Black Queen

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 7.604 Wörter - Erstellt von: The_storyteller - Aktualisiert am: 2014-07-15 - Entwickelt am: - 2.050 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

In der Welt von Harry Potter muss sich Rose vielen Dingen stellen, ihrer Vergangenheit, ihrer Zukunft und ihr selbst. Sie hat am Ende nur zwei Möglichkeiten: entweder sie gesteht sich das Monster in ihr ein, oder sie zerbricht an sich selbst.

1
„Dunkel Zeiten sind herein gebrochen, mein Schatz. Ich habe dir doch einmal erzähl von Voldemort, dem dunkelsten aller dunklen Schwarzmagier. Und auch von seinem Versuch, alle Welt an sich zu reißen und der Mächtigste zu werden, doch nun, mein Schatz, ist es an der Zeit dir die Wahrheit zu erzählen. Er ist nicht der dunkelste aller dunklen Schwarzmagier, es gibt eine Frau die noch böser ist, als er war. Genau wie er strebt sie nach Macht, doch bei ihm gab es einen Auserwählte, der ihn aufgehalten hat.“
„Und jetzt bei dieser Frau gibt es niemanden, der sie aufhalten kann?“
„Nein, mein Schatz, sie ist zu gut um aufgehalten werden zu können, es gibt niemand, der etwas dagegen tun kann. Sie ist nicht allein. Genau wie bei ihm, gibt es Anhänger, die ihr loyal folgen. Sie sind alle verbunden durch ein dunkles Mal, dieses Mal trägt auch sie selbst, und damit kann sie ihre Anhänger zu sich rufen. Und wenn sie ruft, dann kommen alle, die nur halbwegs ihre Ideale verfolgen. Sie sind ihres Verstandes beraubt. Du musst unbedingt auf dich Acht geben, die halbe Stadt wurde schon von ihnen unterwandert, wenn sie herausfinden wer du bist, werden sie dich mitnehmen und zu ihr bringen. Sie wird dir nichts tun, aber sei trotzdem vorsichtig.“
„Wieso, Mama? Wieso werden sie mich mitnehmen und wieso wird sie mir nichts tun?“ „Weil sie mich will. Ich bin eine alte Freundin von ihr, und sie denkt ich weiß zu viel.“
„Zu viel worüber?“
„Über sie.“













Dieses Gespräch geführt zu haben war nicht einfach. Sie ist doch erst fünf, und noch so unschuldig und unerfahren. Sie kann noch nicht zaubern, geschweige denn sich sonst wie selbst beschützen, aber sie hatte das Recht alles zu erfahren. Die kleinen süßen goldenen Locken fielen sanft und umrandeten ihr Gesicht, die rosa Teddybären auf ihrem Pyjama schienen zu tanzen als sie in ihr Zimmer hüpfte. So unbeschwert, als ob alles Böse dieser Welt in eine dicke Truhe gesperrt wäre, aus der es ganz sicher nicht mehr herauskam. Vielleicht diese wunderschöne, selbstbemalte Kiste in ihrem Zimmer, aus dem Buchenholz, in der all ihre Spielsachen lagen, oder die große Kiste im Wohnzimmer, in der wir normalerweise unsere Kuscheldecken verstauten. Ja, wir, sie und ich, nur wir beide. Ihr Vater hatte mich verlassen als sie geboren wurde, mit einer Hexe wollte er nicht zusammen sein. Er hatte mir geschworen, dass er mich und die Kleine nie wieder sehen will, und irgendwie war ich auch ein wenig froh darüber. Wir kommen sowieso gut ohne ihn aus. Wenn da nicht meine Vergangenheit wäre, oder wie eine alte Freundin immer zu sagen pflegte: „ Ich hoffte es sei Vergangenheit, doch es wurde meine Zukunft.“ Sie hatte Recht. Und jetzt suchte sie die Welt heim mit ihren schrecklichen Flüchen, Krankheiten oder Naturkatastrophen, die sie sich einfach so zum Spaß ausdenkt und dann in Wirklichkeit an der Welt praktiziert. „Ich spiele ein Spiel.“ hatte sie einmal zu mir gesagt als sie dreizehn war. Wir kannten uns schon lange, seit der fünften Klasse. Anfang der siebten kamen wir uns dann näher, ich suchte denselben Sportverein auf wie sie und wir traten in näheren Kontakt.
„Mami?“ „Du bist ja immer noch hier, ab ins Bett.“
„Mami, magst du mir erzählen, was diese Frau macht? Ich habe Angst und kann bestimmt nicht einschlafen.“
„Na gut, komm her“ Sie setzte sich neben mir auf unsere alte rote Ledercouch, kuschelte sich eng an mich, und während ich begann zu erzählen, deckte ich sie mit ihrer Lieblingsdecke zu.
„Diese böse Frau, die jetzt unsere Welt terrorisiert, war auch einmal ein ganz normales Mädchen. Wir gingen auf dieselbe Schule, in dieselbe Klasse, und waren gut befreundet. Sie hatte immer schon an alles Übernatürliche geglaubt, und sich aus tiefstem Herzen Gewünscht, dass es all das wirklich gab, von dem sie so viel gelesen hatte. Wir waren in der achten Klasse, das Schuljahr war schon fast vorbei, als wir drei alle Briefe von Hogwarts bekamen. Wir drei, das waren sie, ich und Chiara, Chiara ist jetzt leider auch auf der Seite von IHR. Wir dachten zuerst, es wäre ein Scherz, ein dumm gemeinter Jugendstreich, den uns irgendjemand spielte, der es lustig fand, dass wir uns in letzter Zeit mit Harry Potter beschäftigt hatten. Doch genau diese Welt, über die J.K.Rowling in ihren Büchern erzählt hatte gab es wirklich, und genau die von ihr geschriebenen Ereignisse waren wirklich passiert. Du kennst doch die Geschichte von dem Helden Harry Potter, und wie er unsere Welt vor dem bösen Lord Voldemort gerettet hat? Auf jeden Fall nahmen wir es erst nicht ernst, aber wir hatten beschlossen, in der letzten Woche der Sommerferien nach London zu gehen, und dort nach der Winkelgasse, der Bank Gringotts und dem Ministerium für Zauberei zu suchen, ob es das wirklich gab, denn wenn ja, dann wollten wir alle unbedingt nach Hogwarts, und wir waren so aufgeregt, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Also engagierten wir einen „Einjährigen- Auslandsaufenthalt“, der unsere Ausrede wurde. Wir trafen uns in der letzten Woche der Sommerferien, und flogen gemeinsam nach England. Wir hatten die wichtigsten Sachen gepackt und waren alles in allem bereit, tatsächlich auf eine Schule für Zauberei zu gehen. Während des Fluges rätselten wir darüber, warum wir auf Hogwarts hätten angenommen werden sollen, und wenn, warum erst jetzt? Wir waren bereits 13, und 14 normalerweise wird man dort mit 11, 12 eingeschult. In unseren Briefen stand, es gab Probleme mit der Überprüfung der magischen Fähigkeiten von Kindern, auch Familien die eigentlich nur aus Muggeln bestanden, konnten Zaubererkinder haben, wenn nur irgendein Urahn mal magische Fähigkeiten hatte, auch wenn das nicht erkannt wurde. Also mussten zahlreiche Tests durchgeführt werden, und der Tatbestand musste mehrmals überprüft werden. Bei mir war es so, dass man sich überhaupt nicht sicher war, ob ich ein Hexe oder ein Muggel war, aber man hatte mich trotzdem sicherheitshalber nach Hogwarts geschickt, bei Chiara gab es die magische Fähigkeit, die ihre Oma ihr vererbt hatte, jedoch wurde nie so etwas in der Art bei ihrer Oma bemerkt. Bei ihr, der bösen Frau, war die Sache schon komplizierter; in ihrem Brief stand, dass sie nicht die richtige Tochter ihrer Muggeleltern wäre, und sie adoptiert wurde. Durch einen Erinnerungsveränderndenzauber dachten ihre Eltern, sie wäre ihre richtige Tochter, sie auch, und sie hatte keinerlei Erinnerungen an ein Leben vor ihrem 5. Geburtstag. Es passte alles zusammen. Was sie nicht wusste: ihre Muggeleltern verloren alle Erinnerungen an sie, als sie ihren Zauberstab bekam. Es war ein Schock für sie, doch sie verkraftete es erschreckend gut. Im Flugzeug quetschten wir sie auch über ihren Freund aus, sie hatte mir mal ein wenig von ihm erzählt, doch viel wollte sie nicht preisgeben. Das Flugzeug landete und wir machten uns auf, suchten zuerst Gringotts, damit wir Geld hätten, wenn wir wirklich etwas in der Winkelgasse kaufen wollen würden. Wir fanden es tatsächlich, durchquerten den großen Eingangsaal mit den Kronleuchtern und den Kobolden, die an beiden Seiten in ihren Kabinen fleißig arbeiteten. Wir liefen ganz durch, zu dem an der „Rezeption“, als uns einfiel, dass keiner von uns dort ein Konto, ein Verließ, einen Bankraum oder ein Schließfach hatte. Wir waren ein wenig enttäuscht und wollten schon wieder gehen, da sagte sie: „Vielleicht haben meine Eltern hier ein Fach oder einen Raum.“ Wir gingen also hin und fragten nach einem Schließfach oder Raum auf den Namen Sophia Melange. Das war ihr Name damals. Der Kobold schaute uns verwirrt an und drehte sich dann um, doch es gab wirklich eins auf ihren Namen. Es war nur ganz klein, und fast hätte man es übersehen, aber es war da. Er schloss es auf, in ihm lag ein Stück Papier, auf dem ein Name stand. Rose Thorn. Wir dachten, dies könnte der Name ihrer Mutter sein, oder vielleicht sogar ihr Name, und fragten also nach etwas auf den Namen Thorn (lat. Dorn). Es gab einen Bankraum auf diesen Namen, der Kobold führte uns hin und schloss es auf, meinte aber er mache es „nur weil Mr. Thorn mal von seiner Tochter gesprochen hat“. Der Bankraum war beinahe überfüllt von Geld, Schmuck und andere wertvolle Gegenstände. Es war vermutlich angehäuft von Rose Eltern, doch sie erlaubte uns, etwa davon zu nehmen, für jeden war genug da. Wir verließen Gringotts, suchten die Winkelgasse und fanden sie auch. Du weißt ja, wie man dort hinkommt, nicht wahr? Wir waren überwältigt von dem bunten Treiben das dort herrschte, Zauberer und Hexen wo man hinsah. Überall waren auch die Erstklässler, die bald Hogwarts besuchen würden. Wir besorgten uns zuerst die Bücher, die auf unserer Liste standen, dann die Uniform und schließlich stellt sich die Frage eines passenden Tieres, dass wir nach Hogwarts mitnehmen könnten. Wir sahen uns in der Tierhandlung um, Chiara und ich waren beide über alle Maßen begeistert von einer weißen Schneeeule, und Rose verschwand im hinteren Teil des Ladens. Chiara und ich stritten uns heftig, wer die schöne Eule bekommen sollte, dann sah sie ein braunes Waldkäuzchen und war hin und weg. Die Frage des Haustieres hatte sich zumindest bei uns beiden geklärt, sie nahmen das Waldkäuzchen und ich die Schneeeule. Wir gingen bereits zur Kasse, als Rose kam, mit einem Käfig, der fast halb so groß war wie sie selbst. „Was ist denn das?“, war damals meine erste Reaktion auf diesen Käfig. Er war verdeckt von einer leichten grauen Decke, sie lächelte mich an und sagte: „Ein Phönix“ Chiara und ich waren so überrascht, wir sagten nichts weiter. „Er heißt Hyazintho“, sagte sie stolz und strahlte uns an. Einer der Verkäufer kam zu uns, und erklärte uns die Lage: „ Ein Tier ist wie ein Zauberstab, er sucht sich seine Person aus. Der Phönix ist ein ganz besonderes Tier aber er hat sie ausgesucht, und sie muss ihn nehmen, er würde keinen anderen Halter akzeptieren, da er sich schon festgelegt hat. Wir hatten diesen Phönix nur zufällig hier, aber wir verkaufen ihn ihr gerne.“ Sie strahlte immer noch, wir verstanden jetzt schon ein bisschen besser, dann hob sie die Decke ein wenig hoch und wir konnten ihn sehen; das wohl schönste und anmutigste Tier, dass ich je gesehen habe. Jede einzelne seiner Federn war ganz schwarz, bis auf die an seinem langen Schwanz, die letzten waren in Blautönen herabsteigend. „Wenn er „stirbt“ brennt er in blauem Feuer. Jetzt ist er noch jung und wird noch wachsen.“ Der Verkäufer nahm Rose den riesigen schweren Käfig mit Hyazintho ab und trug ihn zur Kasse, wir bezahlten und gingen dann zu Ollivander, um unsere Zauberstäbe zu kaufen. Die Tiere ließen wir von einem obdachlosen Jungen bewachen. Der staubige Geruch in seinem Laden begrüßte uns, und Ollivander auch. Er nahm von uns allen Maß und dann schließlich verschwand er in seinen Räumen voller Kisten und suchte die passenden Zauberstäbe für uns. Chiaras Zauberstab war nach drei Mal probieren gefunden, ein 10 1/2 Zoll aus Mahongiholz mit einem Kern als Drachenherzfaser. Es passte, jetzt war ich an der Reihe. Zuerst testete ich auch einen aus Drachenherzfaser, mit Birkenholz, doch es passte einfach nicht, dann noch einen anderen, bis ich endlich meinen Zauberstab fand, einen aus Eichenholz mit Einhornhaarkern, er war 12 Zoll lang. Ich hab ihn jetzt immer noch, weißt du. Einmal wäre er mir fast kaputt gegangen. Aber ich schweife ja ab. Nun war Rose an der Reihe, sie musste fünf Mal herumprobieren, dann verschwand Ollivander im hintersten Gebiet seines Ladens und kam nach 10minütigem Kramen wieder raus. Er brachte eine extrem alte, verstaubte Kiste mit einem Zauberstab hervor und gab ihn ihr. Sie holte ihn vorsichtig heraus, er war beinahe schwarz, ebenfalls 12 Zoll lang. Es war ein überaus mächtiger Zauberstab, sein Kern war aus Phönixfedern und das Holz war ausgewähltes Eibenholz. Kaum hatte sie ihn in der Hand und schwang ihn herum, da kam ein großer weißer Strahl aus der Zauberstabspitze. Wir wurden ein wenig gestreift von dem Windstoß den er auslöste, und Ollivander war mehr als überrascht über die Wirkung des Zauberstabs bei ihr, er grummelte etwas herum, von wegen „böses Omen“ und „das hätte man Wissen können“. Wir beachteten es nicht, bezahlten und gingen dann raus. Wir standen nun in der Gasse, hatten Bücher, Kessel, Uniform, Tier und Zauberstab, als uns einfiel, dass zwar Erstklässler keine Besen mitbringen dürfen, aber wir waren ja eigentlich schon Drittklässler also überlegten wir ernsthaft uns welche zu kaufen. Wir kauften also drei der neuesten Zauberbesen und machten uns dann auf den Weg zum Bahnhof King's Cross. Du weißt ja wo das ist, dieser Bahnhof in London, wo man auf die Wand zwischen den zwei Gleisen hindurch rennen muss. Es war bereits halb elf, also beeilten wir uns den Gleis zu erreichen. Wir waren alleine, nur wir drei, und keiner, der uns helfen konnte, oder uns auch nur irgendwie bescheid sagte über irgendwas. Wir waren unglaublich eingeschüchtert, hatten alles gekauft, und doch traute sich keine von uns den ersten Schritt zu machen. Wir standen also ratlos vor der Wand zwischen den Gleisen, plötzlich sah Rose uns an, nickte einmal kurz, lief dann so schnell sie konnte los auf die Wand zu, und anstatt von ihr abzuprallen verschwand sie tatsächlich darin. Weg, einfach weg war sie. Chiara und ich waren immer noch etwas unsicher, aber letztendlich trauten wir uns dann auch und trafen sie auf dem Gleis 9 3/4 wieder. In dem Moment konnte keine von uns richtig glauben, dass wir wirklich nach Hogwarts fahren würden. Doch da stand er, der Hogwarts Express. Es war schon zehn vor elf, wir luden unser Gepäck ein und suchten dann unsere Plätze im Zug. Wir setzten uns alle drei in das gleiche Abteil, und redeten die ganze Fahrt lang. In Hogsmeade angekommen wurden wir von den Kutschen abgeholt, die uns nach Hogwarts brachten, dort wurden wir von Minerva McGonagall persönlich in ihr Büro beordert, sie war jetzt Rektorin der Schule. Sie erklärte uns die Lage, wir wären einige der wenigen Nachzügler, bei denen die genaue Abstammung lange Zeit unbekannt war, und deshalb hatte es einige Zeit gedauert, bis wir unsere Brief bekamen. Wir dürfen sogar die Klassen unseres Alters gemäß besuchen, jedoch nur, wenn wir uns anstrengen und die versäumten zwei Jahre so gut wie möglich aufzuholen schafften. Außerdem sollten wir für ein Trimester lang als Zusatzfach Privatunterricht im Fliegen eines Besens haben, da keinen von uns damit je bekannt gemacht wurde. Prof. McGonagall prüfte uns alle auf verborgene Zauber, und als sie es bei Rose tat, geschah etwas merkwürdiges; von oben bis unten schien sich ihr Aussehen nach der Bewegung des Zauberstabs zu verändern, ihre Haare wurden dunkler, beinahe schwarz, und länger, ihre Haut viel heller, nah an einem Weißton, ihr Gesicht definierter von der Form, die Augen verfärbten sich graublau und ihre Wimpern wurden länger, auch die Farbe ihrer Augenbrauen verdunkelte sich, ihre Nase war gerader und nicht in geringster weise mehr knubbelig (nicht dass sie das vorher gewesen wäre) ihre Lippen wurden einen minimalen Ton roter, ihre restliche Figur streckte sich ein wenig in die Länge, zu meinem Bedauern schien sie auch ein paar Zentimeter größer zu sein als vorher und alle Narben und äußerlichen Verletzungen die sie je hatte, verschwanden auf sonderliche Weise. Im Nachhinein betrachtet, hatte sich nur alles verändert, dass sie mit ihren Eltern und ihrem vorherigen Leben verband, die Haar- und Hautfarbe usw. McGonagall war genauso erstaunt wie wir, und sagte zu Rose, sie wolle sie nachher alleine sprechen. Dann holte sie den sprechenden Hut, und setzte ihn zuerst Chiara auf, dann mir und dann Rose. Bei Chiara überlegte der Hut nicht lange und schickte sie nach Hufflepuff, keine Entscheidung die ihr zu gefallen schien, bei mir dauerte das schon ein wenig länger. Schließlich entschloss er sich bei mir ebenfalls für Hufflepuff und wir warteten gespannt auf Rose Ergebnis, se könnte auch zu uns nach Hufflepuff kommen und wir würden alle gemeinsam in ein Haus gehen. Doch der Hut war sich nicht sicher, er überlegte lang, könnte nicht eines der Häuser ausschließen, er grummelte ein wenig herum und sagte darauf „Slytherin … aber dein Charakter ist gespalten“ Slytherin, sie war tatsächlich eine Slytherin, unglaublich. Ihr war anzusehen, dass ihr diese Entscheidung nicht wirklich zusagte. Sie meinte „Ist schon ok, geht ihr zum Gemeinschaftsraum, ich muss hier eh noch ein Gespräch führen“ und verschwand dann mit einem traurigen Lächeln hinter Prof.McGonagall. Sie hatte mir später ausführlich von ihrem Gespräch erzählt, es lief ungefähr so ab: sie setzte sich auf den kleinen, ungemütlichen, alten Polsterstuhl gegenüber des großen Schreibtisches, der ausschließlich für Gäste bestimmt war und wartete auf die Fragen, von denen sie dachte, dass sie ihr gestellt würden. Doch es kamen keine Fragen. McGonagall stattdessen begann zu reden „Du bist also Rose Thorn?“ „Ja, das denke ich. Ich weiß es nicht wirklich, ich habe bis jetzt bei Muggeleltern gelebt.“ „ Meine Liebe, deine Muggeleltern wissen nicht, dass du nicht ihre Tochter bist. Sie wussten es nicht. Jetzt, nachdem du weißt, wie du wirklich heißt, kennen sie dich überhaupt nicht mehr. Ihr wurdet mit Zaubern belegt. Das gleiche gilt für dein Aussehen. Hast du für die Ferien jemanden, zu dem du gehen kannst?“ „Ja, ich habe einen Freund, der mich in solchen Situationen bei sich aufnehmen würde. Was ist mit meinen richtigen Eltern?“ „Deine richtigen Eltern sind Mr.Colin Thorn und Mrs.Juri Thorn, soweit es bekannt ist. Sie sind das berüchtigtste und berühmteste Paar in der Zaubereiwelt, sogar noch berüchtigter und berühmter als James und Lily Potter. Manche behaupten sogar, es gäbe sie nicht, aber du bist der lebende Beweis dafür, dass es sie zumindest gegeben haben muss. Weißt du, Rose, du bist eine Reinblüterin. Dir wurde schon sehr viel Ehre zu Teil, auch wenn du noch nichts davon weißt. Du kennst doch Ron und Hermine Weasly, oder? Sie haben ihre Tochter nach dir benannt. Deine Eltern können nicht nur sehr gut zaubern, es wird sich erzählt, sie hätten einen Weg gefunden länger zu leben und jung zu bleiben, deshalb trachten ihnen viele Leute nach dem Leben. Sie waren immer schon stolz auf dich, ohne dich längerer Zeit gehabt zu haben. Ich wollte dir nur sagen, dass du jetzt leider vorerst ohne Eltern auskommen musst, und da du nun deinen Familiennamen trägst, dich viele Leute ansprechen werden. Dein Gesicht war lange nicht bekannt, aber du bist sehr begehrt. Die Leute sagen, Juri und Colin wären schon mehrere hundert Jahre alt, sähen aber immer noch aus wie Mitte zwanzig, und sie hätten sich in ihrem langen Leben ungeahnte Fähigkeiten angeeignet. Die Tochter des sagenumwobenen Paars, musste das schönste, beste, und klügste Geschöpf auf der Welt sein, sie nennen dich die reinblütige Prinzessin. Da niemand genau weiß, welche Fähigkeiten deine Eltern haben, ist natürlich auch unklar, welche Fähigkeiten du haben wirst. Aber keine Sorge, das werden wir noch früh genug herausfinden.“ Nachdem dieses Gespräch beendet war, kam Rose sofort zu mir und erzählte mir alles, doch in den darauf folgenden Schuljahren sah ich sie nicht viel, wir waren ja in zwei verschiedenen Häusern, aber wir trafen uns immer einmal in der Woche für zwei Stunden und redeten über dies und das. Sie war sehr fleißig und auch sehr gut in der Schule, außerdem war sie sehr hübsch. Ihre fast schwarzen Haare fielen leicht gelockt bis zu ihrer Taille, mindestens die Hälfte der Jungs in unserem Jahrgang fand sie sehr ansehnlich. Andere Mädchen, zum Beispiel Chiara, hatten ein kleines Problem damit, denn Rose war einfach hübsch so wie sie war, sie musste nichts dafür tun, dass ihr die Jungen hinterher rennen, aber, und das war dass was Chiara am meisten aufregte, sie verschmähte jeden einzelnen dieser Jungen, denn sie war ja bereits vergeben. Ich war in dieser Situation ziemlich außenstehend und hatte nichts damit zu tun, zu der Zeit hatte ich schon einen Verehrer. In diesem Jahr gewann Slytherin den Hauspokal, größtenteils auch wegen ihr. Sie war keine normale Sylterin, sie ärgerte niemanden oder gab permanent damit an, ein Reinblüter zu sein, aber sie war schon ein wenig stolz auf ihre Leistungen. In der vierten Klassen engagierte sie sich auch als Jäger für das Quidditch-Team, wir lebten unser Leben und jede Ferien verschwand sie zu ihrem heimlichen Geliebten. Sie wollte mir nicht einmal seinen Namen nennen! Aber na ja. Und dann kam der alles verändernde Punkt. In den Sommerferien von der sechsten in die siebte Klasse passierte etwas Schreckliches, etwas das bis dahin noch niemand wusste. Niemand außer sie. Im Hogwarts-Express war sie sehr leise, redete kein Wort und das auffälligste an ihr waren ihre verheulten Augen …“
Oh sie ist eingeschlafen. Mitten auf der Couch, in meinen Armen. Also, das auffälligste an ihr waren ihre verheulten Augen, blutrot unterlaufen und von tiefen Schatten geschmückt. Sie wollte über nichts reden, ich konnte mir auch nicht denken, was hätte passiert sein sollen, ihr letztes Zeugnis war das beste des Jahrgangs, Hyazintho lebte noch, und war weit davon entfernt, sich in Flammen aufzulösen, sie sah wie immer brillant aus und die Jungs liefen ihr sabbernd hinterher. Selbst als wir in Hogwarts angekommen waren, redete sie kein Wort und ging stillschweigend auf ihr Zimmer. Nachts dann, um halb eins, hörte ich jemanden leise meinen Namen flüstern. Ich wachte erschrocken auf, schaute mich um und erkannte, dass Rose vor meinem Bett stand. Hä? „Rose? Wie kommst du denn hier rein?“ Sie stand im Schlafsaal von Hufflepuff und war ja eigentlich eine Sylterin und würde normalerweise nicht mal in den Gemeinschaftsraum kommen. „Ich, äh, na ja, ist doch egal. Kann ich mit dir reden?“
„Ja, klar, aber vielleicht nicht hier, du könntest noch jemand andern wecken.“
„Ok, komm mit.“ Wir gingen raus aus dem Schlafsaal, auch raus aus dem Gemeinschaftsraum, und sie brachte mich in den Raum der Wünsche. „Du wusstest wo er ist?“, fragte ich sie erstaunt. Sie nickte nur kurz, sie war immer noch sehr still und introvertiert. Der Raum der Wünsche hatte für uns die Form eines großen leeren Saals, mit zwei Kronleuchtern, die ihn spärlich beleuchteten, mit ein par antiken Sofas, Sitzkissen, Standleuchten, Decken und Kissen, die verstreut auf dem Boden herumlagen. Ich nahm sie an der Hand und bat sie, sich mit mir zu setzten. Sie akzeptierte und wir setzten uns hin. „Jetzt erzähl mal, was ist los?“, sagte ich. „Ich, ich weiß nicht wie ich das sagen soll …“, sie begann zu weinen und zu schluchzen. Ich wischte ihr die Tränen von der Wange. „Ich hab dir doch mal von meinem Freund erzählt. Er hieß Kain. Jede Ferien gehe ich zu ihm, weil ich ja keine Eltern mehr habe. Er wohnt eigentlich alleine auf einem Landsitz in Deutschland, aber er hat auch ein großes Haus in der Nähe von Wales, wo er jetzt hingezogen ist, nachdem er erfahren hat, dass ich in Hogwarts aufgenommen und für die Ferien immer bei ihm sein würde. Er war immer so unglaublich zuvorkommend und nett, ich meine, ich habe gerade erst erfahren, dass ich eine Hexe war, und mein ganzes Leben eine Lüge war, und er hat mich einfach bei sich aufgenommen. Am Anfang war es so komisch, ich hieß plötzlich anders und hatte diesen Zauberstab, aber er hatte keine Probleme damit. Es ist unglaublich, oder? Ich hatte mich in ihn verliebt und wir waren Jahre zusammen. Nach einem halben Jahr, kam er zu mir und sagte; „Rose, es gibt da etwas, das du wissen musst. Du … bist ja eine Hexe, und du hast es mir auch offen gesagt, also, will ich dir auch sagen, was ich bin. Ich bin ein Vampir“ Du kannst gar nicht glauben wie geschockt ich da war.“ Jaaaaa so ging es mir jetzt auch. Er war wirklich ein Vampir? So, wie sie es mir mal in einer ihrer Geschichten erzählt hatte? „ Es war mir aber egal. Mir war egal, was er war, er ehrlich zu mir und ich akzeptierte ihn genauso wie er mich akzeptiert. Unsere Beziehung scheiterte also nicht daran, und wir lebten, wie das glücklichste Paar der ganzen Welt. In den Ferien kam ich immer zu ihm. Ich weiß, wir waren beide noch jung, aber wir waren so Hals über Kopf ineinander verliebt. In den letzten Ferien war ich natürlich auch bei ihm, drei Tage vor meiner Abreise, am Sonnenuntergang liefen wir gemeinsam durch die Blumenfelder neben dem Haus, es war wunderschön. Wir küssten uns oft und lang, gingen dann ins Haus zurück. Im Haus machten wir genau da weiter wo wir im Feld aufgehört hatten. Es war so schön, er war nur ganz allein für mich da. Seine Küsse waren so unglaublich schön, manchmal konnte ich die Spitzen Zähne spüren, wenn meine Lippen sie berührten.“ „Hast du mit ihm geschlafen?“, wollte ich wissen. So wie sie von ihm erzählte, schien es an diesem Abend mehr gewesen zu sein als nur ein paar seiner unglaublich schönen Küsse, und ich war neugierig, ob sie ES schon mal getan hatte. „ …… Ja, nur einmal, in diese Nacht. Als ich am Morgen aufwachte, zog ich mir mein Kleid über und ging raus um ihn zu suchen, er hatte nicht neben mir gelegen als ich aufgewacht bin. Ich nahm noch meinen Zauberstab mit, weil ich so ein Gefühl hatte, es könnte etwas passieren. Ich sah ihn in diesen Blumenfeldern, er war aber zu weit weg um mich hören zu können, es schien als würde er Blumen pflücken. Doch ich sah noch die Silhouette einer anderen Person. Mich überkam ganz plötzlich eine große Angst, diese Person zückte etwas, das wie ein Zauberstab aussah und richtete ihn auf Kain. „Nein!“, schrie ich und rannte auf die beiden zu. Doch im nächsten Moment sank er zu Boden. Ich richtete den Zauberstab auf die Person und rief: „Expelliarmus! Petrificus Totalus!“ Der Stab wurde aus seiner Hand geschleudert und er fiel gelähmt um.“
„Du hast ihn gelähmt? Was hast du ihm sonst noch getan?“
„Er hat Kain umgebracht! Er hat ihn einfach so umgebracht! Ich hab ihn nur gelähmt, damit er mir nichts tun konnte! … Ich bin sofort zu Kain gelaufen, nahm ihn in den Arm. Er lag auf meinem Schoß und ich musste zusehen, wie er nur noch ganz schwach atmend starb. Er hatte die Blumen, die er gepflückt hatte, immer noch in der Hand, und sagte, ganz leise flüsternd: „Die habe ich für dich gepflückt … Soph- … Rose, ich liebe dich.“ Kannst du dir das vorstellen? Er starb in meinen Armen! Er hatte niemandem etwas getan! Ich hab ihn sanft zu Boden gelegt, und bin hinübergegangen zu diesem Mann, der ihn getötet hatte. Ich nahm in den Zauberstab weg, und fragte, für wen er arbeitet. Dieses Drecksschwein machte den Mund nicht auf. „Finite!“, sagte ich, um die Lähmung aufzuheben, aber er sprach kein Wort sondern lag nur glucksend am Boden. Er lebte noch, aber er sagte nichts, und, ich war so wütend! Du kannst dir das gar nicht vorstellen, alle meine Gefühle kochten über, und er redete einfach nicht! Ich habe es wirklich nur gedacht aber … ich habe gedacht … Crutiatus … und, es war auch nicht stark aber er hat sich gewunden wie ein Fisch und geschrien und getobt und ich hab ihn einfach noch mal gefragt wer ihn angeheuert hat. Und unter den Schreien die er von sich gab, rief er immer wieder „Das Ministerium für Zauberei! Das Ministerium!“ und er windete sich immer weiter in seinen Schmerzen, doch er rief immer wieder „Das Ministerium! Das Ministerium! Ich bin Auror im Namen des Ministeriums!“ Mir lief es bei diesen Worten kalt den Rücken herunter. Ich beendete seine Schmerzen, indem ich ihn mit dem Sectrumsempra tötete und ihn dann verschwinden ließ. Er hatte es verdient und ich verspürte keine Reue als ich ihn umgebracht habe. Ich hab mich wieder zu Kain umgedreht, er löste sich gerade zu Staub auf und verschwand mit der morgendlichen Brise in der Luft. Kain war zu Unrecht gestorben, er hatte es nicht verdient, er hat doch nichts getan. Er war eigentlich unsichtbar, er war eine leere Stelle im System und sie hatten ihn einfach auf die Liste gesetzt und eiskalt exekutieren lassen. Er hat vielleicht ein paar Mal von meinem Blut getrunken, aber ich war absolut einverstanden. Ich habe die letzten zwei Tage der Ferien allein in seinem Haus verbracht und glaub mir, es war schrecklich.“
„Du hast einen Auror umgebracht! Und du hast einen Vampir von dir Blut trinken lassen! Sag mal, was ist eigentlich mit dir los!“
„Du hast keine Ahnung was ich durchgemacht habe! Er ist in meinen Armen gestorben! Und du hast auch kein Recht mich zu verurteilen!“ In diesem Moment war mir so unbehaglich, wie schon seit langem nicht mehr. Meine Freundin war eine Mörderin. Und ich konnte nichts dagegen tun. Ich hatte mal, sehr viel früher zu ihr …
Moment, da ist doch jemand. Eine Krähe saß auf meinem Fensterbrett zum Wohnzimmer und starrte mich an. Sie war rabenschwarz, und hatte blau-graue Augen, in deren Mitte um die Iris herum etwas rot zu schimmern schien.
Das ist doch die Augenfarbe der schwarzen Königin. Und ehe ich mir weiter darüber Sorgen machen konnte, verwandelte sich die Krähe in sie, die schwarze Königin. Eine Stimme, die ihresgleichen suchte, erfüllte den Raum:„Ich hatte mal, sehr viel früher zu ihr gesagt: „Sophia, du bist vielleicht fasziniert von all dem Bösen, aber ich denke nicht, dass du jemals jemanden töten könntest.“ Das war doch der Gedanke, den du gerade angefangen hattest? Ja, meine Liebe, ich bin wieder da. … Tut mir schrecklich Leid, dass ich in deinen Geist eingedrungen bin, ehrlich.“
Und sie lachte los, fast schon so laut, dass sie hätte die Kleine wecken können. Es kann nicht wahr sein, sie ist tatsächlich hier. „ Sieh an, du machst dir also die Hände schmutzig. Warum hast niemanden geschickt um mich einfach töten zu lassen, liegt dir doch noch so viel an mir?“
„ Alte Freundinnen besuchen sich gegenseitig, oder nicht? Und wie kommst du darauf, dass ich dich töten will? Ich wollte fürs erste nur nicht, dass du weiter erzählst, alles was danach passiert geht nur mich etwas an, Viola.“
Niemand nannte mich mehr bei diesem Namen, ich war für alle nur Bella.
„Oh doch, ich nenne dich bei diesem Namen, und ich bin sicher nicht Niemand, meine Liebe. Vergiss nicht, dass ich immer noch in deinem Kopf bin. Ach übrigens, du vergaßt zu erwähnen, dass ich nicht die einzige bin, die hier eine sagenumwobene Gestalt heraufbeschworen hat, oder hast du Nemesis vergessen?“
„ Ich arbeite im Ministerium als Aurorin, und habe Nemesis erschaffen, eine Frau, die alle, die sich wider des Rechts verhalten haben, qualvoll ins Jenseits befördert. In Wirklichkeit war das aber immer nur ich mit etwas mehr Selbstvertrauen hinter einer Maske, die die, `die sich wider des Rechts verhalten haben'mit den üblichen Methoden nach Askaban gebracht hat. Aber das weißt du ja vermutlich.“
Nach diesen Sätzen über meine Berufstätigkeit -etwas unpassend in dieser verheerenden Situation- wollte ich nach meinem Zauberstab greifen, der auf diesem hübschen, kleinen Beistelltisch aus Ebenholz stand, den ich eigens für mich hab anfertigen lassen. Ich tat so als ob ich mich strecken würde und tastete mit meiner rechten Hand nach ihm, aber der Plan war so wieso zum Scheitern verurteilt, schließlich versuchte ich gerade ernsthaft dien Meisterin der dunklen Künste mit einem kindlichen Spiel auszutricksen.
„Denkst du ehrlich du könntest mich hintergehen? Mit so einem dummen Versuch? Hast du in den Jahren, in denen wir befreundet waren gar nichts gelernt?“
Oh Gott, scheiße, was machst du in meinem Kopf!
Tja, ich komme dahin, wo ich will. Gib mir deinen Zauberstab.
Nein! Vergiss es! Hast du in den Jahren, in denen wir befreundet waren, gar nichts gelernt?
Du hast Recht, dann nehme ich ihn mir einfach.
Dieses stechende Gefühl in meinem Kopf hörte nicht auf, neben meinem Bewusstsein war da noch ihres, und sie hatte keine Scheu, sich auszubreiten. Es tat so unglaublich weh und ich konnte spüren, wie sie dich über meine Schmerzen freute. Sie streckte ihre Hand ein wenig und sie zog meinen Zauberstab an. So wie in Star Wars, haha dachte ich, als mir einfiel, dass es weniger vorteilhaft für mich war. Sie hatte meinen Zauberstab, war in meinem Kopf und auch sonst war ich ihr mehr als unterlegen.
„Was willst du jetzt mit mir tun?“
„Du wirst mit mir kommen, nimm meine Hand, und versuch nicht, dich zu wehren, es wird dir nichts bringen.“
„Wenn du mich töten willst, dann tu es hier und jetzt.“ Ich kniff die Augen zusammen und wartete darauf, dass sie es tat.
Viola, ihre Stimme war nun süßlich ruhig und ein wenig verweht, ich wollte dich nie töten. Noch nie, war es auch nur im Entferntesten mein Anliegen, dein Leben zu beenden. Weißt du, du warst einer der Menschen, denen ich von Anfang an vertraut habe. Ich habe mir geschworen, dich nicht zu hintergehen, und in all deinem Handeln, egal wie fragwürdig es ist, einen guten Kern zu entdecken. Und jetzt halt bitte deinen Mund, denk über nichts nach und gib mir deinen Hand.
Was passiert mit der Kleinen? Sie ist meine Tochter … ich las-
Hör auf weiter zu reden, ich schicke jemanden der sich kümmert.
Einen von deinen Leuten? Pah, dass ich nicht lache, die lasse ich nicht an mein Kind ran.
Wirst du wohl müssen. Ich schicke eine alte Bekannte.
„ Morsmordre Chiara“, flüsterte sie in die Nacht und berührte mit ihrer Zauberstabsspitze ihren Unterarm. Darauf war ein Zeichen, geschrieben aus schwarzer Tinte, schon ganz eingebrannt in ihre Haut. Es war, mit entfernter Ähnlichkeit, ungefähr wie ein A, rund geschrieben, und sehr verschnörkelt, es begann zu pulsieren als sie die Worte aussprach. Du hast Chiara gerufen?
Ja.
Die alte Hexe. Ich werde ihr nie verzeihen, dass sie zu dir übergel-, entschuldige.
Sie ist meine loyalste Anhängerin!
Sie lächelte leicht. Na gut es war nur der Anflug eines Lächelns, aber immerhin. Ich war auch ein wenig glücklich. Ließ man die Tatsache außer Bedacht, dass sie die eine machtgierige Person war, die im Inbegriff war, die Weltherrschaft an sich zu reißen und mich grade entführte, dann war diese Situation eigentlich gar nicht so schlimm, zwei alte Freundinnen trafen sich nach langer Zeit wieder und … ok, nicht wirklich.
Soll ich mich wirklich an deiner Hand festhalten?
Oh Gott, Viola, bist du noch nie appariert?
… doch, klar…
Sie wollte nur apparieren, was für eine Erleichterung. Ich nahm also ihre Hand, drückte sie ganz fest -ich konnte spüren wie sie mich innerlich auslachte- und im nächsten Moment waren wir nicht mehr bei mir im Wohnzimmer, sondern vor einem riesigen Haus, ich korrigiere Palast, der gänzlich aus weißen und teilweise grauen Steinen gebaut war. Er stand einsam auf der einem riesigen Abhang, nur ein Weg führte hinauf und unter der Klippe toste das Meer. Der Anblick war atemberaubend. Hinter uns, kurz vor dem Horizont begann ein dunkler Wald, dunkel, aber schon von weitem sah er unglaublich schön aus, und machte mich mehr als neugierig. „Denk gar nicht dran, da gibt es Trolle.“ Sie schleifte mich an meinen Arme noch drei Schritte weiter, dann apparierten wir erneut. Nun befanden wir uns offensichtlich in einem Wohnzimmer. In ihrem Wohnzimmer. Der Boden war aus kaltem Stein, es gab einen riesigen Kamin in dem ein großes Feuer loderte, über ihm hing das weiße Geweih eines Hirsches. Um den Kamin herum standen alte Sofas, jedes einzelne war für sich schön, und auf dem Boden lagen Teppiche aller Art. Sie setzte sich auf einen großen Sessel, der aus grauen Polstern bestand, und auf dem ein weißes Ziegenfell lag. Sie warf sich beinahe rein, ihre zuvor etwas gelöstere Stimmung verschwand und sie wurde zu dem, das alle unter einem Namen kannten; die schwarze Königin. Mich lies sie nun einfach stehen. Mit leerem Blick hob sie einen schwarzen ledernen Handschuh von Boden auf, pfiff einmal, streckte den Arm und ein Phönix kam geflogen und ließ sich dort nieder. Das war der gleiche Phönix, den sie einst vor vielen Jahren in der Winkelgasse in einer Tierhandlung gekauft hatte, mit den normalerweise schwarzen Federn und herausstechenden wenigen Paar, die am Ende seines fast ein Meter langen Schwanzes blau waren. Er hatte eisblaue Augen, die mich von oben bis unten musterten, jedoch fand er nach ein paar Sekunden mehr Gefallen an seiner Körperpflege anstatt an mir. Hyazintho hieß er. Er geht in blaue Flammen auf. Genau das war das besondere an ihm. Eigentlich waren Phönixe rot, orange und gelb, doch er schien eine Ausnahme zu sein. Mein Blick schweifte auf die schwarze Königin, als sie ihre Augen kurz schloss und ihren Kopf für einen kurzen Moment in seltsam abgehackten Bewegungen nach oben bewegte, es gab ein kurzes Flimmern, und sie sah ganz anders aus. Ganz anders angezogen. Sie trug nun nicht mehr die schwarze Lederhose und den dunklen Mantel, den Gürtel, in dem sie ihren Zauberstab und jetzt auch meinen trug, und die schwarzen Stiefel, die unangenehm klackten, sobald sie irgendwo auftrat, sondern eine hautenge, auch schwarze lederne Hose, mit einem Lack-ähnlichen schwarzen Gürtel, der locker um ihre Hüfte hing, einem Oberteil, dessen Ausschnitt einen jeden Mann mit reichlich Fantasien versorgte, umschmückt von ledernen Rüschen -sofern man das so nennen kann-, langen Ärmeln, auch aus schwarzem Leder wohlgemerkt, die nach unten hin immer weiter wurden, und einen langen, schweren roten Umhang mit schwarzen Tupfen darauf, oben von einer silbernen Brosche festgehalten, in deren Mitte sich ihr dunkles Mal befand, sowie kniehohe Lederstiefel mit Absatz. Ihre Frisur veränderte sich auch, es war nicht länger der penibel gerade, hohe Pferdeschwanz, der die Länge ihre Haar (sie gingen mindestens bis zur Taille und waren „schwarz wie Ebenholz“) gut zu Augenschein brachte, sondern eine sorgfältig geflochtene Hochsteckfrisur, auf der jetzt eine Krone aus massiven, dunklen Metall thronte, die acht spitze, beängstigende Zacken hatte, die rund herum auf ihr platziert waren. Noch immer sprach sie kein Wort mit mir, ich stand einfach nur da und schaute zu. Das einzige Geräusch, war das Flackern des Feuers im Kamin, doch dann rief sie: „Cato!“ Es war laut und erschreckend, beinahe hätte ich losgeschrien. Da kam er, Cato. Ich muss sagen, wer jemanden hat, der so aussieht … Oh, Gott, ich bin fast dahin geschmolzen. Er kam herein mit schwungvollem Schritt, gleichzeitig noch demütig vor ihr, etwas länger als normales Haar, locker getragen. Sein Gesicht war makellos, er hatte karamellbraune Augen. Ich musste zu ihm hochsehen, schätzungsweise war er ungefähr 1,88, voll bepackt mit Muskel. Er trug einen Verband um den Hals, eine tiefsitzende, lockere Hose in dunkelgrau, festgehalten durch einen Gürtel an dem ein Zauberstab, ein Dolch und eine Pistole hingen, schwere schwarze, aber nur bis knapp über die Knöchel reichende Stiefel, ein dunkelrotes Tuch am Arm, über dem man das dunkle Mal erkennen konnte, und, und das war das beste, eine geöffnete Jacke, die umherschwang wenn er lief, jedoch auch einen fantastischen Blick auf sein Sixpack bot. Auf der Brust, an der Schulter, und im Nacken war er tätowiert, es war jeweils immer ein anderes Symbol, dessen Bedeutung ich nicht kannte. Er ging zu ihr, verbeugte sich und verweilte dann ein paar geschlagene Sekunden so. Sie hieß ihm, aufzustehen und dann geschah das Außergewöhnliche; sie fasste ihn am Kinn zog ihn zu sich ran und küsste ihn. Er schien sehr glücklich zu sein, als sie fertig war richtete er sich auf und fragte unterwürfig nach seinem Auftrag. „Ich habe Durst“ sagte sie mit einem verschlagenen Lächeln, er verließ uns und eilte schon bald zurück, mit einer Art Glas oder Bescher, in dem sich eine tiefrote, dickflüssige Substanz befand, und gab es ihr.Ist das Blut?
Ja… da liegst du richtig, Viola.
Mit einer flüchtigen Geste hieß sie ihn wegzutreten, nahm einen kräftigen Schluck und sah mich dann hinterhältig an: „Ich denke, du solltest unseren Gast jetzt auf sein Zimmer bringen.“ Er verbeugte sich nur kurz und schleppte mich dann weg, ich wollte es nicht und stellte mich störrisch hin, sodass er an meinem Arm ziehen musste, damit ich mich überhaupt irgendwie bewegte. Ich drehte meinen Kopf noch einmal zu ihr und sah, dass sie aufstand, Hycintho flog mit einem kräftigen Flügelschlag davon und sie kam auf mich zu. „Er wird dir nichts tun“ Wie beruhigend. Er zog immer stärker also gab ich nach, lief hinter ihm her wie ein kleines Kind auf einer Führung, sie aber war stets hinter mit und beobachtete mich. Plötzlich erschien vor uns ein Mann, der einen anderen in Ketten gelegten zu Ihr brachte, kurz vor ihr blieb er stehen. „Eure Majestät, wir haben einen Spion entdeckt.“
„Levicorpus.“ Dieses Wort von ihr reichte und er wurde von einer unsichtbaren Kraft an den Fußknöcheln kopfüber in der Luft aufgehängt. „Für wen arbeitest du?“ fragte sie ihn beherrscht und mit sanfter Stimme. Er antwortete nicht. „Für wen arbeitest du?“ fragte sie erneut, diesmal lauter und eindringlicher. Er antwortete wieder nicht. „Für wen arbeitest du?“ flüsterte sie nun ganz leise und betörend in sein Ohr, bewegte ihre Hand auf ihn zu, bohrte ihren Zeigefinger in seine Brust und augenblicklich begann er zu schreien und sich zu winden wie ein Fisch auf dem Land. Sie schaute befriedigt zu, wartete aber immer noch auf eine Antwort. „Für das Ministerium! Ich arbeite für das Ministerium! Es will eine Allianz gegen euch bilden und euch vernichten!“
Das Ministerium? Was will das Ministerium von ihr?
„Oh na sieh einer an. Meine alten Freunde. Libera Corpus.“ Ruckartig viel er nach ihren Worten zu Boden. „Entsorge ihn.“ Sagte sie zu dem Mann, der ihn hergebracht hatte, und wir gingen weiter. Cato brachte mich, unter ihrer Aufsicht zu den Kerkern, und steckte mich in eine Zelle, deren Wände aus verspiegeltem und wahrscheinlich Schalldämpfenden Glas waren. Mit einer unsanften Bewegung schubste er mich rein, trat dann zurück und sie kam ebenfalls zu mir in die Zelle. Er verschwand nach draußen, sie schloß die Tür und stellte sich gegenüber von mir hin. „Weißt du, es gibt immer Leute, die Personen, die mich aufzuhalten versuchen. Dann kommt es natürlich darauf an, ob sie das können. Alle Personen auf dieser Erde, könnten mich nicht töten. Mit einer Ausnahme; dir. Denn entweder haben alle Personen eine unabdingbare Angst vor mir, oder sie sind verhindert durch das Zeichen ihrer Loyalität mir gegenüber, dem schwarzen Mal. Du aber trägst es nicht und, und das ist das viel wichtigere, du hast keine Angst vor mir.“ Sie holte einen Dolch von ihrem Gürtel und streckte ihn mir mit dem Griff nach vorne entgegen. Ich nahm ihn, ohne zu wissen, was ich damit tun solllte. „TÖTE MICH“

Kommentare Seite 1 von 1
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.

Neuer Kommentar da? / Seite neu laden

DarkAngel2 ( 49715 )
Abgeschickt vor 960 Tagen
BIIIITTTEE schreib weiter!!!
the_storyteller ( 59504 )
Abgeschickt vor 980 Tagen
Danke ... es gibt noch eine Forstsetzung, ja
Jessi ( 79763 )
Abgeschickt vor 981 Tagen
Die Geschichte ist ein bisschen verwirren, aber der Schreibstil gefällt mir.
Lg
Jessi
Seva Black ( 06876 )
Abgeschickt vor 981 Tagen
Ich LIEBE deine Geschichte!!!! Dein Schreibstil ist echt hammer gut und auch die story ist geil. Nur das Ende, das kommt so unerwartet O.o gibt es noch einen 2. Teil? Bitte sag JAAA ._. *-*
Lg
the_storyteller ( 01943 )
Abgeschickt vor 981 Tagen
Ich bin immer dankbar für Kommentare, ob negativ oder positiv.