Lovestory mit Cedric Diggory <3

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5 Kapitel - 11.182 Wörter - Erstellt von: Granger99 - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 5.878 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Zu diesem Quiz muss ich einiges sagen. Wer das Quiz 'Du und Cedric Diggory' von Frizzie99 gelesen hat, wird merken, dass es fast das selbe ist. Ich bin auch die selbe Schreiberin haha. Jedenfalls hab ich eine Email bekommen, dass das Quiz 'Du und Cedric Diggory' nicht aufgenommen wurde und dann hab ich den Text kopiert und unter neuem Namen und ein paar Verbesserungen erneut erstellt. Ich habe auch sofort die Bestätigung bekommen. Als ich heute nach weiteren Geschichten geschaut habe, ist mir aufgefallen, dass mein altes Quiz doch aufgenommen wurde, also ist es jetzt doppelt. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend. Habt einfach Spaß beim lesen und lasst mir ein Kommentar da: D:)

    1
    Es ist früh morgens, als mein Vater in mein Zimmer kam, um mich zu wecken. "Schatz, wach auf! Heute beginnt dein erstes Jahr in Hogwarts, schon vergessen?" Mit müder und kühler Stimme sagte ich: "Natürlich nicht Dad". Ich hörte wie die Tür ins Schloss fiel und wieder Ruhe herrschte. Ich öffnete meine Augen und stand langsam auf. Ich schleppte mich ins Bad und machte mich fertig. Beim Schminken ließ ich mir immer besonders viel Zeit. Es sollte dunkel und gefährlich aussehen, damit man sofort merkt, dass ich kein fröhlicher Mensch bin und man mich besser nicht ansprechen sollte. Das versuchte ich natürlich auch mit meinen dunklen Klamotten zu signalisieren. Das war natürlich nicht immer so, denn vor zwei Jahren ist meine Mutter verschleppt worden. Das war sehr schlimm für mich, da sie nicht nur meine Mutter, sondern auch meine beste Freundin war. Das letzte, was sie zu mir sagte war "ich liebe dich", bevor sie von Todessern mitgenommen wurde. Der dunkle Lord wollte sie ebenfalls als eine Todesserin haben. In dieser Nacht musste sie sich ihm unterwerfen, sonst hätte er mich und Dad getötet. Wieso musste meine Mutter auch so eine große Hexe sein?
    Da war ich gerade mal 9 und jede Nacht träumte ich davon. Seitdem wurde ich nach außen immer kühler und verschlossener. Ich ließ niemanden an mich ran, damit ich nicht noch einmal jemanden verliere den ich liebe. Mit meinem Vater rede ich auch nur, wenn es nötig ist, wobei er immer wieder versucht, mit mir ins Gespräch zu kommen. Kurz nachdem meine Mutter verschleppt wurde, fing er wieder an zu trinken und schlug um sich. Das werde ich ihm nie ganz verzeihen können...
    Ich war fertig geschminkt und ging runter in die Küche. Dort trank ich ein Glas Wasser und aß ein Stück Brot. So frühstückte ich jeden Morgen. Weshalb ich auch ziemlich dünn bin, da ich sonst auch nicht viel esse. Wir stiegen ins Auto und fuhren zum Bahnhof. Dad brachte mich noch zum Gleis 9 3/4 und verschwand dann. Ich wollte meinen Koffer in den Zug heben, doch er war zu schwer. Schmollend sah ich mich um, als plötzlich eine Stimme mich zusammen zucken ließ. Ich drehte mich um, und schaute in graue Augen. Sie strahlten irgendwie Wärme und Gelassenheit aus, doch ich beachtete sie nicht weiter. "Soll ich dir helfen?", fragte er. Ich musterte ihn noch einmal und gab kühl "Wenn es dich glücklich macht" zurück. Er lächelte und hob meinen Koffer in den Zug. Ich folgte ihm und nahm ihm den Koffer ab, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Ich drehte mich von ihm weg und ging den Gang hinunter. "Hab ich doch gerne gemacht", rief er mir hinterher, doch ich ging einfach weiter und suchte ein leeres Abteil. Ich hatte Glück und hatte noch eins gefunden. Ich verstaute meinen Koffer und schaute aus dem Fenster. Meine Augen wurden müde und waren kurz davor zu zufallen, als die Abteiltür aufging. Es war wieder der Junge, der mir auch mit dem Koffer geholfen hat. "Darf ich mich zu dir setzen? Die anderen Abteile sind voll.", fragt er etwas flehend. Ich zuckte nur mit den Schultern und blickte wieder zum Fenster.
    *Seine Sicht*
    Ich deutete das mal als ein ja und setzte mich ihr gegenüber. Ihre dunklen Augen schauten müde aus dem Fenster und einige ihrer blonden Haarsträhnen fielen ihr immer wieder ins Gesicht. Ich musste lächeln und schaute ebenfalls aus dem Fenster. Doch immer wieder guckte ich zu ihr, doch sie schien wie versteinert und rührte sich nicht. Irgendwie mochte ich sie. Sie ist so geheimnisvoll und scheint anders zu sein, als andere Mädchen. "Ist dein erstes Jahr?", fragte ich ruhig. Sie schaute mich an und nickte nur kurz, bevor sie wieder zum Fenster sah. "Für mich ist es schon das dritte, weißt du? Ich möchte dieses Jahr unbedingt Quidditch-Kapitän werden! Weißt du was über Quidditch?", versuchte ich unser Gespräch zu halten.

    *Deine Sicht*
    Ich schaute ihn wieder an und sagte genervt: "Hör' zu, ich habe keine Lust mich mit dir zu unterhalten, also bitte sei still, oder wechsle das Abteil". Er sah ein wenig enttäuscht aus. Ich dachte, er würde jetzt aufstehen und gehen, aber das tat er nicht. Er blieb einfach sitzen und schaute aus dem Fenster. Ich tat es ihm gleich und irgendwann schlief er ein. Ich sah ihn an und musste leider feststellen, dass er wirklich gut aussah. Habe ich ihn eben vielleicht zu schlecht behandelt? Nein, nein, nein. Du lässt ihn nicht an dich ran! Die Gefahr, verletzt zu werden, ist zu hoch. Außerdem hat er bestimmt hunderte von Freundinnen. Nach einer Zeit bin auch ich eingeschlafen. "Wach auf, wir sind da", flüsterte er. Als ich meine Augen öffnete, stand er direkt vor mir und lachte kurz auf. Er hielt mir die Tür auf und ich ging erhobenen Hauptes hinaus. Draußen sog ich erst mal die frische Luft auf und wurde wieder richtig wach. "Ich bin übrigens Cedric!". Ich hatte gar nicht gemerkt, dass er wieder neben mir stand. "Und du?", fragte er. "Emily". "Schöner Name". Ich lächelte ihn an und ging dann zu dem großen Mann, namens Hagrid. Ich musste mir leider ein Boot mit zwei furchtbaren Weibern teilen. Andauernd schwärmten sie von Hogwarts und von dem Schloss und so. Ich mein klar ist das ein tolles Schloss, aber das kann man auch für sich behalten. Ich rollte mit den Augen, was die beiden aber nicht registrierten. Als wir endlich da waren, war ich die erste, die aus dem Boot ausstieg. Endlich. Eine Frau, die sich als Prof. McGonagall vorstellte, brachte uns in die große Halle. Viele Schüler schauten uns an, was mir sehr unangenehm war. Nach einander wurden wir aufgerufen..."Emily Stone" Ich kämpfte mich durch die Schüler und setzte mich auf den kleinen Schemel. Ein alter Hut verdeckte meine Augen und eine tiefe Stimme drang an mein Ohr. "Oh, eine Stone. Deine Mutter war eine große Zauberin, oh ja! Auch in dir sehe ich viel Mut. Dumm bist du auch nicht, ganz und gar nicht. Hinter deiner Fassade verbirgt sich ein offenes lustiges Mädchen, da bin ich mir sicher. Deshalb schicke ich dich nach....GRYFFINDOR!" Der Hut wurde mir wieder abgenommen und ich schaute durch die Tische. Einer begann zu jubeln. Anscheinend der Gryffindortisch. Ich ließ mich auf der Bank fallen und sah hinüber zu den anderen Tischen. Auf einmal blieb mein Blick an einem braun-haarigen Jungen hängen. Cedric. Er lächelte mich an und sofort schaute ich weg. "Hallo, ich bin Hermine Granger und du?", fragte mich das Mädchen neben mir. "Emily Stone", sagte ich kühl. Ohne zu zögern redete sie auf mich ein. Dass die Decke nicht echt ist und dass sie im Zug Harry Potter kennengelernt hat. Doch ich interessierte mich nicht sehr dafür und verzog mich schnell in den Schlafsaal. Leider Gottes krallte sich Hermine gleich das Bett neben meinem und redete und redete und redete. "Sag mal, wieso bist du eigentlich so still?", fragte sie plötzlich. Ich sah zu ihr und meinte: "Geht dich nichts an". Damit drehte sie sich weg und ich hatte endlich meine Ruhe. Ich schaute aus dem Fenster und wünschte meine Mutter wäre jetzt hier. Nach einigen Tagen musste ich mich wohl oder übel mit Hermine anfreunden. Erst wollte ich es nicht und ignorierte sie, doch sie war irgendwie so herzlich und gab einfach nicht auf. Also öffnete ich mich ihr gegenüber ein wenig und stelle fest, dass sie wirklich ganz in Ordnung war. Sie stellte mich direkt Harry und Ron vor. Doch ich beachtete sie eher weniger. Wenn das so weiter gehen würde, wäre meine Fassade bald hinüber. Das ganze Jahr über habe ich nur mit Hermine geredet. Niemand anderem, außer den Lehrern natürlich. Aber nicht einmal mit Cedric. Doch wenn ich ihn sah, konnte ich nicht anders und lächelte ihn an. Als dann Sommerferien waren, blieb ich in Hogwarts, da ich keine Lust hatte, bei meinem Vater zu bleiben. Ich verabschiedete mich von Hermine und war auf dem Weg zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum, als Cedric mir über den Weg lief. "Hi, bleibst du auch die Ferien über hier?", fragte er gut gelaunt. "Scheint so", gab ich kühl zurück. "Wieso bleibst du hier?" "weil ich meinen Vater nicht sehen will", sagte ich ohne dabei die Miene zu verziehen. "Und du?" Seine Augen leuchteten, warum auch immer.
    *Seine Sicht*
    Sie hat mich was gefragt, das ist Premiere. Sonst muss ich immer die Fragen stellen! "Geht mir genau so. Ich will meinen Vater auch nicht sehen." Ihre Augen wurden etwas größer und sie fragte, wieso ich ihn nicht sehen will. "Na-ja ..er will immer mit mir angeben und schüttet mich mit Komplimenten und so zu. Darauf hab ich echt keine Lust mehr und bleibe deshalb hier"
    Es stimmte. Ich war seine Trophäe, die er jedem zeigen musste, wirklich nervig. Sie nickte und wollte weitergehen, als ich sie am Arm festhielt. Ich war selbst überrascht, über meine Reaktion und ließ sie sofort wieder los. Sie warf mir einen fragenden Blick zu und ich rang um Worte. "Möchtest du...also sehen wir uns irgendwann mal?", stammelte ich und merkte wie ich rot wurde. Echt peinlich. Das ist mir noch nie passiert...
    *Deine Sicht*
    Überrascht schaute ich ihn an. Seine Wangen färbten sich rosa, was mir ein kleines Lachen zauberte. Doch danach wurden meine Gesichtszüge wieder hart. "Mal sehen". Damit drehte ich mich endgültig um und verschwand um die Ecke. Ich fiel auf mein Bett, im leeren Gemeinschaftsraum und dachte darüber nach, etwas netter zu Cedric zu sein. Und vielleicht sogar eine Freundschaft entstehen lassen. Vieles sprach dafür..aber was wenn er sich irgendwann abwenden würde oder so? Was wäre dann mit mir? Lange dachte ich darüber nach und habe mich entschlossen, es mit ihm zu versuchen.

    2
    Gleich am nächsten Tag traf ich ihn in der großen Halle beim Frühstück. Es war erschreckend leer, weshalb ich mich an seinen Tisch setzte. Er war ganz alleine. "Morgen", sagte ich kühl. Ganz konnte ich meine Maske noch nicht ablegen. "Hi Emily", gab er zurück mit seine bekannten fröhlichen Stimme. Wir unterhielten uns ein wenig und bei seinem einen oder anderen Scherz konnte ich ein Lachen nicht zurückhalten. Ich war fertig mit Essen und wollte gehen als er sagte: "Hast du Lust, mit mir morgen nach Hogsmeade zu gehen?" Ich dachte kurz nach und nickte dann. Wir verabredeten uns für 14:00 Uhr am Eingang. Ich ging zurück in meinen Schlafsaal und schaute auf das leere Bett neben mir. Überrascht über mich selbst, wünschte ich mir, dass nun Hermine da wäre und mir langweilige Geschichten über das Schloss erzählen würde. Ich vermisse sie...Also beschloss ich, ihr einen Brief zu schreiben. Sie bat mich vor den Ferien noch darum und eigentlich hatte ich nicht vor ihr zu schreiben, aber naja...Ich schrieb ihr, dass es total leer ist und ich sie vermisse. Außerdem berichtete ich ihr von meiner Verabredung mit Cedric und fragte sie, ob es richtig ist, mich ihm zu öffnen. Ich verließ den Schlafsaal und war auf dem Weg zur Eulerei, als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich dachte es wäre Cedric und drehe mich lächelnd um. Doch vor mir stand ein großer, gut gebauter Junge. "Na Stone, wo geht's denn hin?", fragte mich Blaise Zabini. Ich konnte ihn nicht leiden, da er mich immer anbaggert. Ich ignorierte ihn eigentlich immer und unterhielt mich mit Hermine, doch jetzt war ich allein. "Geht dich nichts an", sagte ich genervt und wollte weiter gehen. Doch er hielt mich fest. Ich schüttelte ihn ab, ohne mich umzudrehen und verschwand um die nächste Ecke. Dort blieb ich stehen, da ich wusste, dass er mir folgen würde. Er ging an mir vorbei und suchte nach mir. In der Zeit holte ich schon meinen Zauberstab raus und richtete ihn auf ihn. "Hier bin ich", sagte ich verschmitzt. Er drehte sich zu mir um und musste lachen. "Was hast du vor hn?" Dieses Jahr lernten wir "Wingardium Leviosa", was ich wirklich gut beherrschte. Ich schwang meinen Zauberstab und sprach den Zauber aus. Blaise hob langsam vom Boden ab und sah sehr verängstigt aus. "Stone, lass mich runter", befahl er, doch ich dachte nicht mal daran. Er schwebte immer höher, bis ich ihn auf einem Fensterbrett, eines sehr weit oben platzierten Fensters absetzte. Er krallte sich an den Fenstergriff und flehte, ihn wieder runterzulassen. Doch ich lachte nur und ging dann weiter, ohne ihn noch einmal Beachtung zu schenken. In der Eulerei angekommen übergab ich dem Brief meiner Eule Snow. Ich hatte sie mir in der Winkelgasse gekauft. Sie fiel mir sofort auf, weil sie ganz weiß war und so schöne dunkle Augen hatte. Sie flog davon und ich blickte ihr nach. Für den Rest des Tages wanderte ich durchs Schloss und beobachtete die anderen, die noch hier blieben. Ich verzog mich in eine Ecke und schaute zu, wie einige Slytherins einen kleines Ravenclaw-Mädchen terrorisierten. Doch die war mir egal. Soll sie sich doch selbst wehren. Kann ich schließlich auch. Als es dunkel wurde, verzog ich mich dann wieder in den Schlafsaal. Ich dachte noch etwas über Cedric nach, bis ich dann auch einschlief.
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, blendeten mich schon die Sonnenstrahlen. Es war schon 12 Uhr. Ich schreckte hoch und realisierte, dass ich ja um 2 schon mit Cedric verabredet war. Ich duschte mich, zog mich an, putzte mir die Zähne, schminkte mich und machte mein Bett. Als ich dann auf die Uhr schaute, war es schon halb 2. Mit leerem Magen begab ich mich noch schnell in die Eulerei, um nachzusehen, ob Hermine mir schon geantwortet hatte, aber nichts. Von dort aus ging ich dann zum Eingang, wo Cedric schon auf mich wartete. Als er mich sah, strahlten seine Augen wieder.
    *Seine Sicht*
    Da war sie endlich. Was heißt endlich, es war kurz vor zwei, doch ich stand schon seid 10 vor hier. Fröhlich kam ich auf sie zu und umarmte sie kurz. Das schien sie zu überraschen, denn sie schaute mich mit ihren schönen Augen verblüfft an. Damit keine unangenehme Stille aufkam, fragte ich: "Wollen wir dann?" Sie nickte und zusammen gingen wir nach Hogsmeade. Zuerst gingen wir in den Honigtopf. Ich beobachtete sie, wie sie ganz fasziniert an der großen bunten Auswahl vorbeiging. "Das ist unglaublich", meinte sie und zum ersten Mal glitzerten ihre Augen. Sie schien wirklich glücklich zu sein.
    *Deine Sicht*
    Es ist wirklich unglaublich, was es hier alles gibt. Das habe ich noch nie gesehen. Seit meine Mutter verschleppt wurde, habe ich keine Süßigkeiten mehr gegessen. Lag aber auch daran, dass der Verkäufer bei uns wirklich sehr unfreundlich war. Aber hier ist es so anders. Es gibt so viele Sachen in allen Farben und Formen und Geruchs-und Geschmacksrichtungen. Ich schaute zu Cedric, der mich nur lächelnd beobachtete. Wir kauften ganz viel, weil ich eigentlich alles probieren wollte. Nach einer Ewigkeit zog er mich aus dem Laden und ging mit mir in die drei Besen. Wir unterhielten uns gut, während er ein Butterbier trank. Ich wollte nichts, weil ich mit meinen 12 Jahren noch nicht unbedingt ein Butterbier trinken wollte. Ich probierte ein paar meiner gekauften Sachen und teilte sie sogar mit Cedric, der sich wirklich sehr darüber freute.
    "Sag mal, warum bist du nicht zu deinem Vater gefahren?", fragte er plötzlich. Sofort verdunkelte sich meine Miene und ich fühlte mich schlecht, dass ich für einen Moment meine Mutter vergessen hatte. Mir kamen die Tränen, doch ich blinzelte sie weg. Jetzt bloß nicht schwach werden. "Tut mir leid, ich wollte deine gute Laune nicht kaputt machen", fuhr er fort und ich blickte wieder zu ihm auf. Seine sonst immer fröhlichen Augen sahen mich nun mitleidig an. Ich war nun entschlossen, ihm alles zu erzählen. Er hörte mir genau zu, ohne mich zu unterbrechen, oder zu verschwinden. Als ich fertig war nickte er betrübt. Danach stand er auf und hielt mir seine Hand hin. "Das ist zwar traurig, aber wir wollten uns einen schönen Tag machen, also komm mit!" Erst schmunzelte ich, doch dann nahm ich seine Hand und er zog mich hoch. Ich stand ihm direkt gegenüber und sah in seine grauen Augen. Als mir auffiel, was ich hier tat, ließ ich sofort seine Hand los und ging nach draußen. Durch die frische Luft bekam ich wieder einen klaren Kopf und er führte mich in Zonkos Scherzartikelladen. Es war wirklich lustig und ich vergaß meine schlechte Laune schon nach wenigen Minuten. Zusammen probierten wir ein paar Sachen aus und lachten viel. So viel hatte ich schon ewig nicht mehr gelacht. Es war irgendwie ein komisches Gefühl. Wir machten uns auf den Rückweg und als wir am Schloss ankamen, kam Prof. Snape direkt auf uns zu. Oh nein, ich konnte ihn nicht leiden und wurde sofort wieder kühl. "Miss Stone, dürfte ich erfahren, wo sie gerade waren?", fragte er. "In Hogsmeade, wieso?", gab ich zurück. "Meines Wissens sind sie weder in der 3. Klasse, noch haben sie eine Einverständniserklärung ihrer Eltern, oder irre ich mich?", fragte er ohne die Augen von mir zu lassen und ohne sein Gesicht irgendwie zu verziehen. Erst jetzt wurde mir klar, dass ich gar nicht hätte dorthin gehen dürfen. Bevor ich antworten konnte, redete Cedric schon auf ihn ein. "Prof. das war meine Schuld. Ich wollte mit ihr nach Hogsmeade, doch sie lehnte erst ab, weil sie sich dessen im Klaren war, doch ich hab nicht nachgegeben und zog sie förmlich dort hin. Sie trifft keine Schuld!" Ich schaute zu Cedric und dann wieder zu Snape. "Wenn das so ist Mr. Diggory ziehe ich ihnen schon im Voraus 10 Punkte ab, für Hufflepuff. Herzlichen Glückwunsch, ihr Haus hat Minuspunkte." Mit diesen Worten verschwand er wieder und ich blickte ihn böse hinterher. So ein Idiot. Neben mir vernahm ich ein Lachen. "Wieso lachst du?", fragte ich Cedric verblüfft. "Ich weiß nicht, ich finde es irgendwie witzig! Herzlichen Glückwunsch, ihr Haus hat Minuspunkte", meine er und äffte Snape nach. Dann musste auch ich lachen und bedankte mich für seine Hilfe und, dass er die Schuld auf sich nahm. Ich verabschiedete mich mit einer Umarmung und ging zur Eulerei. Und tatsächlich hatte mir Hermine geschrieben.
    Liebe Emily,
    ich war wirklich froh, dass du mir geschrieben hast. Hätte ich anfangs nicht gedacht. Das der Schlafsaal leer ist, müsste dir doch eigentlich gefallen, nicht wahr haha? Du liebst doch die Ruhe! Ich vermisse dich aber auch. Sehr sogar. Es gibt niemanden mit dem ich reden kann und die Jungs schreiben mir auch nicht..Ich finde, du solltest Cedric, das mit deiner Mom erzählen. Er ist wirklich ein netter Junge, ihm kannst du sicher vertrauen. Und bald bin ich ja auch wieder da
    in Liebe,
    Hermine

    Ein warmes Gefühl breitete sich in mir aus und ich drückte den Brief an mich. Ich hab alles richtig gemacht. Wenn sogar Hermine denkt, dass ich Cedric vertrauen kann, dann muss es ja stimmen. Mit diesem guten Gefühl ging ich ins Bett und schlief ein.

    3
    Über die Ferien machte ich viel mit Cedric und wir wurden immer bessere Freunde. Als die Ferien vorüber waren, kam auch endlich Hermine wieder und ich fiel ihr glücklich in die Arme. Wir hatten viel zu erzählen und verzogen uns deshalb in die Bibliothek. Es war wirklich schön, sie wiederzuhaben. Das Jahr verlief eher unruhig. Immer mehr Leute wurden versteinert und es ging das Gerücht um, dass Hogwarts geschlossen werden sollte. Als ich Hermine versteinert im Krankenflügel sah, war ich völlig fertig. Ich saß tagelang an ihrem Bett und weinte leise. Wenn jemand kam, wischte ich schnell die Tränen weg und blickte die Person böse an. Meistens waren es Harry und Ron. Wir redeten gar nicht miteinander. Wir schauten nur auf Hermine, während ich noch ihre kalte Hand hielt. Wenn Madame Pomfrey mich abends rauswarf, traf ich mich mit Cedric in der Bibliothek. Deshalb erhielt ich oft wütende Blicke von anderen Mädchen, die ich nur zu gern erwiderte. Als das Jahr zu Ende war und Hermine wieder ganz die Alte war, fuhr ich zu meinem Vater. Es waren trostlose Ferien und ich saß eigentlich nur auf meinem Zimmer und schreib gelegentlich mit Hermine. Das dritte Jahr brach an und alles drehte sich um Sirius Black. Mich beeindruckte das nicht so und ich konzentrierte mich ausnahmsweise mal auf den Unterricht. Verteidigung gegen die dunklen Künste und Verwandlung fiel mir sehr leicht, im Gegensatz zu Wahrsagen oder alte Runen. Ich glaube, das Zaubern hatte ich von meiner Mutter. Ich war wirklich gut, genau wie sie damals...Das Jahr ging schnell rum und war sehr erleichtert, dass Hermine nichts passiert ist. Diese Ferien wollte ich eigentlich wieder in Hogwarts bleiben, doch einige Tage zuvor hatte mich Cedric gefragt, ob ich mit ihm und seinem Vater zur Quidditch-Weltmeisterschaft gehe. Ich habe natürlich sofort zugestimmt und verbrachte die Ferien bei Cedric. Sein Vater war wirklich herzlich und ich wünschte, ich könnte hier immer meine Ferien verbringen.
    "Emily, du musst aufstehen, wir müssen zum Portschlüssel!", weckte mich Amos zu einer unmenschlichen Uhrzeit. Müde ging ich ins Bad und machte ich wie gewohnt fertig. Allerdings schminkte ich mich heute mal nicht so krass und kleidete mich auch etwas freundlicher. Keine Ahnung wieso, mir war irgendwie danach. Als ich hinunter ging saßen Cedric und Amos schon am Frühstückstisch. Ich aß wie gewohnt mein Brot und trank einen Schluck Wasser. Danach machten wir uns auf den Weg. Wir sind gefühlte 10 Stunden gelaufen, als wir zu meiner Überraschung auf die Weasleys trafen. Harry und Hermine waren auch dabei, was mich natürlich sehr freute. Hermine und ich grenzten uns etwas ab und unterhielten uns über die Ferien. Als ich ihr erzähle, dass ich die Ferien bei Cedric verbracht habe, weiteten sich ihre Augen. "Du warst die ganze Zeit über bei Cedric!" "Ja, hab ich dir das vor den Ferien nicht erzählt?", meinte ich verwirrt. "Nein, hast du nicht Emily! Wie konntest du mir so was nur nicht erzählen?" Ich zuckte nur mit den Schultern und lachte. "Ich glaube, er steht auf dich.", sagte sie wie aus dem nichts. Ich schaute sie an und musste kurz darüber nachdenken. Ich schaute nach vorne, zu Cedric, der sich mit Harry und seinem Vater unterhielt. "Nein, das -neeein, das glaub ich nicht!", sagte ich dann endlich. Hermine zog eine Augenbraue hoch und begann wieder zu sprechen. "Ist dir beim Mittagessen eigentlich mal aufgefallen, dass er immer zu dir rüber guckt? Oder dass er dich vor Snape letztens gerettet hat? Oder, dass er mit dir seine Ferien verbringt? Oder..." "Schon gut schon gut", unterbrach ich sie. "Vielleicht hast du ja Recht..." Sie nickte zufrieden, bis ihr die nächste Frage auf der Zunge brannte. "Und du? Liebst du ihn?" Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Und wenn, dann habe ich es sofort wieder verdrängt, weil es mich angreifbar macht. Doch in dem Moment wurde es mir klar. Ich schaute zu Cedric und sah, wie er herzlich lachte. Ich liebte sein Lachen, seine Augen, seine Art..Ich wollte es mir selbst nicht eingestehen, aber ich habe mich wirklich in Cedric Diggory verliebt. "Also ja.", riss mich Hermine aus meinen Gedanken. Perplex schaute ich in ihr grinsendes Gesicht. Ich nickte bloß und wurde rot. "Oh Emily, das ist großartig!" Ich lächelte verlegen und schaute wieder zu Cedric. Plötzlich ging die Zeit schnell rum und wir nahmen alle um den Portschlüssel -einen Stiefel- Platz. Wir wurden durch die Gegend geschleudert und nachdem wir losgelassen haben, kamen wir hart auf dem Boden an. Zum Glück war es Rasen. Ich setzte mich auf und rieb mir den Kopf, als mir plötzlich jemand seine Hand entgegen hielt. Ich blickte hoch und sah Cedric, wie er mich belustigt anlächelte. Ich griff nach seiner Hand und als wäre ich leicht wie eine Feder zog er mich hoch. Wie damals im drei Besen, standen wir uns gegenüber. Ich verlor mich in seinen Augen..."Kommt Kinder", rief Amos und Cedric ließ meine Hand wieder los und folgte seinem Vater. Ich blieb noch kurz stehen und ging dann mit Hermine und Ginny den Hügel hoch. Der Anblick, als wir oben waren, war unglaublich. Überall standen bunte Zelte, Zauberer flogen auf ihren Besen umher und versprühten gute Laune. Wir liefen durch das Getümmel und irgendwann trennten sich Hermines und mein Weg. Ich folgte den Diggorys und sie den Weasleys. Wir kamen an einem kleinen Zelt an und ich fragte mich, wie wir dort alle schlafen sollen. Doch als ich hinein ging, war genug Platz für 20 Leute. Ich schaute mich um und war wirklich überrascht, wie schön und gemütlich es hier war. Cedric nahm meine Hand und zog mich in einen kleinen Raum. "Hier, das ist dein Zimmer. Meins ist direkt nebenan", erklärte er und verschwand wieder. Ich schaute mich um und warf meine Tasche auf mein Bett. Die Zeit verging und wir machten uns auf den Weg zum Stadion. Ich war für die Iren und freute mich riesig, als sie gewonnen haben. Fröhlich tanzte ich durch unser Zelt und Cedric lachte und beobachtete mich. Ich griff nach seiner Hand und zusammen tanzten wir durchs Zelt. "Cedric, Emily, wir müssen hier weg, sofort!", rief Amos plötzlich sehr ernst und verließ sofort wieder das Zelt. Wir folgten ihm und draußen brach ein furchtbarer Tumult aus. Zelte brannten und Menschen liefen schreiend umher. Immer wieder schnappte ich die Worte "Todesser" auf und Tränen stiegen mir in die Augen. Gestalten mit schwarzen Umhängen und Masken kamen auf uns zu. Ich war unfähig mich zu bewegen, also nahm Cedric meine Hand und zog mich hinter sich her. Plötzlich rammte mich jemand und ich fiel zur Seite. Cedric hatte mich verloren. Er wurde einfach weiter gedrängt. Ein Todesser kam direkt auf mich zu. Ich konnte nicht aufstehen, mein Fuß tat sehr weh. Ich rutschte auf dem Boden herum, immer weiter nach hinten, bis ich an einer Zeltwand nicht weiterkonnte. Der Todesser kam immer näher und ich hatte schreckliche Angst. Plötzlich blieb er stehen und nahm seine Maske ab. Lange blonde Haare und dunkle Augen kamen zum Vorschein. "Mom", schluchzte ich. Sie lächelte und wollte was sagen, doch jemand rief laut "Avada Kedavra". Ich wusste nicht wer es war, denn es waren hier so viele Menschen. Meine Mutter erstarrte und fiel nach hinten. Ich stand trotz Schmerzen auf und ging auf sie zu. Ich blickte in leere Augen. "Nein" schrie ich immer wieder und nahm sie in den Arm. Ich flehte und flehte, dass sie wieder lebendig wurde, doch ihr Körper wurde immer kälter und ich wusste, dass ich sie verloren hatte. Ich sank in mich zusammen und weinte. Ich hielt ihre kalte Hand und realisierte nichts anderes mehr außer mich und meine Mutter. Plötzlich zogen mich zwei starke Arme hoch und hielten mich fest. Ich fing an zu schreien und wollte nicht, dass jemand meine Mutter wegtrug. Ich wollte mich auf die Personen stürzen, doch ich wurde immer noch festgehalten. Ich schrie mir die Seele aus dem Hals, bis meine Stimme schließlich verstummte. Jemand trug mich fort. Irgendwann verlor ich das Bewusstsein und wachte in einem weichen Bett wieder auf. Es war das Gästezimmer der Diggorys. Ich war also wieder bei Cedric. Völlig leer verließ ich das Zimmer und ging ins Bad. Ich sah furchtbar aus. Meine Haare waren zerzaust, meine Augen waren noch ganz rot vom Weinen und mein Fuß war angeschwollen. Ich wusch mir durch mein Gesicht und humpelte die Treppe runter. Cedric saß alleine in der Küche und starre auf den Tisch. Als er mich bemerkte sprang er auf und nahm mich in den Arm, ohne was zu sagen. Ich musste wieder weinen. Als ich aufhörte, setzte ich mich an den Tisch und Cedric machte mir einen Tee. Essen konnte ich nichts. Ich realisierte, dass ich meine Mutter für immer verloren hatte. Ich nahm die Tasse in meine kalten Hände und wärmte mich erstmal daran. "Wo ist dein Dad?", fragte ich mit belegter Stimme. "Im Ministerium. Da ist gerade die Hölle los...", sagte er bedrückt. "Wie geht es dir?", fragte er besorgt. Ich zuckte nur mit den Schultern und schaute auf meinen Fuß. Cedric folgte meinem Blick und holte eine Salbe aus dem Küchenschrank. "Hier, das hilft", sagte er und gab mir die Creme. Ich trug sie auf und nach kurzer Zeit ging die Schwellung zurück und der Schmerz ließ nach. Ich lächelte kurz, bevor ich wieder an meine Mutter denken musste. Ich ging wieder schlafen und wachte erst nach Stunden wieder traumlos auf. Cedric meinte, ich solle zu meinem Vater, aber ich wollte nicht. Ich hatte furchtbare Angst, zu ihm zu fahren. Ich hatte Angst, er würde wieder anfangen zu trinken und mich zu schlagen, so wie vor zwei Jahren. Ich lehnte also seinen Vorschlag ab und kuschelte mich in meine Decke. Er wollte gerade gehen, als ich ihn bat, sich zu mir zu legen. Er lächelte verlegen und kam auf mich zu. Ich machte ein wenig Platz in meinem Bett und er legte sich neben mich. Er legte einen Arm um mich und ich schmiegte mich an ihn. Es war ein warmes gutes Gefühl und ich war so froh, ihn zu haben. Ich schlief wieder ein und träumte von ihm. Es war ein schöner Traum, doch auch der musste zu Ende gehen und verschlafen öffnete ich meine Augen. Es war dunkel draußen. Fast den ganzen Tag hatte ich geschlafen. Ich lag immer noch in Cedrics Armen. Auch er schlief. Er sah so süß aus und so friedlich. Ich schaute ihn an und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Ich hauchte noch ein Danke bevor ich meine Augen wieder zumachte und versuchte zu schlafen.
    *Seine Sicht*
    Hatte sie mir gerade wirklich einen Kuss auf die Wange gegeben? Am liebsten hätte ich jetzt meine Augen aufgemacht und sie richtig geküsst. Sie dachte sicher, ich würde schlafen. Hätte ich auch fast. Doch jetzt bin ich wieder hellwach. Ich drückte sie näher an mich heran und strich ihr über die Haare. Trotz der letzten Vorkommnisse bin ich irgendwie glücklich. Ich hatte mich wirklich in Emily Stone verliebt.
    *Deine Sicht*
    "Cedric? Cedric, wo bist du denn? Emily, weißt du, wo-?" Amos kam ins Gästezimmer gestürmt und hatte offensichtlich gefunden, was er suchte. "Ach hier ist er", sagte er und grinste. Ich musste kurz realisieren und stellte fest, dass ich immer noch fest in seinen Armen lag. Doch er schlief noch fest. Ich schaute von Cedric zu Amos, der mich immer noch angrinste. Jetzt wurde auch er wach und nahm verlegen den Arm weg. Ich setzt mich auf und er tat es mir gleich. Cedric stand auf und ging mit seinem Vater aus dem Zimmer. Ich musste grinsen. Ich schlenderte ins Bad und duschte. Mein Fuß tat gar nicht mehr weh und geweint hatte ich seit gestern auch nicht mehr. Ich betrachtete mich im Spiegel und musste zugeben, dass ich wie meine Mutter aussah. Tränen sammelten sich in meinen Augen, aber ich blinzelte sie weg und sagte mir, dass sie nicht wollen würde, dass ich um sie trauere. Ich ging runter und setzte mich zu den beiden, an den Tisch. Amos musste wieder grinsen. Ich beachtete ihn nicht, sondern machte mir einen Tee. "Eure Listen für euer nächstes Jahr sind gekommen! Wie auch immer die Eule wusste, dass du hier bist Emily", meinte er dann, um die Stille zu brechen. Ich nahm meine entgegen und überflog sie kurz. Zu dritt gelangten wir dank Flohpulver in die Winkelgasse. Dort kaufte ich mir die nötigen Bücher und andere nötigen Utensilien. Als wir fertig waren, machten wir uns wieder auf den Rückweg und schon eine Woche später ging es mit dem Zug zurück nach Hogwarts. Ich saß mit Cedric in einem Abteil und wir schauten aus dem Fenster und sagten nichts. Ähnlich, wie damals, als wir uns kennengelernt haben. "Ich geh kurz Hermine besuchen ok?", fragte ich sachte und er nickte. Ich stand auf und suchte die einzelnen Abteile ab. Als ich sie dann endlich gefunden hatte, riss ich die Abteiltür auf und fiel ihr in die Arme. "Oh Gott Emily, ich habe dich so vermisst! Das mit deiner Mutter tut mir so leid, wie geht es dir?", brach es aus ihr heraus. Ich lächelte sie an und meinte, mir geht es gut. Wir unterhielten uns kurz, bis ich mich wieder zu Cedric begab. Als ich ins Abteil kam, saß plötzlich eine kleine Asiatin neben ihm. Ich war etwas erschrocken, setzte mich aber dann wieder ihm gegenüber. Cedric war schon ganz an die Wand gedrückt, weil das Weib ihm so nahe war. "Und wer bist du?", fragte sie hochnäsig. Ich musterte sie von oben bis unten und warf ihr einen abwertenden Blick zu. Ehe ich antworten konnte, meinte Cedric: "Sie ist meine Freundin". Ich zuckte bei seinen Worten zusammen und auch das andere Mädchen rutschte von ihm weg. "Oh" stammelte sie, bevor sich hektisch das Abteil verließ. Ich begann lauthals zu lachen und auch Cedric stieg mit ein. Auf seine Aussage gingen wir nicht weiter ein. Ich traute mich einfach nicht, nachzuhaken.
    Wie üblich hielt Dumbledore seine Rede, vor dem großen Festmahl. Doch dieses Jahr erzählte er von dem Trimagischen Turnier. Ich schaute sofort zu Cedric rüber, der sich angeregt mit seinen Freunden unterhielt. Ich wusste, dass er seinen Namen in den Feuerkelch werfen wollte, doch ich hielt das nicht für eine gute Idee. Nach dem Essen redete ich noch auf ihn ein, aber ich konnte ihn einfach nicht umstimmen. Bei der Auswahl der Champions habe ich gebetet, dass er nicht genommen wird, doch als Dumbledore seinen Namen verlies, stockte mir der Atem. "Nein", hauchte ich, sodass nur Hermine es hörte, die mir beruhigend über den Rücken strich. Er ging selbstbewusst nach vorne und schaute mich noch einmal mit einem Lächeln an, bevor er in ein Hinterzimmer verschwand. Dass Harry Potter auch gewählt wurde, habe ich gar nicht so richtig mitbekommen. "Es wird schon alles gut gehen", meinte Hermine im Schlafsaal, als sie meinen besorgten Blick bemerkte. Ich lächelte leicht und entschied mich dann zu schlafen.
    Am nächsten Morgen fing ich Cedric vor der großen Halle ab und redete auf ihn ein. "Hey hey hey..alle ist gut! Es ist nur ein Spiel", beruhigte er mich. "Nein eben nicht. Bei diesem Turnier sterben Menschen, Cedric", hauchte ich, weil mir schon Tränen in den Augen standen. "Ich will nicht noch jemanden verlieren.." Cedric nahm mich in den Arm und flüsterte mir beruhigende Worte ins Ohr. Dabei beließ ich es und setzte mich zu Hermine. Sie lächelte mich nur bemitleidend an und aß ihr Toast. Die Zeit verging und die erste Aufgabe rückte näher. Als es dann soweit war, fiel ich Cedric noch einmal in die Arme, bevor ich aus dem Zelt der Champions verschwand und mit Hermine zur Tribüne ging. "Man ey..diese Kimmkorn hat mich und Harry fotografiert, als ich ihn umarmt habe. Jetzt landen wir als Liebespaar im Tagespropheten", meckerte sie und stöhnte. Ich musste endlich mal wieder lachen und klopfte ihr auf die Schulter. Als Cedric dann in die Arena kam, wurde ich ganz angespannt. Der Drache sah wirklich gefährlich aus. Ich hatte solche Angst um ihn. Doch zum Glück konnte er das goldene Ei ohne Schäden in Sicherheit bringen. Ein Stein fiel mir vom Herzen und aus Freude feuerte ich sogar Harry an, der als letztes seinem Drachen gegenübertrat. Als alle halbwegs unverletzt davon kamen rannten Hermine und ich runter und gingen auf "unsere Jungs" zu. Cedric wirbelte mich durch die Gegend und fiel mir dann erleichtert in die Arme. Ich drückte ihn fest an mich, als plötzlich ein Blitzlicht ausgelöst wurde. Ich drehte mich verwirrt um und schaute in Rita Kimmkorns leuchtende Augen. Dann schaute ich rüber zu Hermine, die leise zu lachen begann und sich dann wieder zu Harry drehte. "Na ihr zwei Süßen, wie ist denn dein Name, wenn ich fragen darf?", fragte sie mich mit ihrer hohen Stimme. Ohne ein Wort ging ich aus dem Zelt und machte mich auf den Weg ins Schloss. Die Tage vergingen und Prof. McGonagall verkündete, dass ein Weihnachtsball demnächst stattfinden würde. Alle Mädchen waren total aufgewühlt. Es war furchtbar. "Was soll ich nur anziehen?" "Wer wird mich wohl fragen?" "Was wenn ich keine Begleitung finde?" Solche Fragen hörte ich am laufenden Band im Schlafsaal. Als es mir zu viel wurde, verabschiedete ich mich von Hermine und verließ den Raum.

    4
    Ich wanderte durch die Gänge, bis ich mit jemanden zusammenstieß. Ich schaute verwirrt auf und schaute in graue Augen. "Hey Cedric, was ist los?". Er zog mich in den nächsten Korridor und erzählte mir, das Cho hinter ihm her sei, um ihn zu fragen, ob er mit ihr zum Weihnachtsball gehe. Ich musste lachen und heimste mir damit einen beleidigenden Blick meines besten Freundes ein. "Würdest du mit mir auf den Ball gehen?", fragte er plötzlich und schaute mich angespannt an. Seine Wangen färbten sich wieder leicht rosa. Innerlich bin ich wohl schon explodiert, aber ich gab nur ein "Gerne" zurück und lächelte, so süß ich konnte. Sein Gesicht entspannte sich und er umarmte mich flüchtig. "Dann hohle ich dich um Acht an der großen Halle ab ok?" Ich nickte und unsere Wege trennten sich. Ich rannte sofort zurück in den Schlafsaal und zog Hermine heraus. Ich zog sie ohne ein Wort zu sagen in die Bibliothek. Um die Uhrzeit war hier kaum jemand. Ich setzte mich ihr gegenüber und konnte gar nicht mehr aufhören zu grinsen. "Was ist?", lachte meine beste Freundin und schaute mich nervös an. "Cedric hat mich eben gefragt, ob ich b'mit ihm auf den Ball gehe! Und ich hab ja gesagt!", schreie ich fast und lächelte noch mehr. "Wahnsinn Emily! Ich freue mich für dich!", sagte sie und strahlte. Zufrieden schaute ich sie an, bis mir eine wichtige Frage in den Sinn kam. "Hast du schon eine Begleitung?" Verlegen schaute sie auf den Tisch und sagte dann: "Victor Krum hat mich gefragt! Ich gehe mit ihm hin!", prahlte sie. Ich schrie vor Freude auf, sodass wir kurzer Hand rausgeflogen sind. Hätte ich mich so vor 4 Jahren gesehen, hätte ich mich vermutlich umgebracht, aber jetzt scheint es mir so normal und natürlich. Am Wochenende gingen wir nach Hogsmeade, um uns Kleider zu kaufen. Hermines war wunderschön, in einem tollen Rosa-Ton. Ich werde ein schwarzes elegantes Klein tragen, was oben eng anliegt und keine Träger hat und nach unten hin, ganz leicht in mehreren Schichten fällt. Dazu trage ich schwarze High-Heels und silbernen Schmuck. Geschafft kamen wir wieder in Hogwarts an und quatschten noch im Gemeinschaftsraum.
    Nun war es endlich so weit. Heute ist der Weihnachtsball. Genauer gesagt in einer halben Stunde. Schnell lockte ich meine Haare und steckte sie hoch. Zuvor hatte ich noch Hermines Haare gemacht, die immer noch neben mir von meinem Werk schwärmte. Als ich fertig war sahen wir uns an und gingen zufrieden Richtung große Halle. Wir schauten uns noch einmal an, bevor wir strahlend die Treppe hinuntergingen. Cedric schaute mich ununterbrochen an, sodass ich spürte wie ich rot wurde. Als ich bei ihm ankam rang er um Worte. "Du..du siehst umwerfend aus" "Danke, du siehst aber auch gut aus", gab ich lächelnd zurück. Vor der Halle stellten wir uns auf. Erst Fleur und ihr Partner, dahinter Hermine und Victor, dann Cedric und ich und dann Harry und eine der Patil-Schwestern. Hermine drehte sich noch einmal zu mir um, bevor die Tür aufging und wir in den großen gefüllten Raum kamen. Alle Augen lagen auf uns. Es war mir etwas unangenehm, aber sobald ich Cedric ansah, verflog dieses Gefühl. Er legte seine Hand auf meine Hüfte und schon drehten wir uns im Kreis. Ich hatte alles vergessen. Die Musik, die vielen Menschen, die Blicke der eifersüchtigen Mädchen. Nach 4 oder 5 Liedern konnte ich allerdings nicht mehr und wir machten eine Pause. Cedric holte uns was zu trinken und ich setzte mich an einen Tisch. Ich lächelte in mich hinein, als ich plötzlich aus meinen Gedanken gerissen wurde. "Na meine Süße". Hermine setzte sich neben mich und strahlte. "Naaa", gab ich lachend zurück. Wir unterhielten uns kurz, bevor Victor kam und sie mir wieder wegnahm. Doch das war nicht so schlimm, da in dem Moment auch Cedric kam. Wir stoßen an und genießen den Abend. Als ein langsames Lied gespielt wurde, zog er mich auf die Tanzfläche. Er zog mich ganz dicht an sich ran und ich legte meine Arme um seinen Nacken und legte meinen Kopf an seine Schulter. Wie lange wir so tanzten wusste ich nicht mehr, doch einige Schüler waren schon gegangen. "Kommst du kurz mit raus?", flüsterte er und ich entfernte mich etwas von ihm, sodass ich ihm in die Augen sehen konnte. Ich nickte und wir verließen die Halle. Wir konnten die Musik nur noch leise hören, so weit weg sind wir gegangen, als er plötzlich stehen blieb. Er stand direkt vor mir und schluckte einmal, bevor er anfing zu reden. "du Emily...also..ich wollte dir sagen, dass...dass ich mich in dich verliebt habe!" Innerlich freute ich mich riesig und ich blickte in seine unsicheren Augen. "Ich habe mich auch in dich verliebt Cedric", hauchte ich. Er kam mir immer näher und nahm mein Gesicht in seine Hände. Ich schloss die Augen und spürte warme weiche Lippen auf meinen. Sie schmeckten noch nach Punch hihi. Erst küsste er mich ganz zärtlich, doch als er merkte, dass ich auf den Kuss einging, wurde er leidenschaftlicher. Es war ein unglaublich schöner Moment. Als ich mich von ihm löste, bildete sich über uns ein Mistelzweig. Ich lächelte und gab ihm noch einen Kuss. Hand in Hand gingen wir zurück in die große Halle und tanzten noch so lange eng umschlungen, bis Prof. McGonagall den Ball für beendet erklärte. Seit dem Abend waren wir zusammen. Noch am selben Abend erzählte ich Hermine alles und war einfach nur glücklich. Doch als sie mir von der Sache mit Ron erzählte, wurde ich wütend. Wie konnte der Idiot nur ihr den Abend so ruinieren. Ich nahm sie in den Arm und tröstete sie. So schliefen wir dann auch ein. Arm in Arm auf der Couch im Gemeinschaftsraum. Das stärkte unsere Freundschaft nur noch mehr. Cedric und ich verbrachten viel Zeit zusammen und versuchten nebenbei das Rätsel zu lösen. Wir waren beide so glücklich und ich hatte immer mehr Angst vor der zweiten Aufgabe. Er erzählte mir, dass er das Rätsel gelöst hatte und die Aufgabe was mit dem schwarzen See zu tun hatte.
    Wir hatten gerade Vgddk, als McGonagall in den Klassenraum kam. "Entschuldigen sie die Störung Professor, aber könnte ich mir Miss Stone kurz ausleihen?" Moody nickte und ich stand verwirrt auf. "Ach ja und Miss Granger, würden sie mich auch begleiten?" Zusammen folgten wir ihr in Dumbledores Büro. Dort trafen wir auch auf Ron und Fleurs kleine Schwester. "Schön, dass jetzt alle da sind", sagte Dumbledore und grinste uns an. Keiner von uns sagte etwas. "Sicherlich fragt ihr euch, wieso ihr hier seid! Ich mache es kurz. Für die zweite Aufgabe des Trimagischen Turniers wird jedem Champion, die wertvollste Person genommen und auf dem Boden des schwarzen Sees festgemacht. Die Champions müssen euch finden und zurück an Land bringen. Ihnen wird nichts passieren, keine Sorge. Wenn alle einverstanden sind, werde ich euch nun mit einem Zauber belegen. Sie werden einfach einschlafen und nichts merken, bis sie wieder an der Wasseroberfläche sind!" Ich dachte kurz nach und nickte. Es war ok. Auch die anderen drei nickten und Hermine und ich sahen uns noch einmal an, bevor mir die Augen zufielen....
    Ich öffnete die Augen. Überall Wasser. Ich rang nach Luft und merkte, dass mich jemand hinter sich her zog. Ich strampelte mit den Beinen, um besser voran zu kommen. Mir war schrecklich kalt und der Wind wehte unerbittlich. Als ich endlich Boden unter den Füßen hatte, wurde ich in mehrere Handtücher gewickelt. Cedric kniete sich vor mich und fragte, ob alles ok sei. Auch er war pitschnass. Ich nickte nur und küsste ihn sachte. Auch er bekam ein Handtuch und setzte sich neben mich. Er legte einen Arm um mich und zog mich an sich. Sofort wurde mir wieder wärmer. Cedric wurde erster und ließ sich ordentlich feiern. Als die Feier im Hufflepuff-Gemeinschaftsraum zu Ende war, trafen wir uns noch kurz und genossen die Zeit für uns beide, bevor jeder in seinem Schlafsaal verschwand, um in Ruhe schlafen zu gehen.
    Die dritte Aufgabe rückte näher und es breitete sich wieder Anspannung in mir aus. Kurz vor Beginn der Aufgabe standen Cedric und ich umschlungen im Zelt der Champions. Und dieses Mal kam keine Rita Kimmkorn zu uns. Ich küsste ihn noch schnell, bevor ich das Zelt verlassen musste. Ich setzte mich zu Hermine und Amos auf die Tribüne und schaute auf das Labyrinth. Cedric und Harry mussten zu erst reingehen. Danach Krum und dann Fleur. Ich hatte solche Angst um Cedric. Als rote Funken auftauchten und Fleur völlig fertig aus dem Irrgarten rauskam, wurde es nicht besser. Noch mal flogen Funken und Krum wurde rausgeholt. Hermine musste inzwischen meine Hand halten. Dafür war ich ihr wirklich dankbar. Ein drittes Mal waren rote Funken zu sehen und Cedric wurde rausgetragen. An seiner Haut klebten noch Schlingen, von irgendeiner Pflanze. Ich rannte die Tribüne hinunter und folgte den Leuten ins Zelt. Er wurde untersucht und von den Schlingen befreit, die sich um seine Handgelenke und Füße kringelten. Mir standen Tränen in den Augen. "Alles gut, es geht ihm bestens. Ist nur noch ein wenig benommen", sagte ein Mann, doch ich achtete gar nicht auf ihn. Ich setzte mich neben Cedric und hielt seine Hand. Aus der Ferne vernahm ich, dass Harry wieder da war und den Pokal hatte. Ich schaute kurz aus dem Zelt und sah überrascht zu, wie er statt sich feiern zu lassen, weinte und auf Dumbledore einredete. Naja..ich ging zurück zu Cedric, der inzwischen wieder wach geworden ist. Ich fiel ihm um den Hals und fing an zu weinen. "Alles gut mein Schatz", hauchte er und küsste mich. Er war ganz kalt und zitterte. Ich brachte ihn ins Schloss, zu Madame Pomfrey. Sie sollte ihn vorsichtshalber noch einmal untersuchen. Er durfte tatsächlich gehen und wir machten es uns im Gryffindor-Gemeinschaftsraum, am Feuer gemütlich. Ich holte eine Decke und wir setzten uns auf die Couch. Er legte einen Arm um mich und seinen Kopf auf meinem ab. "Ich liebe dich", flüsterte er. "Ich dich auch", gab ich zurück und schlief ein. Es war einfach ein sehr aufregender Tag.
    Das Turnier war vorbei und die anderen Schulen verabschiedeten sich. Die Ferien würde ich wieder bei Cedric verbringen. Es war nur etwas beunruhigend, dass Voldemort wirklich wieder da war. Laut Harry. Aber ich glaubte ihm und Cedric auch.
    Eines Abends saßen wir zu dritt, im Wohnzimmer und unterhielten uns, als plötzlich Scheiben klirrten. Wir standen auf und Bellatrix und ein weiterer Todesser kam in den Raum gestürzt. "Na, da ist ja unsere kleine Emily", sagte Bellatrix und bei ihrer Aussprache überkam mich eine Gänsehaut. "Was wollen Sie?", fragt ich ängstlich. "Oh ich muss dich mitnehmen. Der dunkle Lord will dich bei uns aufnehmen, da deine Mutter ja leider..gestorben ist." Schockiert stand ich da und konnte mich nicht bewegen. Sie kam auf mich zu und wollte mich packen, als Cedric mich zurück zog. Ich wusste, dass Bellatrix ihn töten würde, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie hob gerade ihren Zauberstab, als ich mich vor ihn stellte. "Ok ich komme mit, aber bitte lassen Sie die beiden in Ruhe". Sie lächelte verschmitzt und zog mich zu sich. "Gute Entscheidung", hauchte sie. Ich drehte mich noch einmal um, und schaute dem entsetzten Cedric in die Augen. Ich konnte noch gerade so "Ich liebe dich" sagen, bevor wir apparierten. Ich landete auf kaltem Marmor. Bellatrix zog mich hoch und schleppte mich in einen großen Raum, mit einem langen Tisch. Als ich Voldemort sah, überkam mich abermals eine Gänsehaut. "Emily Stone. Wie schön, dass sie es einrichten konnten, hierher zukommen. Wie du sicher weißt, war deine Mutter auch eine meiner Gefolgsleute. Da sie ja leider gestorben ist, möchte ich, dass DU..ihren Platz einnimmst. Wäre das ein Problem für dich?", fragte er mich. Ich hatte solche Angst. Mit zittriger Stimme sagte ich: Nein, ich-ich schließe mich euch an."
    Voldemort grinste und packte meinen Arm. Er zog den Ärmel hoch und hielt seinen Zauberstab auf meine blasse Haut. Ein Schmerz durchzog meinen Körper und im nächsten Moment prahlte das dunkle Mal auf meinem Arm. Eine Träne rollte über meine Wange und ich durfte mich setzen. Immer mehr Todesser kamen und setzten sich an den Tisch. Auch Lucius und Narzissa Malfoy. Als alle Plätze besetzt waren fing Voldemort an zu reden. "Nun ja..bevor wir anfangen, möchte ich euch unseren Neuzugang vorstellen. Emily Stone. Mirandas Tochter. Bitte geht sachte mit ihr um, wir wollen doch nicht, dass sie uns so schnell verlässt, wie ihre Mutter, nicht wahr?" Alles war ruhig. "Gut. Und noch etwas. Lucius! Wann wird sich denn dein Sohn, Draco, uns anschließen?" Bei dem Namen schreckte ich hoch. Draco? Draco Malfoy sollte auch ein Todesser werden? Oh nein..Mr. Malfoy murmelte irgendwas, aber ich blendete ihn aus. Was soll ich jetzt nur tun? Plötzlich fiel wieder mein Name. "Emily, ich möchte, dass du Potter im Auge behältst. Und darauf achtest, was er vor hat. Ist das klar?", fragte er. Ich nickte und durfte gehen. Bellatrix zog mich nach draußen und apparierte mit mir zurück zu den Diggorys. Sie grinste noch einmal und verschwand wieder. Ich sank auf dem Boden zusammen und weinte. "Emily", rief eine mir sehr bekannte Stimme. "Cedric, es ist alles so furchtbar", rief ich und er hob mich hoch und umarmte mich, "Was ist passiert", fragt er, nachdem ich aufgehört habe zu weinen. Ich erzählte ihm alles und fragte letzt endlich, was ich machen soll. "Tu was er sagt, sonst tut er dir noch was an", murmelte er traurig. Mir kamen wieder die Tränen. Er küsste mich und ich kuschelte mich an ihn. Amos schaute nur einmal traurig rein und verschwand in der Küche.
    Auf dem Weg nach Hogwarts war ich so traurig wie schon lange nicht mehr. Ich blickte aus dem Fenster und lag dabei in Cedrics Armen. Zum Glück hatte ich ihn. Hermine konnte ich es nicht erzählen. Ich hatte Angst, sie würde es Harry erzählen. Das wollte ich nicht riskieren. Ich versuchte normal weiter zu leben. Cedric gab mir dabei immer wieder Kraft und ich versuchte Harry näher zu kommen. Im Gemeinschaftsraum setzte ich mich öfters zu Hermine, Ron und Harry und unterhielt mich mit ihnen. Früher bin ich dann einfach in den Schlafsaal gegangen und hab auf Hermine gewartet. Die drei waren ziemlich überrascht, aber hakten nicht nach. Doch leider fand ich nichts raus. Keine Pläne, nichts. Bis sie mich gefragt haben, ob ich der DA beitreten würde. Ich habe natürlich ja gesagt. Aber nicht nur um Informationen zu liefern, sonder auch, weil ich mich verteidigen möchte. Bei der alten Umbridge lernte man ja doch nichts. Nach ein paar Monaten wurde ich wieder in das Haus verschleppt und erzählte Voldemort von der DA und wie sie gescheitert ist. Das Jahr ging ansonsten ereignislos vorüber. Und ich war sehr froh darüber. Die Ferien über war ich wieder bei Cedric. Ich brachte es nicht übers Herz, meinen Vater zu besuchen. Wir machten uns eine schöne Zeit, solange wir konnten. Amos ließ uns auch so gut es ging alleine. Dafür war ich ihm sehr dankbar. Es war nachts und ich konnte nicht schlafen. Ich ging in Cedrics Zimmer und weckte ihn vorsichtig. Er öffnete die Augen und fragte was los sei. Er setzte sich auf und küsste mich ganz sanft. Er schaute aus dem Fenster und lächelte. Er stand auf und zog mich hinter sich her. Wir gingen raus auf die Terrasse und setzten uns in eine Hollywood-Schaukel. Wir guckten uns die Sterne an und machten es uns bequem. In seinen Armen konnte ich dann auch wieder beruhigt einschlafen.

    5
    Das 6. Schuljahr brach an und inzwischen ist auch Draco ein Todesser geworden. Er war sehr überrascht, als er mich gesehen hatte, ließ es sich aber nicht anmerken. Wir beide haben den Auftrag bekommen, Dumbledore zu töten. Schrecklich. Das ganze Jahr über bastelten Draco und ich am Verschwindekabinett rum. Viel geredet haben wir nie dabei. Wenn ich mal nicht damit beschäftigt war, war ich bei Harry, Ron und Hermine, immer noch um Infos zu finden. Cedric sah ich kaum noch, was mich sehr traurig machte. Ich aß wieder weniger, lachte weniger, wurde immer müder und hatte Albträume. Hermine merkte das natürlich, aber ich blockte immer ab. Bei jedem Treffen mit Voldemort wurde ich angespannter, genauso wie Draco.
    Der Tag war gekommen, an dem wir Dumbledore töten sollten. Wir standen gerade bei auf dem Astronomieturm. Draco entwaffnete Dumbledore und mir lief eine Träne die Wange hinunter. "Miss Stone. Wieso weinen sie, bei so einer schönen Nacht?" Ich zog meinen Ärmel hoch und das dunkle Mal offenbarte sich. Auch Draco ließ seinen Zauberstab sinken. So leid es mir für Draco tut, ich konnte nicht mehr. "Ich kann das nicht", hauchte ich noch, bevor ich die Treppe hinunter lief. Harry hielt mich plötzlich am Arm fest. Doch ich riss mich los und rannte davon. Ich versteckte mich vor Bellatrix und flüchtete Richtung Hufflepuff-Gemeinschaftsraum. Ich klopfte und schrie, bis sich die Tür öffnete. "Ist Cedric hier?", fragte ich durch einen Tränenschleier. Sofort lies mich das Mädchen rein und zeigte auf einen Jungen, der nachdenklich aus dem Fenster schaute. "Cedric", war alles was ich sagen konnte. Er drehte sich zu mir um und fing mich auf, bevor ich umgekippt wäre. "Sie sind hier". Er wusste genau wen ich meinte und drückte mich noch fester. Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, vergingen und das dunkle Mal prahlte am Himmel. Im ganzen Schloss hörte man Bellatrix' grausame Lache. Bis alles ruhig war. Ich nahm Cedrics Hand und ging mit ihm leise aus dem Gemeinschaftsraum. Als die Luft rein war, rannten wir die Treppen hinunter, in den Hof. Dort lag er. Dumbledore. Tot. Wieder kamen mir die Tränen und ich suchte nach Draco. Doch er war nicht da. Cedric umarmte mich, als mir jemand auf die Schulter tippte. "Draco war es nicht. Es war Snape", sagte mir Harry, während ihm eine Träne, nach der anderen über die Wange lief. Ich löste mich aus Cedrics Umarmung und fiel direkt Harry in die Arme. "Es tut mir so leid Harry", murmelte ich, während ich seinen Pullover vollheulte. Er löste sich aus der Umarmung und strich mir eine Träne weg. "Ist ok". Dann verschwand er. Ich nahm wieder Cedrics Hand und wir verschwanden. Die ganze Nacht über weinte ich. Und wenn ich dann schlief, plagten mich schreckliche Albträume. Ich verbrachte die Nach im Jungenschlafsaal der Hufflepuffs und schlief in Cedrics Bett. Bei ihm fühlte ich mich viel sicherer.
    Die nächsten Tage waren schrecklich. Snape wurde Schulleiter, es wurde viel trostloser und Todesser kamen als Lehrer an unsere Schule. Aus Angst, dass sie mich erkennen färbte ich mir die Haare und legte mir eine Brille zu. Ich zog mich anders an und redete mit einer höheren Stimme. Natürlich änderte ich meinen Namen, sodass ich wirklich nicht auffiel.
    *Zeitsprung*
    Nun ging es um alles. Die Schlacht um Hogwarts war im vollen Gange. Ich kämpfte natürlich auf Harrys Seite und erledigte einige Todesser. Nach einer Zeit sah ich wieder aus wie ich. Die Brille war längt im Schotter verloren gegangen, meine Klamotten waren zerfetzt und meine Haare wurden wieder blond. Jetzt war es aber auch egal. Ich kämpfte mich durch die Todesser, auf der Suche nach Cedric. Ich hatte ihn verloren, als eine Explosion uns trennte. Plötzlich wurde ich gegen eine Wand geschleudert und verlor das Bewusstsein.
    Ich öffnete meine Augen. Mein Kopf tat furchtbar weh und mir war noch ganz schlecht. An meinem linken Arm und meinem rechten Oberschenkel wurden Verbände angebracht, die sich inzwischen wieder mit Blut vollgesogen hatten. Staub und Blut verteilten sich auf meinen zerrissenen Klamotten. Langsam setzte ich mich auf. Alles tat mir weh, aber das hielt mich nicht auf. Der Krieg war anscheinend vorbei, denn es war alles ganz still und niemand schien zu kämpfen. Ich schaute mich um. Ich wurde in die große Halle getragen. Ich sah zur Treppe und musste lächeln. Ginny lag in Harrys Armen und Hermine in Rons. 'Geht doch', dachte ich mir. Aber wo ist Cedric? Hat er etwa nicht überlebt. Tränen stiegen in meine Augen und Panik machte sie in meinem Körper breit. Doch in diesem Moment kam er um die Ecke gelaufen. Er sah furchtbar aus. Völlig zerkratzt und fertig aus. Seine Augen waren ganz rot und verquollen. Er kam immer näher, aber schaute nicht hoch. Wieder bahnte sich eine Träne seinen weg. Dachte er etwa, ich sei tot? Dachten Ginny, Hermine, Harry und Ron auch ich sei tot? Oder jemand anderes? Viele Fragen schossen durch meinen Kopf, doch eine Stimme unterbrach mich. "Emily!". Es war Cedric. Ich sah zu ihm auf und blickte plötzlich nicht mehr in traurige müde Augen, sondern in aufgeweckte, vor Freude glänzenden Augen. Er rannte die restlichen Meter zu mir und zog mich auf die Beine. Er nahm mein Gesicht in seine kühlen Hände und legte seine Stirn an meine. Ich wollte ihn unbedingt küssen, doch er fing schon an zu reden. "Jag' mir nie wieder so einen Schrecken ein, hörst du? Ich dachte, du wärest tot! Wir alle dachten das! Oh Emily, ich liebe dich so", wimmerte er und weitere Tränen, allerdings vor Freude liefen seine geröteten Wangen hinunter. "Ich liebe dich auch", flüsterte ich und strich ihm eine Träne weg. Darauf küsste er mich. Ganz sanft, damit ich auch bloß kein Schmerz verspürte. Das war so süß von ihm und ich musste lächeln. Doch die Schmerzen waren mir egal, sodass ich ihn näher zu mir heran zog und leidenschaftlich küsste. Es tat so unglaublich gut, ihn wieder bei mir zu haben. Ich liebe diesen Jungen einfach. Ich liebe sein Lächeln, sein Lachen, seinen Geruch, seine Augen, einfach alles. Ich löste mich von ihm und schaute ihn an. Er sah so erleichtert und glücklich aus, obwohl wir vor einiger Zeit noch in einem grausamen Krieg verwickelt waren. "Ron, sieh doch", schrie auf einem eine helle, etwas belegte Stimme. Hermine ließ von Ron ab und rannte auf mich zu. Auch Harry und Ginny hoben ihre Köpfe und machten große Augen, als sie mich lebendig in Cedrics Armen sahen. Hermine blieb vor uns stehen und wartete darauf, dass Cedric mich los ließ. Als er das gemacht hat, fiel sie mir in die Arme. Ich drückte sie ganz fest an mich. Vor Freude und vor Schmerz kamen mir die Tränen. "Ich bin so froh, dass du lebst", schluchzte sie. Ich lächelte und drückte sie etwas von mir weg. "Und ich bin froh, dass du am Leben bist", sagte ich schwach. Danach nahm ich sie wieder in den Arm. Dann kamen auch Harry, Ron und Ginny zu mir. Harry wollte mich umarmen, doch Ginny drängelte sich vor. Sie krallte sich an mir fest, als würde ich im nächsten Moment verschwinden. "Man Emily, mach das nie wieder", flüsterte sie in mein Ohr und ich musste lachen. "Ich verspräche es", gab ich zurück und ließ von mir ab. Ich konnte gar nicht richtig gucken, da lag ich auch schon in Harrys Armen. Und dann in Rons und dann auch noch in Deans und in Seamus'. Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich so vielen Leuten etwas bedeutete. An diesem Tag fielen meine Fassaden endgültig und ich war einfach nur glücklich. Nachdem ich mich aus Seamus' Umarmung befreit habe, ging ich zurück zu Cedric und umarmte ihn. "Ich liebe dich", flüsterte ich erneut und küsste ihn. "Ich dich auch", gab er zurück. "Du Hermine", sagte ich über Cedrics Schulter hinweg. Meine beste Freundin drehte sich zu mir um. "Du musst mir unbedingt erzählen, was ich so verpasst habe! Ich will wissen, wie Harry Voldemort besiegt hat und so". Sie nickte und lächelte. Harry, Ron, Ginny, Hermine, Cedric und ich gingen zur Brücke und blickten über die Ländereien. Alles schien so ruhig und friedlich. "Das war es also. Es ist vorbei. Und wir haben immer noch uns", sagte ich und drückte Cedrics und Hermines Hand. Die anderen nickten. "Unfassbar", brach Ron heraus und blickte in die Ferne. Ich musste bei seiner Aussage aus einem unerfindlichem Grund lachen. Die anderen stiegen mit ein und alles war gut.

    Zukunft:
    Ich machte die Schule zu Ende und zog mit Cedric nach London in eine kleine Wohnung. Cedric hat mir einen Heiratsantrag gemacht, den ich natürlich glücklich annahm. Wir heirateten und waren einfach nur glücklich und nichts konnte unser Glück jemals wieder zerstören. Ich besuchte sogar nach langer Zeit meinen Vater, der mich erleichtert in die Arme schloss. Von Cedric war er ganz begeistert und unser Verhältnis wurde wieder besser. Regelmäßig besuchten wir Hermine und Ron und mein Leben war endlich wieder perfekt, auch wenn meine Mutter nicht mehr auf dieser Erde verweilte.

Kommentare Seite 1 von 1
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Anoone ( 50797 )
Abgeschickt vor 336 Tagen
Mir fehlen die Worte! Diese Geschichte ist einfach perfekt!❤️
Ich wünschte sie würde nie zu Ende gehen!🙈
Bitte schreib noch eine Geschichte.🙏🏻❤️
Du schreibst so gut und es macht so Spaß es zu lesen.😍
Ab jetzt dein Fan ( 13169 )
Abgeschickt vor 444 Tagen
Ich muss sagen das ich den Namen Emily im Kopf meinen Namen eingesetzt habe und ja ich finde deine Geschichte so so toll ich habe echt mit gelacht mit geweint bauchkribbeln bekommen ich habe richtig mit gefiedert also ganz ehrlich ich liebe diese Story und ich habe sie moralisch unter meinen Lieblingsseiten eingespeichert ♥♥♥♥♥
Laura R. ( 22815 )
Abgeschickt vor 506 Tagen
Hey🙈deine Story ist echt schön👍
Katharina 2002:-) ( 63035 )
Abgeschickt vor 551 Tagen
Beste Story Eger schreib bitte noch eine Story mit cedric❤
Aurelia ( 83526 )
Abgeschickt vor 797 Tagen
Hi deine Story ist sooooo geil,bitte schreib mal noch eine natürlich über Cedric ;D
Laura ( 98333 )
Abgeschickt vor 819 Tagen
Deine Story ist soo mega cool bitte schreib weiter !!!
Love your story!
harry potter i love you ( 25994 )
Abgeschickt vor 829 Tagen
hello ähm hi my Name is Gianna Angelina And i love your story
💖💖💟👍 ;
Cherry ( 64855 )
Abgeschickt vor 915 Tagen
Die Geschichte ist soooo toll !!!!!!
Ich würde dir auf jeden Fall ein Ohnegleichen geben .Wie wär's wenn du Fanfiction schreiben würdest ? Deine Geschichte würde bestimmt mehr gewürdigt werden als hier .Ich würde zum Beispiel fanfiction. de oder HarryPotter-Xperts empfehlen
HP-Suchti ( 07375 )
Abgeschickt vor 983 Tagen
Hey,
Ich habe dein FF: "Du und Cedric Diggory" gemacht, und hier gewundert wieso die Story so ähnlich ist ;)
Trotzdem danke für die Bemerkung.
LG HP-Suchti