Louvisa's Geschichte

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10 Kapitel - 4.989 Wörter - Erstellt von: Wyndnam - Aktualisiert am: 2014-04-15 - Entwickelt am: - 2.659 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das ist eine Geschichte über eine von Nahuel's Schwestern. Über ihr Leben, wie sie zu Menschen steht, zu ihrem Vater und wer ihre große Liebe ist und wer das ist.

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    Mein Name ist Louvisa und ich bin ein Halbvampir, wie mein Bruder Nahuel. Ich bin bei unserem Vater aufgewachsen, aber ich bin nicht sehr lange bei ihm geblieben, die sieben Jahre die ich gebraucht habe und erwachsen zu werden und dann noch einmal fünf Jahre, weil ich nicht allein sein wollte.
    Doch das hat sich schnell geändert, als ich erfahren hab, dass er uns nur erschaffen hat um eine Armee aufzustellen, er sah uns nur als Objekte, nicht als seine Kinder. Ich habe noch zwei kleinere Schwestern, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es in der Zwischenzeit schon mehr geworden sind. Mein Vater hätte gern noch einen Sohn, da Nahuel kein Interesse daran hatte bei ihm zu leben. Ich wäre gern mit Nahuel mitgegangen, aber Huilyen mochte mich nicht besonders, also bin ich dann allein losgezogen und lebe nun in Schweden uns studiere dort Medizin. Das mache ich in erster Linie für mich, ich will wissen wie ein Halbwesen wie ich entstehen kann und ob es möglich ist, dass die Mütter die Geburt doch überleben. Leider werde ich das erst nach 8 Jahren Studium wissen und ich habe 'erst' drei Jahre gepackt. Und ich habe grade Sommersemesterferien, die gehen drei Monate.

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    Ich hatte eigentlich vor meinen Bruder zu besuchen, doch er war mir zuvor gekommen. An einem Samstag im August stand er vor meinem Haus.,, Nahuel! Schön dich zu sehen, was machst du denn hier? Und warum hast du nicht Bescheid gesagt?" fragte ich, nachdem ich ihn reingelassen hatte.
    ,, Ich freue mich auch, aber der Anlass meines Besuches ist kein besonders schöner. Hast du schonmal was von der Volturi gehört?" fragte er.
    ,, Hm..Nein. Sollte ich das denn? Und wieso ist dein Besuch kein schöner Anlass?"
    ,, Die Volturi sind die Königsfamilie der Vampire, vor sechs einhalb Jahren habe ich sie kennen gelernt, warum erkläre ich dir später. Jedenfalls halten sie uns Halbvampire für eine große Gefahr, deshalb müssen wir nach Voltera reisen, da wohnen sie und dort werden sie entscheiden, ob unsere Existenz zugelassen werden kann. Wenn nicht, werden sie uns vernichten, unsere ganze Familie. Vater wird so oder so hingerichtet, weil es in kauf genommen hat, dass das Geheimnis der Vampire auffliegen könnte." Wow...das war sehr viel auf einmal.
    ,, A-aber, ich lebe doch ganz ruhig unter den Menschen, ich ernähre mich ja sogar von menschlicher Nahrung." erklärte ich.
    Nahuel nickte und nahm mich in den Arm, ich hatte ihn sehr vermisst, wir hatten uns immerhin 50 Jahre nicht gesehen.
    ,, Wann müssen wir los zu dieser Volturi?" fragte ich dann.
    ,, Also um ehrlich zu sein, sofort. Ich wollte dich nur abholen und dann mit dir nach Italien laufen." Klasse...er war schon immer so spontan gewesen.
    ,, Wir müssen nicht laufen, wir können fahren. Ich habe ein Auto, dann sind wir zwar langsamer, aber immerhin haben wir so noch ein wenig mehr Zeit zusammen."
    Nahuel sah das wohl genau so und half mir, meine Sache zu packen.

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    Wir fuhren noch am selben Tag los. Wir machten keine Pausen auf der Fahrt, Nahuel war sehr aufgeregt, was ich nicht so recht verstehen konnte.
    ,, Wieso bist du so aufgeregt? Weil wir vielleicht sterben könnten? Das ist wahrscheinlich sogar richtig so, ich mein wir sind irgendein Halbwesen, es dürfte uns gar nicht geben." erklärte ich ihm.
    ,, Nein, das ist es nicht. Das ich sterben könnte, damit hab ich mich längst abgefunden. Ich habe dir doch erzählt das ich schonmal auf die Volturi getroffen bin. Ich sollte bezeugen, dass eine Halbvampirin keine Gefahr darstellt. Und das habe ich sehr gerne getan, aber die Kleine hat sehr viel Glück in ihrem Leben. Sie hat mit knapp einem halben Jahr Lebenszeit ihren Gefährten gefunden, aber das eigentliche sonderbare ist, dass ihre Mutter noch am leben ist. Guck nicht so komisch, ich lüge nicht. Am Anfang konnte ich es selbst nicht glauben, aber ihre Mutter wurden nach der Geburt von einem Vampir gewandelt und zwar von ihrem Mann. " Das hörte sich zwar sehr schön an, aber ich konnte es nicht glauben. Ich wusste zwar das Vampirgift einiges ausrichten konnte, aber die Frau musste nach der Geburt tot gewesen sein, Vampirgift konnte doch niemanden wiederbeleben.
    Nach gut drei Tagen Fahrt waren wir in Voltera angekommen, die Stadt war wirklich schön, aber ich fand Italien schon immer schön, irgendwann wollte ich dort sogar mal leben..Tja und jetzt komme ich zum sterben her.
    ,, Und entscheidet die Volturi, dass jetzt allein, oder auch noch andere Vampire?" fragte ich Nahuel, als ich mein Auto abstellte.
    ,, Nein, das entscheiden alle Vampire, die Anführer der Voltruri haben jeden Vampir, der ihnen bekannt ist, gebeten her zukommen. Das müssen über Hundert sein, deswegen wird die Mehrzahl entscheiden. Aber ich denke wir haben zwei große Zirkel auf unserer Seite. Der von dem Mädchen und noch ein anderer, die sich als Verwandte von diesem Zirkel ansehen."
    ,, Nach Mehrzahl also, na gut, das ist zumindest fair. Aber zwei Zirkel reichen nicht, wenn diese Volturi die Anführer sind, dann sind die doch der größte Zirkel, also werden die sicher auch das letzte Wort haben." Das sah Nahuel wo auch so, denn er sagte nichts mehr, sondern ging auf einen Glockenturm zu und öffnete die Tür.
    Dahinter war ein Raum und dort befanden sich gut 30 andere Vampire.

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    Die Vampire lächelten uns sehr freundlich an, als erstes trat ein Mädchen hervor, das ziemlich klein und zierlich war, aber unglaublich anmutig. Sie hatte goldene Augen..aber kurz gesagt: Sie war einfach wunderschön.
    ,, Nahuel, schön dich endlich mal wieder zu sehen und das neben dir muss wohl eine deiner Schwestern sein..hm sie ist blond..ist das Louvisa oder Alessandra?" fragte sie mit einer engelsgleichen Stimme.
    ,, Hallo Alice, ich freu mich auch. Das ist Louvisa, sie ist die älteste von meinen Geschwistern, also nach mir." erklärte er.
    Alice lächelte mich freundlich an und umarmte ich.. Oh.
    ,, Hallo Alice." sagte ich dann und lächelte sie an. Sie grinste zurück und antwortete,, Hallo Louvisa, dein Name ist wirklich sehr schön. Wo kommt der her?" fragte sie.
    ,, Alice! Jetzt lass das arme Mädchen doch erstmal durchatmen." sagte eine andere Frau von weiterhinten, sie kam näher und ich erkannte, das sie auch goldene Augen wie Alice hatte, aber braune längere Haare und ein fast herzförmiges Gesicht. Sie nahm mich zwar auch in den Arm, aber nicht so überschwänglich.,, Hallo, mein Name ist Esme. Da hinten steht der Rest unseres Zirkels, der blonde Mann dort, ist mein Gefährte Carlisle, die blonde Frau ist Rosalie und der Mann neben ihr ist Emmet. Vor Emmet stehen Edward und Bella, neben Bella steht Renesmee, sie ist ein Halbvampir genau wie ihr zwei. Ach und das neben Renesmee ist Jacob, Renesmee' Gefährte. Und der Mann neben Jacob ist Jasper, Alice' Gefährte." Sie winkten mir alle der Reihe nach zu und lächelten. Hatte ich grade Alice als wunderschön beschrieben? Rosalie übertraf sie noch um längen, sie war wohl das Abbild der reinen Schönheit und jedes Mädchen würde wohl gern so aussehen wie sie, mich eingeschlossen.
    Dann stellten sich auch noch die anderen Vampire vor..ich glaubte zwar kaum das ich mir alle Namen merken konnte, aber naja.
    Die Amazonen würden mir sicher im Gedächtnis bleiben und die Ägypter auch, besonders Benjamin, ich glaube ich habe noch nie jemanden gesehen, der so aufgeweckt und glücklich wirkte...Na gut, der musste ja auch keine Angst haben, gleich getötet zu werden.
    ,, Und ihr sollt entscheiden ob wir überleben sollen?" fragte ich dann, nachdem sich alle vorgestellt hatten und ich mich auf eine Bank setzten konnte.
    ,, Nun ja, deswegen sind wir zwar hier, aber die Volturi werden wohl das letzte Wort haben."erklärte Carlisle mir.
    Das war mir ja auch schon irgendwo klar gewesen.,, Aber keine Sorge, wir werden unser bestes geben, sie zu überzeugen." sagte Benjamin und zwinkerte mir zu.
    Dann stellten sich alle wieder in Grüppchen zusammen und begannen leise miteinander zu sprechen. Das war schon gut so, immerhin hatte ich dann mal meine Ruhe und konnte über alles nachdenken. Die letzten Tage waren wirklich sehr turbulent gewesen, ich hatte vor einer Woche noch Uni gehabt.
    ,, Darf ich mich zu dir setzen?" fragte dann eine Mädchenstimme, ich sah auf und erkannte, das es wohl Renesmee war, die andere Halbvampirin.
    ,, Klar setz dich nur, Renesmee." sagte ich freundlich.
    ,, Oh, nenn mich bitte nur Nessie oder Ness, das machen alle so, sogar meine Mutter." Bei dem Wort Mutter zuckte ich zusammen...Stimmte es etwa doch, was Nahuel gesagt hatte?
    ,, Entschuldige bitte, ich hatte ganz vergessen, das du ja keine Mutter mehr hast."sagte sie betrübt. Ich lächelte sie an und antwortete:,, Kein Problem, man findet sich nach einer Weile damit ab, sei nur froh, dass es bei dir anders ist."
    Wir redeten noch eine Weile und ich merkte, dass sie mir immer sympathischer wurde, wir freundeten uns sogar richtig an.
    Dann trat ein Mädchen mit robinroten Augen den Raum und sagte:,, Die anderen Halbvampire können nun mitkommen, Aro ist nun bereit euch zu empfangen." Das klang so endgültig, dass Ness, Nahuel und ich ihr ohne zu fragen folgten.

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    Sie brachte uns in einen großen pompösen Raum. Dort drin standen drei Trohne, aber niemand saß drauf, in diesem Raum befanden sich nur wie drei, unsere Führerin, ein Junge der wie ihr Zwillingsbruder aussah und ein sehr großer und muskulöser Vampir...der war gut 2 Meter groß.
    Das Mädchen wies uns an stehen zu bleiben, während sie zu einer anderen Tür ging und hinter dieser verschwand, doch nach kurzer Zeit kehrte sie zurück und sagte:,, Er will zu erst mit dir reden." Und sah mich dabei an, ohne nachzufragen ging ich zu ihr und sie schob mich in den Raum und schloss die Tür hinter mir. Dort befanden sich drei Männer, ein anderer junger Vampir der ziemlich gut aussah und mein Vater...
    ,, Louvisa! Meine wunderschöne Tochter, sag denen das ich immer gut zu euch war und sie mich nicht töten sollen." Entscheiden wir jetzt etwa was aus ihm wird?
    Ich konnte nicht antworten, sondern starrte ihn einfach nur an. Ich hatte ihn 60 Jahre nicht mehr gesehen, was erwartet der denn? Das ich ihm in die Arme springe?
    Dann kam einer von den drei Männern zu mir, er hatte braune lange Haare und seine Haut war komisch...,, Dein Name ist also Louvisa, schön. Das ist schwedisch nicht wahr? Aber das tut nichts zur Sache, ihr müsst entscheiden was mit eurem Vater passiert." Ich sah ihn an und fragte:,, Das heißt wir entscheiden ob er lebt, oder stirbt?" Der Mann nickte und sagte dann:,, Ich könnte dich nun fragen wie dein Leben bei ihm war, aber das würde zu lange dauern. Würdest du mir einen Blick in deine Gedanken erlauben, indem du mir deine Hand gibst, keine Sorge es tut auch nicht weh." Ich gab ihm meine Hand und er sah alle meine Erinnerungen an dieses Leben.
    ,, Nun Joham, es scheint als hätten du und Louvisa nicht das beste Verhältnis. Und als du herausfandest das sie eine Gabe hat warst du sehr erfreut. Doch als sie dich vor 60 Jahren verlassen hat, warst du so wütend das du sie am liebsten getötet hättest." Bei dem letzten Satz zischte ich, daraufhin kam der gutaussehende Vampir ein Stück näher.
    ,, Aro, anscheinend wusste sie nichts davon." sagte der weißhaarige Vampir.
    Aro sah mich mitleidig an und strich mir über die Wange.,, Ja in der Tat. Also wie stimmst du über das Leben deines Vaters ab?" fragte Aro.
    ,, Nun, er wollte mich ja schließlich auch töten, also kann ich hier genau so entscheiden. Er soll sterben." Meine Stimme war so eiskalt, dass ich mich selbst darüber erschrak.
    ,, Na schön. Demetri? Bring Louvisa doch bitte in ihr Zimmer." sagte der andere Vampir..dieser sah merkwürdig gelangweilt aus.
    Demetri nickte, nahm mich am Arm und führte mich durch eine andere Tür hinaus, der Gang war sehr dunkel und meine Augen musste sich erst daran gewöhnen.
    Aber Demetri's Augen waren besser als meine, also ging er einfach los, ohne auf mich zu achten, er hielt mich aber immer noch am Arm fest. Und als ich über meine eigenen Füße stolperte, fing er mich auf und sagte:,, Du bist ein Vampir und stolperst über deine eigenen Füße?" Seine Stimme klang belustigt.,, Das wäre nicht passiert, wenn du mich nicht so, hinter dir her schleifen würdest."gab ich zurück.
    Er blieb ruckartig stehen, nahm meine Hand, wirbelte mich hoch und schon war ich auf seinem Rücken.,, Was soll das denn jetzt?" fragte ich atemlos.,, Wir wollen doch nicht, dass du dir ernsthaft weh tust, indem du dir noch das Genik brichst, oder ähnliches." Ich konnte sein Gesicht zwar nicht sehen, aber ich hätte schwören können, dass er grinst.
    Da er lief waren wir ziemlich schnell, waren wir im nu an meinem Zimmer angekommen, er setzte mich ab und sagte:,, Pass auf, das du da drin nicht stolperst." Diesmal konnte ich sein grinsen sehen. Er öffnete mir noch ganz Gentleman-like das Zimmer und sah mir dabei zu wie ich rein ging....Himmel, der erwartet ja wirklich das ich hinfliege, wirke ich wirklich so ungeschickt?
    ,, Danke für's herbringen. Bin ich hier allein in dem Zimmer?" fragte ich ihn.
    ,, Eigentlich schon, aber ich passe auf dich auf, das heißt ich werde immer vor deiner Tür stehen und solltest du mal einen Albtraum haben, bin ich natürlich sofort bei dir." Er zwinkerte mir anzüglich zu. Super, ihm machte die Situation anscheinend mächtig Spaß.,, Vielen Dank. Weißt du auch wo das Zimmer von Nahuel ist?"
    ,, Wissen tu ich das schon, aber sagen werde ich dir das nichts, weil ich es nicht darf. Ihr könntet ja sonst gemeinsame Fluchtpläne schmieden und diese dann in die Tat umsetzen. Was euch zwar nicht allzu gut gelingen wird, weil ich euch eingeholt hätte, bevor ihr überhaupt aus Voltera raus werd." Mit diesen Worten lies er mich allein, in dem Zimmer.
    Klasse, ich hatte natürlich den Vampir abbekommen, der sich für den tollsten hielt und an Hybris ( gottgleiche Selbstüberschätzung ) litt.
    Anscheinend war Demetri mein 'Beschützer', Essenslieferant und Informationsquelle in einem. Er stand immer vor meiner Tür und verließ seinen Standpunkt nur, um mir Essen zu holen, oder wenn Aro ihn brauchte.

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    An diesem Abend war mir besonders langweilig aber ich hatte ja jemandem mit dem ich reden konnte.,, Demetri kommst du mal bitte?" Es war schon lustig, eine Art Diener zu haben.
    Er öffnete die Tür und stand im Nu neben mir.,, Was gibt es denn so wichtiges?" fragte er,
    ,, Mir ist langweilig, also erzähl mir was. Wie geht das jetzt mit uns hier weiter?" fragte ich.
    ,, Das darf ich dir nicht sagen und außerdem bin ich nicht dein persönliches Unterhaltungsprogramm."
    ,, Schon, aber von hier drinnen aus, kannst du mich viel besser 'beschützen' und ich kann mir vorstellen, dass du dir da draußen genau so langweilig ist, wie mir hier drinnen. "
    Meine Argumente überzeugten ihn wohl, also schnappte er sich einen Stuhl und stellte ihn neben das Bett auf dem ich saß. Das sah für einen Außenstehenden bestimmt lustig aus.,, Und was willst du nun für eine Geschichte erzählen?" fragte er. Hm..er war bestimmt schon ziemlich lange bei der Volturi so, wie sie ihm vertrauten, aber die Volturi interessierte mich eher weniger, sondern das was er davor für ein Leben hatte.
    ,, Was hast du gemacht, bevor du zur Volturi gegangen bist?"
    ,, Oh, das ist eine lange Geschichte. Also ich wurde von Amun verwandelt, dem Anführer des Ägyptischen Zirkels. Ich habe auch eine Zeitlang bei ihm gelebt, dann kam Aro zu uns und als er von meiner Gabe hörte, wollte er mich unbedingt in seiner Wache haben. Ich glaube Amun ist immer noch furchtbar enttäuscht, dass ich damals gegangen bin." Ich konnte raushören, dass es ihn auch sehr traurig macht, dass Amun enttäuscht von ihm war.
    ,, Aber warum bist du denn damals nicht einfach bei Amun geblieben?" fragte ich zurück.
    ,, Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Aber ich weiß das ich bei ihm sehr glücklich war."
    ,, Heißt das du hier unglücklich bist?"
    ,, Nein, es gefällt mir hier, Hier werde ich gebraucht, aber wenn nichts zu tun ist, dann kann einem schonmal langweilig werden."
    Er hatte mich die ganze Zeit nicht angesehen, sondern nur den Boden betrachtet, jetzt sah er auf die Uhr und sagte:,, Es ist spät, schlaf jetzt." Er machte Anstalten aufzustehen. Ich hielt seinen Arm fest und sagte:,, Geht nicht." Er lächelte und setzte sich wieder, als ich mich in die Decke kuschelte, fiel mir erst auf, wie müde ich überhaupt war.
    Am nächsten Morgen, saß Demetri noch auf dem Stuhl und mein Frühstück stand auf seinem Schos.,, Guten Morgen, du hast heute länger geschlafen als sonst. Es ist jetzt kurz vor 11. Ich muss los, zur Besprechung." Und mit diesen Worten rannte er in den Gang und ließ mich mit einem köstlichen Frühstück allein. Diesmal dauerte die Besprechung länger, normalerweise war Demetri nach einer halben Stunde wieder da, diesmal war er nach 1 einhalb Stunden immer noch nicht zurück. Worüber sprachen die bloß solange? Nach einer weiteren Stunde stand Demetri dann in der Tür, war mir schwarze Anziehsachen zu und sagte:,, Zieh das an und dann kommst du bitte mit raus. Heute wird über das Schicksal deines Vaters entschieden und Aro dachte, dass du und Nahuel dabei sein solltet." Er drehte sich um, sagte beim Tür schließen aber noch:,, Es sind extra flache Schuhe, nicht das du wieder stolperst."
    Ich mochte ihn zwar etwas mehr als am Anfang, aber ich fand trotzdem immer noch, dass er sich für besonders lustig hielt.

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    Ich beeilte mich mit dem Umziehen, ich trug eine schwarzen Röhrenjeans, dazu ein blaues Top und eine schwarze Strickjacke und natürlich Ballerinas damit ich auch ja nicht stolpern würde.
    Dann ging ich nach draußen, wo Demetri schon wartete, als er mich sah fragte er:,, Du hast zwar flache Schuhe an, aber kannst du mir garantieren das du nicht stolperst?" Er grinste schon wieder.
    ,, Ich schaff das schon, keine Sorge."
    Und so gingen wir zusammen durch diesen dunklen Gang, da er sich an mein Tempo hielt, dauerte es etwas länger als beim ersten Mal.
    Vor der Tür angekommen, ging Demetri vor und öffnete sie, zog mich aber gleichzeitig hinter sich her.
    Diesmal waren etwas mehr Leute in dem Raum versammelt, die drei Anführer, dann die beiden Zwillinge und der große bullige Vampir. An der anderen Tür standen noch einmal zwei andere Vampire die ich nicht kannte, Nahuel saß auf dem Boden hinter ihm der große bullige Vampir, Demetri brachte mich neben Nahuel und deutete mir, dass ich mich auch setzen sollte. Kam saß ich, da nahm Nahuel schon meine Hand.
    ,, Du konntest also die Finger von dir lassen, Respekt." flüsterte der bullige Vampir Demetri zu. Ungewollt färbten sich meine Wangen rot.
    ,, Nein Felix, einfach nein." sagte Demetri, ah der andere Vampir hieß also Felix, gut zu wissen.
    ,, Nun meine Lieben, heute findet das Urteil über Joham statt. Die Mehrzahl seiner Kinder, hat dafür gestimmt, dass er sterben soll. Nun, dann soll es auch so geschehen.
    Afton, bring Joham zu uns." Als der Name Afton fiel hörte ich Felix lachen..was war denn daran jetzt so lustig?
    Afton brachte meinen Vater herein, er hatte ihn am Hals gepackt und zerrte ihn hinter sich her. Während mein Vater, Aro gleichgültig ansah, sah Afton merkwürdig unterwürfig aus.,, Sieh nur, das kleine Mädchen hat Angst vorm großen Mann." flüsterte Felix, Demetri zu und diesmal musste auch dieser lachen. Was hatten denn alle gegen diesen Typen?
    ,, Nun Joham, du kennst dein Urteil bereits. Deine Kinder haben es für dich gewählt.
    Felix, Demetri. Würdet ihr das bitte erledigen?"
    Und schon standen die beiden neben meinem Vater, ich konnte nicht hinsehen, also drückte ich meinen Kopf gegen Nahuels Schulter. Ich sah erst wieder auf als ich das Geräusch des abgetrennten Kopfes hörte. Seine Überreste wurden schnell verbrannt, doch wir durften immer noch nicht gehen und jetzt verstand ich auch wieso.
    An diesem Tag sollte nicht nur das Urteil über unsere Vater gefällt werden, sondern auch das ob wir Halbvampire leben durften.

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    Diese Entscheidung war wohl unter einer hitzigen Diskussion gefallen, zumindest sah der weißhaarige extrem wütend aus.

    ,, Nun und was euch angeht, ihr seit erwachsen, genau so wie Renesmee. Doch bei ihr ist das was anderes, sie lebt unter den Menschen und ernährt sich von Tierblut, von ihr geht keine Gefahr für die Menschen aus, deswegen sind sie und ihre Familie auch bereits abgereist, zusammen mit den anderen Zirkeln. Also, was habt ihr vorzubringen?"fragte Aro.
    ,, Ich lebe auch unter den Menschen, ich studiere sogar Medizin. Und in solchen einem Hörsaal sitzen gut 500 Menschen und ich ernähre mich nur von menschlicher Nahrung, nur in den Zeiten die ich bei meinem Vater gelebt habe, dort habe ich mich von Blut ernährt." erklärte ich, Aro sah sehr überrascht aus.
    ,, Du studierst Medizin?",, Ja."
    Jetzt waren alle überrascht, was war denn so komisch daran? Durften Vampire sich mit sowas nicht beschäftigen? Hm..von dieser Regel hatte ich noch nie was gehört.

    9
    Die drei ältesten hatten sich daraufhin zurück gezogen, anscheinend trafen sie dieses Urteil allein.

    ,, Was passiert jetzt?" fragte Nahuel in die Runde. Überraschender Weise antwortete Afton.,, Sie entscheiden ob ihr leben dürft, oder nicht. Aber die Chancen stehen nicht gut für euch." Daraufhin schlug Demetri seinen Kopf gegen die Wand.,, Was genau an ' Sagt den beiden nichts' hast du nicht verstanden!" schrie Felix.
    Die beiden Zwillinge sahen einfach nur belustigt zu..vielleicht verstanden sie unter 'Prügeleien' Unterhaltung, das gleiche galt wahrscheinlich auch für diesen weißhaarigen Vampir.
    Dann kam das kleine blonde Mädchen auf mich zu und sagte:,, Wieso hast du niemanden von deiner Gabe erzählt?" Die kämpfenden hörten augenblicklich auf und sahen zu uns.
    ,, Meine was?" fragte ich äußerst geistreich zurück.
    ,, Deine Gabe, Eleazer hat es Aro vorhin gesagt. Deswegen beraten sie sich ja solange, du könntest nützlich sein." Sie sah mich merkwürdig an..war das Neid in ihrem Blick?
    ,, Ich wusste bis vor 30 Sekunden nicht mal was von meiner Gabe. Und wieso nützlich?"
    ,, Du kannst andere, allein durch deinen inneren Willen, dazu bringen das zu tun, was du willst.
    Das könnte nützlich sein, wenn uns jemand angreift."erklärte mir Jane's Zwilling.
    Nahuel sah mich mit großen Augen an.,, Deswegen konntest du weggehen, ohne das er dich tötet. Jetzt macht das Sinn, als ich mich Joham nicht anschließen wollte, hätte er mich auch getötet, wenn Hulien nicht dazwischen gegangen wäre.",, Nahuel, das hast du mir nicht erzählt." sagte ich.
    ,, Wie auch immer. Wie kannst du so eine Gabe nicht erkannt haben?" fragte Jane mich eindringlich.
    ,, Keine Ahnung, wie soll man etwas benutzen, wenn man nicht weiß, das es sowas gibt.?" fragte ich zurück.
    ,, Das ist 'ne ziemlich gute Frage..ehrlich schwer zu beantworten." kam es dann von Felix.
    ,, Schön, dass du der Konversation auch was beiträgst, Felix." sagte Demetri, aber er grinste auch.
    Felix zuckte die Schultern und sagte:,, Ich freu mich immer, wenn ich helfen kann."
    Dann musste ich auch grinsen, es war zwar absurd, aber lieber lachend sterben, als weinend.
    ,, Louvisa, komm mit." sagte Demetri und bevor ich reagieren konnte, lief er los und zog mich mit sich. Naja das kannte ich ja schon von ihm.
    Er setzte mich erst nach einer ganzen Weile wieder ab.
    ,, Was soll das denn jetzt werden?" fragte ich.
    ,, Ich...Du musstest da weg. Die Beratung wird noch eine ganze Weile dauern, Aro versucht Marcus und Caius von dir zu überzeugen. Marcus ist das eigentlich egal, er will nur seine Ruhe haben." sagte er und dann zog er mich an seine Brust..Ok, das war neu.
    Aber ich ließ es zu und schlang meine Arme um seinen Rücken, es war bis jetzt nicht aufgefallen, aber er viel größer als ich, mindestens 2 Köpfe und dabei war ich nicht mal sehr klein.
    ,, Du hast warme Haut, na gut zumindest wärmere als meine." sagte er. Dann streichelte er meine Wange.
    ,, Meine Haut ist nicht warm, deine ist nur besonders kalt." antwortete ich. Und wieder war mir bewusst, dass er grinste.
    ,, Wie werden die mich umbringen?" fragte ich.
    Er hob mein Kinn an,, Daran darfst du nicht denken, sie werden euch schon nicht umbringen."
    Ich sah ihm in die Augen, er sah nicht sehr überzeugt von seinen Worten aus.,, Es wird bestimmt darauf hinauslaufen, das ich euch entweder anschließe, oder sie töten mich." Und dann kamen mir einfach so die Tränen, Demetri bemerkte das sofort und drückte mich enger an sich.
    Das machte die Situation zwar nicht besser, aber ich beruhigte mich zumindest etwas. Vom Gang waren Schritten zu hören, Demetri sah auf und ich tat es ihm gleich, es war Felix.
    ,, Ihr sollt in den Thronsaal kommen, sie haben ihr Urteil gefällt."

    10
    Diesmal waren wirklich nur Aro, Caius und Marcus im Thronsaal.

    Marcus sah wieder gelangweilt aus, Aro wieder sehr glücklich und Caius, als wäre er unzufrieden.
    ,, Wie lautet euer Urteil?" fragte Demetri.
    ,, Wir waren uns schon fast einig, da kam Jane zu uns und sagte, dass du mit ihr fort gegangen wärst. Nun, mein lieber Freund, was hast du für Gründe?"
    ,, Persönliche Gründe, Aro." Aro kam auf ihn zu und nahm seine Hand. Nach einer Minute ließ er sie wieder los und sagte.,, Sehr interessant. Nun, ich werde sehen ob sie deine Beweggründe teilt."
    Dann kam er auf mich zu und nahm meine Hand ebenfalls, er hielt meine länger fest als Demetrie's.
    ,,, Ich kann nichts sehen, sie hat noch nicht drüber nachgedacht. Marcus?"
    Marcus sah mich eine Zeit lang an und antwortete dann:,, Ja, sie sieht das genau so wie er."
    Demetri fing an zu lächeln und sah Aro abwartend an, dieser nickte.
    Aber anstatt mich erneut aus dem Raum zu ziehen, wartete er bis die drei aus dem Raum gegangen waren. Dann zog er mich erneut an sich.,, Heißt das ich kann leben?" fragte ich ihn. Er nickte und wirbelte mich dann im Kreis.
    ,, Wieso freust du dich so?" fragte ich ihn.
    Er gab mir keine Antwort, sondern beugte sich zu mir runter und küsste mich dann.
    Es war als würde ein Feuerwerk in mir explodieren und deswegen erwiderte ich den Kuss, wir standen garantiert sehr lange in diesem Raum und küssten uns einfach nur.
    Dann löste er sich von mir und fragte:,, Wo warst du mein ganzes Leben?" Ich grinste und zuckte die Schultern.
    ,, Jetzt bist du ja da." sagte er zog mich wieder an sich und ich murmelte glücklich:,, Für immer."

    ---------------------------Ende--------------- --------------------------

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Rose123 ( 04443 )
Abgeschickt vor 671 Tagen
sorry habe Volturi falsch geschriben
Rose123 ( 04443 )
Abgeschickt vor 671 Tagen
Wie coole Geschichte echt gut gemacht
du könntest mehrere solche Geschichten schreiben
mit dem Volturri
Anne_Hale:* ( 93077 )
Abgeschickt vor 775 Tagen
Süß gemacht, mir gefällt es :)
mach nur weiter so :P
Summer ( 69707 )
Abgeschickt vor 1141 Tagen
Wow *-*
Die Geschichte ist dir wirklich gelungen ... wenn man bedenkt, wie viel Sch**ß hier steht! Arbeite weiter an deinem Schreibstil (:
tjahaha ( 53749 )
Abgeschickt vor 1144 Tagen
Eine sehr gute Geschichte! Gefällt mir! ;)