Sarah's Hogwarts Erfahrungen

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6 Kapitel - 11.143 Wörter - Erstellt von: Anna:) - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 2.150 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hey:)
Ich hab mich mal an einer Geschichte versucht, ich hoffe sie gefällt euch! Also es geht um ein Mädchen, Sarah, die nach Hogwarts kommt und dort ganz viel erlebt. Sie ist im Jahrgang der Weasley-Zwillinge.

    1
    Heute ging es endlich los! Ich hatte vor ein paar Wochen, wie nicht anders zu erwarten, meinen Hogwarts-Brief bekommen. Danach hatte ich sofort mit meinen Eltern alles Nötige besorgt und kaum die Zeit abwarten können, endlich in den Hogwarts-Express steigen zu können. Und jetzt stand ich hier, am Bahnhof King's Cross mit meiner zwei Jahre älteren Schwester Kim und meinen Eltern. Schnell verabschiedete ich mich von meiner Mutter, einer zierlichen Hexe mit dunklem Haar, und meinem Vater, einem großen Zauberer mit ausdrucksstarken blauen Augen, und stieg hinter meiner Schwester in den Zug.
    Dort entschuldigte Kim sich sogleich und sagte, sie wolle sich zu ihren Freundinnen in ein Abteil setzen. Mir machte das nichts aus, wir hatten ein nicht sehr enges Verhältnis, obwohl wir uns insgesamt eigentlich ganz gut verstanden. Also suchte ich mir ein eigenes Abteil und fand auch ziemlich schnell ein leeres.
    Nach einer Weile kamen zwei rothaarige Jungen in mein Abteil. "Hey, wir sind "" Fred und George Weasely."Wir dürfen uns doch bestimmt zu dir setzten "" oder?" sagten sie abwechselnd und ich musste lachen weil es sich so witzig anhörte. "Na, klar, hier ist ja noch alles frei." erwiderte ich. "Du lachst uns aber" "Nicht aus, oder?", wollten sie wissen. "Nein, es hört sich nur unheimlich komisch an, wenn ihr so redet!" "Du findest es nicht" "verwirrend?" "Mum regt sich regelmäßig auf" "wenn wir das machen". "Das kann ich mir vorstellen ", lachte ich," aber nein, ich finde es nicht verwirrend. Jedenfalls noch nicht. Ich bin übrigens Sarah, Sarah Cornwall." sagte ich.
    Und so hatten wir die ganze Zugfahrt über viel zu reden und ich merkte gar nicht, wie schnell die Zeit verging, als einer der Zwillinge(auch nach den langen Gesprächen konnte ich sie nicht auseinanderhalten) auf einmal sagte:" Wir sollten uns umziehen, wir sind gleich da". Das taten wir auch und schon kamen wir in Hogsmead an, wo uns ein Halbriese, er stellte sich als Hagrid vor, begrüßte. Dann fuhren wir in Booten über den großen See vor dem Schloss und ich konnte nur staunen, als ich Hogwarts endlich sah. Das Schloss war riesig und sah einfach nur märchenhaft aus. Über den Vergleich lachten die Zwillinge und bezeichneten mich als "typisch, romantisches Mädchen", was sie aber zurücknahmen als ich ihnen jeweils in die Seite boxte. Im Schloss führte uns eine streng aussehende Frau in "die große Halle", wie die Zwillinge mir erklärten, sie hatten drei ältere Brüder und wussten daher schon viel über das Schloss, während meine Schwester nie viel von Hogwarts erzählt hatte, sie sagte immer nur, ich solle mich überraschen lassen. Hier fand jetzt die Häuserauswahl statt, die, nicht wie die Zwillinge mir im Zug gesagt hatten (Sie hatten von einer schwierigen Aufnahmeprüfung, wo vor allen das Wissen abgefragt wurde, gesprochen), mit dem sprechenden Hut durchgeführt werden sollte. Auch auf diese Frage hatte meine Schwester mir nichts sagen wollen. Ich warf Fred und George böse Blicke zu, woraufhin sie nur lachten, war aber auch ein wenig erleichtert, ich hatte noch nicht in ein Schulbuch gesehen, seit ich sie gekauft hatte.
    Jetzt wurden wir der Reihe nach aufgerufen und ich überlegte, in welches Haus der Hut mich schicken würde. Ich rechnete damit, nach Ravenclaw zu kommen, sowohl meine Mutter, als auch mein Vater und meine Schwester waren dort, aber ich hoffte nach Gryffindor zu kommen, denn ich befürchtete für Ravenclaw nicht schlau genug zu sein und nur von Strebern umgeben zu sein, außerdem meinten die Zwillinge, dass sie vermutlich nach Gryffindor kommen würden, denn aus ihrer Familie waren bisher alle dort. Ich mochte die beiden wirklich gerne und würde mich freuen, mit ihnen in ein Haus zu kommen. Dann wurde ich aufgerufen und ging aufgeregt nach vorne. Nachdem ich den, mir viel zu großen, Hut aufgesetzt hatte, ertönte in meinem Kopf eine leise Stimme:" hm… was haben wir denn da? Ich sehe viel Intelligenz, aber ist Ravenclaw wirklich das richtige Haus für dich? Nein, Slytherin kommt auch nicht in Frage." Erleichtert atmete ich auf, " Und was ist mit Hufflepuff?", "Bitte schick mich einfach nach Gryffindor", dachte ich. "Gryffindor, ja da ist auch viel Mut. Gut dann… GRYFFINDOR!" rief der Hut. Mit einem Lächeln sprang ich auf und setzte mich an den, in roter Farbe geschmückten, Tisch neben ein freundlich aussehendes Mädchen, die sich mir als Katie Bell vorstellte, ich hatte sie kurz zuvor gesehen, als sie aufgerufen wurde. Wir unterhielten uns, bis die Zwillinge auch endlich aufgerufen wurden, wie nicht anders zu erwarten nach Gryffindor kamen, und sich gegenüber von uns fallen ließen. Sie begrüßten Katie und wir unterhielten uns, wobei die Zwillinge immer wieder Scherze machten, was meine Laune nur verbesserte. Dann hielt Dumbledore eine kurze Rede, in der er betonte, dass der verbotene Wald nicht um sonst seinen Namen trug, und ich musste lächeln, weil das die Zwillinge nur noch mehr anstachelte dort hineinzugehen. Endlich gab es Essen, es war einfach nur super, und dann führten uns die Vertrauensschüler zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum und zu den Schlafsälen. Ich war mit Katie und noch zwei weiteren Mädchen, die sich als Angelina Johnson und Emily Weston vorstellten in einem. Todmüde ließ ich mich in mein Himmelbett fallen und schlief auch sofort glücklich ein.

    2
    Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, ich war schon immer eine Frühaufsteherin, und ging ins Bad, um mich fertig zu machen. Als ich wieder in den Schlafsaal zurückkehrte, schliefen die anderen noch. Ich schaute auf meine Uhr: erst 7 Uhr! Es gab um acht Frühstück, ich hatte also noch mehr als genug Zeit, um das Schloss zu erkunden. Leise schlich ich mich hinaus und schlenderte durch die Gänge. Dabei prägte ich mir die wichtigsten Orte, die große Halle und die Klassenräume, die ich sogar fast alle fand, ein und entdeckte sogar durch Zufall die Küche. Ich dachte mir, dass das bestimmt noch praktisch wäre und unterhielt mich kurz mit den Hauselfen. Gegen viertel vor acht kehrte ich dann auch schon in den Schlafsaal zurück. Dort waren Angelina und Emily dabei, Katie aus dem Bett zu schmeißen, die sich dann, den Schlaf aus den Augen reibend, ins Badezimmer schleppte. Wir drei warteten auf sie und gingen dann gemeinsam zum Frühstück. Dort bekamen wir auch unsere Stundenpläne und trafen auf Fred und George, die sich mit einem dunkelhäutigen Jungen, der Dreads hatte, unterhielten. Ihr Lachen hörte man durch die ganze Halle und ich musste schmunzeln. Gleich in der ersten Stunde hatten wir Zaubertränke bei Professor Snape, über den die Zwillinge schon während der Zugfahrt gelästert hatten, dabei kannten sie ihn nur aus Erzählungen ihrer Brüder. Da wir so spät gekommen waren, mussten wir uns ziemlich beeilen, aber dank meiner kleinen Erkundungstour heute Morgen konnte ich meine Zimmergenossinnen problemlos zu den Kerkern führen und kurz vor Professor Snape betraten wir den Klassenraum. Dort setzte ich mich neben Katie und sah mich um. Die Zwillinge, sowie der dunkelhäutige Junge, Angelina hatte mir erzählt, dass er Lee Jordan hieß, fehlten noch. "Ohh, Ohh das wird Ärger geben", dachte ich, doch gerade als Snape den Mund öffnete, um anzufangen schlichen die drei sich in den Klassenraum. "Mr. Weasley, Mr. Weasley, Mr. Jordan, sie sind zu spät!" polterte Snape. "Entschuldigen sie bitte, wir haben den Klassenraum nicht gefunden" versuchte Lee sich und seine Freunde zu verteidigen, doch Snape sagte nur:" Dann stehen Sie nächstes Mal früher auf. 20 Punkte Abzug für Gryffindor." "Aber…", setzte einer der Zwillinge an, doch Snape unterbrach ihn:" Sparen sie sich ihre Ausreden, oder wollen sie, dass ich Gryffindor noch mehr Punkte abziehe?" Stumm setzten die drei ich auf ihre Plätze. In der Stunde zog Snape Gryffindor noch etliche Punkte ab, Slytherin, die Zaubertränke mit uns zusammen hatten, verlor nicht einen Punkt. Ich fand das einfach nur ungerecht, traute mich aber nicht, etwas zu sagen, um unsere Hauspunkte nicht noch weiter hinunterzuziehen. Danach hatten wir Verwandlung bei Professor Mc Gonagall, die zwar streng, aber fair war. Ich mochte das Fach auf Anhieb und auch mit Mc Gonagall, unserer Hauslehrerin, kam ich gut klar.
    Beim Mittagessen setzte ich mich zu Fred und George, mit denen ich erstmal über Snape ablästerte. Sie hatten einige wunderbare Streich-Ideen, denen ich sofort begeistert zustimmte, ich schlug Filch als zweites Opfer vor, er hatte mich heute Morgen einige Male fast erwischt und außerdem fand ich ihn gruselig.
    So verging die erste Woche und ich hatte mich gut eingelebt. Verwandlung blieb mein Lieblingsfach, aber ich mochte die meisten anderen auch gerne, nur nach Zaubertränke war ich jedes Mal so geladen, dass Fred, George oder Katie mich erstmal beruhigen mussten. Die drei waren gute Freunde geworden und auch mit Angelina und Emily verstand ich mich gut, aber die beiden blieben meist unter sich.
    So verging das erste Schuljahr wie im Nu. In den Weihnachtsferien war ich Zuhause und ich freute mich sehr meine Eltern wieder zu sehen. Zwar war meine Schwester, mit der ich während der Schulzeit nur wenig gesprochen hatte, ein wenig enttäuscht, dass ich nicht zu ihr nach Ravenclaw gekommen bin, aber sie freute sich für mich, dass ich in Gryffindor so tolle Freunde gefunden hatte. Als ich am Ende des Schuljahres mit Katie, Lee und den Zwillingen in einem Abteil saß, war ich fast ein wenig traurig, aber wir versprachen uns in den Ferien zu schreiben und dann würden sie auch ganz schnell herum gehen.

    3
    *Zeitsprung: drittes Schuljahr*

    Ich stand wieder einmal mit meiner Familie am Bahnhof. Das letzte Jahr in Hogwarts war relativ ereignislos vorübergegangen, sowohl Katie als auch Angelina und die Zwillinge waren dem Quidditch-Team beigetreten und in den Sommerferien hatte ich viel mit allen vieren geschrieben. Ich war von Quidditch nicht so begeistert, hatte mich aber den Wünschen meiner Freunde gefügt und feuerte sie immer kräftig an. Meine Eltern hatten mir erzählt, dass dieses Jahr Harry Potter nach Hogwarts kommen würde und ich war gespannt, ob er irgendwie besonders sein würde. Ob man ihm ansah, was er vollbracht hatte? Oder war er einfach wie jeder andere elfjährige Junge auch? Naja, das werde ich dann ja sehen. Ich sah mich um. Und endlich, da war Katie! Sie kam freudig auf mich zu und umarmte mich zur Begrüßung. Schnell verabschiedete ich mich von meiner Familie und ging mit Katie in den Zug. Dort gingen wir gleich in das hinterste Abteil, schon bei der letzten Zugfahrt hatten die Zwillinge, Katie, Lee und ich uns dieses Abteil reserviert und dort hofften wir auch bald auf die anderen zu treffen. Wie waren allerdings noch relativ lange allein und unterhielten uns über unsere Ferien(Alles kann man in Briefen eben nicht schreiben). Katie hatte sehr viel Spaß mit ihren alten Freunden aus der Grundschule, die nicht wussten, dass sie eine Hexe war, gehabt und meinte:"Wenn die wüssten, dass ich eine Hexe bin! Schade, dass man es Mugglen nicht erzählen darf. Ich komme mir immer so falsch vor, wenn ich so ein großes Geheimnis vor ihnen habe.""Wenigstens hast du deine Freunde noch, meine haben mich für verrückt erklärt, als ich ihnen erzählt habe, dass ich in ein Internat ohne Telefon ziehen muss und sie mir nicht einmal Briefe schreiben können, weil die normale Post dort nicht ankommt. Letzten Sommer habe ich mich wenigstens noch ein paar Mal mit ihnen getroffen, aber dieses Jahr haben sie mich einfach ignoriert." In dem Moment kamen die Zwillinge herein und berichteten aufgeregt:"Wir haben Harry""Potter gesehen, stellt euch das vor, wir haben einer Berühmtheit""mit seinem Gepäck geholfen!". Sie redeten immer noch gerne abwechselnd, manchmal hatte ich das Gefühl, sie merken das gar nicht. "Echt? Ihr habt Harry Potter gesehen!"rief Katie aufgeregt. "Wie ist er denn so? Ich meine, er ist immerhin richtig berühmt, jeder, wirklich jeder kennt ihn!" wollte ich wissen. "Für euch ist er""auf jeden Fall zu jung" lachten die Zwillinge. "Wenigstens war er nicht eingebildet"", wir hätten gar nicht gemerkt, wer er ist, wenn wir""nicht zufällig seine Narbe gesehen hätten. Ich glaube""er weiß gar nicht, wie berühmt""er ist". "Er weiß es nicht? Aber dann muss er ja als Muggle aufgewachsen sein, um davon nichts mitzubekommen!" erwiderte ich. "Kann ja sein, ich hab gehört, seine Tante hat ihn aufgenommen, sie ist, soweit ich weiß, ein Muggle. Vielleicht wollte sie nicht, dass er es schon erfährt." antwortete Katie mir. So unterhielten wir uns noch eine Weile über Harry Potter, als auch Lee endlich kam. "Hör ich da richtig? Ihr redet auch über Harry Potter? Er ist das einzige Gesprächsthema im ganzen Zug!" "Bist du""eifersüchtig, Lee?" begrüßten ihn die Zwillinge lachend. "Als ob ich gerne berühmt wäre, ich glaub ich fänd das ziemlich nervig, wenn alle über mich reden würden" erwiderte Lee und ließ sich neben den Zwillinge auf einen Platz fallen. Dann fuhr der Zug auch schon los. Nachdem wir weiterhin darüber spekulierten, wie es wohl war so berühmt zu sein, stöhnte Lee irgendwann genervt auf und sagte:"Können wir jetzt vielleicht mal das Thema wechseln? Schaut mal, ich hab jetzt auch endlich ein Haustier" Gespannt sahen wir zu Lee, der begonnen hatte, in seinem Rucksack zu wühlen. Allzu groß konnte dieses Tier ja nicht sein, wenn er es einfach so in seinen Rucksack stopfen konnte. Dann holte er eine kleine schwarze Box hervor und verkündete: "Tadaaa. Das ist Tarantel" "IIHH! Du hast nicht wirklich eine Spinne mitgebracht!" schrie Katie entsetzt und sprang auf. "Tarantel?""Das ist ja""ein einfallsreicher Name." war Fred und Georges Kommentar. Ich beugte mich gespannt vor. Vor ein paar Jahren hatte ich auch mal eine Spinne, sie war aber kleiner und ist irgendwann abgehauen. Ich fand diese Tiere faszinierend. "Ist ja cool, wo hast du die denn her?" fragte ich Lee. "Meine Eltern haben sie mir geschenkt, weil ich ja keine Eule habe." "Und Dumbledore erlaubt dir sowas?" fragte Katie, die sich auch wieder ein Stück vor gewagt hate. "Na, klar", sagte Lee, "Sie ist ja nicht gefährlich und im verbotenen Wald gibt es sogar Riesenspinnen, da werde ich ja wohl so ein kleines Exemplar mitbringen dürfen!". Katie wurde blass. "Woher weißt du das mit den Riesenspinnen?" fragte sie. Wir schauten uns an. Wir hatten Katie nichts von unseren nächtlichen Ausflügen in den verbotenen Wald erzählt, sie hatte (im Gegensatz zu Hagrid...) davon nichts mitbekommen, auch wenn sie uns schon komisch ansah, wenn wir morgens Augenringe hatten und total verschlafen waren. "Öhh...Das hab ich mal gehört... Hat Hagrid glaub ich mal erwähnt..." stammelte Lee und die Zwillinge grinsten verhalten. Dann zeigten sie uns ihre neuste Erfindung: Nasblutnugat. "Man isst die eine Hälfte, bekommt fürchterliches Nasenbluten""wird aus dem Unterricht entlassen"isst die andere Hälfte""und ist sofort wieder gesund" erklärten sie stolz. "Und das klappt?" fragte ich skeptisch. Schon die eine oder ander "tolle, neue Erfindung" der Zwillinge hatte zu ungewollten Nabenwirkungen geführt und unsere Fähigkeiten als Heiler (Sie gingen mit sowas natürlich nicht zu Madame Pomfrey) auf die Probe gestellt. "Und ob", sagte Lee, "Ich war bei den Weasleys als wir es endlich fertig gebracht und ausprobiert haben." "Ihr hättet Percys" "Gesicht sehen sollen!" lachten die Zwillinge. " Er ist übrigens Vertrauensschüler" "Wir durften uns den ganzen Sommer sein Angegebe anhören" sagten Fred und George und verdrehten die Augen. Ich lachte. Percy war das genau Gegenteil der Zwillinge: Immer darum bemüht einen guten Eindruck zu hinterlassen, sehr zielstrebig und fleißig, aber auch ziemlich besserwisserisch und anstrengend mit seinen Vorträgen. Ich glaube er schämte sich für die Zwillinge. War ja eigentlich kein Wunder...
    Im Nu war die Zugfahrt um und wir saßen, gespannt auf die Neuen Erstklässer (ja, vorallem auf Harry Potter), am Gryffindor-Tisch. Als dieser dann endlich aufgerufen wurde warteten alle gespannt, in welches Haus er wohl kommen würde. Nach langem Überlegen schickte der Hut ihn dann nach Gryffindor und unser Tisch jubelte. Die Zwillinge riefen:"Wir haben Potter, wir haben Potter!" Ihm schien das Ganze ein wenig peinlich zu sein und er setzte sich schnell neben Percy. Dann wurde auch Fred und Georges jüngerer Bruder, Ron, aufgerufen und kam, was für eine Überraschung, nach Gryffindor. Während Dumbledores Rede horchte ich auf. Der dritte Stock war gesperrt? Ich warf Katie einen fragenden Blick zu, doch sie schüttelte nur den Kopf, um mir zu zeigen, dass sie den Grund auch nicht wusste. Nachdem wir gegessen und Percy uns das Passwort für den Gemeinschaftsraum verraten hatte, ließen wir uns in unsere Betten fallen, waren aber noch nicht müde genug, um nicht noch ein Bisschen quatschen zu können. So erfuhr ich auch alles über Angelinas uns Emilys Ferien und ihre Meinung zu Harry Potter, dem dritten Stock und noch vielem anderen. Es war nach zwei Uhr, als wie endlich einschliefen. "Wie sollen wir nur Katie morgen aus dem Bett bekommen?" dachte ich noch, dann schlief ich ein.
    Obwohl ich so spät eingeschlafen war, wachte ich am nächsten Morgen schon um halb sieben auf. Ich hatte mir in den Ferien angewöhnt mit meiner Schwester, die genauso eine Frühaufsteherin war wie ich, joggen zu gehen. Ich wollte meine Kondition verbessern und sie ihre Figur, obwohl ich ihre Figur auch so schon schön fand. Aber sie hatte seit ein paar Wochen einen Freund und wollte ihn beeindrucken. Vor dem Schloss traf ich sie dann auch an und wir lächelten uns zu. Wir joggten am See entlang und es war richtig schön in durch den morgendlichen Tau zu laufen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Sowas konnte man nur mit meiner Schwester machen. Schließlich kehrten wir zum Schloss zurück und versprachen uns, das jetzt jeden Morgen zu machen.
    Als ich in den Schlafsaal kam, schliefen die Anderen noch. Ich sah auf die Uhr: 7:20. "Na gut, dann lass ich sie noch ein Bisschen schlafen." dachte ich und verschwand im Bad. Frisch geduscht und hellwach weckte ich dann um viertel vor acht die Anderen, was nicht ganz einfach war. Nur Emily wurde relativ schnell wach und beeilte sich mit dem fertigmachen. Um zwanzig nach Acht waren wir schließlich soweit und konnten zum Frühstück. Dort erwarteten uns Fred, George und Lee. "Na, gestern noch zu viel gequatscht?" kam die Begrüßung von einem der Zwillinge (Ich konnte die beiden erst nach einer längeren Unterhaltung auseinanderhalten, und auch dann war noch viel Glück dabei. Meistens hoffte ich, sie würden sich gegenseitig benennen, bevor es peinlich wurde). Als Antwort brummte Katie nur und nahm sich ein Brötchen. "Habt ihr Sarah ausgeschlossen, oder warum sieht sie so wach aus?" fragte der andere der beiden. "Du weißt doch, dass ich ein Frühaufsteher bin. Außerdem war ich heute Morgen mit Kim joggen, irgendeinen Sport muss ich ja auch machen, wenn ihr schon Quidditch spielt", antwortete ich,"Wie ist denn unser Stundenplan?". "Scheint ein Ritual zu sein, dass wir am ersten Schultag Zaubertränke in den ersten beiden Stunden haben. Wenigstens diesmal nicht mit Slytherin, sondern mit Ravenclaw" erwiderte Lee. Wir stöhnten. Viel zu wenig Schlaf und dann auch noch Snape. Na Super! Wenigstens würden die anderen so wach werden. Dann mussten wir auch schon los und rannten in die Kerker, um noch rechtzeitig zu kommen.
    Abends saßen Katie und ich im Gemeinschaftsraum. Lee und die Zwillinge hatten noch irgendwas an ihrem Nasblutnugat zu verbessern und Emily und Angelina waren ins Zimmer gegangen. "Wie schnell man sich wieder an den Alltag gewöhnt." seufzte ich."Ja, aber es ist trotzdem schön, wieder in Hogwarts zu sein. Hier ist es wie ein zweites Zuhause für mich" sagte Katie. "Stimmt, Hogwarts ist echt toll, aber wenn ich euch nicht hätte wäre es nicht halb so schön""Naja, zumindest Snape hätte dann ein ernstes Problem" lachte Katie."Oder ich" stimmte ich mit ein. Ich hatte mich heute mal wieder über unseren Zaubertranklehrer aufgeregt. Wir unterhielten uns noch eine Weile, bis Angelina und Emily herunterkamen und fragten, ob wir nicht gemeinsam zum See gehen wollen. Wir stimmten zu und in der Abendsonne setzten wir uns an das Ufer. Bald kamen auch die Jungs, sie hatten uns wahrscheinlich vom Schlafsaal aus gesehen. "Wann ist eigentlich Quidditch-Training?" fragte Angelina irgendwann und George (Ich war mir ziemlich sicher, dass es George war) antwortete: "jeden Montag-, Mittwoch-und Samstagabend, ab nächster Woche.""Wood will uns dieses Jahr wirklich umbringen mit dem Training" ergänzte Fred. "Na, dann sind wir euch ja endlich mal ein paar Stunden die Woche los!" feixte ich. "Glaub mal nicht, dass du dich langweilen wirst, denk dran ich bin ein wichtiger Bestandteil der Streiche der berühmten Zwillinge!" warnte Lee. "Und ich hatte mich schon auf drei erholsame Abende gefreut!" lachte ich. Dann gingen wir Mädchen ins Bett, wir hatten ja letzte Nacht nicht wirklich viel geschlafen.
    So verging das dritte Schuljahr. Ich hatte als Wahlfächer Mugglekunde, Pflege magischer Geschöpfe und alte Runen. Besonders interessant fand ich Mugglekunde, es war wirklich erstaunlich, was die Muggle so alles ohne Magie hinbekamen. Unser Quidditch-Team gewann den Hauspokal nicht, was daran lag, dass Harry bei dem letzten Spiel nicht dabei war. Er war ein wirklich guter Sucher (Das konnte sogar ich als Nicht-Quidditch-Spielerin sehen) und wir hatten gute Chancen auf den Pokal. Doch alle Gryffindors freuten sich, als unser Haus endlich einmal wieder den Hauspokal gewann.

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    *Zeitsprung: sechstes Schuljahr*

    Wieder einmal saßen wir zu Schuljahresbeginn am Gryffindortisch, die Häuserwahl der Erstklässler war schon vorbei, als Dumbledor das trimagische Turnier ankündigte. Überall hörte man Schüler tuscheln und die Zwillinge verkündeten:"Da machen wir mit!". Doch dann erwähnte Dumbledor die Altersbegrenzung und den entsprechenden Zauber von ihm. Ärgerliches Gemurmel brach in der großen Halle aus. Als er dann auch noch sagte, dass es dadurch kein Quidditch geben würde, sah Katie mich entgeistert an:"Kein Quidditch! Das kann er doch nicht machen, mit Quidditch lenke ich mich vom Unterricht ab!". Doch ihre Stimmung hob sich wieder, als Dumbledor sagte, es gäbe einen Weihnachtsball. Auch Emily freute sich und warf John, mit dem sie seit letztem Jahr zusammen war, einen freudigen Blick zu. Ich wusste, dass die beiden in den Ferien mehrere Tanzkurse gemacht hatten. Ob sie etwas von dem Ball gewusst hatten? Ich konnte jedenfalls so gar nicht tanzen, ich hatte mich nie dafür interessiert, und beschloss Emily zu fragen, ob sie es mir zeigte. Wenn mich überhaupt jemand fragen würde... Dann kamen die Schüler aus Beauxbatons und Durmstrang. Neugierig auf andere Zauberschulen schaute ich mich um. Ich hatte von beiden Schulen schon etwas gehört, sie schienen ganz anders zu sein als Hogwarts. Die Französinnen kamen, meiner Meinung nach, ziemlich eingebildet rüber, aber das konnte natürlich auch täuschen. Die Schüler Durmstrangs vollführten einen beeindruckende Vorstellung und als auch noch Viktor Krum dabei war, waren so ziemlich alle Mädchen begeistert. Auch ich war ein großer Fan von ihm und hoffte, ihn während seiner Zeit in Hogwarts besser kennen zu lernen. Schließlich gab es endlich etwas zu essen und danach wurden wir in die Schlafsäle geführt.
    Dort redeten wir, wie jedes Jahr, noch bis spät in die Nacht (Diesmal hauptsächlich über das trimagische Turnier, Angelina überlegte ihren Namen in den Feuerkelch zu werfen, sie würde in zwei Wochen 17 werden) und, auch wie jedes Jahr, wachte ich trotzdem morgens früh auf und zog mich um zum Joggen. Das einzige, das dieses Jahr anders war war, dass ich nicht mit Kim zusammenlaufen konnte, denn sie hatte letztes Jahr ihre UTZ's gemacht. So lief ich alleine und weckte danach die Anderen, wobei Emily schon aufgestanden war, sie traf sich morgens immer mit John und ging dann mit ihm zusammen zum Frühstück. So erschienen wir, Katie und Angelina noch reichlich verschlafen, wie immer viel zu spät zum Frühstück und setzten uns zu Fred, George und Lee. "Na, haben wir wieder Zaubertränke in den ersten Stunden?" fragte ich Lee, der dabei war, sich den Stundenplan anzugucken. "Stell dir vor, sie haben die Tradition gebrochen! Wir haben gleich Verwandlung und erst heute Nachmittag Zaubertränke!" lachte Lee. Ich stimmte mit ein und sagte:"Das können die doch nicht machen, ich habe mich fest darauf vorbereitet, Snape wieder morgens gegenübertreten zu müssen!". Dann mussten wir auch schon los zum Unterricht.
    Als Katie, Angelina, Fred, George, Lee und ich abends am See saßen, fiel das Thema wieder auf das trimagische Turnier. Die Zwillinge waren davon begeistert, sie wollten mit einem Alterungstrank die Altersgrenze austricksen. Darauf lachte Angelina sie aber nur aus und meinte:"Meint ihr wirklich Dumbledores Zauber lässt sich von so einem einfachen Alterungstrank überlisten? Ich glaube da unterschätzt ihr Dumbledore!" "Das ist nicht irgendein""einfacher Alterungstrank""Wir haben ihn""selber verfeinert!" widersprachen die Zwillinge. "Und du willst wirklich mitmachen, Angelina? Bei dem Turnier sind schon Menschen gestorben!" fragte Katie besorgt. "Aber wann bekommt man schon mal so eine Chance? Und immerhin bin ich ja auch schon bald volljährig und außerdem wird der Feuerkelch ja entscheiden, ob ich wirklich mitmache." erklärte Angelina. "Was hältst du von dem Turnier?" fragte mich Lee. "Ich weiß nicht, einerseits ist es natürlich gefährlich, aber auch eine Herausforderung und ich denke schon, dass sich die Hexen und Zauberer gut überlegen, ob sie ihren Namen in den Feuerkelch werfen. Es ist auf jeden Fall ein faszinierendes Eriegnis und dass es jetzt, wenn wir in Hogarts sind, hier stattfindet ist echt unglaublich." So redeten wir noch eine Weile weiter, bis Angelina und Katie gähnend verkündeten:"Wir gehen jetzt aber ins Bett, haben letzte Nacht nicht genug Schlaf bekommen, kommst du mit Sarah?" "Ne, ich bin noch nicht müde." antwortete ich und die beiden zuckten nur mit den Schultern und gingen zurück ins Schloss. "Wie wär's wenn wir mal wieder in den Wald gehen?" fragte ich. "Oh ja, na los bevor es ganz dunkel ist!" rief Lee.
    Also machten wir uns auf in den verbotenen Wald. Mithilfe eines Tarnzaubers verhinderten wir, von irgendwem gesehen zu werden(Wir hatten ihn letztes Jahr gelernt und wurden seitdem nicht mehr von Hagrid erwischt). Als wir im Schutz des Waldes angekommen waren lösten wir den Tarnzauber und blieben stehen, um zu besprechen, wo wir hingehen würden. Die Zwillinge wollten noch einige Zutaten für ihre neuste Erfindung(Sie haben mir noch nicht verraten, was es eigentlich werden sollte) suchen, doch Lee meinte, zu meiner Überraschung(er ging sonst immer mit ihnen mit), er wolle mich nicht alleine lassen(ich verdrehte die Augen), weil es ja schon fast dunkel war. Wir wollten einfach so, auf der Suche nach interessanten Dingen durch den Wald streifen. Also trennten wir uns und verabredeten, dass wir uns um halb zwölf hier wieder treffen. Lee und ich gingen eine Weile, als wir auf einmal ein Rascheln hörten. Vorsichtig und mit gezückten Zauberstäben gingen wir in Deckung. Doch es war nur ein Zentaur, Firenze, wie ich auch gleich erkannte. "Hallo, Firenze, wie geht es dir?" fragte ich. Wir waren ihm schon oft im Wald begegnet. "Die Sterne leuchten heute außergewöhnlich hell" war Firenzes Antwort. "Du hast Recht, was bedeutet das?" fragte ich mit einem Blick in den Himmel. Unentschlossen warf Firenze den Kopf hin und her"Es verheißt nichts gutes, großes Unheil steht bevor.""Was für Unheil?"mischte sich nun auch Lee ein."großes Unheil" sage Firenze noch einmal und verschwand dann, ohne sich zu verabschieden im Wald. "Was hältst du davon?" fragte Lee. "Zentauren sind große Wahrsager, ich glaube ihm. Denkst du, das Unheil könnte etwas mit dem trimagischen Turnier zu tun haben?""Es ist auf jeden Fall ein merkwürdiger Zufall" antwortete Lee. Wir trafen auf keine weiteren Wesen mehr und musste uns auch schon auf den Rückweg machen, um rechtzeitig wieder am Treffpunkt zu sein. Als wir dort ankamen, warteten die Zwillinge bereits auf uns. "Na, einen schönen Abend""gehabt, so zu zweit nachts im Wald?""Wenn das nicht romantisch ist." begrüßten sie uns mit ihrem typischen Grinsen auf den Gesichtern. Ich wurde rot, was aber hoffentlich in der Dunkelheit niemand sah. Lee schaute die beiden ärgerlich an und sagte:"Wir sind Firenze begegnet, er meinte ein großes Unheil stünde bevor. Und ihr, habt ihr alles gefunden, was ihr braucht?" "Firenze? Er hat euch wahrscheinlich nicht noch mehr darüber erzählt, oder?" sagte Fred (George würde nicht so ernst antworten)"Natürlich nicht, ihr kennt ihn ja. Wir haben die Vermutung, dass es etwas mit dem trimagischen Turnier zu tun hat." beteiligte ich mich nun auch an dem Gespräch. "Ach was, da wird schon nichts passieren, Dumbledore ist ja hier. Zu deiner Frage Lee, ja wir haben alles gefunden, jetzt muss nur noch alles gut gehen." sagte George und zwinkerte Fred zu. "Was genau entwickelt ihr gerade?" fragte ich. Ich fühlte mich irgendwie außen vor, wenn die drei über ihre Erfindungen redeten und mir nichts sagen wollten. "Och, nichts" sagte George. "Los, wir müssen auch zurück zum Schloss" sagte Lee. Ich schüttelte nur den Kopf über die drei und wirkte dann den Tarnzauber, obwohl das bei der Dunkelheit eigentlich gar nicht mehr nötig war.
    Als wir schließlich im Gemeinschaftsraum ankamen, Filch hätte uns zweimal fast erwischt, war es schon nach ein Uhr. Wir wünschten uns nur noch gute Nacht und dann verschwanden die Jungs in ihrem und ich in meinem Schlafsaal. Als ich im Bett lag musste ich an die Worte der Zwillinge denken. Lee und ich? Nein, wir waren doch nur Freunde. Aber warum wollte er mich denn nicht alleine gehen lassen? Sonst ging er immer mit den Zwillingen mit, auch wenn es schon dunkel war. Und was war mit mir? Was empfand ich für Lee? Wollte ich, dass mehr aus uns wurde? Ich seufzte und versuchte einzuschlafen, aber meine Gedanken kehrten immer wieder zu Lee zurück. Ob er mich fragen würde, ob ich mit ihm zum Weihnachtsball ging? Wie er wohl in einem Festumhang aussah? Oh, Sarah, jetzt hör auf damit, Lee ist nur ein Freund! erinnerte ich mich.
    Am nächsten Morgen wachte ich mit Kopfschmerzen auf. Stöhnend erhob ich mich und schauten auf meinen Wecker 7:30. So spät war ich schon ewig nicht mehr aufgewacht. Ich hatte wohl wirklich nicht genug Schlaf bekommen in den letzten Nächte. Schläfrig stand ich auf und ging ins Bad. Um mich wach zu bekommen und die Kopfschmerzen loszuwerden, duschte ich kalt. Danach ging es mir wirklich besser und ich weckte die Anderen. Sogar Emily schlief noch, sieh sah mich erschrocken an, als ich sie weckte. "Oh, verdammt! Ich wollte mich doch um halb mit John treffen!" rief sie und rannte ins Bad. Da die anderen sowieso noch eine Weile brauchen würden, ging ich hinunter in den Gemeinschaftsraum. Dort stand John etwas verloren und ich sagte ihm:"Keine Sorge, Em kommt gleich, sie hat verschlafen.""Oh, danke Sarah. Ich dachte schon, sie hat mich vergessen." erwiderte er. "Kein Problem" sagte ich. Da kam Emily auch schon, mit noch nassen Haaren, die Treppe heruntergerannt. "Tut mir Leid John, ich hab verschlafen!" rief sie. John nahm sie in den Arm und küsste sie zur Begrüßung. "Kein Problem, Süße, Sarah hat mir schon erklärt, dass du mich nicht absichtlich warten lassen hast." "Danke Sarah!" rief Emily mir zu und dann gingen die beiden hinaus. Ich lächelte. Manchmal war Emily wirklich gestresst, aber John und sie passten echt gut zusammen. Ich setzte mich in einen der Sessel, um auf Katie und Angelina zu warten und konnte nicht verhindern, dass meine Gedanken wieder zu Lee wanderten. Was er wohl gerade machte? Waren die drei schon beim Frühstück? Oder hatten sie, genau wie ich, verschlafen? "Hey Sarah" "Na, von wem träumst du" rissen mich die Stimmen der Zwillinge aus meinen Gedanke. Diesmal konnte ich nicht verhindern, dass man sah, dass ich rot wurde. "Ohh, willst du" "uns nicht seinen""Namen verraten?" feixten die Zwillinge. "Ihr habt mich ja gestern aufgehalten, da ist es kein Wunder, dass ich noch nicht so ganz wach bin!" rechtfertigte ich mich. "Jaja, das sagen""sie alle""und dann""sind sie schwanger"" Wo kommt das denn her?" fragte ich und musste, trotz dieser peinlichen Situation, lachen. "Ach, das hat Lee mal irgendwann gesagt, er kennt es aus einem Muggle-Film, den er mal geguckt hat.""A propos Lee, wo ist der eigentlich?""Vermisst du"ihn?" Ich verdrehte die Augen."Man würd ja wohl noch fragen dürfen.""wir wissen nicht wo er ist, er ist im Moment morgens immer schon weg, wenn wir aufstehen." sagte (Ich war mir ziemlich sicher) Fred. "Und ihr wisst nicht, wo er hin geht?""Nein, er will es uns nicht sagen. Aber jeder hat doch seine Geheimnisse, andere sitzen verträumt im Gemeinschaftsraum und tun so, als sei nichts los." diesmal sprach George. Dann kamen Katie und Angelina und zu fünft gingen wir in die große Halle. Lee sah die Zwillinge erstaunt an, als wir dort ankamen:" Ihr wartet freiwillig auf die Mädchen? Seid ihr krank oder habt ihr auch verschlafen?" "Wir wurden aufgehalten""Sarah musste uns noch was erklären." Lee sah mich fragend an und zog eine Augenbraue hoch (Ich frage mich immer, wie er das macht!). Ich verdrehte nur die Augen"Nichts wichtiges, Die beiden übertreiben mal wieder. Wir haben uns zufällig im Gemeinschaftsraum getroffen und dann noch ein Bisschen unterhalten, bis Katie und Angelina kamen. Muss ich jetzt schon erklären, warum ich mit meinen Freunden spreche! Wo warst du eigentlich heute Morgen, Lee?" "Ich konnte nicht schlafen und bin spazieren gegangen. Wir müssen uns jetzt mal beeilen, wenn wir noch rechtzeitig sein wollen" wich er aus und erhob sich. "Irgendwas verschweigt er, das werde ich aber später noch mit ihm klären!" dachte ich. Dann standen wir Anderen auch auf und folgten Lee, ich glaube so früh sind wir noch nie zum Unterricht gegangen.
    Nachmittags hatten wir frei und Katie zog mich mit sich zum See. "Was ist denn mit dir los?", fragte sie, " Erst verschläfst du, was schon mal total untypisch ist, dann wartest du nicht mal auf uns""Ich hab auf euch gewartet!"unterbrach ich sie."aber sonst gehst du nie allein in den Gemeinschaftsraum. Und dann hast du beim Frühstück Lee auch noch so angezickt.""Ich habe ihn nicht angezickt, sondern nur gefragt, wo er war! Außerdem kann ich ja wohl auch mal verschlafen, ich hatte ja nicht so viel Schlaf in den letzten Nächten! Ach ja und was das Warten angeht: Bin ich dazu verpflichtet, den ganzen Morgen neben euch zu stehen und zuzugucken, wie ihr euch fertig macht! Da kann ich doch genauso gut in den Gemeinschaftsraum gehen!""Sarah, jetzt reg dich nicht so auf, ich hab mich doch nur gewundert!" versuchte Katie mich zu beruhigen. "Ach, lass mich doch einfach, ich will allein sein!" rief ich und lief in Richtung des Waldes davon. "Sarah, jetzt warte doch! Ich hab das nicht so gemeint!" rief Katie mir hinterher, aber ich rannte einfach weiter. Endlich war ich im Wald und die Kühle der Bäume umfing mich. Ich ging immer weiter, bis die Bäume so dicht standen, dass man trotz der Nachmittagssonne kaum noch etwas sehen konnte. Erst einmal war ich so tief im Wald. Damals hatten wir, die Zwillinge, Lee und ich, das erste Mal die Riesenspinne gesehen. Wir waren erst zwölf und konnten nur knapp fliehen. Danach waren wir nicht noch einmal in diesem Teil des Waldes. Ich sah mich um und konnte nichts Verdächtiges entdecken, also setzte ich mich auf den Boden, lehnte mich an einen Baum und schloss die Augen, um meine Gedanken zu sortieren. Eigentlich hatte Katie ja gar nichts gemacht, ich hatte überreagiert, das wurde mir jetzt klar. Sie hatte sich ja nur Sorgen gemacht. Ich sollte mich später unbedingt bei ihr entschuldigen. Und was war mit Lee? Seit wann musste ich so viel an ihn denken? Ich fragte mich, wo er heute Morgen war. Die Zwillinge hatten gesagt, er ginge morgens immer vor ihnen weg, vielleicht traf er sich ja mit einem Mädchen? Der Gedanke versetzte mir einen Stich. "Mensch Sarah, jetzt hör doch mal auf, ihr seid nur Freunde!" erinnerte ich mich in Gedanken. "Ja, leider..." dachte ich wehmütig. Da hörte ich auf einmal ein Geräusch und sprang auf. Ich sah mich um und entdeckte, keine 5 Meter vor mir, die Riesenspinne. Hatte ich mal gesagt ich würde Spinnen faszinierend finden? Das beschränkte sich eindeutig auf die normal großen Exemplare.... Ganz leise und vorsichtig wollte ich mich zur Seite davonschleichen, doch die Spinne stieß eine Art Zischlaut aus und von allen Seiten kamen weitere Riesenspinnen. "Bleib ganz ruhig, wenn du jetzt schreist oder hektisch wirst, fressen sie dich sofort" versuchte ich mir einzureden. "WWaass tust du hier?" fragte die Spinne, die direkt vor mir stand. "Ääähh iiich wollte euch nicht stören, wirklich nicht." versuchte ich mich herauszureden. "Daaas issst mir egal. Wiiiie meinsst du soll ich meine Familie davon abhalten, dich zu fressen? Ich meine ssselbst wenn iiich ess wollte." "Naja, du siehst nach der Anführerin aus, da sollte man doch meinen, sie würden deine Befehle befolgen." Die Spinne stieß einen erbosten Laut aus (Zumindest definierte ich ihn als solchen). "DDuu hasst nicht dass Recht miiich zu kritisieren! Wiesso ssollte iich diich am Leben lassssen wollen?" "Weil sie meine Freundin ist!" ich drehte mich zur Seite und da stand wirklich Lee,, inmitten der Spinnen, die ihn gar nicht beachteten. "Deiine Freundin isst frech. Aberr weil du sso viel für unsss getan hasst, lasse ich euch gehen. Beeilt euch und passs auf, dasss deine kleine Freundin nicht noch einmal herkommt!" Da öffnete sich eine Schneise zwischen den vielen Spinnen und wir rannten hindurch.
    Auf einer Lichtung nicht weit vom Waldrand entfernt blieben wir stehen. "Was hast du so tief im Wald gemacht!" fuhr Lee mich an." Was geht dich das an!", rief ich zurück, "Außerdem bist du ja anscheinend ein gern gesehener Gast bei den Spinnen. Was hat die Spinne gemeint, was hast du für sie getan?" Lee ließ sich auf den Boden fallen. "Eigentlich wollte ich nicht, dass irgendjemand davon weiß, aber du hast es ja sowieso fast herausgefunden." Ich setzte mich neben ihn (In meinem Bauch begann es zu kribbeln, als wir so nah an einander saßen). "Du bist morgens auch immer im Wald, oder?" "Ja, aber lass mich vorne anfangen." Er machte eine kurze Pause und schien zu überlegen, wie er anfangen sollte. "Am Anfang des Schuljahres lief Tarantel auf einmal weg, ich lasse sie immer frei laufen, sie läuft sonst nicht weg. Naja auf jeden Fall ist sie an dem Tag in den Wald gelaufen und ich bin ihr hinterher. Hagrid hätte mich fast gesehen, aber ich konnte mich rechtzeitig verstecken. Tarantel führte mich dann zu Aragog, so heißt die Spinne mit der du geredet hast, sie lag verletzt auf dem Boden. Ich weiß nicht wie Tarantel das gewusst hat, es gibt wohl eine Verbindung zwischen ihr und den Riesenspinnen. Auf jeden Fall war Aragog verletzt und wäre wohl gestorben, wenn ich sie nicht mit einem Zauber gerettet hätte. Aber da es der Biss eines magischen Tieres war, ich weiß nicht was für eins, musste ich die Heilung immer wieder erneuern. Tja und von da an bin ich jeden Morgen in dem Wald gegangen. Aragog hat mir ihre ganze Familie vorgestellt und sie akzeptieren mich, weil ich Aragog gerettet habe. Ich hab schon ganz viel über diese Riesenspinnen gelernt, es ist echt interessant." "Ah, ja... Wieso hast du uns nichts erzählt? Ich meine, selbst die Zwillinge wissen nicht, wo du morgens hingehst." "Ich wollte nicht, dass ihr mich für verrückt haltet, weil ich einer Spinne, die uns einmal fast umgebracht hat, helfe. Außerdem ist es auch schön, morgens Zeit für sich zu haben, man kann dann wunderbar über alles nachdenken, aber das weißt du ja, schließlich gehst du immer joggen." "Ich halte dich nicht für verrückt! Ganz im Gegenteil es ist bewundernswert, dass du Aragog hilfst, obwohl andere sie als Monster bezeichnen. Danke, dass du mir das erzählt hast, Lee." Er lächelte."Es tut gut endlich mit jemandem zu reden. Auch wenn du dich glaube ich lieber nicht noch einmal so nah an die Spinnen wagen solltest. Aber jetzt bist du dran mit erzählen, warum warst du so tief im Wald?" "Ach, ich hab mich mit Katie gestritten und musste nachdenken, da hab ich gedacht, ich geh am Besten in den Wald, da bin ich ungestört und dann habe ich einfach nicht mehr darauf geachtet, wo ich hinlaufe." "Du hast dich mit Katie gestritten? Darf ich fragen worüber oder geht mich das nichts an?" "Sie meinte, ich sei komisch und ich habe es abgestritten, eigentlich war es ziemlich dumm, dass wir uns deswegen gestritten haben." "Du warst heute Morgen aber wirklich nicht so ganz du selbst, aber jeder hat mal einen schlechten Tag." "Danke, dass du das sagst, ich werde mich auch gleich bei Katie entschuldigen." "Ja, es ist schon spät, wir sollten wieder zurück zum Schloss gehe." Also machten wir uns auf zum Schloss.
    Als wir dort gerade in die große Halle gingen, kamen uns Fred und George entgegen, sie waren wohl gerade fertig mit dem Abendessen. "Na ihr Beiden, ""wo habt ihr""euch rumgetrieben, so ganz allein" Ich verdrehte nur die Augen, ihr Sprüche konnte ich jetzt wirklich nicht gebrauchen, und sagte:" Das geht euch gar nichts an, sind die Mädels auch schon fertig mit dem Abendessen?" "Ist ja gut, wir gehen ja gleich wieder, wir müssen sowieso noch was bei unserer neusten Erfindung ausprobieren." erwiderte George und Fred(die übliche Wahrscheinlichkeit) fügte hinzu:"Katie und Angelina sind vor ca. einer Viertelstunde gegangen, Emily isst noch, sie hatte sich zu John und seinen Freunden gesetzt." Dann gingen sie und Lee und ich setzten uns an den Gryffindortisch.
    "Sag mal, woran arbeitet ihr drei eigentlich und warum macht ihr daraus so eine Geheimniskrämerei?" fragte ich Lee. "Och, ich weiß auch nicht genau, ich habe mich in den letzten Wochen ein Bisschen aus den Streichen der Beiden herausgehalten." antwortet er. "Ihr seid aber schon noch befreundet, oder?" fragte ich ungläubig. Dass Lee und die Zwillinge sich gegenseitig nicht alles erzählten, war wirklich seltsam. "Ja, klar. Wir haben im Moment nur soviel Stress mit der Schule und so." versicherte Lee mir. Als wir mit dem Essen fertig waren, gingen wir zum Gemeinschaftsraum. Auf dem Weg dorthin blieb Lee auf einmal stehen und sagte: " Sarah, warte mal." Ich drehte mich zu ihm um."Was ist denn?" "Ich wollte dich fragen, also, ob du mit mir zum Ball gehen willst?" fragte er. Freudig antwortete ich: Ja, gerne, das wär toll!" Er wirkte erleichtert und lächelte "Dann freue ich mich jetzt auch richtig auf den Ball" Auch ich lächelte "Ich auch".
    Als wir in den Gemeinschaftsraum kamen, saßen Katie und Angelina in den Sesseln vor dem Ofen. Lee verabschiedete sich, er meinte, er wolle den Zwillingen noch helfen. Ich ging zu Katie uns sagte:"Komm mit, ich muss mit dir reden." Sie warf Angelina einen entschuldigenden Blick zu und folgte mir in unseren Schlafsaal. Dort angekommen sagte ich direkt:" Katie, ich muss mich bei dir entschuldigen, du hattest ja recht, ich war wirklich nicht so ganz ich selbst. Es tut mir Leid, dass ich dich angeschrien habe." Zu meiner Erleichterung sagte sie:"Ist schon gut, jeder hat mal einen schlechten Tag" und lächelte mir zu. Erleichterte seufzte ich "Schön, dass das geklärt ist."
    So vergingen noch einige Wochen, ich erzählte Katie, dass Lee mich gefragt hatte, ob ich mit ihm zum Weihnachtsball ging und sie freute sich unglaublich(inzwischen hatte ich ihr auch von meinen Gefühlen Lee gegenüber erzählt). Sie selbst wurde von einem Jungen aus Durmstrang gefragt. Emily gab uns beiden Tanzunterricht, wobei Katie um einiges besser war als ich. Naja, immerhin spielte sie auch Quidditch... Aber mit der Zeit hatte auch ich den Dreh raus und das Tanzen begann mir sogar richtig Spaß zu machen. Mein Verhältnis Lee gegenüber wurde immer enger, auch wenn es immer noch nur freundschaftlich war. Die Zwillinge behielten ihre Geheimniskrämerei bei und Lee und ich fragten uns immer mehr, was sie so spezielles und geheimes trieben, aber so richtig kümmern tat es mich eigentlich nicht.

    5
    *Zeitsprung: Zwei Wochen vor dem Weihnachtsball*

    Katie, Emily, Angelina und ich kamen gerade vom Kleiderkaufen wieder und waren in bester Stimmung, da wir nicht so lange wie erwartet für das Aussuchen der Kleider gebraucht hatten. Jetzt mussten mir uns aber erstmal im Gemeinschaftsraum aufwärmen, draußen war es ziemlich kalt geworden. Wir saßen also zu viert vor dem Ofen(was ziemlich eng war), als ich die Frage in den Raum warf: "Sagt mal, wisst ihr woran die Jungs in letzter Zeit immer arbeiten? So langsam wird diese Geheimniskrämerei echt auffällig!" "Wahrscheinlich irgendeine Erfindung, die sie an uns ausprobieren wollen. Irgendeine große Überraschung" Emily verdrehte die Augen, sie war manchmal ziemlich genervt von den Streichen der Jungs. "Aber sonst haben sie uns immer vorher gesagt, was wir da eigentlich ausprobieren sollen." unterstützte Katie, mit der ich schon oft spekuliert hatte, mich. "Ich finde, wir lassen uns einfach überraschen, diese Spekulationen bringen doch nichts." sagte Angelina. "Wir können auch versuchen sie zu belauschen!" schlug ich begeistert vor, ich liebte solche Aktionen. "Ne, bei sowas mach ich nicht mit, so unbedingt möchte ich nun auch nicht wissen, was sie vorhaben." gab Emily ihre Meinung. "Ich find die Idee gut, sie sind ja selber schuld, wenn sie uns nichts sagen." sagte Katie. "Ok, wer macht mit?" fragte ich. Katie und Angelina wollten mir helfen und wir beschlossen gleich am nächsten Tag anzufangen.
    Nach dem Joggen am nächsten Tag setzte ich mich in einen der Sessel im Gemeinschaftsraum und wartete nicht wie sonst im Zimmer auf die anderen. Nach einer Weile kamen die Zwillinge die Treppe herunter und sahen mich verwundert an. "Na, heute keine Lust auf Zickenkrieg?" begrüßte mich einer der Beiden. "Was heißt Zickenkrieg, die schlafen ja alle noch. Ich wollte mich nur nicht von Katies Geschnarche stören lassen." sagte ich. "Na, dann wollen wir dich auch nicht weiter stören" sagte der andere. "Wir haben sowieso noch was vor". "Na dann, bis nachher" verabschiedete ich sie und sie gingen hinaus. Sobald sie draußen waren sprang ich auf und ging ihnen hinterher. Auf dem Flur sah ich sie gerade noch um die Ecke biegen, allerdings nicht in Richtung der großen Halle. Grinsend ging ich ihnen hinterher, ob ich jetzt endlich herausfinden würde, worum sie die ganze Zeit so eine Geheimniskrämerei machten? Ich ging ihnen also hinterher und hörte sie schon in einem der leeren Klassenräume irgendetwas, das ich noch nicht verstand, reden. Ich holte ein Langziehohr (das war eine ihrer nützlichen Erfindungen aus dem letzten Jahr) und verstand dann endlich die leise gesprochenen Worte. "Ok, und wie willst du es machen?" sprach einer der Zwillinge. "Naja, der Trankt wirkt ca. 1 Stunde, ich würd sagen wir machen es so nach dem ersten Tanz oder so." sagte der Andere. "Wollen sie Snape vergiften?" fragte ich mich, "Nein, dann hätten sie zumindest Lee eingeweiht. "Du Sarah, ich Lee?" war die nächste Frage von einem der Zwillinge. "Ok, und ich geb Angelina auch was von dir" feixte der Andere. "George!" sagte Fred anklagend. "ist ja gut, mach ich schon nicht, obwohl es lustig wäre!" antwortete dieser. Da kam auf einmal Filch um die Ecke und ich machte mich rasch auf den Weg in die große Halle, ich hatte sowieso genug gehört. In der großen Halle angekommen saßen Angelina, Katy und Lee am Frühstückstisch beisammen und Emily ein Stück weiter weg bei John. "Und, hast du was rausgefunden?" fragte Angelina mich gespannt. "Wir haben Lee eingeweiht, war doch ok, oder?" "Ja, klar" sagte ich, "Ich erzähl euch in der Pause mehr, jetzt will ich erstmal frühstücken und da kommen die Zwillinge auch schon." Tatsächlich kamen die Zwillinge und setzten sich zu uns.
    Während des Unterrichts dachte ich über das Gespräch der Zwillinge nach. Lee und ich? und Angelina. Ich wusste, dass Fred schon seit Längerem für Angelina schwärmte. Hatten die Beiden einen Liebestrank gebraut? Es sprach alles dafür. Ich war mir nicht sicher, was ich davon halten sollte. Einerseits wollte ich gerne mit Lee zusammenkommen, aber doch nicht auf die Art! Wenn er dann nur durch den Liebestrank an mir interessiert war und ihm wenn die Wirkung aufhört alles total peinlich ist? Professor Mc Gonagall schreckte mich aus meinen Überlegungen und warf mir einen missbilligenden Blick zu, als ich auf ihre Frage nicht antworten konnte. Katie schaute mich fragend an, sonst passte ich in Verwandlung immer auf. Als es zur Pause klingelte schnappte ich mir erstmal Katie und verschwand mit ihr auf dem Mädchenklo. Dort erzählte ich ihr von dem Gespräch der Zwillinge und meinen Überlegungen. " Oh, Sarah. Vielleicht solltest du einfach mit Lee reden. Dann können die Zwillinge ihren blöden Plan nicht ausführen und zwischen euch wäre endlich alles erklärt. Ich sehe doch, dass er dich mag!" Ich schwieg. Wie sollte das denn gehen? Ich konnte doch nicht einfach zu ihm sagen: "Ach, übrigens Lee, ich bin in dich verliebt, willst du mit mir zusammen sein?" Zumal normalerweise der Junge das Mädchen fragen sollte. Zu Katie sagte ich nur: " Und was sage ich dann den Anderen, was die Zwillinge vorhaben?" "Hm, sag doch einfach, sie wollen auf dem Ball als Überraschung um Mitternacht ein Feuerwerk organisieren." schlug sie vor. " Aber das haben sie ja gar nicht. Das fällt doch auf." "Dann machen wir eben ein Feuerwerk!" "Wir haben aber nur noch ein einhalb Wochen!" warf ich ein, doch Katie überzeugte mich davon, dass wir das schon hinbekommen würden. "Und du redest mit Lee!" befahl sie mir, bevor wir das Mädchenklo verließen.

    6
    Am Abend überlegte ich, wie ich dem Gespräch mit Lee entgehen konnte. Wenn ich einfach keine Getränke von den Zwillingen annahm? Aber ich konnte ja schlecht Lee davon abhalten. Dann muss ich eben diesen blöden Zaubertrank entfernen, bevor die Zwillinge irgendetwas mit ihm machen können. Ich hatte nur leider keine Ahnung, wo er sich befand. Wenn die Beiden ihn mit in ihren Schlafsaal genommen hatten, hatte ich verloren. Weiter grübelnd schlief ich irgendwann gegen Ende der Nacht schließlich doch ein, allerdings viel zu spät um Morgens einigermaßen ausgeschlafen auszusehen. In den nächsten Tagen arbeiteten Katie und ich viel an dem Feuerwerk (Was besser klappte, als ich erwartet hatte)
    An einem Morgen erwähnte Fred während des Frühstücks auf Einmal:"Nur noch eine Woche bis zum Ball!" "Na, seid ihr schon aufgeregt?" ergänzte George. "Naja, ich bin ganz froh, dass Emily uns Tanzunterricht gegeben hat." lachte ich. "Also ich freue mich unheimlich auf den Ball!" Das wird bestimmt super!" sagte Katie begeistert. "Mit wem gehst du eigentlich hin, Angelina?" fragte ich, da sie bisher immer ausweichend auf meine Frage geantwortet hatte. "Fred hat mich letztens gefragt." gab Angelina zu und lächelte Fred an. "Echt! Wieso erzählst du sowas nicht!" "Du und Sarah habt ja nie Zeit, immer müsst ihr irgendetwas wichtiges besprechen!" beschwerte Angelina sich. "Das stimmt, ihr macht wirklich kaum noch was mit uns." warf nun auch Lee ein. "Tschuldigung, wir haben halt wichtige Sachen zu klären!" versuchte ich uns zu verteidigen. "Und das könnt ihr nicht mit uns?" "Dafür sind Freunde doch da!" ergänzten die Zwillinge. "Naja, schon, aber..." sagte Katie und warf mir einen hilflosen Blick zu. "Habt ihr nicht selber gesagt, dass jeder irgendwelche Geheimnisse hat?" rechtfertigte ich uns. Lee warf mir einen Blick zu und ich schaute runter, um ihn nicht ansehen zu müssen, denn er hatte Recht, er hatte mir sein Geheimnis erzählt und musste sich jetzt ziemlich blöd vorkommen, schließlich hörte es sich wirklich so an, als hätten Katie und ich irgendein großes Geheimnis, was wir niemandem erzählten. Was ja eigentlich auch der Fall war."Ich glaube wir müssen langsam mal los." beendete Lee die Diskussion und stand auf.
    In den Pausen ging ich den Anderen aus dem Weg, aber als der Unterricht vorbei war (Zum Glück hatten wir heute nur vormittags Schule), ging ich zu Lee und fragte ihn, ob wir reden könnten. Jetzt saßen wir uns auf einer Lichtung im verbotenen Wald gegenüber und schwiegen. "Weißt du, Lee", fing ich an, "Das mit Katie und mir, naja, das können wir dir nicht sagen.Es ist einfach eine Sache zwischen uns beiden, aber nach der Weihnachtsfeier, ist das auch vorbei, dann haben wir wieder mehr Zeit, versprochen!" "Und wieso hast du dann so ein schlechtes Gewissen? Außerdem gehst du mir in letzter Zeit immer aus dem Weg." fragte Lee und sah mir in die Augen. Verdammt, er kannte mich einfach zu gut. " Ich geh dir gar nicht aus dem Weg, sonst würden wir jetzt ja nicht hier stehen!" "Du weißt genau, was ich meine, Sarah!" antwortete er, "Was ist los, du kannst es mir ruhig erzählen, vielleicht kann ich dir ja wirklich helfen." "Naja, es ist nur..." Ich stockte, " Ich hab nicht ganz die Wahrheit gesagt, als ich meinte, die Zwillinge machen ein Feuerwerk...." "Warum nicht? Was haben die beiden vor?" "Das kann ich dir nicht sagen, aber auf jeden Fall habe ich dann mit Katie entschieden euch zu sagen, dass sie ein Feuerwerk machen, wir mussten uns ja irgendwas ausdenken. Und jetzt müssen Katie und ich an diesem blöden Feuerwerk arbeiten und haben neben der Schule keine Zeit mehr für irgendetwas anderes." "Wieso sagst du nicht, einfach, was die Zwillinge vorhaben? Dann hättest du diese ganzen Probleme jetzt nicht!" . Ich schaute auf den Boden, zögerte. Dann fügte Lee noch hinzu: "Tut mir leid, aber ich verstehe dich einfach nicht. Was machen die Beiden denn so Schlimmes? So langsam fühle ich mich wirklich verarscht, Fred und George schweifen sofort ab, sobald ich sie nur darauf anspreche oder sie werfen sich nur einen vielsagenden Blick zu, und jetzt willst du mir auch nichts sagen! Bin ich zu blöd, um zu kapieren, was ihr vorhabt, niemand redet mit mir!" "Das stimmt nicht Lee, ich..." "Natürlich stimmt das, ich habe wirklich gedacht, ich wäre euch, besonders dir, wichtig, und jetzt lasst ihr mich alle im Stich!" "Aber du bist mir wichtig, Lee, sehr wichtig sogar."sagte ich leise und sah in zögerlich an. "Deshalb kann ich doch nicht mit dir reden, ich, die Zwillinge, ich meine sie..." Lee sah mich gespannt an. " Sie haben einen Liebestrank gebraut. Und wollten ihn an der Weihnachtsfeier ausprobieren. An uns. Ich wollte nicht, dass naja, dass du nur deshalb..." ich stockte. Lee sah mich mit großen Augen an. "Ich liebe dich, Lee. Deshalb habe ich es dir nicht gesagt, ich hatte Angst vor deiner Reaktion." gab ich leise zu. Lee trat einen Schritt auf mich zu. "Oh, Sarah, es tut mir so leid, was ich gesagt habe." sagte er und beugte sich zu mir. " Ich habe alles total falsch verstanden." Dann nahm er mein Gesicht in seine Hände und küsste mich sanft. Das Gefühl, das der Kuss in mir auslöste war unbeschreiblich. Mein ganzer Körper kribbelte und sanft erwiderte ich den Kuss. Als wir uns schließlich, nach viel zu kurzer Zeit, voneinander lösten, sah Lee mich glücklich an und ich konnte nicht anders, als ihn anzugrinsen. Auch er lachte und sagte:" Oh, Sarah, ich kann es gar nicht glauben! Ich dachte wirklich, du würdest mich nicht mehr mögen." "Tja, dabei ist das Gegenteil der Fall." erwiderte ich lächelnd.
    Als wir Hand in Hand in die große Halle kamen, sah Katie mich belustigt a: Na endlich, ihr Beiden!" lachte sie. "Auch Angelina und Emily, die ausnahmsweise mal wieder bei uns saßen, freuten sich für uns. Nur die Zwillinge wirkten fast ein Wenig enttäuscht, was sie sich aber kaum anmerken ließen. "Tja, dann müsst ihr euch wohl jemand anderen suchen, um euren Trank auszuprobieren!" dachte ich. Beim Essen fiel das Gesprächsthema dann auch wieder auf den Weihnachtsball, auf den wir uns alle freuten. Doch auf einmal hielt Katie inne und sah mich erschrocken an. "Sarah, kommst du mal eben mit?" fragte sie mich. "Klar." sagte ich und folgte ihr aus der großen Halle heraus. Beim Verlassen sah ich, wie Lee uns einen fragenden Blick zuwarf. "Was ist denn los?" fragte ich Katie, als wir alleine waren. "Mir ist eben noch was eingefallen, wegen des Feuerwerks! Wir müssen die Zwillinge unbedingt ablenken, damit sie nicht dabei sind, wenn es losgeht! Dann würden wir ja sofort auffliegen. Dann können wir es ja gar nicht, wie geplant direkt in der großen Halle machen." "Stimmt, da habe ich noch gar nicht dran gedacht." Ich überlegte. "Und wenn wir doch die Zwillinge fragen, ob sie uns helfen? Wir müssen ihnen ja nicht sagen, warum wir es eigentlich machen, wir sagen einfach, wir dachten, das sein nett." Nett?" skeptisch hob Katie die Augenbrauen, "Und du meinst, das glauben sie uns?" "Na, klar, warum auch nicht? Oder hast du eine bessere Idee? Dann sind sie auch nicht mehr so sauer auf uns, weil wir so viel ohne sie gemacht haben." "Ok, dann reden wir nachher mit ihnen." beendete Katie unser Gespräch und wir gingen zurück zu den anderen, die uns fragend ansahen. "Mädchenprobleme" sagte Katie nur und wir setzten uns. Nach dem Essen, als wir in den Gemeinschaftsraum gingen, hielt Lee mich zurück und fragte, was Katie vorhin gewollt hatte. Ich erzählte es ihm und er sagt kopfschüttelnd: "Das ist vielleicht alles kompliziert." Ich lachte. "Ja, wenn der Ball vorbei ist, mach ich erstmal die ganzen Ferien gar nichts." "Bleibst du hier oder fährst du nach Hause?" wollte Lee wissen. "Ich fahr nach Hause, Kim kommt auch, wir feiern dann alle zusammen." "Schade, ich bleib hier. Wir müssen uns aber ganz viel schreiben!" bestimmte Lee. "Na klar, und zwei Wochen sind ja auch keine Ewigkeit." erwiderte ich. Da rief Katie und fragte, wo wir blieben. Schnell beeilten wir uns hinterherzukommen.
    *Zeitsprung: Der Ball*
    Wir hatten also die Zwillinge gefragt und sie erklärten sich einverstanden, uns zu helfen. Auch schöpften sie keinen Verdacht. Vielleicht würden wir ihnen irgendwann in zehn Jahren oder so sagen, was es damit wirklich auf sich hatte.... Mit Lee und mir ging es super weiter und nun stand ich schon eine gefühlte Ewigkeit im Badezimmer und Katie machte mir meine Frisur. Ich trug ein dunkelblaues halblanges Kleid, hatte mich dezent geschminkt und ließ mir nun, nachdem auch ich Katie eine Frisur gemacht hatte, von ihr die Haare hochstecken. Als wir endlich fertig waren, stellten wir uns nebeneinander vor den Spiegel und waren zufrieden mit uns. Im Zimmer warteten Emily und Angelina, beide auch sehr schick mit ihren Ballkleidern, auf uns und gemeinsam gingen wir hinunter. Dort erwarteten Lee, John, Fred und der Junge aus Durmstrang, dessen Name ich mir nicht merken konnte, uns auch schon. Lee küsste mich zur Begrüßung und sagte: "Hey, du siehst toll aus!" "Danke, du aber auch." erwiderte ich verlegen. Dann kamen wir auch schon in der großen Halle an und der Eröffnungstanz begann. Sobald die Tanzfläche für alle freigegeben war, zog Lee mich auch schon darauf. Es machte unheimlich viel Spaß mit ihm zu tanzen und so verflog die Zeit nur so. Kurz vor Mitternacht ging ich hinaus aus der großen Halle und traf dort auf Katie, Fred und George. "Na, habt ihr Spaß?" fragte ich gut gelaunt."Und ob, deshalb möchte ich jetzt auch gerne so schnell wie möglich das Feuerwerk starten." erwiderte Fred (Ich hatte mir gemerkt, dass er eine grüne Krawatte trug, als er Angelina abholte, George hatte eine rote). "Na dann los" sagte Katie und wir machten uns bereit. Wir murmelten die richtigen Zauber und mussten dann nur noch in der großen Halle auf unser Feuerwerk warten. Also gingen wir in der Halle zu Angelina, Emily und Lee. Ich nickte Lee zu, um zu zeigen, dass alles geklappt hatte. Da ging das Feuerwerk auch schon los. Es war atemberaubend, ich muss zugeben, dass die Idee die Zwillinge zu fragen wirklich gut war. Ohne siebhätten wir es nicht so toll hinbekommen. Als das Feuerwerk vorbei war, zog Lee mich an sich und küsste mich liebevoll. Ich erwiderte den Kuss und war in dem Moment mehr als glücklich, dieses Gefühl war wirklich atemberaubend.

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Miri ( 82.42 )
Abgeschickt vor 855 Tagen
Bitte schreib weiter.
Ich find die Idee echt gut.
Lg Miri
HP-Suchti ( 9.248 )
Abgeschickt vor 856 Tagen
Hey,
Die Story ist ganz nett :)
LG HP-Suchti
Pendel ( 02.56 )
Abgeschickt vor 856 Tagen
Cool. Wann kommt der nächste teil??