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Needled - verflixt und zugenäht!

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1 Kapitel - 1.755 Wörter - Erstellt von: Ringelotta - Aktualisiert am: 2014-07-01 - Entwickelt am: - 1.083 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der Titel ist natürlich eine Hommage an die letzten Disney-Filmtitel ;D
Der Ork Sh'Nugg hat einen großen Traum und verlässt das schlecht gekleidete Orkmilitär um seinen Platz in der Welt zu finden... Achtung: Kleine Witzgeschichte für Zwischendurch! Erwartet kein tiefgründiges, pädagogisch wertvolles Werk! AUF YOUTUBE AUCH ALS HÖRSPIEL ERHÄLTLICH!

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DIESE FANFIKTION IST AUF YOUTUBE ALS HÖRSPIEL ERHÄLTLICH: http://www.youtube.com/watch? v=6Ruf67w25dg SOWIE AUF MEINEM FANFIKTON.DE-PROFIL: http://w
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http://www.youtube.com/watch? v=6Ruf67w25dg

SOWIE AUF MEINEM FANFIKTON.DE-PROFIL:
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Mein Gott, es hat sich tatsächlich jemand zu dieser FF verirrt XD
Na, dann viel Spaß mit

Nicht-Disney's
Needled – verflixt und zugenäht!

"Ne, es stört mich nicht, hör auf immer zu fragen!", grunzte Ugor und drehte die Ratte auf dem Grillspieß um.
Sh'Nugg schüttelte resigniert den Kopf und zupfte den String seines Lederhöschens zwischen seinen graugrünen Arschbacken hervor.
"Du kannst mir doch nicht erzählen, dass ich als einziger Ork auf der Welt Ausschläge an meinem Allerwertesten davon bekomme!", beschwerte er sich bei seinen sturköpfigen Kumpanen.
"Dein Arsch geht mir am Arsch vorbei, Schnuggi. Und jetzt halt den Rand, oder willst du lieber nackig rumlaufen?"
"Natürlich nicht! Es wäre nur schön, wenn wir auf Stoffe zurückgreifen würden, die ein bisschen atmungsaktiver und-"
"AHHHHHHH!", stöhnte Ugor und drückte die Zeigefinder in die Ohren.
Sh'Nugg verschränkte beleidigt die Arme, nur um sich den String ein erneutes Mal aus der Ritze ziehen zu müssen. Die anderen Soldaten mochten vielleicht steinerne Hintern haben, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass die verdammten Lendschurze auch noch alles andere als ansehnlich waren. Und teuer! Wer war auf die Idee gekommen Unterhosen aus teurem Wargleder herzustellen? Wenn es wenigstens GUT ausgesehen hätte, dann hätte Sh'Nugg es ja noch verstanden, aber die fleckigen, rissigen Schurze, ohne jeden Schnitt und Sachverstand zusammengenäht waren einfach nur peinlich. In seinen Augen sah die orkische Streitmacht einfach nur aus wie ein Haufen räudiger Höhlenmenschen.
"Ich wollte nie zum Militär...", grummelte Sh'Nugg und band sich die Haare zu einem Fischgrätenzopf. "Weißt du was ich immer werden wollte?"
"Verschone mich...", murmelte Ugor, wusste aber, dass es nichts nützte.
"Schneider!", rief Sh'Nugg voller Enthusiasmus. "Schneider wollte ich schon immer werden! Meine Mutter war Schneiderin!"
"Deine Mutter war eine Hure, Schnuggi."
"Sie WÄRE eine Schneiderin gewesen, wenn mein nichtsnutziger Vater sie nicht verlassen hätte!"
Nun war es an Ugor wütend zu werden: "Wie kannst du so etwas sagen! Dein Vater ist im Krieg gefallen, das kann man ja wohl kaum als 'verlassen' bezeichnen!"
Sh'Nugg rollte mit den Augen.
"Er hat mitten in der Nacht seine Sachen und all unser Geld eingepackt. Und auf dem Küchentisch lag ein Zettel auf dem stand: 'bin von Elben erschossen worden. Und das Geld ist zufällig geklaut worden. Auch von Elben. Tschüss'. Ich glaube das kann man wohl kaum als 'im Krieg gefallen' bezeichnen!"
Zerknirscht wandte sich Ugor wieder der Ratte am Spieß zu.
"Naja wenigstens bin ich jetzt ein Waisenkind!", stellte Sh'Nugg fest.
"Is das was Gutes?", fragte Ugor.
"Also die Helden in den Geschichten..."
"Ich les keine Geschichten. Lesen ist schwul."
"Halt den Rand! Also die Helden in den Geschichten sind irgendwie immer Waisenkinder! Schon mal aufgefallen?"
"Ich LES KEINE GESCHICHTEN. Lesen ist SCHWUL!"
"Jajaja, ist ja gut. Also ICH werde dann bestimmt auch ein Held."
Ugor brach in schallendes Gelächter aus, sodass die anderen Orks aufschreckten und sich fragten, ob der verrückte Sh'Nugg tatsächlich mal was Lustiges gesagt hatte.
"Du? Du wirst kein Held, Schnuggi. Du kannst ja nicht mal... äh... gar nichts!"
"Ich kann gar nichts, nicht!", bestätigte Sh'Nugg. "Danke Ugor!"
"Halt den Rand..."

Am nächsten Morgen kaute Ugor genüsslich an den kleinen Rippchen der Ratte herum als ihm plötzlich etwas auffiel. Wo war Sh'Nugg?

Sh'Nugg hatte einen Entschluss gefasst und seine Sachen gepackt.
Das tiefgründige Gespräch mit Ugor am letzten Abend hatte ihn zum Nachdenken gebracht und ihm klar gemacht, dass er einiges in seinem Leben ändern musste.
Deserteur hin oder her, er hatte keine Lust mehr seine Jugend im Wehrdienst zu vergeuden, wo er doch so erstaunliche, ungewöhnliche und im Militär herzlich nutzlose Talente besaß!
Er wollte Schneider werden und nichts würde ihn davon abhalten!

Nach drei Tagen saß Sh'Nugg nass und hungrig in einer Höhle und weinte bitterlich. Er hatte nichts zu Essen und einen furchtbaren Ausschlag an der Rosette und die orkische Lederuniform war so dürftig, dass er fror wie ein... nun ja, wie ein Schneiderlein eben... Wobei er wahrscheinlich noch mehr fror als ein Schneiderlein, denn diese hatten wenigstens obenrum was an.
Schluchzend zog er sich den kneifenden String zwischen den Backen hervor riss sich dabei auch noch einen seiner wohlgeschliffenen Fingernägel ein.
"Womit habe ich das verdient?", wimmerte er. "Müssen alle Helden solch schwere Zeiten durchmachen?"
Plötzlich sah er ein bläuliches Licht am Eingang der Höhle (die eigentlich mehr eine Mulde in der Felswand war) aufleuchten.
Elben!
Sh'Nugg hatte sich schon immer gefragt, warum die Elben mit ihren Laserschwertern ständig ihre Position verrieten, aber er hatte ja keine Ahnung von Kriegsstrategien also hielt er meistens den Schnabel in der Diskussion.
Die Elben schnitten mit gekonnten Hackbewegungen den herunterhängenden Efeu ab und leuchteten in die Höhle.
"Na was haben wir denn da?", schnarrte einer der Kerle.
Sh'Nugg stand auf und stellte sich vor dem Elben auf.
"Was wir hier haben?", fragte er entsetzt. "Schätzchen, hast du dir mal deinen Hemdkragen angesehen?"
Die Elben sahen sich verständnislos an.
Sh'Nugg rollte mit den Augen und stopfte den Hemdkragen ordentlich in die Rüstung zurück. "Naja, ein bisschen besser. Aber an der Tatsache, dass dieses Muster rein GAR nicht zu deiner Rüstung passt, ändert das natürlich nichts. Meine Güte, Liebes, was hast du dir dabei nur gedacht?"
"Naja...ich hab halt irgendwas angezogen, was meine Mama mir hingelegt hat..."
Sh'Nugg kicherte. "Oh, mein Lieber, nichts gegen deine werte Mutter, aber hat sie dir etwa auch DIE Schuhe rausgestellt?"
"Ähm...nein, die sind vom Militär so vorgeschrieben..."
"WAS? Nein, also DAS...", Sh'Nugg bugsierte die Elbenkrieger aus der Höhle hinaus. "SOLCHE Zustände muss ich ändern. Ihr kleidet euch ja furchtbarer als die Orkmeute von der ich geflohen bin und DAS will was heißen..."
Weil sie nicht wussten, wie sie mit diesem seltsamen Ork umgehen sollten und von der Allgemeinsituation und den Anschuldigungen der Stillosigkeit überfordert waren, nahmen die Elben ihren Fang mit in die Königsstadt im Silberwald, der so hieß, weil der Elbenkönig auf Silber stand und alles mit Silber auskleiden lassen wollte.
Die Elbenkrieger führten dem König ihren Gefangenen vor und ehe sie sich versahen, wühlte der Ork auch schon begeistert im Kleiderschrank des Monarchen und plapperte unaufhörlich vor sich hin.
"Ihr könnt doch nicht IMMER Silber tragen! Und das bei goldenen Haaren, also wirklich... Ohhh, ja. Dieses Hemd passt hervorragend zu Euren Augen, aber Ihr müsst unbedingt die Haare aus dem Gesicht binden, sonst rauben Sie ihnen ja total die Schau!"
Am nächsten Tag hatten alle Elben im Reich behört wie verändert der König war und wie stilvoll er durch seinen Schlossgarten wandelte.
"Danke, Sh'Nugg, Ihr habt wahrlich großes Talent!", schwulte der König und untermalte jedes Wort mit sinnlosen Gestiken. "Ich werde meinen alten Modeberater feuern müssen, denn Ihr habt mir die Augen geöffnet! Als Dank dürft Ihr von nun an mir und euch selbst die schönsten Kleider entwerfen und ich werde Euch großzügig bezahlen!"
Gemeinsam stolzierten sie in das Atelier des Modeberaters.
Entsetzt schnappte Sh'Nugg nach Luft.
"Vater!"
"Mein schwuler Sohn!"
"DU bist der Modeberater?"
"Ja...deine Mutter hat mich immer verprügelt, weil sie meinetwegen nicht anschaffen durfte also bin ich fortgelaufen um Modedesigner zu werden! Oh Sohn, ich bin so froh!"
Der König räusperte sich im Hintergrund.
"Ähem, ich wollte Euch eigentlich nur entlassen und keine Familienfeier veranstalten!"
"Oh, na gut...Aber halt, jetzt bin ich ja gar kein Waisenkind mehr, wie soll ich denn jetzt große Taten vollbringen und berühmt werden?"
"Oh, also das lässt sich einrichten!", rief der König und der alte Modeberater wurde hingerichtet.
Sh'Nugg war von nun an ein wohlgekleideter Gentleman und der berühmteste Modezar des ganzen Elbenreichs. Der schwule König verliebte sich in ihn und sie bekamen viele Kinder... beim ersten großen Tag der offenen Tür für das neue Atelier.
Bei der Party waren auch die Orks geladen und Sh'Nugg entwarf neue, komfortable und preiswerte Rüstungen, die sich im ganzen Lande wunderbar verkauften.
Irgendwann war Sh'Nugg reicher als der König und kaufte ihm den Thron ab.

Ende.
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1403620176
Needled - verflixt und zugenäht!
Needled - verflixt und zugenäht!
Der Titel ist natürlich eine Hommage an die letzten Disney-Filmtitel ;D Der Ork Sh'Nugg hat einen großen Traum und verlässt das schlecht gekleidete Orkmilitär um seinen Platz in der Welt zu finden... Achtung: Kleine Witzgeschichte für Zwischend...
http://www.testedich.de/quiz34/quiz/1403620176/Needled-verflixt-und-zugenaeht
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2014-06-24
4020
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