Ein Mädchen aus Hogwarts und ihre Geschichte

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1 Kapitel - 12.011 Wörter - Erstellt von: Lilly98 - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 2.084 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das hier ist die Geschichte von Selina Morsten, deren Familie viel erleiden musste.
Meine erste Fanfiction, also seid bitte nicht zu hart:)
Freu mich über Kommis und Bewertungen

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    Hallo erst mal.

    Mein Name ist Selina Morsten und ich bin Reinblut und die beliebteste Schülerin von Hogwarts, obwohl ich in Slytherin bin. Ich stamme aus einer Familie die sehr viel erleiden musste. Sie schlossen sich vor meiner Geburt den Bösen an. Seitdem sind sie Todesser und erwarten von mir das gleiche. Doch ich weigere mich. Mein Schwarm ist Harry Potter. Auch wenn ich ihn hasse, habe ich mich in ihn verliebt. So beginnt meine Geschichte:

    Ich sitze mit Pansy, Draco und Blaise am Morgentisch und esse ganz gemütlich als plötzlich Snape brüllt: „Miss Morsten bitte nach den Frühstück zu mir kommen!“ Ich nicke und überlege mir dabei was ich getan habe. Draco fragt mich direkt: „Lina was hast du jetzt wieder angestellt?“ Ich antworte: „Was soll ich angestellt haben? Diesmal wirklich nichts!“ Blaise und Pansy nicken und warten auf mich. Alle gehen aus dem Saal außer mir. Snape kommt auf mich zu und zieht mich mit in sein Büro. Er verschließt die Tür und sagt zu mir: „Wissen Sie, warum Sie hier sind, Miss Morsten?“ Ich antworte: „Nein!“ Er erzählt: „Es geht um Ihre Zukunft. Ihre Eltern sind Todesser und der dunkle Lord hat mich gebeten ihnen zu erklären was Sie zu tun haben! Sie werden eine Todesserin und haben den Auftrag Potter zusammen mit Draco zu töten. Draco hat sein Schicksal erfüllt und ist ein Todesser. Also schließen Sie sich uns an! Und weigern Sie sich nicht!“ Ich schreie: „Niemals schließe ich mich euch an!“ Snape erzählt: „Das haben wir bereits erwartet und deshalb ist Besuch für Sie da!“ Lucius und Narzissa Malfoy kommen mit ihrem Sohn hereingestürmt. Lucius sagt: „Sie weigert sich also! Hör zu wenn du nicht das tust was wir dir sagen wird es Draco schlecht gehen und das willst du nicht oder?“ Draco schreit: „Lass dich nicht zwingen!“ Ich antworte: „Du hast es doch auch getan, aber ich bin nicht so wie du!“ Snape fängt an zu lachen und schreit zu Draco: „Crucio!“ Ich kann Dracos Schmerzen nicht mehr ertragen und schreie nach 3 Minuten: „STOP! HÖRT AUF! Ich mach es ja!“ Und Snape senkt seinen Zauberstab und nickt. Lucius fängt an zu lachen und auf einmal steht Bellatrix neben ihm. Sie sagt: „Also du gehörst jetzt zu uns Selina Morsten! Welche Erleichterung, jetzt Zeit für das dunkle Mal.“ Jetzt bin ich also eine Todesserin und mein Auftrag lautet Harry Potter zu töten.
    Am nächsten Tag haben wir Zaubertränke bei Snape, wo ich neben Harry sitze. Als ich zum Klassenraum gehe, stoße ich mit jemanden zusammen und will ihn schon an fauchen: „Pass doch auf, du Trottel“, doch ich sage: „Entschuldige, ich hab schlecht geschlafen.“ Der Junge antwortet: „Kein Problem. Hey du bist doch Selina oder? Wir sitzen zusammen in Zaubertränke.“ Ich schaue nach oben und sehe Harry Potter. Er gibt mir seine Hand und zieht mich herauf und sagt: „Ich helfe dir die Bücher einzusammeln.“ Ich antworte: „Danke, das ist echt nett von dir.“ Er lächelt und sagt: „Für eine Slytherin bist du eigentlich richtig cool.“ Wir fangen gleichzeitig an zu lachen und ich schaue ihm in die Augen und sage: „Komm wir müssen uns beeilen bevor Snape kommt.“ Er nickt und hilft mir mit meinen Büchern. Zusammen sind wir nun im Klassenraum angekommen und setzen uns an unseren Tisch. Erleichtert sage ich: „Puh, da haben wir noch einmal Glück gehabt oder?“ Er antwortet: „Stimmt. Heute müssen wir den Zaubertrank mischen. Du bist ganz schön gut, ich hab dich immer beobachtet. Vielleicht arbeiten wir einfach zusammen?“ Ich lächle und nicke. Ich kann es kaum fassen, ich baue eine Beziehung zu einem Gryffindore auf. Ich soll ihn doch vernichten und nicht unterstützen. Doch das ist mir erst einmal egal. Nach dem Unterricht fragt Harry mich: „Möchtest du mit zu meinen Training?“ Ich antworte: „Klar. Ich wollte eigentlich schon immer in die Quidditch-Mannschaft, aber meine Eltern erlauben es mir nicht.“ Er lacht und nimmt mich in den Arm und sagt: „Du kannst ja dann auch mal fliegen.“ Ich lächle und wir machen uns auf den Weg zum Trainingsfeld. Dort angekommen guckt uns die ganze Mannschaft an und einer davon fragt: „Was will die denn hier?“ Harry verteidigt mich und sagt: „Sie wird mir heute zugucken und nur, weil sie aus einem anderem Haus kommt, heißt das nicht, dass sie nicht nett ist! Ihr kennt sie doch gar nicht!“ Ich stupse Harry an. Er schaut mir in die Augen und wir kommen uns näher, doch dann werden wir von Ron und Hermine unterbrochen. Hermine erzählt: „Wir gucken auch zu. Und Harry dein Name ist auserwählt, du bist dabei.“ Er freut sich und ich frage: „Du meinst doch nicht das Turnier, oder?“ Harry nickt und ich sage sofort: „Spinnst du eigentlich! Weißt du wie gefährlich das ist?“ Ich will grade wegrennen als mich eine Hand festhält. Harry zieht mich zurück und sagt: „Es tut mir leid. Aber ich schaff das. Jetzt schau zu.“ Ich nicke und setze mich auf die Tribüne. Ich schaue zu und beginne zu klatschen und juble Harry zu. Als plötzlich Snape kommt, verstecke ich mich. Er fragt Hermine und Ron: „Miss Granger, Mr Weasly. Wissen Sie wo Miss Morsten ist?“ Sie verneinen und er geht wieder. Hermine sagt sofort: „Die Luft ist rein. Was wollte er von dir?“ Ich antworte: „Keine Ahnung.“ Und alle fangen an zu lachen. Jetzt kommt Harry auf mich zu und fragt: „Bereit Selina?“ Ich frage ebenfalls: „Wofür Harry?“ Und er nimmt daraufhin meine Hand und zieht mich auf seinen Besen und zeigt hinauf. Ich nicke und schon fliegen wir los. Ich halte Harry ganz fest und spüre etwas. Es ist ein Gefühl der Liebe. Ich glaube ich habe mich in Harry verliebt. Doch ich soll ihn töten. Als wir wieder gelandet sind sagt er: „Ich fand es toll. Hoffentlich feuerst du mich beim Trimagisches Turnier an.“ Und küsst meine Hand. Ich werde rot und verbeuge mich vor ihm und antworte: „Ja, Mr. Potter.“ Wir fangen an zu lachen. Ich gehe jetzt. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Ich gehe in meinen Gemeinschaftsraum und treffe Draco. Er erzählt mir: „Hast du es gehört? Potter geht zu diesem Turnier. Das ist die Beste Möglichkeit ihn zu vernichten.“ Ich schüttle den Kopf und sage: „Ich will das nicht.“ Draco nimmt mich in den Arm und flüstert mir zu: „Wir müssen gegenseitig für uns da sein. Wir beide machen eine schwere Zeit durch … aber du schaffst das. Falls nicht tu ich es. Wenn wir ihn nicht töten, dann töten sie uns.“ Ich habe Tränen in den Augen. Draco wischt sie mir weg und klopft mir auf die Schulter und sagt: „Hab nur Mut. Wir sehen uns morgen beim Turnier. Hoffentlich gewinnt er nicht. Dann ist unsere Aufgabe schon so gut, wie erledigt.“ Ich nicke und lege mich ins Bett. Plötzlich kommt Pansy in unser Zimmer. Sie ist meine beste Freundin und fragt mich: „Hast du irgendwas? Du siehst so bedrückt aus.“ Ich antworte: „Kann ich dir vertrauen?“ Sie nickt und ich krempele meinen Ärmel hoch. Sie sieht das dunkle Mahl, erschreckt sich und fragt mit ernster Stimme: „Wieso? Du bist doch gar nicht so böse!“ Ich erzähle ihr alles und dann versteht sie mich. Sie sagt sie wäre immer für mich da und umarmt mich. Ich bedanke mich und umarme sie noch einmal. Nun lege ich mich schlafen.
    Der nächste Tag. Das Trimagische Turnier. Ich wache viel zu spät auf. Als es plötzlich an der Tür klopft, kommen Draco und Blaise. Sie wecken uns sanft und ich falle direkt in seine Arme. Er lächelt und ich frage: „Was ist los?“ Er sagt: „Das Trimagische Turnier. Wir müssen es heute tun. Keine Sorge Blaise weiß Bescheid. Und so, wie ich dich kenne Pansy auch.“ Ich nicke und renne ins Bad. Ich kämme mir die Haare und binde sie zu einem Zopf zusammen. Ich ziehe eine Röhrenjeans und ein weißes Top an. Nun geht es schnell noch in die Sneakers und ab zum Turnier. Als ich dort ankomme, begrüßt Harry mich noch und ich umarme ihn. Zum Glück ist Snape noch nicht in Sichtweite. Es ist soweit, das Turnier geht los. Ich sitze neben Draco und Pansy. Snape beobachtet uns die ganze Zeit. Als die Sieger kommen, habe ich riesen Angst um Harry. Doch zu meinem Glück kommt er wieder, jedoch mit der Leiche von Cedric. Seine Freunde kommen auf ihn gestürmt und schreien: „WARUM WARUM CEDRIC!“ Das war ein schmerzender Augenblick für mich … Aber jeder hat sein eigenes Schicksal. Ich laufe auf Harry zu und umarme ihn. Er mich ebenfalls und ich sage zu ihm: „Ich bin so froh, dass es dir gut geht.“ Er nickt und drückt meinen Kopf an seine Brust … Snape sieht es und schaut mich böse an. Als ich in den Gemeinschaftraum gehe, erblickt Snape mich. Er zieht mich in die Kerker. Dort gehen wir viele Gänge entlang und durch unendliche von Türen. Er schreit mich an und schlägt mir eine. Wir kommen in einem Raum an. Er ist düster und voller Todesser. Ich erschrecke mich und schreie: „Lass mich in Ruhe! Ich will das nicht!“ Daraufhin lässt Snape mich los und ich laufe in Dracos Arme. Er leidet mit mir und tröstet mich. Bellatrix kommt uns beiden näher, packt mich am Arm und sagt: „VERRÄTERIN! DU HAST DEINE AUFGABE NICHT ERFÜLLT! DAFÜR WIRD DER DUNKLE LORD DICH TÖTEN!“ Plötzlich lässt sie mich los und ich lande in den Armen von Lucius. Er hält mich mit einem starken und schmerzhaften Griff. Plötzlich öffnet sich die Tür und eine gemeine Gestalt kommt herein. Es ist der dunkle Lord. Die Todesser verbeugen sich, doch ich mich nicht. Lucius drückt mich zu Boden und sagt in den Raum: „Mein Lord! Das ist eine Verräterin. Sie will ihre Aufgabe nicht erfüllen!“ Daraufhin sagt der Lord: „Lass sie los! Bellatrix bring den Jungen her und wende den Folterfluch an.“ Bellatrix nimmt Dracos Hände und zieht ihn zu mir. Ich sage zu ihm: „Es tut mir leid Draco. Ich kann es einfach nicht.“ Draco sagt: „Keine Angst. Wir schaffen das!“ Auf einmal nimmt Voldemort meine Hände und schubst mich zu Boden. Er sagt: „Man kommt nur mit Gewalt voran.“ Draco muss zusehen wie ich Schmerzen erleide. Voldemort ruft: „Crucio!“ Ich fange an zu schreien. Meine Eltern kommen in den Raum und schreien zu mir: „Hör auf den Lord. Sonst wirst du niemals wieder nach Hause kommen!“ Ich schrei zurück: „Lieber sterbe ich als mich euch anzuschließen. Ich hasse euch!“ Voldemort sagt noch einmal: „Crucio.“ Ich fange an ohnmächtig zu werden.

    Als ich wieder aufwache, befinde ich mich in einem düsteren Raum auf einem Bett. Mir brummt mein Schädelmund auch ansonsten tut mir alles weh. Im ersten Moment weiß ich überhaupt nicht, wo ich bin. Doch dann geht die Tür auf und Bellatrix kommt zusammen mit Lucius und Snape herein und mir fällt alles wieder ein. Ich setzte mich mühsam auf und atme einmal tief durch, bevor ich Bellatrix in die eiskalten Augen schaue. Sie sagt: „Sieh an, unser kleiner Träumer ist endlich wieder wach.“ Ich wende mich an Lucius und frage: „Okay, wie lange war ich weg?“ „Eine Woche.“, antwortet Snape. In diesem Moment öffnet sich die Tür erneut und Draco stürmt auf mich zu. Draco: „Lina, du lebst!“ Das ist zuviel für mich und ich falle zurück auf das Bett. Aber Snape und Lucius packen mich und ziehen mich auf die Füße. Ehe ich mich versehen kann, ziehen sie mich schon aus dem Zimmer und einen langen Gang entlang. Bellatrix jagt Draco davon und ich kann mich nicht einmal mehr gegen Snape und Lucius wehren! Wir kommen in einen großen Saal, indem eine lange Tafel steht und überall in dem Raum sind Todesser. Jetzt werde ich endlich losgelassen und schau mich erst mal verschlafen um. Die große Tür öffnet sich und Voldemort kommt herein. Er geht direkt zur Tafel und setzt sich dort hin. Jetzt setzen sich auch alle anderen, bis auf Bellatrix, Snape, Lucius und mir. Draco ist auch dabei und schaut mich mit mitleidendem Gesichtsausdruck an. Neben Voldemort sind noch vier Plätze frei und genau da setzen wir uns nun hin. Ich sitze zwischen Bellatrix und Lucius und alle Blicke ruhen auf mir. Keiner sagt etwas. Auch Voldemort sieht mich an und meint schließlich: „Nun?“ Jetzt platzt es aus mir heraus: „Warum habt ihr mich nicht getötet?“ Voldemort fängt an zu lachen und alle anderen stimmen mit ein. Es wird wieder still und Voldemort antwortet mir endlich. „Weil wir dich noch brauchen.“ Es ist, wie ein Schlag auf den Kopf. Ich sinke auf dem großen Stuhl zusammen und der Rest der Sitzung geht an mir vorbei, wie ein Film. Als die Sitzung vorbei ist, stehen alle auf und gehen. Ich will auch aufstehen, doch Bellatrix zieht mich zurück auf den Stuhl. Voldemort wendet sich an sie. Er sagt: „Gut, ihr wisst was ihr zu tun habt?“ Alle drei nicken ehrfürchtig. Er: „Na dann los.“ Jetzt stehen sie auf. Bellatrix und Snape schnappen sich meine Hände und ziehen mich aus dem riesigen Anwesen heraus. Wir apparieren und ich muss mich fast übergeben. Lucius sieht mich belustigt an und fragt: „Das erste Mal appariert?“ Ich nicke und ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Bellatrix sagt zu mir: „Weißt du eigentlich, dass deine Hände eiskalt sind?“ Ich nicke wieder. Sie sagt: „Mensch Mädchen. Du bist noch nicht tot und deiner psychischen Verfassung geht es auch noch gut. Was willst du noch!“ Snape mischt sich ein: „Ich will dieses Frau-zu-Frau-Gespräch ja nicht unterbrechen, aber wir sollten uns beeilen, die Sonne geht bald auf.“ Jetzt erst merke ich, dass alles um mich herum stockfinster ist. Und ich weiß auch, wo ich bin. Im Ministerium für Zauberei. Lucius läuft voraus und öffnet eine große schwarze Tür, die einen runden silbernen Griff hat. Die Mysteriums-Abteilung. Der Raum scheint riesig zu sein und niemals zu enden. Es stehen Regalreihen und in den Regalen befinden sich nur Kugeln. Große, kleine, mittlere. Überall Kugeln. Als wir bei dem Regal mit der Nummer 88 ankommen, bleiben sie stehen. Lucius: „Hier ist es.“ Bellatrix und Snape lassen mich los und schauen mich auffordernd an. Ich frage sie: „Was?“ Snape antwortet: „Du sollst dir deine Prophezeiung holen.“ Ich: „Meine Bitte-Was?“ Bellatrix: „Deine Prophezeiung! Nur derjenige, dem die Prophezeiung gehört, kann sie auch holen. Und jetzt nimm diese verdammte Kugel in die Hand!“ Sie droht mir mit ihrem Zauberstab. Ich nehme zögernd die Kugel in die Hand, doch bevor sie sich mir offenbaren kann, schnappt Lucius sie mir aus der Hand weg und verstaut sie. Wir verlassen das Ministerium und apparieren zurück zum Anwesen, gehen zurück in den Saal, indem noch immer Lord Voldemort in seinem Stuhl sitzt. Bellatrix, Snape und Lucius verneigen sich vor ihm, als sie eintreten, aber ich mich nicht. Lucius gibt Voldemort die Kugel und er fragt: „Habt ihr die Prophezeiung bereits gehört?“ Sie schütteln den Kopf, ich übrigens meinen auch. Voldemort nickt zufrieden. Jetzt wendet er sich direkt an mich. Er streckt mir seinen Arm entgegen und fordert: „Gib mir deine Hand.“ Ich gebe sie ihm zögerlich und er zieht sie zur Kugel. Doch kurz vor der Kugel, reiße ich meine Hand zurück. Voldemort sieht mich verständnislos an. Ich hab keine Ahnung, wieso er meine Hand auf die Kugel legen will, fürchte mich aber davor, dass von der Kugel ein enormer Schmerz ausgehen könnte. Doch zu meiner Verwunderung nimmt Snape mir diese Höllenangst, indem er sagt: „Die Kugel spricht nur zu demjenigen, zu dem sie gehört.“ Ich gebe Voldemort wieder meine Hand und er zieht sie unsanft zur Kugel und legt sie darauf. Der Rauch in der Kugel bewegt sich und es ertönt eine Stimme: „Zwei werden es sein, die um die Macht kämpfen. Die eine jedoch wurde nie bemerkt. Doch sie allein hat die Macht über Sieg oder Niederlage der dunklen Seite zu bestimmen.“ Der Rauch hört auf sich zu bewegen und die Kugel ist wieder still. Voldemort lässt meine Hand los und sieht mich mit durchdringendem Blick an, bevor er sagt: „Das ist ja sehr interessant. Ich dachte mir ja bereits, dass sie eine Macht besitzt, aber ich hatte ja keine Ahnung, dass Sie die Auserwählte ist.“ Ich gucke die anderen an. Alle schauen mich mit leicht fassungslosem Blick an und allmählich dämmert es mir. Meine Augen weiten sich vor Schreck und ich frage: „Das heißt, dass ich entscheide ob …“ Sie nicken. Jetzt platzt es aus mir heraus: „Warum tötet ihr mich dann nicht einfach? Dann seid ihr erst gar nicht auf mich angewiesen.“ Lucius sagt: „Das geht nicht. Wenn wir dich töten, dann verlieren wir so oder so.“ Voldemort nickt nachdenklich. Er wendet sich an Bellatrix und befiehlt: „Bring sie auf ihr Zimmer.“ Bellatrix packt mich am Arm und schleift mich aus dem Raum. Sie schickt mich in ein Zimmer und schließt die Tür ab. Das Zimmer sieht nett aus. Ein großer, heller Raum, mit Fenster und ein riesiges Bett... Bett? Jetzt erst merke ich, dass ich hundemüde bin. Ich lege mich auf das Bett und bin sofort eingeschlafen.
    Als ich am nächsten Morgen aufwache, ist es bereits hell. Die Tür öffnet sich und ein Todesser kommt mit einem Tablett herein, das stellt er auf den Tisch und ist dann auch schon wieder verschwunden. Ich fühle mich total elendig, hab überhaupt keinen Hunger und werde plötzlich sehr traurig. Ich setzte mich auf den Boden, lehne mich gegen das Bett und denke über die wundervollen alten Zeiten an und beginne zu weinen. Die Zeit vergeht und meine Tür öffnet sich erneut. Ich wisch mir die Tränen aus dem Gesicht und schaue voll Hoffnung auf die Tür, denn vielleicht ist es ja Draco, der da kommt, doch meine Hoffnung wird zerstört, denn es ist nur ein Todesser, ein Greifer, um genau zu sein. Er schaut auf das Tablett und sieht, dass ich es noch nicht einmal angerührt habe. Er sieht mich an und fragt: „Warum hast du noch nichts gegessen? Was ist los?“ Er kommt auf mich zu und kniet sich vor mir auf den Boden. Es ist merkwürdig, von ihm geht irgendwie eine gewisse Sicherheit aus, die sich auf mich überträgt. Ich schau in an und sage: „Das ist grade alles nur ein bisschen viel für mich.“ Er nickt wissend und versucht mich aufzumuntern: „Das ist schon okay. Das wird vorbei gehen, glaub mir. Es werden wieder bessere Zeiten kommen.“ Ich schaue ihn weiter an und er sagt: „Ich heiße übrigens Scarbior.“ In mir regt sich etwas und ich frage unwillkürlich: „Weißt du, was ich bin?“ „Du meinst, dass du die Auserwählte bist? Ja, das weiß ich. Fast alle wissen es. Der Dunkle Lord hat eine Sitzung einberufen und fast alle sollten kommen, bis auf …“ „Bis auf wen?“, frage ich. „Bis auf den jungen Mr. Malfoy.“ Ich schaue zu Boden. Draco weiß es also nicht. Vielleicht ist es ja auch besser so. Ich schaue Scarbior an und frage ihn: „Warum bist du überhaupt so nett zu mir?“ „Warum nicht? Wenn ich fies bin, dann nur wenn ich meinem Job als Greifer nachgehe, oder ich mit jemandem ein persönliches Problem habe. Da ich gerade aber nicht als Greifer unterwegs bin und du mir nichts getan hast, habe ich keinen Grund dazu.“ Er redet noch mit mir, ich esse jetzt auch etwas. Und schließlich verschwindet er wieder. Doch es dauert nicht lange bis sich meine Tür wieder öffnet und der dunkle Lord selbst vor mir steht. Er sagt irgendwas von wegen keine Gefahr und, dass ich die richtige Seite selber wählen muss. Jedenfalls darf ich mich von jetzt an frei im Manor bewegen und hänge viel mit Draco herum. Und ja, auch wenn ich es nie geglaubt hätte, fange ich an, mich unter den Todessern sehr wohl zu fühlen. Wobei mir vor allem Musik, aber auch Draco geholfen haben. Das Glück für Dray und mich war, dass wir nie zusehen mussten, wenn jemand gefoltert, oder ermordet wurde und es auch selbst nie machen mussten.

    Ein neues Schuljahr beginnt. Und Draco und ich machen uns wieder zusammen mit Pansy und Blaise auf nach Hogwarts. Dumbledore ist tot und Snape ist der neue Schulleiter, außerdem unterrichten uns in Muggelkunde, das jetzt ein Pflichtfach ist, und in Verteidigung gegen die dunkeln Künste die Carrows, zwei Todesser. Es sind Bruder und Schwester, ich habe sie bereits kennen gelernt, und glaubt mir wenn ich euch sage, dass die beiden auf Bestrafung stehen. Jetzt sitzen wir jedenfalls im Zug nach Hogwarts und Draco strotzt mal wieder nur so vor Selbstbewusstsein, im Gegensatz zu mir. Ich habe ihm nicht erzählt, dass ich die Auserwählte bin, niemandem habe ich es erzählt und ich habe auch nicht vor, das zu ändern.
    Wir kommen an und begeben uns in die große Halle, wo Snape seine Rede hält. Die neuen Schüler werden ihren Häusern zu geteilt und das große Essen beginnt. Ich unterhalte mich, wie auch schon im Zug, mit Pansy über unsere Ferien und das übliche. Ich habe meine gesamten Ferien wieder zusammen mit Draco und dem Todessergefolge verbracht, in dem Haus von Dracos Eltern. Ich schaue zu dem Tisch der Griffendores und sehe Ginny, zusammen mit Katie Bell. Aber ich kann Harry nirgendwo entdecken, er scheint verschwunden, genauso wie Hermine und Ron. Ich frage Pansy: „Kannst du Harry irgendwo entdecken, Pansy?“ Sie dreht sich um und sucht ihn, kann ihn jedoch auch nicht finden. „Nein, ich kann ihn und seine Freunde nirgendwo sehen.“ Draco mischt sich in unser Gespräch ein: „Na und? Ist doch gut, wenn Potter nicht da ist! Auf ihn, Weaslebee und das Schlammblut Granger kann ich echt gut verzichten!“ Ich schaue Draco strafend an und er senkt seinen, eben noch so gut gelaunten, Blick. Pansy sagt: „Ich glaube, es ist auch besser, wenn sie nicht hier sind.“ Ich nicke. Schließlich ist Harry ein gesuchter Mann. Voldemort setzt alles daran, ihn in die Finger zu kriegen, um ihn zu töten. Nach dem Essen gehen wir in unseren Gemeinschaftsraum. Wir reden noch über das neue Schuljahr und über das, was da so auf uns zukommt. Blaise fragt: „Was haltet ihr von den Carrows? So der erste Eindruck?“ Pansy: „Ziemlich streng.“ Ich erinnere mich an den Tag, an dem ich sie zum ersten Mal sah und sage: „Irgendwie gruselig.“ Draco meint: „Solange sie was von ihren Fächern verstehen.“ „Ist das eine Anspielung auf Muggel?“ „Nein. Ich mein nur … solange sie nicht so sind wie Lockhard.“ Wir brechen in Lachen aus und müssen uns an den Unterricht von ihm erinnern.
    Am nächsten Morgen beginnt der Schulalltag. Die ersten zwei Stunden sind Zaubertränke, die von Sloughorn unterrichtet werden. Wir sollen einen „Trank der lebenden Toten“ zusammenbrauen, um eine Viole Felix Felicis, auch bekannt als flüssiges Glück, zu gewinnen. Sloughorn: „Aber sie sollten wissen, dass nur zwei Schüler es jemals geschafft hat, einen annehmbaren Trank zu brauen. Sie haben eine Stunde Zeit.“ Wir machten uns sofort ans Werk. Den Trank zu brauen, macht mir sichtlich Spaß und nach der Stunde werden alle getestet. Mein Trank ist perfekt. Wahrhaftig perfekt! Und so bekomme ich also die Viole mit Felix Felicis. Nach diesem Erfolg, kann der Tag ja gar nicht mehr schlecht werden. Doch zu früh gefreut. Denn die nächsten zwei Stunden sind VGDDK bei den Geschwistern Carrow. Sie bringen uns Erstklässler in den Klassenraum und erklären uns, was wir heute üben sollen: Den Crutiatusfluch. Und das an Erstklässlern! Die Geschwister gehen durch die Reihe und schauen sich jeden Schüler einzeln an. Draco steht links von mir, Blaise rechts. Vor mir steht ein kleines zierliches Mädchen mit schwarzen Haaren. Und vor Dray steht ein Junge mit roten Haaren, der ihm kühn die Nase entgegenstreckt. Die Carrows kommen zu Draco. Er richtet den Zauberstab auf den kleinen Jungen vor ihm und sagt: „Crucio.“ Der Junge sinkt auf die Knie und schreit vor Schmerzen. Draco nimmt den Zauberstab wieder weg und Mr. Carrow klopft ihm anerkennend auf die Schulter. Jetzt kommen sie zu mir. Mein Herz klopft mir bis zum Hals und ich erinnere mich an die Worte von Scabior . '„Warum soll ich fieß zu dir sein? Du hast mir doch gar nichts getan“'. Das Mädchen vor mir zittert. Die Carrows schauen mich auffordernd an. Ich sehe Draco fragend in die Augen, er schüttelt fast unmerklich den Kopf. Er weiß was ich vorhabe. Ich sage: „Ich mach das nicht!“ Ein Flüstern geht umher. Mr. Carrows Augen verengen sich zu Schlitzen und er sagt: „Wenn Sie sich weigern, werden wir Sie zum Schulleiter bringen.“ Inzwischen weiß jeder, was passiert, wenn man zum Schulleiter gebracht wird. Man wird gefoltert. Aber ich bleibe standhaft und sage: „Das ist mir scheißegal. Ich werde es nicht machen, völlig egal, was Sie dann tun. Dieses Kind hat mir nichts getan, also habe ich auch keinen Grund dazu, ihm etwas zu tun.“ Die Carrows gucken sich kurz an, bevor sie meint: „Bring du sie hoch, Amycus. Ich bleibe und mache hier weiter.“ Er nickt, packt mich am Arm und bringt mich zu Snape. Als er mich loslässt reibe ich mir den schmerzenden Arm. Snape sieht mich an. Mr. Carrow sagt: „Sie weigert sich den Crutiatusfluch an einem Schüler zu üben.“ Snape schickt ihn hinaus, um dort zu warten. Dann wendet er sich an mich. „Miss Morsten, wieso widersetzen Sie sich einem Lehrkörper?“ Ich antworte ohne zu zögern: „Ganz einfach, weil ich so was nicht mache! Das kleine Mädchen hat schon gezittert wie Espenlaub und außerdem habe ich keinen Grund dazu, ihr etwas zu tun!“ Plötzlich kommt er auf mich zu und ich weiche vor Schreck einen Schritt zurück. Er sagt: „Das gibt Ihnen noch lange keinen Grund, sich einem Professor zu widersetzen! Nur weil du die Auserwählte bist, kannst du nicht einfach machen, was du willst!“ Ich keife ihn an: „Das hat überhaupt nichts damit zu tun! Ich weiß, dass ich auserwählt bin! Aber ich werde es verdammt noch einmal nicht tun! Und die Carrows sind sowieso einfach nur scheiße!“ Snape sieht mich noch einmal an, dann dreht er sich um und geht zurück zu seinem Schreibtisch. Mr. Carrow kommt wieder herein und Snape sagt: „Miss Morsten bekommt einen Monat Nachsitzen und hat von heute an solange jeden Montag, Mittwoch und Freitag um Punkt 15:00Uhr bei ihnen zu erscheinen.“ Er nickt. „Sorgen Sie dafür, dass sie auch pünktlich ist. Und jetzt verschwinden Sie.“ Wir gehen.
    Nach der Stunde warten Draco, Blaise und Pansy schon auf mich und wollen mich ausfragen, aber ich blocke sie ab. Ich stapfe mit ihnen wütend die Gänge entlang zu meiner nächsten Stunde, als das kleine Mädchen auf mich zukommt. Ich bleibe stehen und schaue sie erstaunt an. Sie sagt: „Danke.“ „Wofür?“, frage ich. „Das du mir nicht wehgetan hast.“ „Wieso hätte ich es tun sollen? Ich hatte doch gar keinen Grund dazu, du hast mir schließlich noch nie irgendwas getan.“ Sie sieht mich mit großen Augen an, bevor sie sich umdreht und zusammen mit den anderen Erstklässlern weitergeht. Ich muss lächeln. Nach den nächsten Stunden gibt es dann endlich Mittagessen. Ich setze mich zu Draco und schon geht es wieder los. Blaise fängt an mir Löcher in den Bauch zu fragen. „Was hat Snape denn jetzt gesagt? War es sehr schlimm? Hat er dich bloßgestellt?“ Ich antworte: „Ich muss drei Mal in der Woche zu den Carrows, für vier Wochen. Und nein er hat mich weder bloßgestellt, noch war es sonderlich schlimm.“ Blaise lässt nicht locker. „Und warum bist du dann so drauf? Es muss doch irgendwas passiert sein!“ „Es ist aber nichts passiert, klar?“, schreie ich ihn an. Ich stehe auf und renne aus der Halle. Ich renne nach draußen und an den See. Ich will einfach nur allein sein und ein bisschen Zeit mit mir allein verbringen.
    Um Punkt drei Uhr stehe ich vor dem Zimmer der Carrows. Sie lassen mich rein und ich setze mich auf einen Stuhl.
    Als ich wieder raus gehe, blute ich an der Stirn und an den Armen, aber ich spüre den Schmerz nicht mal so richtig, ich bin immer noch einfach viel zu wütend. Als ich in den Gemeinschaftsraum gehe, erwarten mich bereits Pansy, Draco und Blaise.
    So vergehen die Tage auf Hogwarts und ehe ich mich versehe sind schon wieder Osterferien. Draco und ich gehen wie immer zu den Malfoys, und zu Voldemort (seufz). Die ersten Tage verlaufen wie immer, normal und ruhig. Doch dann wird das alles plötzlich komisch. Draco und ich sitzen zusammen auf einer großen Treppe, als Lucius auf uns zu gestürmt kommt. Er packt sich Draco und scheucht mich in mein Zimmer.
    Kurze Zeit später kommt Draco wieder und ich frage: „Was ist denn los? Ist was passiert?“ Draco erzählt: „Ein paar Greifer sind da und haben drei Zauberer mitgebracht, die sich falsch ausgewiesen haben.“ Ich schaue ihn fragend an. „Warum das denn? Warum haben sie die nicht ins Ministerium gebracht?“ Er beißt sich auf die Lippe, bevor er sagt: „Es sind nicht einfach irgendwelche Zauberer. Es sind Granger, Weasly und....“ „Harry!“ „Ja, und Potter. Anscheinend hat er einen Brandzauber abgekriegt. Er sieht furchtbar aus.“ „Wo haben sie sie hingebracht?“ „Weasly und Potter sind im Verließ. Mit Granger will Bellatrix unter vier Augen … reden?“ Ich nicke. Dann ertönen von unten Schreie. Ich schlucke. „Draco, ich muss …“ „Du musst ihnen helfen hier raus zu kommen, schon klar. Aber dann beeile dich.“ „Danke Draco, du bist einfach der Beste!“ Ich umarme ihn, wobei er nur nickt. Dann schleiche ich mich aus dem Zimmer und hinunter zum Verließ. Wurmschwanz ist gerade unten, also setze ich ihn mit meinem Zauberstab außer Gefecht. Ich entdecke Harry und Ron und sage: „Na los! Einer von euch muss seinen Zauberstab nehmen!“ Harry nimmt ihn an sich, bevor er auf mich zustürmt und mich umarmt. Harry sagt: „Ich hab dich so vermisst!“ Ich nicke. Da taucht Dobby hinter mir auf. Ich frage: „Ihr habt also schon einen Ausbruchsplan?“ Sie nicken zögerlich. Da hören wir wieder Hermines Schreie und Ron rennt los, um ihr zu helfen. Harry, Dobby und ich rennen ihm hinterher und schlittern in das Zimmer. Hermine liegt auf dem Boden und Bellatrix beugt sich über sie. Ron schreit: „Aufhören!“ Bellatrix schaut zu uns und ich verstecke mich sofort hinter Harry. Da stürmen auch schon Draco, Lucius und Narzissa zusammen mit Greyback ins Zimmer und ein wilder Kampf beginnt. Harry setzt Draco außer Gefecht, indem er ihn gegen einen Sessel schleudert. Doch dann wird es plötzlich verdächtig ruhig. Bellatrix hat sich Hermine geschnappt und hält ihr ein Messer an die Kehle. Dann hören wir von oben ein Quitschen. Dobby sitzt auf dem Kronleuchter direkt über Bellatrix und löst ihn aus seiner Verankerung. Der Kronleuchter fällt und Bellatrix lässt vor Schreck Hermine los, die sofort zu uns rennt. Bellatrix schreit: „Wolltest du mich umbringen?“ Dobby erwidert: „Dobby wollte keineswegs töten. Dobby wollte nur verstümmeln oder sehr schwer verletzen.“ Bellatrix schreit vor Wut und wirft ein Messer nach uns, als wir apparieren. Wir tauchen an einem Strand wieder auf. Dobby ruft nach Harry. Er hat das Messer in den Bauch gekriegt und liegt im Sterben. Harry ruft nach Hermine, aber sie hat nichts in ihrer Tasche. Ich renne zu Harry und knie mich vor ihn und Dobby. Ich spreche die Worte: „Wulmera Sanento“ und wiederhole sie mehrmals. Dobbys Wunde verheilt und er überlebt. Wir bringen ihn nach drinnen zu Bill und Fleur, damit er sich ausruhen kann. Dann meint Harry zu mir: „Woher kanntest du den Spruch?“ Ich erzähle es ihm: „Von Draco. Bellatrix wirft öfters mal mit Messern um sich, wenn sie wütend ist und meine Katze hat eins abgekriegt. Draco war gerade da und hat sie zum Glück gerettet. Er kennt den Spruch von Snape.“ Harry dreht sich weg. Das Draco Dobby dadurch irgendwie auch gerettet hat, schmeckt ihm gar nicht. Ich gehe nach oben, um zu sehen, wie es Dobby geht. Er ist schon wieder auf den Beinen und von der Wunde ist nichts mehr zu sehen. Als ich eine Stunde später wieder zu den anderen gehe, sehen mich alle irgendwie komisch an. Ich frage sie: „Was ist denn los?“ Und Harry antwortet: „Komm mal bitte mit.“ Ich folge ihm nach draußen. Dort angekommen meint er: „Nimm meinen Arm.“ Ich mach es und wir apparieren. Ich frage: „Wo sind wir?“ „In Godric's Hollow.“ Ich schau ihn groß an. „Hier wohnten deine Eltern, oder?“ Er nickt und ich frage weiter: „Was machen wir hier, Harry?“ Er atmet einmal tief durch, bevor er mir in die Augen schaut und mir erklärt: „Wir können dich nicht mitnehmen.“ Ich sehe ihn fassungslos an. „Was? Aber warum nicht? Ich hab euch geholfen, zu entkommen! Und ich habe Dobby gerettet!“ Er sagt mit ruhiger Stimme: „Das war auch einsame Spitze von dir, aber es geht trotzdem nicht. Du hast noch die Spur auf dir. Wenn du niest, dann weiß das Ministerium, wer dir die Nase putzt. Es weiß zu jeder Zeit, wo du dich aufhältst, wer bei dir ist und was du machst. Es tut mir leid, aber du bist keine Hilfe, sondern eine Gefahr für uns. Bitte verstehe das. Deshalb habe ich dich hierher gebracht. Hier bist du in Sicherheit. Es tut mir leid, aber ich muss jetzt gehen. Pass auf dich auf.“ Ich will ihn anschreien, aber er ist schon appariert. Wie kann er das nur tun? Ich habe alles für ihn gemacht und er lässt mich einfach im Stich? Ich dachte wir wären Freunde, aber Freunde tun so etwas nicht. Er hat mich verraten. Dieser Verräter! Ich werde wütend. Jetzt weiß ich, zu wem ich wirklich gehöre. Sie hatten also doch Recht. Ich gehöre zu Voldemort und dem Todessergefolge. Ich versuche mich trotz meiner riesigen Wut auf Potter, Weasly und Granger zu konzentrieren. Ich stelle mir vor, wo ich hin will: Dem Anwesen der Malfoys. Ich schließschlossähnliche Gebäude und stapfe in Richtung der Halle. Als ich sie betrete, sitzt dort die komplette Familie Malfoy, also Lucius, Bellatrix, Rabastan, Narzissa und Draco. Und alle sehen mich verwundert an. Ich setze mich wütend an den Tisch, atme kurz durch und sehe dann Bellatrix an und sage: „Du hattest Recht. Ich gehöre nicht auf die gute Seite, ich gehöre zu euch. Potter ist ein elendiges Arschloch und hat es nicht verdient, zu leben.“ Bellatrix lacht und geht. Lucius und Narzissa ebenfalls. Draco sieht mich verwunderter an, denn je und fragt: „Was ist passiert?“ Ich erzähle: „Ich hab sie aus dem Verließ befreit und Dobby vor dem Tod bewahrt. Und was tun sie für mich? Nichts! Ich darf nicht mal mit ihnen mit! Potter hat mich nach Godric's Hollow gebracht und dort zurückgelassen, mit den Worten, dass ich keine Hilfe, sondern eine Gefahr für sie wäre. Draco, du hattest so Recht! Potter ist ein aufgeblasener Promi! Auf ihn, Weaslebee und das Schlammblut Granger kann man echt gut verzichten!“ Er nickt und nimmt mich in den Arm, als sich die Türe öffnet und Bellatrix zusammen mit Voldemort eintritt. Bellatrix fordert mich auf: „Sag noch einmal das, was du mir gerade gesagt hast.“ Ich sehe ihm in die Augen und sage mit einer eiskalten Stimme: „Ihr hattet Recht. Ich gehöre zu den Todessern, nicht zu Potter. Potter ist ein elendiges Arschloch, das es nicht verdient hat, zu leben.“ Voldemort nickt, sieht mich an und sagt dann: „Das heißt, du hast deine Seite gewählt?“ Ich nicke: „Ja. Die Todesser sind die wahren Helden, weil sie nicht so sind, wie all die anderen.“ Voldemort lacht. Bellatrix fragt neugierig: „Sag mal, wo sind sie jetzt eigentlich?“ „Keine Ahnung, an irgend so einem Strand halt.“ Jetzt lassen sie uns wieder allein. Den Rest der Ferien verbringe ich damit, mit Draco herumzuhängen, die Todesser zu nerven, ich rede viel mit Greyback und Scabior, mit denen ich mich besonders gut verstehe.
    Als ich wieder in Hogwarts bin, wurden Potter, Granger und Weasly noch immer nicht gefunden, aber sie sind in das Verließ von Bellatrix eingebrochen und stehlen dort einen Trinkbecher, indem ein Horkux versteckt ist. In Hogwarts geht der Unterricht ganz normal weiter. Eines Abends sitzen wir wieder mal in unserem Gemeinschaftsraum. „Diese Carrows machen mich echt fertig.“, sage ich. Blaise fragt: „Warum das denn?“ „Ich finde sie einfach scheiße... Wird Zeit, ihnen einen meiner berühmten Streiche zu spielen.“ Draco will mich aufhalten: „Nein, Lina, das kannst du echt nicht bringen, du weißt doch genau so gut wie ich, wie es enden wird.“ Ich nicke und denke mir dabei, dass meine Entscheidung längst feststeht. Gleich am nächsten Tag setze ich meinen Plan, den Carrows einen Streich zu spielen, in die Tat um. In Muggelkunde passiert es. Es ist ein kleiner harmloser Streich mit einem hübschen kleinen Effekt, wozu unteranderem auch das Finsternispulver von Fred und Geoge gehört. Alle lachen, die Carrows finden es aber überhaupt nicht so lustig und merken blöderweise, dass ich es getan hab. Sie stellen mich vor der ganzen Klasse zur Rede, aber ich kann nicht antworten, weil ich einen riesigen Lachflash habe. Draco schaut mich böse an, fast etwas enttäuscht, und ich höre auf zu Lachen. Womit es endet, ist ja dann auch wieder klar: Nachsitzen.
    Nach den ersten Stunden gehen wir in die Große Halle und ich setze mich zu Neville, Luna und Ginny. Auch wenn ich meine Seite gewählt hab, bin ich super mit ihnen befreundet. Auch mit Ginny verstehe ich mich immer noch gut, obwohl mir die Sache mit Ron immer noch sehr nahe geht. Die Weaslies an sich sind für mich super okay, nur Ron ist für mich ein Arschloch. Ich setze mich dann auch wieder zu Draco, Pansy und Blaise. Draco scheint immer noch sauer auf mich zu sein und ich frage ihn: „Was ist denn los?“ „Du hast es mir versprochen!“ Ich antworte mit ruhiger Stimme: „Ich habe dir gar nichts versprochen. Ich habe nur genickt und darüber nachgedacht. Dass ich es getan habe, war eine spontane Entscheidung. Okay?“ „Stimmt eigentlich.. Ich glaube, das war ein Missverständnis.“ Wir verstehen uns wieder. Na geht doch.
    Nach dem Mittagessen gehe ich wieder mal zu den Carrows zum Nachsitzen. Als ich danach durch die Gänge laufe, begegne ich Ginny und sie zieht mich mit sich in den Raum der Wünsche, den man auch den Da-und-Fort-Raum nennt. Ginny reicht mir ein Tuch und ich drücke es mir auf meinen blutenden rechten Unterarm. An meiner Stirn blute ich auch, und meine Lippe ist aufgeplatzt, aber das interessiert mich gerade wenig. Das Gemälde oben an der Wand schwingt zur Seite, hinter ihm verbirgt sich ein Geheimgang der zu dem Bruder von Dumbledore führt. Neville erscheint und sagt: „Hey, Leute, ich hab euch was mitgebracht.“ Seamus sagt: „Hoffentlich nicht wieder was von Flurish and Boots.“ Alle lachen, ich auch. Neville verdreht die Augen und tritt zur Seite. Hinter ihm tauchen Granger, Weasly und Potter auf. Alle klatschen und stehen vor Freude auf, außer mir. Ich bleibe stehen, wo ich bin und sehe Potter finsterer an, denn je. Da höre ich auch schon Lee in sein Mikro rufen: „Achtung! Achtung! Der Blitz hat eingeschlagen! Ich wiederhole: der Blitz hat eingeschlagen!“ Innerhalb von Sekunden füllt sich der Raum. Harry kämpft sich zu mir durch und sagt: „Ich bin so froh, dich zu sehen. Ich hab dich so vermisst.“ Ich antworte wütend: „Das hast du auch gesagt, bevor du mich im Stich gelassen hast, als ich dich am meisten gebraucht habe.“ „Ich weiß und das tut mir wirklich aufrichtig leid, ich weiß jetzt, dass es ein Fehler war.“ Er streicht mit über meine Stirn. Dann sagt er: „Woher hast du den Kratzer? Und deine Lippe …?“ „Die Carrows stehen auf Bestrafung“, antworte ich bitter. Er sieht mir in die Augen und sagt: „Es tut mir so leid. Kannst du mir verzeihen?“ Das ist meine Chance. Ich nehme das Tuch von meinem rechten Unterarm und ziehe mir den linken Ärmel nach oben, sodass Harry mein dunkles Mal sehen kann und ich sage: „Nein, das kann ich nicht mehr. Meine Entscheidung ist gefallen.“ Er starrt mich fassungslos an. Ich drehe mich um und renne aus dem Raum zu meinen Freunden. Pansy fragt mich besorgt: „Sel, ist alles in Ordnung? Du bist kreideweiß!“ „Doch, doch, alles okay“, lüge ich. Kurz darauf werden wir in die große Halle gerufen. Die Slytherins sitzen ganz vorn. Ich setze mich zwischen Pansy und Draco, wir sitzen weiter hinten, eher so mittig. Snape steht vorne. Und dann beginnt er zu sprechen. Er erzählt uns, dass Harry Potter in Hogsmead gesichtet wurde und man vermutet, dass er sich hier im Schloss aufhält. Er endet, indem er sagt: „Sollte ein Schüler oder Lehrkörper wissen, wo sich der Junge aufhält, dann sollte er jetzt sprechen.“ Gemurmel geht durch die Reihen. Draco und Pansy schauen mich mit misstrauischem Blick an, als Harry Potter aus den Reihen tritt und zu Snape sagt: „Mir scheint es, als gäbe es trotz der vielen Überwachungen immer noch ein Sicherheitsproblem in ihrem Haus.“ Genau in diesem Moment öffnet sich die Eingangstüre und der Orden des Phönix stürmt herein, darunter auch Fred und George. Harry deutet mit dem Zauberstab auf Snape, dieser macht dasselbe. McGonnagal stürmt herbei und stößt Harry zur Seite. Sie zwingt Snape dazu, zu verschwinden. Da kommt Filch herein und schreit: „Schüler aus den Betten! Schüler aus den Betten!“ Draco flüstert mir zu: „Ach nein, das hab ich jetzt aber auch gar nicht bemerkt.“ Ich kichere. Jetzt rennt Harry wieder weg und wir bleiben in der Halle zurück. Pansy fragt: „Du wusstest es, oder? Das er hier ist?“ Ich nicke. Pansy, Draco, Blaise und ich rennen zurück in unseren Gemeinschaftsraum. Ich rase in unser Zimmer und suche die Viole mit Felix Felicis. Ich schnappe mir noch meinen Zaubertrankgürtel(einen Gürtel, an dem verschiedene Zaubertränke sind) und schnalle in mir um. Ein Zaubertrank ist dabei sehr speziell. Er soll jemanden, der dabei ist, zu sterben, vor dem Tode bewahren, aber ich habe ihn noch nie ausprobiert. Ich schnappe mir noch eine Flasche Orangensaft und verrühre mein “flüssiges Glück“ darunter. Das gieße ich in drei Becher und renne damit wieder zu den anderen drei und gebe es ihnen. Ich sage: „Trinkt das.“ „Was ist das?“, fragt Blaise. „Ein Stärkungstrank“, lüge ich und sie schlucken es runter. Die Flüssigkeit in der Flasche müsste noch für zwei Portionen reichen. Ich schütte es also in zwei Becher und renne damit aus dem Gemeinschaftsraum. Jetzt trennen sich die Wege von Pansy, Draco, Blaise und mir. Pansy rennt in die Bibliothek, während Draco und Blaise, zusammen mit Crabbe und Goyle, Harry in den Raum der Wünsche verfolgen; und ich suche Fred und George, denn sie sollen den Trank noch nehmen. Ich renne auf den Astronomieturm finde sie da auch zum Glück. Ich sage: „Fred, Goerge, hier seid ihr!“ Sie drehen sich gleichzeitig um und sehen mich an. Ich drücke ihnen die Becher in die Hand und sage: „Hier, trinkt das. Das wird euch guttun.“ Sie fragen gleichzeitig: „Was ist das?“ Und ich antworte wieder: „Nur ein Stärkungstrank.“ Sie trinken. Als sie die Becher abstellen, fragt Goerge: „Das war nie und nimmer ein Stärkungstrank, oder?“ Ich antworte: „Nein. Das war meine Viole Felix Felicis, flüssiges Glück.“ Fred starrt mich geschockt an: „Was? Aber du hattest davon doch überhaupt nichts!“ Ich nicke und sage: „Ihr seid mir wichtiger und jetzt kann man das ja sowieso nicht mehr rückgängig machen.“ Ich denke mir dabei, dass es so vielleicht auch besser ist, wenn ich sterbe, dann werden sie gewinnen. Ich nicke ihnen noch einmal kurz zu und verschwinde dann wieder nach unten. Die Todesser haben sich bereits um Hogwarts versammelt und schießen auf den Schutzwall. Als ich am Raum der Wünsche vorbei komme, fliegen mir Draco und Harry direkt vor die Füße. Draco rennt natürlich sofort weg und ich renne ihm hinterher. Ich erwische ihn und halte ihn fest. Ich frage: „Was ist denn passiert?“ Er antwortet: „Wir waren im Raum der Wünsche und Crabbe hat ein Dämonsfeuer heraufbeschworen. Goyle kam noch raus, aber die Feuerwand hat uns eingekreist. Blaise, Crabbe und ich sind auf einen Berg von Sachen geklettert, aber Crabbe ist runter gefallen. Sein eigener Fluch hat ihn getötet!“ Ich nehme ihn in den Arm und drücke ihn fest an mich. Da hören wir von draußen ein Donnern, der Schutzwall wurde durchbrochen. Ich renne raus und sehe, wie Neville auf der Brücke von Todessern verfolgt wird, darunter auch von Scabior und Greyback.
    Harry, Ron und Hermine rennen in Richtung des schwarzen Sees und ich laufe ihnen nach und komme einige Minuten nach ihnen am Bootshaus an. Als ich reinrenne, sind sie schon wieder weg, aber dafür liegt eine Gestalt am Boden. Es ist Snape! Voll Schock knie ich mich auf den Boden. Er blutet aus dem Hals. Voldemort muss seine Schlange Nagini auf ihn gehetzt haben. Ich krame meinen speziellen Zaubertrank hervor und schütte ihn auf die Wunde, auch wenn ich nicht weiß, ob er überhaupt wirkt. Dann renne ich weg, wobei ich mein Fläschchen aber vergesse, merke dies jedoch nicht. Ich renne zurück in das Schloss und die große Treppe hinauf, ich muss Draco unbedingt finden. Da rennt Harry an mir vorbei, gefolgt von Hermine und Ron. Hermine sagt zu Harry: „Nein! Das kannst du nicht machen, Harry! Du kannst dich ihm nicht einfach ausliefern!“ Harry erwidert: „Ich muss aber! Ich will nicht, dass noch mehr Leute für mich sterben!“ Und er rennt weiter. Ich frage Hermine und Ron: „Was hat er gemeint?“ Sie antworten: „Hast du es denn nicht gehört?“ „Was denn?“ „Voldemort hat gesprochen. Er gibt uns eine Stunde Zeit, um unseren Gefallenen nachzutrauern und sie wegzubringen. Außerdem hat Harry solange Zeit, sich Voldemort im verbotenen Wald zu stellen, tut er das nicht, will er uns alle töten!“ Ich schaue sie geschockt an, doch da kommt Draco um die Ecke gebogen und schleift mich mit sich. Knapp eineinhalb Stunden später stehen wir alle auf dem Hof. Und die Todesser kommen auf uns zu, mit Hagrid, der Harry trägt. Voldemort schreit: „Harry Potter ist tot!“ Die Todesser lachen. Voldemort: „Jetzt habt ihr die Wahl. Kommt auf meine Seite … oder sterbt.“ Dracos Eltern rufen nach ihm und auch nach mir. Ich sehe ihm ängstlich in die Augen und er sagt: „Komm, zusammen“ und gibt mir seine Hand. Ich greife sie und wir gehen zusammen auf ihn zu. Voldemort sagt: „Ah, Draco, Selina.“ In der Mitte zwischen den Todessern und der Guten Seite bleibe ich stehen und sage: „Nein! Ich mach das nicht! Tut mir Leid, Draco, aber das ist nicht mein Schicksal. Ich kann nicht für etwas kämpfen, dessen Meinung ich überhaupt nicht bin.“ Ich löse meine Hand aus seiner und will umdrehen, als Draco sagt: „Warte! Wenn du gehst, dann komme ich mit.“ Wir gehen zurück auf unsere Seite und Voldemort starrt uns finster hinterher und Dracos Eltern drehen sich einfach um und gehen! Jetzt tritt Neville nach vorn, den sprechenden Hut in der linken Hand. Er humpelt und die Todesser machen sich über ihn lustig. Voldemort fragt wie er heißt und nachdem Neville es ihm gesagt hat, sagt er: „Nun, Neville, wir werden schon einen Platz in unseren Reihen für dich finden.“ Doch Neville sagt: „Ich will etwas sagen.“ „Wenn du etwas zu sagen hast, dann sag es.“ Und Neville beginnt zu sprechen. Er erklärt uns, dass alle, die bereits für uns gestorben sind, nicht umsonst starben. Und dass Harry nicht tot ist, denn in unseren Herzen würde er weiterleben und in diesem Moment wird mir klar, dass ich die für mich richtige Seite gewählt habe. Da springt Harry plötzlich aus den Armen von Hagrid auf. Er ist überhaupt nicht tot! Er hat nur so getan! Der Kampf geht weiter. Ich renne durch Hogwarts und suche Draco, aber ich kann ihn nirgendwo finden! Plötzlich packt mich jemand von hinten und schleudert mich gegen die Wand. Ich lande auf dem Boden und sehe in das wutentbrannte Gesicht von Bellatrix. Sie kommt mit erhobenen Zauberstab auf mich zu und ich schreie sie an: „Na los! Töte mich! Dann verliert ihr, also mach schon!“ Sie sagt: „Nein ich töte dich nicht! Ich sorge nur dafür, dass du dich nicht einmischen kannst!“ Sie hält mir ihren Zauberstab auf die Brust und schreit: „Crucio!“ Ich schreie vor Schmerzen und bin schon dabei ohnmächtig zu werden, als der Schmerz plötzlich aufhört. Ich öffne die Augen und sehe vor mir Greyback und Scabior. Sie helfen mir hoch und fragen: „Alles ok?“ „Ja. Habt ihr Bellatrix …?“ „Nein, nur außer Gefecht gesetzt.“ „Warum?“ „Wir kämpfen jetzt auch auf deiner Seite. Du hast Recht, es lohnt sich nicht, ein Todesser zu sein.“ Ich nicke. Jetzt rennen sie mit mir durch das Schloss und beschützen mich vor den Todessern, die von Voldemort den Auftrag gekriegt haben, zu verhindern, dass ich mich in den Kampf einmische. Ich treffe auf Fred und Goerge. Sie zielen bereits auf Greyback und Scabior, als ich schreie: „Nein! Sie sind auf unserer Seite!“ Und die beiden sinken die Zauberstäbe und sehen mich verdutzt an. Klar, für sie ist es schwer, zu begreifen, dass der Werwolf, der ihren Bruder Bill fast getötet hätte, zu verzeihen, aber das müssen sie jetzt. Ich frage: „Wisst ihr wo Harry ist?“ „Er ist auf den Astronomieturm gerannt“, antwortet Fred. Ich bedankt mich und renne weiter, die beiden ehemaligen Todesser immer noch an meiner Seite. Da hören wir einen lauten Schrei, Harrys Schrei. Ich weiß sofort, was passiert ist. Er stürzt sich den Astronomieturm hinab. Ich drehe mich um und renne aus dem Schloss, dabei treffen wir auf Draco und auch er rennt mit. Dann sehe ich sie. Voldemort und Harry sind dabei, zu kämpfen. Draco, Greyback, Scabior und ich bleiben stehen. Dann werden Voldemort und Harry gleichzeitig zurückgeschleudert und Harry bleibt bewegungslos und mit vielen Wunden am Körper, die sehr stark bluten liegen. Ich renne auf den Platz und rufe Draco dabei zu: „Draco, du musst Harry helfen!“ Er rennt zu Harry, während ich meinen Zauberstab heraushole und auf Voldemort ziele. Er steht bereits wieder und gleichzeitig schießen wir aufeinander. Unsere Zauberstäbe scheinen sich zu verbinden. Von seinem geht ein grüner und von meinem ein roter Strahl aus. Plötzlich weicht Voldemort zurück und unterbricht den Strahl, ich weiß genau wieso, Nagini(Voldemorts letzter Horkux) muss getötet worden sein. Voldemort schießt noch einmal auf mich und ich auch auf ihn. Der rote Strahl wird immer größer und drückt den grünen zurück, bis er erlischt. Voldemort sinkt auf die Knie, ein erbärmlicher Schrei geht von ihm aus und dann ist er tot. Ich werde von dem Schlag zurückgeschleudert und lande auf dem Rücken. Draco und Harry helfen mir hoch. Der Kampf ist vorbei … Voldemort ist tot. Und ich habe ihn getötet? Ich kann es nicht fassen. Alle versammeln sich um uns und jubeln. Die Todesser ergeben sich fast alle, die anderen werden fertiggemacht und von den Auroren werden alle nach Askaban gebracht. Da entdecke ich meine Eltern, die ich seit dem Tag nicht mehr gesehen habe, als Voldemort mich gefoltert hatte, und renne zu ihnen. Sie werden gerade von den Auroren weggeführt, als ich bei ihnen ankomme und sie stehen bleiben. Sie sehen mich ohne jegliche Anerkennung an, eher mit Zorn in den Augen. Mein Vater fährt mich an: „Was hast du nur getan! Du hast ihn ermordet! Du hast alles kaputt gemacht und den falschen Weg noch dazu gewählt!“ Ich falle ihm fauchend in sein Wort: „Ich habe rein gar nichts gemacht, was du und ihr mir vorwerfen könnt! Ich habe nur den, für mich perfekten, richtigen Weg gefunden! Und außerdem: Wer bringt denn einfach irgendwelche Leute um, die einem gar nichts getan haben? Ich ganz sicher nicht!“ Meine Mutter sagt: „Aber Kind! Wir haben das alles doch nur für dich getan! Wir wollen doch nur das Beste für dich!“ Ich sage: „Das glaube ich euch nicht. Nicht mehr. Wenn ihr das Beste für mich gewollt hättet, dann wärt ihr mit meiner Entscheidung einverstanden gewesen und hättet immer zu mir gehalten, aber ihr habt mich im Stich gelassen, als ich euch am meisten gebraucht habe. Seit dem habe ich keine Eltern mehr. Für mich seit ihr gestorben und nach dem, was du gerade sagtest, Thomas, bin ich das für auc. Ihr seid für mich nichts weiter, als Vergangenheit.“ Ich drehe mich um und gehe. Als ich gerade bei Draco ankomme, entdecke ich Scabior und Greyback, die ebenfalls abgeführt werden. Ich frage den Auror: „Wieso werden Greyback und Scabior abgeführt?“ Er antwortet: „Sie sind Todesser, also kommen sie auch nach Askaben.“ Ich falle aus allen Wolken: „Was? Aber nein! Sie haben mir, also uns geholfen! Sie sind auf der guten Seite! Ehrlich!“ Der Typ antwortet kühl: „Bis zu ihrer Anhörung sind sie in Askaban gut aufgehoben.“ Scabior sagt: „Hey, Kleines, sei bitte nicht traurig. Das ist schon richtig so. Mach dir keine Sorgen um uns, wir kommen schon klar.“ Sie werden weggebracht. Ich schaue ihnen nach, bis sie appariert sind. Draco kommt zu mir und nimmt mich in seinen Arm und sagt: „Jetzt ist es vorbei.“ Ich schaue ihn an und erwidere: „Nein, jetzt fängt unser Leben erst richtig an. Aber davor kommt noch das Chaos.“ 'Ja, das Chaos des Todes. Das Chaos zu sehen, wie alle Toten in der Halle liegen und zu sehen, wer tot ist.' Ich gehe zusammen mit Draco in die große Halle. Pansy und Blaise rennen auf uns zu. Pansy nimmt mich in Arm, Blaise versucht ganz cool zu bleiben, was ihm allerdings nicht gelingt. Er sagt: „Ich bin so froh, dass es euch gut geht.“ Pansy fragt: „Du hast es also wirklich getan? Du hast ihn...?“ „Ja, ich habe Voldemort getötet.“ Sie drückt mich fest an sich, als ich Fred und Goerge sehe. Als sie mich wieder loslässt, gehe ich zu ihnen. Beide drücken mich und sagen: „Hey, alles klar?“ Ich nicke und frage: „Und bei auch? Auch alles klar?“ Sie nicken und Fred erzählt: „Hätte ja auch nichts passieren können mit dem Felix Felicis, aber ich glaube du hast mir damit das Leben gerettet.“ „Wieso?“ „Bellatrix hat mir einen Todesfluch entgegen gedonnert, aber er hat mich verfehlt. Und eine Wand ist direkt neben mir explodiert, aber ich hab nicht mal einen Kratzer.“ Er lacht, aber ich merke, dass ihm das alles ganz schön nah geht. Ich gehe weiter. Da liegen Lupin und seine Frau Tonks tot, sie haben kurz zuvor erst ihr Kind bekommen. Ich gehe niedergeschlagen weiter. Draco rennt mir nach und fragt mich: „Hey, ist wirklich alles okay?“ „Ja, klar.“ „Das glaub ich dir nicht. Jetzt komm schon, mir kannst du es doch sagen. Also, was ist los?“ „Das ist eben alles grade ein bisschen viel für mich. Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu fähig wäre jemanden zu töten. Und das meine Eltern mich so verstoßen, das macht mich einfach nur fertig. Und dann ist da doch noch das mit deinen Eltern … Ich weiß einfach nicht, ob ich wirklich das Richtige getan habe.“ Er lächelt mich warm an und sagt: „Das hast du, glaub mir das hast du. Auch wenn du es jetzt noch nicht weißt, du hast das Richtige getan. Denn du hast nicht nur Voldemort getötet, sondern auch mich vor der falschen Seite bewahrt. Meine Eltern werden meine und auch deine Entscheidung verstehen. Glaub mir.“ Er nimmt meine Hand. Da komme Harry, Ron und Hermine auf uns zu. Draco sieht Harry finster wie immer an. Harry räuspert sich und sagt zu ihm: „Draco, es....also ich... ich wollte mich bei dir bedanken.“ „Wofür?“ „Dafür, dass du mich gerettet hast. Können wir nicht noch mal von vorne anfangen?“ Draco schaut ihn an, aber ich stupse ihn an und sehe ihn aufmunternd an, bis er schließlich sagt: „Mal sehen. Aber du solltest dich nicht bei mir, sondern bei Selina bedanken.“ Er schaut mich an und fragt: „Können wir reden? Allein?“ Ich nicke und gehe mit ihm aus der Halle. Jetzt sagt er: „Danke. Danke für alles!“ Ich nicke wortlos. Er redet weiter: „Selina, es tut mir alles so schrecklich leid! Ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen, aber das kann ich nicht. Kannst du mir verzeihen und das, was zwischen uns vorgefallen ist vergessen?“ Ich zögere, bevor ich ihm antworte und sage: „Harry ich verzeihe dir, aber ich werde es niemals vergessen können. Dafür ist einfach zu viel passiert. Ich habe dir vertraut, aber du hast mich in meiner dunkelsten Stunde allein gelassen und mich somit verraten. Ich dachte, du würdest für mich da sein, aber dass warst du nicht. Anstatt dir waren die Todesser und Draco für mich da. Ich wusste, dass nur ich Voldemort töten kann und ich war immer auf deiner Seite, aber an dem Tag, als du mich in Godric's Hollow zurückgelassen hast, da hat sich meine Meinung geändert. Ich wollte zu den Todessern, weil ich wusste, dass sie mich nie im Stich lassen würden, so wie du es getan hast. Ich habe Voldemort auch nicht getötet, um dich zu retten. Das ich Draco zu dir geschickt habe, war ein Reflex und deshalb musst du mir nicht dankbar sein.“ Mir treten Tränen in die Augen und Harry schaut mich groß an und sagt: „Können wir trotzdem Freunde bleiben?“ Ich antworte: „Ich weiß es nicht. Ich muss erst über alles gründlich nachdenken und erst mal zur Ruhe kommen. Tut mir leid.“ Ich gehe. Aber ich gehe nicht zurück in die große Halle. Ich gehe zum schwarzen See und setze mich dort ans Ufer, um nachzudenken. Habe ich wirklich das Richtige getan? - Ja, ich denke, das habe ich. Nach einer Weile gehe ich zurück in die Halle. Meine Freunde erwarten mich schon und fragen was passiert ist. „Ach nichts“, antworte ich nur und suche dann Ginny. Ich weiß, dass sie in Harry verknallt ist und das schon sehr lange. Als ich sie gefunden habe, sage ich: „Ginny, du solltest zu Harry gehen und ihn trösten. Er hatte einen harten Tag.“ Sie nickt und geht.
    Ich gehe zurück zu meinen Freunden.
    Die Lehrer und Eltern haben sich besprochen und entschieden, dass es das Beste wäre, uns Schülern ein paar Wochen Ferien mit unseren Familien zu gewähren. Die Malfoys sind auch im Schloss, denn sie wurden, dank der guten Kontakte von Lucius, nicht nach Askaban gebracht. Narzissa und Lucius gehen zu Draco, der neben mir steht und leicht zittert. Ich nehme seine Hand, um ihm Halt zu geben. Lucius sagt zu Draco: „Sohn. Ich bin wahrhaft stolz auf dich.“ „Was?“ Draco kann es nicht glauben. „Ja, du hörst ganz recht. Wir sind stolz auf dich. Du hast dich nicht beirren lassen und deine eigene Entscheidung getroffen.“ Er nimmt seinen Sohn in den Arm. Als er ihn wieder loslässt, dreht sich Draco zu mir um und umarmt mich. Da kommt ein Auror zu mir und sagt: „Verzeihung, Miss Morsten?“ „Ja, was gibt es?“ „Es geht um ihre Eltern. Zu diese können sie ja nun nicht mehr und das heißt, wir brauchen einen Ort, wo sie erst einmal wohnen können.“ Da mischt sich Narzissa ein: „Selina wohnt bei uns.“ Ich sehe sie verwundert an. „Also wenn du möchtest.“ Ich sage: „Klar! Also wenn es halt für euch in Ordnung ist.“ Narzissa sieht Lucius fragend an, doch er sagt lächelnd: „Natürlich ist das in Ordnung! Für mich gehörst du so wie so schon zur Familie!“ Und auch er umarmt mich.
    Also verbringe ich meine freie Zeit bei den Malfoys. Da Lucius im Ministerium arbeitet, kriege ich auch ganz gut mit, wer aus Askaban wann seinen Prozesstag hat. Draco und ich spielen draußen zusammen Quidditch, als Lucius kommt. Er kommt direkt auf mich zu und sagt: „Selina, deine Eltern haben morgen ihren Termin.“ „Ja und?“ „Ich dachte nur, es würde dich interessieren.“ Ich nicke. Dann frage ich: „Weißt du, wann Scabior und Greyback haben?“ „Ja. Scabior hat am Mittwoch, Greyback am Donnerstag.“ Ich nicke. Dann geht Lucius rein.
    Zwei Tage später sitzen wir alle gemeinsam am Frühstückstisch, als uns die Eule mit der Post erreicht. Erstmals ist auch ein Brief für mich dabei. Er ist vom Ministerium. Ich öffne ihn hastig und lese ihn mir durch. Meine Eltern kommen nach Askaban, lebenslang. Da ich aber den „dunkelsten Zauberer aller Zeiten“ getötet habe und somit einen guten Status habe, kann ich mildernde Umstände einreichen. Das heißt, dass meine Eltern es in Askaban besser hätten, als andere. Ich lege den Brief nieder und denke darüber nach. Na klar, meine Eltern haben mich verstoßen und ziemlich runter gemacht, aber es sind doch schließlich immer noch meine Eltern. Ich esse weiter. Draco sieht mich neugierig an und fragt: „Was hast du für einen Brief bekommen?“ Doch Lucius fällt ihm sogleich wieder ins Wort: „Na, na, na, Draco; das ist ein Briefgeheimnis, wenn sie es sagen will, dann wird sie es schon sagen.“ Ich zögere kurz, bevor ich sage: „Es ist ein Brief vom Ministerium. Meine Eltern kommen nach Askaban, aber ich kann ihnen dort ein besseres Leben ermöglichen.“ Draco sieht mich fragend an und obwohl er nichts sagt, weiß ich, was ihm auf der Zunge liegt und sage: „Und ich werde es machen. Sie haben mich zwar fallen gelassen, aber es sind immerhin noch meine Eltern.“ Narzissa nickt. Lucius schaut nachdenklich auf seine Uhr, dann sagt er erschrocken: „Oh nein, schon so spät! Selina, wir müssen los! Die Anhörung beginnt bereits in drei Stunden!“ Und er steht hastig vom Tisch auf. Ich schaue auf den kalender. Heute ist Mittwoch, Scabiors Anhörung. Also esse ich noch schnell fertig, zeihe mir meine Schuhe an und mache mich zusammen mit Lucius auf den Weg ins Ministerium. Wir apparieren, was mir jetzt zum Glück keine Übelkeit mehr verursacht, und landen vor dem Ministerium. Hier war ich das letzte Mal, als ich die Prophezeiung holen sollte. Ein komisches Gefühl wieder hier zu sein aber gut, auch das werde ich überstehen.
    Als wir am Raum ankommen, bleibt Lucius stehen und sagt: „Tut mir leid, aber weiter darf ich nicht. Viel Glück.“ „Danke.“ Ich gehe hinein. Scabior sitzt bereits im Anklagestuhl. Als ich herein komme, dreht er sich zu mir um und lächelt mich schief an. Aber er sieht überhaupt nicht gut aus. Er ist total abgemagert und hat viele Wunden. Na schön, wird Zeit, den Minister davon zu überzeugen, dass Scabior ein guter Kerl und kein Todesser ist. Als ich sprechen darf, sprudelt alles nur so aus mir heraus. Natürlich werde ich angehört, ich habe schließlich Voldemort getötet und dadurch einen der höchsten Stände in der Zaubererwelt erhalten.
    „Herr Minister, Scabior Wimbleton ist wirklich ein sehr guter Mann, sonst hätte er wohl auch noch das dunkle Mal auf seinem Arm, aber das hat er nicht mehr“, schließe ich meinen Bericht. Die Führer des Verfahrens ziehen sich jetzt zurück, um sich zu entscheiden.
    Sie kommen wieder und wir erheben uns von unseren Plätzen. Der Minister sagt: „In allen Punkten frei gesprochen“, haut mit seinem Hammer auf das Pult und damit ist die Anhörung beendet. Steve ist wieder ein freier Mann. Nachdem ihm die Fesseln abgenommen wurden, stürme ich auf ihn zu und sage: „Scabior! Du bist frei!“ Er nickt und lächelt müde. Er sagt: „Danke, Selina. Ohne deine Hilfe müsste ich jetzt wohl zurück nach Askaban.“ Ich nicke, er sagt nachdenklich: „Aber wo soll ich denn jetzt hin? Ich habe weder ein Haus, noch eine Familie oder Freunde, zu denen ich könnte.“ Ich erwidere: „Du kannst bei uns wohnen! Also wenn Lucius es erlaubt.“ Er nickt nachdenklich und wir verlassen das Gebäude. Draußen erwartet Lucius uns bereits. Er begrüßt Scabior und sagt: „Merlin sei Dank, dass sie es eingesehen haben, mein Guter.“ Ich frage: „Lucius? Scabior weiß nicht wo er jetzt hin soll.“ Er sagt ohne zu zögern: „Na, er wohnt bei uns! Immerhin ist er dein Onkel!“ Mir klappt die Kinnlade runter und ich sage: „Was? Das wusste ich überhaupt nicht! Er heißt doch ganz anders!“ Lucius erklärt mir alles: „Ja. Deine Mutter hieß früher auch Wimbleton, aber als sie deinen Vater heiratete, nahm sie seinen Namen an. Wobei ich dir dabei auch noch gerade sagen muss, dass du auch mit Greyback verwand bist. Er ist dein Großonkel, der Cousin deines Vaters.“ „Ernsthaft? Das ist ja irre! Echt der Hammer!“ Ich freue mich total. Jetzt muss nur noch Greyback freigesprochen werden und dann wird gefeiert! Doch zuerst muss irgendjemand den armen Scabiorversorgen, denn er sieht echt furchtbar aus!
    Am nächsten Tag wird zum Glück auch Greyback freigesprochen und auch er wohnt jetzt bei uns. Die restlichen Ferien verlaufen für Draco und mich super. Wir spielen draußen viel Quidditch und nerven Greyback und Steve oft. Den beiden geht es dank Narzissa auch schnell besser.
    Und dann kommt der Tag, an dem wir zurück nach Hogwarts gehen.
    Draco, Pansy, Blaise und ich sitzen zusammen mit Goyle an unseren gewohnten Plätzen in der großen Halle, während Dumbledores Bruder, der jetzt unser Schulleiter ist, seine Rede hält. Ich schaue mir die neuen Lehrer an. Sloughorn ist noch da, aber wer wird jetzt der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und Hauslehrer von Slytherin? Snape ist schließlich tot. Da bleibt mein Blick an einer schwarzen Gestalt hängen, die düster in die Runde blick. Es ist Snape! Ich sage zu meinen Freunden: „Was macht den Snape hier!“ Blaise runzelt die Stirn und sagt: „Er ist hier Lehrer, weißt du das denn nicht mehr?“ Draco ergänzt: „Er ist hier, weil er die ganze Zeit über im Orden des Phönix war und auch nur deshalb bei Voldemort war.“ Pansy sieht mich an und fragt: „Warum fragst du?“ Ich antworte: „Eigentlich sollte er längst tot sein!“ Alle schauen mich verdutzt an, Goyle schaut Snape an und sagt: „Hm.. Tot sieht er nicht gerade aus.“ Draco fragt mich: „Wieso soll er denn tot sein?“ „Nagini hat ihn getötet. Ich hab es mit eigenen Augen gesehen! Außer natürlich...“ „Was?“ „Mein Trank hat gewirkt!“ Alle vier sehen mich fragend an, also erzähle ich ihnen die ganze Geschichte und sie verstehen. Nachdem Dumbledore seine Rede gehalten hat, und wir gegessen haben, verziehen wir uns in den Gemeinschaftsraum. Wir reden noch sehr lange, bevor wir dann irgendwann ins Bett gehen.
    Am nächsten Tag erwartet uns der Schulalltag und die ersten Stunden sind VGDDK bei Snape. Als wir kommen, stehen die meisten Griffendors schon vor der noch verschlossenen Tür, darunter auch Harry, Hermine und Ron. Als Harry mich sieht kommt er zu mir, streckt mir seine Hand hin und meint: „Hey Selina, wie geht's?“ Ich antworte, ohne ihm meine Hand zu geben: „Hallo Potter. Gut.“ Ich drehe mich weg von ihm. Zu meiner großen Überraschung geht Draco zu Harry und sagt: „Hallo Harry. Wie geht's so? Ich hab gehört du bist jetzt mit Ginny zusammen?“ Harry sieht ihn verdutzt an und sagt: „Hey Malfoy..äh ich meine Draco. Ja, stimmt. Ich bin mit Ginny zusammen und mir geht's auch gut. Dir?“ „Auch, auch.“ Jetzt erst bemerkt Dray Ron und Hermine die ihn finster ansehen. Er meint kurz: „Weasly, Granger.“ Nickt ihnen zu und kommt dann wieder. Ich sehe ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an, doch er sagt nur schnell: „Was denn? Er wollte noch mal von vorne anfangen.“ Ich will etwas erwidern, aber da kommt schon Snape und wir gehen in den Raum. Ich setze mich zu Pansy, während Blaise zu Draco rennt, der vor uns sitzt.
    Kurz bevor es gongt, sagt Snape: „Miss Morsten, bitte bleiben sie noch einen Augenblick.“ Ich nicke, bevor ich Pansy zuflüstere: „Na super! Er hasst mich, hab ich doch gesagt!“ Pansy flüstert mir aufmunternd zu: „Du machst das schon!“ Dann gongt es. Nachdem alle weg sind, gehe ich an das Pult, an dem Snape noch immer sitzt. Er stellt ein kleines Fläschchen auf den Tisch, auf dem mein Name steht. Er sagt: „Ich denke, das gehört ihnen.“ Ich sehe ihn verwundert an. „Nun glauben sie nicht, ich würde nicht wissen, dass sie mich vor meinem Tode bewahrt haben. Doch bin ich auch sehr beeindruckt, so einen Trank hätte ich ihnen nie zugetraut.“ Ich zucke mit den Schultern. Dann lässt er mich gehen. Draußen wartet Pansy auf mich. Als ich rauskomme, fragt sie sofort: „Und, was wollte er?“ Ich antworte: „Er weiß es. Das ich ihn gerettet habe.“ Sie nickt und schmunzelt. Ich muss kichern.

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Julia:) ( 32198 )
Abgeschickt vor 257 Tagen
In einer FF muss nicht immer alles stimmen da kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen !! Ich finde die Story auf jeden Fall einfach umwerfend . Super tolle Idee :)
hp-lover ( 60591 )
Abgeschickt vor 441 Tagen
Ich schließe mich der Meinung von HP-Suchti an, hab nämlich auch bloß die Hälfte gelesen. Aber ich finde das es eine schöne Idee ist.
HP FAN ( 68610 )
Abgeschickt vor 934 Tagen
Einfach schön entschpricht zwar nicht ganz der warheit ist aber echt schön und gefällt mir irgendwie besser als das echte *-*
HP-Suchti ( 68775 )
Abgeschickt vor 980 Tagen
Hey,
Ich habe schon bei der Hälfte aufgehört, da mir die Story einfach zu unrealistisch war.
1. Snape ist zwar ein Spion, würde aber nie eine Schülerin zwingen eine Todesserin zu werden.
2. Lucius und Bellatrix sitzen im 4.Band in Askaban, können daher gar nicht in Hogwarts sein.
3. Voldemort könnte im 4. Schuljahr nie nach Hogwarts kommen, da die Schüler am nächsten Tag der letzten Aufgabe abreisen.
4. Draco wird erst im 6. Schuljahr zum Todesser. Nicht im 4.
5. Nochmal zu Punkt 3:
Voldemort hat Angst vor Dumbeldore und im 4. Teil lebt Dumbeldore noch.
6. Voldemort steht erst am Ende des 4. Teils auf und kann daher von Bellatrix (die eigentlich in Askaban sitzenn müsste) nicht gerufen werden können.
7. Das mit der "Liebe" zu Harry kommt mir auch etwas hektisch vor.
8. Harry&besonders Ron würden keiner Slytherin helfen.
9. Ach, übrigens ein Slytherin-Mädchen wird erst gar nicht in der Slytherin-Quidd
callisto ( 59868 )
Abgeschickt vor 982 Tagen
Mh also alles in einem eine
Sehr gut ff!
Was mich gestört hat war , das du
Die wörtlicherede immer an den Anfang
Gesetzt hast. Außer dem hast du manche
,, Fachbegriffe,, falsch geschrieben.
Sonst fand ich alles supiii!