Die 74. Hungerspiele: Die Geschichte von Fuchsgesicht

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10 Kapitel - 1.391 Wörter - Erstellt von: Booksaremylife - Aktualisiert am: 2014-05-15 - Entwickelt am: - 1.909 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mein Name ist Finch Fox und ich bin 15 Jahre alt. Hier gibt es das, was ich erlebt habe.

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    Mein Name ist Finch Fox. Das passt sehr gut zu meinem Spitznamen Fuchsgesicht, den ich einerseits wegen meines Namens, aber hauptsächlich wegen meines Gesichts habe. Ich wohne mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder in Distrikt 5. Unsere Eltern müssen von früh bis spät im Kraftwerk arbeiten. Tag für Tag. Sie haben nur einen Tag im Jahr frei. Am Tag der Ernte. Und der ist heute.

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    ,, Finch?", ruft meine Mom laut:,, Hat du schon das Kleid an, dass ich dir rausgelegt habe?" Ich antworte ihr nicht, sondern husche lautlos die Treppe hinunter.,, Ach Finch. Du bist so wunderschön.", flüstert meine Mom mit weinerlicher Stimme. Weinerlich deshalb, weil die Ernte meine Mom immer an meinen großen Bruder erinnert. Mein großer Bruder, Thomas, ist vor 5 Jahren in den Hungerspielen gestorben. Niemand von uns hat das je verkraftet, aber Mom tut es immer noch am meisten weh. Sie hat solche Sorgen, dass ich oder mein kleiner Bruder Tess in die Arena müssen. Tess ist zwölf, also das erste Mal bei der Ernte dabei. Er hat fürchterliche Angst und klammert sich an mir fest.,, Werde ich es sein Finch? Werde ich es sein?", fragt er mich mit angsterfülltem Blick. Als Antwort streichele ich ihm beruhigend über den Rücken und flüstere:,, Nein mein kleiner. Ganz sicher nicht." Vor den Justizpalast müssen wir uns in die Altersgruppen stellen, zu denen wir gehören. Ich in die 15 und Tess in die 12. Norman Natro, der Betreuer der Ernte in Distrikt 5, hat heute eine große Plusterhose und eine schillernde Bluse in Meergrüner Farbe an. Freudig begrüßt er alle mit dem berühmten Satz:,, Möge das Glück stets mit euch sein.", und schreitet zur Loskugel der Mädchen.,, Und unser diesjähriges weibliches Tribut ist...Finch Fox!" Eine Welle der Übelkeit steigt in mir hoch und langsam gehe ich auf die Tribüne. Der männliche Tribut wird ausgelost, aber ich höre es gar nicht. Ich sehe nur das panische Gesicht meiner Mutter und den angsterfüllten Blick meines kleinen Bruders. Und ich denke an meinen großen Bruder. Ich fühle mich ihm näher denn je.

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    Von Friedenswächtern werden wir in den Zug gestoßen und ins Kapitol. An mir geht die Zugfahrt und die Ankunft vorüber wie ein Traum. Das nächste was ich wirklich wahrnehme ist als ich im Wagen neben Try, dem männlichen Tribut aus meinem Distrikt stehe. Wir haben beide hautenge Glitzeranzüge die mit leuchtenden gelben Blitzen verziert sind an unseren Körpern. Ich schaue auf den Monitor und sehe das Mädchen aus Distrikt 12. Sie hat mich schon bei der Zusammenfassung der Ernten fasziniert. Sie hat sich anstelle ihrer kleinen Schwester gemeldet. Jetzt sieht sie Atemberaubend aus. Ihr Anzug und der ihres Partners stehen von oben bis unten in den Flammen. Als ich sie sehe, fasse ich einen Entschluss. Ich kann nicht kämpfen, aber dafür bin ich geschickt, schlau und leise. Ich werde versuchen zu gewinnen. Für Mom, für Dad, für Tess und für Tans Tod.

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    Bei meinem Interview mit Cesar Flickerman halte ich mich eher kurz und gebe nicht viel von mir preis. Auf seine Frage, wie ich wohl gedenke vorzugehen antworte ich: “Ich glaube, wenn ich es schaffe, mich den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen, dann finde ich auch die passenden Lösungen.” In den Trainingstagen, halte ich mich nicht mit der Suche nach Verbündeten oder dem Erlernen von Kampftechniken auf, sondern versuche alle Stationen die mit Schlauheit und Geschick zu tun haben zu meistern. Dann ist es so weit. Alle Tribute stehen auf einer kleinen Plattform in der Arena. In der Mitte steht das Füllhorn. Rund um mich sehe ich Wald, Wiese und einen See. Ich werde nicht zum Füllhorn laufen. Nur einige Meter hinter mir beginnt der Wald. Dort werde ich mich verstecken. Der Countdown ist abgelaufen. Ich drehe mich blitzartig um und verschwinde im Dickicht. In einem kleinen Höhlenahnlichen Gang, aus dem ich die Lichtung mit dem Füllhorn gut im Blick habe, lege ich mich auf die Lauer. Vielleicht kann ich mir später noch etwas nützliches holen. Doch leider habe ich kein Glück. Die Karrieros aus 1,2 und 4 bilden ein Lager am See, wo sie alle Rucksäcke und Waffen horten. Trotzdem schaffe ich es, jeden Tag etwas von ihrem Haufen zu klauen. Plötzlich höre ich viele Stimmen. Mehr als es sonst sind. Ich blicke mich um und sehe die Karrieros. Und bei ihnen sind 2 Jungen. Den einen kann ich nicht zuordnen aber der andere ist ganz sicher der Junge aus Distrikt 12.

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    Ich sehe zu wie der unbekannte Junge die Mienen, die um die Startplattformen angebracht sind, ausgräbt, reaktiviert und um das Lager der Karrieros eingräbt. Mir fällt auf, dass es bereits weniger Karrieros sind als es an Anfang waren. Als sie wieder weg sind, schleiche ich mich an und hüpfe zwischen den Mienen zu dem Haufen. Diesmal nehme ich etwas mehr als sonst, da ich das Gefühl habe, dass ich eventuell ein Problem mit der Nahrungsbeschaffung bekommen könnte. Ich nehme soviel ich tragen kann, ohne das mich der unbekannte Junge, der Wache schieben muss, bemerkt. Ich verkrieche mich wieder in meinem Versteck. Plötzlich schießt ein Pfeil einige Meter von mir entfernt. Regungslos verharre ich in meiner Nische. Noch ein Pfeil schießt aus dem Wald und trifft ein Netz mit Äpfeln. Ich ahne was der/die Schütze/Schützin vorhat und bringe so schnell ich kann mich und meine Beute. In letzter Sekunde. Ein ohrenbetäubender Knall zerreißt die Luft und das gesamte Lager geht in Flammen auf. Die Karrieros kommen angerannt und fast zeitgleich höre ich ein Mädchen schreien. Jemand anders schreit zurück. Diese Stimme erkenne ich. Est Katniss Everdeen aus 12.

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    Eigentlich ein Guter Plan von 12, dass mit den Mienen. Leider aber schlecht für mich. Jetzt muss ich auch bei den anderen Nahrung stibitzen. Das werde ich.

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    Ich weiß nicht wie viel Zeit schon vergangen ist. Tage? Wochen? Egal. Jedenfalls gab es den Aufruf zu einem Festmahl. Ich brauche unbedingt einen Inhalator und andere Asthmamedikamente. Ich hatte gestern einen Asthmaanfall, an dem ich fast erstickt wäre. Ich verstecke mich seit Tagesanbruch im Füllhorn. Als der Tisch aus dem Boden hochfährt, schnappe ich mir einen kleinen grünen Rucksack, der mit 5 beschriftet ist. Plötzlich steht das Mädchen aus 12 vor mir. Sie sieht mich genau so geschockt aus wie ich mich fühle. Hastig blicke ich mich um und laufe weg.

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    Die Asthmamedikamente helfen. Mir geht es wieder gut. Ich bin gerade auf Nahrungssuche. Es sind mit mir nur mehr 5 Tribute übrig. Vor einer kleinen Höhle sehe ich Beeren. Nachtriegen. Absolut tödlich. Ich habe eine im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Idee. Ich laufe weiter bis zu einem großen Felsen.

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    Ich setze mich auf den Felsen und betrachte die Nachtriegel in meiner Hand. Entschlossen blicke ich in eine der schlecht versteckten Kameras und sage:,, Ich liebe dich Mom. Ich liebe dich Dad. Ich liebe dich Tess. Ich liebe euch so sehr. Aber ich kann einfach keinen Menschen töten und anders kann ich nicht gewinnen. Ich tue es für meinen großen Bruder. Ich tue es zum Trotz. Gegen die Diktatur des Kapitols und die Unterdrückung der Distrikte. Ich tue es für die FREIHEIT!"

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    Ich nehme die Nachtriegel in den Mund, kaue und schlucke. Mir wird schwindelig. Ich lasse mich fallen. Es wird Dunkel.

Kommentare Seite 1 von 1
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KittyKatze ( 55032 )
Abgeschickt vor 510 Tagen
Eine wirklich sehr schöne Geschichte :D
*applaus*
Kp ( 05935 )
Abgeschickt vor 789 Tagen
Hat Foxface nicht von Peeta Beeren sribitzt und gegessen,weil sie dachte er kenne sie und sie wären ..gut?
Sarah@loveee ( 26013 )
Abgeschickt vor 792 Tagen
Die Geschichte ist richtig gut . So wie man sich Fuchsgesicht vorgestellt hat
Izzy96 ( 53345 )
Abgeschickt vor 934 Tagen
Manche Stellen sind sehr gut beschrieben, aber leider nur in Ansätzen vorhanden. Du hättest sie viel ausführlicher beschreiben und weiterführen können. Allgemein ist dein Fanfiction eigentlich nur eine Zusammenfassung der Ereignisse, die wir sowieso schon kenne. Das war etwas enttäuschend für mich. Aber die Grundlage dafür ist vorhanden. Du kannst schreiben, also verlier den Mut nicht Süße, Lg, Izzy
callisto ( 71786 )
Abgeschickt vor 967 Tagen
So schönes Ende!!! *-*
*schnief*