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Cursed – Sirenen küsst Man(n) nicht – Lieben auf eigene Gefahr (Teil 2)

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4 Kapitel - 5.285 Wörter - Erstellt von: Hino Kuraiko - Aktualisiert am: 2014-05-01 - Entwickelt am: - 1.809 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Im Letzten Teil habe ich euch einen kleinen Einblick gegeben, wie Rei (nun Nagisa) ihre Zeit in Konohagakure verbracht hat und wie der schlimmste Tag in ihrem Leben ausgesehen hat. In diesem Teil - der etwas kurz ausfällt, weil ich an sechs Projekten gleichzeitig arbeite und niemanden zu lange warten lassen will ;D - steht Humor wohl eher im Vordergrund, bei Nagisas und Lynas Reise zum geheimnisvollen Spiegelorakel. Ob Nagisa ihre zusätzlichen Begleiter wohl bald buchstäblich in die Hölle schicken wird? Und wie ist die erste Begegnung mit Vexatos von statten gegangen? Finde es heraus!

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Vor Schreck bringst du keinen weiteren Ton heraus, als du eine gefühlte Unendlichkeit einfach nach unten fällst. Irgendwann meinst du den Schein ein
Vor Schreck bringst du keinen weiteren Ton heraus, als du eine gefühlte Unendlichkeit einfach nach unten fällst. Irgendwann meinst du den Schein einer Flamme unter dir erkennen zu können, welche näher und näher kommt, bis du schließlich japsend mit allen Vieren auf einem betonierten Untergrund landest. Mit fast schon beeindruckender Schnelligkeit rappelst du dich wieder auf, taumelst unkontrolliert auf der riesigen quadratischen Fläche herum, die von einer dunklen, endlosen Weite umgeben ist.
„Scheiße.“, kommentierst du, als du dich das zehnte Mal im Kreis gedreht hast und erschrickst im nächsten Augenblick derartig heftig, dass du zu Boden fällst. Der Grund hierfür ist der nun gut fünf Quadratmeter, direkt vor dir aufragende, prunkvoll golden verzierte Thron, auf welchem dich eine Gestalt mit weißen Augen mustert. Du kannst nicht anders als die mannähnliche Kreatur mit offenem Mund anzustarren, welche eine Größe von gut vier Metern zu erreichen scheint. Seine Erscheinung ist allen voran beeindruckend. Du bist dir ziemlich sicher, dass die Gestalt, welche von Breite und Muskelkraft augenscheinlich eben so viel zu bieten hat, wie an dieser stattlichen Größe, männlicher Natur sein muss.
„Rei Kisho.“, grollt es hallend durch den unendlichen Raum. Eine tiefe, erhabene, aber dennoch bestimmend maskuline Stimme, die dir binnen Sekunden die Gänsehaut über den Körper jagt. Was sollte dich wohl am meisten beunruhigen? Seine linke, klauenartige Hand, die das Ende, eines von Narben gezeichneten, schwarzen Armes darstellt, welcher wiederum in einen golden bepanzerten Schultergürtel übergeht? Sollte dir die ansonsten eher königlich wirkende Robe, die dennoch die großen Muskelpartien um Bein und Becken nicht zu verstecken mag, wohlmöglich zu denken geben? Oder vielleicht doch eher der dunkle Schakalskopf, der anstatt eines normalen menschlichen Hauptes auf diesem mächtigen Körper sitzt? …Vielleicht ja auch einfach alles zusammen, gepaart mit der Tatsache, dass die Kreatur auch noch deinen Namen kennt.
Du starrst ihn, oder es mit offenem Mund sprachlos an, bis dieser einen genervten Seufzer ausstößt. Mit einer fast schon gelangweilten Handbewegung, löst er einen Windschnitt aus, der deinen Kiefer klappend nach oben schlagen lässt. Perplex entkommst du deiner Starre und versuchst die Situation zu erfassen.
„Das ist ein Genjutsu.“, meinst du automatisch. Das muss es einfach sein. Entweder das, oder dein Blutverlust verursacht halluziniere Fantasien.
Ein Schnauben schlägt dir entgegen. „Nein, aber in den nächsten Minuten wirst du dir das mit Sicherheit wünschen.“, erwidert man dir kalt. „Du hast meinen Tempel zerstört, mit deinem sirenenartigen Geheule. Dank dir wurde eine Jahrtausend alte Tradition gebrochen und meinen Dämonen der Weg in die Menschenwelt versperrt. Allein dafür sollte ich dich im Fegefeuer schmoren lassen.“
Wärst du nicht derartig verblüfft und verwirrt, würdest du wohl kommentieren, dass du selbst in einer deiner Einbildungen für unrechtes Verhalten bekrittelt wirst. Doch dazu scheinst du gerade nicht fähig. Da du ihn immer noch dämlich anstarrst, verschränkt er knurrend die Arme vor der gigantischen Brust. „Menschen.“, grollt er und spuckt dir das Wort fast vor die Füße.
„Willst du nicht langsam beginnen, dich zu verteidigen, oder ist dir deine Seele nichts wert?“
Abermals blinzest du stumm, bis du schließlich einsiehst, dass dir das nicht weiterhelfen würde aus diesem offensichtlichen Alptraum zu erwachen. „Wer sind sie?“
Diesmal ist es an ihm zu blinzeln, was ein wechselndes Spiel von weißem Auge und pechschwarzem Lid darstellt und dem Zucken eines Schmetterlings gleich kommt. „Mein Name ist Vexatos, König der geistigen Welt, Richter über verlorene Seelen und Herrscher des Zwielichts, samt seiner Dämonenscharen. Du bist hier, damit ich über dich urteilen kann.“
Du lachst trocken. „Okay, also hat sich mein Unterbewusstsein einen Geisterkönig ausgedacht, um zu richten? … Wow, ich dachte, ich wäre kreativer.“ Irgendwann hat dieser kauzige Jiraya dir mal erklärt, dass man bei einer Ohnmacht, oder in Träumen, verschiedenste Dinge zu verarbeiten versucht, aber wenn du dir Vexatos so ansiehst, willst du eigentlich gar nicht richtig wissen, um was es sich dabei handelt.
„Du scheinst den Ernst deiner Lage nicht zu verstehen, Menschenkind. Ich habe dich nicht davon abgehalten zu sterben, damit du mich nun verspotten kannst.“, fährt er dich scharf an.
„Wie bitte?“, hackst du nach. „Was meinen Sie?
„Rei Kisho, du befindest dich in einem Stadium zwischen Leben und Tod. Es gibt momentan nur zwei Möglichkeiten für dich: um die Zerstörung meines Tempels zu sühnen, sollte deine Strafe eigentlich die Ewigkeit in meinem Flammenmeer betragen, aber ich biete dir einen Handel an.“, erklärt der Schakal.
„Strafe? Flammenmeer?“ Im Ernst: bist du nüchtern zu Itachi aufgebrochen?
„Ich könnte jemanden, wie dich gut in meinen Diensten gebrauchen. Mit einigen Veränderungen versteht sich.“
Gut, jetzt wird es dir langsam zu bunt.
„Was soll das Kind?“, verlangt er jetzt schon wütend von dir zu erfahren, als du dich erneut im Kreis herum zu allen Seiten wendest.
„Ich suche die Hintertür.“, erklärst du nervös. „Psychologisch betrachtet, müsste mir mein Unterbewusstsein die Möglichkeit geben zu meinem ‚Inneren Kern‘ zu gelangen, … oder war es anders herum? … Ach, egal, ich kann ohne hin nichts erkennen.“
Vexatos knurrt bedrohlich. Ein Laut, der dich nur von allen Seiten zu umgeben scheint und wie ein elektrischer Schlag in Mark und Bein übergeht.
„DAS…“, schnaubt er nun verächtlich, „… ist die Realität und du würdest gut daran tun, sie ernst zu nehmen!“
Ah, ja, was genau denn? Die wüsste Erklärung über dein gefährdetes Seelenheil, oder sein Beharren darauf, real zu sein? … Das Ganze ist doch einfach lächerlich! … Dennoch kommst du nicht umher zu erkennen, dass dir deine Einbildung ganz schön Angst macht. Vielleicht würdest du ja aufwachen, wenn du einfach mitspielen und gewinnen solltest?
„Welchen Deal?“, fragst du etwas kleinlaut, da du ihm vorhin nur halbherzig zugehört hast.
Fast schon spürbar zufrieden, legt Vexatos die Klaue auf die Lehne seines Throns und beginnt mit der anderen aus dem Handgelenk heraus mehrere Kreise zu ziehen. Neben dir beginnt sich aus der dichten Schwärze nun eine spiegelartige Fläche in deiner Größe zu bilden, die dir das Bild eines jungen Mannes mit lohfarbenem Haar und goldenen Augen präsentiert, dessen Lächeln dir im ersten Moment, gepaart mit den hohen Wangenknochen sowie den an sonst weichen Zügen, erstmal den Atem raubt. Ja, das sieht doch schon eher nach DEINER Fantasie aus.
„Permixtos, Beschwörer des Chaos, Verführer guter Seelen, Schatten hinter dem Wahnsinn.“, betitelt Vexatos den Schönling kalt sowie abwertend. „Ich brauche deine Hilfe, um ihn zu besiegen.“
Du runzelst die Stirn. Hast du dich gerade verhört? Ein klägliches Lachen entweicht deiner Kehle. „Ähm, sie wollen, dass ich ‚das Chaos‘ besiege? Ich glaube sie verwechseln mich mit jemanden, der es mit mehr als einem kläglichen Genin aufnehmen kann.“
Vexatos stößt einen Laut aus, der beinahe nach einem tiefen Seufzer geklungen hat. „Du sollst ihn auch nicht besiegen“, fährt er fort. „1000 Seelen. Bringe mir die Seelen von 1000 Männern, die unter Permixtos Einfluss stehen und ich verschone dich.“
Wieder starrst du ihn fragend an, siehst abwechselnd von dem Bild neben dir zu dem Schakal „Wieso? Ist das ne Art magische Zahl, die ihm seine Kräfte raubt?“
Fast hättest du damit gerechnet, er würde abermals anfangen zu knurren, doch er hält deinem Blick geduldig stand. „Nein, es würde keinen Unterschied machen, was seine Macht betrifft.“
„Und wofür das Ganze dann?“
Kurz antwortet er dir nicht. Warum sollte er denn auch? Immerhin scheint er sich für eine ziemlich große Nummer zu halten, doch dann bricht er das Schweigen. „Damit ich gewinne. Es ist eine Wette, eine Art Spiel, wer von uns beiden zuerst 1000 Seelen des jeweils anderen zusammen hat. Ich jene, besessen vom Dunklen. Er, verlorene Geister, lebend oder tot, die ihren Weg zu mir finden würden.“
Eine Wette? Ernsthaft? „Ihnen ist klar, dass das ziemlich mies von ihnen ist, oder?“, meinst du ohne darüber nachgedacht zu haben. Stirnrunzelnd legt er den Kopf schief, eine stille Frage und konkrete Aufforderung, deine Aussage zu erläutern.
„Diese Seelen unterliegen dann doch eigentlich ihrem Schutz, nicht wahr? Sie durch eine dämliche Wette in Gefahr zu bringen ist ziemlich mies….“
Deine Anschuldigung geht unberührt an ihm vorbei und um ehrlich zu sein: dich interessiert es auch nicht wirklich, ob dieser Phantomkönig seinen Beruf nun ernst nimmt, oder nicht. Was dich jedoch sehr wohl berührt, ist der nun wieder auftauchende Schmerz unter deiner Brust, der dich in deiner Vermutung unterstützt, in Itachis Bann geraten zu sein.
„Wenn ich also zustimmen sollte, ihnen diese Seelen zu beschaffen, überlebe ich dann?“
„Solltest du dich mir anschließen, werde ich dir nicht nur die nötigen Fähigkeiten für unseren Pakt schenken, sondern auch deinen Körper heilen.“, wir dir versichert.
Deine Skepsis ebnet nicht ab. Was auch immer diese Halluzination zu bedeuten hat, der einzige ersichtliche Weg aufzuwachen, scheint jener zu sein, seinen Vorschlag anzunehmen.
„Na dann, …“, keuchst du unter einem neuen Stich leidend, „… wo muss ich unterschreiben?“
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1398100329
Cursed – Sirenen küsst Man(n) nicht – Lieben...
Cursed – Sirenen küsst Man(n) nicht – Lieben...
Im Letzten Teil habe ich euch einen kleinen Einblick gegeben, wie Rei (nun Nagisa) ihre Zeit in Konohagakure verbracht hat und wie der schlimmste Tag in ihrem Leben ausgesehen hat. In diesem Teil - der etwas kurz ausfällt, weil ich an sechs Projekten gl...
http://www.testedich.de/quiz33/quiz/1398100329/Cursed-Sirenen-kuesst-Mann-nicht-Lieben-auf-eigene-Gefahr-Teil-2
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2014-04-21
407D
Naruto

Kommentare (10)

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Hino Kuraiko (13403)
vor 464 Tagen
Diese Geschichte wird nicht zu Ende geschrieben. Ich hatte noch ein paar witzige Stellen geplant und ein Ende, aber ich werde sie nicht vervollständigen. Ich hoffe, jedem, der das hier liest, hat die Story bisher gefallen.

Glg Hino
Hino Kuraiko (53938)
vor 651 Tagen
Bin dabei Swity ^^!
Hab jetzt nur den nächsten Teil von der Legende raus bringen müssen, jetzt mach ich langsam alle fertig

glg Hino
Swity (97456)
vor 677 Tagen
Schreib doch bitte weiter;-)!!!!"
Asuka (55785)
vor 1072 Tagen
Ist tatsächlich mal was Anderes^^
Hino Kuraiko (56317)
vor 1073 Tagen
wow, hatte die Geschichte schon fast vergessen XD
Hino Kuraiko (97565)
vor 1208 Tagen
Danke schön Cheroiu :D! Schreibst du auch?
Cheriou (76555)
vor 1208 Tagen
Eine wirklich tolle Geschichte und dein Schreibstil gefällt mir gut.
Ich würde mich auch sehr freuen wenn du sie weiterschreibst.
Hino Kuraiko (74227)
vor 1215 Tagen
Awww :D danke schön Yuka!!!
¥uka (73493)
vor 1216 Tagen
Wie immer sehr gut geschrieben und einfach nur hinreißend :-) ich bin stolz auf dich und schreib schnell weiter :-D lg, ¥uka
¥uka (68775)
vor 1181 Tagen
Na, Hino? Ich hab ja schon so gut wie alles von dir gelesen :D aber dieser Teil ist mal wieder brillant. :D ich bin stolz auf dich, Süße :D ich freu mich schon voll auf den nächsten Teil