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Shadow Ice Teil 4

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4 Kapitel - 4.713 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2014-06-01 - Entwickelt am: - 2.028 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Kapitel 14: Nacht der Träume
Es war stockdunkel nur schwach leuchtete der Mond durch das Fenster. Ich konnte diese Nacht nicht schlafen. Immer wieder wälzte ich mich unruhig in meinem Bett hin und her. Ich vernahm von der unteren Etage die Stimme meines Vaters wahr. Er klang sauer, er schrie fast schon. Aber warum? Ich lauschte kurz, konnte jedoch nichts verstehen. Leise verließ ich mein Bett und tapste in den Flur der oberen Etage. Ich ging zum Treppengeländer und blickte hinab in den Flur des Erdgeschosses. Außer das Licht, was aus dem Wohnzimmer kam, war kein weiteres an. Ich hörte nur leise Stimmen, vermutlich hatte mein Vater sich wieder beruhigt. Mich packte die Neugier und ich tapste leise die Treppe hinunter und ging an der Wand entlang zur offenen Wohnzimmertür. Ich presste mich auf Zehenspitzen an die Wand. Ich hielt den Atem an und lauschte gespannt.
„Unser Leader ist mit den Nerven am Ende, Yuudai. Das alles nur weil du es nicht hinbekommst“, sagte eine männliche Stimme. Zu gern hätte ich nachgesehen, wer es war, aber es war zu gefährlich für mich. Das wusste ich.
„Ja, ich weiß, aber ich habe eine Familie, um die ich mich kümmern muss. Wir können uns kaum über Wasser halten, denn die Löhne, die ich für die Aufträge bekomme, reichen ganz und gar nicht aus. Man könnte meinen, dass man mich unterbezahlt.“ Das war mein Vater. Ich wusste gar nicht wie schlecht es uns eigentlich ging. Meine Eltern hatten mir doch immer gesagt, dass wir uns keine Sorgen wegen dem Geld machen müssten.
„Das ist nicht unser Problem. Du hast doch noch ein Weib, sie könnte dir auch unter die Arme greifen oder die kleine Akira“, sprach wieder die mir unbekannte Stimme.
„Nein, Akira ist noch zu jung dafür und meine Frau ist blind. Sie kann mit ihrer Blindheit nicht kämpfen. Mit dem Haushalt hat sie auch zu schaffen. Ohne Akira würde sie es nicht schaffen, den Haushalt zu schmeißen“, verteidigte mein Vater uns.
„Der Leader hatte so etwas schon geahnt. Der Auftrag soll in spätestens vier Tagen ausgeführt worden sein, das ist das letzte Angebot. Du weißt, was dir droht oder eher gesagt, deiner Tochter. Also überleg es dir gut, welchen Auftragt du vorziehst. Ich komme in exakt vier Tagen mit meinem Partner wieder“, meinte der Mann wieder.
Ich lief leise in mein Zimmer und schlüpfte wieder unter die Bettdecke. Ich saß auf meinem Bett, unter der Decke und die Knie angewinkelt. Mein Kopf auf die Knie gebettet. Wer war dieser Mann und was wollte er von uns, wohl eher gesagt, was hatte mein Vater mit ihnen zu tun? Ging es uns schon immer so schlecht und wenn ja, wieso hatte ich dann nichts bemerkt? Die Tränen liefen mir unaufhaltsam über die Wangen. War ich denn wirklich so dumm? Das Bild löste sich auf.

Atemlos schreckte ich aus meinem Traum. Ich saß kerzengerade in meinem Bett in der Wohnung von Kurenai. Ich wusste nun mit wem mein Vater an diesem Abend geredet hatte. Es war dieser Hai. Er war es eindeutig. Ich atmete tief ein und aus. Ich sollte mir keine Gedanken darüber machen. Es reichte, dass ich davon träumte. Ich legte mich hin und schlief erneut ein. Wieder erbot mir ein Bild aus der Vergangenheit. Wieder träumte ich.

Ich lag im Bett mit dem Blick an die Decke gerichtet. Schemenhaft konnte ich sie erkennen. Meine Augen gewöhnten sich immer mehr an die Dunkelheit. Heute wollten wieder diese Männer kommen, ob mein Vater den Auftragt wohl erfüllt hatte? Ich hörte leise das Klingeln der Haustür. Sofort schlug ich meine Bettdecke zur Seite und schlich barfuß aus meinem Zimmer. Wieder stand ich in dem dunklen Flur. Schwach wurde er vom Licht im Wohnzimmer erhellt. Scheint als wäre die Tür wieder offenstehend. Unter meinen Füßen knarrten die Treppen leise. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, ich hatte Angst entdeckt zu werden.
„Hast du den Auftrag ausgeführt, Yuudai?“, fragte der Mann, der vor wenigen Tagen schon einmal da war.
„Es tut mir Leid, aber ich hatte keine Zeit gefunden. Jeden Tag war ich von morgens bis spät abends Beschäftigt gewesen“, erwiderte mein Vater traurig.
„Dir ist hoffentlich bewusst, was nun kommt?“
„Ja, ist es mir und deshalb biete ich mich freiwillig an.“
„Was der Leader aber nicht akzeptiert. Du hast uns deine Tochter versichert und nicht dich.“ Vor Schreck hatte ich offensichtlich die letzte Stufe übersehen und war über meine eigenen Füße gestolpert. Aus Reflex hatte ich es geschafft mich ab zu rollen und blieb sitzend und zur Wohnzimmertür starrend stehen. Augenblicklich war es still. Zu still. Langsam dreht ich meinen Kopf in Richtung Wohnzimmer. Meine Eltern standen Arm in Arm vor zwei Leuten in schwarzen Mantel, die mit roten Wolken verziert waren, vor ihnen.
„Na sieh mal einer an. Ein kleines neugieriges Mädchen“, grinste der Hai gefährlich und sein Partner fing an mit der Zunge zu zappeln. Typisch Schlangenmensch! Dennoch lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.
„Komm Kisame, wir holen uns die Kleine und verschwinden wieder“, meldete sich die Schlange zu Wort.
„Nicht meine Tochter“, bat meine Mutter.
„Ich biete mich für meine Tochter“, versuchte es mein Vater erneut.
„Nein, du hast deine Tochter geboten und nicht dich, das Angebot bleibt so, wie es ist“, meinte Fischi.
„Lauf Akira! Lauf!“, brüllte mein Vater. Ich starrte immer noch perplex zu ihnen.
„Nun mach schon, worauf wartest du noch!“, rief meine Mutter. Erst als sich die beiden Typen mir näherten, realisierte ich, was sich hier eigentlich abspielte.
„Akira, du bist schnell genug, du kannst ihnen entkommen, aber nur wenn du jetzt läufst! Lauf solange du noch kannst, bitte mein Schatz!“, trieben mich meine Eltern an. Schnell rappelte ich mich auf und lief zur Küche, denn dort befand sich eine Hintertür. Ich stieß diese mit voller Wucht auf und rannte in den Wald hinein, gefolgt von den unbekannten Männern. Das war das letzte Mal, dass ich meine Eltern lebend sah.

Schweißgebadet wachte ich erneut auf und merkte, dass ich im Schlaf geweint hatte.
„Mama, Papa!“
Die Tür ging auf und eine besorgte Kurenai kam herein gestürmt. „Akira!“ Sie setzte sich auf mein Bett und zog mich in eine Umarmung. „Shht, alles wird gut“, sie strich mir über den Rücken. „Was ist los?“, fragte sie mich, als ich mich einigermaßen beruhigt hatte und dann begann ich ihr alles zu erzählen. Sie verstand und blieb die Nacht bei mir.
„Ich will unbedingt wissen, wie es ihnen geht. Verstehst du?“
„Ja, natürlich ich kann es verstehen.“
„Dann lass mich in mein Heimatdorf zurückkehren und zwar allein!“
„Du gehst auf keinen Fall alleine, was ist wenn Akatsuki noch immer nach dir sucht?“
„Ich will es aber alleine machen.“
„Ich lass dich nicht alleine gehen, das kannst du sowas von vergessen. Ich kann dich auch begleiten“, sie sah mich warm an. Ich nickte und fiel kurz daraufhin in einen traumlosen Schlaf.

Kommentare (5)

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anja (56680)
vor 884 Tagen
toll toll weiter MEHR
Akaya (59127)
vor 1013 Tagen
Ich finde die Geschichte echt toll^^!
tenchi (98659)
vor 1150 Tagen
die geschichte gefällt mir
Hino Kuraiko (95411)
vor 1159 Tagen
Ich bin ein richtiger Fan von Shadow Ice ;D!
bzw ich hab dir eine E-mail geschrieben, also eine längere Kritik! Eben wie versprochen!
glg Hino
Kyubay (68775)
vor 1178 Tagen
Die Story ist auch super freu mich auf den nächsten Teil
Gruß Kyuba