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Blutrote Nacht Teil 2

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4 Kapitel - 4.270 Wörter - Erstellt von: Akako Kuno - Aktualisiert am: 2014-06-15 - Entwickelt am: - 1.224 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Tage vor der Chunin-Auswahlprüfungen passiert etwas schlimmes in Akayas Leben. Als einziges Vierer Team nimmt Akayas Team teil.

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Verzweiflung machte sich in mir breit. Ich lief durch das ganze Dorf und doch war sie nicht zu finden. Weder an unseren Lieblingsorten noch in den kleinsten Winkeln des Dorfes. Wo war sie nur? Es war sonst nicht ihre Art, mich sitzen zu lassen. Eigentlich waren wir am Springbrunnen im Zentrum unseres Dorfes verabredet, aber gekommen war sie nicht. Ich wartete ganze zwei Stunden auf sie, jedoch begann meine Suche, nachdem die zwei Stunden vorbei waren und sie noch immer nicht da war. Ich machte mir schreckliche Sorgen um sie. Ob ihr wohl etwas passiert war? Ich wollte nicht daran denken. Jede Straße, jeden Ort und jede Gasse klapperte ich ab, doch war Nanami nicht aufzufinden und meine Ausdauer versagte auch allmählich. Ich machte eine ganz kurze Pause und überlegte, wo sie sein könnte. In den letzten Tagen war sie so anders, so komisch, auch wenn sie es nicht zeigte. Trotzdem fühlte ich, dass sie etwas bedrückte. Jedoch fragte ich mich in den letzten Tagen, was? Was hatte sie so nachdenklich gemacht? Aber was ich mich am meisten fragte, wieso erzählte sie es mir nicht? Ich war doch ihr bester Freund oder hatte sie mich die ganze Zeit nur verarscht? So viele Fragen, wie noch nie zuvor, schwirrten in meinem Kopf. Unbeantwortet. Angestrengt dachte ich über ihren Aufenthaltsort nach. Zu meinem Bedauern fiel mir nichts ein.

Ich entschloss mich, meine Suche außerhalb des Dorfes fortzusetzen. Ich ging meine Erinnerungen durch. Ich versuchte mich daran zu erinnern, ob wir uns jemals außerhalb des Dorfes verabredet hatten. Während die Sonne hoch am Himmel stand, irrte ich Gedankenverloren durch den nahe gelegenen Wald. Dann fiel es mir wieder ein! Ein einziges Mal hatte sie mich zu ihrem Lieblingsplatz, außerhalb unseres Wohnorts, geführt. Ich schenkte meiner Umgebung, meine volle Aufmerksamkeit und musste feststellen, dass ich mich auf dem richtigen Wege befand. Hinter diesem Wald müsste es gewesen sein, wenn ich mich nicht irrte, jedoch nicht darauf bedacht, angegriffen werden zu können. Erst als ich ein Kunai in meinem Arm spürte, wurde mir erst bewusst, wie unaufmerksam ich eigentlich war. Abrupt blieb ich stehen und sah mich um. Im nächsten Moment sprang ein Shinobi aus dem Gebüsch. Er gehörte zu keinem Dorf, denn ein Stirnband besaß er nicht. Er schoss auf mich zu und verpasste mir einen kräftigen Schlag ins Gesicht. Ein Knacken ging von meiner Nase aus. Der Schmerz lockte ein Schrei aus mir heraus. Ich hatte den metallischen Geruch in der Nase und das rote Blut floss aus meiner Nase. Nun trat er nach mir und traf meine Magengegend. Ich flog nach hinten und spürte einen Baum in meinem Rücken. Langsam kam er auf mich zu. Während er auf mich zukam, hatte ich genug Zeit mein Kekkei Genkai zu aktivieren und meine Verteidigung aufzubauen. Ich formte Fingerzeichen, umschloss mit der linken Hand mein rechtes Handgelenk und presste die Hand auf den Boden. Binnen Sekunden erschien ein 2 Meter großer Steinkrieger vor mir. In Gedanken befahl ich ihm, sich um meinen Gegner zu kümmern. In einer Entfernung von 4 Meter, ließ ich ein Schattenbild entstehen, mit dem ich den Platz tauschte. An meiner alten Position stand nun mein Schattenbild und ich befand mich dort, wo ich ihn entstehen ließ. Von dort aus setzte ich meinen Weg fort. Ich hoffte, dass ich nicht zu spät kam, denn ich hatte eine Vorahnung, warum sie dort war.

Damals hatte sie mir gesagt, dass wenn sie sterben wollte, dann wollte sie an diesem Ort sterben. Ich ließ den Wald hinter mir und erkannte nicht weit von mir Nanami. Sie stand am Rande der Klippe. Dort stand sie wie ein Kreuz. Den Kopf hatte sie in den Nacken gelegt und blickte gen Himmel. Ich ging auf sie zu. Nachdem ich dreiviertel des Weges hinter mir gelassen hatte, setzte sie dazu an, einen Schritt nach vorne zu machen. "Nanami nicht!", rief ich erschrocken. Mit einem Fuß stand sie in der Luft, dann setzte sie ihn langsam wieder auf dem Boden ab und drehte sich um. Ihr Gesicht Tränen verschmiert. Sie lächelte und verlor in dem Moment das Gleichgewicht und fiel. Fiel nach hinten. Erschrocken blickte sie mich an, als sie begriff, dass sie fiel. Alles war wie in Zeitlupe. Ich stand am Rand und griff nach ihrer Hand, jedoch entglitt sie mir. "Nanami!", rief ich ihren Namen voller Verzweiflung. Sie rollte den steinigen Abhang hinunter. Minimal sah ich, wie ihr Mund sich zu einem Lächeln verzog. Einem traurigen Lächeln. Sie rollte über einen kleinen Vorsprung und landete genau auf den spitzen Felsen und Steinen. Ein schriller Schrei ertönte. Nanami, durchbohrt von Steinen und Felsen. Sie spuckte ein letztes Mal Blut, bevor ihr Leben vorbei war. Die rote Flüssigkeit lief aus ihren Mundwinkeln. Mit toten und traurigen Augen sah sie empor zu mir und lächelte. Ich vernahm gar nichts mehr. Meine Welt war zusammengebrochen. Ich war wie in Trance. Meine beste Freundin und Hoffnungsträgerin war weg. Einfach so aus meinem Leben, ohne dass ich etwas tun konnte. Ich sank auf die Knie und Tränen bahnten sich ihre Wege. "Wieso!", schrie ich hinunter zu ihr. Ich wollte und konnte nicht begreifen, dass sie jetzt tot sein sollte. Ich wendete meinen Blick von ihr ab. Diesen Anblick konnte ich nicht mehr länger ertragen. Stumm sprach ich ein Gebet und kehrte Heim. Ich kam an einer Leiche vorbei, die dem Mann gehörte, der mich angegriffen hatte. Mein Krieger war wieder verschwunden. Ich fühlte mich einfach so leer.

Ich kam zu Hause an und merkte, dass ich alleine war. Ich schloss mich in meinem Zimmer ein und trauerte. Trauerte um meine einzige und beste Freundin.

Kommentare (2)

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Ahri (00695)
vor 1182 Tagen
Ja ist gut möglich, ich hatte diese kapitel auch ein Monat oder so schon fertig geschrieben und nicht nochmal drüber geguckt und als ich das geschrieben habe, war vermutlich nicht so mein tag gewesen^^

Glg Ahri
Hino Kuraiko (86514)
vor 1182 Tagen
Hey Ahri ^^!
hab mal in diesen Teil (Teil 3, weiter bin ich bis jetzt nicht gekommen, hab gerade nur 10 Minuten) hinein geschaut ;D! Ich glaube, um mich wirklich auszukennen, müsste ich die ganze Geschichte lesen, aber das macht nichts XD!
Auch dieser Teil ist wirklich gut geschrieben, nur hab ich einen kleinen Rat für dich: Z.B ganz am Anfang im unteren Teil der Szene mit dem Schlamm, da kommt dieses Wort in gut 4 Zeilen hintereinander vor. Achte vielleicht darauf, andere Wörter zu verwenden, wie hier z.B. dreckige Erde oder so, weiß du, was ich meine? Das gleiche gilt für Personen, also z.B. ganz oben im Kapitel 2 mit Ryo ;D!
Hoffe du fasst die Kritik nicht negativ auf! Ist mir nur aufgefallen, sonst ist alles wirklich super ^^!
glg Hino