CHRONIKEN DER UNTERWELT - Dein Leben in der verborgenen Welt der Schattenjäger TEIL 3

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2 Kapitel - 2.238 Wörter - Erstellt von: Anna Hess - Aktualisiert am: 2014-04-15 - Entwickelt am: - 4.939 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.56 von 5.0 - 9 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Dies ist der dritte Teil der Geschichte von Catherina Spear. Ich will gar nicht so viel schreiben ... lest selbst:)

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    „ Jace, das kann nicht dein Ernst sein! Wir kennen sie nicht einmal.“, sage ich mit gesenkter Stimme zu ihm, doch er hat bloß Augen für das roth
    „ Jace, das kann nicht dein Ernst sein! Wir kennen sie nicht einmal.“, sage ich mit gesenkter Stimme zu ihm, doch er hat bloß Augen für das rothaarige Mädchen, welches in einem der Betten unseres Krankenzimmers liegt und friedlich schläft. Ungeduldig wippe ich mit dem Fuß und sehe erwartungsvoll Jace an. „ Kommt da noch eine Antwort?“, frage ich, als er mich weiterhin nicht beachtet.
    „ Nein, ich denke nicht.“, erwidert er knapp und hat nicht einen Blick für mich übrig. Frustriert seufze ich und massiere meine Schläfen. Ein unangenehmes Pochen kündigt einen kommenden Migräneanfall an.
    „ Falls sie aufwacht, ich bin unten im Wohnzimmer bei den anderen.“ Ich werfe einen letzten Blick auf das Mädchen und den neben ihr sitzenden Simon, dann wende ich mich ab und laufe die Treppe hinunter ins Erdgeschoss. Im großen Wohnraum finde ich Nate, Isabelle und Alec vor. Als sie mich kommen hören, sehen sie auf.
    „ Ist sie aufgewacht?“, fragt Isabelle neugierig. In den Händen hält sie ein Buch, auf dem in großen Buchstaben 'Harry Potter und der Feuerkelch' steht. Amüsiert lächle ich. Sie liest dieses Buch bereits zum dritten Mal. Fragend ziehe ich eine Augenbraue hoch. „ Das beruhigt mich.“, erklärt sie daraufhin knapp, „ Also, ist sie wach?“
    „ Nein. Sie schläft immernoch wie Dornröschen und Jace nimmt meine Bedenken nicht ernst. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Hundert Mal habe ich versucht ihm klar zu machen, dass sie eine völlig Fremde ist und wir ein großes Risiko eingehen, aber er beachtet mich überhaupt nicht!“ Erschöpft lasse ich mich neben Nate fallen. Dieser legt den Arm um mich und küsst mich auf den Kopf.
    „ Wir beachten dich.“, versucht er mich aufzumuntern, doch ich schnaube bloß.
    „ Das bringt mir relativ wenig. Was, wenn sie unser Geheimnis verrät? Sie wird Fragen stellen und Simon ebenso. Vielleicht ist sie wirklich eine Schattenjägerin, doch der Junge bestimmt nicht! Er könnte nicht einmal einer Fliege etwas zu Leide tun, geschweige denn einen Dämon erledigen.“
    „ Du hast Recht.“, pflichtet Alec mir bei, „ Ich werde mit Jace reden. Eventuell schaffe ich es, ihn zur Vernunft zu bringen.“ Mit diesen Worten erhebt er sich und verlässt beinahe lautlos den Raum. Nachdenklich sehe ich ihm hinterher.
    „ Zu schade, dass er schwul ist.“, seufze ich, woraufhin Isabelle erschrocken nach Luft schnappt. „ Das ist doch kein Geheimnis, oder?“
    „ Nein, sogar ich weiß es.“, lacht Nate, erhebt sich und geht hinüber zu einem kleinen Metallwagen mit gläsernen Karaffen voller Alkohol. Klirrend öffnet er eine von ihnen und schenkt sich Cognac ein.
    „ Etwas früh für Alkohol, findest du nicht?“, frage ich mit Blick auf die Uhr über dem Kamin.
    „ Anstrengende Nacht.“ In einem Zug leert er das Glas – scharf zieht er die Luft ein.
    „ Zu stark?“, stichele ich amüsiert. Mein Bruder ignoriert mich und schenkt sich nach. Missbilligend schüttle ich den Kopf und begutachte meine Fingernägel. Bei dem Kampf mit dem Dämon ist mir der Nagel meines Ringfingers eingerissen. Verstimmt mustere ich ihn und denke darüber nach, wie leicht es normale Mädchen in meinem Alter haben müssen. Ständig können sie sich neue Anziehsachen kaufen und müssen dabei keine Angst haben, dass diese bereits innerhalb ein paar Tage ruiniert sein werden. Sie können ins Nagelstudio gehen und sich mit gutem Gewissen eine Maniküre machen lassen. Ich hingegen muss mit eingerissenen Nägeln und mehr praktischer als hübscher Kleidung leben. Wenn ich ehrlich bin, ist mein Leben allerdings auch um einiges spannender.
    „ Cat?“, sagt Nate und winkt mit der Hand vor meinem Gesicht herum. Offenbar hat er etwas gesagt.
    „ Hm?“, frage ich blinzelnd.
    „ Ob du meinst, dass man Simon vertrauen kann?“
    „ Ich weiß nicht. Er wirkt auf mich ziemlich schüchtern und sogar ein bisschen unsicher und ängstlich. Ich denke, dass er den Mund halten wird, wenn wir ihm klar machen, dass es zu seinem Besten ist.“
    „ Das hört sich an, als würdest du ihm drohen wollen.“, wirft Isabelle ein und beteiligt sich somit zum ersten Mal an dieser Unterhaltung.
    „ Wer weiß …“, murmle ich und starre den abgetreten Teppich zu meinen Füßen an.
    „ … hat sie doch nicht mehr alle. Was fällt dem ein?“, flucht Alec vor sich hin und kommt in den Raum gestürmt.
    „ Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“, wundere ich mich stirnrunzelnd.
    „ Jace.“, sagen Alec und Nate wie aus einem Mund. Ich lache trocken. „ Hätte ich mir denken können. Was hat er getan, dass du so aufgebracht bist?“
    „ Als ich zu ihm sagte, dass wir vorsichtig sein müssen und er das Mädchen ziemlich leichtsinnig ins Institut gebracht hat, meinte er ich sei eifersüchtig und wolle nur, dass sie schnellstmöglich verschwindet, damit ich ihn wieder für mich alleine haben kann. Ist das denn zu glauben?“, faucht Alec. Eine drückende Stille beherrscht den Raum.
    „ Und was hast du dann getan?“, breche ich schließlich das Schweigen.
    „ Ihm gesagt, dass er ein arrogantes Arschloch ist. Daraufhin bin ich gegangen und direkt hierhergekommen. Vermutlich hätte ich ihm sonst eine reingeschlagen.“
    „ Aber … hm … du stehst doch ein bisschen auf Jace, Alec.“, sagt Isabelle vorsichtig. „ Vielleicht hat er Recht und du bist wirklich ein wenig eifersüchtig.“
    „ Ich bin verdammt noch einmal nicht eifersüchtig!“, brüllt Alec, „ Außerdem, woher soll Jace wissen, dass ich auf ihn stehe? Es war nicht einmal gewollt, dass ihr es wisst!“
    Plötzlich richten sich alle Blicke auf mich. Mit großen Augen blicke ich von Isabelle zu Nate. Schließlich seufze ich resigniert. „ Okay, eventuell ist mir in Gegenwart von Jace mal etwas dieser Art rausgerutscht. Aber es war nicht extra, Alec!“, versuche ich mich schnell zu verteidigen.
    Mit bebenden Nasenflügeln sieht Alec mich an. Unsicher beiße ich mir auf die Lippe. „ Wegen dir denkt Jace, dass ich etwas von ihm will.“, knurrt er. Ich hole gerade tief Luft um zu protestieren, da lässt uns ein erneutes Knallen aufschrecken. Irritiert sehen wir uns an. Dann laufen wir zusammen in die Eingangshalle. Dort steht ein großer, dunkelhaariger Mann in Schattenjägermontur. Er ist mir nicht bekannt und wie es scheint auch keinem meiner Gefährten.
    „ Ist hier heute Tag der offenen Tür, oder was?“, brumme ich, was mir ein leises Lachen von Nate einbringt.
    „ Wer sind sie?“, fragt Alec laut.
    „ Ich heiße Aiden. Maryse Lightwood schickt mich. Sie braucht eure Hilfe. Eine große Schar Dämonen greift uns am Ufer des West Channel an. Es sind zu viele und wir haben keine Ahnung wo sie herkommen, aber wir brauchen eure Hilfe!“, erklärt er eilig.
    „ Na dann, los!“, erwidert Isabelle und setzt sich bereits in Bewegung, doch ich halte sie zurück. Fest umklammert meine Hand ihren Arm.
    „ Warte.“, meine ich eindringlich. Verständnislos sieht sie mich an. „ Wir kennen ihn nicht! Was wenn es eine Falle ist? Willst du ihm einfach so folgen?“
    „ Catherina hat Recht. Woher sollen wir wissen, dass wir ihnen trauen können?“ Beschützerisch stellt Nate sich vor mich – sehr zu meinem Missfallen.
    „ Hier, das gab Maryse mir.“ Selbstsicher hält Aiden uns eine rote Steele entgegen. Stirnrunzelnd nimmt Isabelle Aiden die Steele ab und dreht sie in den Fingern.
    „ Das ist Mom's.“, stellt Alec fest.
    „ Sie kämpft ohne ihre Steele bei sich zu tragen?“, frage ich verblüfft.
    „ Sie wusste, dass ihr mir mit Misstrauen entgegentreten würdet und gab sie mir deshalb mit. Wir sollten uns beeilen, damit Maryse ihre Steele schnellsten wiederbekommt.“
    „ Und sie sind sich sicher, dass wir ihnen trauen können?“, fragt Nathanael.
    „ Ja, das bin ich. Los Kinder, wir müssen uns beeilen!“, drängt Aiden zur Eile.
    „ Okay, meinetwegen.“, seufze ich. „ Aber was ist mit Jace?“
    „ Ich schreibe ihm von unterwegs eine Nachricht. Er interessiert sich sowieso nur für das Mädchen, also von daher.“, meint Isabelle.
    Nachdem wir sichergestellt haben, dass wir ausreichend bewaffnet und geschützt sind, machen wir uns auf den Weg.

    2
    „ Ahhh!“, schreie ich und lasse mich zu Boden fallen. Nur haarscharf verfehlt mich die Klaue eines widerwärtigen Dämons, aus dessen mit spitzen Zähnen gespicktem Maul, ätzender Geifer rinnt. Zischend tropft er auf das feuchte Gras des Ufers. Rauchschwaden steigen auf und innerhalb von Sekunden verdorrt der einstmals grüne Rasen zu vertrocknetem Kraut. Alarmiert springe ich auf und weiche eilig einen Schritt zurück, denn das Ungetüm startet einen neuerlichen Angriff. Aus meinem Gürtel ziehe ich ein Messer mit langer, gezackter Klinge und attackiere meinen Kontrahenten. Zu meinem Glück, meint die Natur es gut mit mir, denn wie so oft, sieht dieses Wesen zwar furchterregend aus und hat ein starkes Gift, ist allerdings nicht besonders wendig oder kämpferisch begabt. Das Messer hinterlässt einen tiefen Schnitt auf der Brust des Monsters, woraufhin es markerschütternd kreischt. Nur mit Mühe schaffe ich es den Drang, mir die Ohren zuzuhalten, zu unterdrücken und steche stattdessen erneut zu. Tief gräbt sich meine Waffe in das Fleisch des Dämons, genau über dessen Herzen. Um ihn vollends zu erledigen drehe ich den Knauf, und somit auch die Klinge des Messers. Erneut brüllt der Dämon mit schrecklich hoher Frequenz. Einen Augenblick lang fuchtelt er wild mit den Armen, dann bricht er zusammen. Angewidert ziehe ich mein Messer, mit einem widerwärtigen Schmatzen, aus der Brust des Ungetüms und wische es an meinem Hosenbein ab.
    „ Cat!“, brüllt eine Person hinter meinem Rücken, weshalb ich herumfahre. Ein etwa zwei Meter großer Dämon mit Scheren, wie die eines Hummers, und einem Gebiss wie das eines Hais, rast auf mich zu. Ich erstarre. Bin unfähig mich zu bewegen. Ich vermute bereits, dass dies mein Ende ist, doch plötzlich sehe ich einen hellen Schemen aufblitzen und der Dämon bricht zusammen. Hinter dem gefallenen Unterweltler kommt mein Bruder zum Vorschein. In seiner rechten Hand hält er sein Engelsschwert. Angewidert betrachtet er den geköpften Dämon zu seinen Füßen.
    „ Danke. Das war heute schon das zweite Mal, dass du mir das Leben gerettet hast.“, sage ich heiser. Noch immer steckt mir der Schreck in den Gliedern.
    „ Du bist meine Schwester! Aber ich habe etwas gut bei dir.“, zwinkert er. Für einen Moment scheint die Welt vollkommen in Ordnung zu sein, doch plötzlich läuft alles aus dem Ruder. Ich bemerke, dass ich beobachtet werde. Verwirrt sehe ich mich um. Auf einem kleinen entfernten Hügel, sehe ich einen jungen Mann stehen. Er hat helle, fast weiße Haare und selbst in der aufkommenden Dunkelheit, kann ich seine schwarzen Augen erkennen. Blasse Haut spannt sich über seine markanten Gesichtszüge und sein arroganter Gesichtsausdruck lässt ihn vielmehr attraktiv, als überheblich erscheinen. Unverwandt sieht er mich an. Ich runzle die Stirn. Die anderen Schattenjäger kämpfen noch immer – ich kann sie hören. Auf einmal schreit mein Bruder auf. Erschrocken fahre ich herum und muss erschrocken mit ansehen, wie ein kräftiger Dämon ihn an den Haaren zu sich heran zieht und in den Schwitzkasten nimmt. Ich mache einen Satz nach vorne um ihm zu helfen, doch der Dämon hält meinem Bruder drohend eine spitze Kralle an die Kehle. Diese Geste lässt mich innehalten. Ich befürchte, dass das Monster ihn vor meinen Augen umbringen wird, doch stattdessen zieht er ihn mit sich. Machtlos muss ich ansehen, wie er sich zusammen mit meinem Bruder immer weiter entfernt. Unschlüssig stehe ich da; bin ratlos. Plötzlich ist der Dämon aus meinem Sichtfeld verschwunden und mit ihm, mein Bruder. Panisch blicke ich mich um. Irgendwo müssen die Beiden sein! Sie können doch nicht einfach vom Erdboden verschluckt werden! Ich kann sie allerdings nirgendwo entdecken. Ein mulmiges Gefühl macht sich in meiner Magengrube breit. Mein Blick fällt erneut auf den jungen Mann. Bedrohlich ragt er über uns allen auf und das Licht der untergehenden Sonne leuchtet bedrohlich hinter seinem Rücken und taucht sein Gesicht in tiefen Schatten. Für einen Moment sehe ich, dass sich sein Mund zu einem bösartigen Grinsen verzieht, dann dreht er sich um und verschwindet genauso abrupt wie der Dämon mit meinem Bruder. Ängstlich bleibe ich in Mitten der Kämpfenden zurück – allein und fassungslos über das soeben Geschehene. Um mich herum herrscht Chaos.

    Bald geht es weiter ... Ich freue mich sehr über Rückmeldungen usw. (:

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2014-04-02
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Chroniken der Unterwelt

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