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Lizz und Joe

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1 Kapitel - 883 Wörter - Erstellt von: Cassini1.1.70 - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 927 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Lizz und Joe leben schon ihr ganzes Leben in einer kleinen Gemeinschaft und kennen sich seit dem Kindergarten.
Sie kommen von der Feier eines Freundes.

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    Lizz und Joe liefen die dunkle Straße entlang, es hatte geregnet. Die vorbeifahrenden Autos ließen den leeren Weg für einen Moment aufleuchten und zogen einen Wall kühler Luft hinter sich.
    Die beiden kannten sich seit sie klein waren, hatten immer zusammen gespielt, was würden ihre Eltern denken, wenn sie in ihrem Zustand nach Hause kamen? Ein weiteres Auto zog vorbei. Die beiden Nachbarskinder hatten viel getrunken auch wenn sie noch minderjährig waren, es war egal. Ihre Freunde unternahmen so was ständig, rauchten, tranken und nahmen Drogen so auch die beiden Freunde. Joe's lautes Lachen erfüllte die klare und ruhige Luft. Lizz drückte ihre Schulter an seinen warmen Körper, so gingen sie die Straße etwas entlang. Sie waren immer nur Freunde gewesen doch wussten sie beide, dass da mehr war. Zufrieden lachte Joe auf, er warf den Kopf zurück und beobachtete das klare Sternenzelt. Dann taumelte er ein wenig und stieß Lizz absichtlich etwas an, die ihn gleich zärtlich zurück stieß. Beide lachte und fuhren mit ihrem kleinen Spiel fort.
    Bis Joe zu einem starken Stoß ausholte und seine Freundin mit einem kraftvollem Ruck auf die Straße stieß. Sie fing sich und stand auf der Mitte der Straße, sie lachte auch Joe fand es eher lustig als sich Sorgen zu machen. Selbst als ein heller Schein Lizz umhüllte machte er sich keine Sorgen, bis ihn eine laute Hupe aus den Gedanken riss. Ein großer LKW zog an ihm vorbei und kam weit hinter ihm zum Stehen. Wo war Lizz? Er drehte sich um, Panik überkam ihn und sein Herz blieb für einen Moment stehen. Einen Augenblick lang war er wie gelähmt, als er seine Freundin auf der Straße neben dem Bürgersteig liegen sah, die Zeit schien still zu stehen. Ihm wurde klar, was geschehen war, schlagartig. Er rannte zu Lizz, sie atmete noch. Ein Auto kam vor den beiden zum Stehen und erleuchtete Ihr Gesicht. Es war Zerkratzt und aus einer Wunde an ihrem Kopf floss Blut, ihn überkam ein kleiner Wall aus Trauer, sie sah aus als sei sie tot. Plötzlich war er ganz nüchtern und wollte sie nie wieder los lassen, auch nicht, als ein Sanitäter ihn darum bat.
    Im Krankenhaus musste er warten. Seine Eltern waren gekommen und die Mutter von Lizz auch, ihre Eltern waren geschieden. Zusammen warteten sie, bis in den Morgen. Letzt endlich waren alle gegangen, sie sollten angerufen werden, wen es ihr besser ging, doch Joe blieb dort. Er gönnte sich keinen Schlaf, schließlich war es seine Schuld, dass sie... er mochte nicht daran denken.
    In den nächsten Tagen kam er sie oft besuchen, sie lag nicht auf der Intensivstation, doch war sie immer noch nicht über den Berg. Immer wenn er Zeit hatte besuchte er sie. Auch wenn Lizz im Koma lag wusste er, dass sie ihn spürte und jedes seiner Worte hörte. Er selbst unterhielt sich mit ihr, als würde sie Antworten, denn er kannte inzwischen so gut dass er genau wusste wie sie reagieren würde. Tage vergingen und als eine Woche verstrichen war kam er zuversichtlich ins Krankenhaus. Lizz'Lieblings Band hatte ein neues Album raus gebracht und er hatte es sich Runter geladen und wollte es ihr vorspielen. Als er den Raum betrat sah er, dass sie nicht da war, doch als eine Schwester ihm sagte, dass sie Tod sei ließ er sein Handy fallen. Seine Pupillen weiteten sich und ihm selbst kamen die Tränen. Er würde sie nie wieder sehen, ihr nie wieder einen Witz erzählen und nie wieder ihr Lachen hören, doch könnte er vor allem ihr nie gestehen, dass er sie liebte.
    Ihm wurde schwindelig und er setzte sich auf den Boden sein Körper sackte zusammen. „Aber..“ stammelte er, „wie konnte das..? Die Ärzte haben doch...“ Ihn überkam eine unbegründete Wut, die gleich wieder in Trauer abklang. Die Krankenschwester trat auf ihn zu und legte ihre Hand tröstend auf seine Schulter. „Sie hat viel Blut verloren und der Alkohol hat es zudem sehr dünn gemacht. Sie war einfach nicht stark genug, auch wenn es erst gut aussah konnte ihr Körper mit der Belastung nicht klar kommen.“ Sie klang ruhig und nüchtern. „Sie war einfach zu dünn und hatte daher nicht genug Reserven um dagegen an zu kommen.“ Sagte die Schwester anschließend und verließ den Raum. Joe blieb allein zurück und konnte das alles immer noch nicht fassen. Lizz war Tod eine Träne floss über seine Wange und tropfte leise zu Boden...

    Der Tod eines Menschen trifft vor allem jene, die ihm nahe standen...

Kommentare (2)

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Swity (24401)
vor 796 Tagen
So traurig
Aber gut so was ist bestimmt
auch in echt schon passiert.
(Sorry schreib Fehler) :-)
Janina (65076)
vor 1129 Tagen
Warum sind hier alle Geschichten so tragisch? Ich musste mich fast übergeben so schlimm war das! Dein Schreibstil ist übrigends fantastisch!!