Lily Allenson - Unerreichbar (Kapitel 3)

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1 Kapitel - 1.900 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2014-04-15 - Entwickelt am: - 3.178 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Weiter geht es im Camp Half-Blood!

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    Okay, ich glaube im Camp Half-Blood passierte das Seltsamste in meinen Leben: So etwas wie Normalität stellte sich ein. Eine Art Routine. Zum Beispiel heute:
    Als ich heute Morgen aufwachte war Percy schon wach. Er schlief in dem Bett über mir und lag ganz starr da. Wenn er schlief wälzte er sich eigentlich immer herum, daher ahnte ich schon, das er wach war. Schnell schnappte ich mir meine Sachen und verschwand im Badezimmer. Ich machte mich frisch und zog mein Camp-Shirt und eine Jeans an. Als ich aus dem Bad kam, starrte Percy verwirrt in den Schrank; ich hatte erst keine Ahnung warum, aber dann fragte er:
    »Trägst du eigentlich immer blaue Sachen?«
    Mein Gesicht wurde warm und ich hatte das Gefühl rot zu werden.
    »Ist so ein verrückter Tick von mir.«
    »Damit kenne ich mich aus.« Er lächelte.
    »Jetzt müssen wir aber erstmal die Hütte aufräumen, heute ist eine Hütteninspektion und Annabeth ist dran. Sie ist da immer sehr streng, obwohl ich ihr Freund bin.« Er seufzte.
    »Und wenn wir schlecht bewertet werden, müssen wir aufwaschen. Mit den Harpyien. Und Lava.«
    Ich hoffte er scherzte, aber ich beschloss nicht weiter nachzuhaken.
    »Ähm, ist es schlimm, wenn ich kein Ordungstyp bin?«
    »Oh man, dann werden wir wohl die Harpyien heute besuchen.«
    Schließlich beschlossen wir unsere Klamotten einfach in den Schrank zu räumen und zu hoffen, das Annabeth nicht auch die Schränke kontrolliert. Dann setzte Percy noch eine Quietscheente mit den Namen Larry in den kleinen Brunnen, der in der Ecke stand. Wir hofften, das Annabeth die niedliche Geste zu schätzen wusste.
    Und, den Göttern sei Dank, war sie das. Sie gab uns zumindest 3 Punkte und Percy meinte, das wäre gar nicht schlecht, für Hütte 3 Verhältnisse.
    Und auch so, war Percy ein cooler Bruder und Tutor. Er zeigte mir wie man Iris-Botschaften versendet und allerlei andere nützliche Überlebenstricks. So durften Halbgötter zum Beispiel keine Handys benutzen, weil das allerlei Monster anlockt. Dann erklärte er mir, das wir zu jeder Mahlzeit, etwas von den Essen den Göttern opfern sollte. Sie ernährten sich von den Rauch und ich hatte den Eindruck, das dieser gar nicht nach verbrannten Essen roch. Als ich zum Beispiel einen Apfel verbrannte, roch das er eher nach Schokolade, nach alten verstaubten Büchern und Veilchen. Gar nicht mal schlecht.
    Danach nahm mich Percy mit zum Schwertkampf. Die anderen sahen mich an, als ob Chiron beschlossen hätte mich umzubringen zu lassen.
    Und als Percy sein Schwert in die Hand nahm, sah ich auch warum. Sein Schwert war übrigens vorher ein Kugelschreiber und hat mich ziemlich erschreckt als es plötzlich zu einer bronzenen Klinge gewachsen war.
    Und sein Kampfstil, der war wild und einfach griechisch. Ich weiß nicht woher ich dieses Wissen hatte, aber er kämpfte absolut griechisch.
    Konzentriert beobachtete ich jeden seiner Schritte. Ich parierte und verteidigte so gut ich konnte. Ich wunderte mich warum ich da überhaupt konnte. Percy rief mir immer mal ein paar Anweisungen zu, aber die Blicke der Anderen machten mich nervös. Es war als wollte sie mich durchbohren und immer mehr konzentrierte ich mich auf die Anderen. Percy schlug mir das Schwert aus der Hand. Einmal. Zweimal. Dreimal. Ich brach in Schweiß aus. Ich machte mich ja voll zu Idioten. Percy schien zu bemerken, dass mit mir etwas nicht stimmte. Er rief »Schluss!« Und die Anderen sahen enttäuscht aus, weil ich nicht weiter zerstückelt wurde.
    Er lehnte sich zu mir herüber und fragte leise: »Würde es dir besser gehen, wenn wir ohne Zuschauer üben würden?«
    Ich nickte erschöpft. Da würde ich mich wenigstens nicht so blamieren.
    Meinen nächsten Kurs hatte ich nicht mit Percy, ich hatte ihn mit einem Mädchen, mit kupferfarbenen Haaren und gebräunter Haut. Sie sah aus, als ob sie viel Zeit draußen verbringen würde, sie war angespannt wie eine Bogensehne. Und ja, ich würde von ihr Bogenschießen lernen. Sie redete nicht viel und musterte mich interessiert. »Du bist also die kleine Schwester von Percy Jackson?«
    Sie sprach,, Percy Jackson`` wie eine Beschwörung aus und ich bemerkte wiedermal, das er hier wie ein Held verehrt wird. Nachdem, was er mir erzählt hatte stimmte, das was man sich über ihn erzählte fast alles. Außer der Tatsache, das er sich seinen Pegasus auf den Hintern tätowieren lassen hat. Als ich ihn danach gefragt habe, hat er nur gegrinst als ob ihm die Vorstellung gefiele, also habe ich das als Nein interpretiert.
    Er hatte mehrmals den Olymp gerettet, viele Schlachten gekämpft und einen Vulkan hochgejagt. Ich hoffe die Erwartungen an mich sind nicht genauso hoch, denn damit würde ich nicht konkurrieren können. Aber dieses Mädchen sah mich eher an wie ihr Frühstück. Sie half mir den Bogen zu spannen, zeigte mir die richtige Haltung, ließ mich zielen und......danebenschießen.
    Verdammt noch einmal! »Dein Bruder ist auch kein guter Bogenschütze.« sagte sie. Das hatte ich noch nicht über ihn gehört. Ihr Gesichtsausdruck wurde weicher. Sie ließ mich noch ein paar Versuche machen, aber als ich fast ein Ares- Mädchen getroffen hatte, die mich mit allerlei Kraftausdrücken beschimpfte, meinte das Mädchen das für heute erstmal Schluss sei. Sie stellte sich als Sarah Gibbs vor und erzählte dass sie schon drei Jahre im Camp ist. Sie sagte, sie habe spanische Vorfahren und das sie aus Hütte 7 sei. Als ich ihr erzählte, dass ich aus Deutschland komme, sah sie mich überrascht an. Ich wartete schon auf die ``Magst du Bratwurst?`` - Frage, aber stattdessen fragte sie: `'Wo hast du denn dein Dirndl gelassen?« Dann prustete sie los.
    Sofort musste ich auch mit einstimmen.
    Ich hatte ja auch gern ein Vorurteil gegen Spanier losgelassen, aber leider kannte ich keine.
    Mein nächster Kurs war Pegasusreiten mit Shauna O'Hara aus der Demeter- Hütte.
    Eigentlich war ich nicht so der Pferdefreund, aber anscheinend war ich ein Naturtalent. Am Ende der Stunde konnte ich sogar auf dem Pegasus stehen. Shauna, ein zierliches Mädchen mit schwieligen Händen, sagte das liege daran das Poseidon die Pferde erschaffen hatte. Wieder einmal wünschte ich, ich wäre nicht so vorhersehbar. Es war als ob schon allen klar wäre, was aus mir werden würden nur mir nicht. Und ich glaube dieses Ende war nichts Gutes. So wie die Leute mich musterten, voller Mitleid, sah aus als erwarteten sie alle einen besonders schmerzhaften Tod von mir. Als ob ich der Herausforderung nicht gewachsen wäre. Welcher auch immer. Nur Percy sah mich immer optimistisch an und dafür war ich ihm dankbar. Um mich von solchen Gedanken abzulenken stürzte ich mich in den nächsten Kurs. Er war eher der Theorie-Teil hatte ich den Eindruck. Im ersten Teil erzählte mir ein irischer Hermes-Junge, namens Sean Ryan über allerlei Monster, dies es in dieser Welt gibt. Danach schwirrte mir zwar der Kopf, aber ich hatte den Eindruck mich schon ein bisschen besser auszukennen. Im zweiten Teil der Stunde hatte ich Unterricht bei Annabeth in Altgriechisch. Auch wenn Annabeth immer wieder zur Architektur abschweifte. Sie erzählte mir eine von ionischen und dorischen Säulen und schließlich überredete sie mich dazu, ein paar Entwürfe auf ihren Laptop anzusehen. Sie erzählte mir, dass der Laptop von dem berühmten Erfinder Dädalus stammte und das darin viele geniale Ideen und Entwürfe abgespeichert waren. Ich hätte gern noch mehr Zeit mit dem Laptop und Annabeth verbracht, aber ich musste schon in den nächsten Kurs. Bevor ich gehen konnte hielt mich Annabeth noch zurück.
    »Als Percy ging es ihm genauso wie dir.«
    »Alle haben ihn angesehen, als ob er gleich sterben müsste? «
    »Genau. Keiner hätte ihn für einen Held gehalten, nicht einmal ich. Und sieh, was aus ihm geworden ist. Auch wenn er noch genauso nervig ist, wie vor fünf Jahren.«
    Sie schenkte mir noch einen letzten aufmunternden Blick.
    Als nächsten schmiedete ich mit Nathan ein Schwert für mich. Ich hoffte, dass es mir helfen könnte, wenn ich ein Schwert hatte, das für mich austariert war, aber mein erstes Schwert, was ich zustande brachte, war gebogen wie ein C.
    »Ich glaube im alten Ägypten gab es solche Schwerter.«
    »Willst du es behalten? Ich glaube nicht, dass ich damit kämpfen kann. «
    »Klar, ich behalte es als Andenken an meine begabteste Schülerin. « sagte er mit einen warmen Lächeln. Dann half er mir ein Bronzeschwert herzustellen, was sogar griechisch aussah.
    »Willst du ihm einen Namen geben?«
    »Einen Namen? «
    »Jedes Schwert, das einen Helden gehört hat einen Namen. Das Schwert deines Bruders heißt Springflut. Und das von Luke Castellan hieß Rückenbeißer. «
    »Ich bin aber kein Held. Sieh mich an, außer meinen Aussehen habe ich mit Percy nichts gemeinsam!«
    »Du hast aber das Zeug zu einer Heldin, denn du hast mehr gemeinsam mit deinen Bruder als du denkst.«
    »Wenn du meinst.« sagte ich wenig überzeugt.
    Er reichte mir das Schwert lächelnd und mir viel auf, das er ziemlich gut aussah. Er hatte kubanische Gesichtszüge, braune, warme Augen und raspelkurze Haare, die so wahrscheinlich praktischer waren, bei der Arbeit in den Schmieden. Als Sohn des Hephaistos ist das auch besser. Percy wilde Haare sind auch immer angesengt, wenn er aus den Schmieden kommt und so leicht geht es nicht heraus. Er sagte, seine Mum wäre davon jedes Mal genervt, wenn sie den Friseur erklären mussten warum sich der Junge wieder selbst ankokelte.
    In der nächsten Zeit konnten wir uns noch ein bisschen am Strand entspannen und Percy erzählte mir noch ein bisschen von seinen Abenteuern, während wir die anderen Camper beim Volleyball beobachteten.
    Er erzählte gerade von Calypso auf Ogygia als Annabeth kam und er schnell das Thema wechselte.
    »Na, wie geht es euch?«
    »Ich erzähle ihr gerade von unseren Abenteuern. «
    »Hast du ihr schon erzählt, das du schon mal in ein Meerschweinchen verwandelt worden
    bist, Algenhirn?«
    »An so etwas erinnerst du dich wieder, hmm?«
    Schließlich erzählte er mir wie er auf Circes Insel gelandet war und wie er mit den Vitaminbonbons von Hermes sich wieder zurückverwandeln konnte.
    »Manchmal wünschte ich er wäre immer noch ein Meerschweinchen. Da war er wenigstens brav. « sagte Annabeth verträumt.
    »Hey!«
    Als ich seinen empörten Gesichtsausdruck sah musste ich auch mit losprusten und ein warmes Gefühl stahl sich in mein Herz.

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