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Das Kind von Severus Snape Teil 14

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2 Kapitel - 4.689 Wörter - Erstellt von: Lexi1995 - Aktualisiert am: 2014-05-15 - Entwickelt am: - 7.388 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Endlich ist der nächste Teil fertig. Leider hat er nur zwei Kapitel und das tut mir leid. Ich hoffe, dass der nächste Teil wieder etwas länger wird

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    Lexis Sicht:


    Wir saßen im Garten der Weasleys und unterhielten uns alle angeregt. Die gesamte Familie war anwesend, inklusive Charlies neuer Freundin. Anne und er passten wirklich hervorragend zusammen und das dachte nicht nur ich, allem Anschein nach. Wie immer hatte Molly Kuchen gebacken und da hat sie wohl an mich gedacht. Mein Lieblings Zitronen Kuchen stand auf dem Tisch und auf meinem Teller lag ein riesiges Stück davon. „Das du so viel essen kannst...“, meinte Bill und ich sah ihn gespielt böse an. „Ich esse für zwei, also halt mal die Luft an. Schau dir mal deine Frau an, die hat ein genauso großes Stück wie ich und ist gerade mal im zweiten Monat schwanger.“ Fleur grinste und schob sich eine Gabel zwischen ihre Lippen. Dasselbe tat ich auch und schloss genüsslich meine Augen. Mein Verlobter saß neben mir und hatte eine Hand auf meinem Bauch liegen. „Im fünften Monat schwanger zu sein macht hungrig, nicht?“, fragte er mich leise und drückte mir seine Lippen auf die linke Schläfe. Leise seufzend nickte ich und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Mir kam das alles noch so unwirklich vor. Ich war schwanger, ich war verlobt, Voldemort gab es nicht mehr. Das alles war... unglaublich. Die Zeit der Trauer und der Verluste war nun endgültig vorbei. Und das spürten alle. Gerade öffnete ich meine Augen wieder und sah Harry und Ginny zu uns kommen. „Tut uns leid, dass wir so spät dran sind. Harry musste so lange in der Aurorenzentrale bleiben“, entschuldigte sich die jüngste Weasley und gab ihren Eltern einen Kuss. Harry umarmte mich vorsichtig und klopfte Fred dann ganz männlich auf die Schulter. Diese Männergesten würde ich wirklich nie verstehen...
    Zusammen mit Molly räumte ich die Teller in die Küche und wollte gerade meinen Zauberstab ziehen damit sich das Geschirr von selbst spülte, als ich laute Stimmen aus dem Wohnzimmer hörte. Hermine und Ron stritten sich wie sonst was und das nicht zum ersten Mal diese Woche. Meine beste Freundin wollte hier ausziehen, damit Molly nicht mehr so viel zu tun hatte, Ron wollte hier bleiben. Sie drehten sich immer im Kreis wenn es um dieses Thema ging und so langsam konnte ich es nicht mehr mit ansehen, auch wenn ich den beiden versprochen hatte, dass ich mich nicht einmischen würde. Aber ich konnte nicht tatenlos zusehen wie die Beziehung meiner zwei besten Freunde in die Brüche ging nur wegen so einem sinnlosen Thema. Also ging ich zu den beiden und räusperte mich laut. „Leute!“, rief ich und als die beiden nicht mal darauf reagierten packte ich Ron an den Schultern, doch dieser schubste mich zur Seite. So stark das ich mein Gleichgewicht verlor und auf den Boden fiel. Mit dem Bauch voran. Ich spürte ein schmerzhaftes Ziehen in meinem Unterleib und musste die Zähne zusammen beißen um nicht zu schreien. Die beiden bemerkten es nicht einmal, da sie so in ihrem Streit verwickelt waren, doch ich startete einen neuen Versuch. Ich erhob mich und legte meine Hand auf Mines Schulter, aber als ich anfangen wollte zu sprechen saß ein verdammt starker Schmerz in meinem Bauch. „Lexi!“, rief meine beste Freundin und half mir mich auf das Sofa zu setzten. Von diesem Ruf wurde mein Verlobter und die anderen auf den Plan geholt und sofort war er bei mir. Panisch sah ich ihn an. „Was ist los Liebling?“ Er nahm meine Hände in seine und ich holte tief Luft um mich zu beruhigen. „Die... die Fruchtblase ist geplatzt“, sagte ich leise und schluckte schwer. Alle die das gehört hatten wussten was das bedeutete. Ich hatte eine Frühgeburt. „Aber...“ Fred wusste nicht genau was er machen musste. „Es ist zu früh... Es ist zu früh verdammt!“ Er legte seine Stirn gegen meine und versuchte mich zu beruhigen. „Das wird schon... Das wird schon...“ Das sagte er immer und immer wieder, so lange, bis meine Mutter auf einmal vor uns stand. Sie wusste sofort was zu tun war. „Arthur. Hol das Auto. Sofort! Und beeile dich bitte! Molly, hol ein kaltes Handtuch. Und ihr anderen solltet nicht im Weg herum stehen!“, kommandierte meine Mutter, doch das bekam ich alles nur am Rande mit. Ich war viel mehr mit den Wehen beschäftigt, die immer eine Minute anhielten.
    Als Arthur das Auto geholt hatte, hob mich Fred ganz vorsichtig hoch und trug mich zu dem blauen Ford. Während die anderen apparierten fuhren wir nach London, direkt ins St. Mungo. Dort erwartet uns komischerweise schon Meredith die wusste was zu tun war. Alle mussten draußen vor dem Kreissaal warten, und nur Fred durfte mit rein. Die ganze Zeit über hielt er meine Hand und strich beruhigend über den Handrücken. Als alles vorbereitet war umklammerte ich sie fester und er küsste meine Stirn. „Du schaffst das“, sagte er immer wieder leise, während ich vor Schmerzen stöhnte. Ich schaffte es nicht. Ich schaffte es nicht! Hätte mir jemand gesagt, dass es so weh tat ein Kind auf die Welt zu bringen... Keine Ahnung ob ich hier dann liegen würde.
    Irgendwann weigerte ich mich weiter zu pressen. Ich schüttelte immer wieder den Kopf als Meredith sagte das ich pressen solle. Tränen liefen mir über die Wangen, die sich mit dem Schweiß vermischten. Fred kletterte auf einmal hinter mich und ich saß zwischen seinen Beinen. Er packte meine linke Hand und meine rechte und drückte mich dann an seine Brust. „Wir machen das jetzt gemeinsam. Wir schaffen das Lexi. Du willst unser Kind doch sehen, also machen wir das jetzt zusammen“, hörte ich seine ruhige Stimme hinter mir und sah wie die Frau vor mir lächelnd nickte. Hatte ich vorher gesagt das die Schmerzen unerträglich waren? Tja, ich hatte mich getäuscht. Jetzt wurden sie noch schlimmer. Fred redete die ganze Zeit mit mir und es beruhigte mich, auch wenn ich nicht ganz verstand was er sagte. Dafür war ich einfach zu sehr mit pressen beschäftigt. Pressen und atmen. Pressen und atmen. Dieses Mantra wiederholte ich die ganze Zeit. Bis ich es geschafft hatte. Bis WIR es geschafft hatten. Doch es war noch nicht vorbei. Ich konnte einen Blick auf ein kleines Menschlein erhaschen, ehe es untersucht wurde. Noch mehr Tränen liefen mir über meine Wangen als ich es nicht schreien hörte. „Wieso schreit es nicht?“, fragte ich panisch und Freds Arme umfingen mich zärtlich. Es fühlte sich endlos lange an, bis wir einen leisen Schrei hörten. „Sie muss sofort auf die Neo Intensiv.“ Das war das erste was ich so richtig wieder mitbekam. Sie? War es ein Mädchen?

    Ich lag in einem Krankenzimmer und hatte mich auf die Seite gerollt. Fred saß auf einem Stuhl und hielt meine Hand in seinen Händen. „Es geht ihr sicherlich gut“, sagte er leise und drückte seine Lippen auf meine Fingerknöchel. Zweifelnd sah ich ihn an und wieder machte ich mir Vorwürfe. Ich hätte es verhindern können. Sicherlich hätte ich das gekonnt. Und jetzt war mein Baby auf dieser kalten Welt. Es musste mich hassen, weil ich es schon so früh nach draußen gestoßen hatte, ohne Schutz. Nicht einmal jetzt konnte ich bei ihr sein. Und wir hatten nicht mal einen Namen für sie, da wir beide gedacht hatten, dass wir noch etwas mehr Zeit hatten. Pustekuchen. Mit einem tiefen Seufzer schmiegte ich mich an seine Hand die auf meiner Wange ruhte und umklammerte sein Handgelenk. Die Tür ging auf und meine beste Freundin kam mit Ron im Schlepptau in das Zimmer. „Lexi... Ich... ich wollte das nicht. Das ist alles meine Schuld“, sagte er, doch ich schüttelte leicht meinen Kopf. „Ist es nicht. Wenn, dann ist es meine Schuld. Ich hätte mich nicht einmischen...“, Weiter kam ich nicht, denn Fred war aufgesprungen und hatte seinen Bruder wütend gegen die Wand gedrängt. „Wenn sie wegen dir stirbt, ich schwöre dir, ich bringe dich um. Und da ist es mir egal ob du mein Bruder bist oder nicht. Wenn meine Tochter wegen dir stirbt, stirbst auch du“, knurrte er und packte Ron noch fester. Die Tür öffnete sich ein weiteres Mal und George ging schnellen Schritts auf seinen Zwillingsbruder zu, zog ihn weg und packte ihn an den Schultern. Er schüttelte ihn und beinahe sah es so aus als wolle er Fred eine scheuern. „Fred. Er ist dein Bruder verdammt! Und er hat sich entschuldigt!“ Mein Verlobter knurrte wieder und versuchte George abzuschütteln, doch dieser umklammerte seine Schultern noch fester. „Es ist nicht zu entschuldigen wenn meine Tochter stirbt! Da kann er auch auf Knien an gerutscht kommen! Du verstehst das nicht weil du kein Kind hast! Ich schon und wenn du eines hättest wüsstest du wie man sich fühlt!“ Jetzt war er wirklich zu weit gegangen. In dem Augenblick als Molly, Arthur und der Rest der Familie das Zimmer betraten, scheuerte George seinem Zwillingsbruder eine. Die herzliche Frau schnappte entsetzt nach Luft und fing sofort an ihre Predigt zu halten, während Bill mit Arthur zu mir kamen. Ich saß einfach nur in dem Bett und sah die beiden an. „Meredith war gerade bei uns“, begann Bill und setzte sich auf die Kante. Ich schluckte schwer und sah auf meine Hände, die unruhig an der Decke zupften. „Ihr geht es den Umständen entsprechend gut Lexi. Ihr geht es gut hörst du?“ Ich nickte lediglich und dachte nach. Wenn es ihr doch gut ging, wieso war sie dann nicht hier? Molly hatte währenddessen ihre Predigt gehalten und Fred sah Schuldbewusst zu seinen beiden Brüdern. Als sich alle wieder vertragen hatten kam er nun wieder zu mir und setzte sich zurück auf seinen Stuhl. „Wenn es ihr doch gut geht, wieso ist sie dann nicht hier?“, fragte ich leise und sprach somit meine Gedanken aus. Bill seufzte und stand auf. Arthur seufzte auch und suchte wohl nach Worten. „Sag es einfach.“ Meine Stimme klang zittrig und Fred drückte meine Hand. „Die Lunge der Kleinen ist noch nicht vollständig... ausgereift. Sie wird künstlich beatmet und sie legt auf der Neo Intensiv. Wo sie die nächsten Wochen auch bleiben wird. Sie ist vier ganze Monate zu früh auf die Welt gekommen, Lexi. Da ist es verständlich das sie noch nicht gänzlich bereit für ein Leben außerhalb von dir ist. Aber macht euch keine Sorgen. Meredith tut ihr bestes und im Moment stellt sie ein Team aus erfahrenen Ärzten zusammen die sich alle um eure Kleine kümmern werden. Sie wird es schaffen, da bin ich mir sicher.“ Arthurs Stimme klang fest und sie überzeugte mich. Er überzeugte mich. Sein unerschütterlicher Optimismus half mir wirklich und dankbar lächelte ich ihn an. Hermine kam zu mir und umarmte mich fest. „Sei mir und Ron bitte nicht böse, okay?“ Ich schüttelte leicht den Kopf und schnaubte leise. „Ich konnte dir noch nie böse sein Mine und das weißt du ganz genau.“ Grinsend sah sie mich an und drückte meine Hände. „Wir haben übrigens eine Entscheidung getroffen. Ron hat endlich eingesehen, dass wir ausziehen müssen. Und ich denke, ich habe das perfekte Heim schon in Sicht.“ „Erzähl mir alles“, bat ich sie und so erzählte sie mir von dem gemütlichen Haus welches sie bei einem Spaziergang gesehen hatte. Sie hörte sich unwahrscheinlich Stolz an und ich konnte sie nur all zu gut verstehen. Es war nicht leicht Ron umzustimmen.

    Drei Woche nach der Entbindung stand ich mit Jogginghose und T-Shirt bekleidet an dem Fenster und sah der Sonne zu, wie sie sich langsam dem Horizont nährte. Bis heute hatte ich meine Tochter noch nicht gesehen und ich fragte mich die ganze Zeit ob sie überhaupt noch lebte. Ich spürte das mein Verlobter mich beobachtete und drehte mich dann zu ihm um. Er saß auf einem Schaukelstuhl und hatte seine schöne Stirn gerunzelt. „Heute hätten wir geheiratet“, stellte er leise fest und sah dabei unendlich traurig aus. Ich ging zu ihm und ließ mich auf seinem Schoss nieder, legte meine Arme um seinen Hals und bettete meinen Kopf in seine Halsbeuge. „Wir werden heiraten. Eines Tages werden wir das.“ Er seufzte leise und legte seine Arme enger um mich und fing an, langsam vor und zurück zu schaukeln. Ich wurde davon schläfrig, aber das war mir nur recht. Wenn ich schlief war ich in meiner eigenen Welt. Ich wusste immer, dass ich träumte, aber diese Träume waren einfach wunderschön. Dort waren alle glücklich.
    Gerade als ich meine Augen zufallen lassen wollte, klopfte es an der Tür und Meredith kam herein. Sie lächelte strahlend und deutete dann Richtung Flur. „Euch möchte jemand ganz dringend sehen“, sagte sie und sofort war ich aufgesprungen. Fred nahm meine Hand in seine und zusammen folgten wir der Heilerin die vor uns zu der Station lief. Dort warteten bereits die Familie Weasley und meine Eltern. So langsam fragte ich mich ja ob sie alle nichts zu tun hatten, aber es beruhigte mich seltsamerweise das sie alle da waren. „Ihr müsstet die hier anziehen“, hörte ich Meredith sagen und nahm dieses rosa Stoff Etwas entgegen. Fred band es mir am Rücken zu und ließ seine Hände auf meinen Schultern liegen. „Ihr dürft euch nicht erschrecken. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut, aber sie ist noch nicht über den Berg. Ihre Organe sind noch nicht voll ausgereift, ihre Lunge ist noch nicht richtig funktionsfähig, deshalb haben wir sie intubiert. Das bedeutet das eine Maschine ihr das atmen abnimmt. Sie ist klein, aber nicht besorgniserregend klein.“ Nach all diesen Informationen musste ich erst einmal tief durch atmen. Mein kleines Mädchen...
    Langsam gingen wir durch die Tür und schon waren wir von Frühchen umgeben. Die blonde Frau führte uns zu einem der Inkubatoren und dort lag sie. Meine kleine Tochter. Mir stiegen Tränen in die Augen und ich musste ein Schluchzen unterdrücken. Ich wusste das uns alle durch die Glasscheibe beobachteten, aber das war mir in diesem Moment egal. Meine kleine Tochter. Sie war so klein... Langsam und äußerst vorsichtig ging ich zu dem Kasten hin, darauf bedacht mich nicht zu schnell zu bewegen, keinen falschen Schritt zu machen. Im Nachhinein kam mir das ziemlich blöd vor, aber ich wusste einfach nicht was ich machen durfte und was nicht. Eine Ärztin saß an einem kleinen Tisch der direkt an dem Inkubator stand und lächelte uns leicht zu. „Sie können sie anfassen. Davon geht sie nicht kaputt“, meinte sie und ging zu Meredith. Ich durfte sie anfassen? Vorsichtig griff ich durch die runden Löcher und traute mich gar nicht ihre kleine Hand zu berühren. Daraufhin drückte Fred mir beruhigend die Schultern und ich fand den Mut mit dem Zeigefinger über ihre Hand zu streichen. Die Haut war seidig weich, warm und ich spürte einfach, dass sie mein Kind war. Mein Kind ohne Namen. „Sie ist wunderschön“, sagte Fred leise und ich hörte die unterdrückten Tränen in seiner Stimme. Ich konnte meine Tränen jetzt nicht mehr zurück halten. Ein Schlauch steckte in ihrem Mund, sie war an Geräte angeschlossen die ich noch nie gesehen habe... Das war einfach zu viel. Ich zog meine Hand zurück und fing hemmungslos an zu schluchzen. Fred drehte mich sofort zu sich herum und umarmte mich fest, während er leise etwas sagte. Immer und immer wieder. Doch ich verstand es nicht. Ich wollte gar nicht wissen was die anderen jetzt von uns dachten, vermutlich das ich eine elendige Heulsuse war. Nach einiger Zeit hörten die Tränen auf über meine Wangen zu laufen und ich sah zu Fred hoch. „Sofia“, sagte ich leise und er sah mich zu erst ungläubig, dann überrascht an. Schlussendlich fing er an zu Lächeln und nickte leicht. „Sofia.“ Unsere Tochter hatte einen Namen. Jemand räusperte sich neben uns und wir beide drehten unseren Kopf gleichzeitig herum. Meredith deutete auf unsere Tochter und lächelte leicht. „Für ein paar Minuten können wir sie dort raus holen. Aber wir müssen sie an den Geräten lassen.“ Mehr brauchte sie nicht sagen. Ich wollte meine Tochter auf dem Arm halten, ich wollte ihre wärme an mir spüren. Dann würde es mir sicherlich besser gehen. Vorsichtig hob die blonde Ärztin das kleine Kind aus dem Kasten und legte sie mir in die Arme. Beinahe sofort begann ich wieder zu weinen und spürte Freds Arm um meine Hüften und dann sah ich wie er mit einem Finger über die kleine Wange strich. „Sie ist wunderschön“, sagte er wieder und ich nickte unter Tränen.

    Snapes Sicht:

    Wir alle sahen durch die Glasscheibe was dort drinnen geschah. Ich sah meine Enkeltochter, ich sah meine Tochter und ich sah meinen baldigen Schwiegersohn. Jenna hielt meine Hand und strich mir immer wieder über den Rücken, denn sie wusste das ich es nicht mochte wenn meine Tochter weinte. Und das waren gerade keine Freudentränen, dafür sah sie einfach zu niedergeschlagen aus. Ich wusste, dass sie sich Vorwürfe machte, aber ich wusste auch das Fred alles tat um das zu verhindern. Er liebte sie wirklich sehr... Und es musste erst etwas so dramatisches passieren damit ich es begriff. „Denkt ihr die Kleine wird das überleben?“, fragte Charlie Weasley leise und sprach somit die Befürchtung aller aus. „Wir können es hoffen. Wenn sie es aber nicht überlebt... Die beiden werden in ein schwarzes Loch fallen. Seht ihr nicht wie sehr sie die Kleine schon lieben?“, sagte daraufhin Bill und Fleur nickte zustimmend. Ja, man konnte es sehen. Auch wenn meine Tochter niedergeschlagen war, konnte man dennoch sehen wie sehr sie ihr Kind liebte. „Wir sind Großeltern“, stellte ich fest und sah Molly und Arthur an. Sie lächelten leicht und ich wandte mich wieder in Richtung der Glasscheibe, hinter der sich jetzt etwas Furchtbares abspielte. Geräte fingen wie wild an zu piepsen, die Kleine wurde zurück in den Kasten gelegt und weggeschoben. Ärzte liefen an uns vorbei und riefen sich immer wieder etwas zu. Doch ich sah nur meine Tochter. Sie war in den letzten Tagen blass gewesen, jetzt sah sie aus als wäre alles Blut aus ihrem Gesicht gewichen. Fred umklammerte ihre Hüften und sah verdammt besorgt aus. Langsam führte er sie aus dem Zimmer, zog ihr auf dem Flur den Stoff Kittel aus und umarmte sie fest. „Das wird schon... Alles wird wieder gut... Alles wird gut... Ihr wird nichts passieren. Bald geht es Sofia besser, und dann kann sie mit uns nach Hause gehen... Sie kann in ihrem kleinen Bettchen schlafen, sie kann mit dem schneeweißen Hasen von meiner Mum kuscheln und sie wird uns jede Nacht auf Trab halten weil sie nicht schlafen kann und weil sie immer zu Hunger hat...“, redete er leise auf sie ein, doch Lexi weinte nur noch mehr. Ich hatte keine Ahnung wie sie sich jetzt fühlen musste. Zuerst die Strapazen der Frühgeburt, dann die ständige Angst um das kleine Kind und jetzt noch das. Für ihr Alter hatte sie schon zu viele schreckliche Sachen erlebt. Sie war zu früh erwachsen geworden. Fred sah uns über ihren Kopf hinweg an und jetzt sahen wir die Sorgen, die er vor Lexi versteckte. Aber als seine Verlobte anfing zu zittern sah er sie wieder an und hob sie dann entschlossen auf seine Arme. Sie klammerte sich an ihm fest, sie schluchzte laut und man konnte sehen, dass sie am Ende ihrer Kräfte war. Fred trug sie in ihr Zimmer und wir blieben alle wie erstarrt stehen. „Jetzt können wir nur noch beten“, murmelte George und folgte den beiden.

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    Lexis Sicht: Knapp zwei Monate später: Ich hatte heute Geburtstag. Aber es interessierte mich nicht. In letzter Zeit interessierte mich herzlich weni
    Lexis Sicht:


    Knapp zwei Monate später:
    Ich hatte heute Geburtstag. Aber es interessierte mich nicht. In letzter Zeit interessierte mich herzlich wenig. Ständig kreisten meine Gedanken um meine Tochter und um Fred und um unsere Hochzeit. Wie gerne ich ihn einfach heiraten würden... Doch ich fand, dass es nicht angebracht war in so einer Situation zu heiraten. Ich saß auf dem Sofa in unserem Wohnzimmer und strich mir meine schwarzen Locken zurück. Ich hatte sie mir schneiden lassen, sie gingen mir nur noch bis zu meinen Schultern und das war weitaus angenehmer.
    Gerade als ich aufsah kam Fred verschlafen durch die Tür und gähnte laut, während er sich streckte. Seine Muskeln spielten unter seiner Haut und ich sah ihn einfach nur an, ohne etwas zu sagen. „Morgen“, grummelte er und tapste in Richtung Küche. Auf dem Weg dorthin kam er an dem Kalender vorbei, den er erst einmal ignorierte. Doch er lief ein paar Schritte wieder zurück und sah auf das Datum. Dann drehte er sich zu mir um und er schluckte schwer. „Liebling...“ Ich fing an zu weinen und er kam zu mir, setzte sich und zog mich auf seinen Schoß. „Wir werden gleich zu ihr gehen. Bestimmt wird es ihr heute besser gehen.“ Ich nickte leicht und wischte mir über meine Augen, während er mir zärtlich die Tränen von meinen Wangen küsste. Vorsichtig stand ich auf und zog mir meine Schuhe im Flur an. Dasselbe tat auch Fred, nachdem er sich etwas anderes angezogen hatte und dann apparierten wir ins St. Mungo. Dort angekommen wandten wir uns nach links und liefen zur Neo Intensiv. Mein Verlobter ging um die Stoff Kittel zu holen und ich sah durch die Glasscheibe. Aber was ich dort sah ließ mich stutzen. An dem Platz an dem unsere Tochter normalerweise war, war niemand. „Fred!“, rief ich panisch und er kam sofort zu mir. „Was ist lo...“, fing er an als auch er den leeren Platz sah. „Hier seit ihr!“, rief da jemand und wir drehten uns um. Meredith kam strahlend auf uns zu gelaufen und zog uns dann in eine andere Richtung. „Wo ist Sofia?“ Freds Stimme klang hart und fest, und ich konnte den Beschützerinstinkt heraus hören. Die Ärztin sagte nichts sondern Lächelte nur weiter, bis wir auf der normalen Kinderstation ankamen. „So. Auch hier müsst ihr die Kittel anziehen.“ Irritiert sahen wir sie an, doch sie öffnete nur die Tür und bedeutete uns dass wir ihr folgen sollten. Sie führte uns zu einem kleinen Bett in dem ein kleines Mädchen lag. „Dann lasse ich euch mal mit eurer Tochter alleine. Ihr könnte sie hoch nehmen. Sie ist an keine Geräte mehr geschlossen.“ Mit diesen Worten ging sie zu einer Kollegin und ich hatte nur noch Augen für Sofia. Jetzt konnte man sehen, dass sie schwarze Haare bekam, was mich lächeln ließ. Wir hatten sie im letzten Monat nicht mehr besuchen dürfen, weil ihr Immunsystem einfach zu schwach war. Aber jetzt lag ein gesundes und wunderschönes Baby vor uns. Sie war noch klein, kleiner als die anderen Kinder hier, aber ich liebte sie dennoch abgöttisch. „Sieh sie dir an...“, sagte ich leise und hörte selbst wie ungläubig ich klang. „Ich habe dir ja gesagt das sie es schafft.“ Leicht fing ich an zu lächeln und sah zu ihm hoch. Er erwiderte meinen Blick und beugte sich langsam zu mir herunter, und küsste mich zärtlich. Nach einigen Augenblicken wurden wir durch ein Geräusch neben uns gestört. Vorsichtig wandte ich meinen Kopf in die Richtung des Geräusches und schnappt nach Luft. Sofia war aufgewacht, sie blinzelte und streckte ihre kleinen Händchen in die Luft. Ihre Beine folgten nur kurze Zeit später. Sie machte diese Geräusche die nur ein kleines Baby machen konnte und ich war sofort hin und weg. Als sie ihre Augen blinzelnd öffnete und uns direkt ansah schnappte nun Fred nach Luft. Zu recht. Unsere Kleine hatte seine Augen. Und darüber war ich mehr als froh. „Sie hat meine Augen“, sagte er leise und trat nun näher an unsere Tochter heran. Ich tat es ihm gleich und nahm meine Tochter nun vorsichtig auf den Arm. Noch immer hatte ich Angst das ich ihr weh tat wenn ich sie anfasste. Fred schien es zu wissen, denn er legte mir einen Arm um meine Taille und nickte mir aufmunternd zu was ich aber nur aus dem Augenwinkel sah. Meine volle Aufmerksamkeit hatte das kleine Baby auf meinen Armen. Sie war wunderschön. Und das dachte ich nicht nur weil ich ihre Mutter war. Ihre Mutter... Es war noch immer so... unwirklich. Ich nahm sie richtig auf den Arm, so dass ihr kleines Köpfchen über meinem Herzen lag, so, wie Molly es mir gesagt hatte. Ich liebte sie und ich war so froh dass es ihr besser ging. Ich dankte Gott - oder wer auch immer dort oben war – das er sie noch nicht zu sich genommen hatte. „Ist sie nicht wunderschön?“, fragte ich ihn und ich spürte seine Lippen, wie sie sanft über meine Schläfe strichen. „Das hat sie wohl von ihrer Mutter. Sie wird den Männern später die Köpfe verdrehen, dass macht sie sogar jetzt schon.“ Ein wenig irritiert sah ich auf und bemerkte unsere Familien erst jetzt. Unsere Eltern kamen auf uns zu und mein Vater sah mich fragend an. Ich sah auf das kleine Mädchen auf meinen Armen, die alles und jeden scheinbar neugierig ansah. Langsam und vorsichtig legte ich Sofia in seine Arme und behielt meine Hand bei ihr, da sie meinen Finger fest umklammerte. „Lass sie bloß nicht fallen, Dad...“, meinte ich leise und er nickte lächelnd. „Du siehst aus wie deine Mutter und du wirst wie sie werden. Genauso stur, genauso wunderschön und genauso begabt und temperamentvoll.“ Ich hatte noch nie gehört, dass seine Stimme so sanft war, oder ich hatte es einfach nicht bemerkt. Während das Kind von allen Seiten bestaunt wurde, nahm mich meine Mutter zur Seite und legte ihre Hände auf meine Schultern. „Da du ja jetzt eine Mutter bist muss ich dir etwas sagen. Nämlich, dass du dein Kind immer lieben und beschützen wirst und das kann einem manchmal schon Angst machen. Gerade wenn man in eine Situation kommt in der man es wirklich beschützen muss.“ Meine Augen waren in der zwischen Zeit groß geworden und ich nickte. Ich umarmte sie fest und scheinbar ein wenig überrascht legte sie ihre Arme um mich. „Danke Mum. Das du immer da bist“, murmelte ich an ihrer Schulter und löste mich dann wieder von ihr als ich jemanden lachen hörte. Ich drehte mich um und sah Fred, wie er unsere Tochter auf dem Arm hatte. Diese umklammerte wohl ziemlich fest seinen Finger und das hatte ihn zum lachen gebracht. „Die Jungs später tun mir fast ein wenig leid“, meinte er und jetzt musste auch ich grinsen. Alles war in Ordnung.

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1399138748
Das Kind von Severus Snape Teil 14
Das Kind von Severus Snape Teil 14
Endlich ist der nächste Teil fertig. Leider hat er nur zwei Kapitel und das tut mir leid. Ich hoffe, dass der nächste Teil wieder etwas länger wird
http://www.testedich.de/quiz33/quiz/1399138748/Das-Kind-von-Severus-Snape-Teil-14
http://www.testedich.de/quiz33/picture/pic_1399138748_2.jpg
2014-05-03
402D
Harry Potter

Kommentare (218)

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DracoLoverin ( von: DracoLoveri)
vor 38 Tagen
Sooooooooooooo toooooll
Amanda aus Azkaban ( von: Amanda aus Azkaba)
vor 73 Tagen
Bitte , schreib weiter !!!!!!!!!!
Raven_lie (26265)
vor 92 Tagen
Die Geschichte ist wunderschön und man kann sie immer zu jeder Zeit lesen...mach weiter so...❤️😊😍((enavy))
bunny sonobe (54349)
vor 202 Tagen
Die Geschichte ist super. es wäre toll wenn es ein Flashback von der Begegnung mit voldemort beim trimagischen turnier gäbe.
Hanna (99301)
vor 273 Tagen
Warum geht die Geschichte nicht weiter? Ich finde sie so schön
νερό (17654)
vor 487 Tagen
Ich liebe diese Geschichte!!!!!!!!!!!!!!!!!!❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤
Snape und Fred, zwei meiner Lieblings Charakter! Schreib unbedingt weitere FF's! Du machst das super!
Emsonie (99343)
vor 503 Tagen
Hey @Lexi1995 . Ich würde (mit deiner Erlaubnis) diese FF auf Wattpad veröffentlichen. Ich will aber keine Rechte verletzen. Deswegen frage ich jetzt: Darf ich die Geschichte auf Wattpad veröffentlichen? Diese FF ist mega hammer geil und ich möchte sie einfach noch mehr Menschen zeigen! LG Emsonie
Marie Snape (17928)
vor 549 Tagen
Omg Omg Omg!!!!!😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍Das ist die beste Ff die ich seit langem gelesen habe!😄😄😄😄😄😄😄😄😐Meinen Respekt!Die ist sowas von genial!😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍💖💖💖💖💖💖💖💓💓💓💓💓💓💓💓❤❤❤❤❤💚💚💚💛💛💛💜💜💜💕💕💗💗💞💞💝💝👍👍👍👍👍
Siss(i) (57236)
vor 598 Tagen
Die Ff ist sooooo toll!!!!!!!!!!!!!=)💖
Blackheart (36417)
vor 599 Tagen
Oh mein Gott !!!!!! Das ist die BESTE Ff die ich je gelesen habe❤💗
CedricDiggorys�� (39410)
vor 606 Tagen
Warum hat sie sich von Draco getrennt? Das ist 💗
Emsonie (50246)
vor 608 Tagen
Hey, Lexi1995! Kennst du Wattpad? Ich würde mit deiner Erlaubnis diese Geschichte dort veröffentlichen. Ich schreibe auch dazu dass sie nicht mir gehört. Ich finde diese Geschichte aber einfach nur so toll dass ich finde es sollten mehr Leute sehen dass es diese Geschichte gibt. Ich würde mich freuen wenn du ja sagst. Aber wenn du es nicht willst kann ich es verstehen!
Anja Dragongirl (96325)
vor 627 Tagen
Manno-.-
warum mußte sie draco verlassen wahr doch voll süß zusammen :, (
Mensch nie lässt einer mal die Hauptperson mit dem jungen/Mädchen zusammen das ich mag :'( ↓.↓ ○.○ :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :-( :-( :-( :-( :'( :'( :'( :'( :'( :O :'( :'( :O :O :-( :O :O
Bella (30257)
vor 628 Tagen
Ich war mal wieder auf der Suche nach einer neuen
FF die ich lesen konnte, als ich diese hier entdeckte.
Allein der Name sprach mich schon total an, und als
Ich schließlich anfing zu lesen, da konnte ich gar nicht
Mehr auf hören(im übrigen hab ich um 10Uhr abends angefangen zu zu lesen, u da es so spannend war bis 3Uhr morgens durchgelesen und am nächsten Tag war Schule) . An jeder spannenden Stelle war ich ganz
Hibbelig, an jeder romantischen ganz entspant und an
Jeder traurigen ganz gerührt.
Die Story ist wirklich packend und total gut umschriebenen!
OHNE JEDEN ZWEIFEL ODER UNTERTREIBUNG DIE
BESTE FF DIE ICH JE GELESEN HAB!!!!!!☺☺
Beccor (24828)
vor 631 Tagen
Soo coool. Meine Lieblings FF
Shia (26751)
vor 673 Tagen
@Emsonie
Hatte Lexi nicht nichmal Geburtstag oder so und ist jetzt 15? Ich glaub das wurde in einem vorherigen Teil mal kurz erwähnt!
Emsonie (63654)
vor 677 Tagen
Sehr ,sehr ,sehr schöne FF schade nur das sie nicht weiter geht aber das kommt ein bisschen schlecht rüber dass lexi schon das erste mal mit 14 hat ☺
S.S. (77700)
vor 701 Tagen
Eigentlich gut, aber ich finde es sind ein bisschen viele
Rechtschreibfehler und ich finde Lexi ein bisschen
kindisch. Sonst gut 👍
Marie (75471)
vor 726 Tagen
Top FF♥
Aber eine Frage/Anmerkung:
Harry Ron Hermine und Lexi sind in der 1 Klasse. Da dürfen sie doch noch nicht nach Hogsmead oder? Ich dachte erst in der 3 Klasse
MiaMaria (66793)
vor 735 Tagen
Schreib jetzt mal weiter! Ich wart schon eeewig! Denn deine FF ist echt gut!!‼❗❗❕❕