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Blaue Kristalle auf rotem Boden

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2 Kapitel - 2.459 Wörter - Erstellt von: Mirdl2000 - Aktualisiert am: 2014-04-15 - Entwickelt am: - 6.318 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Deine Familie ist tot. Du lässt niemanden an dich heran. Doch kann man etwas gegen die große Liebe machen?

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Name: Alice ForsterJahrgang: Hermine, Harry, RonHaus: GryffindorAlter: 15 JahreBlutstatus: Reinblut, ist dir aber egalBeste Freunde: Albus Dumbledore,
Name: Alice Forster
Jahrgang: Hermine, Harry, Ron
Haus: Gryffindor
Alter: 15 Jahre
Blutstatus: Reinblut, ist dir aber egal
Beste Freunde: Albus Dumbledore, Hermine
Aussehen: Braune, lockige Haare, graue Augen, schlank, ca. 1,65m groß.
Charakter: Verschlossen, wirkt manchmal auch kalt, deshalb hast du wenige Freunde, die sich aber auf dich verlassen können. Selbstlos, loyal, mutig, schlagfertig…

Langsam drehte ich mich um. Doch mein Körper gehorchte nicht, er war wie taub. Ich bündelte meine ganze Kraft und öffnete meine Augen, machte einen Schritt nach vorne ehe mein Blickfeld für einen kurzen Augenblick verschwamm und es meinem Körper doch noch gelang sich umzudrehen. Doch was ich sah, raubte mir den Atem. Ich sackte zusammen, neben meinen Eltern, meinem Bruder. Der Boden unseres Hauses war von Schutt und Asche bedeckt, mit riesigen Teilen des Dachstuhls. Mein Herz setzte aus, meine Kehle brannte, das einzige Geräusch das ich vernahm war mein eigener Schrei. Schrill, leblos, verzweifelnd. Ich setzte mich neben meinen Bruder und wischte das Blut aus seinem Gesicht. Doch was ich in seinen Augen sah, machte mir keine Angst mehr. Der Tod konnte mir nun nichts mehr anhaben. Still weinte ich um meine Familie, wobei die Tropfen die auf dem Boden aufschlugen zu blauen Kristallen wurden.



Schreiend erwachte ich aus meinem Traum. Wie jeden Tag hatte ich auch diesmal wieder diesen Albtraum. Ich sah mich in meinem Zimmer um, dass ich mit Hermine und 2 anderen Mädchen teilte. In der Dunkelheit konnte man nur die Konturen der Möbelstücke sehen, doch da der Mond ins Zimmer schien konnte man mehr erkennen, die purpurroten Himmelbetten, die großen Koffer und sogar meine Schleiereule die mich mit großen haselnussbraunen Augen anschaute. Kurzerhand setzte ich mich in den Erker neben meinem Bett. Die kühle Nachtluft tat mir gut, ich schwitzte nicht mehr so stark und mein Atem beruhigte sich langsam und ging nun regelmäßig. Mit der Hand fuhr ich mir durch meine nassen braunen Haare um sie aus meinem Gesicht zu streichen. Ich ließ meinen Gedanken freien Lauf, doch wie immer blieben sie bei einem Thema hängen. Wieso mussten sie sterben? Wieso ausgerechnet sie, die Menschen die mir am meisten bedeuteten? Vor 4 Jahren, als der Brief von Hogwarts kam, saßen wir noch gemütlich am Esstisch und alle waren glücklich dass ich nun auch zaubern lernen würde. Doch an diesem Abend wurde mein Leben jäh zerstört als ich von meiner Freundin zurück nach Hause kam und meine geliebte Familie mit leeren Augen am Boden liegen sah. Seit diesem Zeitpunkt an lebte ich in Hogwarts, bei meinem einzigen Verwandten, Albus Dumbledore. Er nahm mich auf und unser Verhältnis wurde immer besser, sodass ich ihn heute wohl als meinen besten Freund bezeichnen würde. Man konnte auch sagen, dass er so ziemlich mein einziger Freund war, von Hermine vielleicht abgesehen, da ich sehr verschlossen war. Ich ließ niemanden an mich heran, ging mit gesenktem Kopf durch die Gänge und verbrachte die meiste Zeit in meinem Schlafsaal, am See oder in der Bibliothek. Ich war einfach nicht gern unter Leuten, nicht dass mir der Blutstatus wichtig wäre, ich kann einfach nicht mit fröhlichen Menschen umgehen, die immer Spaß hatten und sich über den Tod lustig machten. Deshalb verstand ich mich auch so gut mit Hermine. Sie hörte zu, beschwerte sich auch gerne über andere oder gab mir gute Ratschläge, sie war einfach die perfekte Freundin für mich.

So saß ich also am offenen Fenster, doch langsam begann ich ein wenig zu frieren. Ich atmete ein letztes Mal tief ein und aus und verließ den Erker. Langsam tippelte ich auf Hermines Bett zu und weckte sie sanft. Gemeinsam machten wir uns für den bevorstehenden Schultag fertig. Meine Haare ließ ich in sanften Locken über meine Schultern fallen, meine Augen schminkte ich dezent mit Kajal und Wimperntusche. Dass ich verschlossen war musste ja nicht gleich heißen dass ich nicht hübsch sein konnte. Mit einem letzten prüfenden Blick in den Spiegel machten wir uns auf den Weg in die Große Halle um zu frühstücken.

„Du Alice? Wieso hast du eigentlich immer diese Albträume? Sie machen dich fertig, du hast Schatten unter den Augen und in der Schule wirst du immer schlechter! Was träumst du nur die ganze Zeit, du musst ja durch die Hölle gehen!“ Hermine sah mich besorgt an, doch ich zuckte nur mit den Schultern. Ich hatte ihr noch nichts erzählt. Ich würde ihr auch nichts erzählen. Ich hatte keine Lust auf das ganze Mitleid, diese Blicke auf mir. Jeder Mensch braucht seine Geheimnisse, und das war eben meins. Die Vergangenheit konnte man nicht ändern, also brachte es auch nichts darüber zu sprechen.
„ Ich weiß nicht, ich kann mich auch nie erinnern was ich träume und ich weiß nicht mal warum ich so schlecht schlafe“, log ich. Bevor wir die Tür zur Großen Halle passierten bedachte sie mich noch einmal mit einem Blick der mir sofort klarmachte dass sie mir kein Wort glaubte. Doch ich konnte sie nicht weiter ansehen da ich meinen Blick wie immer gesenkt hatte. So schritten wir gemeinsam an unseren Haustisch und ließen uns zu meinem Bedauern neben Harry Potter und Ron Weasley nieder. Stumm schaufelte ich mir Eier und Speck in meinen Teller und begann zu essen. Dann wagte ich einen kurzen Blick und sah mich am Tisch um. Viele neue Gesichter sahen mir entgegen, gestern wurden viele nach Gryffindor geschickt. Mal schauen wie sie sich machen, dachte ich mir und senkte den Blick wieder auf meinen mittlerweile leeren Teller. Ich erinnerte mich an meine eigene Einteilung, bei mir musste er lange überlegen ob er mich nach Gryffindor oder doch nach Slytherin schicken sollte. Letztendlich hatte er sich doch für mein jetziges Haus entschieden, was mich sehr stolz machte.

„Alice? Hallo, Alice! Wir müssen los, es ist der erste Schultag und wir haben Vgddk, da will ich nicht zu spät kommen!“ Meine beste Freundin riss mich aus meinen Gedanken und zusammen sprinteten wir aus der bereits leeren Halle in den 2. Stock. Schnaufend öffneten wir die Tür und betraten den Klassenraum. Wir setzten uns auf unsere Plätze und keine Sekunde später erschien Dolores Jane Umbridge. Wie ich sie verachtete. Mit ihren Froschaugen sah sie sich jeden Schüler genauer an.
„Zauberstäbe weg! Bitte nehmen sie sich ein Buch von den Stapeln, wir werden alle Zaubersprüche sorgfältig durchgehen. Schritt für Schritt“, sagte die alte Sabberhexe und mir blieb der Mund offen stehen.

„Wieso dürfen wir unsere Zauberstäbe nicht benutzen? Wir müssen lernen uns zu verteidigen! Da draußen lauert sonst noch was und wir müssen kampfbereit sein!“ Mein Puls war auf 180. Ohne Verteidigung gegen die Dunklen Künste wären wir alle aufgeschmissen.
„Miss Forster, da draußen lauert niemand. Wer würde denn Kinder wie sie angreifen? Und jetzt setzten sie sich wieder hin und versuchen sie bitte ihr Mundwerk unter Kontrolle zu bekommen.“ Ich hatte gar nicht bemerkt dass ich aufgestanden war. Schön langsam hatte ich die Schnauze voll (Ich: Sorry für meine Ausdrucksweise^^)
„Ach ich weiß nicht, vielleicht Lord Voldemort und seine verdammten Todesser!“, gab ich sarkastisch zurück.
Nun richtete sich Mrs. Kröte auf und ich machte mich auf eine Standpauke bereit.
„Miss Forster, dass Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf wieder da ist, ist eine Lüge. Setzten sie sich jetzt hin oder sie bekommen Nachsitzen! Sie haben nichts zu befürchten, alle Menschen die umgekommen sind, vor vielen Jahren, waren schwach und ungebildet. Doch wir alle brauchen uns keine Sorgen zu machen, deswegen gibt es auch keinen Anlass die Zaubersprüche praktisch zu üben.“
Das hatte gesessen. Ich fühlte mich als hätte sie mich gerade geohrfeigt. Schwach? Ungebildet?
„SIE ELENDE MISSGEBURT, KEINER WAR SCHWACH ODER UNGEBILDET, NUR WEIL IHR VERDAMMTES MINISTERIUM NICHT DAMIT KLAR KOMMT DASS ER DA IST HABEN SIE IN KEINSTER WEISE DAS RECHT MEINE ELTERN UND MEINEN BRUDER ZU BELEIDIGEN! ODER IRGENDWEN ANDERES! SIE ARROGANTE, HERZLOSE, HÄSSLICHE, DUMME KRÖTE!
Ich lief zur Tür, die Tränen flossen nur so in Bächen meine Wange hinunter und ich fing hemmungslos an zu schluchzten. Nicht wegen des Verlustes, nein. Ich war sauer. Ich nahm mir vor, für alle zu kämpfen, dass ihnen nicht mein Schicksal widerfährt oder sie so werden wie Umbridge.
„Nachsitzen, Mrs Forster! 4 Monate, jeden Abend um 8 Uhr an meinem Büro! Und 70 Punkte Abzug für Gryffindor! Das wird ein Nachspiel haben, ich werde mich sofort mit dem Minister in Kontakt setz-‘‘ Doch weiter kam sie nicht, da ich ihr den Mittelfinger gezeigt und die Tür zugeknallt hatte. Ich lief den Gang entlang, bis meine Füße in der nächsten Ecke nachgaben und ich zusammensackte und still weinte.


--- Harry’s Sicht---
Ich brachte den Mund nicht mehr zu, er klappte immer wieder auf. Seit 5 Jahren kannte ich Alice jetzt schon, ich sprach zwar nicht oft mit ihr, und sie schien sehr verklemmt, aber so wie heute hatte ich sie noch nie gesehen und ich hatte auch nichts dergleichen von ihr erwartet. Sie hatte sich 4 Monate Nachsitzen eingehandelt und ihn von einer Dummheit abgehalten. Wenn sie Umbridge nicht widersprochen hätte dann hätte ich mich wahrscheinlich in eine Zeitbombe verwandelt. Aber was meinte sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder? War ich vielleicht wie sie, ohne Familie? Das musste ich unbedingt herausfinden, und ich nahm mir vor, mit ihr zu reden und mich eventuell mit ihr anzufreunden. Vielleicht konnte das Eis in ihr endlich gebrochen werden.


--- Seine Sicht---
Ich ging den Gang entlang, ich hatte eine Freistunde, was ich nutzte um ein wenig nachzudenken. Das sah mir zwar gar nicht ähnlich, doch die meisten kannten mein wahres ich nicht. Ich dachte an meine Zukunft, und dass meine Mum wieder nicht glücklich sein wird mit dem was ich werden will. Immer machte ich alles falsch, doch wenn man schon mal die Möglichkeit hatte seine Träume zu verwirklichen, wieso sollte ich dann etwas anderes machen? Doch ein schluchzen brachte mich in die Realität zurück. Ich sah mich um und erblickte ein Mädchen zusammengekauert auf dem kalten Boden sitzen, das Gesicht in den Händen verborgen, die Knie angezogen. Ihre braunen Haare waren nass von ihren Tränen und verdeckten die Tränen die auf den Boden fielen. Langsam ging ich auf sie zu, ich hatte das Bedürfnis mit ihr zu reden. Plötzlich hob sie ruckartig ihren Kopf, sodass ich ihre glasigen, geröteten, grauen Augen sehen konnte. Geschockt sah sie mich an, und sie machte Anstalten aufzustehen und wegzurennen, doch ich drückte sie sanft wieder auf den Boden. Besorgt sah ich sie an, und ihre Augen wirkten nun gehetzt, wie die eines scheuen Rehs. Ich ließ mich neben sie gleiten und legte meinen Arm um ihre Schulter. Zuerst versuchte sie mich wegzustoßen, doch bald schwand ihre Kraft und sie ließ sich gegen meine Brust sinken und weinte dort weiter. Mir machte es nichts aus dass mein T-Shirt von ihren Tränen nass war oder dass ihre Schminke immer mehr verschmierte. Ich wusste nicht warum, aber irgendetwas hatte sie an sich, ich wusste nicht an was es lag aber ich wollte für sie da sein. Nach einer halben Stunde zog sie ihren Kopf ruckartig zurück, sprang auf und rannte mit wehenden Haaren den Gang entlang. Ein letztes Mal drehte sie sich um und formte mit ihren Lippen das Wort „Danke“. Nachdem sie weg war fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare. Wieso war sie weggelaufen? Ich starrte noch lange an die Stelle an der sie gesessen hatte und ich spürte den leichten Druck ihres Kopfes an meiner Brust und ihr Duft lag noch in der Luft. Sie roch nach Veilchen. Nach meinen Lieblingsblumen.


--- Deine Sicht---
Was hatte ich nur getan? Ich hatte ihm vertraut! Ich hatte mich an Fred Weasleys Brust wohlgefühlt! Ich wusste nicht was in mich gefahren war. Wusste nicht was ich fühlen sollte. Ich weine sonst nie, doch mir ist es im Unterricht einfach zu viel geworden. Genau! Das musste es sein. Ich war einfach mit meinen Nerven am Ende, so konnte ich mir die Situation eben erklären. Oder war es doch aus einem anderen Grund?
Ich saß im Gemeinschaftsraum in meinem Lieblingssessel und las ein Buch. Das Portraitloch schwang auf und Hermine betrat den Raum und als sie mich sah lief sie schnellsten Weges auf mich zu.
„Alice? Wir müssen reden. Jetzt.“ Sie zog mich aus
dem Schloss an den See, wo wir uns unter einen Baum setzten.
„Was war das heute in VgddK?“
„Ich habe Umbridge meine Meinung gesagt, was sonst?“
„Ich meine ja auch nicht das. Was meintest du mit… Deiner Familie?“
Stille.
Ich drehte mich weg damit sie meine Tränen nicht sah. Doch sie bemerkte das natürlich sofort, also konnte ich wohl nicht anders als ihr meine Geschichte zu erzählen. Also fing ich an.
„Naja…“ Ich wischte mir die Tränenspuren aus dem Gesicht, atmete einmal durch und versuchte einigermaßen ohne stottern zu reden.
„Ich war bei einer Freundin, das war so ungefähr 4 Jahre her, es war an dem Tag an dem ich meinen Brief bekommen habe. Ich kam nach Hause… Was man mein Zuhause nennen konnte, und ging durch die Trümmer. Ich hatte schon eine leise Vorahnung, aber ich wollte es eigentlich nicht genau wissen. Dann sah ich sie. Tod. Meine Familie war Tod.“

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1397495106
Blaue Kristalle auf rotem Boden
Blaue Kristalle auf rotem Boden
Deine Familie ist tot. Du lässt niemanden an dich heran. Doch kann man etwas gegen die große Liebe machen?
http://www.testedich.de/quiz33/quiz/1397495106/Blaue-Kristalle-auf-rotem-Boden
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2014-04-14
402D
Harry Potter

Kommentare (13)

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👓 (76564)
vor 879 Tagen
Wann kommt der nächste Teil ???
Gummibärchen 2.0 (33388)
vor 919 Tagen
Wie heißt die Fortsetzung? Die Geschichte ist echt gut
Hanna (04692)
vor 1164 Tagen
hat der zweite teil einen anderen namen?
Isa Pisa (05845)
vor 1254 Tagen
Nicht schlecht. Richtig begeistert bin ich aber noch nicht.
Evolett (08043)
vor 1259 Tagen
Super Geschichte! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
... (20003)
vor 1273 Tagen
Woooooooowwww!!!!!!!!!!!!!! Wann gibt's den nächsten Teil?Ich bin schon gespannnt! ( Bittte schreib schnell weiter!!!!!!!!!!!!!)
nessa (27330)
vor 1275 Tagen
wuuuaaaahhh...bitte, bitte schreib weiter...die ff ist wirklich gut...ganz großes lob von mir^^
Michi (76963)
vor 1277 Tagen
Bitte bitte schreib schnell weiter :)
Leah (88622)
vor 1277 Tagen
War echt gut,gibt es eine Vortsetzung
Yol33 (37133)
vor 1278 Tagen
Du musst auf jeden Fall schreiben wenn er drauen ist!
Mirdl2000 (95546)
vor 1281 Tagen
Danke für euer Lob ;) ich schreib schon weiter, mal schauen wann der 2. Teil kommt ;)
Jeanny (74761)
vor 1281 Tagen
Die Geschichte ist der Hammer!! Schreib unbedingt weiter!
Annie (35590)
vor 1281 Tagen
Oaah *-* Voll gut geschrieben ! Ich will mehr lesen *Q*