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Akatsuki Love Geschichte 3

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2 Kapitel - 10.869 Wörter - Erstellt von: Pikaluff - Aktualisiert am: 2014-04-01 - Entwickelt am: - 3.919 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das ist eine meiner Lieblings Akatsuki Love Geschichten von einem Quiz. Leider weiß ich den Besitzer nicht mehr ;( Wenn ihr den Macher des Quizzes kennt, dann schreibt den Namen doch bitte als Kommentar, damit ich ihn erwähnen kann.:)

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Name: YumiAlter: 17 JahreHerkunftsort: kleines verstecktes DorfAussehen: Yumi ist eine wahre natürliche Schönheit. Jeder der sie zum ersten Mal sieh
Name: Yumi

Alter: 17 Jahre

Herkunftsort: kleines verstecktes Dorf

Aussehen: Yumi ist eine wahre natürliche Schönheit. Jeder der sie zum ersten Mal sieht, würde sie als perfekt beschreiben. Ihre leicht geringelten braunen Haare, die immer zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden sind, ihre großen braunen Augen mit den langen Wimpern, den schlanken und wohlproportionierten Körper und die strahlend weißen Zähne, die bei jedem Lächeln zum Vorschein kommen. Ihr dunkelrotes knielanges Seidenkleid, das sich perfekt an ihren Körper schmiegt und die schwarzen Ballerina verliehen ihrer Schönheit noch mehr Glanz. Doch Yumi findet das alles andere als perfekt…


Persönlichkeit: Yumi ist eine fürsorgliche Person, die sich viele Sorgen macht und alles für ihre geliebten Freunde und Verwandte tun würde. Sie kann ziemlich laut werden, da sie sehr aufgeweckt ist und bringt auch die geduldigsten Menschen zur Weißglut. In Kämpfen kann sich ihr Charakter aber schnell ändern und so wird aus der anfangs stets lächelnden und quasselnden Gegnerin ganz schnell eine ruhige und gut überlegte Kämpferin, die man nicht so leicht besiegt. Außerdem langweilt sie sich auch recht schnell.


Fähigkeiten: Yumis Talente in Gen- und Ninjutsu sind alle gleich gut. Sie ist eine sehr hartnäckige und sehr schnelle Gegnerin, deren Schläge und Tritte alles zum Einsturz bringen. Wenn es um Taijutsu geht, kann ihr wirklich niemand etwas vormachen. Außerdem ermöglicht es ihr Kekkei Genkai eine unmenschliche Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer an den Tag zu legen. Deshalb kämpft sie meistens nur mit Taijutsu. In ihrem Dorf zählt sie zu den stärksten Ninja und würde wahrscheinlich sogar gegen den Kage in Spe ankommen.


Vergangenheit: Yumi wuchs in einem kleinen unbekannten Dorf mit ihren 4 Schwestern und ihren Eltern auf. Von den Schwestern war sie die Jüngste und damit auch diejenige, die stets unterlegen war. Denn auch ihre Schwestern waren wunderschön und stark. Nach einiger Zeit baute Yumi einen immer größeren Groll gegen ihre Schwestern auf, da diese immer von den Eltern bevorzugt wurden. Sie trainierte immer härter und schaffte es mit 15 Jahren ihre Schwestern zu übertrumpfen. Nun brachte sie ihrer Familie das Ansehen. Schnell merkte sie jedoch, dass das nicht wahr was sie wollte. Nein sie wollte etwas anderes als Ruhm und das hing mit dem Dorf zusammen. Denn das Dorf hatte einen sehr großen Fehler…

Yumis Geschichte: Der Wecker schrillte und ich schnellte in die Höhe. War es echt schon sieben Uhr? Ich seufzte und stellte den Wecker ab. Samstag um sieben aufstehen sollte verboten werden, aber heute war ich nun einmal mit dem Brötchen holen dran. Jedes Wochenende wechsel ich mich mit meinen Schwestern ab. So muss höchstens nicht immer nur eine auf ihren „Schönheitsschlaf“ verzichten. Und heute hatte es eben mich erwischt. Schnell schlüpfte ich aus dem Bett und verschwand in das anliegende Badezimmer. Ich schnappte mir meine Zahnbürste und fing an meine perfekt weißen Zähne zu putzen. Nachdem ich meinen Mund mit Wasser ausgespült hatte und mein Gesicht gewaschen war schnappte ich mir mein Kleid, das über der Dusche hing und zog mich um. Im Schlafanzug zum Bäcker gehen war wahrscheinlich nicht so angebracht. Noch ein, zwei Bürstenstriche und ich war fertig. Im Spiegel besah ich mein Werk. Das Kleid saß perfekt. Wie immer. Ein paar Haare hatten sich aus meinem Pferdeschwanz gelöst und umrahmten nun perfekt mein Gesicht. Wie immer. Ich lächelte und die perfekten weißen Zähne kamen zum Vorschein. Wie immer. Ich seufzte und verließ das Bad. Mein Zimmer war sauber und aufgeräumt. Kein Staubkorn schien sich abzusetzen. Wie auch, wenn meine Mum jeden Tag putzte? Ich schüttelte mit dem Kopf und machte mich auf den Weg in die Küche, um schon einmal den Tisch zu decken. Alles streng nach Plan natürlich! Nachdem das geschafft war, betrachtete ich mein Werk. Die Tischdecke war genau auf den Tisch zu geschnitten und ohne eine einzige Falte. Die sieben Teller waren blank poliert und perfekt positioniert. Genau fünf Zentimeter vom Teller entfernt lag das Messer. Einen Zentimeter weiter der Eierlöffel. Die Eierbecher, die Konfitüre, die Butter…einfach alles lag wo es sollte. Perfekt. Wie immer. Ich steckte mir eine Strähne hinters Ohr, nahm meinen Schlüssel vom Schlüsselbrett und schnappte mir den Korb, der wie immer neben der Tür stand. Dann ging es los. Das Wetter war einfach toll. Strahlend blauer Himmel, eine große gelbe Sonne und keine einzige Wolke. Perfekt…wie immer. Langsam ging ich den Bürgersteig entlang, wie alle anderen Bürger auch, die um diese Uhrzeit schon unterwegs waren, denn rennen war verboten. Hier und da wurde ich freundlich begrüßt und antwortete mit einem perfekten Lächeln. Wie immer. Alle Menschen schienen fröhlich zu sein. Stolz präsentierten die Frauen ihre roten oder erdfarbenen Seidenkleider mit dem passenden Hut und einer perfekten Frisur. Die Männer stellten stolz ihre Wagen zur Schau, die jeden Tag von ihnen gereinigt wurden, damit ja kein Schmutz auf dem roten Lack prangte. Kinder liefen genau wie ich mit Körben oder Bäckertüten umher und veranstalteten ein Regelrechtes Wettlachen. Alle waren perfekt. Wie immer. Gerade kam ich an dem Haus meiner Freundin vorbei, aus dessen Tür sie gerade stolperte. Sie blickte sich schnell um, ob jemand ihren Fehler bemerkt hatte und atmete dann erleichtert auf. Als sie mich erblickte grinste sie und hüpfte zu mir. „Na Yumi. Auch auf dem Weg zum Bäcker? Du siehst heute übrigens wieder fabelhaft aus!“ Sie umarmte mich und lächelte ein Zahnpastalächeln. „Danke Kiki. Du übrigens auch.“ Sie lachte fröhlich und schlenderte dann langsam los. Ich sehe also fabelhaft aus, hm? Ich fand ja eher ich sah perfekt aus…genau wie Kiki. Sie sah schließlich genauso aus wie ich! Nunja. Ihre Haare waren blond und ihre Augen eher grünlich aber dennoch sah sie aus wie ich. Versteht ihr was ich meine? Hier sehen alle gleich aus. Alle sind perfekt! Kiki grüßte fröhlich eine alte Dame und wandte sich wieder an mich, dabei übersah sie jedoch einen Laternenmast und rannte gegen ihn. „Autsch!“ Typisch Kiki, sie war die einzige schusselige Person die ich noch kannte. Warum noch? Nunja…früher gab es mehr Tollpatsche oder Behinderte oder Krüppel, auch unter meinen Freunden und Verwandten. Doch irgendwie sind sie alle verschwunden. Niemand weiß wohin. Bei meinem Onkel sagten uns ein paar von der Regierung, er wäre versetzt worden und lebe nun in einem anderen Land. Meine Freundin Lila war angeblich an einer Lungenentzündung gestorben. Autounfälle, Dienstreisen, Krankheiten, Umzüge, Beförderungen…das waren die Begründungen der Regierung. Und alle glaubten ihnen…nur ich nicht. Ist es denn wirklich Zufall, dass all diese nicht perfekten Leute verschwanden? Nein. Das war die Regierung! Sie wollten uns perfekt machen und hatten das mittlerweile anscheinend fast geschafft. Wir sahen alle gleich aus, waren alle hervorragende Kämpfer und natürlich auch sehr schlau. Wir waren perfekt. Wie die Regierung das wohl geschafft hatte… Vielleicht durch Klone? Inzucht? Genmanipulation? Warum waren wir alle perfekt? Ich meine selbst die Bäume sind alle gleich! Die Vögel, die Straßen, die Klamotten. Alles! Doch außer mir schien das hier niemanden zu kümmern. Sie waren alle perfekt und lebten dieses perfekte Leben in diesem ach so perfekten Dorf. Doch ich kann das nicht länger…mein Lächeln wird von Tag zu Tag unechter und die Augen von Tag zu Tag lebloser. Nicht mehr lang und ich bin ein Zombie. Ich muss hier raus! Ja ich liebe meine Familie, ich würde alles für meine Freunde tun und ich mag dieses Dorf. Doch das Dorf hat einen Fehler…es ist zu perfekt für mich. Nur wie komm ich hier raus? Ich muss irgendwie flüchten aber wie? Wir wurden sicher alle überwacht. Auf jeden Fall wurden die Grenzen alle überwacht. Unbemerkt flüchten ist da nicht! „Hey Yumi! Alles okay bei dir?“ Ich sah überrascht zu Kiki. Ich hatte sie ganz vergessen. Mittlerweile standen wir schon in der Bäckerei und ich war dran mit bestellen! Mann, bin ich blöd! Bevor ich noch weiter auffallen konnte ratterte ich die übliche Bestellung runter. Die Dame hinter der Theke blätterte in ihrem Ordner und überprüfte meine Angaben. Dann verschwand sie in den hinteren Teil des Ladens und suchte das entsprechende Brötchenpaket. Was das alles sollte? Ich sag doch wir werden überwacht! Alles wird hier überprüft, damit auch alles perfekt war. Und zum perfekt sein gehörte nun mal eine gesunde Ernährung, für welche extra unser Kalorienbedarf errechnet und bei unseren Mahlzeiten beachtet wurde. Jeder hat eine auf ihn persönlich abgestimmte Mahlzeit. Krank, oder? Kiki und ich verließen die Bäckerei und machten uns auf den Heimweg. An ihrem Haus umarmte ich sie noch einmal und setzte meinen Weg fort. Eine Frau öffnete gerade ihr Küchenfenster und mein Blick fiel automatisch auf ihren gedeckten Frühstückstisch. Haargenau wie unserer. Eben perfekt. Wie immer. Alles war gleich und deswegen auch so langweilig. Platz für Individuen war nicht. Deshalb musste ich hier so schnell wie möglich raus…und Kiki auch! Wer weiß was sonst die Regierung mit ihr anstellt… Nur wie konnten wir unbemerkt abhauen?

Ich lag gerade auf meinem Bett und knobelte einen Fluchtplan aus. Zumindest versuchte ich es, denn eine Idee war mir bisher nicht gekommen. Zu fliehen war nahezu unmöglich. Die Grenzen werden rund um die Uhr bewacht. Da kommt niemand rein oder raus. Vielleicht könnte ich eine der Wachen bestechen…? Aber ich hatte kein Geld und zu dem anderen Mittel der Bestechung wollte ich nicht greifen. Schließlich war ich keine Prostituierte, die einfach so ihren Körper verkaufte…außerdem wollte ich meine Unschuld nicht gerade an einen Fremden verlieren. Nein die sollte mir wenn dann schon mein Freund nehmen…fragt sich nur welcher. Ich habe schließlich keinen Freund! Ich meine es ist nicht so, dass ich mich nicht für die Jungen hier interessiere oder umgedreht. Im Gegenteil. Ich hatte schon mehrere Dates, Verehrer und Flirtobjekte aber der Richtige war nie dabei. Schließlich waren alle hier so gleich. Niemand war etwas Besonderes. Mir fehlte das gewisse etwas, die Funken, dieses explosionsartige Gefühl…BOOOOOM! Ich schreckte aus meinem Bett. Was war das denn? Das hat sich genau wie eine Explosion angehört! Dreh ich jetzt schon ganz durch? In dieser Stadt ist noch nie etwas explodiert! Ich kenn dieses Knallgeräusch auch nur aus Radio und dem Fernsehen. Aber in echt gab es so etwas noch nie! Ich sprang auf und lief schnell ans Fenster. Auf der Straße sammelte sich eine Menschenmenge, die immer mehr wuchs. Alle suchten den Ursprung des Knalls. Ein Mann riss seinen Arm hoch und zeigte nach Westen in die Richtung der alten Fabrik. Alle wendeten ihre Blicke nach Westen, so auch ich. Und tatsächlich. Dort wo einmal die Fabrik war, lagen jetzt nur noch Trümmer und Schutt und Rauchschwaden stiegen auf. Wie um alles in der Welt ist das denn passiert? Naja hier oben werde ich es auf jeden Fall nicht herausfinden. Schnell zog ich eine Jacke über und rauschte nach unten. Meine Eltern standen auch schon vor der Tür und unterhielten sich angeregt mit den Nachbarn. Als ich an ihnen vorbei wollte packte mich meine Mutter am Arm. „Yumi wo willst du denn bitte schön hin?“ Ich seufzte und lächelte sie dann gezwungen an. Seit wann ist sie denn die überfürsorgliche Mutter? „Ich will nur schnell zur Fabrik und schauen was da passiert ist. Du weißt ich bin der stärkste Ninja hier, also mach dir bitte keine Sorgen.“ Damit wand ich mich aus ihrem Griff und verschwand in der Menschenmenge, die immer noch ratlos in die Gegend starrte.

Bei der Fabrik stand wirklich kein Stein mehr auf dem anderen. Wer auch immer das Ding hatte hochgehen lassen, war auf jeden Fall ein Profi und hatte viel Übung gehabt. Ich lief etwas durch die Trümmer und suchte nach irgendeiner Spur. Aber außer Ruß und ein paar Steinchen war nichts zu finden. Irgendwie gefiel mir der Ort hier. Er war jetzt nämlich alles andere als perfekt. Bei dem Gedanken musste ich unweigerlich grinsen. Endlich ein Makel in dieser perfekten Stadt. Wer auch immer das Ding gesprengt hatte, dafür liebte ich ihn. Plötzlich kam mir ein Gedanke. Ohne es mitzubekommen hatte sich meine Unterlippe vorgeschoben und ich schmollte traurig vor mich hin. „Die erste Explosion meines Lebens und ich konnte sie nicht einmal sehen…“ Meine Stimme klang schrecklich bockig, wie die eines kleinen Kindes, dem der Loli verweigert wurde. Ein Lachen ließ mich zusammenfahren. „Hast du das gehört Danna? Das war die erste Explosion ihres Lebens! Wo gibt’s denn so etwas, un?“ Ich drehte mich um mich selbst und suchte nach der Stimme. Ich hatte sie nicht erkannt und ich kannte eigentlich jeden in diesem Dorf. Das bedeutete es war ein Fremder. Aber wie um alles in der Welt kam der hier her? Man kommt nicht über die Grenze! „In einer Welt ohne dich gibt es so etwas Deidara!“ Wieder fuhr ich zusammen. Noch ein Fremder. Aber wo um alles in der Welt waren sie? Ich stand ganz allein in den Trümmern! Bin ich denn blind? Langsam aber sicher verzweifelte ich. „Hey Danna. Ich glaub die Kleine hat Angst vor uns. Schau doch nur mal wie hilflos sie aussieht! Derweilen ist sie so eine Schönheit, un…“ Noch einmal drehte ich mich um mich selbst. Aber da war wieder niemand. Langsam überkam mich Panik. Was war hier nur los? Was wollten die Fremden hier? Wer waren sie? Langsam fing mein Kopf an zu schmerzen, wie in jeder anderen Stresssituation auch. „Vor deinem Lärm kann man ja auch nur Angst bekommen. Ist ja keine Kunst!“ Wieder fuhr mein Kopf herum. Wieder niemand. „Hey. Das ist unfair Danna, un. Du weißt genau, dass Explosionen eine größere Kunst sind als Marionetten!“ Kunst? Explosionen? Marionetten? Wovon um alles in der Welt reden die? Mein Kopf schien langsam unter den Schmerzen zu zerbersten und ich ging in die Knie. Diese blöden Kopfschmerzen! Warum war ich auch so Stress anfällig? Ich keuchte und presste mir die Handballen an die Schläfen. So ein Mist! „Öhm Danna, un? Die Kleine scheint ziemliche Schmerzen zu haben…“ „Wahrscheinlich ist ihr wegen dir das Trommelfell geplatzt. Na klasse Deidara. Wir sollten sie entführen und nicht quälen! Was will den Akatsuki mit einer Tauben!“ „Hey! Du hast mir gesagt ich soll das Ding in die Luft jagen um sie herzulocken, also sei mal ruhig Danna! So schlimm wird’s schon nicht sein, un!“ Ich hörte durch das Pochen hinweg das Knirschen von Steinen. Doch ich konnte nicht ausmachen aus welcher Richtung es kam. „Nicht erschrecken Kleine!“ Auf einmal schlang sich ein Arm um meine Taille und zog mich auf die Füße. Ich wollte schreien aber mir wurde der Mund zu gehalten. Als ich merkte wie mir etwas Feuchtes über die Lippen strich, musste ich quieken. Was um alles in der Welt war das? „Deidara ihr den Mund zu zuhalten ist keine gute Idee…vor allem nicht, wenn es deine Hand ist.“ Ich merkte wie die Person hinter mir zusammen zuckte und dann schnell die Hand von meinem Mund nahm. „Entschuldige…“ Ich schnappte nach Luft und versuchte mich umzudrehen, was aber nicht funktionierte, da meine Taille immer noch von einem Arm umschlungen wurde, der mich fest an einen Körper presste. Ich erstarrte als mir die Nähe zu dem Fremden bewusst wurde. Was wollten die von mir? Mittlerweile trat aus den Rauchschwaden vor mir eine Gestalt heraus. Ich staunte. So jemanden hatte ich hier noch nie gesehen. Der Fremde war ungefähr so groß wie ich und vielleicht 20 Jahre alt, wenn überhaupt. Er hatte rote Haare und braune Augen, die mich kalt musterten. Nein dieser Mann war älter. Kein 20-jähriger konnte einen so anschauen. So wissend, berechnend und müde. Müde von einem anstrengenden und gelichzeitig langweiligen Leben. Wer auch immer dieser Typ war, er wusste wie man nicht alterte. Aber ging das denn überhaup? „Du bist Yumi stimmt‘s? Mein Name ist Sasori und der Blonde da ist mein Partner Deidara.“ Blonde? Erst jetzt erinnerte ich mich wieder an den Arm an meiner Taille. Ich hatte glatt vergessen, dass Sasori nicht allein hier war, so sehr hatte ich über sein Geheimnis nachgedacht. Der Arm um meine Taille hatte sich mittlerweile etwas gelockert. Ich hätte jetzt sicher einfach unten durch schlüpfen können, wenn ich gewollt hätte. Aber das wollte ich nicht. Ich wollte mehr über diese beiden Fremden wissen. Sie waren anders, interessant. Nicht so wie der Rest hier. Langsam und bedächtig drehte ich mich. Sofort schloss sich der Arm wieder enger um mich. Ich keuchte überrascht. Von wegen unten durch schlüpfen! Der Typ war verflixt schnell! Ich hielt in meiner Bewegung inne und als Deidara merkte, dass ich nicht abhauen wollte, gab er mir ein paar Zentimeter mehr. Trotzdem konnte er immer noch leicht zu schnappen, falls ich türmen wollte. Clever. Ich drehte mich also weiter und riss plötzlich erschrocken die Augen auf, als ich in zwei andere blaue Augen schaute. Deidara war ein Stück größer als ich, vielleicht 19 Jahre alt und sah mich mit hochgezogener Augenbraue von oben herab an. Erst jetzt bemerkte ich wie nah ich ihm war. Nämlich so nah, dass sich fast unsere Nasenspitzen berührten. Mir stockte der Atem und ich schaute immer noch wie hypnotisiert in seine Augen. Die waren ja der Hammer! Total blau. Ich musste ihn einige Zeit lang angestarrt haben, denn Sasori seufzte genervt und Deidara begann lautlos zu lachen. „Ich find‘s auch schön dich kennen zu lernen Yumi, un.“ Sofort lief ich puterrot an und wendete mich wieder Sasori zu. „Warum habt ihr die Fabrik gesprengt? Sagt schon was wollt ihr hier?“ Sasori seufzte noch einmal genervt. „Erstens: die Fabrik hat Deidara gesprengt um dich herzulocken, nicht ich. Zweitens: Wir wollen dich…. besser gesagt Akatsuki will dich.“ Ich legte meinen Kopf schief. „Akatsuki?“ „Jap. Aber das ist der falsche Ort für solche Gespräche. Hier könnte jeden Moment jemand vorbei kommen, also lasst uns wo anders hingehen, un.“ Damit hob Deidara mich hoch und steuerte genau wie Sasori auf den angrenzenden Wald zu. Wo bin ich da nur rein geraten? Okay…ich geb es zu. Mir gefiel die Sache bisher. Das klang alles hoch interessant. Vielleicht konnten die beiden mich ja endlich hier rausbringen? Und vielleicht auch Kiki! Wer weiß was sonst die Regierung mit ihr macht…Der trau ich nämlich alles zu.

Nach einer gefühlten Ewigkeit rannten die beiden Nuke-Nins immer noch. Mittlerweile war mir nämlich Deidaras Stirnband aufgefallen. Der Kratzer sagte ja alles. Sein Heimatdorf konnte ich jedoch nicht identifizieren. Mit den einzelnen Zeichen kannte ich mich nämlich nicht aus. Warum auch? Niemand kam in unser Dorf rein und keiner raus. Was kümmerten mich da die Zeichen? Deidara seufzte. „Bin ich als Nuke-Nin so abstoßend, dass du mich derartig anstarren musst?“ Ich erschrak und lief rot an, als mir klar wurde, dass ich ihn sicherlich fünf Minuten angestarrt hatte. Peinlich. „Ich finde dich nicht abstoßend! Im Gegenteil. Ich hab mich eben nur gefragt woher du kommst. Ich kenne diese Zeichen nun einmal nicht…“ Deidara lachte und schüttelte mit dem Kopf. „Dann frag mich doch einfach! Ich erklär dir die ganzen Zeichen alle mal okay? Aber vorher suchen wir uns lieber noch ein sicheres Plätzchen. Wir wollen dir ja eh einiges erzählen. Übrigens finde ich dich auch alles andere als abstoßend.“ Ich lief rot an und er grinste breit.

Nach weiteren fünf Minuten bremste Sasori und ging ein Stückchen nach Norden. Deidara folgte ihm mit mir. Als wir aus dem Schatten der Bäume traten, standen wir auf einer kleinen Lichtung, die von einem kleinen Fluss inklusive Miniwasserfall geteilt wurde. Hinter dem Wasserfall war sogar eine kleine Höhle…ob sie sich hier versteckt hatten? Das Licht ließ die umstehenden Blumen kräftig leuchten und die Vögel zwitscherten. Es war wirklich ein toller Anblick. Jetzt ließ Deidara mich herunter, hielt aber weiter hin meinen Arm umfasst. Ich sah mit hochgezogener Augenbraue fragend zu ihm herauf. „Nur damit du mir nicht weg rennst.“ Er zwinkerte, während ich genervt aufstöhnte. Als würde ich abhauen! Dafür waren die beiden viel zu interessant. Und solang ich aus diesem Dorf kam und bei ihnen bleiben konnte, würde ich den beiden überall hin folgen. Mittlerweile waren sie mir nämlich schon näher als meine Familie und Freunde es je hätten sein können…abgesehen von Kiki. Diese beiden Fremden waren jetzt meine neue Verbündeten…Das musste ich ihnen jetzt nur noch irgendwie begreiflich machen. Aber vorher sollte ich mir trotzdem erst einmal anhören, was genau sie von mir wollten. Deidara zog mich zu einem umgestürzten Baum und setzte sich auf dessen Stamm. Ich platzierte mich neben ihm. Sasori nahm auf einem Felsblock gegenüber Platz.

„Also Yumi, wie gesagt: Akatsuki will dich. Warte bevor du etwas sagst, lass mich dir alles erklären.“ Ich schloss meinen eben zur Frage geöffneten Mund und sah Sasori erwartend an. „Erstens: Akatsuki ist eine Verbrecherorganisation bestehend aus Nuke-Nins. Wir sammeln so genannte Bijuu-Geister, um Frieden auf der Welt zu schaffen. Zumindest meint das der Leader immer.“ „Welcher Leader?“ „Ich sagte doch du sollst mich reden lassen! Unser Leader heißt Pain und organisiert alles. Akatsuki agiert jeweils in Zweierteams, nur unser Spion Zetsu bildet dabei eine Ausnahme. Du würdest wahrscheinlich mit Deidara und mir ein Dreierteam bilden. Pain meinte deine Fähigkeiten wären in unserem Team am ehesten von Nutzen. Du müsstest mit uns auf verschiedenste Missionen gehen und Bijuus jagen. Du hast die Wahl, Akatsuki oder Tod, denn mit diesen Informationen können wir dich unmöglich weiterleben lassen.“ Ich schluckte. Tod? Man das waren echt Verbrecher so viel war klar… „Jetzt mach ihr doch nicht so eine Angst Danna!“ Ich blickte zu Deidara und auf einmal wurde mir warm ums Herz. Mittlerweile war mir schon klar geworden, dass ich für ihn schwärmte. Er hatte einfach etwas Magisches an sich. Ich kannte niemanden der so lebhaft und aufmerksam war. Mein Entschluss stand fest: Ich wollte bei ihm bleiben. „Wenn das so ist, dann wähle ich Akatsuki. Hier hält mich eh nichts…außer vielleicht meiner besten Freundin. Könnten wir sie nicht mit nehmen?“ Sasori zog fragend eine Augenbraue hoch, während Deidara mich seltsam ansah. „Tut mir Leid Yumi aber…ich glaube für deine Freundin können wir nichts mehr tun.“ Ich riss meine Augen auf. „Was meinst du damit Sasori?“ Deidara sah betreten zur Seite und wendete seinen mitfühlenden Blick dann wieder auf mich. „Es tut mir so leid Yumi…Sie wurde von eurer Regierung abgeholt. Bevor wir das alte Fabrikgebäude gesprengt haben, sind wir an ihrem Haus vorbeigekommen…also vorbei geflogen… ein paar Männer haben sie abgeholt. Ich sah Deidara ungläubig an, dann starrte ich auf meine Hände. Das konnte nicht stimmen…das durfte nicht stimmen! Heute Morgen war ich doch noch mit ihr beim Bäcker. Wieso? Wieso? „Wieso…?“ Meine Stimme bebte. Tränen fielen auf meine Handrücken, während ich in mich zusammengesunken war und meinen Kopf hängen ließ. Deidara und Sasori tauschten einen fragenden Blick aus. „Was ‚wieso‘?“ Ich sah hoch und Deidara zuckte zusammen. Ich sah sicher schrecklich aus. Total tränenverschmiert und mit roter Nase. „WIESO HABT IHR NICHTS UNTERNOMMEN?“ Ich schrie vor Verzweiflung so laut auf, dass die Vögel der umliegenden Bäume kreischend aus den Wipfeln flatterten. „Wir konnten nichts machen Yumi. Es war bereits zu spät. Als ich sagte: ‚Sie haben sie abgeholt‘, meinte ich: ‚Sie haben ihre Leiche abgeholt‘. Sie war bereits tot.“ Ich sah Deidara geschockt an. „Was…?“ Sasori verlagerte sein Gewicht etwas. Er saß da wie ein gelangweilter Schuljunge, der sich gerade den perfekt auswendig gelernten Stoff ins Gedächtnis rief und begann: „Wenn du mich fragst ein Gift. So wie ihr Körper aussah…total verkrampft und mit gräulicher Haut. Ich tippe auf ein langsam wirkendes Nervengift, das den Körper erst lähmt und dann vollends zerstört. Sie wird sicher kaum Schmerzen gehabt haben. Wahrscheinlich wurde ihr das Zeug übers Essen oder Trinken verabreicht…“ Seine Stimme klang gelangweilt und genervt, als würde dem Schuljungen der Lernstoff langsam auf den Keks gehen. Ich sah ihn überrascht an und hörte sogar auf zu heulen. Wow, wusste er viel über Gifte… „Mein Danna ist auf dem Gebiet der Gifte ein wahres Genie. Also wunder dich nicht…“ Deidaras Stimme klang seltsam. Voller Reue und Mitgefühl, obwohl er dafür ja gar nichts konnte. Ich biss mir auf die Lippe und ballte meine Fäuste. Die Tränen kamen wieder. Doch dieses Mal nicht aus Trauer, sondern aus Verbitterung. „Ich komme mit euch. Ich will hier einfach nur noch weg…“ Sasori nickte, stand auf und verließ ohne ein Wort die Lichtung. „Er geht im Dorf Informationen sammeln…“ Ich antwortete Deidara nicht sondern starrte nur vor mich hin. Er seufzte. „Es tut mir Leid Yumi.“ Seine Stimme war aufrichtig und machte mich nur noch trauriger. Ich sah zu ihm und die Tränen setzten noch stärker ein. „Du kannst doch nichts dafür!“, schluchzte ich. Ich fiel in mich zusammen und weinte nun ungehemmt los. All das Leid, all die Trauer, all die Sorgen der letzten Jahre machten sich los und flossen in den Strom der Tränen. Deidara sah mich unbeholfen und leicht überfordert an ehe er näher rückte und unsicher einen Arm um mich legte. Das Selbstsichere und Herausfordernde war von ihm gewichen. Ich wendete mich ihm zu und verbarg mein Gesicht an seiner Brust. Meine Hände krallten sich in seinen Mantel, während es mich immer und immer wieder schüttelte. Deidara strich mir über die Haare und versuchte mich zu beruhigen.

Nach einer Viertelstunde hatte er mich einigermaßen still bekommen. Nur ab und zu war ein Schluchzen von mir zu hören. Ich lag immer noch in seinen Armen und starrte betrübt vor mich hin. Auf einmal nahm er seine Arme von mir und versuchte aufzustehen. Ich protestierte und krallte mich noch mehr an ihm fest. Er lachte. „Ich wollte doch nur schnell einen Stock suchen.“ Ich sah ihn verwirrt an. Was will er denn mit einem Stock? Wieder versuchte er aufzustehen und wieder hielt ich ihn zurück. „Yumi du wirst doch wohl mal eine Minute deine Finger von mir lassen können oder?“ Ich sah ihn geschockt an und lief dann rot an. Musste er immer so doppeldeutig reden? Er lachte. „Ich mag es wenn du rot wirst…“ Er legte seine Hand auf meine Wange. „Du bist wirklich wunderschön.“ Meine Wangen wurden immer heißer. Ich sah in seine Augen und mittlerweile waren wir keine zehn Zentimeter mehr voneinander entfernt. Ich müsste mich nur noch etwas vorlehnen und schon könnte ich seine Lippen mit meinen schmecken…Doch bevor es dazu kommen konnte erhielt etwas anderes meine Aufmerksamkeit. Etwas Nasses strich über meine Wange, genau da wo Deidara seine Hand hatte und ich quiekte wieder erschrocken auf. Was war das nur immer? Er lächelte mich entschuldigend an bevor er seine Hände von meinen Wangen nahm und sie mir mit den Handflächen nach vorn zuwandte. Ich staunte nicht schlecht. Da hat der Typ echt Münder an den Händen! Eine Zunge blitzte hervor und jetzt wurde mir auch klar was mich da Nasses an Wange und vorher auch an Lippe gestreift hatte. Auf einmal lief ich rot an. „Was ist denn los Yumi?“ Er grinste. „Nunja…also du …hast ja Münder an den Händen und…vorhin hast du…mir doch den Mund zu gehalten…und…naja du weißt schon…“Jetzt schien er zu begreifen was ich meinte. „War wohl das erste Mal das dich jemand mit seiner Hand geküsst hat.“ Er lachte, während ich noch röter wurde. „Um ehrlich zu sein Deidara, war das das erste Mal, das mich überhaupt jemand geküsst hat.“ Er sah mich überrascht an. „Dich hat noch niemand geküsst?“ Ich schüttelte den Kopf. Er lachte nur schüttelte dann selbst mit dem Kopf. „Unglaublich. Obwohl du das wahrscheinlich hübscheste Mädchen der Welt bist, hat dich noch niemand richtig geküsst.“ Ich schämte mich und sah ihn schüchtern an. „Nunja…du warst mehr oder weniger der Erste….oder besser gesagt deine Hand.“ Er schüttelte nur verzweifelnd mit dem Kopf. „Das war doch kein richtiger Kuss Yumi. Meine Hand zählt nicht. Selbst wenn sie einen Mund hat.“ Ich musste kichern. Deidara grinste plötzlich. Ich verstummte und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Auf einmal beugte er sich zu mir herunter und ehe ich mich versah lagen seine Lippen auf meinen. Meine Augen weiteten sich, als ich begriff. Weich und warm. Das war das erste was mir einfiel. Ich schloss meine Augen und erwiderte den Kuss. Zweifellos. Ich habe mich in ihn verliebt. Langsam lösten wir uns und ich war völlig außer Atem. Auch er keuchte leise und seine Augen funkelten schelmisch. „DAS war ein Kuss…“ Er sprach leise in mein Ohr und mir lief ein angenehmer Schauer über den Rücken. Plötzlich stand er einfach auf, drehte mir den Rücken zu und verschwand genau wie Sasori ohne ein Wort im Wald. Ich sah ihm geschockt hinter her. Ignoriert der mich einfach so! Was für ein gemeiner Idiot! Erst mir den ersten Kuss rauben und dann auch noch einfach ohne ein Wort verschwinden und so tun als wäre nichts gewesen! Ich kochte vor Wut. Na warte Deidara. Das zahl ich dir heim! Aber wie…? Plötzlich hatte ich eine Idee. Ich werde ihn so eifersüchtig machen, dass er sich wünscht mich nie einfach so zurück gelassen zu haben! Und wenn ihn das kalt ließ, weil er mich gar nicht liebte?...Nunja. Dann hatte ich höchstens meinen Spaß mit anderen Typen gehabt und gleichzeitig Ausschau nach dem Richtigen gehalten. Wenn Deidara schon nicht der Richtige war…Mein Entschluss stand fest. Ich würde mich demnächst so sexy wie noch nie präsentieren…aber nicht gegenüber Deidara…zumindest nicht direkt. Aber zuschauen, wie ich mich mehr oder weniger einem anderen anbot durfte er noch. Ich hatte zwar noch nie einen Mann verführt oder es zumindest versucht, aber davon gelesen und gehört hatte ich schon. Das würde ich schon hinbekommen. Wozu war ich schließlich eine Frau mit perfektem Körper und perfektem Auftreten? Nur weil ich bis jetzt noch nie geküsst wurde, heißt das nicht, dass ich nicht sinnlich und verführerisch sein kann. Im Gegenteil. Die unberührten Früchte sind doch immer die Beliebtesten. Schließlich isst niemand gern von einem schon angebissenen oder von Würmern zerfressenen Apfel. Jetzt fehlten mir nur noch die Typen, die ich anflirten konnte. Aber da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Akatsuki. Da werden sicher genug Flirtobjekte rumlaufen und eines hatte ich jetzt schon ganz besonders im Sinn. Ich meine, mit wem könnte man Deidara nicht am meisten eifersüchtig machen, wenn nicht mit seinem Danna? Auch wenn dieser sicher eine ziemliche Herausforderung darstellen wird…

„Wir machen uns jetzt auf den Weg. Ich möchte die anderen nicht noch länger warten lassen.“ Sasoris Stimme holte mich wieder in die reale Welt zurück. Er stand genau vor mir, sah mich aber nicht an, sondern suchte mit den Augen den Waldrand ab. Gut sieht er ja aus aber für mich war er kein Vergleich zu- „Deidara! Wo warst du so lang? Du hast uns warten lassen!“ Sasori sah mit einem Eisblick auf Deidara, der eben die Lichtung betrat und die Hände erhob als wolle er sich ergeben. „Tut mir Leid Danna. Ich musste nur noch einmal wo hin.“ Sasoris Augen verengten sich zu Schlitzen. Er griff in seine Manteltasche und zog eine Schriftrolle hervor. Ich sah ihn fragend an und lehnte mich neugierig ein Stück vor, so dass mein Kleidträger etwas herunterrutschte und man einen perfekten Einblick in meinen Ausschnitt hatte. Schließlich durfte ich nicht vergessen, dass ich Deidara irgendwie eifersüchtig machen musste. Es schien zu funktionieren, denn Deidara sog scharf den Atem ein und starrte auf Sasori. Dieser war jedoch völlig unbeeindruckt und tat so als wäre nichts. Ich sah nicht zu Deidara konnte seinen Groll aber spüren, während ich weiterhin Sasori fixierte. Er rollte gerade die Schriftrolle etwas auseinander. Ich erkannte Schriftzeichen. Hiruko. Was sollte das denn bitte sein? Ich legte meinen Kopf auf die Seite und musste dabei so bedeppert ausgesehen haben, dass sogar Sasori schmunzelte. Deidara hatte sich in der Zwischenzeit mit vor der Brust verschränkten Armen an einen Baum gelehnt und beobachtete uns argwöhnisch. Im nächsten Moment war ich von einer Rauchwolke eingehüllt und fing heftig an zu husten. Ich schüttelte mich und erschrak als ich ein sehr seltsam aussehendes Etwas vor mir sah. Sasori schüttelte nur schmunzelnd den Kopf während Deidara beleidigt schnaubte. „Oh mein Gott…so etwas hab ich ja noch nie gesehen…was ist das Sasori?“ Ich stand auf und sah mir die kleine buckelige Gestalt mit dem Akatsukimantel etwas genauer an. Als ich eine Runde gedreht und mir das Ding von allen Seiten beschaut hatte, kam mir die Erleuchtung. „Das ist eine Puppe oder? Du bist Marionettenspieler nicht wahr?“ Sasori nickte und beobachtete mich und „Hiruko“. So hieß sie sicher. „Das war mal ein Mensch…“ Deidaras Stimme ließ mich zusammen zucken. Ein Mensch? Ich sah Sasori mit großen Augen an. Hatte er echt einen Menschen in eine Marionette verwandelt? Wow. Mir wurde bei dem Gedanken etwas schwindelig und ich setzte mich wieder auf den Baumstamm. Sasori zuckte nur mit den Schultern und bewegte seine Hand. Ich sah die Chakrafäden, die Hiruko öffneten und staunte nicht schlecht als Sasori es sich in Hiruko bequem machte. „So lös ich das Problem mit der Verteidung.“, meinte er monoton. Ich nickte benommen. Akatsuki würde auf jeden Fall sehr interessant werden, wenn noch mehr seltsame Gestalten dort herumliefen. Zwei kannte ich ja bereits. Nun setzte sich Sasori….oder eher Hiruko in Bewegung. Ich stand auf und folgte ihm, als plötzlich etwas meinen Arm berührte und meinen Träger wieder hochschob. Ich drehte meinen Kopf verwundert zu Deidara, der nur stur geradeaus blickte und versuchte mich zu ignorieren. Ich würde sagen mein Plan ging auf.

Wir hatten nun schon über die Hälfte des Weges hinter uns und würden morgen das Hauptquartier erreichen. Doch für heute machten wir erst einmal Schluss und mieteten uns in einem Gasthaus ein Zimmer. Ja, richtig gehört. EIN Zimmer! Denn mehr war nicht frei. Das heißt ich durfte heute Nacht mein Zimmer mit zwei Kerlen teilen. Ich seufzte. Das konnte was werden. Sasori öffnete die Tür und betrat dicht gefolgt von mir den Raum. Deidara folgte uns genervt. Ich erstarrte. Die Einrichtung bestand aus zwei Stühlen, einem Tisch, einem Schrank und einem Doppelbett. Außerdem lag noch ein unbequem aussehender Futon herum. Den hatte uns der Wirt als Notlösung hingelegt. Na klasse und wo schlaf ich jetzt? Den Futon hätte ich für mich allein aber das Ding sah einfach nur autsch aus. Das Bett war mir da schon lieber. Aber da müsste ich wahrscheinlich noch Deidara oder Sasori mit rein nehmen. Wie das klang…Ich seufzte. Ich drehte mich zu ihnen und sah, dass sie genau so grübelten. „So Jungs. Ihr nehmt das Bett und ich den Futon oder wie?“ Sie drehten sich geschockt zu mir um. „Kommt nicht in Frage! Ich teil mir sicher nicht mit Deidara das Bett.“ „Das gilt auch für mich Danna.“ Die beiden sahen mich mit einer Mischung aus Wut und Verwirrung an. „Wie machen wir es dann?“ Sasori überlegte kurz und ging dann zum Schreibtisch. Er zog die Schublade auf und holte sowohl Block als auch Bleistift hervor. Er riss ein Blatt ab und teilte es in drei Stücke. Deidara und ich schauten uns fragend an und traten dann hinter ihn um ihm über die Schulter zu linsen. Ich war überrascht, auf die Idee wäre ich nicht gekommen. Sasori schrieb auf zwei Zettel das Wort „Bett“ auf den anderen „Futon“. Dann faltete er die Zettel zusammen und steckte sie in ein leeres Glas. Er schüttelte und mischte somit die Zettel. Dann hielt er mir das Glas hin. „Wir losen einfach wer wo schläft.“ Deidara und ich nickten und zogen beide einen Zettel. Sasori nahm den Dritten. Dann falteten wir sie auseinander. Bitte nicht mit Deidara im Bett! Ich möchte den Futon! Ich betete während ich meinen Zettel öffnete. „Bett“ Ich fluchte innerlich. Sieht so aus, als hätte ich diese Nacht einen Bettgenossen, fragt sich nur wen von beiden. Beide sahen auf ihre Zettel. Ihre Gesichter waren wie versteinert. Na gut Sasori schaut immer so ausdruckslos, aber Deidara? Deidara starrte Sasori an und der ihn. Dann wendeten beide ihre Köpfe gleichzeitig zu mir. Irgendwie sah das schon sehr witzig aus so synchron wie die waren. Ich lächelte unbeholfen und zeigte ihnen meinen Zettel, während ich rot anlief. Sasori zeigte keine Reaktion, während Deidaras Augen aufblitzten. Angst! Wieder sahen sie einander an, dann drehten sich ihre Köpfe wieder zu mir. Man hört auf damit, sonst muss ich echt lachen! Gleichzeitig drehten sie ihre Zettel um. „Oh.“ Das war alles was ich rausbrachte als ich die beiden Zettel studierte. Dann lächelte ich. „Sieht so aus als würde ich heute mein Bett mit dem Danna teilen.“ Sasori lächelte leicht, während Deidara uns die Zettel abnahm, zerriss und in den Papierkorb schmiss. Da war aber jemand wütend, dass er heute auf dem Futon schlafen musste. Ich zuckte mit den Schultern und verschwand im Badezimmer. „Mach dich ja nicht so breit Sasori!“, rief ich bevor die Badezimmertür zuschlug.

Nachdem ich mich im Bad fertig gemacht hatte und mein „Schlafkleid“, das eigentlich nur ein viel zu großes und labbriges Shirt war, angezogen hatte setzte ich mich aufs Bett. Sasori stand eben von diesem auf und verschwand im Bad. Ich zog die Beine an und sah Deidara zu, der gerade den Futon fertig machte und sich anschließend darauf fallen ließ. Er sah mich an und ich bemerkte wie seine Augen sich kurz weiteten und aufblitzten bevor er schnell den Blick abwandte. Ich sah ihn verwirrt an. „Findest du das nicht etwas zu aufreizend für unseren Danna, Yumi?“ Ich zog eine Augenbraue hoch und sah an mir herunter. Erst jetzt fiel mir auf, dass mein Ärmel über meine Schulter gerutscht war und somit fast die Hälfte meines Oberkörpers frei lag. Ich hatte nur Glück, dass eine meiner langen Haarsträhnen den größten Teil meiner Brust verdeckte. Ich lief zwar etwas rot an, konnte mir jedoch nicht verkneifen Deidara zu ärgern. Anstatt also meinen Ärmel wieder hochzuziehen, schob ich den anderen auch noch herunter. Nun saß ich wirklich mit freiem Oberkörper da und nur meine Haare boten Sichtschutz. Mein Shirt war bis zur Hüfte herunter gerutscht. „So vielleicht besser?“ Deidara drehte seinen Kopf zu mir und seine Augen weiteten sich. Dann sah er wieder weg und krallte sich mit aller Gewalt an seinem Knie fest. „Danke für die Antwort. Hättest mir auch einfach sagen können, dass ich hässlich bin.“ Ich schnaubte gespielt beleidigt und zog mich wieder richtig an bevor Sasori ins Zimmer kam. Kaum war dieser über die Schwelle der Badezimmertür getreten, rannte Deidara auch schon an ihm vorbei und schlug die Tür zu. Sasori sah mich mit einer Mischung aus Verwirrung und Gleichgültigkeit an bevor er fragte: „Was ist denn mit dem los?“ Ich zuckte nur mit den Schultern, lächelte unschuldig und schlüpfte unter die Bettdecke. Zeit für etwas Schlaf.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, bekam ich als erstes mit, dass mich etwas gefangen hielt. Ich sah an mir herunter und erkannte, dass zwei Arme um mich geschlungen waren. Allerdings waren sie steinhart und sonderten keine Wärme ab. Ich war überrascht. Sie fühlten sich eher an, wie…wie…Holz! Jetzt verstand ich! Ich drehte mich vorsichtig um und erschrak etwas als Sasoris Gesicht keinen Zentimeter von meinem entfernt war. Seine Augen waren geschlossen. Jetzt war mir auch klar wieso er mir trotz seines jungen Aussehens so alt vorkam. Mit meiner Vermutung, des nicht Alterns hatte ich also Recht gehabt. Sasori war wirklich eine Marionette…Ich war immer noch ziemlich perplex und riss die Augen weit auf, als Sasori aufwachte und mir gleichgültig in die Augen schaute. „Morgen Yumi…“ Er klang noch müde und machte keine Anstalten mich loszulassen. Inzwischen spürte ich auch den stechenden Blick, der aus Richtung Futon kam ganz deutlich auf uns oder besser gesagt auf mir. Deidara war also auch schon eine Weile wach. Was mach ich den jetzt? Er soll noch eifersüchtiger werden. Ich überlegte fieberhaft und hatte endlich eine Idee. Schnell huschte mein Blick von Sasoris zu Deidaras Augen und dann wieder zurück. Dann beugte ich mich vor und ehe Sasori reagieren konnte lagen meine Lippen auf seinen. Ich presste die Augen zusammen, als mir bewusst wurde wie sehr sich dieser Kuss von meinem ersten Kuss unterschied. Sasori war eine Marionette. Seine Lippen kalt und hart. Schnell löste ich mich von ihm und sah in entschuldigend an, was Deidara nicht sehen konnte. Denn dieser war schon längst aus dem Zimmer gerauscht und ließ einen verwirrten Sasori zurück. „Warum hast du mich geküsst Yumi? Du liebst schließlich Deidara und nicht mich.“ Er sprach es einfach so aus, das was ich mir erst nicht eingestehen konnte. „War das denn so offensichtlich?“ Sasori nickte nur genervt und ließ mich endlich los. Ich richtete mich auf und zog meine Knie an meinen Oberkörper. Ich schämte mich. „Es tut mir Leid Sasori…es ist nur so…Deidara hat…also…naja, als du Informationen beschaffen warst, da-“ „Hat Deidara dich geküsst.“ Es war keine Frage sondern eine Feststellung. Ich nickte. „Und ich schätze mal er ist danach einfach so abgehauen. Nachdem er dir deinen ersten Kuss geraubt hat. Deswegen warst du wütend und wolltest es ihm heimzahlen, in dem du ihn eifersüchtig machen wolltest, was dir ja auch bestens gelungen ist, in dem du dich an mich, seinen Danna, rangemacht hast. Nicht wahr?“ Ich erschrak. War ich denn so leicht zu durchschauen? Sasori stöhnte genervt auf. „Für mich sind Menschen nichts weiter als offene Bücher. Es ist kein Kunststück dich oder die anderen zu durchschauen.“ „Achso.“ Mehr brachte ich nicht heraus. Sasori stand auf und ging ins Bad. Ich blieb zurück. Deidara war zwar eifersüchtig aber ich fühlte mich etwas schlecht. Ich hab ihn jetzt nicht nur sauer auf mich, sonder auch sauer auf seinen Danna gemacht. Ach man. Nachdem Sasori fertig war, ging ich ins Bad. Kurz darauf kam Deidara zurück, ignorierte mich aber. Ich seufzte. „Los geht`s. Ab ins Hauptquartier. Die warten sicher schon.“ Kann es sein, dass Sasori etwas gegen das Warten hat?

Im Hauptquartier angekommen bekam ich erst einmal einen Schock. Das waren ja wirklich alle Freaks! Ein Haifischmann, eine Venusfliegenfalle, ein Karottenkopf (der sich auch noch als Leader herausstellte), ein laufender Lollipop, eine anscheinend geldgeile Voodoopuppe, eine gepiercte Schönheit, ein Eisklotz und ein silberhaariger, die ganze Zeit über lasziv grinsender und sich über die Lippen leckender Typ. Obwohl er ja tolle Augen hatte…Die Stimme des Leaders holte mich aus meiner Traumwelt hervor. Ich musste mit niemandem kämpfen, sondern würde so aufgenommen werden, meinte er. Tja. Auch praktisch. Die waren mir nämlich alle nicht ganz geheuer. Ich wurde in das Team von Sasori und Deidara gesteckt, wie vorausgesagt. Ich freute mich. Eine menschliche Marionette und ein Sprengmeister waren mir wirklich lieber, als eine Voodoopuppe oder eine Pflanze, die mich anscheinend zum Fressen gern hatte. Ich folgte also gerade Sasori durch die Gänge und versuchte mir im Geiste eine Karte zu erstellen. Hier konnte man sich echt schnell verlaufen. Er erklärte mir wo ich was finden konnte, Speisesaal, Küche, Gemeinschaftstoilette, unser Zimmer, Pains Büro, den Ausgang, Bibliothek, Krankenstation und den großen Freizeitraum. Dort standen mehrere Stühle, Tische, Sessel, zwei Sofas, ein Fernseher und noch viel mehr. Hier war es echt gemütlich. Ich dankte ihm und begab mich dann auf unser Zimmer. Darin bekam ich erst einmal ein Schock. Pures Chaos. Überall lagen Bücher, Pinsel, Leinwände, Lehmskulpturen, Marionettenteile und viele andere Bastel- und Werkutensilien. Auf dem Tisch, den drei Betten, den Stühlen. Überall Chaos. „Welche Bombe ist denn hier eingeschlagen?“ „Na welche wohl.“ Ich erschrak als Sasori plötzlich an mir vorbei ging und in dem Chaos etwas suchte. Was genau weiß ich nicht. „Das ist echt unfair Danna. Du bist doch auch nicht besser, un.“ Deidara drängte sich auch an mir vorbei und da merkte ich erst, dass ich die Tür blockierte. Ich stieg vorsichtig über einen Marionettenarm und versuchte dabei gleichzeitig nicht die nächste Skulptur vom Tisch zu reißen. Endlich kam ich an meinem Bett an und ließ mich darauf fallen. „Sag mal Yumi…was hältst du von Kunst? Ist sie für die Ewigkeit…oder den Moment?“ Sasori sprach Letzteres abfällig aus, aber ich überhörte das einfach mal und dachte über seine Frage nach. „Hmm…Kunst ist weder nur für die Ewigkeit, noch nur für den Moment. Sie ist beides. Sowohl ewig, als auch flüchtig. Eine Marionette hält für immer, während ein Feuerwerk im nächsten Augenblick schon vergeht. Aber beides finde ich persönlich schön, also ist meine Meinung: Kunst ist zeitlich nicht zu beschränken.“ Sasori zog eine Augenbraue hoch und schien über meine Einschätzung nachzudenken, genau wie Deidara. Ach die sind schon komisch. In der Zwischenzeit hatte Sasori gefunden, was er gesucht hatte. Ein Buch. Ich sah mich ebenso auf dem Boden um und entschloss mich dann für ein Bingobuch. Seltsame Wahl aber egal. Ich hob es auf und warf mich wieder aufs Bett. „Autsch!“ Deidara und Sasori wandten sich mir verwundert zu, während ich mich aufrichtete und unter meiner Bettdecke etwas hervorzog, das sich wie ein Arm anfühlte. Ich musste unwillkürlich grinsen. „Hab schon wieder eine Marionette im Bett gehabt!“ Deidara sah böse zu Sasori, der aber nur schmunzeln konnte und mir wieder den Rücken zukehrte, während er sagte: „Muss Schicksal sein Yumi.“ Ich lachte. Plötzlich flog ein Buch durch die Luft und traf Sasori am Hinterkopf. Der drehte sich aber einfach nur um und warf eine Porzellanvase in Richtung Übeltäter. Deidara duckte sich und schnappte sich schon das nächste Buch, aber auch Sasori hatte schon eine Skulptur in der Hand. Deswegen sah das hier so aus! Ich zuckte mit den Schultern, schnappte mir mein Bingobuch und warf mich wieder auf mein Bett. Und während ein Gegenstand nach dem anderen durch die Luft flog, studierte ich etwas die Nuke-Nins, Verbrecher und Verdächtigen des Bingobuches.

Mittlerweile war ich schon einen Monat bei Akatsuki. Deidara war immer noch sauer auf mich, was sich nicht besserte als er mich und Sasori in einer innigen Umarmung erwischt hatte. Obwohl das nicht einmal eine war. Ich bin einfach nur über eine Skulptur gestolpert und Sasori hatte mich aufgefangen. Aber genau in dem Moment kam natürlich Deidara rein und dachte gleich wieder sonst etwas. Sasori war in der Zwischenzeit mein bester Freund und dass Konan und ich schnell beste Freundinnen waren, muss ich gar nicht erst erwähnen. Nur mit Hidan und Zetsu hatte ich so meine Probleme. Weil mich beide vernaschen wollten. Jeder auf seine Art versteht sich. Gerade hatte ich mit Itachi trainiert und befand mich auf dem Weg in mein Zimmer. Plötzlich schlang sich ein Arm um meine Taille und zog mich in einen dunklen Seitengang. Von dort aus weiter in ein Zimmer. Die Tür schlug zu und ich wurde mehr oder weniger auf ein Bett genagelt. Was zur Hölle…? Ich sah auf und versuchte meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Und da erkannte ich meinen Entführer. Hidan. Er grinste mich breit an und leckte sich mal wieder über die Lippen. „So Kleine. Wird endlich Zeit dass wir etwas Spaß haben. Meinst du nicht auch?“ Ich versuchte mich zu wehren und wand mich unter Hidan, doch er lachte nur und drückte fester zu. Keine Chance, er ist zu stark! Mir traten Tränen in die Augen. Hidan hatte sich inzwischen an meinem Kleid zu schaffen gemacht und zog es mir bis zu den Hüften hinunter. Danach war mein BH dran. Ich schluckte und begann zu zittern. Nein, das durfte nicht sein! Nicht Hidan! Er beugte sich hinab und leckte über meinen Hals bis zu meinem Bauchnabel. Bäh. Ist das eklig. Ich schluchzte mittlerweile. Der, den ich liebe… der sollte es sein…der, den ich liebe… Wieder schluchzte ich. Noch einmal bäumte ich mich auf und versuchte Hidan abzuschütteln. Es war zwecklos. Ich war geliefert. Ich wollte meine Unschuld doch an den verlieren, den ich liebe! Ich schrie vor Wut und Verzweiflung so laut ich konnte. „DEIDARA!“ Hidan lachte nur und erforschte in der Zwischenzeit ganz andere Regionen meines Körpers. Die Tränen flossen mittlerweile wie Sturzbäche. Mein Kleid flog endgültig auf den Boden. Ich gab auf. Es hatte keinen Sinn. Meine Gegenwehr war erloschen. Ich sank auf die Matratze und fühlte mich wie eine Puppe. Das war nicht mehr ich. Mein „Ich“ schwebte über dem Geschehen und sah alles ohne eine Gefühlsregung an. Wie ein unbeteiligter Zuschauer. Da wurde die Tür aufgerissen und Deidara sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Schnell verengten sie sich zu Schlitzen und so schnell, dass ich es gar nicht sehen konnte, hatte er Hidan von mir gezogen und mehr oder weniger zur Hölle gejagt, denn als Hidan vor Deidara flüchtete, lief er direkt in Pains Arme. Doch das sah ich nur kurz, da sich im nächsten Moment die Tür schloss und Deidara mich in den Arm nahm. Ich schluchzte immer noch und konnte die Tränen einfach nicht zum Stillstand bringen. Er redete beruhigend auf mich ein. Ich sah ihn wie in Trance an, bis ich endlich verstummte. Er lächelte leicht und wollte mir Mut machen. „Danke Deidara. Ich wüsste nicht was ich ohne dich machen würde.“ Er sah mich an und grinste. „Wahrscheinlich weiterhin in deinem kleinen Dorf sitzen und vor dich hingammeln und nicht Sasori anbaggern um mich eifersüchtig zu machen…“ Ich erschrak. „Woher weißt du das?“ Er lachte. „Du hast wohl vergessen, dass dein bester Freund mein Danna ist. Der erzählt mir so einiges, um dich wieder zum Lachen zu bringen.“ Ich sah ihm tief in die Augen und lehnte mich schließlich vor. Deidara wusste nicht wie er reagieren sollte, aber dazu ließ ich ihm auch keine Zeit. Ehe er etwas machen konnte lagen meine Lippen auf seinen. Ich schloss die Augen und genoss seine Wärme. Er erwiderte den Kuss und zog mich noch etwas an sich. Ich löste vorsichtig den Kuss und sah ihm tief in die Augen. „Ich glaub ich hab mich in dich verliebt Deidara.“, ich flüsterte die Worte. Er lachte leise. „Dann weißt du ja sicher auch, was ich für dich empfinde.“ Er sah an mir herunter und riss erschrocken die Augen auf. Schnell suchte er mit dem Blick das Zimmer ab und holte dann meinen BH, den er mir anzog. Genau wie mein Kleid. Ich lachte. Seine in die Höhe gezogene Augenbraue erklärte mich wohl gerade für verrückt. „Weißt du eigentlich, dass du mich bisher nur angezogen hast und nie ausgezogen?“ Er schmunzelte und schon waren seine Lippen auf meinen. Er küsste mich fordernd und mir blieb wegen der Intensivität des Kusses der Atem weg. „Das kommt schon noch früh genug.“ Seine Augen funkelten verschmitzt und dann ließ er mich wieder einfach so allein. Frechheit.

Als ich einige Tage später zum Abendessen im Speisesaal saß, kam Deidara nicht. Ich fragte Sasori nach ihm, doch der lächelte nur geheimnisvoll. Und so etwas nennt sich bester Freund! Schnell schlang ich mein Abendessen runter und suchte nach Deidara. Draußen war er nicht, in der Bibliothek auch nicht und auch sonst nirgendwo. Da fiel mir ein, dass ich noch gar nicht in unserem Zimmer nachgeschaut hatte. Wie dämlich. Ich schlug also den erstbesten Weg in Richtung Chaos ein. Doch als ich die Tür öffnete, war da nichts mit Chaos. Alles war blitzblank. Die Skulpturen standen auf dem Tisch, die Leinwände auf Staffeleien und die Bücher standen im Bücherregal. Ich staunte. „Na. Überraschung gelungen?“ Ich drehte mich um und sah Deidara seitlich an der Wand gelehnt stehen. Die Arme vor der Brust verschränkt. Er lächelte und seine Augen funkelten schelmisch. Mein Gott machte mich dieser Typ wahnsinnig! Ich ging langsam auf ihn zu und sah ihn von unten herauf verführerisch an. Er zog fragend eine Augenbraue hoch und ich antwortete ihm mit einem sinnlichen Lächeln. Meine Hand wanderte zu seinem Kragen und zog ihn zu mir hinab. Schon lagen seine Lippen auf meinen. Der Kuss wurde immer fordernder und ich musste mich von ihm lösen, um wieder Luft zu bekommen. „Überraschung gelungen. Und jetzt hast du dir eine Belohnung verdient…“, flüsterte ich leise und keuchte leicht. Ich war immer noch außer Atem. Mit langsamen Bewegungen knöpfte ich mir den Mantel auf und ließ ihn achtlos zu Boden sinken, dabei sah ich Deidara weiter in die Augen. Dann war sein Mantel dran. Er grinste wissend und schob nun meinen Träger hinab. „Dieses Mal bin ich derjenige, der dich ausziehen darf. Und glaub mir: In Zukunft wird das auch kein anderer Mann mehr machen.“ Ich lachte glücklich und schlang meine Arme um seinen Hals. „Das macht mir gar nichts aus. Ich liebe dich und so wird’s auch immer bleiben.“ Mit diesen Worten zog ich ihn auf mein Bett. Sagen wir es so: Am Ende hatte ich meine Unschuld an den Mann verloren, den ich wirklich liebte.

Einige Jahre später: Nachdem sowohl Deidara, als auch Sasori in einem Kampf ihren Tod vortäuschen konnten, verließen wir Akatsuki zu fünft und bezogen ein Haus in Iwagakure. Warum zu fünft? Nunja. Deidara und ich waren leider so kopflos gewesen und hatten nicht verhütet, als er mir die Jungfräulichkeit genommen hatte. Deswegen wurde ich schwanger. Obwohl mir bei Akatsuki alle davon abgeraten hattenen das Kind zu bekommen, haben ich und Deidara die Verantwortung doch übernommen. Das war jetzt schon drei Jahre her. Unser Sohn Shiki ist übrigens ein Ebenbild seines Vaters. Na gut seine Haare waren eher so lang wie Sasoris und leicht gelockt, aber die blauen Augen und die Sprechweise waren eindeutig von Deidara, denn Shikis erstes „Wort“ war ‚un‘. In dem Moment zog mir jemand am Ärmel. „Wann kommen Papa und Onkel Sasori wieder Mama, un?“ Shiki sah mich gespannt an und auch die Münder an seinen Handflächen schienen zu quengeln. Dass er der Sohn von Deidara ist, steht wohl außer Frage. Dieser war gerade mit Sasori auf einer Mission. Beide waren wieder als Ninjas unterwegs und in unserem Dorf zu dem noch die Stärksten. Ich sah meinen Sohn an und streichelte liebevoll über meinen dicken Bauch. „Bald Shiki. Bald.“ In dem Moment ging auch schon die Tür auf und die beiden Exnuke-Nins kamen herein. Deidara nahm sofort Shiki auf den Arm und kitzelte ihn. Ich lächelte glücklich. Nachdem er Shiki abgesetzt hatte, nahm er neben mir auf dem Sofa Platz und küsste mich liebevoll. Dann streichelte er sanft über meinen gewölbten Bauch. Ich sagte doch wir haben Akatsuki zu fünft verlassen. Sasori und Deidara jeweils nach ihrem „Tod“, Shiki und ich, sowie meine Tochter, von der ich zu dem Zeitpunkt noch nichts gewusst hatte, kurze Zeit später. Pain ließ uns ziehen, da ihm eine ‚trauernde‘ Mutter mit ihrem ‚vaterlosen‘ Sohn nichts bringen würde. So haben wir uns also unser neues Leben ermöglicht. Meine Familie und ich. Und hier in Iwagakure konnte es auch sein Ende nehmen, wenn es zumindest nach mir ginge. Aber bis dahin wollte ich noch seeeehr viel Zeit mit meiner Familie verbringen.
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1396216415
Akatsuki Love Geschichte 3
Akatsuki Love Geschichte 3
Das ist eine meiner Lieblings Akatsuki Love Geschichten von einem Quiz. Leider weiß ich den Besitzer nicht mehr ;( Wenn ihr den Macher des Quizzes kennt, dann schreibt den Namen doch bitte als Kommentar, damit ich ihn erwähnen kann.:)
http://www.testedich.de/quiz33/quiz/1396216415/Akatsuki-Love-Geschichte-3
http://www.testedich.de/quiz33/picture/pic_1396216415_1.jpg
2014-03-30
407D
Naruto

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