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One Piece - Eine Lovestory 2

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3 Kapitel - 5.175 Wörter - Erstellt von: AnonymeLilien - Aktualisiert am: 2014-05-01 - Entwickelt am: - 3.791 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat >-<
Hatte die Kapitel schon seit einiger Zeit habe sie bloß vergessen reinzustellen haha
Also viel Spaß mit den nächsten Kapiteln

    1
    Wetteinsätze


    Rose
    Mir war kotzübel und ich war stockbesoffen. Ich hätte nicht zustimmen sollen und mich von der guten Laune mitreißen lassen sollen. Ich bin zwar jemand, der wirklich viel verträgt, doch gegen Law vertrug ich nichts. Selbst nach dem 20. Glas, hatte er nicht den Hauch eines Anzeichens, dass er ein wenig betrunken war. Beim 30. Glas gab ich auf und übergab mich in dem bereitgestellten Eimer. Shachi hob triumphierend den Arm seines Kaptein in die Luft und rief, >>Unser Käpt'n hat gewonnen! Lasst die Kohle rüberwachsen!<<
    >>Ihr habt gewettet?<<, fragte Law ungläubig und verschränkte die Arme. >>Gebt mir vierzig Prozent von dem was ihr gewonnen habt.<<
    >>Zwanzig.<<, sagte Penguin und nahm die Scheine der anderen Crewmitglieder entgegen.
    >>Na gut, immerhin was.<<, murrte Law und nahm die Scheine an, die ihm in die Hand gedrückt wurden. Er steckte sie ohne sie weiter anzusehen in die Hosentasche und ich übergab mich wieder lautstark in den Mülleimer.
    >>Law, ich bitte dich, dass du mich demnächst von solchen idiotischen Wettbewerben abhältst.<<, säuselte ich betrunken.
    Er zuckte mit den Schultern und grinste mich wieder mit diesem selbstherrlichen Lächeln an. >>Vielleicht<<
    Ich wollte etwas darauf erwidern, doch ich musste mich wieder übergeben und der Satz war vergessen. Shachi und Penguin verzogen sich und Law beobachtete weiter meine Übergebungsaktionen.
    >>Glotz mich nich' so an.<<, murmelte ich und stellte den Eimer beiseite. Ich stand schwankend von der Bank auf und taumelte erstmal im Kreis herum, bis ich überhaupt den Ausgang fand. Ich schwankte aus dem Ausgang und stieß gegen jede Wand, die ich sah und versuchte mich daran fortzubewegen. Ich ging solange, bis ich mich plötzlich wieder in dem Essensraum befand, der gleich an der Küche angrenzte. Law sah auf und grinste mich schief an. >>Na? Auch wieder da?<<
    Ich seufzte und lehnte mich gegen den Türrahmen an. >>Ich werde niemals mein Zimmer in diesem Zustand finden. Und wenn du mir nicht hilfst, werde ich hier übernachten und alles vollkotzen. Das schwöre ich dir.<<
    Law schmunzelte und stand dann auf. >>In Ordnung<<, seufzte er, packte mich am Handgelenk und zog mir durch die Gänge. Ich wankte ihm hinterher und beobachtete ihn von hinten. Er war groß und schmal gebaut, hatte dennoch einen breiten Rücken. Sein Haar war schwarz und verwuschelt, was mich ein wenig an ein Küken erinnerte, was ich ziemlich süß fand. Ich kicherte und er warf mir über die Schulter einen Blick zu. >>Ist was?<<
    Ich kicherte und sagte, >>Ich finde nur, dass dein Haar so verwuschelt aussieht, was mich an ein Küken erinnert. Das ist ziemlich süß.<<
    Law schüttelte nur den Kopf und murmelte, >>Du bist komisch.<<
    >>Selber komisch!<<, gab ich zurück und stolperte in ihn hinein, als er vor meiner Zimmertür stehen blieb. Ich quetschte mich ungeschickt an ihm vorbei und murmelte, >>Gute Nacht<< und schlüpfte in das leere und kühle Zimmer. Ich wollte mich gerade aufs Bett fallen lassen, als ich plötzlich ein leises Schnarchen hörte und eine Person in meinem Bett erkannte. Ich stöhnte und rieb mir genervt die Stirn. Ich zog ihm das Kissen weg, was er gerade eh nicht benutzte und schlurfte aus dem Zimmer. Wieso musste genau in meinem Bett jemand pennen? Ich sah in jedes Zimmer und suchte nach einer ungebrauchten Decke und als ich endlich jemanden fand, der seine Decke am Ende des Bettes hingestrampelte hatte und sein Kissen vollsabberte, schnappte ich mir diese Decke und legte mich einfach mit im Gang hin und schlief schon schnell ein.

    Jemand stolperte über mich und ich wurde schlagartig durch den Tritt in meinem Bauch wach. Ich richtete mich langsam auf alle viere auf und versuchte meinen abscheulichen Kater und die höllischen Kopfschmerzen zu ignorieren. Bepo stand erschrocken neben mir und entschuldigte sich tausendmal bei mir und ich winkte nur mürrisch ab und drückte ihm die Decke in die Hand. >>Da, die gehört irgendwem.<<
    Er nahm sie und blickte verwirrt darauf. Ich schlurfte mit kleinen und langsamen Schritten davon und kam nach einer gefühlten Ewigkeit endlich in meinem Zimmer an. Die Person, die auch in der Nacht dort gepennt hatte, lag immer noch in meinem Bett und seufzte zufrieden. Ich schlurfte an mein Bett, beugte mich hinunter zu dem Ohr von Shachi und schrie laut und deutlich, >>VERPISS DICH AUS MEINEM BETT!<<
    Er riss erschrocken die Augen auf und sprang panisch aus dem Bett. Ich legte das Kissen sorgfältig hin, faltete die Decke ordentlich zusammen und rieb mir müde über das Gesicht. Shachi sah mich verwirrt an und wollte etwas sagen, doch ich schnauzte ihn nur an, dass er sich verpissen solle. Er nickte, wurde etwas rot und huschte aus dem Zimmer. Ich schleppte mich zu dem kleinen Holzschrank und kramte aus meinen achtlos hineingeschmissenen Klamotten ein schlabberndes schwarzes Shirt und kurze Hellblaue Hotpants, die unten ausgefranst waren. Ich suchte auch noch frische Unterwäsche und ein paar schwarze Sneaker heraus. Ich zog mich an und ignorierte meine Haar, da sie eh nicht mehr zu retten waren und kam wie ein Penner aus meinem Zimmer getrottet. Der Erste, den ich begegnete, war natürlich Law, der mich mit neugierigem Blick beobachtete.
    >>Sag bitte einfach nichts<<, murrte ich und schleppte mich an ihm vorbei. Ich hatte den schlimmsten Kater meines Lebens, mein Kopf explodierte und meine Laune war auch nicht gerade die Beste, also konnte ich diesen arroganten Bastard gerade sehr wenig gebrauchen. Ich steuerte das Esszimmer an, doch als ich nur in die Nähe der Tür kam, war es schon so ohrenbetäubend laut, dass mein Kopf stark protestierte, in dem mir Hämmer gegen die Schädeldecke flogen. Ich drehte mich um und ging einfach aufs Dreck, wo mich schreiende Möwen und das beruhigende Rauschen des Meeres begrüßte. Ich atmete tief die salzige und frische Luft der See ein und fühlte mich schon viel besser. Ich stützte mich am Reling ab und sah auf das weite Blau hinaus. Wahnsinn, es war einfach atemberauben, egal wie oft ich auch auf das Meer blickte.
    >>Rose?<<, fragte mich jemand mit zögerlicher Stimme. Ich drehte mich um und Bepo stand mit rosigen Wangen hinter mir und ich lächelte ihn leicht an. >>Morgen, Bepo. Na, was gibts?<< Er war so verdammt niedlich!
    >>Der Käpt'n will, dass du rein kommst, da wir auf Tauchgang gehen.<<, murmelte er und spielte mit seinen Tatzen.
    >>Schade<<, murmelte ich und wollte gerade noch etwas sagen, als Bepo sich plötzlich entschuldigte und ein betretenes Gesicht machte. Ich lachte leise, da es mich sonst meinen Kopf gekostet hätte und sagte, >>Brauchst dich doch nicht entschuldigen. Es ist doch selbstverständlich, dass ich reingehe. Danke<<
    Ich schlurfte durch die Stahltür, Bepo kam mir nach und schloss sie dann und sie fiel mit einem metallenen Klack! ins Schloss. Sofort ertönte ein viel zu lauter Ton, der das Untertauchen wahrscheinlich ankündigte und schon setzte sich die Blechbüchse in Bewegung. Ich hielt mir den Kopf und ging genervt zurück in mein Zimmer, um mich dort aufs Ohr zu hauen, doch Shachi und Penguin gabelten mich auf und schleppten mich in das Esszimmer.
    >>Jungs wirklich, ich habe keinen Hunger. Ich will einfach nur schlafen!<<, seufzte ich genervt und bekam einen Teller mit gebratenen Eiern und Speck hingepfeffert.
    >>Du fällst noch um, wenn du nichts zu dir nimmst. Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag!<<, tadelte mich Penguin und Shachi nickte zustimmend. >>Außerdem ist das ein Befehl des Käpt'ns.<<
    Ich zog die Augenbraue hoch und sah ihn verwirrt an. >>Von Law?<< Sie nickten beide und ich seufzte, >>Was soll das ist er mein Vater? Nein.<< Dennoch schnappte ich mit den Toast und trank das Orangensaft leer. Kaum hatte ich einen Bissen des Toastes im Mund, verschlang ich das ganze Frühstück. >>Ok. Frühstück ist wirklich wichtig.<<
    Shachi und Penguin sahen sich mit offenen Mund an und ich lachte. >>Was kuckt ihr denn so?<<
    >>Du hast gerade in weniger als einer Minute ein ganzes Frühstück verdrückt!<<, sagte Shachi fassungslos und zeigte vorwurfsvoll auf meinen leeren Teller. Ich rülpste und entschuldigte mich kichernd. >>Tja, ich hatte doch wohl Hunger<<
    >>Gut. Dann würde ich gerne bitte mit dir reden.<<, erklang die desinteressierte und stimmungslose Stimme von Law. Ich drehte mich zu ihm um und sah ihn lässig an dem Türrahmen lehnen. Er hatte mal nicht seine flauschige Mütze an und sein Haar stand etwas wirr ab. Ich grinste ihn an und stand von der Bank auf. Als ich bei ihm war, packte er mich am Oberarm und schleifte mich mit sich. >>He, mal langsam! Ich renn dir schon nicht weg, keine Angst!<<
    Er schnaubte nur und zog mich in ein Zimmer, dass wie ein klassisches Arztzimmer aussah. Ein Schrank mit Medikamenten ein Bett und noch ein Haufen anderer medizinischer Dinge.
    Er zeigte auf das Bett und sagte, >>Setz dich.<<
    Ich setzte mich brav hin und sah zu ihm auf, als er sich mit verschränkten Armen vor mich hinstellte. >>Ich muss eine ärztliche Untersuchung bei dir machen.<<
    Ich zuckte mit den Schulter und nickte. >>Okay.<<
    Er blinzelte und murmelte nur. >>Würdest du bitte dein T-Shirt ausziehen?<<
    Ich verharrte und schüttelte wild den Kopf. >>Das geht nicht.<<
    Er seufzte genervt und hielt sich den Nasenrücken. >>Ich bin kein Perverser.<<
    >>Das ist es nicht<<, murmelte ich leise und krallte mir die Oberarme, als mich die schmerzhafte Erinnerung durchzuckte. Ich ließ nur einen Moment meine Maske fallen und das war mein größter Fehler, den ich je tat. Als ich aufsah, sah Law mich mit geweiteten Augen an und ich verstand sofort, dass er es gesehen hatte: Das traurige und verängstigte kleine Ich, dass ich hinter meiner taffen und fröhlichen Maske versteckt hielt.
    Law schwieg und fragte glücklicherweise nicht nach, doch er packte plötzlich mein Shirt und zog es nach oben. Er begutachtete mich und als er hinten an meinem Rücken kucken wollte, begann ich wie eine Irre zu zappeln, doch er hatte es schon gesehen. Er ließ mein Shirt los und ich riss es wütend nach unten. Ich starrte ihn wahrscheinlich mit hochrotem Kopf an, da ich mich grundlos schämte und abgrundtief wütend war. Ich wollte ihn anschreien, schlagen oder sonst was mit ihm tun, doch das einzige was aus meinem Mund kam war ein Schluchzer.

    2
    Versuchskaninchen


    Kapitel 5

    Law
    Sie schluchzte und schlug sich die Hand vor den Mund. Hätte ich es doch nur dabei belassen. Doch ich hasste es wenn mir jemand was schreckliches verheimlichte und dann ein auf überglücklich tat, was diese Frau schon die ganze Zeit machte. Ich würde ihr jetzt am liebsten ins Gesicht schlagen, doch ich hatte ein wenig Mitleid mit ihr. Aber dennoch verstand ich nicht, was ein auftätowiertes Zeichen der Marine bedeutete oder auch nur die Nummer 097 die unter dem blauen Marinezeichen dick und fett stand.
    >>Würdest du mit bitte erklären was das zu bedeuten hat?<<, fragte ich sie und verschränkte die Arme. Rose schniefte und schüttelte leicht den Kopf. >>Nein. Ich denke, dass dich das überhaupt nichts angeht.<<
    Sie stand auf und ging mit zitternden Händen an mir vorbei. Bevor sie aber den Raum verlassen konnte, packte ich sie am Arm und drückte sie zurück aufs Bett. Ich ging zu der Tür, schloss sie ab und ließ den Schlüssel in meiner Hosentasche verschwinden.
    >>Ich werde dich hier solange nicht rauslassen, bis du mir gesagt hast, was das zu bedeuten hat.<<, sagte ich und setzte mich auf den Stuhl.
    Rose schwieg und starrte nur auf ihre Hände. Sie schien völlig in Gedanken versunken sein, also wartete ich einfach ab und mischte währenddessen einfach ein wenig Medizin.
    >>Vor 15 Jahren, mit 8 Jahren,<<, hörte ich ihre leise Stimme und drehte mich zu ihr um. Ihre Augen waren gläsern und sie starrte immer noch auf ihre Hände. >>wurde ich von der Marine geschnappt. Sie nahmen mich einfach mit sich und stopften mich in ein Labor. Ich war ein Versuchskaninchen. Sie machten Tests an mir und tätowierten irgendwann dieses Zeichen auf meinen Rücken. Ich war geschändet für mein Leben lang. Ich war kein Mensch für sie, sondern ein Tier. Wenn sie mal keine Test an mir durchführten, machten sie sich einen Spaß daraus mich an die Wände zu fesseln und mich als Dartzielscheibe zu benutzen. Sie peitschten mich aus und ließen mich wie einen Sklaven arbeiten. Ich war eine verhasste Rasse, von der sie dachten, sie sei schon längst ausgerottet. Sie hätten mich einfach töten können, was mir wahrscheinlich am liebsten gewesen wäre, doch sie folterten mich und das mit Spaß. Sie testeten neue Waffen an mir. Neue Todesstrafen. Einfach alles Grausame auf dieser Welt.<<
    Ihre Hände zitterten schrecklich und Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie sah mich an und in ihren braunen Augen war ein so unendlicher Schmerz zu sehen, dass es mir fast das Herz zerbrach. Ihr Stimme war so leise, als sie sagte, >>Sie hatten die Menschen gefunden, die mir wichtig waren und töteten sie vor meinen Augen, damit sie die Auswirkungen auf mich sehen konnten.<< Sie atmete stockend ein und schluchzte wieder, als ihr die Erinnerungen wieder hoch kamen.
    Ich schwieg und ließ sie einfach weinen. Es musste grausam gewesen sein. Er verstand sie und wollte ihr nicht unnötig weiter Schmerzen zufügen, doch er war einfach zu neugierig. >>Was für eine Rasse bist du denn?<<
    Sie sah auf und lächelte mich an. >>Wenn ich das nur selbst wüsste.<<
    >>Und was ist so schlimm an deiner Rasse?<<, fragte ich nach und verschränkte die Arme.
    >>Gib mir irgendwas scharfes und ich zeig es dir.<<, sagte sie und streckte mit entschlossenem Blick die Hand aus. Ich gab ihr zögernd ein Skalpell in die Hand und sie nahm es mit einem >>Danke<< an sich.
    Sie atmete kurz aus und legte das Skalpell an ihrer Handfläche an und schnitt sich eine tiefe Wunde. Ich riss etwas die Augen auf, blieb aber sonst ungerührt.
    Sie aber hielt ihre Hand vors Gesicht und ich sah, wie sich die Wunde schloss und nichts als eine kleine Blutspur zurückblieb.
    Ich legte den Kopf schief und fing an zu grübeln.
    >>Das ist echt... interessant.<<
    >>Das fanden die Marinetypen, auch.<<, murmelte sie und legte das Skalpell zur Seite.
    >>Gut, nachdem ich jetzt weiß, was die Marine so an dir fand, würde ich jetzt gerne wissen, wie du dort raus konntest.<<
    Sie sah mich an und ein freches Grinsen schlich sich auf ihre Lippen. >>Irgendwann bin ich so ausgerastet, dass ich alles zu Kleinholz geschlagen habe. Ich benutzte unbewusst mein Haki und schaffte es fast alle Soldaten bewusstlos zu kriegen. Ich schaffte es zu flüchten ohne viel Blutvergießen. Ich schnappte mir ein Schiff und fuhr weg. Später strandete ich auf den Sabaody Archipel, wo ich Freunde fand, die mir halfen und mich trainierten. Ich bin ihnen wirklich dankbar. Durch sie, bin ich heute der Mensch, der ich bin.<<
    >>Eine Person, die sich nur hinter eine fröhlichen Maske versteckt?<<, fragte ich nach und sah, wie sie mir einen bissigen Blick zuwarf.
    >>Du bist ja wohlbehütet aufgewachsen und dachtest dir irgendwann ja, ich werde Pirat. Du hast nie so eine Scheiße erlebt wie ich und ich bin auch froh darüber, denn ich wünsche nicht einmal meinem schlimmsten Feind diese Vergangenheit.<<, brauste sie auf und sprang von Bett. Ich sah zu ihr auf und beobachtete wie sie wütend auf mich einschrie. Ich ließ sie gewähren. Sie heulte und war wütend zugleich. Sie hatte einen richtigen Ausraster, was mich schmunzeln ließ.
    Irgendwann, nachdem sie sich wieder allmählich beruhigt hatte stand ich auf und stellte mich mit verschränkten Armen vor sie hin. >>Besser?<<
    >>Besser.<<, murmelte sie und seufzte. Sie wischte sich die nassen Wangen ab und ihr Lächeln kehrte wieder zurück. Glücklicherweise.
    >>Kann ich dann mit der Untersuchung anfangen, Versuchskaninchen?<<, fragte ich sie und sie schlug mir auf den Kopf und das nicht schwach.
    >>Nenn mich niemals wieder so.<<, sagte sie völlig ernst und drohte mir wieder mit der Faust.
    Ich hob abwehrend die Hände und murmelte nur, >>Okay, okay. Setzt dich wieder hin.<<
    Sie setzte sich brav hin und ließ die Untersuchung stillschweigend über sich ergehen.
    Sie reagiert sehr empfindlich auf ihre Vergangenheit, das sollte ich mir merken. Ich sollte nicht darauf herumreiten und es einfach vergessen. Ich muss meiner sadistischen Art widerstehen und sie nicht weiter in den Abgrund treiben. Immerhin will ich kein depressives Crewmitglied haben, das Mordgedanken hat.

    3
    Ein Entschluss...


    Kapitel 6
    Rose
    Zwei endlose Tage, die sich wie Jahre anfühlten, waren nun seit dem Vorfall vergangen. Was heißt hier Vorfall? Eher Offenbarung oder nein, mehr oder weniger mein Gefühlschaos. Jedenfalls bin ich Law die letzten Tage einfach nur ausgewichen und falls es zum Gespräch kam, war ich ihm gegenüber kühl und distanziert. Es war einfach schon zu viel für mich, dass er über mich und meine Vergangenheit bescheid wusste. Ich fühlte mich schutzlos. Schwach. Angreifbar. Er hatte mich heulen sehen, er hat mir hinter meine Mauern der Fröhlichkeit geblickt. Er wusste zu viel von mir. Eindeutig.
    Gedankenversunken schlenderte ich die Gänge des langsam öden U-Bootes entlang und bekam gar nicht mit, dass Shachi plötzlich neben mir stand.
    >>Morgen<<, sagte er und schreckte mich damit aus meiner Trance. Ich atmete schwer aus und murmelte, >>Morgen, Shachi.<<
    Er grinste mich frech an und verschränkte gelassen die Arme hinter dem Kopf und folgte mir.
    >>Wie gefällt es dir denn hier, bis jetzt?<<, fragte er dann und sah mich neugierig an. Ich lachte und tippte mir ans Kinn. >>Hmmm. Also bis auf euren Kapitän, seid ihr alle ganz in Ordnung und es ist wirklich ein interessantes Schiff, dass ihr da habt. Aber...<<
    Shachi sah mich etwas mulmig zumute an und fragte, >>Aber?<<
    >>Aber, ich habe bis jetzt nur mein Zimmer, das Deck, die Kombüse und Law's komisches Arztzimmer gesehen. Zudem kenne ich nicht einmal die ganze Crew!<<, beschwerte ich mich mit einem Schmollmund bei ihm und er begann zu Lachen.
    >>Dann wird es aber Zeit!<<, sagte er und schob mich voran. >>Zuerst besuchen wir Barry unseren Koch, den du ja nur ganz kurz kennengelernt hast und Roel den Küchenchef. Aber eigentlich habe ich nur Hunger, deswegen fangen wir da an.<< Er grinste mich schief an und ich musste wieder lachen.
    Ich dachte daran, wie ich den armen Koch einfach ausgeknocked hatte und fühlte mich deswegen ein wenig schlecht. Ich denke, ich sollte mich bei ihm entschuldigen.
    Wir kamen in die Kombüse, wo Penguin gerade etwas aß und mit Jean Bart redete. Bepo schnarchte laut in der Ecke, wo er auf einer Bank lag und Law lehnte sich an ihn und hatte seine Hände hinter dem Kopf verschränkt. Sein Mütze verdeckte seine Augen und ich konnte nicht erkennen, ob er schlief oder nur so tat, damit er seine Ruhe hatte. Ich schnaubte nur und wandte meinen Blick von ihm ab. Shachi trat die Tür zur Küche ein und wurde sogleich fast von einem Messer aufgespießt, wenn er nicht volle Deckung zu Boden gehechtet wäre.
    >>Was platzt du hier so plötzlich rein!<<, rief ein Mann mittleren Alters mit schulterlangen blonden Haaren, aufgebracht und verschränkte mit genervten Blick die Arme. Shachi rappelte sich auf und fuchtelte wütend mit den Armen und schrie den Mann an, der ihn wiederrum anschrie und Shachi immer kleiner wurde, bis er endgültig den Mund hielt und der Mann sich schnaubend wieder an die Arbeit machte.
    >>Ehm, bevor hier noch einmal irgendwelche Messer fliegen, würde ich mich gerne vorstellen.<<, sagte ich und ging zu den Mann. >>Ich bin Rose. Nett Sie kennen zu lernen.<<
    >>Lass die Höflichkeiten, Kleine. Mein Name ist Roel. Ich bin der Chef hier in dieser Küche. Wage es irgendetwas hier kaputt zu machen und du wirst dafür büßen.<<, sagte er mir todernst und wandte sich dann wieder dem Gemüse zu.
    >>Was für eine reizende Person.<<, murmelte ich, als ich zu Shachi zurück ging, der mich nur verlegen anlächelte und die Schultern zuckte. Ich ging aus der Küche und setzte mich neben Penguin, der gerade gelangweilt in seinem Salat herumstocherte. Jean Bart hatte seinen Teller brav aufgegessen und schielte nun hungrig auf den Salat von Penguin, den er wie es schien, nicht einmal angefasst hatte. Ich seufzte und Shachi setzte sich mir gegenüber.
    >>Es ist so langweilig<<, stöhnte ich und ließ meinen Kopf auf den Tisch sinken. >>Wo sind denn die ganzen anderen?<<
    >>Die schlafen wahrscheinlich noch. Es ist erst sechs Uhr morgens. Da steht niemand so schnell auf.<<, beantwortete mir Penguin meine Frage und schob Jean seinen Salatteller zu, der sich erfreut darauf stürzte und den Salat vergnügt verschlang.
    >>Penguin, hast du deine Karten da? Wir könnten Rose doch unser Spiel beibringen!<<, sagte Shachi begeistert, doch er erntete nur eine skeptischen Blick von Penguin. >>Ich weiß nicht so Recht, Shachi. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wird ewig dauern, ihr das zu erklären.<<
    Ich setzte mich auf und sah mit einem gewissen Interesse und geweckter Neugier zwischen den beiden Freunden hin und her. >>Welches Spiel? Oh bitte, bringt es mir bei! Mir ist so todlangweilig!<< Ich drehte mich zu Shachi und sah ihn mit meinen bettelnden Hundeblick an und er verdreht seufzend die Augen. >>Na gut. Aber wenn sie es innerhalb einer Stunde nicht kapiert hatte, steh ich auf und geh.<<
    Ich klatschte erfreut in die Hände und umarmte Penguin kurz, der von sich ein Grummeln gab.
    Die nächste halbe Stunde, erklärten mir die beiden Streithähne die Spielregeln und die Logik hinter diesem Spiel. Ich kapierte es schnell und schon bald, spielten wir eine Runde nach der anderen. Shachi und Penguin, sagten, dass sie es mir leichter machen würden, damit ich erstmal so richtig ein Gefühl für dieses Spiel bekam. Wir spielen insgesamt 10 Runden und 6 davon gewann ich.
    >>Ein lustiges Spiel<<, sagte ich erfreut und grinste breit, als Shachi verzweifelt die Karten auf den Tisch schmiss und sich lieber über sein Frühstück hermachte, als mit mir noch einmal eine Revanche auszuhandeln. Penguin lachte auf und stupste mich an. >>Du bist echt gut. Lass uns demnächst mal wieder spielen.<<
    >>Klar, gerne!<<
    >>Anfängerglück.<<, hörte ich Shachi zwischen seinen Pfannkuchen murmeln und ich zog fragend eine Augenbraue hoch. >>Willst du wieder eine Revanche?<<
    Shachi wandte den Kopf ab und murmelte etwas wie: Blöde Kuh, spiel doch mit der selber. Ich lachte und streckte ihm neckend die Zunge heraus.
    Plötzlich gingen die Türen zur Kombüse auf und einige verschlafene Gesichter der Mannschaft ließen sich blicken.
    >>Oh, der Rest ist also nun auch wach.<<, bemerkte Shachi und stopfte sich den letzten Pfannkuchen in den Mund.
    Ich zählte gerade mal 5 andere Gesichter. Waren das wirklich alle? Das kam mir am Abend des Feierns gar nicht so vor. Naja, was wusste ich denn noch wirklich von diesen Abend, außer, dass ich stockbesoffen war und einen Wettkampf mit Law bestritten hatte? Nichts.
    Shachi wischte sich über den Mund und stand auf. >>Los komm, ich stell die allen vor<<
    Ich stand auf und folgte zu den anderen Tisch, wo sie sich alle hingesetzt hatten und noch mit verpennten Gesichtern in die Gegend starrten. Ein Mann mit breiten Schultern und kinnlagen schwarzen Haaren und dunklen Augen, stellte er mir als Paul vor. Paul war der Kanonier hier auf dem Schiff. Neben ihm saß ein drahtiger Junge mit blauen stacheligen Haaren, braunen Augen und einem frechen Grinsen, sein Name war Neo und er war der Küchenjunge, der zusammen mit Barry unter Roels Fitichen stand. Ihm gegenüber lag eher auf der Bank ein Mann mittleren Alters mit Vollbart und eisblauen Augen, die mich neugierig beobachteten. Sein Name war Jack und er war der Schiffszimmermann. Neben ihm saß ein etwas pummeliger und großer junger Mann, der mich mit seinen schmalen Lippen zaghaft anlächelte. Er war Law's sozusagene "Krankenschwester". Sein Name war Timmy und seine grünen Augen glühten, als ich fröhlich zurücklächelte. Zu guter Letzt, wurde mir der stille und in sich gekehrte Alleskönner, Abbas vorgestellt. Er starrte mich nur kühl mit seinen hellgrauen Augen an und nickte mir zu. Ich nickte lächelnd zurück und bestaunte die ausgefallene Mischung der Mitglieder. Sie alle waren so wahnsinnig unterschiedlich.
    Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und begann ein kleines Gespräch mit ihnen. Es wurde schnell zu einem großen Gelächter und Spaß. Sie alle erzählten mir Kleinigkeiten aus ihrem Leben. Traurige und auch witzige Ereignisse, die sie an Bord dieses Schiffes geführt hatten. Natürlich redete jeder außer Abbas, der nur desinteressiert unser Gespräch verfolgte. Es verging die Zeit wie im Flug und ich freundete mich schnell mit ihnen an. Ich mochte sie alle, selbst Abbas, der nicht ein einziges Wort mit mir gewechselt hatte. Irgendwann, verabschiedete ich mich von ihnen und beschloss mich in meinem Zimmer zurückzuziehen und dort ein wenig zu schlafen, da ich ziemlich müde zurzeit war. Das lag wohl daran, dass ich vor lauter Gefühle und Erinnerungen, die wieder aus den tiefsten Ecken herausgekramt wurden, kaum geschlafen hatte.
    Hinter mir fiel gerade mal die Kombüsentür zu, als die Stimme von Law neben mir erklang, >>Jetzt auf einmal, kannst du wieder lachen, was?<<
    Ich drehte mich mit kühlem Gesichtsausdruck zu ihm um und zuckte nur mit den Schultern. Ich wollte weitergehen, doch Law hielt mich mit einer Hand auf meiner Schulter zurück. >>Warum bist du so distanziert?<<
    Ich schüttelte seine Hand von mir ab und ging ein paar Schritte vor ihm zurück. >>Das geht dich nichts an.<< Ich drehte mich sofort wieder um und ging mit schnellen Schritten entschlossen von ihm weg. Doch er war nur mit ein paar Bewegungen bei mir und stellte sich vor mich. >>Du regst mich damit auf, dass du dich zuerst bei mir ausgeheult hast und dann plötzlich ein auf bockiges Kind machst.<<
    Angreifbar. Schutzlos.
    >>Jetzt hör mir mal zu, ich habe dich nie darum gebeten, dass du mir zuhörst. Du hast mich einfach nicht aus diesem Zimmer gehen lassen!<<, sagte ich mit bebender Stimme, da mir meine Tränen wieder allmählich aufstiegen.
    Er hielt sich den Nasenrücken und stöhnte. >>Wenn du jetzt wieder zu flennen anfängst, werfe ich dich höchstpersönlich von Bord.<<
    Ich schluckte gegen den Kloß in meiner Kehle an und flüsterte, >>Mach dir keine Umstände. Ich werde freiwillig gehen.<<
    Damit drehte ich mich um und ging in mein Zimmer zurück. Mein Herz klopfte mir hart gegen die Brust und meine Ohren klingelten. Ja, ich werde heute noch von hier verschwinden. Das alles hat doch keinen Sinn.

Kommentare (28)

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Panda Bär 🐼💗 (92148)
vor 59 Tagen
Hey Ho, ich mag die Story sehr.
♥️
Ich würde mich freuen wenn du sie weiter schreiben würdest, oder gib es schon einen Fortsetzung?
Nach meinen wissen eigentlich nicht!
Könnte mich aber auch irren! 😅
Suki^^ (21905)
vor 180 Tagen
Ich mag Law auch...*heul*

Gut geschrieben,weiter so!
Lumana (63853)
vor 333 Tagen
Bitte schreib weiter, die Story ist verdammt gut
Mai Takagy ( von: Mai Takagy)
vor 343 Tagen
Ich flehe dich an, schreib weiter, bitte! Die Story ist mega gut :)
Mai Takagy ( von: Mai Takagy)
vor 343 Tagen
Hab den ersten Teil der Story gerade durch, und ich muss sagen, echt super geschrieben! Mach weiter so ^^
yuna yue (78672)
vor 499 Tagen
Bitte schreibe weiter :( dir Lovestory ist sooo toll
Rika Nara/Weasley (01968)
vor 624 Tagen
BITTE weiter schreiben, die Story ist der HAMMER
:-) ★★★★ :-)
Lolita (90208)
vor 933 Tagen
Echt schade das du nich mehr so motiviert warst aber der zweite Teil ging mir echt an die Nieren ich hätt 2 mal fast geheult
Also wenn's keine Umstände macht wär's echt super von Dir wenn du weiter schreibst

G. Lolita:-*
Anonymloveonepiece.02 (03179)
vor 1027 Tagen
Coole story schreib bitte noch ein teil! Ich schreib auch schon eine !obwohl es erst der anfang ist habe ich bereits naruto shippuuden story geschrieben! Ich muss sagen so etwas ist der Hit!!!
lara (80225)
vor 1040 Tagen
Echt schade den die Story ist der Hammer ich hoffe du schreibst noch also das du noch motiviert wirst das wäre echt super aber das ist ja dir überlassen. Würde mich riesig freuen wenn du uns Bescheid gibst wann und ob es dann weiter geht
AnonymeLilien (07244)
vor 1041 Tagen
Och tut mir so wahnsinnig leid!!
Ich bin euch allen so dankbar dass euch diese Geschichte gefällt, aber leider bin ich einfach zu unmotiviert und habe die Geschichte abgebrochen. Ich werde natürlich sofort die nächsten Kapitel posten falls ich es schaffe wieder was anständiges zu schreiben.
Hoffe ihr seid mir nicht böse ^_^''
Eure AnonymeLilien
tora (86472)
vor 1048 Tagen
Bitte mache noch einen Teil biiiitte.
ichderPirat99 (15723)
vor 1064 Tagen
Bitte schreib weiter. . Die story ist gut.
aber s hreib ein bisschen länger nicht sone kurzen Geschichten.
bitte schreib weiter
Trafalgar Luw (28957)
vor 1069 Tagen
Verdammte 💗 ist die Story geil. Ne gute Idee hattest du ja schon.
Aber sind wir mal ehrlich

Die Story is geil einfach nur der hammer. Du hast nen guten schreib still, gefällt mir sehr gut 👍 alle Daumen die ich hab hoch *mist ich komm aus dem staunen nicht mehr raus mist* echt gut.
Ps: Gut geschrieben hab ich zwar schon erwähnt aber egal. Was mich aber aufgeregt hat war das ich mitten im lesen auf's klo musste 😏
lara (62889)
vor 1093 Tagen
Die story ist der hamer ich hoffe du schreibst schnell weiter ich will dich aber nicht hetzen weisst du wann du den 3 teil fertig hast also ungefähr.????
Payhton (11766)
vor 1128 Tagen
ich mag die geschichte
bitte bitte schreib schnell weiter
ich möchte gern wissen wie es weiter geht
One Piece Freak :3 (62390)
vor 1137 Tagen
wahnsinn ich hoffe du schreibst bald weiter XD
ich brauche unbedingt eine fortsetzung bitte
Aska (98618)
vor 1140 Tagen
ich bin ech begeistert ich schlies mich da auc voll und ganz Bella D. Yuki an echt gut bitte weiter machen bin schon gespannt
Bella D. Yuki (23013)
vor 1206 Tagen
Endlich auch mal eine geschichte in der die hauptperson ein hohes koofgeld hat :D zu dem ist sie auch echt gut geschrieben. Weiter so :3
AnonymeLilien (52201)
vor 1248 Tagen
Die nächsten Kapitel sind schon unterwegs haha
Tut mir Leid das ich so lange gebraucht habe aber ich habe die Geschichte auch woanders und zwar unter fanfiktion.de allerdings unter den Autornamen AnonymeRosen
Schaut doch mal rein XD