Heimatlos *Kapitel 6*

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 5.535 Wörter - Erstellt von: AliceChantal - Aktualisiert am: 2014-10-01 - Entwickelt am: - 2.876 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Und weiter geht's!

1
Kapitel 6 Wir sind in Edoras angekommen. Ich hatte mich in der kurzen Zeit in der wir uns kennen wirklich gut mit den Gefährten angefreundet. Sie sin
Kapitel 6


Wir sind in Edoras angekommen. Ich hatte mich in der kurzen Zeit in der wir uns kennen wirklich gut mit den Gefährten angefreundet. Sie sind mir nach so kurzer Zeit so wichtig geworden. Ich hatte mich entschieden, Gandalf auf seiner weiteren Reise zu begleiten, denn erstens hatte ich Gefallen an diesen Abenteuern gefunden und zweitens war Haldir nun.... Und ich wollte nicht nach Lórien zurück, es würde zu sehr schmerzen.
Heute Abend wollten der König ein Fest veranstalten. Zu Ehren derer, die ihr Leben gaben und wegen des Sieges. Ich saß draußen vor dem Palast auf der Treppe und dachte über Haldir nach. Ich hatte nie wirklich Zeit ihm zu danken... für alles was er für mich getan hat... und nun... Ich spürte wie meine Tränen in mir aufstiegen und eine über meine Wange lief. Ich hörte Schritte hinter mir und ordnete diese Aragorn zu, womit ich auch Recht behielt. "Du weinst...!" Wir waren in den letzten Tagen schon bei dem `du' angekommen. "Nein... ich..." brachte ich leise schluchzend hervor. "Wirklich! Nein? Wenn du so laut schluchzt bin ich mir aber sicher, dass du weinst!" Aragorn musste grinsen und ich selbst gab auch, wegen meiner Dummheit, ein Lächeln von mir. "Was ist los?" Ich vertraue Aragorn! Sehr sogar, jedoch konnte ich mich nicht ihm anvertrauen ich wusste nicht wieso, deshalb sagte ich ihm nur eins. "Ich musste an all die denken, welche ihr Leben geben mussten... All die Krieger, die Menschen, die Elben,... Haldir..." Eine weitere Träne rann über meine Wange. "Aragorn legte mir einen Arm um die Schultern. "Haldir würde nicht wollen, dass du wegen ihm weinst! Es steht dir nicht wenn du weinst! Ich merke dass du nicht reden willst, jedoch wenn du dich um entscheidest kannst du gerne zu mir kommen. Fühl dich jedoch nicht verpflichtet!" Er lächelte mich an und ging wieder hinein. Ich blieb auf der Treppe sitzen und starrte weiter zum Horizont. Die Sonne war nun soweit aufgegangen, dass sie mir nun direkt ins Gesicht schien. Wir mussten es dem entsprechend um 9 haben. Ich saß noch eine halbe Stunde so da und dachte über alles und jeden nach. Ich dachte an den verrückten, gemeinen und doch liebenswerten Gimli, welcher in den letzten 3- 4 Wochen die wir uns kennen ein guter Freund geworden ist. Er meint immer das ich, im Gegensatz zu jemand gewissen anderen, eine vernünftige Elbin bin. Ich denke er meint mit diesem Gewissen Jemand Legolas. Am besten ist immer noch der Blick von Legolas, wenn Gimli dies sagt. Ein kleines Kichern kam über meine Lippen. Dann dachte ich an Gandalf, welcher mich erst hierher gebracht hat. Einerseits danke ich ihm dafür, anderseits wäre ich auch gerne... Zuhause.... geblieben und hatte das ganze Elend, den Tod und den Schmerz nie Miterleben müssen. Dann dachte ich an Merry und Pippin, die beiden Chaoten hatte ich in den letzten Tagen kennengelernt. Sie wissen wie man Streiche spielt und wie man Witze macht. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Aragorn... er war derjenige, welcher mich von Anfang an mochte, dies sagte er mir deutlich. Er ist ein wahrer König und ich freue mich schon wenn er den Thron von Gondor wieder Besteigt. Er ist ein wenig wie ein... ein großer Bruder für mich. So dämlich das auch klingt... Ich grinste bei dem Gedanken vor mich hin. Und als letztes dachte ich an Legolas. Er ist nett, höflich, zuvorkommend,.... Ich mag ihn wirklich gern. Obwohl er meist sehr still, sagt er mir viel über seine Blicke. Mit diesen Blicken stimmt er mir zu oder lacht mit mir. Ich erinnere mich daran, als wir auf der Mauer standen und er Gimli gerade geärgert hatte... Er sah mich mit einem Grinsen an und mein unterdrücktes Lachen wurde zu einem lauten Lachen. Und als Theoden mich fragte ob ich nicht mit bei den Frauen bleiben wolle, unterstütze er mich mit seinem Blick den er mir zu warf. Er ist ein sehr guter Freund geworden und ich will ihn gar nicht mehr missen müssen! Ich wurde unsanft aus meinen Gedanken gerissen. "He! Was grinst du denn so?" Pippin stand vor mir und guckt mich mit neugierigem Blick an. "Ach... ich dachte nur zurück daran wie ich Euch, die Gefährten, kennen gelernt hatte und an die lustigen Momente...." Ich lächelte Merry und Pippin an, welche direkt vor mir standen und nun auch lächelten. "Also ich fand es lustig als du von deinem Pferd gefallen bist und direkt ins Wasser gefallen bist!" Pippin grinste mich dämlich an "Genau! Und das alles nur weil wir hinter deinem Pferd hervorgesprungen sind als es gerade gedöst hatte und es sich dann erschrocken hatte..." Merry beendete die Erzählung. "Erinnerst du dich?" fragte mich Pippin und ich sah ihn nur etwas beleidigt an. "Na... in Isengart als ihr uns abgeholt habt!" "Jajaja... Ich erinnere mich noch gut! Ich durfte dann Klitschnass zurück reiten! Das war verdammt kalt!" Ich sah Merry und Pippin gespielt verärgert an. "Ach komm! Du bist eine Elbin! Also kann dir gar nicht soo kalt gewesen sein!" "Nein bin ich nicht..." widersprach ich Merry "Ich bin eine Halbelbin! Halb Elb, halb Mensch! Ich bin nicht ganz so unempfindlich wie richtige Elben!" "JA aber dennoch frierst du nicht so schnell wie wir!" "Gut ok... da geb ich dir recht Pippin." Ich lächele den beiden zu, als mich der König vom Tor des Palastes aus rief. "Mineâ... würdet ihr mir eine Minute geben...?" "Natürlich..." Ich lächelte Merry und Pippin zum Abschied zu und ging dann zum König. "Mein König..." ich verbeugte mich ein wenig. "... Was kann ich für Euch tun?" "Nun... du wirst gewiss heute Abend zum Fest dabei sein. Du bist sehr schlank zumindest so schlank, dass du in die Kleider meiner Nichte Eowyn passen kannst. Ihr habt sicherlich keine Kleider dabei und somit wollte ich Euch anbieten eines der Kleider meiner Nichte zu tragen... Immerhin könnt ihr nicht mit Rüstung auf ein Fest und schon gar nicht in einer Hose!" "Ich..." Eigentlich wollte ich verneinen... Ich hasste es Kleider zu tragen... Das letzte Mal trug ich zu meiner Jugendweihe freiwillig ein Kleid... Und das allerletzte Mal war ein paar Monate danach... Ich war mit einer Freundin unterwegs und so ein paar blöde betrunkene Typen waren der Meinung mich und meine Freundin anmachen und anfassen zu müssen... nur weil wir so schöne kurze Kleider trugen... wie sie sagten. Ich hatte jedoch Selbstverteidigung gemacht wodurch ich die Typen einfach zu Boden schlug und wir wegrannten... Seit dem hasse ich es Kleider zu tragen... "Nun..? Was sagt ihr?" Der König weckte mich aus meinen Gedanken. "Ich... ich... ich danke euch! Ich werde natürlich ein Kleid tragen wenn ihr dies Wünscht und verlangt!" Ich nickte und wollte mich gerade umdrehen um zum Stall zu laufen um ein wenig den Kopf bei einem Ausritt frei machen. "Wollt ihr nicht zu Eowyn um Euch ein Kleid auszusuchen?" "Nun.. verzeiht, mein König, doch habe ich noch genug Zeit und ich würde gerne einen kleinen Ausritt zu machen um meinen Kopf etwas frei zu machen." Ich nickte, drehte mich um und ging, ohne auf noch irgendwas zu reagieren. Ich lief zum Stall und holte Amrês raus. "Na mein Kleiner? Lass uns ein wenig den Kopf frei bekommen!" Ich streichel ihm über die sanften Nüstern und er schnaubte zustimmend. Ich wollte gerade aufsteigen als Legolas hinter mich trat. "Wo willst du hin?" "Legolas...! Ich wollte ein wenig ausreiten um den Kopf frei zu bekommen...." "Was betrübt dich denn?" "Nichts! Wirklich nichts! Es ist nur das ich gerade über alles und jeden nachgedacht habe und nun wurde es mir zu viel und bevor ich mir selbst die Stimmung vermiese gehe ich lieber ein wenig reiten!" Ich grinste ihn an um ihn zu beruhigen "Kann ich dich begleiten? Ich habe so das Gefühl du solltest nicht alleine gehen!" "Du kannst mich gern begleiten! Du musst nur hinterher kommen!" Ich grinste ihn herausfordern an und in seinen Augen sah ich, dass er diese Herausforderung annahm. Legolas holte schnell Arod aus dem Stall und stieg mit mir gleichzeitig auf. Ich trieb Amrês zu einem starken Trab an und Arod hatte nun schon zutun hinterher zu kommen, es sei denn Legolas wollte es so... Aber ich lass mich nicht veralbern!
Nachdem wir aus dem Tor getrabt waren drehte ich mich zu Legolas um. Er lächelte mich an und ich zurück, dann zwinkerte ich. Am Eingang vom Palast sah ich Aragorn stehen, der uns lächelnd beobachtete... Ich grinste Legolas an, drehte mich um und trieb Amrês zu einem Jagdgalopp an. Ich wurde immer schneller desto Länger wir ritten und als ich mich umdrehte sah ich nur wie Arod schwitzend mindestens 40 Pferdelängen hinter uns war. (Pferdelängen - Maßeinheit beim Pferderennen -> eine Pferdelänge = eine Länge von einem Pferd, ca. 3m) "Mach einen Ruhigen, mein Hübscher! Legolas und Arod kommen nicht hinterher!" ich streichelte Amrês über den Hals und musste mich zusammenreißen vor Lachen nicht herunter zu fallen.
Wir ritten bis zu einem kleinen See, welcher von kleinen Hügeln umgeben ist. Ich ließ Amrês auf den Hügeln halten und stieg ab. Er schnaubte und lief, nachdem ich ihn entlassen hatte, mit Arod ein wenig von uns weg und grasste. "Ich würde sagen wir machen eine Pause und reiten dann in einer halben Stunde zurück... nicht dass wir zu spät kommen!" Legolas grinste mich an, als hätte er eine Idee, welche mir nicht gefallen könnte. "Nein.... zu spät kommen wollen wir ja nicht wirklich! Immerhin ziemt sich dies nicht für den Prinzen des Düsterwaldes und der Enkelin der Herrin Galadriel und des Herren Celeborn nicht!" Wir fingen an zu lachen, nachdem ich meinen Satz in dieser geschwollenen Sprache beendet hatte. Wir pfiffen nach unseren Pferden und stiegen, nach dem diese in einem gemütlichen Schritt zu uns kamen, auf. "Lasst uns in einem wohlgesonnenem Tempo voran schreiten!" sprach Legolas geschwollen und grinste mich dabei an. "OK... ich bin ja dafür das wir das jetzt lassen und uns ein wenig in Bewegung setzten! Wir sind ganz schön spät dran..." Ich trieb Amrês in einen gemütlichen Galopp den Arod gut folgen konnte.
Nach einer halben Stunde waren wir auch schon wieder in Edoras. Wir brachten unsere Pferde schnell in den Stall und liefen dann Richtung Palast. "Mal sehen was jetzt kommt..." Legolas und ich wussten jetzt schon das von Aragorn, welcher vor der Tür des Palastes steht, irgendein Kommentar kommen wird. Legolas und ich verkniffen uns ein Lachen und stiegen die Treppe hoch. "Na ihr zwei? Hattet ihr einen schönen Ausritt?" Aragorn grinste uns doof an. "ja total! Zuerst gab es ein Wettrennen zu einem See und dann saßen wir dort und haben gekuschelt und uns geküsst weißt du?" also wenn Aragorn diese Ironie nicht bemerkt hatte, ist er wirklich blind und taub. "Schon gut schon gut! Dass wollte ich gar nicht sagen! Ihr zwei versteht Euch nun mal gut!" "Und trotzdem sind wir nur Freunde." Legolas, welcher unser Gespräch zuerst amüsiert verfolgt hatte, verlor nach diesem Satz sein grinsen und sagte nur noch: "Ich gehe mich dann mal für das Fest vorbereiten..." Was hatte er nur? Ich schaute Aragorn fragend an, welcher nur mit den Schultern zuckte und seinem Freund hinterher lief. Ich ging nun auch zu Eowyn, da sie mir ja ein Kleid aussuchen sollte. "Eowyn!" Ich ging lächelnd auf siez u. "Hallo Minná! Komm ich hab dir drei richtig schöne Kleider ausgesucht!" Wir liefen in ihr Gemach und auf dem Bett lagen drei Kleider. Ein rosafarbenes, ein blaues und ein weißes Kleid. Ich liebe es mich ab und zu mal wie eine Prinzessin anzuziehen, jedoch hatte ich nie das Glück so ein Kleid tragen zu dürfen. "So wie deine Augen funkeln scheinen sie dir zu Gefallen." Eowyn grinste mich an. "Total! Ich hatte nie das Glück solche Kleider tragen zu dürfen!" Ich entschied mich für das Weiße, da es relativ schwierig mit meiner Haarfarbe ist ein passendes Kleid zu finden. Doch das Weiße sah super aus, es ließ meine Haare nur so strahlen und meine Augen stachen so oder so hervor. "Du siehst wunderschön aus!" Bemerkte Eowyn nachdem ich fertig angezogen war und sie mir die Haare gemacht hatte. Eowyn hatte mir ein weißes Band, passend zum Kleid, in die Haare geflochten. Ich umarmte sie. "Danke, du hast das so toll gemacht, ich fühle mich wie eine Prinzessin!" "Eigentlich bist du ja auch so etwas Ähnliches!" Wir lächeln uns an und gehen lachend arm in arm hinunter in den Großen Saal, wo die Feier stattfinden soll. "Ihr seht wunderschön aus, Mineâ!" Eomer tritt hinter mich. "Ich danke Euch, Eomer!" Ich spürte wie mein Blut in die Wangen schoss und ich rot wurde. "Mineâ!" Eowyn rief mich, welche bei Aragorn und Legolas stand. Ich nickte ihr zu und verabschiedete mich von Eomer. "Danke noch einmal für das Kompliment von Euch. Ich weiß es sehr zu schätzen!" Ich verbeugte mich leicht, was Eomer erwiderte. Dann standen wir da und sahen uns in die Augen bis Eowyn mich noch einmal rief. Ich lächelte und drehte mich um. Bei Eowyn war das erste was kam: "Du scheinst ja sehr interessiert in meinen Bruder zu sein!" Eowyn grinste mich an. "Nun... er sieht nicht schlecht aus! Soviel steht fest!" Wir beide Lachten und Aragorn, der bei uns stand setzte mit ein. Nur Legolas nicht. "Nein, nein! Ich mag deinen Bruder wirklich, er ist sehr nett, doch mehr wird das NIE werden!" Wir hatten uns wieder zusammengerissen. "Schade... hätte mich gefreut für Euch aber naja, du bleibst meine Freundin!" "Auf jeden Fall!" Eowyn und ich verstehen uns so gut, dass wir uns nun schon als sehr gute Freundinnen sehen. "Du siehst aber wirklich wunderschön aus!" meldete sich Aragorn. "Ich danke dir, mellon nin!" Ich lächelte ihm zu und wendete mich Legolas zu. "Komm! Noch haben wir ein paar Minuten und ich muss dich unbedingt etwas fragen, bevor ich mich nicht mehr traue!" Legolas sah mich verwundert an, jedoch nickte er. Wir gingen nach Draußen. "Nun... was bekümmert euch?" EUCH? Seit wann siezt er mich wieder? "Ich... ähmmm... Nun erst mal ist meine Frage warum du mich so höflich ansprichst... Habe ich irgendetwas gemacht?" Legolas Augen erschraken leicht. "Nein! Auf keinen Fall! Es ist nur... ach nichts..." Ich sah ihn forschend und skeptisch an, jedoch wurde man aus diesem Mann nicht schlau. "Also, du wolltest doch bestimmt noch etwas anderes Fragen oder?" Er grinste mich an. Ich hatte bemerkt da er sich heute nach dem Ausritt irgendwie komisch benommen hatte, nachdem ich sagte wir wären nur Freunde deshalb hatte ich eine Befürchtung. "Ich..." "Herrin Mineâ, Prinz Legolas! Ihr wollt doch nicht zu spät zu meinem Fest kommen? Los kommt mit herein!" Der König trat nun plötzlich vor uns. "Ich hoffe jedoch ich habe Euch nicht gestört." grinste er uns an. "Nein, habt ihr nicht! Lasst uns herein gehen!" Ich lächelte dem König zu und wir gingen herein. Legolas und ich setzten uns nebeneinander. Direkt in die erste Reihe, neben Eowyn und Aragorn. Eowyn trat zu Theoden, welcher nun vor uns stand und anfing zu sprechen. "Heute Nacht gedenken wir derer, die ihr Blut gegeben haben, dieses Land zu verteidigen. Heil den siegreichen Toten!" Alle hoben ihre Krüge mit dem König und riefen "Heil!" Ich konnte das nicht... Aragorn und Legolas dachten wohl dasselbe. Ich musste an Haldir denken, was mir wirklich das Herz zerreißt. Zögernd tranken wir dann auch etwas. Schon begann das Fest. Ich lief durch den Saal und setzte mich dann zu Legolas und Gimli. Legolas lächelte mir zu und Eomer verbeugte sich leicht als er mich sah. "Kein Absetzen, kein Verschütten." sagte er zu Legolas und Gimli und gab ihnen jeweils einen Krug voll Bier. "Und währenddessen kein Gespeie!" Gimli mal wieder! "Dann ist es also ein Trinkspiel!" fragte Legolas eher, als das er es sagte. Ich grinste in mich hinein, denn Gimli hatte keine Chance! "Wer als letzter steht hat gewonnen!" Gimli fing an zu trinken und schüttete das Gebräu nur so hinter. Legolas trinkt dagegen langsam, denn immerhin sieht es nicht gerade gut aus wenn ein Elbenprinzlein einen Bierkrug hinter schüttet. So ging es eine Zeitlang. Nach Acht Bierkrügen von Legolas und zahlreiche von Gimli, war Gimli betrunken. "Ich spüre etwas.... Ein leichtes Kribbeln in den Fingern! Ich glaube, es zeigt Wirkung bei mir!" Legolas schaute erstaunt und Gimli musste natürlich ein Kommentar abgeben, jedoch wusste er nicht das es vorerst sein letztes für diesen Abend sein wird. " Was hab ich gesagt? Der verträgt einnnfffach nichhhtss..." Und schon fiel er Bewusstlos vom Stuhl. "Spiel vorbei!" sagte Legolas und fing an zu lachen als er mich ansah. Wir beide Prusteten nur so los und auch Eomer setzte mit ein. Zwei Männer trugen Gimli in den Schlafraum und wir unterhielten uns noch ein wenig. "Sagt, Mineâ, Woher kommt ihr eigentlich und müsste Euer Mann euch nicht verbieten auf solch eine gefährliche Reise zu gehen?" "Ich habe keinen Mann! Mit 16 ist das in meiner Welt nicht gerade üblich!" Ich und Legolas lachten wieder. "Doch hier ist es normal!" sagte Legolas zu mir und zwinkerte. Ich nickte nur, da ich verstand was er mir damit sagen wollte. "Nun... dann sollte man das ändern." Eomer stand auf und verbeugte sich leicht vor mir. Es machte mir ein wenig Angst... "Nun...Mylady, wollt ihr mit mir tanzen?" Ich schaute verwirrt... "Ähm... eigentlich hätte ich nichts dagegen, jedoch kann ich nicht tanzen..." Peinlich berührt sah ich zu Boden und wurde knallrot. "Das ist wohl in Eurer Welt auch nicht üblich?" "Nun... nicht wirklich..." Er nickte und nahm meine Hand "Ihr werdet das schon hinkriegen. Er zog mich auf die Tanzfläche und ich blickte nur noch hilfesuchend zu Legolas, welcher mich auslachte. Eomer verbeugte sich vor mir und ich tat es ihm gleich. Dann tanzten wir. "So schlecht stellt ihr euch gar nicht an!" sagte er zu mir und ich trat ihm auf den Fuß "verzeiht!" Ich wurde wieder Knallrot. "Was denn? Ist doch nicht passiert!" Er grinst mich an und ich lächelte zurück. Dann sah ich Legolas, welcher mit einem besorgten Blick nach draußen verschwand. "verzeiht mich, jedoch habe ich so ein Gefühl, dass mich ein Freund gerade braucht!" Ich löste mich aus der Tanzhaltung, verbeugte mich schnell vor Eomer und rannte hinaus zu Legolas. Draußen angekommen wurde ich wieder langsamer und blieb etwas entfernter von Legolas stehen. Er stand da, blickte gen Horizont und hatte seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen... Ich lief leise zu ihm und blieb kurz hinter ihm stehen. "Darf ich mich zu dir stellen oder störe ich?" "Du störst nie!" sagte er und ich trat neben ihn. "Alles ok?" "Hm..." tolle Antwort wirklich! Ich sah ihm ins Gesicht... Er sah besorgt aus. "Was wolltest du mich eigentlich fragen?" Er dreht seinen Kopf zu mir und sah mir mit seinen blauen Augen ins Gesicht. "Ach... nicht so wichtig..." Er blickte wieder zum Horizont und wir standen still nebeneinander. Ein kühler Wind wehte, was mich etwas zittern ließ. "Hier!" Legolas legte mir seinen Mantel über die Schulter und zog mir die Kapuze drüber. "DAs ist nicht nötig!" "Doch! Nicht das du noch Krank wirst!" Ich lächelte ihn dankbar zu. Und schon sahen wir wieder starr in den Himmel. Bis Aragorn zu uns trat. "Die Sterne sind verhüllt. Etwas rührt sich im Osten, eine schlaflose Bosheit. Das Auge des Feindes nähert sich." sagte Legolas darauf. Wir sagten nichts, denn er hatte Recht! Bald würde Sauron erwachen und seine Streitmacht losschicken. Wir standen zu dritt, dicht, arm an arm, nebeneinander und niemand sagte was, doch wir alle wussten wir waren für einander da und wir würden zusammen diese Schlacht, die auf uns wartet entweder überstehen oder zusammen in das Dunkle gleiten. Plötzlich ging ein schmerz durch mich hindurch und Legolas spürte es. "ER IST HIER!" Wir rannten in die Schlafhalle.
"PIPPIN DU VOLLIDIOT!" schrie ich als wir herein stürmten. Er wälzte sich vor Schmerz auf den Boden und hielt das Palantir in der Hand. Aragorn nahm es ihm reflexartig ab und wurde schwach dadurch. er taumelte und fiel, doch Legolas fing ihn auf. Ich war derweilen zu Pippin hingegangen und hielt nun seine Hand. Gandalf, welcher auf das davon rollende Palantir ein Tuch warf, kam auf uns zu gerannt. "Närrischer Tuk!" Er schubst Merry, der im Weg steht zur Seite. Ich konnte mich gerade noch so mit einem Sprung zur Seite flüchten sonst wurde ich wohl nun auch wie Merry auf dem Boden sitzen. Gandalf hielt Pippin die Hand über das Gesicht und murmelte etwas Unverständliches. Aragorn kommt derweilen wieder zu Kräften und wir beobachten Gandalf gespannt und mit Angst. Dann öffnete Pipp die Augen und atmete hektisch. "Sieh mich an!" schreit Gandalf den armen, naja zum Teil auch dämlichen und selbst dran schuld habenden, Pippin an. "Gandalf, verzeih mir!" sagte er teilweise flüsternd und wollte seine Augen wieder schließen. "Sieh mich an! Was hast du gesehen?" Gandalf ließ nicht locker! Wenn Pipp jetzt ein was nicht tun darf, dann ist es die Augen zu schließen. "Ein...einen Baum...da war ein weißer Baum, in einem Hof aus Stein. Er war tot. Die Stadt brennt!" "Minas Tirith..." sagte ich flüsternd mehr zu mir als zu den anderen... "Minas Tirith! Hast du das gesehen?" fragte Gandalf aufgeregt und ungeduldig. "Ich sah ... Ich konnte ihn vor mir sehen. Ich konnte seine Stimme in meinem Kopf hören." "Und was hast du ihm gesagt? Rede!" Gandalf wurde immer ungeduldiger und ich konnte sehen wie sehr es Pippin quälte zu Antworten. Ich setzte mich zu ihm und nahm seine Hand. Mit einem Lächeln und einem nicken bestärkte ich ihn dabei zu antworten. "Er fragte nach meinem Namen. Ich antwortete nicht. Er hat mir wehgetan!" "Was hast du ihm über Frodo und den Ring gesagt?" Gandalf packte ihn fester an und Pipp sah ihn nur entsetzt an. Ich legte meine Hand auf Gandalfs Schulter und drückte ihn weg von Pipp. "Es reicht Gandalf! Er kann nicht mehr! Sie ihn dir an, er lügt nicht! Er würde seine Freunde nie verraten, dass weißt du doch! Nun lass ihn sich erholen!" Gandalf wurde ruhiger und nickte. Merry half derweilen Pipp in sein Bett, dieser nickte mir dankbar und lächelnd zu und ich erwiderte dies. Nach dieser Aufregung gingen alle schlafen, nur ich nicht. Ich ging nach draußen und sah Richtung Horizont. Ich atmete die kalte, frische Nachtluft ein und genoss die Stille. In der Aufregung hatte ich gar nicht gemerkt wie ich den Umhang von Legolas verloren hatte, der nun direkt vor mir auf dem Boden lag. Ich hob ihn auf und setzte mich auf die Treppe. Ich liebte die stille, sternenbedeckte Nacht... Ich liebte die Sterne und das veranlagt mich manchmal in der Nacht hinaus zu gehen. Am liebsten wenn der Mond bedeckt ist und die Sterne am hellsten Scheinen, so wie heute Nacht. Ich lauschte mit geschlossenen Augen in die Dunkelheit. Mir war schon sehr früh aufgefallen, dass meine Ohren immer besser waren als die der Anderen. Schon als ich ein kleines Kind war. Ich saß nun hier und hörte, wie die Blätter im leichten, kühlen Wind der Nacht tanzten und ihn regelrecht aufforderten stärker zu wehen. Ich hörte wie die Pferde im Stall, die Menschen in ihren Häusern, einfach alle Lebewesen in meiner Nähe ruhig atmeten und ihren ruhigen Schlaf genossen. Ich hörte die Eulen, wie sie über den Nachthimmel hinweg nach Beute suchten. Und ich hörte wie Legolas durch den Thronsaal schreitet und hier nach draußen kommt. Ich hielt immer noch seinen Umhang in der Hand... nein, ich kuschelte regelrecht mit ihm. Ich genoss den vertrauten Geruch des Umhangs, welcher nach Legolas riecht. Ich fühle mich bei Legolas sicher und geborgen und ich liebte seinen Geruch... seine Ausstrahlung, seine.... Halt! Ich erwischte mich selbst wie ich mich langsam in ihn verliebte und das darf ich nicht! Nicht nur das ich viel zu jung bin, was er wahrscheinlich nicht mal weiß, sondern ich komme auch aus einer ganz anderen Welt und wer sagt mir nicht das ich irgendwann zurück MUSS... auch wenn ich nicht will. Legolas öffnete leise die Tür. Theoretisch hätte dies niemand, nicht einmal eine Elbe gehört, doch mein Gehör war besser als das einer normalen Elbe. Er stand nun direkt hinter mir und sah mich an. Er überlegt wohl gerade ob er mich stören will oder nicht... oder er wundert sich warum ich mit seinem Umhang kuschel... Nach diesem Gedanken nahm ich schnell meinen Kopf von seinem Umhang weg und starrte wie hypnotisiert in den Nachthimmel. "Darf ich?" Er wusste das ich ihn schon längst bemerkt hatte. "Klar..." Er setzte sich dicht neben mich, so dass unsere Arme sich berührten und wir gegenseitig unsere Wärme spürten. "Was willst du mich fragen? Frag schon! Ich werde dir nicht den Kopf abreißen!" Ich grinste ihn an. Ich hatte bemerkt das ihm eine Frage auf der Zunge lag. "Nun... eigentlich wollte ich dich fragen, warum du mit meinem Umhang gekuschelt hast..." Er grinste mich an und ich spürte wie ich rot wurde. "Nun... ich weiß nur das ich mich in deiner Gegenwart sicher fühle und deine Gegenwart mich beruhigt und naja..." Ich war immer noch knallrot. "... der Umhang hat deinen Geruch und er erinnerte mich an dich!... Du bist mir einfach ein total wichtiger Freund geworden! ich könnte mir nicht vorstellen dich irgendwann zu verlieren!" Legolas lächelte Falsch "...ja... Freund..." Er... er hat sich doch wohl nicht in mich verliebt oder? "Legolas..." "Ach nichts... Ich gehe dann mal mich noch ein paar Stunden hinlegen! Bitte bleib nicht zu lange wach! Bitte!" Er schaute mir lächelnd in die Augen und umarmte mich. Ich spürte seine Wärme und roch seinen Geruch als ich ihm so nahe war. Mein Herz schlug mir bis zum Hals... Wir lösten uns und waren uns doch noch nahe... Er blickte mir direkt in die Augen und gab mir einen sanften Kuss auf die Wange. Ich spürte wie die Röte aus meinem Gesicht entfloh und ein überraschtes Gefühl in mir aufstieg, welches gleichzeitig mit etwas Angst verknüpft war. Er ging hinein und ließ mich hier perplex sitzen. Ich schaute hinauf zu den Sternen, und dachte an meine Familie in Deutschland... meine Mutter. "Mama... was soll ich nur tun... Ihr seid alle so weit weg und ich vermisse euch so! Und doch will ich nicht zurück... ich bin wie in zwei geteilt wenn ich daran denke, dass ich irgendwann zurück muss oder hier bleibe, dass ich mich irgendwann entscheiden muss... Was soll ich nur tun... Und was wird passieren wenn ich hier bleibe? Werde ich mich in Legolas verlieben? Oder in Eomer, welcher mich zum Lachen bringt und in den ich von Anfang an interessiert war? Werde ich hier in einem Krieg sterben? Oder werde ich endlich hier herausfinden, was es mit Dad auf sich hat? Und was passiert wenn ich mich dafür entscheide zurück zu kommen?..." Ich seufzte... und merkte nicht wie Eomer hinter mich trat. "... Werden sie mich alle vergessen wenn ich zurück nach Deutschland komme? Werde ich sie und Mittelerde nie wieder sehen wenn ich zurück bin? Oder werde ich euch nie wieder sehen, in die Arme nehmen, mit euch reden dürfen, wenn ich hier bleibe? Ich kann mich nicht entscheiden! Ich will meine Familie nicht verlieren, ihr seid mir so wichtig und doch will ich meine, hier neu erworbene Familie und Freunde, nicht missen müssen! Was soll ich nur tun?..." stille... ich spürte wie mir die Tränen über die Wange rollten. "... und doch werde ich nun keine Antwort von dir bekommen, Mama... Denn du bist so weit weg und kannst mich nicht hören, geschweige denn wüsstest du selbst die Antwort nicht... Du würdest wieder mit einem klugen Spruch kommen und mich tröstend in die Arme nehmen und du würdest sagen, alles wird gut meine Kleine und würdest mir einen Kuss auf die Stirn geben. So wie du es immer gemacht hast wenn ich traurig war und nicht weiter wusste... Mama... ich vermisse euch... und ich liebe dich..." Die letzten Worte flüsterte ich nur noch, denn meine Tränen erstickten meine Stimme. Ich senkte meinen Kopf und legte ihn in meine Hände. Meine Tränen konnte ich nun nicht mehr zurück halten. Ich dachte an meine Familie und meine Freunde in Deutschland und hier und ich dachte an Haldir. Eomer setzte sich nun neben mich und ohne ein Wort zu sagen nahm er mich in den Arm und streichelte mir sanft über den Hinterkopf. "Du packst das schon! Versprochen!" wie lange stand er da schon... hatte er das von ihm und Legolas mitbekommen? Das ist mir jetzt eigentlich auch egal! Wir lösten uns aus der Umarmung und er wischte mir eine Träne von der Wange. "Du bist klug, stark, geschickt, schnell und wunderschön... und noch so vieles mehr, was ich nicht alles aufzählen kann! DU wirst die richtige Entscheidung treffen, das weiß ich!" Ich sah ihm dankbar in die Augen und er gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn. Er stand ohne ein weiteres Wort auf und ließ mich allein. Ich saß noch ein paar Minuten still da ohne mich zu regen und ging dann letztendlich auch noch ein paar Stunden schlafen...
article
1411413272
Heimatlos *Kapitel 6*
Heimatlos *Kapitel 6*
Und weiter geht's!
http://www.testedich.de/quiz34/quiz/1411413272/Heimatlos-Kapitel-6
http://www.testedich.de/quiz34/picture/pic_1411413272_1.jpg
2014-09-22
402C
Herr der Ringe

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.