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Spuren im Schnee

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1 Kapitel - 663 Wörter - Erstellt von: Yuri Otonashi - Aktualisiert am: 2014-05-15 - Entwickelt am: - 908 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Ein neuer Morgen ist angebrochen und wieder ist es Winter. Wir warten, doch worauf wir warten ist den wenigsten von uns klar. Von den Rookies, die vor
    Ein neuer Morgen ist angebrochen und wieder ist es Winter. Wir warten, doch worauf wir warten ist den wenigsten von uns klar. Von den Rookies, die vor zwei Jahren den Archipel erreichte sind wir eine der beiden verbleibenden, die nach dem Krieg nicht in die neue Welt aufgebrochen ist. Man mag es Taktik nennen oder Berechnung. Den wahren Grund aber kennen wohl wenige. Draußen hat es begonnen zu schneien und kalter Wind peitscht über die See. Die anderen sind alle unter Deck, nur wir beide sind am Ufer der Insel, die wir seit zwei Jahren bewohnen. Niemand wohnt hier, niemand besucht uns. Das ist gut so. Denn wir sind gesuchte Verbrecher. Ich blicke hinaus auf die See und beobachte die Schneeflocken dabei wie sie ihr Spiel treiben. „Bald sind es zehn Jahre“, flüsterte Law. In einen dicken Pelzmantel gehüllt, sitzt er neben mir. Den Pelzmantel habe ich ihm gekauft, in dem Jahr als wir aufgebrochen sind. Das war vor fünf Jahren, an einem zehnten Dezember und wenn man es recht bedachte, liefen alle großen Entscheidungen in unsrem Leben auf den zehnten hinaus. An einem zehnten habe ich ihn damals gefunden, halb erfroren im Schnee. Das einzige was er bei sich trug war seine Kleidung und ein eingefrorenes Stück einer Teufelsfrucht, von welcher er sich über Tage hinweg ernährt hatte. Woher er gekommen war hinterfragte ich nie. Es war sein Geheimnis geblieben. Doktor Trafalgar adoptierte ihn, so wie er mich und die ersten unserer Nakama bei sich aufgenommen hat. Zehn Monate später beschloss Law Arzt zu werden und damit nahm das Schicksal seinen Lauf. Ich schenke ihm ein flüchtiges Lächeln und nicke. „Heute brechen wir auf.“ Auf eine Antwort brauche ich nicht zu warten. Sowohl Law, als auch ich wissen, dass dem so sein wird. Zehn Jahre seit wir einander begegnet sind an einem zehnten Dezember. So ist es immer gewesen, doch heute scheint plötzlich etwas anders. „Nein“, er grinst. Ich bin verwundert, will fragen wieso. „Unser zehnjähriges Jubiläum sollten wir hier feiern, findest du nicht Bepo? Die neue Welt kann bis Sylvester warten.“ „Entschul…“, setze ich an. Doch dann besinne ich mich eines besseren. „Ja Käpt’n. Soll ich…“ Aber er unterbricht mich, legt seine Hand auf meine Schulter und schüttelt seinen Kopf. „Du musst heute gar nichts machen. Das erledigen die anderen. Und jetzt sieh mich nicht mit so einem großen Fragezeichen an. Du verdienst diese Feier, für deine Treue, für deine Freundschaft, für deine Hilfe und alles was du immer ungefragt auf dich genommen hast um mich zu unterstützen.“ „Danke Law.“ Ich fühle mich geehrt. Es ist noch nie vorgekommen, dass unser Käpt’n eine Feier zu ehren eines Mitglieds veranstaltet, immer nur zu besonderen Anlässen und für die Gemeinschaft, aber nicht für einen Einzelnen. Wir verfallen wieder in Schweigen und beobachten den Schnee. Die Wolken sind so dicht, dass man den Himmel nicht mehr sehen kann und die Flocken tanzen so wild, dass wir unser U-Boot kaum mehr erkennen, das vor uns im Wasser liegt. Aber wir wissen es ist da. Unsere Herz, unser zu Hause, das uns überall hin begleitet. Der Wind wird stärker. Langsam erhebt sich Law von dem Felsen, auf welchem er gesessen hat. Sein Blick ist nach vorn gerichtet. Aus der Ferne erklingt Musik und aus den Luken des U-Books fällt Licht. Es wird Zeit zu den Anderen zurückzukehren und das Einzige was wir an der Oberfläche zurücklassen, sind unsere Spuren im Schnee.

    ~Fin

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1400169729
Spuren im Schnee
Spuren im Schnee
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2014-05-15
4000
Fanfiktion

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