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Serina Rookwood und ihr Hogwartsleben

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18 Kapitel - 8.812 Wörter - Erstellt von: Lilly98 - Aktualisiert am: 2014-10-01 - Entwickelt am: - 2.467 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Diese Geschichte spielt im 5. Schuljahr. Es ist nicht alles so wie in den Büchern und Filmen. Eine Vorgeschichte ist auch vorhanden. Serina Rookwood ist das einzige Kind eines anerkannten Todessers und alles andere als stolz drauf. Aber irgendwie bewältigt sie ihre Probleme.
Ich hoffe die Geschichte gefällt euch. Über Kommis und Bewertungen würde ich mich freuen ;)

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    Vorwort und Vorgeschichte:

    Ich heiße Serina Rookwood, wurde am 25 März geboren und bin das einzige Kind von Augustus Rookwood und Adromena Black. Das sie meine Mutter ist, weiß ich aber noch nicht so lange. Ich wohne seit Ende meines dritten Schuljahrs bei den Weaslys, na ja, besser gesagt bei Sirius. Meinem Onkel. Durch ihn erfuhr ich, wer meine Mutter ist. Dafür, dass ich erst 15 bin, habe ich schon ganz schön viel erlebt und bin ganz schön rumgekommen. Bis zu meinem achten Lebensjahr lebte ich bei meinem Vater, der zugegebenermaßen ein Arschloch war und auch immer noch ist. Von klein auf hat er versucht mir beizubringen, dass Muggel schlecht sind. Ich habe nie verstanden, warum ich diese nichtmagischen Menschen hassen muss, da ich sie eigentlich ziemlich interessant fand. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich diese Gedanken lieber für mich behalten sollte. Der einzige Vorteil, wenn du einen Todesser als Vater hast, ist, dass du gegen vieles abgehärtet bist. Als ich acht war, musste mein Vater ins Ministerium und hat mich mitgenommen, das war ein Fehler. Denn im Ministerium wurde er von Auroren erkannt und kam so nach Askaban. Was sie mit mir machen sollten, wussten sie zu Anfang noch nicht. So wohnte ich eine Zeit lang bei einem Aurorenehepaar. Doch kurze Zeit später zog ich zu den Malfoys. Mein Vater war ein gern gesehener Gast dort gewesen und ich verstand mich ganz gut mit Draco, wir waren auch fast gleich alt. Ich war nur ein knappes halbes Jahr jünger. Ab und an kamen die Auroren zu Besuch, um nach mir zu sehen. Das machte mir nichts aus, mir ging es hier gut und ich fühlte mich -ehrlich gesagt- wohler, als bei meinem Vater.

    Es waren wieder einmal Sommerferien. Ich war zehn und es war einige Tage nach Dracos Geburtstag. Wir verstanden uns inzwischen richtig gut und waren beste Freunde geworden. Wir waren im Wohnzimmer und spielten Zauberschach, Nazissa sah uns interessiert zu, als die Eule mit der Post erschien. Sie hatte zwei Briefe im Schnabel. Einen für Draco und einen für mich. Draco machte seinen zuerst auf. Er war von Hogwarts, Draco schien erleichtert, dass er kein Squib war. Dann machte ich meinen auf. Er war auch von Hogwarts. Ich zeigte ihn Narzissa, diese schien besorgt, da ich erst 10 und nicht 11 war. Als am Abend Lucius kam, zeigte sie ihm den Brief.
    Am nächsten Tag ging ich mit Lucius ins Ministerium, um die Sache zu klären, doch dort wurde mir erklärt, dass es kein Fehler sei. Ich freute mich riesig.
    Dann ging es auch schon nach Hogwarts. Als wir vor der großen Halle standen, war ich schon ganz schön aufgeregt, doch das sollte sich noch steigern. Wir standen in der großen Halle. Potter wurde schon nach Gryffindor geschickt, Draco kam natürlich nach Slytherin. McGonnagal rief meinen Namen auf. „Rookwood, Serina.“ Die ganze Halle schien den Atem anzuhalten. Ich stetzte mich vorsichtig auf den Hocker und der Hut wurde mir aufgesetzt. „Ah sieh an, sieh an. Eine Rookwood. Nun, wo stecke ich dich hin? Ich sehe, du bist schlau, aber keine Ravenclaw. Du bist freundlich und hilfsbereit, doch auch Hufflepuff wäre nicht deines. Ich sehe Mut, ich sehe Risikobereitschaft, ich sehe Witz, ich sehe Eigensinnigkeit. Doch ich sehe auch wahre Größe, und viel Selbstbewusstsein. Nun, Gryffindor, sowie Slytherin würden gut zu dir passen. Ich sehe jedoch auch den Willen dich zu beweisen...interessant, interessant... nun denn, dann ist es wohl eher GRYFFINDOR!“ Das letzte Wort schrie der Hut. Ich war froh und setzte mich an den Gryffindortisch, der laut applaudierte, während die Slytherins ziemlich verdattert drein schauten.
    Lucius regte sich fürchterlich darüber auf, dass ich in Gryffindor war und nicht in Slytherin. Er schickte mir einen Heuler und meinte, ich sei eine Blutsverräterin. Dann schmiss er mich bei sich raus. Das war mir aber egal, denn ich hatte in Gryffindor viele neue Freunde gewonnen, Fred und Goerge zum Beispiel, denn mit ihnen teilte ich die Lust, Streiche zu spielen und sie waren richtig witzig. Außer in den Sommerferien blieb ich von da an in Hogwarts, sonst wohnte ich bei Auroren oder bei Mitgliedern vom Orden. Mit Draco verstand ich mich weiterhin gut. Schnell merkte ich, dass ich zwei große (Fächer) Stärken hatte. Verteidigung gegen die dunklen Künste und, zu meiner Überraschung, auch Zaubertränke. Meine Tränke waren meistens perfekt und Snape gab uns dafür sogar Hauspunkte! Am Ende des dritten Schuljahres fand ich, zusammen mit Harry, Ron und Hermine heraus, dass Sirius gar kein Mörder war und er mein Onkel war. Ab da lebte ich bei ihm. Inzwischen liebte ich meine Ferien. Die Weaslys waren für mich, zu so etwas wie meiner eigenen Familie geworden und ich mochte sie alle. Vor allem jedoch mochte ich Fred und George. Dieses Jahr würde also mein 5. Schuljahr beginnen und ich war echt gespannt was das so bringen würde. Kurz vor Schulbeginn kam auch Harry zum Orden. Er dachte, dass Voldemort zurück sei und ich, für meinen Teil, glaubte ihm auch.

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    Anfang, 5. Schuljahr:

    Endlich war es soweit! Der Tag der Abreise war da. Ich stand früher auf, als sonst und ging schnell duschen, dann zog ich mich an und stürzte, wortwörtlich, die Treppe hinunter. Denn ich stolperte über meinen schwarzen Kater Moonlight und flog die Treppe runter, nur um unten sehr elegant auf meiner Fresse zu landen. Innerlich fluchte ich. Warum musste ich nur immer so tollpatschig sein! Ich stand auf und rieb mir den schmerzenden Arm, erst dann bemerkte ich, dass mich jemand grinsend musterte. Ich sah hoch und blickte in die warmen Augen von George(ja, ich kann sie auseinander halten.) „Guten Morgen … bist heute ja anscheinend sehr eifrig.“, meinte er und grinste immer noch. „Morgen“, meinte ich müde. Dann setzte ich hinzu: „Wieso bist du eigentlich schon wach? Du bist doch ein Langschläfer!“ „Ich konnte nicht mehr schlafen“, sagte er ehrlich. Ich nickte eilig, schon gingen wir gemeinsam in die Küche, in der Sirius stand und sich mit Arthur unterhielt. Als wir eintraten, blickte er auf und meinte dann: „Oh, Rina, Fred, wieso seid ihr denn schon wach?“ Ich musste grinsen. „Das ist George. Und wir konnten nicht mehr schlafen.“, antwortete ich. Sirius nickte dann. George ging schon mal in Richtung Esszimmer, während ich unschlüssig stehen blieb. Sirius nahm mich zur Seite und flüsterte: „Ich möchte dir etwas zeigen.“ Dann zog er mich mit sich. Er führte mich in ein Zimmer, mit so etwas ähnlichem, wie einem Stammbaum als Tapete. Ich sah sie mir genauer an und erkannte, dass das der Stammbaum der Familie Black war. Siruis zeigte auf ein Bild mit einem schwarzhaarigen Mann. „Mein Bruder Regulus.“ Ich nickte. Dann ging er weiter zu einer Frau mit blonden Haaren, untypisch für eine Black. „Das war meine Schwester. Deine Mutter. Und daneben ihre Cousine Narzissa.“ Ich sah mir das Bild meiner Mutter genauer an. Die blonden Haare hatte ich von ihr geerbt, das war klar. Genauso wie die Gesichtszüge, die feine Nase und die vollen Lippen. Nur die Augen hatte ich nicht von ihr. Meine Augen waren grau, jedoch trotzdem alles andere als kalt. Sie hingegen hatte blaue Augen. Plötzlich stockte ich. „Moment, ist Narzissa nicht Dracos Mum?“, fragte ich. Sirius nickte. „Ja, sie ist von den Blacks adoptiert worden, nachdem ihr Vater starb, ein Jahr nach ihrer Geburt.“ Ich nickte wieder. Jetzt zeigte mein Onkel auf eine andere, schwarzhaarige Frau: „Und das ist meine wahnsinnige Cousine. Bellatrix Lestrange.“ Ich sah das Bild an und konnte nur schwer die Erinnerungen an sie unterdrücken. Als kleines Kind hatte sie mich tyrannisiert und gefoltert. Erst als ich sechs war, wurde sie nach Askaban gebracht. Ich seufzte lauf auf. „Was ist?“, fragte Sirius. Ich schüttelte meinen Kopf: „Nichts, ich musste nur an etwas denken.“ Sirius nickte, schien jedoch immer noch besorgt. Dann ging er weiter. Er zeigte auf ein Bild, dass anscheinend angezündet worden war. „Das hat meine liebreizende Mutter getan, nachdem ich weggelaufen bin.“ „Wieso bist du weggelaufen?“, fragte ich verwirrt. „Wir hatten uns wieder mal gestritten, weil ich doch in Gryffindor war.“ „Du warst in Gryffindor? Das hast du mir nie erzählt! Wie bist du dahin gekommen?“ „Du hast ja auch nie danach gefragt. Ich...ich wollte es. Seitdem hatte ich nie wieder etwas mit meiner Familie oder ihren Gedanken zu tun.“ Ich musste grinsen. „Da haben wir ja doch was gemeinsam.“ Er nickte.

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    Kurze Zeit später standen wir auch schon am Gleis 9Ÿ. Ich verabschiedete mich von Molly und Arthur, dann stieg ich zusammen mit meinen Freunden in den Zug. Von Sirius hatte ich mich schon davor verabschiedet. Er war uns zwar in Hundegestalt gefolgt, aber ich fand es komisch, mich von einem Hund zu verabschieden. Zusammen mit Fred und George setzte ich mich in ein Abteil und wir begannen, uns Streiche für das nun gekommene Schuljahr zu überlegen. Irgendwann streckte plötzlich Draco seinen Kopf in unser Abteil und begrüßte mich mit einer Umarmung. Ich erwiderte diese, als wir uns lösten, fragte er: „Na Rinalein, wie waren deine Ferien?“ „Gut, Dracolein und deine?“ Er grinste: „Alles beim alten. Mein Vater hat wie immer rumgestresst, wegen dem Ministerium, meine Mutter hat geduldig genickt und ich hab genervt die Augen verdreht.“ Wir mussten gleichzeitig lachen. Ja genau so war es auch schon früher gewesen, als ich noch bei den Malfoys wohnte. Erst jetzt schien Draco die Zwillinge zu bemerken. Er warf den beiden einen arroganten Blick zu, meinte dann grinsend zu mir: „Wir sehen uns dann in der großen Halle.“ Und damit verließ er unser Abteil. Der Rest der Fahrt verging relativ schnell und -wie immer mit den Zwillingen- auch sehr witzig.
    In der großen Halle setzte ich mich zwischen Fred und George und gegenüber von Harry, Hermine und Ron. Dann begann Dumbledore seine diesjährige Rede. Er sagte, wie immer was verboten war und stellte uns auch noch die neue Lehrerin in Verteidigung vor. Dolores Umbridge. Mein erster Gedanke war, ich müsste brechen. Sie war so … pink! Einfach alles an ihr war pink! Wahrscheinlich hatte sie auch noch einen pinken Zauberstab! Jetzt stand sie auf und richtete einige Worte an uns. Sie fasselte irgendwas davon, wie toll der Unterricht doch werden würde und dass wir alle gute Freunde werden würden. Ich grinste und sagte leise zu Fred und George: „Ja, genau...und dann macht sie unsere Schulumhänge pink...“ Die beiden prusteten los und Fred meinte, immer noch darum bemüht, sich wieder einzukriegen: „Jaah und das Nachsitzen bei ihr? Teetrinken und Plätzchen essen?“ Wir hatten alle Mühe, nicht laut los zu lachen. Dazu kam noch, dass unsere neue Professorin neben Snape saß! Pink und schwarz...na das passte ja mal so was von überhaupt gar nicht! Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht klar, was für eine Hexe sie wirklich war.
    Der erste Schultag kam und damit auch unsere erste Stunde in Verteidigung bei Umbridge. Nach dem Frühstück schlurfte ich genervt durch die Gänge. Es war einfach noch viel zu früh. In der ersten Stunde hatten wir Geschichte der Zauberei bei Binns. Na großartig! Da würde ich doch glatt wieder einschlafen! Ich setzte mich weit nach hinten, neben Harry. Draco saß zusammen mit Zabini hinter uns. Ihm schien es nicht besser zu gehen, wie mir. Irgendwann schrieb er mir einen Zettel, auf dem stand, dass Umbridge öfter bei seinem Vater zu Besuch war. Ich schaute fragend nach hinten, doch er zuckte nur die Schultern. Leider bemerkte Binns das und fragte mich laut: „Miss Rookwood, was habe ich eben gesagt?“ Ich versuchte mich raus zureden: „Ähm...dass die größte Hexenverbrennung 1420 war?“ Er schüttelte den grauen Kopf. „Miss Rookwood! Dies sagte ich bereits vor einer halben Stunde! Was haben sie denn bitte so wichtiges mit Mister Malfoy zu besprechen?“ „Nichts Professor. Verzeihen Sie.“ Er schüttelte immer noch den Kopf, machte jedoch mit seinem Unterrichtsstoff weiter. Nach einer halben Ewigkeit, so schien es, entließ er uns endlich aus seinem Unterricht in die nächsten zwei Stunden. Verteidigung. Ich setzte mich wieder neben Harry, dieses Mal jedoch weiter nach vorn. Umbridge begann auch sofort. Wir sollten das erste Kapitel unseres Buches lesen und zusammenfassen. Immer noch müde machte ich mich an die Arbeit, doch bemerkte wie Hermine ihr Buch nicht anrührte, sondern den Arm hob. Ich stupste Harry mit dem Ellbogen an und deutet auf Hermine, die vor uns saß. Umbridge nahm sie dran: „Was ist denn, Miss Granger?“, fragte sie mit ihrer ekelhaft hohen Stimme. „In diesem Buch steht nicht, wie man die Zauber anwendet.“ „Aber, wozu denn Anwenden?“ „Um uns zu verteidigen?“ Hermine wurde wütend. „Aber wovor denn Verteidigen?“ Jetzt schaltete ich mich ein, weil ich merkte, wie Harry sich versteifte, ich hatte einen Gedanken: Voldemort. Und den sprach ich aus: „Hm...ich weiß auch nicht, vielleicht vor Lord Voldemort?“ Umbridge drehte sich wie vom Donner gerührt zu mir um: „Aber Miss Rookwood, da draußen lauert nichts.“ „Doch! Harry hat ihn doch mit eigenen Augen gesehen und gegen ihn gekämpft!“, schrie ich. „Miss Rookwood, Nachsitzen. Um 17:00 Uhr in meinem Büro!“, sagte sie aufgebracht und wendete sich dann wieder dem Unterricht zu. Harry beugte sich zu mir und flüsterte: „Danke, dass du es versucht hast.“ Ich lächelte ihn mitleidig an.
    Die nächsten zwei Stunden waren Zaubertränke bei Snape. Ich lief neben Harry her, der sich gerade zusammen mit Ron aufregte: „Das kann ja ein toller Tag werden … erst Verteidigung bei Miss Pink und dann Zaubertränke!“ Ich prustete los. Mit Miss Pink hatte Harry Umbridge echt gut getroffen. Ron pflichtete ihm bei. „Ja die ist so bescheuert! Schon allein, wie die redet!“ Hermine nickte: „Bei der lernt man echt gar nichts! Keine Ahnung, wie wir dieses Jahr die Zags bestehen sollen!“ „Man Hermine! Jetzt vergess doch mal diese Zags!“, Ron schien genervt. Ich mischte mich auch wieder ein: „Leute also ich weiß ja nicht, aber ich hab so das Gefühl, dieses Jahr wird es echt nicht leicht für uns...vorallem mit Umbridge und dem Ministerium. Auch wenn ich immer noch nicht verstehe, was ihr so schlimm an Zaubertränke findet!“ Harry und Ron stöhnten auf.

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    Wir kamen vor dem abgeschlossenen Klassenzimmer zum Stehen. Ich gesellte mich zu Draco. Er schien gut gelaunt. „An was denkst du, dass es dir so eine gute Laune bereitet?“, fragte ich ihn. Er grinste mich verschmitzt an: „Ich habe gehört wir sollen heute einen schweren Trank brauen und ich wette, Potter wird ihn vermasseln!“ „Dein Ernst?“, fragte ich lachend. Sein Grinsen verschwand wieder und zurück blieb ein kleines Lächeln. „Wollen wir zusammen sitzen?“, fragte er mich. Ich zögerte kurz, sagte dann aber: „Klar, warum nicht. Und Blaise?“ „Der wollte sich eh neben Pansy setzen.“ Ich zog die Augenbrauen hoch, sagte aber nichts. Da kam auch schon Snape, um uns auf zu schließen. Wir strömten hinein und ich setzte mich mit Draco in die dritte Reihe. Er hatte Recht. Wir sollten wirklich einen schweren Trank herstellen, und dieser kam auch wahrscheinlich in den Zags dran, so jedenfalls Snape. Ich hatte keine große Mühe mit dem Trank und war relativ schnell fertig mit dem brauen. Ich lehnte mich zurück und wartete darauf, dass auch die anderen fertig wurden. Ab und an half ich auch Draco mit seinem Trank, wofür ich immer wieder Todesblicke von Pansy kassierte. Plötzlich knallte es in der letzten Reihe und ich drehte mich um. Da saß Seamus mit rauchendem Kessel und schwarzem Kopf. Ich musste laut los lachen und meinte: „Seamus, was hast du denn jetzt wieder gemacht?“ Snape fand das anscheinend nicht so witzig denn er gab Seamus eine Strafarbeit und zog uns 20 Punkte ab, wegen mutwilliger Kesselzerstörung. Am Ende kontrollierte er die Tränke. Und schrieb die Noten auf ein Stück Pergament, dass er jedem von uns gab. Ich war zufrieden. Mein Trank hatte ein O, meine Mitarbeit ebenfalls. Harry schien nicht sonderlich glücklich zu sein. Er zeigte mir seinen Zettel. Im Trank hatte er ein E, doch in Mitarbeit ein M! Das war doch die Höhe! Harry zuckte jedoch nur mit den Schultern und verließ den Klassenraum. Ich ging zusammen mit Draco schwatzend in die große Halle, wo wir uns schließlich trennten. Ich setzte mich zu Fred und George und erzählte ihnen, ich hätte Nachsitzen bei Umbridge. Sie musterten mich mit ziemlich merkwürdigen Blicken. „Nicht dein Ernst?“, rief Fred. „Das haben nicht mal wir geschafft...“ „...Am ersten Tag nachzusitzen!“ „Wie hast du das geschafft?“ Ich erklärte es ihnen schnell. George grinste: „Jedenfalls erfährst du jetzt, wie das Nachsitzen bei ihr aussieht.“ Ich nickte nur. Pünktlich um 17:00 Uhr stand ich vor dem Büro von Umbridge und klopfte. Ich hörte ein 'Herein' und trat ein. Am liebsten wäre ich rückwärts wieder raus. Das gesamte Zimmer war Pink! Umbridge verwies mich auf einen Stuhl und bat mir eine Tasse Tee an. Hatte Fred vielleicht doch Recht? Ich verneinte dankend. Dann gab sie mir die Aufgabe: „Sie werden heute 60 mal für mich den Satz 'Blut ist dicker als Wasser' schreiben.“ Ich nickte verwirrt. Wieso Blut ist dicker als Wasser? Sie musste wohl meinen Vater gekannt haben. Ich wollte gerade meine Feder raus holen, als Umbridge meinte: „Nein, sie benutzen eine ganz spezielle Feder, eine von meinen.“ Sie gab mir ihre Feder, diese war(wer hätte es gedacht) pink. Sie drehte sich zum Fenster. Ich wollte gerade anfangen, als ich feststellen musste, dass ich keine Tinte hatte. „Ähm Professor...ich habe aber keine Tinte.“ Sie drehte sich wieder um. Ein Grinsen lag auf ihren Lippen. „Sie brauchen keine Tinte.“ Ich zuckte die Schultern und begann. Doch dann stutzte ich. Die Buchstaben auf dem Pergament waren blutrot. Warum denn jetzt blutrot? Ich machte mir nicht weiter Gedanken darüber und schrieb, doch schnell merkte ich, warum sie rot war. Ich schrieb mit meinem eigenen Blut? Es tat echt Hölle weh, aber irgendwie schaffte ich es und hatte schließlich die 60 Sätze geschrieben. Meine Hand blutete unaufhörlich und ich hatte schon den Boden voll getropft. Umbridge sah sich die Sache an und nickte zufrieden. „Sie können gehen.“ Ich stand auf und machte, dass ich wegkam. Ich rannte hinunter in die Kerker. Ich musste unbedingt zu Draco und ihm das erzählen. Mir wurde langsam etwas schwummrig, doch ich achtete nicht weiter darauf, sondern raste weiter. Ich wusste ja zum Glück, wo der Gemeinschaftsraum der Slytherins war. Doch plötzlich stoppte ich. Mir wurde total schwindelig. Ich versuchte, mich andere Wand abzustützen, doch schaffte es nicht. Ich schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf, dann wurde alles um mich herum schwarz.

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    Dracos Sicht:

    Ich kam gerade vom Gemeinschaftsraum und wollte in die große Halle, als ich sah, dass jemand am Boden lag. Ich ging hin, um zu sehen, wer es war. Ich stoppte einige Meter vor dem Mädchen, nur um dann loszurennen und mich neben sie fallen zu lassen. Serina lag dort auf dem Boden und es hatte sich bereits eine Blutlache gebildet. Merlin, was war denn nur passiert? Meine arme kleine Serina! Ich hob sie hoch und sah erst jetzt, dass sie an der Hand und an der Schläfe blutete. Ich nahm sie in den Arm und machte mich auf, zum Krankenflügel. Kurz, nachdem ich aus den Kerken raus kam, wurde ich jedoch von einer Stimme gestoppt. „Malfoy!“, kreischte da jemand. Gefolgt von Schritten. Da stand einer der Weasleyzwillinge vor mir und musterte besorgt Serina, die in meinem Arm lag. Ob es jetzt Fred oder George war, konnte ich beim besten Willen nicht sagen. Er nahm mir dieses wunderhübsche Mädchen aus dem Arm und sagte dann: „Ich bringe sie in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Kannst du bitte Snape Bescheid sagen, Draco?“ Ich stutze. Hatte er mich gerade wirklich beim Vornamen genannt? Er fragte wieder: „Draco, was ist jetzt?“ „Draco? Nicht Malfoy?“, fragte ich verwundert. Der Siebtklässler schien peinlich berührt. „Ja … keine Ahnung … was ist jetzt?“ Ich warf noch einen Blick auf Rina, dann nickte ich und rannte zurück in die Kerker, um Snape zu holen. Ich klopfte an seine Bürotür und trat dann hastig ein. Snape musterte mich mit seinem typischen Blick und fragte: „Mister Malfoy, was führt sie zu mir?“ Ich musste erst mal Luft holen, dann fing ich an: „Professor, Srina! Sie ist zusammengebrochen! Und sie blutet und Sie müssen ihr helfen, Sir! Bitte!“ Snape schien geschockt. „Wo ist Miss Rookwood jetzt?“, fragte er. „In ihrem Gemeinschaftsraum.“ „Gut. Ich werde dorthin gehen. Sie bleiben hier, Mister Malfoy.“ Ich nickte, dann war er auch schon verschwunden.

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    Georges Sicht:
    Ich war geschockt, als ich meine beste Freundin in den Armen von Malfoy liegen sah, doch schnell war mir klar, dass sie verletzt war. Schwer verletzt. Ich nahm sie ihm aus dem Arm und wies ihn an, Snape zu holen. Verdammt, wieso hatte ich zu ihm Draco gesagt? Wahrscheinlich der Schock, redete ich mir ein, während ich die Kleine im Arm hatte und zum Gryffindor Gemeinschaftsraum trug. Sie war so kalt und hatte kaum noch Puls! Ich kam zum Portal der fetten Dame. Verflucht, wie war noch gleich dieses Dreckspasswort? Die fette Dame schüttelte aber schon den Kopf. „Du bist ein Gryffindor, das sehe ich doch. Als los, rein mit euch.“ Sie schwang zur Seite und ich trug Serina in den Raum. Ich legte sie auf das Sofa. Wir waren natürlich sofort umzingelt von den anderen. Fred lief auf mich zu: „Georgy, was ist passiert?“ „Keine Ahnung!“, rief ich aus und kniete mich, zusammen mit meinem Bruder neben das Sofa, auf dem Rina lag. Sie war so blas, so kalt. Da öffnete sich das Portalloch erneut und Snape trat, gemeinsam mit McGonnagal, ein. „Bei Merlins Bart!“, rief unsere Hauslehrerin aus, während sich Snape neben Serina kniete und ihren Puls suchte. Er schien besorgt. Moment mal...Snape war besorgt? Das konnte doch gar nicht sein! Snape stand wieder auf. „Sie hat viel Blut verloren. Ich werde sie sofort in den Krankenflügel bringen.“ McGonnagal nickte. Snape hob dieses Mädchen, mit dem ich schon seit fünf Jahren befreundet war hoch und brachte sie in den Krankenflügel. Wir blieben zurück.

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    Dracos Sicht:

    Es schien eine Ewigkeit zu dauern, ehe Snape zurückkam. „Miss Rookwood ist nun im Krankenflügel. Sie hat viel Blut verloren.“ Ich nickte und ging. Dann rannte ich zum Krankenflügel. Serina war immer noch kalkweiß und lag auf einem der Krankenbetten. Ich setzte mich neben sie auf einen Stuhl und nahm ihre Hand in meine. Sofort spürte ich wieder das Kribbeln in meinem Bauch, dass ich schon seit dem Weihnachtsball letztes Jahr hatte. Ich lehnte mich zurück. Warum musste ich mich ausgerechnet in dieses wunderhübsche, tolle und so witzige Mädchen verlieben, dass meine beste Freundin war? Sie würde meine Gefühle doch nie erwidern. Für sie war ich nur ein guter Freund von vielen. Außerdem war sie in Gryffindor und ich in Slytherin. Das konnte ja nichts werden. Blaise zog mich aus meinen Gedanken: „Hey. Hab das mit Rina gehört.“ Ich blickte auf. Was wollte der denn jetzt hier? Hatte er echt nichts Besseres zu tun, als mich zu nerven? Er redete unbefangen weiter: „Du hast es ihr immer noch nicht gesagt, oder?“ „Ihr was gesagt?“, fragte ich genervt und schaute immer noch auf dieses wundervolle Mädchen. „Das du in sie verschossen bist sieht sogar ein Blinder mit Krückstock! Du musst es ihr sagen!“ Ich sprang auf, Wut kochte in mir hoch. „Du hast doch keine Ahnung!“, schrie ich meinen besten Freund an. „Für sie bin ich doch nur ein Freund von vielen! Jetzt mach, dass du weg kommst!“ Er drehte sich schulterzuckend um und murmelte etwas, das stark nach 'Vollidiot' klang. Ich setzte mich wieder. Stunden vergingen, aber Serina wachte nicht auf. Ab und an kam Madam Pomfrey, um ihr einen blutbildenden Trank zu .

    Ich war wohl irgendwann in der Nacht eingeschlafen, denn als ich aus dem Fenster sah, war es taghell. Ich sah mich kurz um. An Serinas Bett standen die Zwillinge. Wahrscheinlich hatte sie sich doch eh in einen von denen verliebt. Dann stand da aber auch noch Snape. Was machte denn jetzt Snape hier? Ich hatte immer noch Serinas Hand in meiner. Wieso wachte sie denn nicht auf? Genau in diesem Moment bewegte sie sich und stöhnte leise. Ich war so unendlich glücklich, dass sie sich endlich rührte und ignorierte die Weasleys.

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    Serinas Sicht:

    Wo war ich nur? Was war den passiert? Langsam öffnete ich die Augen und sah die Zwillinge die glücklich lächelten. Ich drehte mich etwas nach links, Draco saß dort auf einem Stuhl und hielt meine Hand. Er sah total müde aus. „...Draco...“, brachte ich heiser heraus. Jetzt fing auch er an zu lächeln. Er hatte so ein wundervolles Lächeln. Ich wollte mich aufsetzen und fragen was passiert ist, doch jemand drückte mich wieder nach unten und ich vernahm eine, mir nur zu bekannte, Stimme: „Sie bleiben erst einmal noch liegen, Miss Rookwood.“ Was machte den Snape hier? Gerade als ich fragen wollte, ergriff er erneut das Wort: „Miss Rookwood, Sie sind in den Kerkern bewusstlos zusammengebrochen.“ Ich erinnerte mich. Klar..wegen Umbridge. „Wissen Sie, was passiert ist?“, fragte unser Zaubertranklehrer weiter. Ich nickte müde. „Umbridge ist passiert.“ Verständnislose Blicke von allen Seiten, also erklärte ich: „Ich hatte Nachsitzen bei ihr. Die hat mich mit so einer komischen Feder schreiben lassen und die schreibt mit Blut!“ Snape antwortete: „Ich denke, ich werde mal ein Wort mit Ihrer Hauslehrerin und Professor Umbridge wechseln.“ Jetzt steh doch endlich auf!, dachte ich mir genervt. Fred und George standen auf. „Rina...“, begann Fred. „Wir müssen los, aber heute Mittag kommen wir wieder.“, beendete George. Ich nickte nur schlaff. Dann wollte Draco auch aufstehen, doch ich hielt ihn fest. „Bitte bleib hier, Draco.“ Ich sah ihn flehend an. Da kam Madam Pomfrey. „Ah, Miss Rookwood, wie schön, dass sie wieder wach sind. Nun, sie werden heute trotzdem noch zur Beobachtung hier bleiben.“ Ich nickte wieder. Widerstand mochte unsere Heilerin nämlich gar nicht. Snape mischte sich nun auch wieder ein: „Mister Malfoy, ich werde Sie entschuldigen. Mister Weasley und der andere Mister Weasley können Ihnen, Miss Rookwood dann heute Mittag die Hausaufgaben bringen.“ Jetzt drehte er sich auch endlich um und verließ, gefolgt von den Zwillingen, den Krankenflügel.
    Jetzt wendete ich mich wieder an Draco: „Danke, dass du da bist.“ Er nickte glücklich. „Was hast du eigentlich in den Kerkern gemacht?“, fragte er nach einer kurzen Pause. Ich kratzte mich verlegen am Kopf: „Na ja, also ich wollte eigentlich zu dir und dir erzählen, was für eine Hexe Umbridge ist, aber dann bin ich umgeflogen.“ „Ja, du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt, als du da einfach so am Boden lagst.“ Also hatte er mich gefunden. Gut zu wissen. Wir redeten noch den ganzen Vormittag und schnell mussten wir auch lachen.

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    Dracos Sicht:
    Ich konnte es nicht fassen. Serina wollte wirklich, dass ich bei ihr blieb? Ein Glück, erlaubte Snape es. Wir redeten viel miteinander und sie lachte ständig. Ich liebte dieses Lachen einfach. Leider war der Morgen viel zu schnell rum und Blaise kam, um mit mir zum essen zu gehen. Warum musste mich dieser Idiot eigentlich immer nerven! Der regte mich manchmal echt so auf! Na ja da konnte man jetzt ja eh nichts ändern und so ließ ich meinen kleinen Engel wohl oder übel zurück.

    10
    Georges Sicht:

    Sie war wieder wach. Das wurde aber auch Zeit! Fred und ich gingen in die große Halle. Alle starrten uns an, also rief ich laut: „Sie ist wieder wach.“ Ein Jubel brach aus, sowas hatte ich in Hogwarts noch nie erlebt. Ich hoffte, Dumbledore würde mit Umbridge reden. Das konnte sie doch nicht einfach so machen! Fred zog mich mit sich und wir setzten uns zu Ron und den beiden Freunden von ihm. Mein Bruder wirkte nachdenklich. „Fredy was hast du?“ „Ich muss nur daran denken, dass ich noch sagte, es wäre ein Teetrinken und Plätzchen essen.“, antwortete er. Ich zuckte die Schultern: „Wenigstens ist Rina jetzt wieder wach.“ „Ja, zum Glück.“, pflichtete er mir bei. Dann gingen wir zum Unterricht.

    11
    Serinas Sicht:
    Am Nachmittag wurde ich endlich entlassen. Ich ging in die große Halle, um erst mal etwas zu essen. Ich trat ein und sofort stürmten meine Freunde, und sogar Leute, die ich nicht mal kannte, auf mich zu.
    In den nächsten Tagen wurde der Unterricht endlich wieder halbwegs normal, bis auf den von Umbridge. Mit meinen Freunden saß ich oft am See um zu quatschen oder ich spielte mit Fred und George Streiche.
    Es war wieder Montag, dass hieß, wir hatten Umbridge. Ich hatte echt Null Bock auf ihren Unterricht, aber mir blieb ja nichts anderes übrig, als dorthin zu gehen. Ich setzte mich wie immer neben Harry und wartete darauf, dass die Kröte kam. Als sie dann da war, redete sie irgendwas, doch ich hörte kaum zu, bis sie sagte: „...Ihre früheren Lehrer in diesem Fach mögen Ihnen mehr Narrenfreiheit eingeräumt haben, aber da keiner von ihnen - vielleicht mit Ausnahme Professor Quirrells, der sich zumindest auf altersgemäße Themen beschränkt zu haben scheint - eine Inspektion des Ministeriums bestanden hätte …“ Das konnte doch nicht wahr sein! „Ja, Quirrell war ein toller Lehrer“, sagte ich laut, „es gab nur den kleinen Nachteil, dass ihm Lord Voldemort hinten aus dem Kopf raushing.“ Es folgte Stille. Dann sagte Umbride mit honigsüßer Stimme: „Ich denke eine weitere Woche Nachsitzen würde Ihnen ganz gut tun, Miss Rookwood.“ Verdammt! Warum konnte ich mich nicht einmal zurück halten? Nur ein einziges, verdammtes Mal! Ich senkte meinen Blick. Wieso hatte diese dumme Nuss es eigentlich so auf mich abgesehen? Ich hatte ihr doch gar nichts getan! Ich sagte doch nur die Wahrheit! Dann würde ich eben die Woche zu ihr gehen. War mir doch egal.
    Zum Glück überstand ich die Woche auch so halbwegs gut. Harry, Hermine, Ron und ich regten uns immer mehr über den Unterricht bei Umbridge auf, bis Harry schließlich die DA, Dumbledores Armee, gründen wollte. Ich fragte verwirrt: „Aber wieso denn Dumbledores Armee und nicht Potters?“ Doch keiner gab mir Antwort. Einen Trainingsort hatten wir dann zum Glück auch schnell gefunden: Den Raum der Wünsche. Die Stunden darin machten mir echt Spaß. Harry brachte uns den Patronuszauber bei. Er sagte, es sei ein schwere Zauber, den wir wahrscheinlich nicht sofort können würden. Ich probierte es einfach mal und sagte: „Expecto Patronum!“ Und tatsächlich funktionierte es! Mein Patronus nahm die Form einer Schlange an und ich war echt stolz darauf. In einer späteren Stunde bemerkte ich, dass ich ein außergewöhnliches Talent für einen Animagnus hatte. Ich schaffte es sofort, mich in einen schwarzen Puma mit grauen Augen zu verwandeln.

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    Als ich am nächsten Tag in die Halle kam, saßen schon die meisten am Essen. Es war Samstag, endlich mal ein Tag, an dem ich ausschlafen konnte. Neville las gerade den Tagespropheten, schien aber nicht wirklich glücklich zu sein. „Neville, was ist los?“, fragte ich ihn. Er schaute auf und zeigte mir den Tagespropheten. „Es gab einen Ausbruch aus Azkaban. Unter anderem Bellatrix Lestrange.“ Ich nahm ihm geschockt die Zeitung aus den Händen und las. Es stimmte. Bellatrix war tatsächlich ausgebrochen. Verdammt! Warum immer die? Ich las weiter und erfuhr so, dass auch mein Vater, Augustus Rookwood, ausgebrochen war. Das konnte ja toll werden, wenn ich meinem Vater wieder begegnete. Ich legte den Tagespropheten weg und begann, zu frühstücken, wurde jedoch jäh von Draco unterbrochen. „Hast du es gehört?“ „Hm?“, fragte ich mit vollem Mund. „Der Ausbruch!“ Ich nickte. „Glaubst du, dein Vater wird dich suchen?“ Ich schluckte den Rest runter und meinte dann kühl: „Und selbst wenn, der kann mir gar nichts mehr!“ Er nickte, und ging.

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    In der Nacht hatte ich einen fürchterlichen Albtraum von Arthur Weasley und dem Ministerium. Ich war im Gemeinschaftsraum eingeschlafen und schreckte jetzt hoch und schrie wie am Spieß, damit weckte ich anscheinend ganz Gryffindor, denn sofort rannten einige Schüler zu mir und fragten, was passiert sei, darunter auch Hermine. Ich erzählte es ihr. „Rina, wir müssen sofort zu Dumbledore!“ „Was? Warum?“, fragte ich verwirrt. „Harry hatte denselben Traum!“ Sie zog mich vom Sofa und rannte mit mir in Dumbledores Büro. Der schien zu glauben, dass unser Traum der Wahrheit entsprach. Harry rastete dabei aus und schrie den Schulleiter an. Dann kam Snape und nahm Harry mit, Hermine brachte mich zurück in den Gemeinschaftsraum, jedoch erst, nachdem Dumbledore Bescheid gegeben wurde, dass Mr. Weasley gefunden wurde. Ich konnte es nicht fassen, der Traum entsprach tatsächlich der Realität? Das war doch unmöglich! Ich legte mich ins Bett, tat aber in dieser Nacht kein Auge mehr zu. Am nächsten Morgen war ich hundemüde und schlief schon beim Frühstück fast ein. Dann musste ich wegen irgendwas zu Snape. Der erklärte mir, dass anscheinend eine Verbindung zwischen Voldemort und mir bestand und ich deswegen Okklumentik lernen musste. „Okklu...was?“ Ich verstand das alles noch nicht. Snape erklärte es mir: „Okklumentik ist die Kunst, seinen Geist, vor Eindringenden zu schützen und abzuschirmen.“ Ich nickte, dann sagte Snape er würde jetzt versuchen, in meinen Kopf einzudringen und ich sollte ihn irgendwie daran hindern. Ich versuchte an Quidditch zu denken, doch er schaffte es trotzdem in meinen Kopf, zog sich aber sofort wieder zurück. Ab jetzt hatte ich also auch noch Okklumentikstunden bei Snape.

    14
    Dieses Okklumentikzeug war echt nicht leicht! Ich schaffte es einfach nie und Snape wurde zunehmend wütender. Einmal konnte ich einfach nicht mehr und schrie, mit dem Zauberstab in der Hand, einen Umkehrzauber und drang in Snapes Erinnerungen ein. Das wollte ich nicht. Ich wollte mich bereits wieder hinaus bringen, als ich etwas sehr merkwürdiges sah. Ich sah mich selbst, als ich vielleicht zwei, oder drei Jahre alt war und Snape spielte mit mir. Moment mal...Snape spielte mit mir? Ich zog mich schnell aus seinen Gedanken zurück und verließ die Kerkerräume. Ich rannte zur Eulerei und schrieb Sirius sofort einen Brief.
    >>Lieber Tatze.
    Kann es sein, dass Snape ein Todesser ist und früher öfter im Haus meines Vaters war? Und mit mir gespielt hat? Ich habe aus Versehen seine Erinnerungen gesehen und da hat er mit mir gespielt, dass weiß ich genau! Was läuft da zwischen meinem Vater und dem?
    Deine Nichte<<
    Ich gab den Brief einer der Eulen und schon war sie aus dem Fenster geflogen und verschwunden.

    15
    Auf die Antwort wartete ich jedoch eine Woche lang vergebens. Zum Glück waren dann Weihnachtsferien und ich konnte ihn selbst fragen. Ich wollte mir gerade wie immer ein Abteil mit Fred und George suchen, als Draco kam und mich fragte: „Hey, Rina. Möchtest du vielleicht bei uns sitzen?“ Ich nickte nach kurzem Zögern und sagte zu Fred und George: „Wir sehen uns am Bahnhof.“ Dann folgte ich Draco in das Slytherinabteil. Ich fragte mich aber immer noch, wieso er mich gefragt hatte, ob ich bei ihm sitzen will. Ich dachte er und Pansy wären zusammen? Na ja, anscheinend hatte sich die Sache erledigt. Wir redeten viel, und lachten natürlich auch viel. Draco hatte echt ein wunderschönes Lächeln. Ich wusste nicht, wieso ihn manche als eine Schlange bezeichneten. Klar, er war in Slytherin, aber zu mir war er immer sehr zuvorkommend und nett gewesen. Er erzählte mir, dass er im Inquisitionskommando von Umbridge war. „Wieso?“, fragte ich. „Na ja, du kennst doch meinen Vater. Er will unbedingt, dass ich gut in der Schule bin und das Inquisitionskommando bringt einem eine höhere Stellung.“ Ich nickte und setzte grinsend hinzu: „Das passt ja wieder zu dir.“ Er grinste ebenfalls: „Ja, ich bin eben ein abgrundtief böser Slytherin.“ „Ja ja und doch sitzt in deinem Abteil eine Gryffindor.“ „Nicht mein Problem. Die Löwin hat sich in die Höhle der Schlangen gewagt und nicht andersrum.“ Dafür schubste ich ihn von der Bank und er landete lachend auf dem Boden.
    Die Fahrt war, für meinen Geschmack, viel zu schnell vorbei und wir kamen am Bahnhof an. Draco und ich verabschiedeten uns im Zug und ich machte mich auf den Weg zu den Weaslys und einem bestimmten schwarzen Hund, der mich mit besorgten Augen musterte. Ich kraulte ihm kurz das Ohr, bis mir wieder einfiel, dass er mir nicht geantwortet hatte, dann ließ ich los und ging weg von ihm. Wir apparierten in das Hauptquartier des Ordens. Ich schlappte meinen Koffer in Ginnys und mein Zimmer und packte aus. Nachdem ich fertig war und mich umgezogen hatte raste ich die Treppe runter. Moonlight lag unten auf einem der Sessel. Ich hob ihn hoch, setzte mich und setzte ihn auf meinen Schoss, um ihn zu kraulen. Fred kam und warf mir einen vielsagenden Blick zu, den ich gekonnt ignorierte. George kam ebenfalls und fing ein Schachspiel mit Fred an. Moonlight hatte genug und sprang von meinem Schoß.
    Weihnachten kam und Weihnachten ging. Harry war auch bei uns.
    Einige Tage später wollte ich endlich wissen, was es mit Snape auf sich hatte, also suchte ich Sirius. Er saß im Esszimmer und redete mit Lupin. Ich baute mich vor ihm auf. „Sirius, wir müssen reden!“ Lupin meinte belustigt: „Tatze, was hast du wieder angestellt?“ Der Angesprochene schüttelte den Kopf: „Nicht witzig Moony! Rina, nicht jetzt.“ „Wann denn dann?“, fragte ich genervt. „Nach dem Essen, in Ordnung?“ Ich nickte widerstrebend und ging zurück nach oben.
    Nach dem Abendessen folgte ich Sirius in einen anderen Raum. Es sah aus, wie ein Arbeitszimmer. Sirius setzte sich auf den Sessel und wies auf einen Stuhl vor dem Tisch. „Du hast meinen Brief bekommen?“, fragte ich. „Ja.“ „Warum hast du nicht geantwortet?“ „Ich hatte keine Zeit dazu, außerdem wäre es zu gefährlich gewesen“, antwortete er geschäftsmäßig. „Dann erklär es mir jetzt. Was hat Snape mit meinem Vater zu schaffen?“ Er räusperte sich und druckste dann so lange herum, bis ich es nicht mehr aushielt: „Sirius! Jetzt rede schon!“ „Ist ja gut! Mit deinem Vater hat er nichts zu schaffen, eher mit der Schwester deines Vaters.“ Was? Was hatte denn jetzt Penelope mit Snape zu schaffen? Sie war die Schwester meines Vaters doch starb durch einen Todesfluch, als ich noch nicht alt war. „Wie meinst du das?“ „Snape und Penelope, sie waren …“ „Zusammen? Niemals!“, rief ich geschockt. Sirius schüttelte den Kopf, ich war erleichtert. „Sie waren verheiratet.“ „Was? Niemals! Das kann gar nicht sein!“ Sirius nickte. „Aber … aber … aber er ist doch der fiese Tränkemeister! Der ist doch gar nicht fähig zu lieben!“, ich war total geschockt. Snape sollte der Mann von meiner Tante sein? Sirius redete weiter, jedoch leiser. „Und es kommt noch dicker für dich, Serina.“ Normalerweise hätte ich jetzt gesagt, er soll mich nicht Serina nennen. Ich hasste meinen Namen. Rina reichte vollkommen! Doch ich war zu geschockt. „Rookwood hat Severus damals zu deinem Patenonkel gemacht.“ Was? Nein! Wieso? Das darf doch nicht wahr sein! „Er war früher oft bei euch und hat sich gut um dich gekümmert.“ Ich schüttelte den Kopf. Ich wollte diese Gedanken nicht in meinen Kopf lassen. Snape als Patenonkel. „Das heißt, er ist ein Todesser.“, sagte ich kalt. Sirius sagte jedoch: „Nein, Rina, wo denkst du hin? Er war zwar einer, aber schon vor Voldemorts erster Schreckensherrschaft kam er zum Orden, seitdem ist er ein Spion. Verstehst du?“ Ich nickte wie hypnotisiert. „Rina, hör zu: Ich weiß, dass das alles jetzt ein Schock für dich ist, aber es ist wichtig, dass du keinem sagst, dass Snape ein Spion ist, verstanden?“ Ich nickte wieder. Dann stand ich ohne weiteres auf und rannte in mein Zimmer. Ich versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Snape war mein Patenonkel, damit musste ich mich jetzt eben irgendwie revangieren. Ich stand wieder von meinem Bett auf und ging ins Bad. Ich sah in den Spiegel und wischte mir die Tränen weg, ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich heulte. Ich schminkte mich kurz nach und ging wieder nach unten um mit Fred Zauberschach zu spielen. Ich war nicht bei der Sache und so gewann er natürlich.

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    Bald darauf fing die Schule wieder an und es wurde schlimmer, als jemals zuvor. Dumbledore verschwand von Hogwarts, nachdem die DA aufgeflogen war(ich hatte ja gleich gesagt, es sei eine scheiß Idee sie Dumbledores Armee zu nennen, aber auf mich hatte ja wie immer keiner gehört) und so hatte Umbridge freie Bahn und stellte hunderte neue Regeln auf.
    Die Okklumentikstunden bei Snape gingen immer noch weiter. Harrys waren zu ende, weil er in Snapes Kopf war, doch meine liefen weiter. Ich wurde immer besser. Snape schaffte es immer seltener in meinen Geist zu gelangen und er lobte mich immer wieder. Aber dann schaffte er es doch wieder und kam genau in den Augenblick, als Sirius mir erzählte, dass Snape mein Patenonkel war. Er zog sich zurück und sah mich erstaunt an, dann meinte er: „Du weißt es?“ Ich nickte lässig und entgegnete: „Früher oder später wäre es doch eh rausgekommen.“ Er versuchte die Stunden trotzdem gleich weiterzuführen, doch man merkte ihm an, dass es ihn irgendwie mitnahm.
    Dann kamen auch schon die Zags. Ich brütete gerade über der 40sten Aufgabe, als ein komisches Knallen ertönte. Kurz darauf gingen die großen Flügeltüren auf und zwei gewisse rothaarige Siebtklässler düsten auf ihren Besen rein, das machten sie so gut, dass die Zags wegflogen. Die Jungs waren einfach der Knaller! Ich liebte die Zwillinge einfach, das merkte ich wieder einmal.

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    Es waren nur noch ein paar Wochen bis zu den Sommerferien, als ich einen Albtraum von Sirius hatte. Voldemort hielt ihn fest und folterte ihn, um an Harry zu kommen. Ich schreckte hoch und rannte sofort in den Schlafsaal der Jungen, wobei ich jedoch mit jemandem zusammenstieß und in das Gesicht von Harry blickte. Ich erzählte ihm von meinem Traum und er entgegnete, dass er denselben hatte, was das hieß, war uns beiden klar. Er war Realität! Wir rannten zusammen mit Hermine und Ron zum einzig benutzbaren Kamin in dem Büro von Umbridge. Luna, Ginny Neville, Fred und George hielten währenddessen nach ihr Ausschau. Harry meinte: „Okay, Leute. Ihr wart echt super, aber ich gehe alleine ins Ministerium. Rina, in dem Traum ging es um mich, nicht um dich. Ruft den Orden, wenn ihr könnt und passt auf euch auf.“ Ich redete dazwischen: „Nein! Verdammt, Harry, wann verstehst du denn endlich, dass wir da alle mit drin stecken?“ In diesem Augenblick vernahmen wir eine weitere Stimme: „IN DER TAT!“ Umbridge stand vor Wut kochend in der Tür. Fuck! Crabbe und Goyle erschienen hinter ihr. Die beiden Gorillas packten mich und zogen mich auf einen Stuhl. Gerade, als Umbridge sich an mich richten wollte, platzte Draco mit Neville herein und meinte: „Ich hab noch einen! Der wollte der Weasly helfen, der...“, als er mich sah kam er ins Stottern. „der Idiot.“ Er sah mich geschockt an, stellte sich jedoch zu den anderen. Jetzt wendete Umbridge sich an mich und fragte: „Sie wollten zu Dumbledore, nicht wahr?“ „Nein“, antwortete ich ehrlich und bekam dafür von Umbridge eine Ohrfeige. Dann kam Snape herein, mit den Worten: „Hier bin ich.“ Er sah mich, ließ sich jedoch nichts anmerken. Umbridge erwiderte: „Ah, Severus. Haben Sie auch das Veritaserum dabei?“ „Meine Vorräte sind ausgeschöpft, Sie haben bereits alles verbraucht. Das letzte bisschen für Miss Chang.“ Bei den Worten blickte ich zu Harry. Cho, die uns verraten hat, hatte es nur gesagt, wegen dem Wahrheitsserum. Snape redete weiter: „Solange Sie sie nicht vergiften wollen, und glauben Sie mir, Sie hätten mein vollstes Wohlwollen dazu, kann ich nichts für Sie tun.“ Ich musste grinsen, während Snape den Raum verließ. Umbridge schaute zuerst mich und dann Harry mit ihren grässlichen Augen an, und sagte: „Gut, Sie wollen es nicht anders, Potter. Sie zwingen mich dazu. Der Crutiatusfluch dürfte Ihre Stimme lockern.“ Ich schaute geschockt zu Hermine, die sagte: „Das ist illegal.“ Doch das ließ Umbridge kalt, sie meinte nur: „Was der Minister nicht weiß, macht ihn nicht heiß.“ Und richtete den Zauberstab erneut auf mich. Sie kam mir näher und ich musste schwer schlucken und kniff meine Augen zusammen, mich auf den folgenden Schmerz vorbereitend. Doch dann griff erneut Hermine ein, indem sie rief: „Sag's ihr, Harry! Sag ihr, wo sie ist!“ Ich öffnete meine Augen, vor meinem Gesicht war immer noch der Zauberstab, aber Umbridge hatte sich zu Harry umgewandt und fragte angespannt: „Wo was ist?“ „Dumbledores Geheimwaffe.“, antwortete Hermine nach einem langen Seufzer. Umbridge wollte diese natürlich sofort sehen und machte sich mit Harry und Hermine auf den Weg zum verbotenen Wald. Ich saß immer noch total geschockt da und kaum hatte sich die Tür hinter Umbridge geschlossen, eilte Draco zu mir und kniete sich vor meinen Stuhl. Er fragte mich: „Ist alles in Ordnung? Geht's dir gut?“ „Ja ja alles okay. Ich lebe ja noch.“ Er drückte mich an sich, während ich ihm in sein Ohr flüsterte, dass wir abhauen müssten und Ron wahrscheinlich gleich einige Bonbons von Fred und George raus holen würde. Genau das machte er dann auch und natürlich fraßen ihm die Slytherins alles weg. So konnten Ron, Ginny, Luna, Fred und Goerge, Neville und ich entkommen und trafen auf der Brücke Harry, und Hermine, mit denen wir uns ins Ministerium begaben. Dort angekommen suchten wir die Mysteriumsabteilung und Harry lief an den Regalen vorbei, auf der Suche nach Sirius, der aber nicht hier war. Neville entdeckte eine Kugel, mit Harrys Namen und sagte: „Hey Harry, da … da steht dein Name drauf.“ Harry kam wieder und nahm die Kugel in seine Hand, so hörten wir alle die Prophezeiung: „Zwei werden es sein, die um die Macht kämpfen. Doch der eine wird eine Macht haben, die der dunkle Lord nicht kennt.“ Wir schauten Harry fragend an, doch auch er wusste nicht weiter. In diesem Moment kamen zwei Todesser auf uns zu. Ich stand ganz vorn, genau neben Harry. Der eine Todesser nahm seine Maske ab. Lucius kam darunter zum Vorschein. Er kniff mit in die Wange und meinte: „Serina, Serina. Das würde deinem Vater gar nicht gefallen, wenn er dich hier sehen würde.“ Ich keifte ihn an: „Mein Vater kann mich mal!“ Ich schlug ihm die Hand weg und meinte: „Übrigens gefällt es mir nicht, wenn mich die Mutter von einem meiner Freunde so anpackt. Oder trug man etwa zu deiner Zeit, das heißt vor 200 Jahren, noch lange Haare?“ Das hatte gesessen. Nicht nur, dass ich ihn beleidigt hatte, nein, ich hatte ihn auch gedutzt. Manchmal kann ich doch wahrlich fies und gemein sein. Lucius entgegnete: „Wenn du nicht das Balg von Rookwood wärst, dann wärst du jetzt tot!“ Ich grinste immer noch: „Oh, wie gütig.“ Ich trat hastig einen Schritt zurück, sodass er mich verfehlte, als er mir eine Knallen wollte. Dann nahm der andere Todesser die Maske ab. Mein Grinsen verschwand augenblicklich, als ich Bellatrix sah. Neville schien es nicht besser zu gehen, denn er stotterte: „Bellatrix Lestrange!“ Sie lachte. „Neville Longbottom nicht? Wie geht's Mum und Dad?“ Ich trat zitternd vor ihn. „Lass ihn in Ruhe, Bella!“ „Ha … du bist doch ganz schön mutig. Oder erinnerst du dich nicht mehr an mich?“ Sie wollte auf mich zu gehen, doch ich hielt ihr meinen Zauberstab entgegen und sagte eiskalt: „Wie könnte ich meine, dank dir, beschissene Kindheit je vergessen? Ich werde dich eigenhändig nach Azkaban zurückbringen, darauf kannst du dich verlassen.“ Dann wandte ich mich an die anderen: „Lauft!“ Wir rannten los zur Tür. Wir schafften es tatsächlich bis zur Tür, doch stürzten dann herab. Ich fand die Sprach als erste wieder: „Mysteriumsabteilung, triffts ziemlich genau, oder?“ Harry stand schon wieder, die Prophezeiung in der Hand. „Kommt hinter mich!“ Wir gehorchten. Dann kamen die Todesser. Ich konnte nichts mehr sehen, wurde umgerissen und weggeschleift. Dann sah ich wieder etwas, doch der Anblick war alles andere, als gut. Dazu kam, dass Bellatrix höchstpersönlich mir ihren Zauberstab an die Kehle hielt und mir zuflüsterte: „Wie war das mit Azkaban?“ Ich schluckte schwer. Verdammt. Nur Harry stand noch in der Mitte des Raumes. Lucius schritt auf ihn zu und meinte: „Potter. Gib mir die Prophezeiung, oder seh zu, wie deine Freunde in den Tod gehen.“ Ich schrie dazwischen: „Tu es nicht Harry! Das ist es nicht wert! Oder hast du Angst, vor Dracos Mum?“ Bellatrix drückte mir ihren Zauberstab noch fester gegen den Hals. „Scht!“ Harry wollte die Kugel gerade übergeben, als der Orden eintraf. Na endlich mal etwas, das Hilfe versprach! Tonks zog mich hinter einen Felsen: „Das hast du gut gemacht Rina, aber jetzt pack deine Freunde ein und verschwinde!“ Ich schüttelte nur mein Haupt und trat gegen die Todesser an. Dann sah ich, wie Bellatrix den Todesfluch auf Sirius abfeuerte. Ich handelte blitzschnell und schoss einen Schutzzauber auf ihn. Sirius sank auf die Knie und blieb bewusstlos liegen, aber wenn man genau hinsah, erkannte man, dass er atmete. Bellatrix rannte lachend weg, Harry folgte ihr, er hatte wohl nicht begriffen, dass Sirius nicht tot war. Ich hatte keine Zeit, weiter darüber nachzudenken und wich noch gerade so einem Cruitatus aus. Dann stand plötzlich mein Vater vor mir. Ich war geschockt, er jedoch nicht weniger. Er ließ seinen Stab sinken und meinte: „Serina! Komm mit, wir gehen.“ Glaubte er wirklich, ich würde mit ihm zu den Todesser gehen? Na das konnte er sich ja mal ganz schnell wieder abschminken. „Niemals! Du elender Todesser!“ Ich feuerte mehrere Flüche auf ihn, denen er jedoch immer wieder entkam, bis die Todesser schließlich verschwanden. Sirius war inzwischen wieder wach. „Rina, geht's dir gut?“ Ich nickte schnell, dann suchten wir Harry und fanden ihn zusammen mit Dumbledore. Lucius war der einzige Todesser, der nicht entkam und sofort vom Ministerium in Gewahrsam genommen wurde. Der Orden und Dumbledore apparierte mit uns zurück nach Hogwarts, wo wir unsere letzten Schulwochen verbrachten. Uns allen war eins klar: Voldemort war wieder da und das bedeutete nichts Gutes.

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    So, dass war es auch erst mal. Ich hoffe es hat euch gefallen und entschuldigt bitte meine Rechtschreibfehler. Danke fürs Lesen:) ^^

Kommentare (31)

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Hanni Potter (55075)
vor 5 Stunden
Sehr gute Geschichte👏🏼👏🏼👏🏼
Aber ich bin/war leicht verwirrt Liebt einer der Zwillinge sie jetzt oder nicht🤔😂
Aber das sag ich deren Geschichten nie verständlich sind 😂😅😂😅
LG Hanni Potter ❤️❤️❤️
Lucy Lilly Snap (Potter) (90579)
vor 16 Tagen
Gutes Talent zum schreiben hast du wirklich es würde mich sehr Freuen wenn die Geschichte weiter geführt werden würde und das Serina auch mit Draco zusammen kommt das währe echt toll mach ruhig weiter so :)
HarryEvans (25188)
vor 603 Tagen
Super Geschichte, ich liiiiiiebe sie♥ Bitte schreib weiter♥
Archangel (00662)
vor 670 Tagen
Bitte schreib weiter
blluub (33651)
vor 816 Tagen
Bitte schreib schnell weiter!!!
Joy (57468)
vor 914 Tagen
Weiter schreiben! !!!!!
Mizuki (09563)
vor 941 Tagen
Geilo Ey ich habe deine Geschichte inerlirt 😅😍 ich hab heute morgen angefangen und hab jetzt alle durch !!!!! Ist aber kein wunder bei der Story bitte schreib schnell weiter ❤️
cathy (86773)
vor 941 Tagen
Ein riesen daumen hoch die Geschichte ist klasse!
:-) (64224)
vor 943 Tagen
Die Geschichte ist super!!!!!!!!!!!!!!!!! Bitte schreib weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Bb und frohe Weihnachten!
Auriga (22184)
vor 945 Tagen
Super duper kluper Geilo peilo!!!!! *-*
Schreib aufjedenfall weiter, ich liebe diese Story! :)
Amymaus1999 (25478)
vor 986 Tagen
Bitte bitte mach das mit Voldemort. Ich würde dich so endlos feiern 😂❤️
Lg Amy;)
Lilly98 (70516)
vor 986 Tagen
Danke amymaus :D ich liebe Draco er hat mir den anstoss zur geschichte gegeben :D (und mein bruder aber das ist eine andere geschichte ;) ) ich beeil mich mit dem nächsten teil ;) :D
Amymaus1999 (97317)
vor 987 Tagen
Also deine Geschichte ist echt der Hammer ohne Witz 😍
Und was ich echt cool finden würde wäre wenn du sowas wie das Serina doch statt Rockwoods Voldemorts Tochter wäre und sie deshalb nicht foltert weil sie dazu auch noch ein hockrux von ihm ist oder sowas das fände ich echt cool
Was natürlich auch total superduperhammermegageil ist
, ist das die Geschichte mit Draco ist😊 ich bin ein Riesen Draco Fan ich war bei der Autorin von Harry Potter und habe sogar meinen Pitbullrüde Draco genannt 😊
Danke für deine tolle Story
Lg Amy😉
Lilly98 (70516)
vor 990 Tagen
Danke Luna Lovegood :) und Svenja ich hoffe mal nicht..aber ich kann es leider noch nicht sagen.. lass dich überraschen ;) :D
Svenja Granger (84138)
vor 991 Tagen
Der naechste teil ist doch aber nicht der Letzte, oder? (bitte sag nein!!! XD)
Luna Lovegood (87091)
vor 991 Tagen
Mach weiter!!!!;)
Luna Lovegood.
Lilly98 (70516)
vor 991 Tagen
Svenja ja sry..ich kann nicht so schnell schreiben XD
Svenja Granger ; ) (96704)
vor 991 Tagen
Endlich ..... ; )
Ich muss jetzt aber schon wieder auf den nächsten Teil warten ...
Menno^^
Lilly98 (70516)
vor 992 Tagen
hey svenja ich hab ihn grade reingestellt :D
Lilly98 (70516)
vor 996 Tagen
hey sona ja..ich arbeite dran..so schnell wie möglich natürlich ;)