Mein Leben in Forks 4

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1 Kapitel - 1.991 Wörter - Erstellt von: ZoeyChevallier - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 2.176 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das ist die Fortsetzung, ich hoffe ich habe mir ein paar Leser erhalten:) Über Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge würde ich mich wie immer freuen!:)

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    Eine viertel Stunde später standen wir mitten im Wald vor einem großen, halb verglasten Haus. „Schön habt ihr es hier.“, ich benutzte den Satz, mit dem er eben auch mein Haus beschrieben hatte. „Danke.“, er lächelte leicht verlegen, ehe er aufschloss und mich die Treppen hinaufführte. Wir standen in einer Küche, die in ein riesiges, weißes Wohnzimmer mündete. Auf den Sofas verteilt saßen Alice, Rosalie, Jasper, Emmett und Edwards Eltern, die mich lieb anlächelten. Rosalie warf mir, genau wie jedem anderen existierenden Wesen, Todesblicke zu, während Alice mich interessiert musterte. „Hallo Edward.“, sein Vater war aufgestanden und kam auf uns zu. „Hi Dad. Das hier ist Victoria.“, „Hallo Mr. Cullen.“, ich lächelte freundlich und nahm seine Hand. Auch sie war eiskalt, irgendetwas stimmte mit dieser Familie nicht, aber das war mir erst mal egal. Auch er wirkte überrascht, dass ich vor der Kälte nicht zurück zuckte und warf Edward kaum merklich einen fragenden Blick zu, der zur Antwort leicht den Kopf schüttelte. „Mom, Dad, Victoria muss heute hier übernachten. Ihre Mutter ist nicht zu Hause und sie hat keine Schlüssel.“, bevor irgendeins seiner Elternteile den Mund aufmachen konnte, lachte Alice ihr klares, helles Lachen. „Edward, das ist wirklich die dümmste Ausrede die ich gehört habe. Stell uns doch einfach deine Freundin vor.“, „Ich bin nicht seine Freundin.“, sagte ich etwas zu schnell und etwas zu hart, doch Alice antwortete nur lachend: „Noch nicht, aber ich sehe es vor mir…“, „Alice, das reicht.“, beschwichtigte sie Mr. Cullen und wandte sich wieder an uns. „Natürlich kann sie hier übernachten.“, beschloss seine Mom, bevor Mr. Cullen etwas dazu sagen konnte. „Na dann zeige ich dir mal das Haus.“, sagte Edward und deutete mir ihm zu folgen. Konnte der Abend noch suspekter werden?

    In dem Nachthemd, das Alice mir geliehen hatte verließ ich das Bad. Gemeine Alice, hatte sie mir doch absichtlich das kürzeste Nachthemd mit der meisten Spitze gegeben und mich dann auch noch frech angegrinst. Auch Edward grinste als ich in sein Zimmer kam. „Frag nicht, Alice hat mir keine Wahl gelassen.“, grummelte ich und legte mich wie selbstverständlich zu ihm ins Bett.

    „Victoria?“, vernahm ich Edwards leise Stimme neben mir, offenbar wollte er mich nicht wecken, falls ich schon schlief. Er war die einzige Person in meinem Alter, die mich Victoria nannte, doch es gefiel mir irgendwie. Aus seinem Mund hörte sich sogar dieser altmodische Name wunderschön an. Außerdem hätte ich es irgendwie komisch gefunden, wenn er mich Tori genannt hätte, trotz allem kannte ich ihn ja kaum. Natürlich konnte nur mir so etwas passieren, also bei einem völlig Fremden zu übernachten meinte ich. Dass der Fremde dazu auch noch wirklich gut aussah war ein durchaus positiver Nebenaspekt. Doch das Problem war immer noch meine Mom. Wo zur Hölle steckte sie? Ging es ihr gut? War sie vielleicht schon wieder zu Hause? Würde sie sich wohl fragen wo ich war? Nur auf eine dieser Fragen hatte ich eine Antwort. Nein, sie würde sich nicht fragen wo ich war, wenn sie überhaupt bemerkte, dass ich fehlte. Wenn sie überhaupt zu Hause war, was ziemlich unwahrscheinlich war, würde sie denken, dass ich schon in meinem Zimmer im Bett lag, aber nachgucken würde sie nicht. Erst die eiskalte Haut, die meinen Arm leicht streifte erinnerte mich daran, dass ich a) neben Edward Cullen lag, ja genau der, dem alle Mädchen hinterher liefen und b) von ihm angesprochen worden war, weswegen ich c) antworten sollte. „Ja?“, ich klang schrecklich müde und so, als wäre ich schon im Halbschlaf, was vielleicht nicht ganz gelogen war. Wieso hörte er sich nur so wach an? War er denn überhaupt nicht müde? „Möchtest du mir nicht erzählen, wo deine Mutter wirklich war?“, seine Stimme war sanft und rau zugleich und obwohl ich normalerweise immer Herzrasen bekam, sobald ich sie hörte, wurde ich wütend. Auch wenn die Wut eigentlich nur meine Scham verdeckte, die ich hatte, da meine Mutter so schrecklich peinlich war, ich wusste nicht, was ihn das alles anging. Wollte er etwa meinen Seelenklempner spielen oder was? „Ich wüsste nicht, was dich das angeht. Außerdem habe ich doch gesagt, dass sie bei einer Freundin ist.“, sagte ich so kalt und abweisend, dass er seinen Arm, der vorher meinen berührt hatte leicht zurückzog. Es verging eine Zeit der Stille, in der er sich wohl fragte, was er nun tun sollte, bis er schließlich das Schweigen brach: „Ich glaube nicht, dass sie bei einer Freundin ist. Wieso kannst du nicht darüber reden? Ich bin wohl der Letzte, der dich zu verurteilen vermag.“, dabei hörte er sich so bitter an, dass es einen kurzen Moment so wirkte, als könne er niemanden auf dieser Welt mehr hassen als sich selbst. Doch dieses Phänomen dauerte nur einen kleinen Moment an, der so schnell ging wie er gekommen war. Dann hatte er seine Maske (vielleicht war es auch seine wahre Identität, ich wusste es nicht) wieder aufgesetzt und wartete still und mich musternd auf eine Antwort. „Nein, Edward, du mit deiner Vorzeige-Familie verurteilst mich sicher nicht. Ich hoffe dir ist klar, wie geheuchelt sich das anhört.“, „Und doch“ er lachte leise: „Bist du in meinem Haus und erfreust dich an unserer Gastfreundschaft.“, „Eine Gastfreundschaft um die ich nie gebeten habe. Ich wollte doch nur, dass du mich alleine lässt, damit ich alleine warten konnte.“, „Aber das konnte ich doch nicht zulassen.“, sagte er plötzlich und ziemlich heftig, weswegen es an mir war leicht zurück zu schrecken. Als er dies bemerkte, beruhigte er sich wieder etwas und nahm vorsichtig seine Hand in meine. Trotz der Kälte die von allen Seiten auf meine Finger einströmte und sie zu betäuben schien, hatte ich mich noch nie so sicher und geborgen gefühlt. Es war, als hätte seine Anwesenheit etwas tröstliches, etwas, dass mich wieder aufbaute. „Versteh doch, ich wollte dich nicht alleine lassen. Das konnte ich nicht. Wer weiß, was dir zugestoßen wäre.“, „Ich komm allein zurecht.“, ich hörte selbst, wie schwach sich dieser Satz nun anhörte. Es war nichts mehr von dem starken Mädchen, dass ich sonst wohl war zu hören. Ich hörte mich einfach nur schrecklich verletzlich an. „Niemand kommt allein zu Recht. Auf Dauer wird man einsam.“, „Und wenn schon.“, ich schnaubte verächtlich, einfach um ihm nicht Recht geben zu müssen. „Ich kenne das doch auch.“, jetzt war es an mir leise zu lachen, das war wohl mit Abstand das amüsanteste, das der sonst so ernste Edward gesagt hatte. „Du fühlst dich also einsam? Als meistgeliebter Junge der Schule, der eine tolle Familie hat. Du fühlst dich einsam?“, er räusperte sich umständlich, ehe er leise fast schon peinlich berührt sagte: „Nur weil man geliebt wird, bedeutet das nicht, dass man selber lieben kann.“, „Du bist also nicht in der Lage zu lieben?“, ich war echt erstaunt und auch etwas traurig. „Das ist es nicht, ich dachte bis jetzt nur nicht, dass ich jemals eine Person finden würde, für die sich das Lieben lohnt.“, mein Herzschlag erfüllte den ganzen Raum, wie es mir schien, mit einem unregelmäßigen, schnellen Pochen. „Wie kommt es, dass du deine Meinung geändert hast?“, hauchte ich in die Dunkelheit hinein. Auch wenn ich ihn nicht sah, ich spürte wie er mir in die Augen sah, was bewirkte, dass sich eine leichte, wohlig kribbelnde Gänsehaut auf meinen Armen bildete. Sein bis eben so leiser Atem ging schneller und mittlerweile spürte ich ihn mein Gesicht entlang streichen. Er musste mir unwahrscheinlich nah sein, was auch die Kälte erklärte, die mich nicht im Mindesten störte. Ich nahm ihn nicht einmal mehr wirklich als kalt wahr und wenn dann nur für kurze Zeit, da mir warm wurde, wenn er mich berührte. Natürlich konnte nur mein Gehirn so unlogisch und verdreht arbeiten, doch meine Aufmerksamkeit war auch nicht auf mein Gehirn, sondern viel eher auf Edward gerichtet. Was würde jetzt passieren? Hatte er, Edward Cullen etwa vor mich zu küssen? Der unnahbare, unterkühlte Junge, den gerade ich verändert haben sollte? Es hörte sich zu schön an um wahr zu sein. Ich war niemand, der Leute veränderte, ich schaffte es ja nicht mal mein eigenes Leben zu verändern. Doch das klärte immer noch nicht, was jetzt passieren würde. An seinem unregelmäßigen Atem merkte ich, dass er sich selbst nicht sicher war. Er schien selbst noch mit sich zu ringen. Natürlich, er war ja auch schließlich ein Gentleman, da konnte er ja nicht einfach eine mehr oder weniger fremde Lady küssen. Aber er sollte! Erst jetzt spürte ich das starke Bedürfnis seine Lippen auf meinen zu spüren. Ich wollte testen ob seine Lippen auch kalt waren, wollte wissen wie gut er küssen konnte, wie er schmeckte und wie sich seine Lippen anfühlten. Als könne er Gedanken lesen, wurde sein Atem unmerklich schneller und keuchender, als ich den Kuss in Erwägung zog. Auch wenn er subjektiv betrachtet schon ein etwas seltsamer Kerl war, so konnte ich ihm nicht wiederstehen. Ich hatte keine Ahnung was mit mir los war. War das etwas die Liebe? Fühlte sich so Liebe an? Oder war es nur das Verlangen nach etwas, ein Bedürfnis? Nein, es war mehr als nur ein Verlangen. Es war das Wissen, dass ich alles für ihn tun würde, nur um ihn glücklich zu wissen. Es war ein Kribbeln im Margen und auf der Haut, ein wohliges Gefühl, dass wie Adrenalin durch meine Adern strömte. Es war, als würde eine Art Gift mein Gehirn lahmlegen, sodass ich nicht mehr klar denken konnte. Es war, als sei mein Kopf bis auf die Gedanken an Edward und die Liebe wie leer gefegt. Auch wenn ich ihn nicht gut kannte, nicht viel über ihn wusste, ich liebte ihn, wie mir jetzt klar wurde. Es war die Art wie er mich ansah, wie er redete, gestikulierte und lachte, die Weise wie er schwieg und es schien als starrte er in völlig andere Welten, alles an ihm machte ihn vollkommen und besonders. Es war so dumm ihn zu lieben, dass wusste ich. Ich fühlte mich wie ein dummes Lamm, dass sich in einen Löwen verliebt, wohl wissend, dass er es jeder Zeit verspeisen könnte und doch nicht imstande irgendetwas dagegen zu tun. „Victoria.“, er flüsterte es leise, als hätte er meine Gedanken gehört. Hatte ich laut gedacht? Ich war nicht dazu fähig etwas zu sagen. Ich lag einfach da und wartete ab. Wartete auf seine Reaktion. Langsam beugte er sich über mich und hauchte mir halb auf die Wange, halb auf den Mund einen Kuss. Er fühlte sich unglaublich an, obwohl seine Lippen komisch unbeweglich waren, waren sie unvorstellbar weich. Ich seufzte leise und glücklich, was ihm ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Auch ohne die Augen zu öffnen wusste ich, wie wunderschön und perfekt er jetzt aussehen musste.

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