Den Tod zum Freund (Teil 3)

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3 Kapitel - 3.616 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2014-10-01 - Entwickelt am: - 3.202 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

„Engel können fliegen,“ flüsterte sie und sprang...

~ Run past the rivers, run past all the light
Feel it crashing and burning till it all collides
Strike a match lit the fire shining up the sky
As it all comes down again
To the sound
The sound of the wind is whispering in your head
Can you feel it coming back
Through the warmth, through the cold, keep running till we're there
We're coming home now, we're coming home now ~

1
„Venduial, was tust du hier?“ fragte Elrond völlig entgeistert und entfernte die Pfeile aus Rücken und Oberschenkel und hievte mich auf Raug.
„Ich begleite Gandalf, Bilbo und die Zwerge,“ brachte ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und krallte mich im weichen Fell meines Wolfes fest, während Elrond einen Teil seines Mantels abriss und um meine Wunden band.
„Wo sind sie denn?“ fragte ein Elb belustigt, da er wohl dachte, ich sei völlig dumm, weshalb er einen strafenden Blick meines alten Freundes erntete, welcher sich wieder auf sein Pferd schwang.
„Für Erklärungen ist später noch Zeit – bringen wir dich erst einmal nach Hause...,“ sagte er sanft, doch ich schüttelte daraufhin vehement mein Haupt.
„Nein!“ rief ich und wendete meinen Blick ab. „Nein, ich werde euch nicht folgen...“
„Kleines! Du bist verletzt worden und das nicht nur einmal! Jetzt hab dich nicht so und komm mit!“ Elronds Stimme ist laut und ärgerlich geworden und er zwang mich ihn anzusehen. „Ich verlange von dir auch nicht, dass du bleibst...,“ fügte er leise hinzu und Raug setzte sich in Bewegung.
Widerwillig ließ ich mich von ihm nach Bruchtal tragen. Die Gemeinschaft wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch dort sein, also habe ich keine andere Wahl, als Elrond und den Wächtern Imladris zu folgen. Lange bleiben, werde ich aber nicht...

*~*

„Mein Lord Elrond ist momentan nicht hier,“ erklang die weiche Stimme eines noch recht jungen Elben an meine Ohren, und ich konnte erkennen, dass er noch weitere Worte sprach, doch verstehen konnte ich ihn nicht mehr, da der Fahnenträger das elbische Horn blies und somit unsere Ankunft ankündigte.
Erschrocken drehten sich Bilbo und die Zwerge zu den Elben um, welche nun in den Galopp fielen, während Raug und ich ihnen im langsamen Schritt folgten. Belustigt verfolgte ich, wie die Elben auf ihren Pferden die Gemeinschaft – ausgenommen Gandalf, der ebenfalls belustigt am Rande stand – einkreisten.
Abwehrend zückten die Zwerge ihre Waffen, doch als die Pferde hielten und Lord Elrond leichtfüßig von seinem weißen Hengst sprang und sich neben den jungen Elben stellte, senkten die Zwerge ihre Schwerter und Äxte und sahen meinen alten Freund abwertend an. Dieser lächelte jedoch nur und sprach auf Elbisch, dass er die Gemeinschaft zum Essen einladen würde, woraufhin ein Gemurmel anfing und Glóin rief: „Was hat dieses Spitzohr gesagt! Er soll in einer normalen Sprache sprechen, sonst ramme ich ihm meine Axt in den Kopf!“
Leicht belustigt wendete Elrond sich ab und flüsterte etwas zu dem Elben, welcher die Gemeinschaft empfangen hatte, woraufhin dieser in meine Richtung gelaufen kam. Währenddessen erklärte Gandalf der Gemeinschaft, was Lord Elrond gesagt hatte und führte sie in Richtung des Speisesaals – mich bemerkten Bilbo und die Zwerge jedoch nicht, da der dunkelhaarige, junge Elb mich bereits in die Räumlichkeiten führt, wo zwei Heilerinnen auf mich warten...

„Wie heißt Ihr?“ fragte ich den Elben, grade als er sich von mir abwendete und gehen wollte. „Ich habe Euch noch nie hier gesehen... Wie alt seid Ihr?“ Eigentlich eine recht 'persönliche' Frage – dennoch interessierte es mich brennend, da sein Gesicht mir bekannt vorkam, dennoch einige markante Unterschiede vorhanden waren.
„Mein Name ist Lindir,“ sprach er ruhig, doch stand er immer noch mit dem Rücken zu mir, da die Heilerinnen grade mein Oberteil von der Schulter aus, bis kurz über die Brust heruntergezogen hatten, um die Wunde der Morgul-Klinge zu betrachten.
„Und ich bin 2518 Jahre alt... Wieso fragt Ihr?“
Ein Lächeln schlich auf meine Lippen und ich gab ein erleichtertes Seufzen von mir.
Ich wusste doch, dass er mir bekannt vorkam!, dachte ich mir. Er kann nur der Sohn meiner Freundin sein! Sie schwärmte schon lange Zeit vor dem Ringkrieg davon einen Sohn und eine Tochter zu gebären... Lindir und Eluwen...
„Ihr könnt Euch glücklich schätzen, die dunklen Tage nicht erlebt zu haben, Lindir Sohn Gwilwileths (Gwilwileth → Schmetterling)...“
„Ihr... Ihr kennt meine Mutter?“ fragte er stotternd und ich gab ein bejahendes Summen von mir.
„Sie ist eine wunderbare Frau... Ihr könntet keine bessere Mutter haben,“ antwortete ich flüsternd und vernahm nur noch immer leiser werdende Schritte, bis sie völlig verstummt sind und nur noch die Bewegungen der Heilerinnen durch den Raum hallten...

Plötzlich atmete eine der Elbinnen erschrocken ein, als sie meine Wunde besah und hechtete sofort aus dem Zimmer mit den Worten „Ich hole Lord Elrond!“. Verwirrt sah ich ihr hinterher und als ich den Blick der anderen Elbin sah, wurde mir nicht wohler zumute.
„Was ist los?“ fragte ich leicht überfordert mit der Situation, doch die Heilerin antwortete nicht, sondern suchte hektisch in einer Truhe nach etwas.
Langsam wurde ich ungeduldig und wollte mich von meinem Stuhl erheben, als schnelle Schritte und aufgeregte Stimmen auf mich zukamen.
„Lady Venduial! Setzt Euch hin!“ rief die Heilerin mir zu, welche mit Elrond aus einem hellen Gang auf mich zugelaufen kam. Ohne auch nur einen Ton von mir zu geben, ließ ich mich wieder auf den Stuhl fallen und sah perplex in die Runde.
„Warum die Aufregung?“ wollte ich wissen, doch wieder bekam ich keine Antwort. Zähneknirschend rutschte ich auf meinem Sitz hin und her, während Elrond sich meine Wunde besah, bis er lächelnd von mir abließ.
„Eine Morgul-Klinge,“ seufzte er erleichtert und wendete sich lächelnd wieder ab, als die kleinere der Heilerinnen ihn aufhielt.
„Dann wird sie sterben!“ rief sie aufgebracht, doch Elrond schüttelte nur lächelnd den Kopf.
„Das einzige, was sie an dieser Wunde umbringen könnte, wäre die Entzündung, wenn sie nicht geheilt wird.“
„Aber was ist mit der Vergiftung!“ wollte die zweite nun wissen, woraufhin Elrond sich wieder zu mir drehte.
„Kleine? Wann wurdest du von der Klinge verletzt?“
„Genau weiß ich es nicht, doch es müsste schon über drei Wochen her sein,“ antwortete ich mit einem Ton in der Stimme, als würde ich den Ernst der Situation nicht wirklich wahrnehmen.
„Und wie oft bist du ohnmächtig geworden?“
„Einmal und das direkt wenige Stunden danach.“
Perplex sehen die beiden Frauen zwischen und her, da Elrond und ich das Thema so trocken behandeln, doch wissen sie den Grund für unsere Sorglosigkeit nicht.
„Gut,“ waren das letzte Wort Elronds und ohne ein weiteres verließ er den Raum und ließ die beiden Elbinnen völlig verwirrt zurück.
„Über drei Wochen ist es nun her, dass Ihr verletzt wurdet!“ brachte die erste plötzlich hervor und mit einer Selbstverständlichkeit im Blick nickte ich ihr zu.
„Und Ihr seid noch nicht tot!“ hakte die zweite nun nach, woraufhin ich grinsen muss.
„Ich rede doch grade mit Euch, oder etwa nicht?“ stellte ich die Gegenfrage und erhob mich von meinem Stuhl, um meine neuesten Wunden im Bad auszuwaschen, doch hielt die erste Heilerin mich auf.
„Ihr könnt nicht fort. Ihr seid vergiftet!“ sprach sie, doch ich schüttelte lächelnd den Kopf.
„Es geht mir ausgezeichnet, nur dass die frischen Wunden leicht brennen. Und vergiftet bin ich nicht – nein.“
„Aber Ihr müsstet bereits tot sein, wenn Eure Wunde durch die Morgul-Klinge noch nicht behandelt wurde!“ rief mir die zweite Heilerin hinterher, als ich das Badezimmer betrat.
Ich drehte mich noch einmal zu den beiden Frauen um.
„Wer sagt denn, dass ich nicht bereits tot bin?“

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