Sie erschiesst mich mit einem Luftkuss (Kapitel 5-8)

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4 Kapitel - 7.532 Wörter - Erstellt von: Guren - Aktualisiert am: 2014-07-15 - Entwickelt am: - 3.836 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier sind die nächsten vier Kapitel von " Sie erschiesst mich mit einem Luftkuss"

    1
    Flint als Ballbegleitung?


    Ein Monat ist bereits vergangen...
    Ich war verwundert, dass Blaise unsere gemeinsame Nacht nicht rumerzählt hat.
    Oder hat er es nur seinen besten Kumpels gesagt… aber dann hätten die es bestimmt weiter erzählt… oder schämt er sich dafür?
    Ach was… warum verschwende ich meine Gedanken überhaupt darüber.
    Heute haben wir hohen Besuch aus dem Ministerium in der grossen Halle.
    Gespannt warten wir darauf bis Dumbledore seine Rede hält.
    Er verkündet uns dass das Trimagische Turnier hier bei uns stattfinden wird und es soll einen Weihnachtsball geben!

    Luna und ich sind bereits in unserem Schlafraum und lernen noch ein bisschen für die baldige Prüfung.
    Ich lerne gerne mit ihr, sie ist wirklich klug… verdammt klug um genauer zu sein.
    Es war gerade so schön ruhig als plötzlich eine aufgeregte Cho herein gestürmt kommt.
    „Mädels, das glaubt ihr nie! Ratet mal wer mich zum Ball eingeladen hat?“ schreit sie freudig herum.
    „Hmm… er muss jedenfalls ziemlich toll sein, so wie du dich gerade aufführst.“ Sage ich nur.
    Diese ganze Ballsache nervt mich total.
    Naja die Veranstaltung selber finde ich eigentlich ganz gut aber die ganzen Leute machen so ein Theater wer mit wem geht und so.
    Bis jetzt habe ich noch keine Ballbegleitung… ich wurde auch nur von einem gefragt und zwar Roger Davies.
    Jedoch habe ich ihm abgesagt weil ich wusste dass er es nicht nur beim Ball bleiben lassen will.
    Schon öfters hat er mich versucht rumzubekommen.
    Es kam auch schon mal zu einem einzigen Kuss aber dabei blieb es auch.
    Jedoch habe ich ihm versichert dass aus uns nie was werden wird und dieser Kuss einmalig war.
    Erstens spielen wir zusammen in der Hausmannschaft und ich will nicht dass die andern denken dass ich irgendwelchen Bonus bekomme.
    Zweitens ist er überhaupt nicht mein Typ… er sieht zwar ziemlich gut aus doch vom Charakter her passt es einfach nicht.
    Tja und seitdem hat mich kein anderer mehr gefragt… wahrscheinlich denken sie, wenn ich Roger schon abserviert habe, sage ich auch allen andern ab, oder meine Ansprüche müssen ziemlich hoch sein.
    „Ich geh auf den Ball mit Cedric Diggory!“ trällert sie herum.
    Ich zieh eine Augenbraue hoch… wow nicht schlecht.
    „Das ist grossartig. Ich freue mich für dich.“ Sage ich freudig und umarme sie.
    Auch Luna gratuliert ihr und vertieft sich dann wieder in ihr Buch.
    „Ja es hätte nicht besser kommen können. Mit wem gehst du eigentlich hin?“ fragt die schwarzhaarige schliesslich.
    „Ich hab noch keine Begleitung.“ Antworte ich direkt.
    Mit grossen Augen guckt sie mich an: „Das kann doch nicht dein ernst sein! Ich meine du bist wirklich hübsch und…“
    Ich unterbreche sie: „Es geht nicht immer nur ums Aussehen Cho!“
    Okay das habe ich jetzt vielleicht ein bisschen zu laut gesagt… aber ist doch wahr!
    Natürlich spielt das Aussehen eine Rolle, doch der Charakter und die Ausstrahlung sind wichtiger wie ich finde.
    Beschämt sieht Cho zu Boden: „Tut mir leid so habe ich das nicht gemeint Cho.“
    „Nein du hast Recht Inara. Ich bin manchmal zu oberflächlich. Aber ich dachte Roger hätte dich gefragt.“ Gesteht sie.
    „Ja hat er auch… aber ich habe ihm abgesagt.“ Erläutere ich.
    Mit ihren grossen dunklen Augen sieht sie mich ungläubig an: „Wieso dass den? Er sieht doch… ich meine er ist doch ein toller Typ und ausserdem ein toller Quidditchspieler und ich dachte ihr hattet mal was mit einander.“
    „Roger und ich sind einzig gute Freunde mehr nicht. Und es ist nie was zwischen uns gelaufen.“ Sage ich aufgebracht.
    Luna schaut irritiert von ihrem Buch auf und beobachtet unsere Konversation.
    „Aber ihr habt euch geküsst und…“ spricht die schwarzhaarige weiter.
    „Ja und dabei ist es auch geblieben. Wenn du mich entschuldigst ich würde jetzt gerne schlafen.“ Beende ich das Gespräch.

    Am nächsten Tag sitze ich zusammen mit Cho und Luna beim Mittagessen.
    Cho ist schon ganz aufgeregt, da wir bald nach Hogsmeade gehen werden um Kleider für den Ball zu kaufen.
    Ich höre ihr nur gelegentlich zu da sie ja sowieso nur die ganze Zeit entweder von ihrem Kleid oder Cedric spricht.
    Die Frau ist vielleicht anstrengend.
    „Hey Inara.“ Vernehme ich eine männlich raue Stimme hinter mir.
    Abrupt drehe ich mich um und erblicke Flint welcher hinter mir steht.
    Seine smaragdgrünen Augen funkeln mich erwartungsvoll an.
    Sein dunkles Haar hat er sich lässig mit Gel nach oben gestylt.
    Ich beäuge ihn mir genauer, durch diverse sportliche Betätigungen und die richtige Ernährung hält er sich selbst stets in gut trainierter Form und so halten sich Körpergröße und Körpergewicht bei ihm die Waage.
    Im Grossen und Ganzen, muss ich zugeben dass er mir schon gefällt.
    Aber sein Charakter lässt manchmal… eigentlich ziemlich oft zu wünschen übrig.
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    Einige Schüler aus meinem Tisch starren mich missbilligend und abschätzend an, darunter auch Roger.
    „Was gibt's Flint?“ frage ich und mustere ihn.
    Er trägt sein Umhang wie immer lässig und offen.
    „Ich wollte dich fragen ob du mich zum Ball begleitest?“ fragt er selbstsicher.
    Was hat er gesagt?
    Er will mit mir zum Ball?
    Ich dachte immer sie geben sich nur mit ihres gleichen ab.
    Aber der Ball findet schon in wenigen Tagen statt und wenn mich bis da noch kein weiterer fragt, muss ich ja noch alleine hin gehen.
    Sogar Luna hat ne Ballbegleitung.
    Ach was soll‘s… egal was andre von ihm sagen, ich mache mir mein eigenes Bild von ihm.
    „Ja wieso nicht.“ Sage ich zu und lächle ihn an.
    „Super ich freue mich. Hab noch ein schönen Tag.“ Verabschiedet sich der dunkelhaarige und begibt sich mit breiten Schultern zum Tisch der Schlangen.
    Seine Kameraden klopfen ihm gewinnend auf die Schulter.
    Als ich mich wieder zu meinen Mitschüler umdrehe, sehen mich einige ungläubig und andere entsetzt an.
    Rogers Gesicht ist nur so vor Wut gezeichnet.
    Ich widme weiter meinem Essen zu und versuche meine Mitschüler zu ignorieren welche mich noch immer abwertend mustern.
    Okay ich gebe es ja zu… ich halte eigentlich auch nicht viel von den Slytherins.
    Die meisten von ihnen sind arrogante Arschlöcher… aber wieso sollte ich mich nicht mit ihnen abgeben?
    Mir haben sie schliesslich nie gross was getan oder so…
    Zum Glück können Blicke nicht töten… denn genau so betrachtet mich Roger.
    „Mädels wir sehen uns in Zaubertränke ich muss noch was erledigen.“ Sage ich wie aus dem nichts, steh auf und verlasse mit schnellen Schritten die grosse Halle.

    Ich musste da einfach weg.
    Diese Blicke… genauso haben sie mich immer im Waisenhaus angesehen.
    Nur weil ich anders war… und jetzt, jetzt sehen sie mich so an weil ich lieber mit einem Slytherin zum Ball gehe anstatt mit einem der beliebtesten Jungen aus ganz Hogwarts.
    Aber ganz ehrlich, das Leben wäre doch total langweilig würden wir alles richtig machen… so haben sie wenigstens wieder etwas Gesprächsstoff.

    Schliesslich entscheide ich mich noch kurz in die Bibliothek zu gehen.
    Ich muss unbedingt noch ein Buch über alte Runen holen.
    Alte Runen ist mein absolutes Lieblingsfach.
    Die altgermanischen Schriftzeichen haben mich schon immer interessiert.
    Auch die mittelalterliche Zeit finde ich echt spannend… natürlich, denn genau da kamen die alten Runen auf.
    Im Frühmittelalter 800–1050 n. Chr. besser gesagt in der Wikingerzeit, entstanden viele Runen auf den Waffen oder den Wikingerhelme oder auch auf Felsen gab es Runen.
    Ich leihe mir das Lehrbuch Runenübersetzung für Fortgeschrittene aus und mache mich so gleich wieder auf den Weg zu den Kerkern.

    Oh verdammt ich hätte mich nicht so lange da aufhalten sollen in zwei Minuten beginnt der Unterricht.
    Ich beginne schneller zu laufen, biege um die Ecke und laufe prompt in jemanden rein, so dass mir das geliehene Buch aus der Hand fällt.
    „Tut mir leid.“ Entschuldige ich mich schnell ohne dabei die Person anzusehen in die ich gerade gerannt bin.
    Ich wollte mich gerade bücken um das Buch aufzuheben als ich es schon in die Hand gereicht bekomme.
    Ich blicke in das bekannte Gesicht von Nott: „Ich wusste gar nicht dass du alte Runen magst.“
    Verwirrt beäuge ich ihn, nehme das Buch und antworte schelmisch: „Du weisst so vieles nicht über mich Nott.“
    Ich gucke ihn mir genauer an.
    Theodore ist das jüngere Ebenbild seines Vaters, mit dem gleichen dunklen Haar, welches leicht gewellt scheint und dem ernsten Ausdruck im Gesicht.
    Ja, ich kenne seinen Vater vom sehen her… er ist schon ein paar Mal bei uns gewesen um wichtige Dinge mit meinem Vater zu besprechen.
    Seine Augen bergen eine merkwürdige Mischung aus braun und grün, welche nicht richtig definiert scheint.
    Ich weiss nicht aber diese Augen bringen mich irgendwie zum Schweigen… schon damals bei dem Trinkspiel.
    Erst dachte ich es wäre vielleicht der Alkohol, aber es ist definitiv nicht der Alkohol.
    Seine große, beinahe unförmige Nase steht im deutlichen Kontrast zu seinem sonst hageren und fein geschnittenen Gesicht.
    Auch sein blaues Blut ist deutlich unter den schimmernden Adern zu erkennen, die sich unter seiner blassen Haut abzeichnen lassen.
    Er bevorzugt einfache Kleidung, die zwar ihren Preis hat, aber nicht durch unnötige Verzierungen oder Schmuck auffällt.
    „So ein Mist ich komme zu spät! Entschuldige noch einmal Nott.“ Sage ich schnell und renne weiter.
    Ich stosse die Tür auf und eile auf meinen Platz neben Luna gefolgt von den anderen Blicken.
    „Miss Cresta. Gibt es einen guten Grund für ihr zu spät kommen?“ will Professor Snape wissen.
    Mit langsamen Schritten kommt er auf mich zu und hält vor meinem Schreibtisch an.
    „Nein Sir.“ Antworte ich bedrückt und sehe ihn dabei nicht an.
    „Zehn Punkte Abzug für Ravenclaw.“ Spricht er und begibt sich wieder nach vorne.
    Naja… wenigstens nicht nachsitzen.

    2
    Verräterin


    Am nächsten Nachmittag ist Quidditch angesagt.
    Zusammen mit Cho laufe ich zum Spielfeld.
    Ich freue mich immer riesig aufs Training… Quidditch ist einfach ein Ausgleich zu meinem Alltag.
    Es sind bereits alle schon anwesend als wir auf dem Platz eintreffen.
    „Was machst du denn hier Inara?“ kommt es sogleich von Roger.
    Irritiert schaue ich ihn an und antworte: „Trainieren was sonst?“
    Mittlerweile sind alle meine Teamkameraden verstummt.
    „Du spielst nicht mehr.“ Platzt es aus ihm heraus.
    Er bewahrt ruhe… aber so wie ich ihn kenne, ist er innerlich ein wacher Vulkan der nur darauf wartet auszubrechen.
    „Was soll das heissen ich spiele nicht mehr? Du schickst mich auf die Ersatzbank? Und wer spielt dann überhaupt für mich? Du weisst ich bin die beste Jägerin.“ frage ich fassungslos und versuche gute Argumente zu bringen.
    „Caroline spielt für dich.“ Ein Mädchen welches ich nur vom sehen her kenne taucht hinter Roger auf.
    Ja, sie ist eine aus meinem Haus und ich habe sie schon oft bei ihm sitzen gesehen.
    „Du nimmst jemand neuem im Kader auf? Was ist mit den Ersatzspielern?“ will ich aufgebracht wissen.
    Was will die überhaupt hier? Die hat doch keine Ahnung von Quidditch, geschweige denn vom Fliegen.
    Und ausserdem wären die Ersatzspieler mal an der Reihe einen Stammplatz zu bekommen, schliesslich sind sie eigentlich ganz gut und geben sich mühe.
    „Siehst du, es färbt bereits ab… du warst früher nie so arrogant gewesen. Und ausserdem ist es immer noch meine Entscheidung wie ich unser Team zusammenstelle.“ Spricht er nun etwas lauter.
    Einige der Spieler haben sich mittlerweile etwas distanziert von uns.
    „Wie was färbt bereits ab? Ich hab keine Ahnung wovon du sprichst!“ frage ich zornig und geh bedrohend ein paar Schritte auf ihn zu.
    „Du bist echt zu blöd. Ich habe mich schon immer gefragt was du in diesem Haus eigentlich zu suchen hast! Du bist arrogant, listig, kalt und einfach nur abstossend!“ jetzt ist der Vulkan ausgebrochen.
    Meine Augen weiten sich… wieso sagte er das?
    Ich versuche mich zu fangen.
    Ich weiss nicht wie ich dieses Gefühl beschreiben soll… ich bin wütend auf ihn, aber auch unendlich traurig diese Worte von ihm zu hören und dann auch noch gegen mich.
    Ich spüre diesen Schmerz… den seelischen Schmerz.
    „Du wirfst mich raus?“ frage ich leise aber hörbar.
    „Ja ich werfe dich hiermit raus.“ Antwortet er kühl.
    Der Glanz in seinen Augen… wie er mich früher immer angesehen hat ist verschwunden.
    „Jetzt? Wir sind mitten in der Saison, und auf dem zweiten Platz hinter Slytherin und das mit nur wenigen Punkten Abstand! Wir könnten dieses Jahr wieder mal den Pokal holen!“ protestiere ich als ich meine Stimme wieder gefunden habe.
    Kraft hat sich in mir aufgebaut und meine Wut ist kaum noch zurück zu halten.
    „Wir holen den Pokal, aber ohne dich! Und jetzt verschwinde!“ brüllt er nun.
    Er dreht sich von mir weg und geht zu den andern.
    Mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren… was habe ich ihm getan?
    Viele Gedanken gehen in Windes Eile durch meinen Kopf.
    Seine Worte… kühl, arrogant, listig… Flint.
    Das muss es sein!
    Dieses miese kleine Arschloch… kann er den nicht berufliches und privates trennen?
    „Ich verstehe Roger… Flint ist also dein Problem.“ Spreche ich ruhig und bestimmt.
    Ruckartig dreht dieser sich zu mir und sieht mich noch wütender an als vorher.
    Bingo! Voll ins Schwarze getroffen.
    „Du wirfst mich raus weil ich mit ihm zum Ball gehe und nicht mit dir… Ich hätte eigentlich einen anderen Grund von dir erwartet aber lass mich nachdenken, es gibt ja gar keinen. Jedenfalls wünsche ich euch viel Spass wenn ihr am Samstag verliert!“ sage ich selbstbewusst und mache mich aus dem Staub.

    „Inara was machst du denn hier? Müsstest du nicht beim Training sein?“ fragt Luna verwundert als ich mich zu ihr geselle.
    Ja… normalerweise halte ich mich um diese Zeit nicht in der Bibliothek auf.
    „Hmm warte eine Sekunde… wäre ich noch im Team, dann ja.“ Beantworte ich ihr die Frage.
    Ihre dunkelblaue Augen werden riesig: „Roger kann dich doch nicht einfach so rauswerfen! Du bist die beste Jägerin die wir haben.“
    Ich seufze: „Doch kann er… und hat er vorhin bereits gemacht.“
    Luna sieht wieder auf ihr Buch und scheint nach zu denken.
    Ich kann es immer noch nicht glauben dass er das getan hat… nur wegen dieser beschissenen Ballsache.
    Am liebsten würde ich diverse Gegenstände umherschmeissen und Scheiben einschlagen.
    Plötzlich sieht Luna mich wissend an: „Ist es weil du nicht mit ihm sondern mit Flint zum Ball gehst?“
    Ich nicke ihr zustimmend zu.
    Luna und ich haben einfach wirklich gute Menschenkenntnisse.
    „Trotzdem gibt es ihm noch lange nicht das Recht dich rauszuschmeissen.“ Offenbart sie.
    „Wer schmeisst wen raus?“ erklingt eine männliche Stimme die ich nur zu gut kenne.
    Zabini erscheint hinter einem der Regale und beäugt uns neugierig.
    Was will der denn in der Bibliothek?
    Er hat uns belauscht…
    „Ich wusste gar nicht dass du lesen kannst Zabini.“ Fauche ich genervt.
    Na toll… der hat mir ja gerade noch gefehlt.
    „Na sowas Cresta… der Umgang mit Flint tut dir ja richtig gut.“ Spottet er nur.
    Zornig drehe ich mich zu ihm um und frage: „Welcher Umgang? Ich habe nur ein par Wörter mit ihm gewechselt mehr nicht!“
    Doch dieser Grinst nur blöd.
    „Also, wer schmeisst wen raus?“ fragt er noch einmal und setzt sich zu uns an den Tisch was mich nur noch rasender macht.
    „Roger hat Inara aus der Quidditch-Mannschaft geworfen.“ Beantwortet Luna seine Frage.
    Ich schenke ihr einen wütenden Blick… danke Luna.
    „Ist nicht dein ernst?“ kommt es aufgeregt von ihm.
    Natürlich ist er so happy… schliesslich weiss jeder dass meine Tortrefferquote bei 90% liegt.
    „Zabini verzieh dich du nervst. Luna ich hole kurz mein Buch und komme dann hier her und bis da ist hoffentlich dieser Troll hier verschwunden.“ Zische ich und verlasse den Raum.

    Mit schnellen Schritten laufe ich durch die Gänge als ich plötzlich am Arm zurückgezogen werde.
    Überraschend sehe ich Zabini vor mir.
    „Lass mich los!“ brülle ich und entreisse ihm meinen Arm.
    Der dunkelhaarige scheint etwas irritiert von meinem Verhalten und geht ein Schritt zurück.
    „Komm mal wieder runter… dieser Davies wird schon noch sehen was er davon hat… und ausserdem bist du doch viel zu gut um in dieser Mannschaft zu spielen die eh nur aus Verlierern besteht.“ Versucht mich Zabini etwas zu beruhigen.
    Ich muss etwas grinsen… ja wir haben wirklich einige dabei die echte Verlierer sind.
    Jedoch bin ich trotzdem traurig da ich nicht mehr spielen kann… aber vielleicht gibt es ja bald wieder ein Turnier von den verschiedenen Schulen.
    Unerwartet legt Zabini seine Hand an meine Schulter: „Ausserdem, glaube ich nicht dass Davies es lange aushalten wird. Drei, vier Niederlagen und er wird umdenken müssen.“
    Und dann verliere ich mich in seinen Augen… mir ist nie aufgefallen dass er wirklich schöne, warme schokoladenbraune Augen hat.
    Wahrscheinlich liegt es daran dass seine Art dem widerspricht.
    Ich weiss nicht wie lange wir so da gestanden sind, jedenfalls wurden wir unterbrochen als gerade die komplette Ravenclaw Mannschaft um die Ecke kommt und sie abrupt stehen bleiben.
    Roger ist die Wut nur so im Gesicht geschrieben.
    Auch die andern sehen mich abschätzend an.
    „Ach nein wie süss… Cresta und Zabini. Sie ist sich wohl bei dir ausheulen gekommen.“ Spottet Davies und hat ein finsteres Grinsen im Gesicht.
    Zabini lässt mein Arm los und dreht sich breitschultrig zu Davies und dem Team um.
    „Eifersüchtig Davies?“ kontert Zabini einfach aber wirkungsvoll.
    „Worauf sollte ich eifersüchtig sein? Dass ich nicht als Trostpflaster verwendet werde?“ gibt Davies kalt zurück.
    Oh nein hört bitte auf, das wird ausarten.
    Ich weiss nicht wie Zabini darauf reagieren wird, ob er sich provozieren lässt oder ob er ruhig bleibt.
    Aber ich denke er lässt das nicht auf sich sitzen.
    „Du bist doch bloss neidisch weil du das niemals sein wirst.“ Kontert Zabini erneut.
    Ich komme mir wirklich fehl am Platz vor und möchte mich am liebsten einfach in Luft auflösen.
    „Was hast du gesagt!“ brüllt Davies nun und hat sich bedrohlich uns genähert.
    Rücksichtvoll stösst Zabini mich etwas zu Seite.
    „Du hast mich schon verstanden.“ Antwortet dieser und hat stets sein Grinsen im Gesicht was Davies nur noch mehr provoziert.
    So jetzt reicht's mir: „Lasst das doch!“
    Ich will Zabini zurückziehen, doch er stösst mich nur etwas grob zu Seite und meint: „Das ist eine Angelegenheit zwischen uns beiden.“
    „Klar zwischen euch beiden wobei es um mich geht!“ schreie ich.
    „Noch nie gesehen wie zwei Männer sich um eine Frau prügeln?“ lacht Zabini.
    Empört stütze ich meine Hände in die Hüfte und sehe ihn nur ungläubig an.
    Natürlich, nur das es hier nicht um dieses Prinzip geht.
    „Hey Roger lass das doch sie ist es nicht wert!“ mischt sich nun auch Belby ein.
    Ich bin es nicht wert?
    Na warte der kann was erleben!
    Ich bin zu schnell als das Zabini mich zurückhalten kann und steure Zielsicher auf Belby zu: „Was mischst du dich da ein Arschloch? Nach deiner Meinung hat keiner gefragt!“
    Voller Hass schubse ich ihn zurück.
    „Wenigstens halte ich zu meinem Team und nicht so wie du Verräterin!“ kontert er und bleibt standhaft.
    „Verräterin? Davies hat mich doch rausgeworfen! Ich wäre nie freiwillig gegangen!“ fauche ich und schubse ihn erneut.
    „Inara es reicht!“ plötzlich werde ich von hinten gepackt und von Belby weggezogen.
    Zabini stellt sich vor mich… was? Wer hält mich dann zurück?
    Nun sind auch die anderen Slytherins da, darunter Flint, Nott, Malfoy und hinter mir erblicke ich Liam der mich festhält.
    Natürlich… er hat mich schon früher immer zurückgehalten als ich die andern Waisenkinder immer geärgert habe.
    „Danke Jungs aber das hätte ich auch alleine geschafft!“ blafft Zabini.
    Das ist doch bescheuert!
    Und das alles nur wegen mir!
    „Was ist denn hier los?“ erklingt Professor Snapes Stimme.
    „Gar nichts Professor, die Ravenclaw Mannschaft wollte nur trainieren gehen, da sie es ja bitter nötig haben.“ Klärt Zabini.
    Snape mustert jeden von uns kritisch meint dann aber nur: „Gut dann geht jetzt in eure Schlafräume!“

    ********************************

    Ich würde mich freuen wenn ihr mir eure Meinungen dazu sagt und was ich ändern, verbessern oder noch einbauen soll:)

    3
    Was ist ein Laptop?


    Es ist Samstagmorgen… eigentlich sollte ich mich freuen, wenn alles beim alten geblieben wäre, dann ja.
    Dann hätte ich jetzt ein Quidditch Spiel zu bestreiten… aber nein, ich hab ja alles verbockt.
    Luna konnte mich trotzdem dazu überreden mit zu kommen.
    Sie hat ja Recht, immerhin spielt Cho noch und einige andere mit denen ich mich ja sonst verstehe.
    Ich sitze zwischen Luna und meinem kleinen Bruder Niels, dem ich erstmal beibringen musste, dass ich nicht mehr im Team bin.
    Heute ist das Stadion ungewöhnlich voll… ob die wissen was zwischen uns vorgefallen ist?
    Viele Schüler aus Durmstrang sind anwesend und warten gespannt bis es endlich losgeht.

    Dann beginnt es, Team Gryffindor und mein Ex-Team kommen auf den Platz und werden sogleich bejubelt.
    Ach wie gerne wäre ich selbst auf dem Platz und würde spielen…
    Es dauert nicht lange und da geht es auch schon los.
    „Na sowas… in der Ravenclaw Mannschaft scheint es einen Wechsel gegeben zu haben. Inara Cresta spielt nicht, an ihrer Stelle ist ein zierliches Mädchen welches ich noch nie zuvor gesehen habe… Ah, ihr Name ist Caroline Swan und sie ersetzt Inara bis auf weiteres. Was? Wie blöd muss man sein um Cresta…“ die Stimme des Kommentatoren bricht ab.
    Wahrscheinlich hat er gar nicht bemerkt, dass er seine Gedanken laut ausgesprochen hat.
    Gespannt sehe ich dem Spiel zu.
    Roger und Chambers spielen wie immer auf sehr hohem Niveau.
    Jedoch haben sie den Quaffel noch nie an Caroline abgegeben.
    Die beiden sind wirklich gute Torvorbereiter, jedoch scheitern sie meistens beim Treffen.
    Und genau so kommt es, Roger steuert direkt auf die Torringe zu, wirft aber scheitert jedoch an Wood.
    Fluchend begibt er sich wieder auf seine Hälfte des Spielfeldes.
    Das Spiel ist eigentlich ziemlich ausgeglichen bis dann Gryffindor drei Mal hintereinander trifft.
    Ravenclaw startet den Gegenangriff.
    Zum ersten Mal gibt er den Ball an Caroline.
    Sie fliegt mit dem Quaffel auf die Torringe zu und holt zum Wurf aus.
    Langsam gleitet der rote Ball auf die Torringe zu.
    Wood muss sich nicht mal anstrengen um diesen Ball zu fangen.
    „Was ist das den bitte für ein Wurf gewesen!“ schreie ich wütend und laut und kann mich nicht mehr auf der Bank halten.
    „Inara setzt dich wieder!“ Befiehlt Luna und versucht mich nach unten zu ziehen.
    „Wie soll ich mich setzen, wenn die da einen Mist zusammen spielen!“ protestiere ich und kann mich einfach nicht beruhigen.
    Mich rauszuwerfen war der grösste Fehler den Roger je gemacht hat.
    Er ruiniert das ganze Team!
    Seht das euch doch nur mal an!
    Die hat ja schon mühe sich nur auf dem Besen zu halten, wie soll sie den da bitte Tore schiessen?
    Einige Minuten später… Gryffindor führt inzwischen mit 210 zu 130.
    So ne scheisse… die spielen wie die dämlichsten Kakerlaken.
    „Roger! Wechsle Bradley ein und nimm Swan raus!“ schreie ich so laut ich kann.
    Das darf doch alles nicht wahr sein!
    Sein Blick trifft mich… er hat mich also gehört.
    „Sieh mich nicht so an! Tu es!“ brülle ich noch lauter.
    Das halbe Stadion hat inzwischen sein Blick auf uns gerichtet.
    Wenn er jetzt nicht auf mich hört, werden sie haushoch verlieren.
    Ich hab das Gefühl es dauert eine Ewigkeit!
    Aber dann endlich, Roger wechselt Swan raus und holt Bradley rein.
    Mit Bradley holt mein Team noch einige Punkte, jedoch reicht es nicht zum Sieg… sie verlieren mit 280 zu 360.
    Was für eine Schlappe… und man stelle sich vor ich hätte nicht reingerufen!
    Dann wäre das Ganze noch schlimmer ausgegangen.

    Zusammen mit Luna und Niels laufe ich zurück zum Schloss.
    „Ich weiss ja nicht was du hast Schwesterchen, mein Team hat jedenfalls gewonnen.“ Zieht Niels mich auf.
    „Dein Team… du bist doch für jedes Team ausser Hufflepuff.“ Äussere ich mich.
    „Das stimmt doch gar nicht, also für Ravenclaw bin ich jetzt ganz sicher nicht mehr.“ Protestiert er.
    „Ja, weil ich nicht mehr spiele!“ sage ich etwas lauter zurück was ihn ruhig werden lässt.
    Das ist doch echt zu blöd!
    Hätte ich gespielt, hätten wir bestimmt gewonnen… aber nein, Roger musste ja unbedingt sein Dickschädel durchsetzen.

    Während Luna sich es im Gemeinschaftsraum gemütlich macht, begebe ich mich noch einmal hoch in den Schlafsaal.
    Es dauert sowieso noch etwas bis Cho endlich kommt.
    Als ich gerade reinkomme, höre ich Janes Lachen und ihre Stimme…hat sie etwa besuch?
    Doch die Blondine sitzt nur mit einem komischen viereckigen Ding auf dem Bett.
    Interessiert trete ich näher heran und begutachte es.
    Was ist das?
    „Das ist ein Laptop“, beantwortet sie mir meine Frage die ich noch gar nicht gestellt habe, „damit kannst du viele Sachen machen, wie mit jemandem schreiben, dir Informationen suchen usw. Muggelkunde hast du ja anscheinend nicht gewählt so wie du dich verhältst.“
    Wow, das ist ja vielleicht cool.
    Ohne zu fragen ob es erlaubt ist, setzte ich mich zu ihr aufs Bett und frage: „Was machst du da?“
    Sie antwortet mir ohne mich auch nur anzusehen: „Tschuldige. Gefragt ob du hier sitzen kannst hast du nicht oder?“
    Jane ist sozusagen meine „Schwester“ hier auf Hogwarts.
    Wir mögen uns einfach ziemlich gerne und ergänzen uns auch ganz gut.
    Sie ist ebenfalls Waise… wahrscheinlich liegt es daran dass sie mir vertrauter ist als Luna.
    „Mit wem redest du da?“ will ich wissen ohne auf ihre Frage einzugehen.
    Unwissend sehe ich sie an und warte auf ihre Antwort: „Ich bin in einem Chatroom.“
    Ich gehe ein Stück näher ran und lese mit.
    „Kumura? Bist du das?“ möchte ich gerne wissen und schaue sie irritiert an.
    Was ist das den für ein bescheuerter Name?
    Warte, dieses Wort habe ich schon irgendwo mal gehört… ja jetzt fällts mir wieder ein.
    „Klingt exotisch nicht?“ plappert sie vor sich hin.
    Ich halte mein Kopf schräg: „Ne Süsskartoffel? Und du redest tatsächlich mit einer existierenden Person?“
    So etwas habe ich echt noch nie in meinem Leben gesehen!
    Wie klasse ist das denn!
    „22cm Rohr.“ Spricht sie nun.
    Bitte? Ich lese vom Anfang mit und erkenne dann um was es geht.
    „Hast du mal darüber nachgedacht was der da macht?“
    Locker antwortet sie mir: „Tippen wie verrückt… und ich würde sagen einhändig.“
    Oh mein Gott… ist ja eklig.
    Besorgt sage ich: „Vielleicht ist er ein sechzig jähriger Dickwants! Oder vielleicht ein Erotiker!“
    „Ist doch egal.“ Erwidert die blondhaarige.
    Jane! Die spinnt doch!
    Dann wird die Kommunikation spannender und wir beginnen beide zu lachen.
    „So gelenkig bist du glaub nicht.“ Lache ich.
    „Wir sind im Cyber-Space gönn ihm die Träume… machst du dann die Tür zu wenn du gehst.“ Das sagt sie so… so als ob sie mich loswerden möchte.
    Tzz… aber sieh hat ja recht, Cho und Luna warten sicher bereits um nach Hogsmeade zu gehen.
    „Ja klar...“ Verabschiede ich mich, obwohl ich noch sehr gerne hier geblieben wäre.

    Zusammen mit Luna und Cho mache ich mich dann auf den Weg nach Hogsmeade.
    Die schwarzhaarige hat schon genaue Vorstellungen von ihrem Traumkleid.
    Ich hingegen habe noch keinen Schimmer wie es aussehen sollte.
    Ich habe kein Wunschkleid… es muss mir einfach ins Auge fallen.
    Ausserdem sollte es nicht zu auffallend sein… ich trage nur sehr ungern Kleider.
    Keine Ahnung aber wenn ich ein Kleid anhabe fühle ich mich so unsicher.
    Am liebsten würde ich unter diesem Kleid noch eine Hotpants anziehen.
    Während Cho genau weiß wonach sie suchen muss, schlendere ich ziellos durch den Laden.
    Ich biege um eine Ecke und dann sticht es mir sofort ins Auge.
    Es ist ein niedliches, graues, schulterfreies Cocktailkleid mit Perlen und einem rosa Band.
    http://www.abendkleider.de.com/product/niedlich-sc hulterfrei-grau-cocktailkleid-mit-perlen
    Nichts Besonderes; aber mir gefällt es.

    4
    Nicht alle Slytherins sind Arschlöcher


    Heute ist es endlich soweit! Der Weihnachtsball steht an!
    Zusammen mit meinen Mädels mache ich mich hübsch.
    Ich trage einen braunen Lidschatten auf, welcher meine brauen Augen noch mehr betont.
    Dazu noch Wimperntusche und etwas Kajal.
    Meine Haare habe ich über Nacht trocknen lassen und habe nun schöne natürliche Wellen.
    Ich finde das reicht… ich will ja nicht heraus stechen.
    Ich und Luna finden eher dezent schöner… Cho und Jane hingegen haben sich ordentlich aufgetakelt.
    Naja die Blonde hat es auch besser… mit ihren 1.77 und ihrer zarten Figur kann sie sich ja echt sehen lassen.
    Ich wünsche mir manchmal ich wäre grösser… andererseits ist es besser wenn man kleiner ist.
    Ach was mit meinen 1.68 bewege ich mich im Guten Durchschnitt.

    Cho ist schon ganz hibbelig und kann sich kaum mehr halten… ich glaube die bekommt bald noch ein Nervenzusammenbruch.
    Luna hingegen sieht sich wie immer verträumt um.
    Und Jane freut sich ebenfalls wie ein kleines Kind.
    Mit wem geht sie eigentlich zum Ball? Hmm ich werde es erfahren.

    Elegant gleite ich die Treppe runter und werde von vielen Blicken begutachtet.
    Diese ignoriere ich jedenfalls so gut es geht.
    Flint steht bei meinem Bruder Liam, Nott, Zabini und Malfoy.
    Alle mustern mich interessiert.
    Flint lächelt als ich vor ihm stehe.
    „Du sieht's toll aus.“ Haucht er in mein Ohr.
    „Du ebenfalls.“ Gebe ich charmant zurück.
    Plötzlich erblicke ich Jane, die sich bei meinem Bruder eingehackt hat.
    Na prima… Liam muss in letzter Zeit echt mit jeder meiner Freundinnen anbandeln.
    Anschliessend kommen sie sich dann bei mir ausheulen.
    Wir alle begeben uns in Paaren in die grosse Halle welche festlich geschmückt ist.
    Unter grossem Applaus betreten die Champions die Halle.
    Ich runzle meine Stirn.
    Roger und Fleur betreten als erstes die festliche Halle, danach Krum und Granger, Cedric und Cho und Harry und irgendein tamilisches Mädchen welches ich nur vom sehen her kenne.
    Roger hat sich doch tatsächlich die hübsche Fleur geangelt.
    Rein optisch gesehen würden sie ein ziemlich schönes Paar abgeben.

    Als die Musik beginnt, eröffnen die Champions und die Lehrer den Tanz.
    Flint zieht mich kurzerhand ebenfalls aufs Tanzparkett.
    Okay… nicht blamieren Inara!
    Ich bin nämlich nicht so eine gute Tänzerin.
    Allerdings, muss ich gestehen, Flint ist ein besserer Tänzer als ich gedacht habe.
    Er führt mich hemmungslos über das Parkett und so fällt es mir auch etwas leichter mich zu entspannen.
    Nach etlichen Tänzen setzen wir uns zu den andern.
    Ich muss zugeben, Flint ist gar nicht mal so übel wie immer alle sagen.
    „Ich hole mir schnell was zu trinken, möchtest du auch was?“ frage ich ihn bevor ich an die Bar gehe.
    Er verneint jedoch erstmal…schliesslich ist der Abend ja noch jung.
    Sobald ich weg gehe, unterhalten sich die Jungs auch schon.

    „Einen Elfenwein bitte.“ Bestelle ich.
    Die Stimmung hier ist wirklich ausgelassen und man hört noch nichts über kleinere Auseinandersetzungen zwischen den Häuser oder auch den verschiedenen Schulen.
    So dürfte es doch immer sein…
    Aber davon lässt es sich nur träumen.
    „Zwei Honig-Met bitte.“ Vernehme ich eine bekannte Stimme neben mir.
    Ich blicke zur Seite und da steht tatsächlich Roger.
    Auch er sieht nun zu mir rüber, wendet seinen Blick jedoch ab.
    Ich verzieh mein Gesicht und warte auf mein Getränk.
    „Hallo Inara.“ Erschallt dann doch unerwartet seine Stimme.
    Irritiert beäuge ich ihn.
    Woher der Sinneswandel?
    „Hey Roger.“ Begrüsse auch ich ihn.
    „Hör zu, es war ein Fehler dich aus dem Team zu werfen.“ Bekennt er und versucht meinem Blick auszuweichen.
    „Und das fällt dir jetzt erst ein?“ Erwidere ich emotionslos.
    Selber Schuld.
    Er wollte gerade etwas sagen, als Fleur sich an ihn klammert und wissen will wo er so lange bleibt.
    Sie sieht mich von oben bis unten herablassend an.
    Dabei hat sie doch gar kein Grund mich so anzusehen.
    „Fleur ich komme gleich. Geh doch schon mal vor.“ Versichert er ihr und bittet sie höflich zu gehen.
    „Du magst sie.“ Deute ich an.
    Seine Augen haben ein richtiges Leuchten… so hat er mich früher immer angesehen.
    „Sie ist nett. Ja man kann sagen ich mag sie.“ Gibt er schliesslich zu.
    Ich kenne ihn eben doch besser.
    Ich kichere: „War vielleicht doch nicht so schlecht, dass ich dir abgesagt habe.“
    Jetzt muss auch er etwas lachen meint dann aber: „Ich wäre trotzdem lieber mit dir hingegangen.“
    Will der mich verarschen?
    Klar am Anfang ja schon, aber nach all seinen Beleidigungen bestimmt nicht mehr!
    „Natürlich, darum hast du mich ja auch so schlecht gemacht vor allen!“ fauche ich und nehme mein Getränk in die Hand.
    Roger verzieht sein Gesicht zu einem wütenden Ausdruck: „Weil es die reine Wahrheit ist Inara!“
    Meine Augen blitzen auf vor Zorn.
    Am liebsten würde ich mein Getränk ihm ins Gesicht schütten.
    Was fällt ihm eigentlich ein erst so zukommen und dann mich so anzufahren.
    Idiot!
    „Roger!“ ruft Fleur mit ihrer quietschenden Stimme.
    Seine Aufmerksamkeit gilt nun völlig ihr.
    Zum Glück hat sie nach ihm gerufen, ansonsten wäre es noch ausgeartet.
    Tja… manchmal ist mein Temperament nicht immer von Vorteil.
    „Du hast recht, sie ist die bessere Wahl als du! Immerhin nutzt sie die Männer nicht so aus wie du!“ sagt er wütend als er wieder zu ihr geht.
    Baff stehe ich da…
    Ich kann damit immer noch nicht umgehen.
    Diese Worte beschäftigen mich einfach zu sehr.
    Bin ich wirklich so ein schrecklicher Mensch?
    Es muss ja einen guten Grund gegeben haben, da mich meine Eltern ja nicht wollten.
    In einem Zug leere ich das volle Glas hinunter und bestelle noch einen Elfenwein.

    Wütend stapfe ich zu den andern zurück und lasse mich zwischen Flint und Zabini nieder.
    „Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ will Liam belustigt wissen.
    Ich seufze genervt auf und knurre: „Davies.“
    Mein Bruder nickt wissend.
    Für einen kurzen Moment schweigen alle.
    „Flint tanzen wir noch eine Runde?“ frage ich auffordernd.
    „Später, bleib doch noch etwas sitzen.“ Meint dieser nur als ich wieder aufstehe.
    Ich will aber nicht sitzen bleiben… ich muss mich ablenken.
    Verzweifelt sehe ich mich um als mir Nott seine Hand hinhält: „Darf ich?“
    Charmant lächle ich ihn an und nehme dankbar an.
    Schwungvoll zieht er mich aufs Tanzparket.
    Auch er ist ein toller Tänzer… sind die aus Slytherin dann in einem Tanzkurs oder so?
    Wieso können die so gut tanzen?
    Da ich schon ein bisschen angetrunken bin, fällt es mir etwas schwerer mein Gleichgewicht zu halten.
    Auch Nott scheint schon einiges gebechert zu haben.
    Schwungvoll dreht er mich im Kreis.
    Er zieht mich etwas fester wieder zu sich als ich erwartet hätte und ich pralle sanft gegen ihn.
    Lachend stelle ich mich wieder gerade hin und wir beginnen etwas langsamer zu tanzen.
    „Also Alte Runen…“ beginnt er und sieht mir eindringlich in meine Augen.
    Alte Runen? Ach ja, da sind wir ja letztes Mal stehen geblieben.
    „Ja, alte Runen und Geschichte der Zauberei sind meine Lieblingsfächer.“ Sage ich dann.
    „Weil beide Fächer von der Vergangenheit handeln?“ stellt er nun die Frage.
    Überrascht blicke ich ihn an.
    Hat er mit Liam geredet? Nur er weiss der wahre Grund.
    „Hat dir das mein Bruder verraten?“ frage ich unsicher.
    „Wieso sollte er es mir gesagt haben?“ will er nun wissen und sieht mich verwirrt an.
    Anscheinend hat er keine Ahnung dass nur mein Bruder dies weiss.
    „Nur mein Bruder weiss das eben… naja dass ich Dinge aus der Vergangenheit mag.“ Gestehe ich und blicke ihm eindringlich in die Augen.
    „Dann hab ich wohl einfach gut geraten.“ Sagt er nun und lächelt mich an.
    Sein Lachen sieht so toll aus und bringt mich fast zum schmelzen…
    Okay… ich glaube ich habe zu viel getrunken… aber bevor ich noch mehr so von Nott denke, hole ich mir glaub lieber noch ein neues Glas.
    „Ich geh mir noch was bestellen, möchtest du auch was?“ frage ich schnell und hoffe, dass ich nicht rot geworden bin.
    „Klar gerne.“ Antwortet er.

    Ich weiss nicht, wieviel ich noch getrunken habe aber ich kann kaum stehen noch klar denken.
    Es sind nicht mehr viele Schüler auf dem Ball.
    Die grosse Halle leert sich langsam und es läuft nur noch langsame Musik.
    „Also… ich wäre dafür noch einen Feuerwhisky zu holen.“ Lalle ich und stütze mich an Nott.
    „Du hast wirklich schon genug getrunken.“ Meint Nott und hat Mühe uns im Gleichgewicht zu halten.
    „Dann tanzen wir noch einmal? Du bist ja so ein guter Tänzer…“ Lalle ich weiter ohne darüber nachzudenken was ich da vor mich hin plappere.
    „Inara, es ist drei Uhr morgens. Wir gehen jetzt schlafen.“ Befiehlt er und führt mich aus der grossen Halle in den Ravenclaw-Gemeinschaftsraum.
    Ich schmiege mich an ihn und halte so mein Gleichgewicht.
    „Weisst du Nott, nicht alle Slytherins sind so übel und arrogante Arschlöcher wie ich dachte.“ Bekenne ich während wir die Treppen hoch laufen.
    „Das freut mich ja zu hören.“ Spricht der schwarzhaarige und lächelt.

    Endlich sind wir im Gemeinschaftsraum angekommen.
    Dank seiner Hilfe konnte ich das Rätsel der Tür lösen.
    Endlich in meinem Bett… ich ziehe meine Schuhe aus und werfe sie hin, darauf bedacht nicht so viel Lärm zu machen.
    Ich breite die Decke aus und lege mich hin, halte sie aber für ihn noch offen: „Komm schon Nott, sonst erfrierst du noch.“
    Aber er gibt mir keine Antwort sondern steht einfach nur da.
    „Na komm schon.“ Flüstere ich und zieh ihn auf mein Bett.
    Er setzt sich zu mir auf mein Bett und streicht mir sanft eine Haarsträhne zurück.
    „Du bist wohl ziemlich betrunken was?“ lacht er leise.
    Empört sehe ich ihn an und lalle: „Nein, ich bin top fit. Ich könnte jetzt noch schwimmen gehen oder Bäume ausreisen oder noch besser, fliegen gehen.“
    Wieder lacht er… sein umwerfendes Lächeln…
    So betrunken wie er denkt bin ich echt nicht!
    Ich habe einfach keine Hemmungen, vor nichts und mir ist ein bisschen schwindlig.
    Schweigend sehen wir uns an… über seiner linken Augenbraue, thront eine ungefähr 6 cm lange Narbe.
    Aber es sieht keines Wegs abstossend aus, es gefällt mir.
    Woher er die wohl hat?
    Sanft streiche ich darüber.
    Er lässt es gewähren.
    Ich habe ihn mir genau wie ein typischer Slytherin vorgestellt… aber so ist er nicht.
    Er ist ein Mensch, welcher sich nicht gerne in die Karten blicken lässt und viele Geheimnisse in sich trägt, welche niemals die Oberfläche erreichen sollen… so zum Beispiel seine Narbe.
    Seine Laune scheint immer ausgeglichen, weicht nur selten von der Norm ab und noch nie habe ich ihn wütend oder am Boden zerstört erlebt.
    Im Umgang mit uns Frauen scheint er stetig betont höflich, charmant und beinahe sanftmütig zu sein, selbst wenn seine Laune einmal nicht die Beste scheint.
    Nott ist niemand, der sich sonderlich schnell fürchtet, vielmehr hat er keine Angst, auch hinter verborgene Schleier der Wahrheit zu blicken und dies mit einem Durchhaltevermögen, welches seines Gleichen sucht.
    Langsam kommen wir uns immer und immer näher.
    Ich schliesse meine Augen und spüre sanft seine weichen Lippen auf meinen.
    Der Kuss ist vorsichtig und zärtlich dennoch auch recht gefühlvoll.
    Meine Zunge bittet um Einlass und erlässt es zu.
    Feurig tanzen unsere Zungen und der Kuss wird immer leidenschaftlicher und feuriger.
    Ich lege mich zurück und zieh ihn zu mir.
    Mit seinen Händen stützt er sich ab und küsst mich weiterhin lustvoll.
    Mich überströmt ein Verlangen… ich beginne sein Anzug aufzuknöpfen.
    Doch plötzlich hält er inne.
    Sein Atem geht schnell, ebenso meiner.
    Er setzt sich auf und rauft sich durch seine Haare.
    „Inara… ich…“ stockt er.
    „Was ist denn?“ frage ich lallend.
    „Du bist betrunken.“ Antwortet er.
    Okay ich bin betrunken… aber ich weiss noch was ich tue und was ich will.
    Aber Nott wendet sich zum gehen… enttäuscht sehe ich ihn an.
    „Wenn du nüchtern wärst, sehe es vielleicht anders aus.“ Verabschiedet er sich und gibt mir noch ein Kuss auf die Stirn.
    Ich höre noch wie sich die Tür zweimal schliessen lässt… zweimal?
    Vielleicht bin ich doch mehr betrunken als ich dachte.

    Währenddessen draussen:
    „Nott warte mal.“ Erschallt die Stimme von Jane.
    Der Slytherin dreht sich genervt zu ihr um: „Was?“
    Sie mustert ihn und antwortet: „Respekt. Nicht jeder hätte sich eben zurück gehalten, sondern es eiskalt ausgenutzt.“
    „Ja ja…gute Nacht, wer auch immer du bist.“ Verabschiedet sich Nott ohne darauf etwas zu sagen.

Kommentare Seite 1 von 1
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Findus15 ( 72916 )
Abgeschickt vor 584 Tagen
P.P.S: Außerdem schreibst du, dass Augen und Haarfarbe total verschieden und nur die Gesichtsform gleich wäre. Aber wie ist das möglich wenn sie doch eben garnicht wirklich verwandt sind.
Findus15 ( 25278 )
Abgeschickt vor 651 Tagen
Ich finds echt ne tolle Geschichte. Ich hätte da nur eine kleine Frage. Am Anfang schreibst du es wäre verwirrend weil ihr Bruder in das ehemalige Haus des Vaters geht und sie in das ehemalige ihrer Mutter oder so. Und die Tatsache dass dein kleiner Bruder nach Grifindor kommt macht alles noch komplizierter. Dann schreibst du aber sie wären adoptiert. Was ist denn dann das Problem mit den Häusern wo die doch alle gar nicht verwandt sind. Das versteh ich irgendwie nicht.
PS: Ist der kleine Bruder auch adoptiert?
narcissa ( 99430 )
Abgeschickt vor 651 Tagen
schreibe ja auch Geschichten aber nicht hier, du hast n guten stiel.
Elly ( 71999 )
Abgeschickt vor 710 Tagen
Ich stimme Nachtfeder voll und ganz zu :) du hast ein super schreibstyl
Nachtfeder ( 01022 )
Abgeschickt vor 876 Tagen
Bitte schreib weiter die Story ist zu gut um sie nicht weiter zu schreiben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!