Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
6 Kapitel - 10.445 Wörter - Erstellt von: Luthien - Aktualisiert am: 2014-09-01 - Entwickelt am: - 2.910 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der achte und letzte Teil ist fertig. Endlich habe ich es geschafft

1
In Edoras machst du dich fertig für dein „Training“ mit Eomer. Dann triffst du dich mit ihm in der goldenen Halle. „Wo wollen wir hingehen, mein Herr?“ „Nun, ich würde rausgehen, da hier drinnen schon die Vorbereitungen für das Fest getroffen werden. Was haltet ihr von Vorplatz?“ „Wie es euch beliebt.“
Also geht ihr auf den Vorplatz des Herrschersitzes, wo große Betriebsamkeit herrscht. Am Anfang beachten euch die Leute kaum, denn alle haben irgendetwas für das Fest zu tun. Die einen schmücken den Platz ein wenig, die zweiten kommen mit Essen angerannt und wieder andere berichten ihren Familien, dass ein Fest stattfinden wird.
Ihr habt euch darauf geeinigt, dass ihr beide mit dem Schwert kämpft und steht euch nun gegenüber. Du hast das Langschwert fest in beiden Händen und wartest, was Eomer macht. Dem wird das rumgestehe bald zu blöd und er kommt auf sich zugerannt und greift dich an. Du parierst gekonnt und wehrst seinen Schlag ab. Ein erneuter Angriff von Eomer verrät dir seine Kampftechnik. Er setzt auf starke Schläge, da er sehr viel Kraft hat. Seine Schnelligkeit und Geschicklichkeit lassen dagegen zu wünschen übrig. Nun weißt du, wie du gegen ihn kämpfen musst und du holst zum ersten Mal mit deinem Schwert aus. Eine Drehung um deine eigene Achse um Geschwindigkeit aufzunehmen und die Kraft aufs Schwert zu übertragen. Eomer blockt ab, aber da du nun eine Hand vom Schwert genommen hast und mit der anderen es schon wieder auf seine Klinge sausen lässt bringt ihn ein wenig aus der Fassung. Ein paar Drehungen und geschickte Schläge später hast du Eomer die Waffe aus der Hand geschlagen und sie fällt klirrend zu Boden. Du steckst dein Schwert wieder in die Scheide und nun ist Eomer an der Reihe etwas zu sagen. „Es tut mir leid, dass ich euch unterschätzt habe, nur weil ihr eine Frau seid. Ich muss zugeben, dass ihr im Umgang mit Waffen besser seid als viele Männer. Dennoch, es war mit ein Vergnügen gegen euch zu kämpfen. Aber bitte, verratet mir wo ihr so etwas gelernt habt.“ „Mein Vater und andere Familienmitglieder lehrten mich den Umgang mit Waffen. Aber das wichtigste ist die ständige Übung. Ich habe oft kämpfen müssen und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich zu verteidigen. Könnte ich das nicht, würde ich heute nicht vor euch stehen.“
Du hebst sein Schwert vom Boden auf und reichst es ihm wieder. Dann bahnt ihr euch einen Weg durch die Umstehenden und geht in die goldene Halle. Morgen soll ein Fest zu Ehren eures Sieges über Saruman stattfinden. Für heute aber, hast du erst einmal genug getan und da es auch schon Abend ist, begibst du dich nach dem Essen mit den Gefährten zusammen in euren Schlafraum. Du fällst rasch in einen unruhigen Schlaf, weißt aber nicht woher diese Unruhe kommt.

Am nächsten Tag stehst du noch vor den anderen auf und spazierst du die Straße von Edoras. Das geschäftige Treiben von gestern ist noch schlimmer geworden und irgendwann wird dir der Trubel zu viel und du ziehst dich zurück. Also gehst du außerhalb der Stadt ein wenig über die sanften Hügel, bis sich jemand zu dir gesellt. Legolas läuft neben dir her und beginnt auch sofort ein Gespräch: „Ihr sprecht nicht wie eine gewöhnliche Elbin. Ich glaube ihr seid nicht die, für die ihr euch ausgebt. Sagt, wer seid ihr wirklich und was meinte Saruman mit der Macht, die von euch ausgeht?“ Vor diesem Moment hattest du dich gefürchtet. Du wolltest so wenig wie möglich von dir preisgeben, aber Legolas hat bemerkt, dass mit dir etwas nicht stimmt und du warst ja auch nicht diejenige, die du vorgabst zu sein. „Herr Legolas, ihr habt Recht. Ich bin nicht die, die ich vorgab zu sein. Und eine gewöhnliche Elbin bin ich auch nicht. Ich bin nur eine Halbelbin, solltet ihr wissen. Verzeiht mir, aber mehr kann ich euch nicht verraten.“ Aber der Elb blieb hartnäckig und fragt ein weiteres Mal: „Ihr könnt mir vertrauen, Lauriel. Bitte, was hat Saruman auf dem Orthanc gemeint?“ „Ich weiß … ich vertraue euch, mein Herr, aber ich kann es nicht preisgeben. Jedenfalls noch nicht. Die Gefahr ist im Moment zu groß. Ich sage nur so viel, dass meine Eltern und Großeltern mächtig und bekannt sind. Vielleicht wenn das hier alles vorbei ist und wir Sauron besiegt haben.
Aber eins noch. Wir kennen uns nun solange und darum bitte ich euch. Nennt mich einfach Lauriel, lasst diese förmliche Anrede.“ „Wenn ihr … naja … wenn du meinst. Dann bitte ich dich aber auch darum.“ „Wie du wünschst, Legolas.“ „Du sagtest doch, dass du Aragorn sehr lange kennst.“ „Ja, das stimmt.“ „Weiß er Bescheid?“ Ein leichtes Nicken kommt von dir. „Er … ich habe ihm einmal mein Herz ausgeschüttet und er hat mir geholfen so zu werden, wie ich heute bin. Ohne ihn würde ich nicht neben dir stehen können. Ich wäre … nein … ich glaube, ich wäre nicht hier.“ Deine Stimme bebt ein wenig. Legolas bemerkt das und legt dir einen Arm auf die Schulter. „Falls du mit jemandem reden willst, so bin ich da. Ich respektiere aber auch deine Entscheidung, wenn du lieber allein sein willst.“ „Nein, Legolas, bitte bleib bei mir. Aber können wir vielleicht ein anderes Gesprächsthema wählen?“ „Alles, was du willst.“
Du legst deinen Arm um seine Taille und ihr spaziert so durch Rohans weite Landschaft und merkt nicht, wie schnell die Stunden vergehen. Es ist schon Nachmittag, als ihr wieder nach Edoras zurückkehrt. Dein Bruder erwartet euch bereits und sucht dich wohl schon seit geraumer Zeit. „Da bist du ja endlich. Komm mit, der König will dich sprechen.“ Er zerrt dich von Legolas weg und du rufst ihm noch ein „Entschuldige mich, Legolas. Bis nachher, wir sehen uns.“ zu und lächelst ihn an. „Na, sind wir mittlerweile beim >du<, Schwesterchen?“, fragt dein Bruder frech. „Ja, was dagegen?“, konterst du. „Nein, ich mein ja bloß. Ich glaube du magst ihn.“, grinst er dich. „Legolas ist nett. Das weißt du doch selbst, aber zwischen ihm und mir ist nicht mehr als zwischen uns. Du weißt, dass ich dich über alles liebe, aber als meinen Bruder. Nur eines gefällt mir nicht so ganz: Dass ich Legolas die ganze Zeit über anlüge, wer ich bin. Ich weiß, dass ich es ihm nicht erzählen kann, solange Sauron nicht besiegt ist, aber es muss auch noch einen weiteren Grund geben, dass Galadriel und Elrond es nicht gut heißen. Und das hat mit Legolas zu tun. – Du sagtest, dass der König mich sprechen will. Was gibt es denn so wichtiges? Ich weiß es nicht, aber ich begleite dich gerne.“
Zusammen geht ihr zu König Theoden. Aragorn will schon gehen, da hältst du ihn zurück. Dein Blick lässt ihn verstehen und er bleibt. „Frau Lauriel, ich möchte mich noch einmal bei euch bedanken für eure Unterstützung im Kampf. Und ich möchte euch bitten, heute Abend beim Fest als Ehrengast anwesend zu sein.“ „Ich fühle mich geehrt, König Theoden, und komme auch sehr gerne. Aber ich würde es vorziehen, als einfacher Gast wie jeder andere dort zu sein.“ „Nun, wenn ihr das lieber möchtet, so kann ich mich nicht gegen euren Willen durchsetzen. Aber richtet euch her. Meine Nichte Eowyn wird euch passende Kleider bringen.“ „Habt Dank.“ Mit einer leichten Verneigung gehen Aragorn und du also wieder und der Festsaal ist schon fertig gerichtet.
Dort triffst du auch Eowyn und fragst nach den Kleidern und auch sie hatte dich anscheinend schon gesucht. Sie zieht dich mit sich und der Blick den sie Aragorn wieder zuwirft gefällt ihn überhaupt nicht und als sie nicht hinschaut zwinkert er dir zu. Deinem Bruder willst du den Gefallen tun und sagst deswegen. „Ich komme bald wieder. Holst du mich nachher ab?“ „Aber sicher.“ Eowyn geleitet dich zu ihrer Kammer und holt ein paar Kleider hervor. Deine Lust auf ein Kleid hält sich mal wieder – wie immer eben – in Grenzen. Aber den Gefährten und auch Legolas zuliebe wirst du eines tragen. Sie richtet dir einige Kleider raus und tatsächlich springt dir eines ins Auge. Du fragst Eowyn, ob du dieses Kleid tragen könntest und sich bejaht. Dann zieht sie ein bordeauxrotes hervor. Es ist wieder bodenlang ohne Schleppe aber du hast genug Bewegungsfreiheit. Es hat einen Wasserfallausschnitt, der aber nicht zu tief ist. Ärmel sind nicht vorhanden, denn es wird von zwei Fibeln auf den Schultern gehalten. Sonst ist es schlicht gehalten und neben ein paar Raffungen sind keine weiteren Verzierungen enthalten. Eowyn reicht es dir und lässt dich dann allein. Du gehst also in eure Kammer und ziehst deine ziemlich mitgenommenen Sachen Hose und Tunika aus und schlüpfst in das Kleid.
Es steht dir unverschämt gut und deine weibliche Seite wird doch betont. Sonst sieht man dir außer an deinen Haaren nicht immer an, dass du eine Frau bist. Apropos Haare. Du hattest dir den Tag über einen Zopfgeflochten und so sind sie nun wellig. Du machst dir also eine Flecht -/ Hochsteckfrisur, damit dich die Haare nicht stören. Diese Frisur lässt deine grünblauen Augen zur Geltung kommen und du besiehst dich im Spiegel. Dann klopft es an der Tür und herein kommt Aragorn. „Du siehst wunderschön aus.“ „Danke für das Kompliment. Ich glaube jeder erwartet von mir, dem Fest entsprechend gekleidet zu sein. Auch wenn mir nicht unbedingt nach Feiern zumute ist. Vermutlich ist das heute aber die vorerst letzte Gelegenheit sowas zu tun.“
Er hakt sich bei dir ein und so erscheint ihr Arm in Arm unten im Festsaal. Das Gedränge ist schon relativ groß und so geht ihr als erstes zu Gandalf. Auch er hat nur Komplimente für dein Aussehen loszuwerden und du fühlst dich geschmeichelt. Doch als du Gandalfs ernstes Gesicht siehst weißt du an was er denkt. Seine Gedanken sind bei Frodo und Sam. „Noch keine Nachricht von Frodo?“, fragt daher Aragorn. „Kein Wort. Gar nichts.“ „Wir haben Zeit. Jeden Tag gelangt Frodo näher nach Mordor.“, schaltest du dich auch nun ein. „Ja, aber wissen wir das?“ „Was sagt dir dein Herz?“, ist nun wieder Aragorn an der Reihe. „Dass Frodo am Leben ist. Ja ... ja er ist am Leben.“
Du stehst neben Aragorn, als Eowyn zu euch herkommt. Demonstrativ legt Aragorn seinen Arm um deine Schulter und zieht dich eng an sich. Gandalf betrachtet die Szenerie mit einem Lachen. Du legst deinen Kopf auf seine Schulter und Eowyn macht bahnt sich ihren Weg weiter durch die Massen. Du siehst wie sie etwas enttäuscht zu ihrem Bruder geht. Gandalf wirft euch einen gespielten, bösen Blick zu und geht dann aber weiter. Wie du so an deine Bruder lehnst genießt du es, wünschst dir aber auch endlich so einen Mann zu finden, denn Aragorn ist dein Bruder und nicht mehr. Und er sieht das zum Glück gleich. Zusammen geht ihr noch ein wenig durch den Saal, beobachtet das Trinkspiel von Gimli und Legolas, bei dem der arme Zwerg keine Chance hat, verlasst aber recht bald die Halle und dann seid ihr auf der Terrasse zu finden. Ihr steht nebeneinander und unterhaltet euch über dir bevorstehende Schlacht. Du sagst ihm, dass du dich nach innerem Frieden und Zuwendung sehnst. Und den kannst du nur durch den Sieg über Sauron erreichen. „Sowie Legolas dich vorhin angesehen hat glaube ich, er mag dich auch.“ „Mag sein, aber ich bin mir meiner Gefühle nicht bewusst. Ich weiß nicht, ob ich ihn an mich heranlassen kann. Bei dir war es das etwas anderes. Versprich mir: Weiche dein Leben lang nicht von meiner Seite. Du bleibst für immer mein Bruder.“ „Luthien, wieso sollte ich dich im Stich lassen. Du weißt doch, was du mir bedeutest.“ Eine Weile betrachtet ihr die Sterne. „Die Valar, sie schauen auf uns. Sie geben uns Kraft, das alles hier durchzustehen. Wie gerne hätte ich sie doch einmal gesehen.“ Legolas war während deiner Worte lautlos neben dich getreten und erst jetzt bemerkst du ihn. „Ich hoffe ich störe euch nicht. Wenn ihr allein sein wollt …“ „Bleib ruhig da.“
Zu dritt steht ihr unter dem Sternehimmel und starrt in die Ferne.
„Die Sterne sind verhüllt. Etwas rührt sich im Osten, eine schlaflose Bosheit. Das Auge des Feindes nähert sich.“ Legolas scheint besorgt um die Zukunft von Mittelerde zu sein. Schweigend nickt ihr. „Er ist hier …“, könnt ihr eine Weile später von ihm vernehmen und alle drei stürmt ihr in den Schlafsaal, dort wälzt sich Pippin mit den glühenden Palantir in den Händen auf dem Boden und schreit. Aragorn entreißt dem Hobbit die Kugel und sinkt dann aber selbst fast in die Knie, hättest du ihn nicht gestützt. Die Kugel rollt über den Boden und Merry hat schon Gandalf geweckt, der ein Tuch nimmt und es über den Palantir wirft. Pippin liegt immer noch reglos am Boden. Gandalf kniet sich neben ihn und spricht einige Worte, die selbst du nicht verstehen kannst und Pippin öffnet wieder die Augen. Er wird gefragt, was er gesehen habe und ihr erfahrt, dass Sauron einen Angriff auf Minas Tirith plant. Von Frodo und dem Ring hat er dem dunklen Herrscher nichts verraten.
Am nächsten Tag trefft ihr euch mit dem König in der goldenen Halle und Gandalf erzählt allen von den Begebenheiten der letzten Nacht: „Es war keine Lüge in Pippins Augen. Ein Narr... aber ein ehrlicher Narr bleibt er. Er hat Sauron nichts über Frodo und den Ring verraten.
Wir haben merkwürdiges Glück gehabt. Pippin konnte im Palantir einen kurzen Blick auf die Pläne unseres Feindes werfen. Sauron plant einen Angriff auf die Stadt Minas Tirith. Seine Niederlage bei Helms Klamm hat unserem Feind eins gezeigt: Er weiß, dass Elendils Erbe hervorgetreten ist.
Die Menschen sind nicht so schwach wie er angenommen hatte. Sie haben noch Mut und vielleicht noch Kraft genug ihn herauszufordern. Sauron fürchtet das. Er wird es nicht riskieren, dass sich die Völker Mittelerdes unter einem Banner vereinen. Eher macht er Minas Tirith dem Erdboden gleich, als die Rückkehr eines Königs auf den Thron der Menschen mit anzusehen. Wenn die Leuchtfeuer Gondors entzündet sind, muss Rohans Volk kriegsbereit sein.“
Theoden scheint abwehrend zu sein und möchte denen, die auch ihm nie geholfen haben nicht helfen. Also sagt dein Bruder, dass er nach Minas Tirith reiten wird. Aber Gandalf hat für ihn eine andere Aufgabe. Dem Fluss zu folgen und nach den schwarzen Schiffen Ausschau zu halten. Der Zauberer wird selbst nach Minas Tirith reiten und Pippin mitnehmen.
Sie gehen zu den Ställen und Gandalf setzt Pippin vor sich auf Schattenfell. Ihr verabschiedet die beiden und sie verlassen Rohan.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.