Crying Em (Creepypasta)

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2 Kapitel - 1.818 Wörter - Erstellt von: PupsPanda - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 1.778 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Heyho! Man hat mir privat an Herz gelegt eine eigene Creepypasta-Figur zu entwickeln und hier ist sie: Crying Em!
Ich möchte darauf hinweisen, dass es nur eine CP ist, also keine Bange. ^^ (Nur für die, die ein bisschen Schreckhaft sind. XD)
Über Kritik, Verbesserungsvorschläge usw. wäre ich SEHR erfreut! ;)

    1
    "Hör auf damit!", brüllte mich mein Vater an. Mir liefen Tränen über die Wange.

    "Hör...AUF"
    Ich schluckte. Versuchte die Tränen zurück zuhalten. Doch sie rollten weiter, auch dort wo mein Vater mich geschlagen hatte.
    Jetzt flammten seine Augen bedrohlich aus und er holte erneut aus. Der Schmerz explodierte in meiner Wange und mein Kopf wurde zur Seite geschleudert.
    Die Worte brannten sich in mein Hirn: "Hör auf zu weinen. Hör auf. Hör auf. Hör..."
    Ich lag am Boden und hörte auf zu weinen. Meine Augen brannten und ich wischte mir ein letztes Mal übers Gesicht.

    Ich heiße Emily. Meine Mutter starb vor zwei Jahren an Alkoholsucht.
    Mein Vater ist wahnsinnig. Er konnte nicht damit umgehen. Konnte mit MIR nicht umgehen.
    Immer wenn ich es nicht mehr aushielt und weinte, fing er an zu schreien. Er hasste es wenn ich weine, weil er nicht weiß was er dagegen tun sollte.
    Er sagte immer weinen bringt nichts. Es war überflüssig. Und es nervte ihn. Vor allem das Schluchzen, sagte er.

    Ich zittere. Mein Vater brüllte: "Endlich verdammt!" und schlug die Tür zu.
    Ich schlang meine Arme um die Beine und lehnte den Kopf an die Tür des Schranks, indem ich schlief. Mein Vater hatte mein Zimmer in einen "Fernsehraum" umgebaut, in den ich nie rein durfte.
    Ich atmete tief durch. Nicht weinen. Nie wieder. NIE!

    (3 Jahre später)

    Ich zog mir meinen schwarzen Pulli über und öffnete die Schranktür. Heute war Samstag, mein 15. Geburtstag. Juhu.
    Ich schaute in den Flur, aber vermutlich war mein Vater wieder im "Fernsehzimmer" wie er es nannte.
    Kopfschüttelnd ging ich nach draußen, raus aus unserer stickigen 2 Zimmer Wohnung.
    Es war nebelig, wie immer in der Gegend. Ich strich durch die Straßen und begegnete niemanden, außer ein paar traurige Gestalten, die mit langen Gesichtern und mit gebückten Rücken durch die dreckigen Gassen schlurften. Die grauen, verfallenden Gebäude waren schief und sahen aus als würden sie beim nächsten Windstoß umfallen.
    Ich wusste nicht recht wo ich hin wollte, aber alles war besser als Zuhause. Ehrlich gesagt hatte ich gehofft das mein Vater irgendwann am Alkohol starb so wie meine Mutter, doch bis jetzt war das noch nicht passiert.
    Ich hatte mich an mein Versprechen mir gegenüber gehalten. Ich hatte bis hier hin nie wieder geweint und verspürte auch nicht den Drang dazu. Manchmal stellte ich mir vor, jemand anders zu sein, wo anders zu wohnen und wirkliche Freunde zu haben. Das war immer ein schönes Wunschdenken, doch sobald ich in meine Realität zurückkam redete ich mir ein es zu vergessen, DAS HIER war mein Leben und nichts anderes.
    Ich schob mich durch eine kaputte Tür und atmete tief ein. Ich hatte dieses Versteck erst vor einem Jahr gefunden, als mich mein Vater aus dem Fenster im ersten Stock geworfen hatte. Warum hatte ich schon wieder vergessen. Zum Glück war mir damals nichts Schlimmes passiert sonst hätte ich diesen Ort niemals gefunden.
    Es war ein altes Kino mit Wandplakaten und alles was zu einem Kino dazugehörte.
    Es hatte nur einen Zuschauerraum, aber der war noch ganz gut in Schuss. Die Leinwand war unbeschädigt und die Tribüne noch ganz gut intakt. Zwar waren die roten Kissenbezüge in Mitleidenschaft gezogen worden und das Dach wies Löcher auf, aber das machte diesen Ort ja so mystisch!
    Schon etwas fröhlicher machte ich mich auf den Weg. Ich drückte die schwere Tür auf und kletterte fröhlich auf die Tribüne.
    "Meine Damen und Herren, ich präsentiere: Emily!", rief ich mit tieferer Stimme und verbeugte mich.
    "Vielen Dank!", sagte ich mit meiner normalen Stimme und ging in Position, senkte den Kopf und atmete tief durch. Ja, als ich klein war und wir noch eine glückliche Familie waren, habe ich Ballett getanzt. Es war mein größter Traum gewesen, irgendwann mal eine Ballerina zu sein.
    Doch als meine Mutter starb und mein Vater seine Arbeit verlor, musste ich aufhören. Es hatte mir das Herz gebrochen, doch im Geheimen hatte ich immer weiter getanzt.
    Nun machte zog ich mein Bein langsam in Passè. (Fuß angespannt ans Knie)
    Dann machte ich einen eleganten Ausfallschritt, in Folge mit einer Pirouette (Drehung) und nahm Anlauf für einen Sprung. Ich fühlte mich als könnte ich fliegen. Für einen kurzen Augenblick schloss ich meine Augen und genoss den Moment.

    "Wo warst du schon wieder? Ich habe Hunger!", schnauzte mich mein Vater an. Ich seufzte und sagte: "Was soll ich dir kochen Vater?" Ich hatte schon aufgegeben ihm zu sagen, dass ich Geburtstag hatte, es würde ihn nicht interessieren.
    "Mir doch egal!"
    Ich ging also in die Küche und dort kam als erstes... ES. Dieses Bauchgefühl, als ich das lange Küchenmesser im Holzblock sah. Meine Finger kribbelten und ich starrte es hypnotisiert an.
    Dann schüttelte ich energisch den Kopf. Was war das denn bitte!
    Ich brachte meinem Vater das Essen und verzog mich in meinen Schrank zurück.

    2
    Sonntag. Ich gähnte und schlurfte ins Badezimmer. Ich kämmte mir meine langen, lavendelfarbenen Haare und band sie mir zu einem Zopf. So schnell es ging machte ich mich wieder aus dem Staub und schlenderte durch mein trostloses "Stadt"viertel. Stadt konnte man das nicht mehr nennen. Sah eher wie eine Ruine aus. Na ja, eigentlich wollte ich wieder zum Kino, doch mir schnitten zwei Typen den Weg ab. "Hey, hey, heeey wohin so eilig Kleine?", fragte der größere.
    "Ich glaube das geht dich einen Dreck an", antwortete ich kühl und versuchte mich an ihm vorbei zu drängen. Wieder fühlte ich dieses Kribbeln und dachte an das Taschenmesser in meiner Jackentasche, ohne dass man in dieser Gegend das Haus nicht verlassen konnte.
    Der andere lachte: "Das wollen wir ja sehen..."
    Doch bevor er mich am Arm packen konnte, wich ich aus und rammte ihm mein Taschenmesser in den Arm. Das Blut spritzte und er schrie. Ich musste ein Lächeln unterdrücken und schämte mich sofort dafür.
    "Scheiße!", brüllte der erste und schaute hektisch von seinem Freund zu mir und zurück. Dann stürzte er sich wütend auf mich, doch ich kickte ihm die Füße weg und stach ihm das Messer ins Bein. Was für ein...wunderbares Gefühl...
    Meine Hände waren rot und feucht vom Blut der beiden Widerlinge.
    Dann sprang ich auf und stürzte davon. Was hatte ich da gerade getan!

    Ich saß auf einen der kaputten Stühle im Kino und dachte nach. Das Blut hatte ich in einer Pfütze abgewaschen.
    Es war so ein berauschendes Gefühl gewesen...
    Mit zitternden Fingern starrte ich das Messer an.
    Und ich wusste: Ich wollte es wieder fühlen. Diese Macht.
    Aber das war falsch! Ich konnte doch nicht einfach... was hatte ich zu verlieren? Meine Mutter war tot, mein Vater hasste mich, Freunde hatte ich keine und mein Leben war sowieso für`n Arsch!
    Ich fing an unregelmäßig zu atmen und fühlte wie meine Augen feucht wurden. Was zum...?
    Was war das? Da entfuhr mir der erste Schluchzer.
    Nein.
    Nicht weinen.
    NEIN!
    Ich fing an zu schreien. Das durfte nicht wahr sein! Ich will nie wieder weinen, ich hatte es mir versprochen! Dieses Versprechen war das letzte was ich hatte!
    Doch da rollte mir die erste Träne hinunter.
    Ich erstarrte. Einen Augenblick saß ich einfach nur da und starrte gerade aus. Es machte "klick" in meinem Kopf. Dann stand ich ganz langsam auf und ging nach Hause.
    Auf dem Heimweg rollten mir weitere Tränen die Wange hinunter.
    Ich riss unsere Tür auf und ging ins Badezimmer, dann packte ich mir Nadel und Faden und begann mir die Augenlider zuzunähen.
    Nie. Wieder. Nie. Wieder. Nie. Wieder.
    Als ich fertig war lies ich die Arme sinken. Aus irgendeinem Grund war ich überhaupt nicht Orientierungslos. Nein, ich wusste ganz genau wo ich lang musste. Mein Gehirn bildete eine Art Karte vor meinem Innerem Auge. Ich hatte die Jahre über so sehr meine Fantasie trainiert, das ich das Gefühl hatte, ALLES zu können.
    Ich ging zur Küche und das Kribbeln wurde so stark, das alles in mir danach schrie, das Messer zu nehmen. Mit festem Griff packte ich zu und meine Finger schlossen sich um den kalten Griff. Dann folgte ich meinen Gedanken zum Zimmer meines Vaters. Es war schon spät und vermutlich schlief er schon.
    Als ich durch den Flur schlich, merkte ich wie warmes Blut meine Wangen herunter lief, so als würde ich Blut weinen. Ich grinste.
    Mit einem leisen Knarren ging die Tür auf und ich beugte mich über das Bett meines Vaters.
    Sein Schnarchen dröhnte in meinen Ohren und langsam legte ich die Klinge an seine Kehle, bis ich sie mit einem Ruck über seinen Hals zog.
    Er gurgelte und ich flüsterte: "Ich... hasse dich."
    Dann drehte ich mich um, zurück in meinen Schrank und zog mein altes Ballett-Tutu heraus.
    Ich hatte lange dafür gespart und es mir vor zwei Jahren selbst gekauft. Da ich immer noch sehr klein war, passte es mir perfekt. Ich hatte es erst wenige Male an, da es mir das Heiligste war, was ich besaß. Jetzt aber war es mir egal. Alles war mir egal. Ich wollte nur noch eins:
    Jemanden töten.

Kommentare Seite 1 von 1
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CreepyWhat ( 5.110 )
Abgeschickt vor 409 Tagen
Interessante Story..
Aber immer werden die Protagonistinnen missbraucht, vernachlässigt, verstoßen und die obligatorische versuchte Vergewaltigung durch zwei oder drei fremde Männer auf einer dunklen oder nebligen Straße. Hängt mir schon zum Hals raus... Ich hätte mal gerne eine die sagt "In meiner Kindheit war alles perfekt, ich bin einfach nur krank im Kopf!" Das gibt es wirklich... Nicht immer die Opferrolle..
Nightmare Night ( 44.88 )
Abgeschickt vor 412 Tagen
wow man nichts anderes dazu sagen
sweetmous ( 1.104 )
Abgeschickt vor 413 Tagen
Diese Geschichte ist einfach nur... Wahnsinn! Es fühlt sich fast so an als würde man in Emilys Haut stecken
Crazy killer Unicorn ( 4.171 )
Abgeschickt vor 577 Tagen
Das verdient echt mehr Aufmerksamkeit.
Es ist zwars eine kurze Geschichte aber trotzdem eine schöne Geschichte.
Fast so schön wie Corpse Party. Wenn du dir richtig Mühe gibst kannst du vielleicht später damit Geld verdienen.
Phanter5007 ( .82.1 )
Abgeschickt vor 638 Tagen
Hey Panda!
Das war eine sehr schöne Geschichte auch mit dem Tútu. Nur das mit den Augenliedern war Mega creepy bitte erfinde noch ein paar andere Creepypasta Figuren.
aks13 ( 9.167 )
Abgeschickt vor 673 Tagen
ich finde die geschichte echt gut *Applaus*
creepypasta.fan ( 44.98 )
Abgeschickt vor 782 Tagen
echt tolle creepypastafigur/-geschichte!
solltest noch mehr figuren erfinden... gefallen mir sehr :)
AbendEngel9736 ( 3.117 )
Abgeschickt vor 814 Tagen
Geile geschichte! *0*