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Hat das alles einen Sinn?

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1 Kapitel - 402 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2014-09-15 - Entwickelt am: - 628 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine kurze Geschichte, die ich mal geschrieben habe, weiß nicht, ob sie euch gefällt...

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    Ich blickte in den Spiegel unseres kleinen Badezimmers. Meine Augen waren geschwollen und knallrot. Ich umklammerte den Rand des Waschbeckens so fest, dass meine Fingerknöchel leicht lila anliefen. Mama hätte nie gewollt, dass es jemals so weit kommt. Es war einfach unfassbar. Selbst für meinen Vater. Er war noch nie dermaßen ausgerastet. Er hatte sich noch niemals besonders gut unter Kontrolle gehabt und gestritten hatten wir uns auch schon oft, doch nie mit solchen Folgen. Als ich gesagt hatte, der einzige Grund, warum Mama nicht mehr bei uns wäre, sei er, hatte er sich kurzerhand ein Messer geschnappt und mir damit gedroht. Ich musste einfach weg von hier. Nicht mehr eine Minute länger wollte ich hierbleiben. Ich musste wohin, wo mich niemand kannte. Auf wackeligen Beinen schlich ich hinüber in mein Zimmer und schloss die Türe hinter mir ab. Nachdem Mama bei einem Unfall gestorben war, hatte mir niemand geholfen. Mein Vater hatte mich sogar geschlagen. Jeden Tag. Die ganze Geschichte war einfach nur traurig. Aber statt mich zu unterstützen, drehten sich alle weg. In der Schule hatte ich keine Freunde mehr, da ich nicht besonders gute Noten hatte und ziemlich schüchtern war. Keiner wollte mir Nachhilfestunden geben, niemand wollte etwas mit mir unternehmen. Alle sagten immer, sie wollten helfen, aber noch niemand hatte wirklich etwas unternommen. Ich musste weg. Leise schloss ich meine Zimmertüre wieder auf und schlich bis zur Haustüre. Mein Vater war nirgends zu sehen. Ich zog die Haustüre hinter mir zu und wanderte langsam den Gehsteig entlang. Wieder überwältigten mich die Tränen. Ich überquerte die Straße. Plötzlich blendete mich ein grelles Licht. Durch den Tränenschleier sah ich den Lkw schnell auf mich zurasen. Der Fahrer hupte laut und bremste abrupt ab, doch es war bereits zu spät. Irgendetwas donnerte gegen meinen Kopf und alles wurde in Dunkelheit gehüllt. Mama, ich bin gleich bei dir!

Kommentare (2)

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Halloichbins (75190)
vor 412 Tagen
Hallo!
Die Geschichte ist echt schön !
Sie ist zwar nicht wahr, aber es gibt in der Geschichte eine Botschaft ;
Kinder können ohne Mutter !NICHT! Leben
Sorry, ist aber so!
Väter sind meistens aggressiv !
Gingany (86123)
vor 583 Tagen
Das ist so schön! Traurig, aber schön!