es versuchen. Ich bin hergeschickt worden, damit ich Camp Half-Blood kennenlerne und euch klarmache, dass die beiden Lager nicht verfeindet sein müssen. Als Friedenstifter.«
    Auch wenn mir der Gedanken an das römische Lager nicht behagte, klang es doch logisch.
    »Hmmmm«, sagte Rachel. »Weil Hera davon überzeugt ist, dass wir beide Camps brauchen, um den Krieg gegen die Riesen zu gewinnen. Sieben Helden des Olymp: ein paar Griechen und ein paar Römer.«
    »Annabeth nickte. »Deine Große Weissagung- wie war noch die letzte Zeile?«
    »"Und der Feind trägt Waffen zu des Todes Gemäuer."«
    »Gaia hat die Pforten zu des Todes Gemäuer geöffnet«, sagte Annabeth. »Sie lässt die übelsten Schurken aus der Unterwelt frei, um gegen uns zu kämpfen. Medea, Midas - und es werden noch mehr kommen, da bin ich mir sicher. Vielleicht bedeutet diese Zeile, dass die römischen und die griechischen Halbgötter sich zusammentun und die Mauern des Todes wieder schließen werden. «
    »Oder es bedeutet, dass sie bei des Todes Gemäuer gegeneinander kämpfen werden«, sagte Clarisse nachdenklich, während sich mir derselbe Gedanke aufdrängte. »Es sagt ja nicht ausdrücklich, dass wir uns zusammentun. «
    Ruhe trat ein und auch ich wurde nachdenklich. Welche Position hatten wohl die Götter in diesen Krieg?
    »Ich gehe«, sagte Annabeth plötzlich. »Jason wenn dieses Schiff gebaut ist, dann lass mich mitkommen.«
    »Ich hatte gehofft, dass du das sagen würdest«, sagte Jason. »Gerade dich brauchen wir. «
    »Moment«, schalt sich Leo ein. »Ich meine, ich habe ja nichts dagegen oder so. Aber warum gerade Annabeth? «
    Ich fragte mich, warum er nicht schon längst darauf gekommen war. Lag es nicht auf der Hand?
    »Hera hat gesagt, ich sei hergekommen, weil ein Austausch der Anführer nötig war. «, sagte Jason. »Damit jedes Camp von der Existenz des anderen erfährt. «
    »Ach was «, sagte Leo. »Und?«
    »Ein Austausch geht in zwei Richtungen«, sagte Jason. »Als ich hergekommen bin, war mein Gedächtnis ausgelöscht. Ich wusste nicht, wer ich war und wohin ich gehörte. Zum Glück habt ihr mich aufgenommen und ich habe ein neues Zuhause gefunden. Ich weiß, dass ihr nicht meine Feinde seid. Die im römischen Lager - die sind nicht so freundlich. Da muss man sich schnell beweisen, sonst überlebt man nicht. Vielleicht sind sie nicht so nett zu ihm, und wenn sie herausfinden woher er kommt, wird er ziemlich Ärger kriegen. «
    »Er? «, fragte Leo. »Von wem redet ihr eigentlich? «
    »Von meinem Freund«, sagte Annabeth düster. »Er ist genau zu der Zeit verschwunden, als Jason aufgetaucht ist. Wenn Jason also ins Camp Half-Blood gekommen ist...«
    »Genau«, sagte Jason zustimmend. »Percy Jackson ist im anderen Camp, und vermutlich weiß er nicht einmal mehr, wer er ist. «

    4
    Wieder einmal eilte Hermes über die Straßen des Olymps. Er ging noch einmal das Gespräch zwischen ihm und Lily durch.
    Sie hatte Recht. Ein Leben ohne Tod, ist nicht lebenswert. Das ist ihm auch klargeworden, nach langer Zeit. Er sah die Sterblichen lieben und hassen, frieren und schwitzen, leben und sterben und, er hat sie um alles beneidet.
    Niemand konnte so lange leben wie er, ohne sich einzukapseln, um den Schmerz nicht immer so intensiv zu spüren. Nicht um jeden Toten zu trauern, um jede Familie die entzwei gerissen wurde, um all jene Liebenden, die getrennt wurden. Um all jenes Leid, das die Sterblichkeit mit sich bringt. Und Lily hatte diese Kapsel, die Mauer, die ihn umgab, niedergerissen. Denn diese Kapsel hatte auch keine Freude in sich gelassen. Kein Glück. Und mit ihrem Fall erinnerte sich Hermes wieder an die Zeiten, als er noch mehr Menschliches in sich hatte. Als er noch ein junger Gott war, und die Erde noch genauso jung war.
    Und auch wenn Lily, mit all dem Recht hatte, lag sie doch in einer Sache falsch. Der Olymp brauchte keinen Boten, auch wenn sie der Meinung waren, dass es sie zusammenbringen würde, war das doch eine Lüge. Die Tatsache immer über Hermes erreichbar zu sein, hatte sie nur immer mehr voneinander entfernt. Und jetzt war es Zeit, dem ein Ende zu setzen. Es war Zeit der Veränderung, denn so wie die Götter sich jetzt verhielten, konnten sie keinen Krieg gewinnen.
    Schon bald würde Hermes in Zeus Thronsaal stehen und verlangen, dass seine Unsterblichkeit von ihm genommen wird. Und wenn er sich weigern würde, würde Hermes mit Krieg drohen, und noch einen Krieg konnte Zeus nicht gewinnen. Besonders jetzt, wo die Götter von ihren Kindern getrennt waren, würde sich nur die wenigsten auf seinen Seite schlagen. Hermes lächelte grimmig. Schon bald würde er wieder mit Lily vereint sein.

    5
    So Leute, das war meine Lily Allenson - Unerreichbar-Fanfiction. Ich freue mich über alle, die meine Geschichte gelesen haben und werde jetzt wohl eine Weile, eine Schreibpause einlegen, um wieder Ideen zu sammeln.
    Übrigens meine Inspiration für Hermes war Nathan Fillion, der in "Percy Jackson - Sea of Monsters" den Hermes verkörpert. Ich bin der Meinung, das er perfekt für diese Rolle ist, wie sich bewegt und wie er spricht, also habe ich beschlossen, das ich seine Karriere ein wenig verfolge und habe mir als erstes "Dr Horribles Sing-along-blog" angesehen, ein englisches Musical (?), das leider bisher nur auf youtube existiert und in dem es um einen Bösewicht, der gar nicht so böse ist und einen ziemlich arschigen Superhelden geht. Zu meinem Bedauern spielt Nathan Fillion den Superhelden. Andererseits habe ich mir die Krimiserie "Castle" angesehen, in dem es um einen reichen Schriftsteller geht, der bei der Polizei arbeitet, geht. Das spielt Nathan Fillion einen witzigen, charmanten, intelligenten und etwas kindischen Charakter und verkörpert darin vollkommen meine Vorstellung als Hermes. Da wird er zwar manchmal als attraktiv und oberflächlich dargestellt, aber auf der anderen Seite kämpft er wie ein Löwe wenn es um seine Tochter geht. Und die Liebesgeschichte mit Beckett (hach) ist natürlich auch ganz wunderbar. Im Übrigen war er meine Muse, war für Liebhaber der Serie ziemlich ironisch erscheinen mag. Und letztendlich bin ich ein ziemlicher "Castle"-Fan geworden.

Kommentare Seite 12 von 12
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Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 30 Tagen
Ich habe bei Estrellas Bilderliste einen Steckbrief von ihr und Hermes hinterlassen..
Bianca ( von: Paradise )
Abgeschickt vor 32 Tagen
Ich könnte Lily theoretisch auch zeichnen, habe aber keinen blassen Schimmer wie sie aussieht ...
Adhara ( 97453 )
Abgeschickt vor 68 Tagen
Vielen Dank :D Percy ist einfach cool, das stimmt ;)
Oh das wäre klasse, Lynn!
Lynn ( 65784 )
Abgeschickt vor 68 Tagen
Ist echt gut geworden! :3
(Und ich könnte Lily zeichnen ^^)
Oceana ( 00320 )
Abgeschickt vor 74 Tagen
Wow, du schreibst so toll!!! Wenn ich deine Geschichte lese, wünsche ich mir auch einen Bruder wie Percy. Ich finde es so toll, dass die Geschichte parallel zu denen von Rick Riordan spielen. Nur Lily an sich mag ich nicht so gern.
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 84 Tagen
Vielen, lieben Dank für das Lob :3
Saphirkralle ( 55672 )
Abgeschickt vor 85 Tagen
OMG! Deine Fanfiktion sind so cool! So spannend! Manchmal glaube ich das deine Geschichte besser ist als die von Percy Jackson. WeIter so!;)
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 85 Tagen
Oh Mann, ich bewundere Vegetarier für ihre Willenskraft... Ich wünschte, ich könnte das auch^^
Naja, ich geb mir Mühe so schnell wie möglich weiterzuschreiben :)
Amethyst ( 78904 )
Abgeschickt vor 91 Tagen
Der Gestank von Fischen hasse ich. Vor allem von toten Fischen. Vegetarier for Life. Wo war ich stehengeblieben?
Ich finde, das Kapitel ist dir wieder mal gut gelungen und ich hoffe, dass du bald weiterschreibst ;)
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 108 Tagen
Ja das könnte in etwa hinkommen...

Tja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt^^ Aber ich denke Lily wird das überleben, auch wenn es natürlich seine Vorteile hat, mit einem Gott zusammenzusein...
Lupa ( von: Lupa )
Abgeschickt vor 109 Tagen
Etwas so gutes wird einfach nicht alt... xD und ka, müsste so umgefähr ein bis eineinhalb Jahre her sein...

Noch etwas zu Hermes und Apollo, wegen der Sterblichkeit: Hermes hat noch den Vorteil, dass er sein gutes Aussehen behält... hoffe ich zumindest xD
Aber leider kann er dann nicht mehr so coole Sachen bringen wie beim Tanzen in die Luft schweben oder meinetwegen auch Blumen aus dem nichts holen... :(
Adhara ( 19152 )
Abgeschickt vor 109 Tagen
Ach ja und nochmal vielen Dank :) Ich freue mich immer riesig, wenn andere Menschen meine Geschichten gern lesen. Die GF ist ja mittlerweile schon drei Jahre alt.... Ich bin immer wieder erstaunt, wie lange die Geschichte noch gelesen wird.
Adhara ( 19152 )
Abgeschickt vor 109 Tagen
Oh Mann, es ist ja schon Ewigkeiten her, dass ich in diesem RPG war 😊
Ich weiß nicht, mir ist nie aufgefallen, dass Teile von der Seite geflogen wären. Versuch eventuell sie Mal in der Google Suchleiste zu finden.... Ansonsten kann ich die Teile auch nochmal hochladen, aber ich bin sicher, dass die Teile noch irgendwo sind :)
Aber natürlich erinnere ich mich an dich ;)
Lupa ( von: Lupa )
Abgeschickt vor 109 Tagen
Hey Adhara (oder sollte ich lieber Becky sagen, wo ich dich doch unter dem Namen kennen gelernt habe?),
Ich hab schon vor längerem diese beiden FFs angefangen und sie als ziemlich gut empfunden. Jetzt habe ich sie noch einmal komplett durchgelesen und bin der Meinung, dass sie seeeehr gut gelungen ist, von Idee, Schreibstil,... einfach in jeder Hinsicht. Allerdings finde ich einige Teile nicht, zum Beispiel untrennbar 9. sind die vielleicht von der Seite geflogen? Wäre nämlich schade, weil dann doch ein Teil der Geschichte fehlt...
Liebe Grüße,
Lupa

PS: wenn du dich fragst, wer zum teufel ich bin... vielleicht erinnerst du dich ja noch an das Camp halfblood-rpg von Nicky... :)
Amethyst ( 43351 )
Abgeschickt vor 182 Tagen
Oh mann, cool, dass du Reyna eingebaut hast. Sie ist meine Lieblingsperson und tut mir irgendwie total leid...
Ista ( 25240 )
Abgeschickt vor 184 Tagen
Jippieh! :) Ein neues Kapitel! Das warten hat sich gelohnt. Ich finde die Amazonen einfach toll und finde Rick Riordan's Idee mit Amazon einfach lustig XD. Außerdem ist Reyna mein Lieblingschara in den HdO Büchern und deshalb mag ich auch Hylla. Freue mich schon auf das nächste Kapitel :)
Adhara ( 33468 )
Abgeschickt vor 185 Tagen
So meine Lieben, endlich ist das neue Kapitel online :) Ich hoffe es gefällt euch und die Wartezeit war nicht zu lang...
Adhara ( 86644 )
Abgeschickt vor 218 Tagen
Ja, nicht wahr? Ich mag den Humor einfach^^
Vielen Dank :)
Ista ( 82865 )
Abgeschickt vor 218 Tagen
Die Teaser waren echt lustig XD. Und das Kapitel war auch gut. Mal schauen was so passieren wird...
Amethyst ( 39700 )
Abgeschickt vor 218 Tagen
Okay, jetzt habe ich den dritten gefunden. "Music". Natürlich.