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Gestrandet (Fluch der Karibik)

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4 Kapitel - 2.563 Wörter - Erstellt von: Sensless - Aktualisiert am: 2014-07-15 - Entwickelt am: - 5.135 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 3 Personen gefällt es

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Keuchend ringe ich nach Luft. Das Meer hinter mir tobt und braust, der eisige Wind lässt die Regentropfen zu Dolchen werden. Ich ziehe mich weiter ans Ufer, egal wohin, nur weg vom Wasser. Immer noch versuche ich verzweifelt, Luft in meine Lungen zu pressen. Langsam aber sicher funktioniert es. Mein Atem wird gleichmäßiger, der Rest meines Körpers entspannt sich. Entkräftet werfe ich einen letzten Blick nach vorne. Urwald, nichts als Urwald. "Das kann ja heiter werden", murmle ich leise, bevor ich in einen traumlosen Schlaf gleite.

Das erste, was ich spüre, ist Sand. Sand auf meinem Gesicht, in meinem Mund. Ich huste und würge, um ihn loszuwerden. Zuerst bin ich orientierungslos, weiß nicht, warum ich hier gelandet bin. Doch plötzlich ziehen die Bilder von gestern Nacht wieder vorüber. Ein Sturm, ein Tosen, eine riesige Welle. Mehr brauchte es nicht, um das mächtige Schiff in die Knie zu zwingen. Es zerschellte an dem ungebändigtem Ozean, der gleichermaßen faszinierend wie schrecklich ist. Wie viele Leute waren es auf dem Schiff? Vierzig? Haben sie es geschafft, wie ich? Oder sind sie in den Fluten umgekommen? Was ist mit meinem Vater, meiner Mutter? Beim Gedanken an sie durchfährt mich ein kalter Schauer. Ich setze mich auf und schlinge die Arme um mich, lasse meinen Blick schweifen. Wo zur Hölle bin ich hier gelandet? Vor mir nichts als das Meer, das etwas zur Ruhe gekommen ist. Hinter mir endlos wirkender Urwald. Es hätte aber auch schlimmer kommen können. Wenn ich mich an das erinnere, was mir mein Vater beigebracht hat, wird mir der Urwald Nahrung, Unterschlipf und Wasser bieten. Aber ich kann mich nur noch unscharf daran erinnern. Und je mehr ich mich daran erinnern will, desto mehr verschwimmt es. Ich seufze, stehe auf und sehe an mir herab. Das einst so schöne, blaue Kleid hängt schlaff und verdreckt an mir herab. Schnell taste ich nach der Kette um meinen Hals. Gut, noch da. Mein Vater hat sie mir geschenkt. Sie besteht aus einer schlichten Goldkette, an die er ein kleines Taschenmesser gefädelt hat. "Extra aus der Schweiz importiert", hatte er gesagt und mir durch die Haare gewuschelt. "Dad!", hatte ich gekreischt. "Meine schöne Sonntagsfrisur!" Doch er lachte nur. Tränen sammeln sich hinter meinen Augen, doch ich halte sie zurück. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um sentimental zu werden. Ich klappe das Messer aus und schneide mit zittrigen Fingern durch den feinen Stoff. Ich schneide mal hier, mal dort, bis ein halbwegs akzeptables Kleid entstanden ist. Kurz und knapp. Die Überreste lasse ich derweil hier liegen. Wer sollte sie schon klauen? Langsam nähere ich mich dem Urwald, das Messer gezückt, stets bereit, wegzulaufen. Ich fange an, das dichte Gestrüpp aus Lianen zu bearbeiten, was mir leichter fällt als erwartet. Schon bald betrete ich den Urwald und schlage eine Schneise durch das Unterholz. Hier ist es viel schwüler und die Luft ist schwer und zähflüssig, als würde man Lava einatmen. Ich schrecke ein paar Vögel auf, das ein oder andere Kaninchen kreuzt meinen Weg, doch sonst sehe ich keine Tiere, obgleich es eine Unmenge an Insekten gibt. Es zirpt und flattert und brummt um mich herum, ein Lärmpegel, der es glatt mit den Straßen Londons aufnehmen könnte. London, meine Heimat. Werde ich je dorthin zurückgelangen? Ich breche mir einen etwas längeren Zweig von einem der Urwaldriesen ab und schnitze im Gehen einen halbwegs passablen Speer. Ob er funktioniert teste ich direkt am nächsten Kaninchen, das vorbei kommt. Yep, tadellos. Damit kann ich auch Fische fangen. Und so langsam kommt die Erinnerung zurück, an die vielen Tage im Wald, wo mein Vater mir gelernt hat, die Natur zu verstehen und sie für mich zu nutzen. Doch ohne Wasser nützt mir dieses Wissen herzlich wenig. Die Sonne steht mittlerweile direkt über mir. Mittagszeit. Ich beschließe, fürs erste aus dem Urwald zu verschwinden. Aber nicht, ohne Holz und trockenes Laub für Feuer mitzunehmen. Auf dem Rückweg merke ich langsam, wie sich mein Magen bemerkbar macht. Innerlich verfluche ich mich für meine Gewohnheit, drei festgelegte Mahlzeiten am Tag zu mir zu nehmen. Das werde ich hier noch büßen, da bin ich mir sicher. Als ich aus dem Urwald hinaustrete, fällt mir als erstes auf, dass die Fetzen meines Kleides nicht mehr da sind. Also entweder bin ich an einer anderen Stelle als vorher oder sie wurden weggespült. Egal. Ich suche mir eine geeignete Stelle und staple fein säuberlich das Holz so auf, wie mein Vater es mir gelernt hat. Fachmännisch stopfe ich in etwaige Ritzen das trockene Laub und beginne schließlich mit zwei Stöcken Feuer zu machen. Schon nach wenigen Augenblicken funktioniert es, und ich habe ein schönes, knisterndes Feuer. Ich setze mich daneben und nehme das Kaninchen aus. Es ist genauso lustig wie es klingt, aber ich muss essen. Das Fleisch spieße ich auf und halte es übers Feuer, während ich mir mit dem Kaninchenfett die Lippen eincreme. Ein schwacher Feuchtigkeitsersatz, aber man tut was man kann. Nach einiger Zeit sieht das Fleisch ziemlich genießbar aus und ich fange an zu essen. Gerade verschwindet die Sonne blutrot am Horizont, sie spiegelt sich in der Meeroberfläche und verleiht allem einen besonderen Glanz. Ich bleibe lange wach, betrachte den Mond und die Sterne und passe immer auf, dass mein Feuer weiterbrennt. Doch schließlich schlafe ich doch ein.

Kommentare (43)

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Angel!ca (05879)
vor 433 Tagen
Cotton kann nicht sprechen, weil ihm die Zaunge rausgeschnitten wurde,
Trotzdem 👍🏼👍🏼
SSR (18972)
vor 443 Tagen
Sehr gute Geschichte...weiter so!
Vio (33427)
vor 541 Tagen
Die Geschichten sind einfach BOMMBE die sind romantisch süß einfach tooollll das ende ist gut

ps kannst du bitte auch so eine geschiechte schreiben aber nur mit Will turner
aria.-sama (39617)
vor 633 Tagen
Wirklich die Geschichte ist unglaublich schön ich hab sie schon 3mal
Gelesen und jedes mal ist es so romantisch wie nie zuvor
Bitte mach weiter ist so schön
Deine aria-sama
... (72120)
vor 656 Tagen
Echt schöne Geschichte mach weiter so👍
Love jeremy renner (84658)
vor 826 Tagen
Man sollte immer aufhören wenn es am schönsten ist 😉
Sensless (72988)
vor 830 Tagen
Es kommt noch ein Teil, welcher der Letzte sein wird. Danke an alle, die diese FF bis hierher verfolgt haben und auch ein herzliches Dankeschön für all die lieben Kommentare. Ihr wart eine große Motivation, weiterzuschreiben, aber ich finde, wenn jetzt noch mehr Drama in diese Liebesbeziehung kommt, zieht es das nur unnötig in die Länge. Also, ich hoffe, ihr seid nicht zu enttäuscht, dass es zu Ende geht. :)
❤️Kate sparrow (22381)
vor 830 Tagen
Kommen noch mehr teile oder war der 10. der letzte Teil ?
Love jeremy renner (22381)
vor 830 Tagen
Bitte schreib noch weitere Teile die Geschichte ist so wunderschön ❤️💛💖😍
Cookiemonster (72988)
vor 870 Tagen
Eine Schwangerschaft braucht ja länger, bis sie sich bemerkbar macht. Sie haben wahrscheinlich vor der Cambay-Sache miteinander geschlafen.
Salisala (15677)
vor 871 Tagen
Warum ist sie schwanger? Sie hat ja in letzter Zeit nicht mit Jack geschlafen weil er so verletzt war oder?!
Ansonsten super story
Sabi (83800)
vor 877 Tagen
Die Geschichte ist sooooo süß.und super schön, mach bitte bitte weiter :)
William Ttt (47317)
vor 891 Tagen
Will kan aber nicht an Land darum hat er auch Elizabeth allein gelassen . Für ihn gelten die gleichen Regeln wie von Jones
Jane Sparrow (85097)
vor 892 Tagen
Nur eine sache ich frage mich schon immer wie ein Bett in einem Schiff sein kann bei einem Sturm kann es docj das Schiff zerstören nichts über die Geschichte aber wie geht das 🍪😥
Jane Sparrow (85097)
vor 892 Tagen
Ich finde es super aber ... Aber ... Ich glaube Jack lässt sich nicht so leicht erstechen aber trotsdem war es eine super
Lage weiter so 😻
Angelica (83033)
vor 896 Tagen
Schreib bitte weiter!!! Die Geschichte ist voll gut (1000-mal besser als meine XD)
oh captain my captain (66553)
vor 898 Tagen
Du musst unbedingt weiter schreiben. !
Ich habe sehnsüchtig auf den teil gewartet und will mee(h)r *-*
Du schreibst so gut, dass ich jedesmal in die FF eintauche und mittendrin bin. Deine Geschichte ist im Gegensatz zu einigen anderen FF die ich bisher gelesen habe realistisch und logisch. Ich liebe deine FF und kann den nächsten Teil kaum erwarten
jack sparrow lover (46074)
vor 898 Tagen
Kannst du weiter schreiben bitte z.b. das sie heiraten oder das sie ein schwanger wird wäre dan richtig süß wen Jack sich dan voll freuen würde
Mitra (08248)
vor 931 Tagen
Ahahahahahahah, meine Seite ladet sich immer neu und das Kommentar ladet sich auch neu, hahahahaha..
Mitra (08248)
vor 931 Tagen
Joonge, Smoee, diese Kommentare, mään, du hast hier ne eigene Fangemeinde.. Gib mir was ab.. Ich brauche Freundee, wäääääähhh...