Lily Allenson - Unerreichbar (Kapitel 4)

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1 Kapitel - 1.537 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2014-05-01 - Entwickelt am: - 2.552 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ich weiß nicht, ob es euch allen gefällt, aber ich hoffe sehr darauf und freue mich jederzeit über ein Feedback. Kritik vertrage ich ebenfalls sehr gut, vorausgesetzt, sie ist auch begründet.

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    Als Percy und ich mal wieder in der Mensa saßen, erklärte mir Percy die Sitzordnung und das diese abhängig von den Hütten war. Ich setzte mich immer ganz automatisch neben Percy, sodass mir ganz entgangen war, dass das Ganze ein System hatte. Auch Percy war ganz zerstreut und hatte wohl vergessen, es mir zu erklären. Als er Annabeth zuwinkte, wusste ich auch den Grund. Ich räusperte mich vernehmlich und er fuhr erschrocken fort
    »Und da sitzt die Athene- Hütte.«
    Alle Hütten saßen fröhlich an ihren Tischen, unterhielt sich und lachte. Oder schleuderte wie im Fall der Stoll-Brüder aus der Hermes- Hütte Essensreste mit kleinen Gabelkatapulten auf andere Campbewohner.
    Nur ein Tisch wirkte nicht so recht glücklich. Sie hatten alle die Köpfe gesenkt und rührten trübselig in ihren Essen herum. Einer verschüttete fast seine ganze Portion als er sich zu den Tisch setzen wollte und bemerkte es nicht mal.
    »Welche Hütte ist das?«
    »Das ist die... Ohh.«
    »Was? Was ist los?«
    »Das ist die Nike- Hütte. Sie haben eine ziemliche Pechsträhne. Egal bei welchen Wettbewerben sie auch teilnehmen, sie verlieren immer.«
    »Sind das so schlechte Verlierer?«
    »Ja, natürlich. Ihre Mutter ist die Siegesgöttin, das ist alles was sie haben. Sie sind sehr ehrgeizig. Viele sagen, das ist ein Fluch den sie auf sich geladen haben.«
    »Und was denkst du?«
    »Das es Karma ist. Sie waren vorher immer arrogant, wenn sie gewonnen haben.«
    Ich boxte ihn an die Schulter. »Sei nicht so gemein, Percy!«
    Aber er grinste nur.
    »Da fällt mir noch ein: Wollte wir nicht noch den Schwertkampf zu zweit üben?
    Treffen wir uns heute Abend am Wald? Die anderen Camper gehen nicht so gern die Nähe das Waldes und da hast du dann deine Ruhe.«
    »Und ich nehme an, die Camper haben auch einen Grund, warum sie den Wald lieber meiden?«
    »Nichts, womit dein großer Bruder nicht fertig wird.«

    Als es begann zu dämmern, holte ich noch schnell mein Schwert und machte mich auf Richtung Westen, bis ich zum Wald kam. Er wirkte dunkel und undurchdringlich. Jaulende Geräusche erklangen daraus und jagten mir einen Schauer über den Rücken. Percy wartete schon auf mich. Er begrüßte mich mit einen
    »Wir brauchen erstmal keine Schwerter. Ich will sehen, wie viel physische Stärke du in dir hast bevor wir beginnen.« Er zog mit den Fuß einen Kreis in den Staub.
    »Wer als Erstes den Anderen herausbefördert gewinnt.«
    Er stellte sich mir breitbeinig gegenüber und ich dachte "Mich sieht doch keiner!". Ich setzte alles auf eine Karte und sprang einfach auf Percy Rücken und versuchte ihn nach unten zu drücken. Überrascht über meine Wildheit strauchelte Percy und verlor das Gleichgewicht.
    »Bei den Göttern, bist du sicher das Mädchen, das mir am Eingang begegnet ist?«
    Ich rollte mich von ihm herunter und half ihm auf.
    »In der Regel bin ich zurückhaltender.«

    Alle anderen Versuche von mir, ihn niederzuringen gingen gründlich in die Hose. Er war um ein vieles schneller und stärker als ich und nur durch den Überraschungseffekt erzielte ich manchmal kleine Erfolge. Als Percy endlich verkündete, das wir nun zum Schwertkampf übergehen werden, seufzte ich erleichtert. Meine Knochen und Muskeln verkrampften sich bei der Erinnerung an Percys wilden Kampfstil, aber mir war alles lieber als der Ringkampf. Ich ging die ganze Zeit in die Defensive und blockte und parierte, bis ich vollkommen schweißgebadet war. Plötzlich änderte ich meine Technik und überraschte Percy, es gelang mir sogar Percy Hand zu treffen. Fluchend ließ er sein Schwert los, in seinen Handrücken war ein tiefe Schnittwunde. Ich wurde blass.
    »Tut... Tut mir Leid. Ich wollte dich nicht ernsthaft verletzen!« Er zog eine schmerzverzerrte Grimasse.
    »Nein, das war brillant.« Er versuchte ein aufmunterndes Gesicht zu machen, was ihm aber nicht wirklich gelang.
    Schließlich machten wir uns auf, zum Bach zu gehen. Er hielt seine Hand ins Wasser und es sickerte den Arm hinauf und wusch die Wunden weg, bis nur noch eine kleine Narbe zu sehen war.
    »Kleines Geschenk von Dad.«
    Den ganzen Rückweg schwiegen wir. Percy, weil er nicht wusste was er sagen sollte und ich, weil ich ich schuldbewusst und beschämt war. Percy beschloss dann, Annabeth noch einmal zu besuchen, also ging ich zum Strand um noch einmal ein wenig Ruhe zu bekommen. Am Meer machte ich ein paar Versuche, ob mir das Wasser auch so gehorchte wie Percy, aber ich brachte nur ein paar kleine Fontänen zustande. Schließlich schwamm ich ein paar Runden, aber als ich aus dem Wasser kam, war ich vollkommen trocken. Ich wunderte, das mir das nicht schon früher aufgefallen war. Dann wartete ich auf den Sonnenuntergang, die ersten Sterne waren schon zu sehen. Der Himmel war noch nicht vollends schwarz; er war noch ein wenig beleuchtet, dunkelblau. "Noch eine Abstufung dunkler und er ist schwarz." dachte ich. Ich beobachtete einige Sternbilder, aber ehrlich gesagt kannte ich mich damit überhaupt nicht aus. Ich legte meine Hände in den Nacken und eine melancholische Ruhe ergriff mich.
    »Schön, was?« ertönte eine tiefe, ruhige Stimme. Eigentlich müsste ich mich erschrecken, aber sie gehörte irgendwie zum Meeresrauschen, als wäre es die Stimme von Mutter Natur.
    »Welches ist dein Lieblingssternbild?« fragte die Stimme und ein Junge meines Alters trat in mein Blickfeld. Er hatte lockige Haare in der Farbe von Schokolade und Augen, dunkelblau wie der Himmel. Er trug einen Kapuzenpulli und eine Jeans. Ich fand das die Stimme nicht zu einen Jungen meines Alters passte.
    Auf seine Frage hin, lachte ich. »Das einzige Sternbild, das ich kenne ist der große Wagen.«
    »Tut mir Leid, das habe ich wohl vergessen.«
    »Vergessen? Woher weißt du...«
    »Ich sollte mich wohl vorstellen: Ich bin Hermes, Gott der Reisenden, der Kaufleute, der Diebe und auch ein kluger Erfinder. Aber wahrscheinlich besser bekannt, als Götterbote.«
    »Bist du rein zufällig auch der Gott des viel zu viel Erzählens?« Ich wusste natürlich, das das respektlos war, aber er schien auch nicht sonderlich verärgert.
    Er schien ehrlich zu überlegen.
    »Naja, Beredsamkeit ist drin in der Götterkiste, aber ich merke mir das nicht immer alles.«
    »Das du ein Gott bist habe ich sehr wohl gespürt. Du strahlst eine Ruhe aus wie der Ozean selbst.«
    Ich erschrak über meine eigenen Worte, da sie ziemlich schleimerisch wirkten, aber sie entsprachen dennoch der Wahrheit.
    »Eigentlich bin ich ja eher für meine Ruhelosigkeit bekannt, aber in so einer schönen Nacht kann man sich ja nur entspannen.« Er sah mir tief in die Augen und ich dachte unwillkürlich an all die Hermes- Kinder und das er ein ziemlich Frauenheld sein muss.
    »Und mit dem Meer wurde ich ebenfalls noch nie verglichen. Das würde eher auf deinen Dad zutreffen. Ihm bist du übrigens überhaupt nicht ähnlich. Er ist eher ein Mann der Tat und nicht besonders diplomatisch.« Die Wellen bäumten sich wütend auf und schlugen bis an den Strand, wo sie Hermes von Kopf bis Fuß durchnässten.
    »Sag nicht, das du nicht auch über mich lästern würdest, Poseidon!« rief er wütend gen Meer.
    Ich dachte noch eine Weile, darüber nach, was Hermes zu mir gesagt hatte und sagte:
    »Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Kompliment oder eine Beleidigung sein soll.«
    »Es ist eine Tatsache, auch wenn es Götter wie Ares als eine Beleidigung auffassen würden.«
    Und bevor ich sie aufhalten konnte purzelten mir die Worte »Und wie siehst du das?« aus dem Mund.
    Er grinste charmant. »Ich schätze kluge Mädchen.«
    Plötzlich begann ein Telefon zu klingeln. Er zog es aus seiner Tasche und ignorierte die blaue und die rote Schlange, die sich darum wanden. Die rote Schlange verkündete zu meiner Überraschung
    »Herr Hermes, Hades ist am Apparat und er klingt ziemlich aufgebracht.«
    Hermes sah eher genervt als beunruhigt aus.
    »Was will er?«
    »Er sagt er will wieder eine entflohene Seele zugeschickt bekommen.«
    »Im Paket?«
    »Natürlich.«
    Hermes seufzte. »Immer diese ganze Hetze. «
    »Tut mir Leid, dich jetzt verlassen zu müssen, Lily Allenson. Das Gespräch war sehr... interessant.«

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