Jägerin der Augen Teil 12

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3 Kapitel - 5.905 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2014-10-15 - Entwickelt am: - 1.237 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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Kapitel 34: Zwei Schriftrollen aus dem Diesreich


Keuchend und die Hände auf die Knie gestützt, standen die drei jungen Mädchen vor ihrem Sensei. Ihr Sensei sah im Gegensatz zu ihnen sehr fit aus. „Da habt ihr aber ganz schön viel Arbeit geleistet“, stellte Kairi fest und deutete auf ihre Umgebung, dem Trainingsplatz. Der Boden war mit Rissen übersät, aber auch Löcher hatten sich in den steinigen Untergrund gemeißelt. Auch der Fluss, der sich durch den Platz zog, kam von seinem Weg ab. Einige Bäume sahen schwarz drein. Der Trainingskampf gegen ihren Sensei hatte sich hauptsächlich auf den gelichteten Platz ausgetragen, was nur unschwer zu erkennen war.
„Aber besonders Sarana hat zur Verschönerung des Platzes beigetragen“, meinte sie ironisch, was die rothaarige Schülerin zu einem bösen Blick unter ihrer Maske verleitete. „Dennoch verstehe ich nicht, warum ihr unbedingt einen Kampf gegen mich austragen wolltet. Kann es mir einer von euch mal erklären? Wieso nicht das Training für etwas Sinnvolleres nutzen?“, die Hatake schüttelte verständnislos den Kopf. Ein schneller Blick Austausch erfolgt unter den Mädchen, ehe die Hyuuga in einer Rauchwolke verpuffte! Der geplante Überraschungsangriff der Mädchen misslang jedoch, denn bevor Ayane Kairi ein Haar krümmen konnte, war diese in ihrer Bewegung gestoppt worden und die anderen beiden seufzten niedergeschlagen. „War ein netter versuch, aber gegen mich sind solch Angriffe zwecklos. Seht es ein“, seufzte Kairi. „Mizuki?“, wendete sie sich nun an die Strategin, „Nimm dir mehr Zeit für deine Taktiken. Von heut auf morgen geht es nicht. Nicht jetzt, aber in ein paar Jahren vielleicht. Ihr vergesst, dass ihr noch immer Genins seid und überschätzt euch. Denkt ihr seid solch Pro-Jonins, aber das könnt ihr euch echt abschminken.“
„Ja, sie haben ja Rechte, aber-“
„Kein Aber!“, widersprach Kairi der Strategin. „Ihr müsst viel lernen und ab dem nächsten Training, werden wir erst einmal das Gen-, Tai- und Ninjutsu wiederholen. Ich will wissen, in welchen Bereich ihr gut seid und diese verstärkt trainieren. Das Training wird kein Zuckerschlecken, so viel sei euch gesagt.“
„Jaja, das sagen sie alle“, brummte Sarana.
„Und dann sind sie schwanger“, vollendete Mizuki gut gelaunt, was Kairi leise auflachen ließ. „Wollen Sie Ayane nicht mal aus dem Jutsu befreien“, hakte die Moroshi kritisch nach.
„Oh, ach ja, die gibt es ja auch noch“, lächelte Kairi peinlich berührt und kratzte sich am Hinterkopf, ehe sie ihr Genjutsu auflöste.
„WAS HAB ICH VERPASST?“, fragte die Hyuuga im nächsten Moment ein wenig zu laut. „Ups, Tschuldigung.“
„Noch lauter geht's wohl nicht?“, zischte die Rothaarige.
„Boah! Was willst DU, Maskenfresse, schon wieder?“, stieg Ayane auf Saranas Bemerkung ein. „Das kann doch wohl mal passieren“, genervt rollte sie mit den Augen.
„Ach ja?“, knurrte die Shiitaku und baute sich bedrohlich vor ihrer Kameradin auf.
„Meinst du, du kannst mir so Angst einjagen? Pff, ich bitte dich. Ich bin eine Hyuuga und kenne, sowas wie Angst nicht. In welchem Universum lebst du denn, pff“, spottete sie mit kühlem Unterton.
„Das hatte gestern aber anders ausgesehen“, bemerkte Mizuki zögerlich.
„Leute! Ist doch jetzt gut! Ihr könnt euch immer streiten, aber nicht wenn ich dabei bin, kapisch?“, Kairis strenger Blick huschte zwischen den Streithähnen hin und her. Ihre Köpfe schnellten zur Hatake hin. Ayane sah sie entschuldigend an, wohingegen Sarana sie mit einem grimmigen Blick ansah. Bevor noch weitere Diskussionen entstanden, beendete die Hatake das Training und schickte ihre Schülerinnen fort.

„Das sieht hier ja noch schlimmer aus, als auf einem Schlachtfeld. Was habt ihr angestellt?“, verwundert kam Kakashi auf seine Schwester zu und betrachtete den halb zerstörten Trainingsplatz.
Kairi drehte sich um, als sie seine Stimmer vernahm und begrüßte ihn mit einem Lächeln. „Mein Team bestand auf ein Trainingskampf gegen mich, also hab ich zugesagt und das ist das Resultat. Mehr oder weniger. Eigentlich hat Sarana das ganze hier angestellt. Ein wenig zu viel Taijutsu lässt sich verstehen“, erklärte sie ihm die Situation.
„Wie auch immer. Der Hokage will dich sehen, aber frag mich nicht, was er will“, berichtete er seiner Schwester.
Kairi nickte. „Okay, aber erstmal muss ich den Platz wieder in Ordnung bringen“, lachte sie und drehte sich um, um ein paar Dotonjutsus anzuwenden, damit der Boden wieder wie neu aussah.
„Sagst du mir später, was er von dir wollte?“
„Aber klar doch“, zwinkerte Kairi ihrem Bruder zu und verschwand Richtung Hokagenturm.

„Herein!“, vernahm die Hatake die Stimme des dritten Hokagen auf der anderen Seite der Tür. Ohne groß zu zögern öffnete sie das Hindernis und schritt sofort vor den Schreibtisch.
„Sie wollten mich sehen?“
„In der Tat. Setz dich doch“, bat er sie freundlich.
„Was gibt's denn?“, hakte sie rasch nach.
„Du musst morgen auf Mission gehen.“
„Klingt gut. Eine D nehme ich mal an“, vermutete sie. Jedoch schüttelte Sarutobi den Kopf. „Hä? Aber wieso? Ich meine, mein Team ist doch-“
„Es wird keine Mission für dein Team, sondern eine von wichtiger Bedeutung. Ich weiß, du wolltest nicht mehr der Anbu-Einheit dienen, aber diese Mission kann ich keinem meiner Anbus zuteilen. Zwar zweifle ich nicht an deren Fähigkeiten, aber es gibt keinen, der diese Mission besser ausführen kann als du“, erklärte er ihr. Kairi wusste nicht, was sie tun sollte. Einerseits wollte sie nichts mehr mit dieser Einheit zu tun haben, aber andererseits stand vermutlich auch das Wohl Konohas auf dem Spiel und sie wollte dieses aber auch nicht gefährden. „Ich bitte dich. Das Dorf braucht dich und deine Fähigkeiten mit den Genjutsus“, redete er auf sie ein. Er brauchte ihre Hilfe, das Dorf brauchte es. Die Mission war von größter Wichtigkeit.
„Wieso fragen sie nicht meinen Bruder. Ich meine, er hat das Sharingan und hat gefühlt tausende Jutsus auf den Kasten und ist brauchbarer als ich“, hielt sie skeptisch dagegen. Sie wusste, was sie drauf hatte und wusste auch, dass sie eine gute Jonin war, aber ihr Bruder besaß nun mal das Sharingan und war dementsprechend auch noch stärker als sie. Wieso dann nicht ihn?
„Weil deine Genjutsus eine große Rolle in der Mission spielen werden und wie wir wissen sind deine um einiges besser. Du bist besser als sämtliche Uchihas es je gewesen waren“, argumentierte der Hokage seine Entscheidung.
„1:0 für sie Hokage“, sagte sie und ihre Entscheidung war getroffen. „Ich werde annehmen, aber was ist mit meinem Team? Wer soll es in der zwischen Zeit übernehmen?“
„Keine Sorge. Ich denke Kakashi übernimmt es gerne, nicht wahr?“, grinste er sie verschmitzt an und Kairi verstand sofort.
„Hehe, sehr gute Idee“, entgegnete sie ihm und lachte hinterhältig, „Mal sehen, wie der berühmte Kopierninja es mit meinem Team aushält.“ Daraufhin begann der Hokage der Jonin von der Mission zu erzählen. Kairi prägte sich alles gut ein machte sich auf den Weg zu Kakashi um ihm ihr Team zu überlassen.

„Also würdest du es für mich tun?“, sie sah ihn mit großen, erwartungsvollen Augen an. Kakashi nickte. „Ich danke dir“, jubelte sie und fiel ihm um den Hals.
„Ich meine so schwer kann es doch nicht werden mit sechs Genins auf einmal zu trainieren“, winkte er ab.
„Sei dir da mal nicht so sicher, mein Lieber. Mein Team hat es in sich. Unterschätz die Mädels bloß nicht“, warnte sie ihn, „besonders musst du auf Ayane und Sarana achtgeben. Die streiten sich gerne mal und das ist nicht besonders wenig.“
„Schlimmer als bei Naruto und Sasuke kann es schon nicht werden“, versuchte er sie zu beschwichtigen, jedoch erntete er nur einen warnenden Blick.
„Ich weiß zwar nicht, wie heftig es bei deinen ist, aber unterschätz es bei meinen Streithähnen nicht. Wie auch immer, wenn du es auf die leichte Schulter nimmst, dann beschwer dich hinterher nicht, dass ich dich nicht gewarnt hätte“, verklickerte sie ihm und verabschiedete sich daraufhin.

Kairis Mission führte sie ins Diesreich. Es war ein kleines, üppiges und schönes Land zwischen dem Feuer- und Wellenreich. Es gab dort viel flaches Terrain und viele grüne und gesunde Pflanzen. Die Kunoichi war dort unterwegs, um zwei Schriftrollen zu holen und diese sicher nach Konoha zu bringen. Es waren Rollen mit verbotenen Jutsus. Sobald sie aus dem Turm kam, in dem der Dorfführer seinen Sitz hatte und im Besitz der Schriftrollen war, nahm ihre Mission eine schlechte Wendung.

Ein grauer Nebel legte sich über das Dorf und alle Menschen um die Hatake herum brachen zusammen. Was ist hier los, schoss es ihr durch den Kopf. Ihr Blick huschte aufmerksam umher. Langsam schlich sie im Dorf umher. Sie durfte nicht auf sich Aufmerksam machen. Sie vernahm Schritte vor sich und hechtete in die dunkle Gasse neben ihr, ehe zwei Gestalten um die Häuserecke bogen und den Weg entlang ging, in dem sie zuvor war.
„Sie kann nicht weit sein“, sagte eine weibliche Stimme.
Schweigen.
„Verlass dich da nicht drauf. Ich kenne sie und sie ist nicht zu unterschätzen“, ertönte eine männliche Stimme. Itachi, ging es der Hatake durch den Kopf. Oh Scheiße, nicht Akatsuki! Der Hokage lag mit seiner Vermutung also doch richtig. Augenblicklich schritt sie tiefer in die Gasse und presste sich noch stärker an die Mauer hinter sich.
„Ach notfalls töten wir sie und außerdem kann sie nicht entkommen. Immerhin sind wir zu sechst und sie alleine. Die Schriftrollen werden wir schon in unseren Besitz kriegen“, lachte die weibliche Stimme.
„Dazu müssten wir sie erstmal finden“, entgegnete Itachi seiner Partnerin im kühlen Ton. Sechs! Ganze sechs Mitglieder dieser Organisation? Scheiße, schoss es der Hatake panisch durch den Kopf. Wie soll ich nur hier rauskommen?
„Ist ja gut. Hast recht. Ihre Genjutsukünste sind fast schon legendär oder wie war das? Ich meine gehört zu haben, dass sie sogar besser als deine seien“, die weibliche Stimme wurde immer leiser und in der nächsten Sekunde war nichts mehr zu vernehmen. Scheint als seien sie weg, Kairi atmete erleichtert aus. Dann belegte sie die Umgebung im Umkreis von 500 Metern mit aktiven und inaktiven Genjutsus. Sie schloss die Augen und fühlte tatsächlich sechs weitere Chakren. Zwei waren unmittelbar in ihrer Nähe. Das konnten nur Itachi und seine Partnerin sein. Die nächsten zwei waren 200 Meter nordöstlich von ihr und das letzte Zweierteam war 250 Meter nordwestlich von ihr. Derzeit war also der südöstliche Raum frei und sie musste dort hingelangen. Aber es konnte auch sein, dass Akatsuki es extra gemacht hatte und sie in eine Falle locken wollte.

Sie rannte leise aus der Gasse und nahm die südliche Richtung aus der Itachi gekommen war. Ihrem Wissen zufolge musste sich dort ein Dorftor befinden. Man konnte das Dorf nur durch eines der Tore betreten oder verlassen, anders war es nicht möglich, denn das eindringen durch die Luft, wurde von einem Jutsu verhindert.

Als Kairi am Ausgang ankam, musste sie feststellen, dass dieses mit einem Genjutsu belegt war. „Scheiße!“, fluchte sie leise und probierte immer wieder das Jutsu aufzulösen, während sie immer mal wieder einen panischen Blick über ihre Schulter riskierte. „Jetzt mach schon. So schwer kann es doch nicht sein. Du bist eine Meisterin im Genjutsu“, hetzte sie sich selber ab. Plötzlich ertönte eine Explosion, die die Hatake zusammenzucken ließ. „Mach schon“, drängte sie sich selbst weiter.

Der Nebel wurde durch den Rauch noch dunkler und Kairi spürte, wie die Sechs sich ihr immer weiter näherten. „Lass gut sein, du schaffst es nicht“, teilte ihr eine Stimme in ihrem Kopf mit. Zwar gab Kairi die Hoffnung nie schnell auf, aber ihr war mehr als bewusst, dass es für diese Situation keine Hoffnung mehr gab. Seufzend ließ sie ab und entfernte sich von dem Tor. Sie fing an, sich mental auf ihren Tod vorzubereiten, doch daraus wurde nichts.

Warmer Atem streifte ihren Nacken und eine Stimme flüsterte ihr ins Ohr: „So kenne dich nicht. Wo ist meine Hoffnungsträgerin geblieben?“ Augenblicklich setzte Kairis Herz aus und schlug im nächsten Moment doppelt so schnell, als sich zwei starke Arme um ihren Körper schlangen.
„O-Obito“, ihre Stimme klang atemlos. Langsam drehte er sie zu sich herum. Kairi bettete ihre Hände auf seine Brust und legte ihren Kopf leicht in den Nacken, um ihn besser sehen zu können. Er sah noch viel besser aus, als vor ein paar Jahre. Sein schwarzes Haar war noch immer stachlig, wie sie es schon immer geliebt hatte und das endlose Schwarz seiner Augen. Anscheinend hatte er sich für sein linkes Auge ein Ersatz gefunden.

Sachte drückte er ihren Kopf auf seine Brust und flüsterte zu ihr. „Komm mit mir. So oft hast du dich in Gefahr begeben und so oft, konnte ich nicht eingreifen. Zu meinem Glück hast du alles immer heil überstanden. Ich kann nicht von deiner Seite weichen. Ich muss immer das Wissen haben, dass du nicht jeden Moment, dein Leben lässt. Ich kann dich nicht auch noch verlieren.“
Seine Worte hörte sie nur mit halbem Ohr zu, denn etwas ganz anderes hatte ihre Aufmerksamkeit. Neben seiner Nähe wollte sie auch seinen beruhigenden Herzschlag hören, doch dieser blieb aus.
„Kairi, du bist so schön. Du machst mir mein Leben und mein Ziel komplizierter, denn ständig lebe ich in Angst, dich auch noch in dieser grausamen Welt zu verlieren. Ich... Ich liebe dich.“ Der Druck seiner Umarmung wurde ein wenig fester, doch Kairi drückte sich traurig von ihm weg. Sein Griff wurde lockerer und ließ ihr mehr Freiraum. Die Hatake hatte ihre Hände auf seine Brust gelegt und blickt traurig in seine Augen, bevor sie ihren Kopf hingen ließ.
„Lüg mich nicht an“, flüsterte sie und ihre Hände verkrampften sich. "Du kannst gar nicht lieben", presste sie heraus und drängte ihre Tränen zurück.
„Ich lüge dich nicht an. Warum denkst du so? Habe ich es dir nicht bereits bewiesen, indem ich in deiner Nähe war und dich nun retten möchte? Sag mir, warum denkst du so?“, Obito klang eiskalt, aber dennoch lag in seinem Blick etwas verletztes, das jedoch schnell wieder verflogen war.
„Weil du kein Herz hast! Hast du echt gedacht, ich würde es nicht merken! Niemand kann ohne Herz lieben!“, brüllte sie ihm entgegen und die Tränen fanden ihren Weg nach draußen, während sie ihm durch die Brust schlug und ein Loch hinterließ. „Hör einfach auf.... mich zu verarschen“, sagte sie mit schwacher Stimme, ehe sie ihre zittrige Hand hob und ihn in ein Genjutsu sperrte. Obito sank auf die Knie und stützte sich mit den Händen vom Boden ab. „Es tut mir leid“, flüsterte Kairi und die Tränen flossen immer weiter. Danach widmete sie sich dem Tor und schaffte es, dieses vom Genjutsu zu befreien.

Sie rannte weg. Weg von diesem Dorf und löste alle Genjutsus auf, die sie in dem Dorf verwendet hatte auf. So konnten die Akatsukis und auch Obito sich wieder frei bewegen. Kairi nahm keine Rücksicht. Sie wollte nur noch nach Konoha und zwar so schnell es ging. Die Begegnung mit ihrem Uchiha war zwar sehr schön und sie hatte es so lange genoss, bis dieser ihr sagte, dass er sie liebte. Die Hatake konnte es nicht glauben. Es ging einfach nicht, denn er hatte doch immer nur Augen für Rin gehabt. Sie hatte es doch mit eigenen Augen sehen müssen. Immer wieder. In der Akademie und selbst beim Training war es ständig so.

Die Tore Konohas kamen immer weiter auf sie zu. Zwei Tage war sie unterwegs gewesen und nun war sie wieder in ihrer vertrauten Umgebung. Sobald sie das Dorftor passierte, ging sie nicht nach Hause sondern schlug eine andere Richtung ein. Die Richtung zum Trainingsplatz, denn ihr Team war vermutlich mit ihrem Bruder am Trainieren. Ob Team 7 mit ihnen trainierte, fragte Kairi sich und beschleunigte ihre Schritte. Ihre grüßenden Bekannten bekam sie nicht mit, denn sie hing ihren eigenen Gedanken zu sehr hinterher. Unbemerkt gelang sie auf das Trainingsgelände und ließ sich auf einen nahestehenden Baum nieder. Von dort aus beobachtete sie amüsiert, aber auch erschöpft das Schauspiel, das sich ihr bot.

„DU STÖRST NUR NARUTO! DU HAST HIER GAR NICHTS ZU MELDEN, DU SCHWÄCHLING“, hörte man Sarana wutentbrannt schreien. Bedrohlich stand sie neben dem Fluss und vor dem Blonden, wie auch vor Ayane. Neben Sarana hatte sich Sasuke positioniert, während Mizuki und Sakura im Schatten saßen und das Theater vom weiten verfolgen.
„Ach ja! Das musst besonders du sagen! Ich bin besser als du und wenn Sensei Kakshi nicht dazwischen gegangen wäre, hättest du es auch gesehen“, erwiderte Naruto aufgebracht.
„Sieh es doch einfach ein Naruto, du bist das schwächste Glied. Bist sogar schlechter als Mizuki“, ertönte Sasukes ruhige und kalte Stimme.
„Verdammt noch einmal! Jetzt lasst Naruto in Ruhe. Ihr beide sei die Schwachen“, nahm Ayane den Blonden in den Schutz. Moment mal! Hat Ayane sich etwafür Naruto eingesetzt, schoss es der Hatake ungläubig durch den Kopf. Was ein Wunder!
„ACH HALTS MAUL HYUUGA! DU BIST NICHT BESSER ALS DIESER BAKA!“, schrie Sarana und schnaubte. Sasuke legte der Rothaarigen beruhigend seine Hand auf ihre Schulter. Kurz schnellte ihr Kopf zu ihm, ehe sie wieder zu Naruto und Ayane schauten.
„Wie hältst du es nur mit Sarana und Ayane aus?“, fragte Kakashi seufzend, als er neben Kairi auf dem Baum auftauchte. „Die sind ja um einiges schlimmer als Naruto und Sasuke.“
Ein breites und amüsierendes Grinsen legte sich auf ihr Gesicht. Ihr war von vorne rein klar, dass Kakashi mit ihnen überfordert wäre. „Weißt du, für mich ist es auch nicht einfach. Jedes Mal streiten sie sich und jedes Mal komme ich deswegen gestresst nach Hause und will nur noch meine Ruhe haben“, erklärte sie ihm. „Und was ist da unten los?“, sie nickte zu den Genins.
„Habe sie vorgestern gegeneinander antreten lassen. Erst einzeln und dann als Team. Ich muss schon sagen: Beim Teamkampf hat dein Team meinem richtig eingeheizt. Sie haben ganz gut zusammengearbeitet, wenn man Saranas Beschwerden außen vor lässt. Im Einzelkampf war dein Team auch besser. Mizuki hat Sakura eingeheizt und Ayane Naruto. Bei Sasuke und Sarana war es ein langer Kampf, der unentschieden ausging. Mir gefällt besonders das Frostfeuer von deinem Team. Ist eine schöne und starke Kombination“, berichtete Kakashi ihr.
„Freut mich zu hören“, lächelte Kairi ihren Bruder an.
„Wie war die Mission?“, erkundigte der Hatake sich bei seiner Schwester.
„Ganz okay, bis Akatsuki aufgetaucht ist. Zu sechst waren sie in dem Dorf und haben nach mir gesucht, jedoch konnte ich ihnen entkommen.“ Sie hatte bewusst den Teil mit Obito weggelassen, denn Kakashi glaubte ihr ja eh nicht, dass dieser noch am Leben war.
Mit einem Nicken nahm er es zur Kenntnis. „Sollen wir sie auseinander bringen, bevor noch etwas passiert?“
Kairi nickte und beide sprangen vom Baum.

„Leute, ist jetzt gut!“, brüllte Kairi in die Runde. Augenblicklich verstummten beide Gruppen, während die dritte sich nun zu ihnen gesellte.
„Sensei Kairi!“, kam es erfreut von Mizuki und Ayane. War klar. Sarana interessierte es nicht, dachte sich die Hatake.
„Wo waren sie?“, giftete die Rothaarige ihren Sensei stattdessen an.
„Ich hatte zu tun. War auf einer wichtigen Mission. Weitere mögliche Infos gibt es beim nächsten Training“, winkte sie ab.
„Aha! Hatte ich also doch Recht! Sie sind die Zwillingsschwester von Sensei Kakashi“, triumphierend grinste Naruto.
„Ist ja gut du Spast“, knurrte Sarana und haute ihm eine runter. Durch die Wucht wurde der Blonde zu Boden gerissen. Eine Träne bildete sich an der Stirn der Geschwister und synchron seufzten sie auf.
„Das Training ist hiermit beendet“, verkündete Kakashi und ließ alle sechs gehen.

„Ich muss auch jetzt los. Bericht erstatten und so“, informierte die Jüngere den Älteren und verpasste ihn einen Kuss auf die Wange, ehe sie sich zum Hokagen begab und Bericht erstattete.

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