Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe

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5 Kapitel - 4.452 Wörter - Erstellt von: Luthien - Aktualisiert am: 2014-08-15 - Entwickelt am: - 2.708 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Teil 5 meiner Fanfiktion

1
Als ihr die Wälder Lothloriens, das Reich deiner Großmutter Galadriel erreicht ist von Gimli leise vernehmbar, dass hier eine Elbenhexe von unvorstellbarer Macht wohnen soll. Angeblich soll sie mit ihrem Zauber jeden blenden und niemand der sie bisher gesehen hat sei wieder zurückgekommen.
Du verdrehst die Augen. Deine Großmutter ist wie Gimli sagte zwar sehr mächtig, aber du kannst dir kaum einen gerechteren Menschen / Elben / Zwerg oder was auch immer für ein Lebewesen vorstellen. Und dass man diese Leute nie wieder gesehen hat kannst du auch wiederlegen, sonst stündest du wohl nicht bei den Gefährten.
Frodo scheint durch Gimlis Gerede ein wenig eingeschüchtert zu sein, aber da der Zwerg mit seinen guten Sinnen prahlt, durch die er Frodo beschützen möchte verkneifst du dir jeglichen Kommentar.
Gandalfs Tod sitzt dir noch in den Knochen und du möchtest jetzt keinen Streit mit dem Zwerg anfangen, hier in der Heimat deiner Mutter. Zu passender Zeit wirst du das noch einmal klarstellen.
„Der Zwerg atmet so laut, wir hätten ihn in Dunkeln erschießen können!“ vernimmst du Haldirs Stimme. Aha, hätten Gimlis gute Sinne sowas nicht bemerken müssen. Du musst schmunzeln, ist das doch kein neuer Trick, auf den der Zwerg gerade hereingefallen ist.
Haldir schaut, wer sich in das Reich der Herrin des Waldes vorgewagt hat. Er mustert die Gefährten.
Als sein Blick auf dich fällt legt sich ein Lächeln auf deine Lippen. Wie lange warst du schon nicht mehr hier gewesen. Haldir, Celeborn und Galadriel hattest du deswegen auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Sein Blick bleibt auf dir liegen und sein ernstes Gesicht bekommt eine glückliche Färbung.
Du trittst vor und stellst dich direkt vor Haldir hin. „Mae govannen, Haldir.“ Er tritt auf dich zu und umarmt dich. Ein wenig überrascht bist du schon, aber du erwiderst seine Geste der Freundschaft und Vertrautheit.
„Mae govannen!“ Er neigt zu Begrüßung leicht den Kopf, denn du, als Enkelin von Galadriel, bist schließlich höher gestellt als er, der nur einer der Krieger ist.
„Haldir, wir gehören alle zur Gemeinschaft des Rings. Wir sind auf dem Weg nach Osten und müssen Lothlorien durchlaufen. Außerdem müssen wir mit Herrin Galadriel sprechen, denn es haben sich neue Umstände ergeben.“ Dabei musst du an Gandalf denken und wirst automatisch traurig. So lange wie du ihn schon kanntest kannte ihn hier schließlich keiner. Haldir merkt, dass mit dir etwas nicht stimmt und legt dir einen Arm auf dir Schulter und flüstert auf elbisch: „Lauriel, möchtest du darüber reden?“ Kaum merklich schüttelst du den Kopf, aber er versteht es, sodass du weiter sprichst. „Es wäre nett, wenn du uns zur Herrin bringen würdest.“
Er nickt und bedeutet euch zu folgen.
In den Blicken der Gefährten siehst du Verwunderung. Verständlich, woher sollten sie wissen, dass du Haldir kennst.
Ihr geht durch die weiten Wälder und du gehst neben Haldir und ihr flüstert miteinander. „Lauriel, gehört der Zwerg etwa auch zu dir?“ fragt Haldir und rümpft die Nase. „Ja, Gimli ist Teil der Gemeinschaft und ein guter Freund von mir geworden. Auch wenn er ein Zwerg ist bitte ich dich freundlich zu sein.“ „Hm, wenn du unbedingt meinst. Ich kann es mir eh nicht erlauben mich dir zu widersetzten. Noch etwas anderes: Nehmen sie dir ab, dass du Lauriel bist?“ „Ich habe so gut wie nichts über mich preisgegeben und sie wissen nicht, wer ich bin. Außer eben Aragorn.“ Und Gandalf fügst du gedanklich hinzu uns schluckst. „Sie haben bisher nicht gefragt nach meiner Familie und so weiter und wenn, dann habe ich nicht vor, es ihnen zu erzählen. Nur Legolas hatte einmal gefragt. Schließlich kenne ich ihn schon lange aber mit meiner Antwort schien er zufrieden zu sein. Auch wenn sie seine Frage nicht vollständig geklärt hat.
Ich hoffe, dass ich hier in Lothlorien nicht noch mehr über mich preisgeben muss. In der Heimat seiner Mutter zu sein und so zu tun, als sei alles fremd ist eben nicht das, was man jeden Tag macht.
Haldir, sei vorsichtig was du sagst. Galadriel ist die Herrin und keinesfalls meine Großmutter. Verstanden?“ „Ja. Ich verspreche dir aufzupassen.“ „Danke.“
So geht ihr weiter und die Wachen behalten euch genau im Auge, besonders Gimli wird mit allergrößter Vorsicht behandelt. Dieser blickt auch grimmig drein und möchte sich nicht gern etwas von den Elben sagen lassen, aber da er hier zu Gast ist verhält er sich noch erstaunlich ruhig.
Haldir hat immer noch seinen Arm um dich gelegt und nun kannst du eine einzelne Träne nicht mehr unterdrücken. Sie rollt dir über deine Wange und du fängst an Haldir zu erzählen, was passiert ist.
„Wir waren in den Minen und wurden von einem Balrog verfolgt. Gandalf führte uns zur Brücke von Khazad-dûm und schickte uns darüber. Er wollte, dass wir in Sicherheit sind und das waren wir auch. Aber er stellte sich dem Balrog, ausgerechnet mitten auf der Brücke. Und es kam wie es kommen musste: Er stürzte hinab in die Dunkelheit und rief uns zu wir sollten fliehen. Mein Herz wurde schwer und eiskalt durchfuhr es mich. So viel Schmerz so viel Trauer durchfuhr mich wieder. Die alten Sorgen und Bilder kamen unbewusst wieder hoch und ich konnte mich nicht wehren.
Aragorn hat nun dir Rolle des Führers übernommen und da wir zu allem Überfluss noch von Orks verfolgt wurden, wollten wir so schnell wie möglich die Wälder von Lothlorien erreichen.“
„Lauriel, beruhige dich erst einmal. Ich verstehe, dass Gandalfs Verlust dir einen schweren Schlag versetzt hat, aber wenn du dich davon unterkriegen lassen würdest wärst du nicht du selbst. Sprich mit deinem Bruder, er hat dir doch bei sowas immer geholfen.
Jetzt sollest du aber auf andere Gedanken kommen. Wir sind doch gleich da.“
Und Haldir hatte Recht. Der Weg nach Caras Galadhon war durch dein Gespräch mit Haldir wir im Flug vergangen und nun steht ihr auf einer kleinen Anhöhe und direkt vor erstreckt sich ein kleiner Hügel, der etwas von Rest des Waldes abgehoben ist: Caras Galadhon.
Du freust dich wieder hier im Herz des Elbentum von Mittelerde zu sein. Hier leben und herrschen deine Großeltern. Herr Celeborn und Galadriel, Herrin des Lichts.
Auch die anderen staunen über die Schönheit dieses Ortes und sind sichtlich überrascht. Manchen bleibt sogar der Mund offen stehen und an Aragorns und Legolas Gesichtsausdruck kannst du erkennen, dass sie sich geehrt fühlen hier zu sein.
Ihr steigt hinunter und geht zwischen Mallornbäumen durch. Haldir geht voraus und du und die anderen folgen ihm. Schweigend genießt du diese vollkommene Schönheit, die dich jedes Mal überwältigt und auch du fühlst dich geehrt die Enkelin von den Herrschern dieses Reichs zu sein. Ihr steigt die Treppe eines Mallornbaumes hoch und da es in der Zwischenzeit dunkel geworden ist kann man nun überall Lichter sehen, die sich durch den ganzen Wald ziehen.
Oben angekommen stellt ihr euch auf eine kleine Plattform und Haldir geht weiter, da er, wie er dir sagte, noch einiges zu erledigen hätte. Ihr steht in einer Art Halbkreis, Aragorn steht ganz vorn vor dem Halbkreis, der aus den Hobbits, Gimli und Boromir besteht. Du stehst mit Legolas dahinter.
Euer Blick wendet sich nach vorne, wo eine Treppe zu sehen ist. Dann umfängt euch ein strahlen weißes Licht und Galadriel kommt mit ihrem Gatten diese Treppe herunter. Die Hobbits staunen ob der Schönheit deiner Großmutter und Aragorn neigt leicht sein Haupt vor der Elbenkönigin. Du schließt deine Augen und deutest auch eine Verneigung an. Dann öffnest du sie wieder.
Celeborns Gesichtszüge sind ernst und leicht angespannt und seine Gattin scheint traurig zu sein. Sie wird wohl schon von Gandalfs Sturz erfahren haben denkst du dir.
Nun aber hören alle Gefährten zu, was die beiden euch zu sagen haben.
Celeborn beginnt: „Der Feind weiß, dass ihr hier seid. Die Hoffnung, die ihr in der Geheinhaltung dieser Reise hattet ist nun verflogen. Neun sind hier, doch zehn sollten von Bruchtal aus aufbrechen. Sagt mir, wo ist Gandalf der graue, denn es begehrt mich sehr mit ihm zu sprechen.“
Bevor einer von euch etwas antworten kann sagt Galadriel: „Er ist in den Schatten gestürzt.“ Diene Vorahnung hat sich bestätigt und Legolas ergreift das Wort indem er sagt, dass Gandalf von einem Balrog in die Tiefe gerissen wurde.
Alle schauen bedrückt drein und du hältst deine Tränen zurück, mit denen sich deine Augen schon wieder gefüllt haben. Galadriel macht euch Hoffnung, dass es Gandalf nun geht und die Leere in euch nicht von Trauer erfüllt werden sollte.
Ihre Worte spenden ein wenig Trost und dann kommt sie auf eure Unternehmung zu sprechen. „Eure Fahrt steht auf Messers Schneide. Geht nur um ein Weniges fehl und sie wird scheitern, was den Untergang für alle bedeutet. Und doch besteht Hoffnung, solange sich die ganze Gemeinschaft treu ist.. Lasst eure Herzen nicht in Sorge versinken. Schlaft nun und lasst euch das Herz nicht schwermachen. Geht und findet Ruhe in dieser Nacht.“ Dann wendet sie sich jeden einzelnen von euch gleichzeitig zu und spricht in Gedanken zu euch. Die Stimme, die du in deinem Kopf hören kannst spricht beruhigend und sagt: „Mein Kind, ich liebe dich. Ich habe dich lange nicht mehr gesehen und nun merke ich, dass dich einige Sorgen bedrücken. Dein Schicksal macht dir zu schaffen und auch deinen innere Unvollkommenheit. Aber nicht mehr lange und du wirst finden wonach du so lange gesucht hast. Dein Herz muss sich entscheiden.
Aber ich weiß, dass du glücklich werden wirst. Du findest deinen Frieden.“
Die Bedeutung dieser Worte kannst du nicht genau entschlüsseln. Der Anfang soll vermutlich auf Gandalfs Tod anspielen, aber der Rest ist dir schleierhaft. Aber deine Großmutter hat schon immer so gesprochen und deshalb weißt du, dass nur die Zeit dir die Lösung ihrer Worte bringen wird.
Nach diesen Worten wenden sich die beiden wieder zum gehen und ein Elb zeigt euch den Platz, an den ihr euer Nachtlager aufschlagen dürft. Ihr breitet also eure Sachen aus und die Elben stimmen ein Klageleide für Gandalf an. Du, Aragorn und Legolas lauscht diesem und die Verse, die vom grauen Pilger handeln berühren dich.
Du setzt dich ein wenig abseits von den anderen hin und so bemerkst du Aragorns Gespräch mit Boromir nicht über die weiße Stadt nicht.

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