Schicksal - und niemand kann entkommen! Teil 3

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4 Kapitel - 3.344 Wörter - Erstellt von: Jenny - Aktualisiert am: 2014-05-15 - Entwickelt am: - 1.260 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Teil 3 meiner Story (:

Enelya reitet nach Rendor, um ihrer Schwester zu Hilfe zu kommen. Doch verläuft ihre Rettungsaktion keinesfalls nach Plan. Turag hat dort alles unter Kontrolle und zwingt Enelya zu tun, was er von ihr verlangt. Sonst würde er ihre Schwester töten. Doch was dort geschieht, übersteigt Enelyas schlimmste Vorstellungen...

1
„Wer hat sie?“
„...Turag...“
In seinen Worten lag verdammt große Furcht. Und ich konnte es ihm nicht verübeln. Ich kannte Turag schon seit einigen Jahren. Er war 5 Jahre älter als ich, doch war ich mit meinen 23 Jahren bereits höher in meinem Stand als er es in meinem Alter gewesen war. Er war Noldagons rechte Hand und erledigte die ganzen schmutzigen Missionen, die ihm Freude bereiteten. Wutentbrannt stürmte Enelya aus dem Zimmer. Keiner rührte sich.


Ich rannte die Treppe in mein Zimmer hinauf, zog mir schnell meine Reisekleidung über und schnappte mit Dolche und Langschwert. Es galt keine Zeit zu verlieren!
Ich lief in den Stall und sattelte Dúath schnell und ritt los. Ich verließ schneller als erwartet Arendile. Ich ritt über große Grasflächen und durch einige Wäldchen. Dann stand ihm gegenüber. Dem Dorf Rendor. Ich stieg von Dúath ab.
„Bis später mein Schatz. Bleib in der Nähe! Ich werde dich brauchen.“
Ich gab ihm einen Kuss auf die Nüstern. Nun drehte ich mich um und schritt auf die kleine Holzbrücke zu, welche mich über den Fluss ins Dorf bringen sollte.
Es war bereits dunkel und der Mond schien. Eine leichte Windbrise erfrischte mein Gesicht. Es roch nach einer kühlen Mondnacht. Ich starrte nur geradeaus, während ich über die Brücke ging. Links und rechts waren nun Menschen und Orks, doch keiner von ihnen rührte sich. Vermutlich hatte Turag es ihnen befohlen. Allerdings beachtete ich sie nicht, denn vor mir bat sich ein mir mittlerweile bekanntes Bild. Kaputte, teilweise niedergebrannte Häuser. Tote Körper mit Dolchen und Pfeilen. Einige kamen mir bekannt vor, doch kannte ich keinen von ihnen näher. Ein Gefühl von Mitleid durchströmte meine Gedanken. Von dem beißendem Geruch von Blut und Tod wurde mir übel. An verschiedenen Stellen brannten Lagerfeuer. Ich ging weiter, vorbei an Orks, lebenden und toten Menschen. Noch nie war mir so schlecht gewesen. Ich musste mich zusammenreißen, damit ich mich nicht übergab.
„Enelya! Nein! Komm ja nicht näher! Lauf!“ Ich blickte in die Richtung, aus der der Ruf kam. Da sah ich meine Schwester Ariel in den Fängen zweier Menschen. Daneben stand Turag. Ich ging auf sie zu und blieb vor ihnen stehen.
„Ich wusste, du würdest kommen. Es ist mir eine Freude, dass du hier bist!“
Er und die beiden Kidnapper von Ariel tauschten Blicke aus und begannen zu lachen. Einer der beiden war unglaublich fett, während der andere eher schmächtig wirkte. Turag hingegen war von schlanker, männlicher Statur und hatte dunkelbraune, kurze Haare und blaue Augen.
„Was eure Freude ist, ist der anderen ihr Tod!“ Meine Worte klangen kühl und hatten somit ihren Zweck erfüllt.
„Oh. Nicht doch. Der Tod ist doch nur der Weg in ein neues Leben woanders. Das erzählt man sich doch unter den schwachsinnigen Menschen.“
„Ja. Doch es heißt auch, dass Mord diesen Prozess nur verhindert und aufhält. Somit habt ihr zunichte gemacht, woran sie glaubten.“
„Ich vergaß, du bist ja zur Hälfte einer dieser Menschen. Nun denn. Darf ich dich bitten, deine Waffen abzulegen?“
„Niemals!“
„Gut, dann sieh zu.“ Er deutete zu den zwei Männern und meiner Schwester. Sie ließen sie los und ein Mann von Turags Statur umschlang Ariel von hinten und legte ihr einen Dolch an die Kehle.
„Entweder du tust, was ich dir von dir verlange, oder sie wird sterben.“
„Du ekelhafte Ratte!“ ich wusste, dass jeglicher Widerstand mich nicht weiterbringen würde. So legte ich schweren Herzens meine Dolche und mein Langschwert beiseite.
„Wenn ihr es wagt, mein Langschwert mit euren dreckigen Händen auch nur zu berühren, dann seid ihr dran! Genauso dran werdet ihr sein, wenn ihr Ariel etwas antut!“
Turag sah mich erstaunt an. Er ging nun einige Schritte auf mich zu. Sein Blick machte mir Angst und ein kurzer Schauer lief mir über den Rücken. Ich wich zurück, doch plötzlich ging es nicht mehr weiter. Rücken an Rücken mit einem Baum. Verdammt.
Ich presste mich gegen das holzige Gestell, denn Turag stand nun direkt vor mir. Ich spürte seinen warmen Atem. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich Ariel.
„Du wirst jetzt tun, was ich dir sage. Denk an deine liebe Schwester!“ Er grinste mich fies an. Ich blickte in Ariels ängstliche Augen und sogleich bekam ich Tränen in meinen. Wieder blickte ich zu Turag. Doch versuchte ich es zu vermeiden in seine kalten, herzlosen Augen zu schauen. Nun begann er zu flüstern.
„Gut. Lass uns ein Spiel spielen.“ Er nahm meine Hand und führte mich vorbei an Leichen in ein Haus, das noch mit all seinen Bestandteilen verbunden war. Er schloss die Tür. Ich stand in einem etwas größeren Raum. Es war so dunkel, dass ich keine weiteren Türen, die in irgendwelche Bereiche führten, erkennen konnte. Durch die kleinen Fenster drang etwas Mondlicht in das modrig riechende Zimmer.
Ich hatte Angst, denn ich wusste nicht, was mit mir geschehen würde. Mein Körper war angespannt und meine Füße standen wie festgenagelt auf dem Boden und rührten sich nicht.
Turag war aus meinem Blickfeld verschwunden, genau wie jegliche Geräusche. Nichts als Stille. Nicht einmal die Truppen Turags waren zu hören.
Doch plötzlich wurde meine Hüfte von hinten umschlungen, und ich wurde gegen die Wand gedrückt. Turags Gesicht war nun kaum mehr als einen Zentimeter von meinem entfernt. Er strich mir mit seinen rauen, kalten Händen über die Wange.
„Solch Schönheit.“

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