Kälte, Wind und Frost - Teil 2

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1 Kapitel - 501 Wörter - Erstellt von: NewZombiegirl - Aktualisiert am: 2014-06-15 - Entwickelt am: - 957 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Fortsetzung vom Ersten Teil ;).
Hoffentlich gefällt es euch.

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    Der Küchentisch war schon längst gedeckt, als er endlich nach Hause kam. Zögernd machte er die Tür zur Küche auf und sah sie, sitzend auf einem wackligem Holzstuhl, die Zigarette in der Hand. Schweigend starrten sie sich an, während der Mann sich vorsichtig setzte, um sie nicht noch mehr zu verärgern. Schließlich brach sie das Schweigen:
    „Wo warst du denn so lange, Cassian?“ Es sollte gleichgültig klingen, aber er wusste, dass sie sich Sorgen gemacht hatte, was ihn noch vorsichtiger machte.
    Nach fast 20 Jahre Ehe hat er gelernt, dass man bei dieser Frau extrem vorsichtig sein sollte. Ein Tag empfängt sie ihn mit einem blutigen Messer, an einem anderen Tag kann sie sich nicht mehr zurück halten und heult die ganze Zeit.
    „Ich habe wohl die Zeit vergessen“, stellte er fest, während er beim Verteilen der Lasagne darauf achtete, sie nicht anzuschauen; er war kein guter Lügner. „Es war ja auch ein schöner Vormittag heute oder findest du das etwa nicht, Lianna?“ Nun schaute er direkt in ihre blauen Augen, die ihn früher so anstrahlten, jetzt aber ohne Leben vor sich hin starrten.
    „Kann schon sein.“, sagte sie tonlos, schaute ohne großen Hunger auf ihr Essen, und zeigte ihm dadurch schweigend, dass das Gespräch für sie beendet war.
    Es war ihm recht; er war kein Freund der langen Gespräche und so konnte er seinen Gedanken nach hängen, was er gerne machte, und an seinen Geliebten denken. Besonders deswegen, weil er so plötzlich verschwunden ist, hatte er große Sehnsucht nach ihm.
    Lange hat er sich nicht mehr so befreit gefühlt, als hätte dieser Mann seine Last, die er zu lange mit sich herum trägt, von seinen Schultern genommen und ihm einen Weg ins Paradies gezeigt, auch wenn es nicht von langer Dauer war.
    Er hätte sich sehr darauf gefreut mit ihm zu sprechen, seiner Stimme zu lauschen, sein lebendiges Gesicht zu sehen. Fast bereute er es, ihn umgebracht zu haben.
    Nachdenklich musterte er Lianna, sah wie sie ihre matten braune Haare kraftlos aus dem Gesicht strich, blickte auf ihrem dünnen Körper, der früher mal kurvig und weiblich war, doch jetzt nur dürr wie eine Stange auf dem Stuhl kauerte, als wäre es ihr Rettungsboot, das ihr hilft sich nicht fort treiben zu lassen vom Leben.
    Als sie bemerkte, dass er sie anstarrte, runzelte sie nur verwirrt die Stirn und aß weiter.

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