Lily Allenson - Unerreichbar (Kapitel 14)

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1 Kapitel - 1.143 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2014-10-01 - Entwickelt am: - 2.176 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Es tut weh. Es zu veröffentlichen, macht die Sache so entgültig.

    1
    Alles vor mir schwarz und verschwommen. Plötzlich schälte sich ein Mann aus der Dunkelheit. Doch selbst das war schwer zu erkennen, denn der Mann war die Dunkelheit. Er war groß und hatte schokoladenbraune Haut. Er trug einen schwarzen Umhang und selbst seine Augen waren schwarz. Wie der Nachthimmel, aber in Gegensatz zu den Augen von Hermes, konnte ich in diesen die Sterne nicht erkennen.
    Wortlos reichte mir der Mann die Hand. Und es war verlockend, denn hinter mir war ebenfalls nur Dunkelheit. Es wäre leicht und verlockend.
    Doch dann erstrahlte hinter mir plötzlich ein blaues Licht. Es tauchte den Mann vor mir in helles Licht, sodass er die Augen abwenden musste.
    Ich drehte mich um und in dem Licht erschien die Silhouette, eines Jungen. Nur einen Kopf größer als ich. Schlaksig und mit kurzen Haare, auf dem sich aber schon Locken leicht abzeichneten. Ich warf mich in seine Arme.....
    ..... und plötzlich konnte ich wieder alles klar sehen. Ich blinzelte und starrte direkt in das von Hermes. Seine Augen waren seit langen wiedermal blau und nicht schwarz. Sie waren feucht. Seltsam.
    Als er bemerkte, dass ich wach war, nahm er mich in seine Arme und drückte mich an sich, als ob er mich niemals loslassen wollte.
    » Du musst mich jetzt nicht zerquetschen, das weißt du? «, meinte ich amüsiert.
    » Für ein paar Sekunden hattest du keinen Puls. «, sagte mit brüchiger Stimme. » Für ein paar Sekunden warst du tot. «
    Er küsste mich auf den Mund. Ein flatterndes, warmes Gefühl zog sich durch meinen ganzen Körper und mein Magen machte einen Salto.
    Danach zog er mich hoch auf die Beine.
    » Wo ist eigentlich Prometheus «, fragte ich um nicht rot zu werden. Ich hatte Robert und Sarah nie etwas von der Sache zwischen Hermes und mir erzählt.
    » Verschwunden. Wahrscheinlich hat er sich Gaias' Armee angeschlossen. «, sagte Hermes düster.
    » Gaia hat eine Armee? «, ich riss die Augen auf.
    » Ja, sie wollen den Olymp und ihre Bewohner vernichten. Und die Halbgötter beider Camps auslöschen. «
    » Beider Camps? «, fragte ich verwirrt.
    Er lächelte warm. » Das wirst du noch früh genug erfahren. Nun, auf jeden Fall tritt jetzt die Prophezeiung der Sieben in Kraft.
    Diese Sieben sind die einzigen die Gaias' Armee stoppen können. Dein Bruder, Percy, ist einer der Sieben. Außerdem sind es noch Annabeth, Leo, Piper, Jason und zwei weitere Halbgötter die losziehen müssen. «
    » Aber wo ist Percy denn jetzt? «, fragte ich ihn.
    » Es geht ihm gut, aber du wirst ihn wohl eine Weile nicht sehen. «, erklärte Hermes ruhig. Ich seufzte. ich würde heute wohl keine Erklärung bekommen.
    » Sind diese Halbgötter zufällig aus dem anderen Camp? Sind sie so wie Jason? Haben sie auch solche Tatoos? Sind sie auch so "römisch"? «, hakte ich dann doch noch nach.
    Hermes nickte nur.
    Schließlich legte er mir eine Hand auf die Schulter.
    » Kann ich dich mal allein sprechen? «, fragte er schüchtern und schaute Richtung Robert und Sarah.
    Sie nickten mir zu und machten sich aus dem Staub.
    » Weißt du, als ich dich da liegen sah und es die Möglichkeit gab, dass du sterben könntest.
    Da wurde mir klar, dass ich das niemals ertragen könnte. Auch nur eine Sekunde ohne dich zu leben. Schon verrückt, das mir das erst jetzt klar geworden ist, oder? «, er lächelte sarkastisch.
    »Ich könnte keine Sekunde ohne dich leben, oder wenigstens ohne das Wissen, dass du irgendwann wiederkommst. «
    Ich sah ihn an, mit neuen Augen.
    » Ich wollte dich eigentlich auch nur fragen, ob ich die Erlaubnis hätte, dich zu einer Göttin zu machen, wenn du noch einmal sterben solltest. «, fragte er schüchtern. Ich lachte kurz auf. » Das meinst du nicht ernst, oder? «
    Er sah mich eindringlich an. » Doch, natürlich. «
    Ich schluckte und packte ihn an den Schultern, damit er mir in die Augen sah.
    » Du weißt, dass ich das nicht annehmen kann, oder? «, er nickte nur.
    » So gut kenne ich dich mittlerweile. Doch ich hätte nicht mit dem Wissen leben können, es nicht wenigstens versucht zu haben. «
    » Du weißt auch, das ich dich liebe, oder? «, er nickte traurig. Er wusste, was kommen würde.
    »Und daran wird sich auch nichts ändern. Niemals. Es ist nur so, ein Leben ohne den Tod erscheint mir nicht sehr lebenswert. Erst die Tatsache, dass es nicht ewig währt, macht das Leben zu etwas Wertvollen. Außerdem brauchen die Götter einen Boten, der sich auf seinen Aufgaben konzentriert und sich nicht ablenken lässt. Es steht Krieg an, da brauchen die Götter alles, was sie haben können. . «, endete ich.
    » War es das dann? Das zwischen uns? «, ich nickte. Meine Augen wurden feucht. Ich wandte mein Gesicht ab. Doch dann fiel mir noch etwas ein.
    » Es gibt einfach Dinge die unüberbrückbar sind. Unerreichbar. Dein Platz ist bei den Göttern und meiner, an der Seite von den anderen Halbgöttern im Camp. «, er nickte wieder.
    » Doch einen Gefallen werde ich dir noch erweisen. «, sagte er mit kratziger Stimme.
    Und bevor ich etwas sagen, oder in Tränen ausbrechen konnte, fand ich mich an einen anderen Ort wieder.
    Alle in der Mensa von Camp Half-Blood starrten uns an. » Hallo? «, ich winkte schüchtern. Ich schluckte den Kummer herunter und sah die anderen gefasst an.
    Alle blinzelten mich verschreckt an.
    » Wo kommst du denn her? «, fragte ein Ares-Junge verwundert. Die meisten schienen nicht mal bemerkt zu haben, dass ich weg war. Aber das war mir egal, das einzige was zählte war, das Hermes für mich verloren war.
    Als ich mich aus der Mensa entfernte, erwartete ich schon, das ich Tränen ausbrechen würde, aber das einzige, was ich empfand war eine seltsame Leere.
    Ich hob das Kinn und biss die Zähne zusammen. Ich hatte das Richtige getan.
    "Es ist das Beste für ihn, für dich, für die Götter und die Menschheit. Die Götter brauchen einen Boten, eine Verbindung die alles zusammen hält. Besonders jetzt."

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