Traumwelt - Teil 2

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5 Kapitel - 1.507 Wörter - Erstellt von: NewZombiegirl - Aktualisiert am: 2014-08-15 - Entwickelt am: - 1.084 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hab mich hoch gerafft und den zweiten Teil noch mal überarbeitet. Hoffe der gefällt euch besser.

    1
    Einleitung:
    Diese Geschichte spielt 1962. Wundert euch nicht, bei machen Personen habe ich ein bisschen gemogelt.

    2
    Der Himmel verfinsterte sich mit einer rasanten Geschwindigkeit und die Luft lud sich spürbar elektrisch auf. Das Mädchen schaute hoch und sah wie die großen, bauschigen Gewitterwolken immer näher kamen, doch sie blieb an ihrem Lieblingsplatz am See sitzen, ohne die Eile schleunigst weg zu kommen.
    Gelassen saß sie dort auf einer Wurzel von der Buche, die Knie an den Körper rangezogen, die Gewitterwolken immer weiter im Fokus.
    Niemand war da, der sie ablenken konnte, der ihr den Spaß am Gewitter nehmen konnte. Das war der einzige Vorteil beim alleine sein.
    Ein kühler Wind blies durch den leichten Nebel, bevor es anfing zu regnen. Es war ein leichter Regen. Kleine Regentropfen, ähnlich wie Tränen, aufgefangen vom Boden. Der sommerliche Geruch vermischte sich mit einem frischen Duft. Es war beruhigend, die kalten Regentropfen und die plötzliche Feuchtigkeit in der trockenen, warmen Luft.
    Immer schneller prasselten mehr Regentropfen runter und schon bald konnte sie ein dumpfes Grollen hören. Ein greller Blitz erleuchtete ein paar Sekunden lang den dunklen Himmel; die Zacken vom Blitz ertasteten ihn, bevor sie verschwanden und vom nächsten Blitz abgelöst wurden.
    Laura beobachtete noch lange das Schauspiel, bis der letzte Blitz verschwunden und der letzte Donner verklungen war. Widerwillig stand sie auf, klopfte den Dreck ab und ging langsam durch den Wald zum Schloß hinauf.
    Ihre Schritte hinterließen frische, tiefe Spuren in der, vom Regen, aufgeweichten Erde, was sie aber nicht bemerkte. Stattdessen war sie in ihrem Tagtraum versunken, in einer Welt, wo es dauernd im September warme Gewitter gibt, keine Lästereien, niemand wird dort ausgegrenzt, niemand verspottet und gedemütigt.
    Der Himmel hellte sich auf, als sie durchnässt und schmutzig am Schloß ankam. Das Erste was sie bemerkte, war, dass der Hof komplett leer war, sowie auch der Korridor und die anderen Räume. Wie ein fester Schlag kam die Erkenntnis auf sie zu. Panisch rannte sie in die große Halle und blickte auf die Standuhr, die die Uhrzeit 09:01 anzeigte. Ihre Gesichtszüge entgleisten, fassungslos starrte sie auf die Uhrzeit, als ob sich so die Zeit ändern könnte, was aber nicht geschah.
    „Verdammt!“, fluchte sie wütend und rannte schnell zum Klassenzimmer, wo `Alte Runen' unterrichtet wird, das Fach, das sie am Anfang dieses 3. Schuljahres gewählt hatte.
    Außer Atem und verschwitzt kam sie dort an, zögerte ein bisschen, aber klopfte dann doch an der schweren Holztür. Die Stimme, die bis gerade eben noch geredet hatte, verstummte plötzlich. Dann sagte eine gelangweilte Stimme: „Herein!“. Unsicher trat sie ein.
    Professor Bathsheda Babbling stand am Pult, die Feder schon gezückt und sah sie mit einem genervten Blick an, der ihr, ohne etwas zu sagen, klar machte, dass sie es verbockt hatte.
    „Zum zweiten Mal zu spät gekommen in einer Woche! Das ist eine beeindruckende Leistung, wenn du mich fragst“, meinte die Lehrerin sarkastisch. „Was hast du denn dieses Mal für eine Ausrede, Laura?“
    Verlegen stammelte Laura: „Ähm … i-i-ich habe w-wohl die Zeit vergessen.“ Schnell fügte sie einen bittenden Ausdruck in ihrem rosa angelaufenem Gesicht hinzu. „Es wird auch nicht wieder vorkommen, wirklich nicht, Professor!“. Doch Bathsheda Babbling sah sie nur ernst an und schrieb etwas auf eine Pergamentrolle, dann wandte sie sich zu ihrer Schülerin.
    „Du wirst nach der letzten Stunde zum Schulleiter gehen. Setz dich jetzt! Ich will meinen Unterricht weiterführen.“ Beschämend setzte sich Laura in die hinterste Reihe und wollte gerade ihre Unterrichtsmaterialen auspacken, als die Professorin fort fuhr. „Ach ja, bevor ich`s vergesse, 20 Punkte Abzug für Slytherin!“
    Eine Welle der Entrüstung ging durch die Reihen, doch als die Professorin ihren Blick durch das Klassenzimmer schweifen ließ, war es augenblicklich still. Dann machte sie dort weiter, wo sie angefangen hatte, bevor sie unterbrochen wurde.
    Sofort schaltete Laura ab, ignorierte die bösen Blicke, die ihr manche Schüler aus Slytherin zuwarfen und ließ sich treiben von ihren Gedanken.

    3
    Sie hatte es nicht eilig ins Büro von Professor Dumbledore zu kommen; sie wusste, was kommen würde. Immer derselbe Mist aus den Mündern der Menschen, die es eh nicht interessierte, ob sie im nächsten Augenblick von einem dieser Türme stürzte, oder nicht.
    > Gute Idee, einfach herunterspringen und sich von diesem Leben erlösen!<, dachte sie bitter und ballte ihre Hände zu Fäusten zusammen.
    Schließlich stand sie vor dem Wasserspeier, durch den man nur mit einem Passwort kommen konnte.
    „Säuredrops?“, rät sie passiv. „Pfefferkobolde, Zitronenbrausebonbons, Schokolade, ...“. Der Wasserspeier gibt ihr den Weg zu Wendeltreppe frei, den sie nur widerwillig zum Büro hinaufging.
    Vor der Tür des Schulleiters angekommen, zögerte sie kurz, klopfte aber dann doch.
    „Ja, herein!“
    Vorsichtig trat sie ein, die Tür quietschte etwas, doch der alte Mann, der am großen Fenster stand und nach draußen schaute, drehte sich nicht um zu Laura. Erst als sie sich kurz räusperte, nahm er sie wahr. Mit einem mitfühlenden Blick bat er sie Platz zu nehmen.
    „Fühlst du dich hier wohl?“, fragte er gerade heraus. Überrascht schaute sie ihn an; diese Frage hatte sie nicht erwartet.
    Nach langem Schweigen, antwortete sie leise: „Nicht wirklich... nein.“
    Er schaute wieder nach draußen.
    „Bist du deshalb wieder zu spät gekommen?“
    „Hmm... ich habe eigentlich bloß die Zeit vergessen, Sir!“. Während sie sprach, starrte sie fieberhaft auf ihre Finger, um nicht ihn ansehen zu müssen. Ob sie ihm alles erzählen könnte? Ihre Finger ballten sich zu einer Faust zusammen bei diesem Gedanken.
    „Ich sage es nicht gerne, aber wenn so etwas noch mal vorkommt, muss ich dich von der Schule verweisen.“ Sein Mitgefühl entflammte in ihr ein plötzlichen, grausamen Zorn, der sie heftig erschrecken ließ. War das etwa wirklich sie gewesen, die gerade daran dachte ihn an die Kehle zu springen und ihn zu erwürgen? Wieso, er konnte schließlich nichts dafür!
    „Miss Smith? Alles in Ordnung bei Ihnen?“. Wie aus Trance blickte sie ihn mit trüben Augen an, als hätte er sie aus einem langen, tiefen Schlaf geweckt. Neugierig musterte er sie.
    Schnell erlangte sie wieder ihre Fassung und antwortete: „Hmm...ja, alles bestens! War`s das jetzt oder kommt noch etwas?“ Doch Prof. Dumbledore ließ sich nicht aus der Ruhe bringen von ihrer herausfordernden Frage; stattdessen nickte er bloß und wandte sich zum Phoenix hin, der interessiert das Gespräch mit verfolgt hatte.
    Sie bemühte sich sehr, dass er nicht bemerkte, wie gerne sie fluchtartig den Raum verlassen würde, während sie schnell zur Tür eilte, sie verschloss und rannte.

    4
    Es schien, als ob ihre Füße nicht den Boden berühren würden, so schnell rannte sie. Schließlich jedoch wurde sie langsamer, joggte noch ein bisschen, bis sie, außer Puste, stehen blieb.
    Sehnlichst wünschte sie sich, sie könnte weinen, ihren Schmerz rauslassen, es ging aber nicht.
    Als hätte jemand hinter dem Schalter ihres Gehirn sitzen und verhindert, dass sie ihre Gefühle raus lassen konnte.
    „Verdammt!“ Mit hochgezogenen Schultern ging sie weiter, bedacht darauf nicht aufzufallen.
    „Führst du etwa Selbstgespräche, Smiddy?“ Eine bekannte Stimme ließ sie hoch schrecken von ihren Gedanken. Schnell ging sie weiter, die Schritte hinter aber zeigten ihr, dass die Stimme sie verfolgte.
    „Bleib doch stehen, Smiddy! Wir wollen doch bloß mit dir spielen“, höhnisch lachte die Stimme.
    >WIR?<
    Auch wenn sie wusste, dass sie es nach her bereuen würde, drehte sie sich um. Ihr gegenüber standen ihre gleichaltrigen Mitschüler aus Seitherigen, zwei Mädchen, Patty und Lissy, drei Jungs, Tom, Mitch und noch jemand, den sie aber nicht kannte.
    Ihr Magen drehte sich und sie verspürte den Wunsch sich erbrechen zu können. Vor ihren Augen verschwammen die Gesichter zu einer spöttisch lachenden Fratze, die immer näher zu ihr kam, die Hände nach ihr ausgestreckt.
    Panisch kreischte sie los, wollte fliehen, wurde aber aufgehalten von der grausamen Fratze und bekam einen Schlag in den Bauch.

    5
    Hat`s euch gefallen? Dann schreibt mir bitte in die Kommentare. Danke *bescheuert grins*!

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