Cursed – Sirenen küsst Man(n) nicht – Lieben auf eigene Gefahr (Teil 1)

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5 Kapitel - 8.113 Wörter - Erstellt von: Hino Kuraiko - Aktualisiert am: 2014-04-01 - Entwickelt am: - 2.759 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Dein Name ist Nagisa, oder zumindest ist er das seit ein paar Jahren. Einem fast schon peinlichem Missverständnis, hast du es zu verdanken, dass du nun im Dienste des Geisterkönigs Vexatos stehst. Um deine Seele vor dem Höllenfeuer und der damit verbundenen ewigen Verdammnis zu bewahren, versuchst du nun mit deinen neugewonnen Fähigkeiten die Bedingungen deines Vertrages zu erfüllen und dabei so wenig Schaden, wie nur irgendwie möglich anzurichten. Gar nicht so einfach, wenn man plötzlich die Fähigkeit besitzt, Dämonen zu beschwören und mit einigen ‚falschen‘ Tönen Männer buchstäblich um den Verstand bringt.
Nehme man jetzt noch eine Handvoll todeswilliger Verehrer, eine potenzielle große Liebe sowie den ehemaligen Mann deiner Träume und das Chaos ist perfekt!

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„Nein, danke. Ich trinke nicht!“, erklärst du das gefühlte elfte Mal an diesem Abend und schiebst dem bereits betrunkenen Blondschopf vor dir, den spendierten Drink zurück über die Theke. Diesen scheint es eher wenig zu kümmern, eine nette Abwechslung im Vergleich zu den üblichen Reaktionen deiner Verehrer, denn er leert das Glas in einem Zug, nur um im nächsten Moment KO auf dem Barhocker einzunicken. Damit du ihm nicht beim Speichelverlust zusehen musst, wendest du dich gespielt unwissend von ihm ab. Auf der anderen Seite der Bar, direkt parallel zum Eingang, zwinkert dir nun ein gut zwei Meter großer Adonis mit eisblauen Augen zu. Innerlich seufzt du laut. Wenn es wenigstens auf dein tatsächliches Äußeres zurückzuführen wäre, dass so ziemlich jedes männliche Wesen sich automatisch zu dir hingezogen füllt, oder es an deinem Charme und Charakter liegen würde, dass keiner von ihnen den Blick von dir abwenden kann, sobald du auch nur zwei bis drei Sätze über die Lippen gebrachst hast, könntest du dich vielleicht sogar geschmeichelt fühlen. Doch dem ist nicht so. Nein, jeder von diesen unschuldigen Seelen, sieht einzig und alleine den Nebelglanz seiner Begierde in dir. Einer Wunschvorstellung, die weniger mit Illusion, denn mit tiefer Sehnsucht zu tun hat und diesen unweigerlich um den Verstand bringt. Fast keiner vom anderen Geschlecht ist davon ausgeschlossen. Gekonnt ignorierst du das fast schon peinliche Bezirzen des Hünen und kehrst dich dem weiteren Geschehen des Lokales zu.
Augenscheinlich bist du wohl nicht die einzige, die mit unerwünschten Bewunderern zu kämpfen hat. Ein junger Mann, du schätzt ihn auf circa achtzehn Jahre, mit dunklen schwarzen Haaren und einer Miene, die von Langeweile über Gleichgültigkeit alles hätte heißen können, hat sich mit einer Gruppe, bestehend aus zwei weitern, eher seltsam aussehenden jungen Männern und einem rothaarigen Mädchen mit Brille in einer Eckbank verschanzt und scheint die lüsternen Blicke und das Gekichere einer kleinen Mädchenschar am Nebentisch nicht einmal zu bemerken.
Glücklich darüber von keinen der drei Männer bis jetzt entdeckt worden zu sein, nippst du an deinem Wasserglas vor dir, welchem du eine spezielle Zutat hinzugefügt hast und genießt den Geschmack des Salzes auf deiner Zunge. Ein Aroma, das für dich an Bedeutung dem Atmen gleich kommt.
Im nächsten Augenblick hörst du das Klingeln der Glocke, als die quietschende Holztür aufgestoßen wird. Eher halbherzig interessiert siehst du dich nach den gerade eintretenden Gästen um. Es handelt sich dabei um zwei ebenfalls beachtlich große junge Männer. Einer davon hat sich mit seinen drei übel aussehenden Narben, die sich über sein gesamtes Gesicht ziehen, einen weiteren deiner Blicke verdient, doch zu deiner Verwunderung spiegelt sich in seinen grauen Augen keinerlei Begehren wieder, als diese deine Erscheinung begutachten. Ganz im Gegenteil sogar, denn diese verengen sich zu Schlitzen und zeugen deutlich von Hass.
„Da ist sie!“, weißt er seinen Partner hin und deutet mit ausgestreckter Hand auf dich.
Oh, oh.
Bedacht gelassen leerst du den Rest des Getränks in deiner Hand, straffst mit einem aufgelegten Lächeln die Schultern und springst geschmeidig die wenigen Zentimeter vom Barhocker auf den Boden. Als du nun den Kopf langsam nach oben hebst, hörst du von allen Seiten überraschtes und deutlich betörtes Aufkeuchen.
„Gibt es ein Problem, meine Herren?“, fragst du mit engelsgleicher Stimme und legst immer noch fein lächelnd den Kopf etwas zur Seite.
Um die Hälfte der männlichen Kunden ist es geschehen. Du spürst ihr Begehren und dir Bewunderung dir gegenüber heiß in deiner Brust, fast wie das lodernde Feuer der ursprünglichen Quelle dieser teuflischen Fähigkeiten in dir.
Die zwei Neuankömmlinge müssen die aufkeimende Unruhe im Raum bemerken, denn der hintere wendet den Kopf nachdenklich zu allen Seiten, bevor er nervös zu seinem Waffengurt und einem ziemlich rostig aussehenden Dolch greift.
„Komm mit uns nach draußen!“, verlangt der Vernarbte, welcher offensichtlich die Führung dieser Mission übernommen hat.
Du beißt dir gespielt nachdenklich auf die Unterlippe und kneifst dabei etwas die Lider zusammen, während du mit einer Hand dein Kinn reibst. „Nein, lieber nicht!“, erklärst du schließlich und verschränkst die Arme hinter deinem Rücken.
Der Mann knurrt einen Fluch und zückt ein Kunai. Augenblicklich springen drei deiner willenlosen Bewunderer auf, doch du deutest ihnen sogleich sich wieder zu beruhigen.
„Wenn du derartig darauf bestehst.“, raunst du und gehst langsam auf ihn zu.
Bei näherer Betrachtung beginnst du zu begreifen, warum dein Fluch sich nicht auf die Beiden auswirkt. In deinem Inneren züngeln sich Flammen wild durch deine Andern, das sie SEINE Signatur erkennen und du musst sie mit Gewalt zu Ordnung rufen, wobei deine Miene nach außen hin unverändert bleibt.
Narbengesicht lässt nicht von dir ab, mustert dich abschätzig und derartig vorsichtig mit der lächerlichen Waffe in seiner Hand, dass es beinahe schon witzig erscheint. Du gehst süffisant an ihm vorbei, als er sich seitlich dreht, um eine Berührung mit dir zu verhindern und steuerst den Ausgang an, bei welchem sein Partner sich gerade bemüht dir die Tür aufzuhalten, als würde ihm dieses seltsame Tattoo auf dem rechten Oberarm gar nicht vor deiner Macht beschützen. Gerade soweit von diesem entfernt, dass er dich nicht sofort erreichen würde, bleibst du stehen.
„Weißt du,…“, beginnst du mit süßem Tonfall und siehst über die Schulter zu dem Vernarbten zurück. „… eigentlich habe ich gar keine Lust mit euch zu gehen!“
Blitzschnell wirbelst du nun herum, streckst ihm die linke Handfläche entgegen, auf welchem dein eigenes Zaubermal zu sehen ist und beschwörst eine weitere dunkle Macht. Die an sich schwarze Tinte verfärbt sich Blutrot und ein Schwall geisterhaftem Wind schickt dein Opfer quer durch den Raum, sodass dieser die gesamte Theke leer fegt und über die Bar im Getränkekasten landet. Den Zweiten hast du natürlich nicht vergessen. Du weichst geschickt dem ausgeholten Schlag mit seinem Dolch aus, packst seinen Arm, machst eine Vorwärtsrolle über diesen, kugelst ihm damit das gesamte Gelenk aus und kickst die zu Boden gefallen Waffe mit deinem Stöckelschuh zur Seite. Dann wendest du dich um, packst ihn bei der Kehle und drückst ihn mit unmenschlicher Stärke zu Boden, sodass sein schmerzverzerrtest Schreien ein Ende findet.
„Bei der Macht Vexatos befehle ich dir Siegel, löse dich von dieser sterblichen Welt und kehre zurück zu deinem Schöpfer.“
Kaum hat das letzte dieser Wörter deinen Mund verlassen, beginnt das zinnoberrote Zeichen in Form eines weit geöffneten Auges immer weiter zu verblassen, bis nur noch eine fein silbrige Narbe zurück bleibt. Du lächelst abermals.
Mit dem Klirren unzählig zerbrochener Glasflaschen rappelt sich der andere der beiden auf und stößt einen wutentbrannten Schrei aus. Er blutet aus zahlreichen Schnittwunden und bäumt sich um Kontrolle ringend bei jedem Atemzug weiter auf, die an sich eigentlich vollen Lippen, zu einem schmalen Strich aneinander gepresst.
Du siehst zu dem Mann unter dir, welcher dich mit plötzlicher Faszination anschmachtet und entwickelst augenblicklich eine Idee. Du erlaubst den verzehrenden Kräften in dir sich zu entfalten, spürst wie das Feuer in einen Funken über deine Finger und durch deine Berührung auf dein Opfer übergeht. „Schnell!“, sagst du nun geschauspielert ängstlich und deutest auf seinen Kumpanen. „Er will mir etwas antun!“
Die Augen des Dunkelhaarigen werden augenblicklich glasig. Zu deinem Glück bist du rechtzeitig von deinem willenlosen Sklaven abgetreten, denn innerhalb eines weiteren Wimpernschlags hat sich dieser erhoben und derartig schnell zu deiner potenziellen Gefahr umgedreht, dass du fast einen Hieb mit seiner gespannten Faust erlitten hättest. Gutes Personal ist wirklich schwer zu bekommen!
Während zwischen den beiden eigentlichen Partnern nun ein einzig von dir erwarteter Kampf entbrennt, weichst du ungesehen zurück und verschwindest, ohne abermals für das entstandene Chaos zur Rechenschaft gezogen werden zu können, nach draußen.

Kommentare Seite 1 von 1
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Hino Kuraiko ( 13403 )
Abgeschickt vor 350 Tagen
Diese Geschichte wird nicht zu Ende geschrieben. Ich hatte noch ein paar witzige Stellen geplant und ein Ende, aber ich werde sie nicht vervollständigen. Ich hoffe, jedem, der das hier liest, hat die Story bisher gefallen.

Glg Hino
Hino Kuraiko ( 53938 )
Abgeschickt vor 537 Tagen
Bin dabei Swity ^^!
Hab jetzt nur den nächsten Teil von der Legende raus bringen müssen, jetzt mach ich langsam alle fertig

glg Hino
Swity ( 97456 )
Abgeschickt vor 563 Tagen
Schreib doch bitte weiter;-)!!!!"
Asuka ( 55785 )
Abgeschickt vor 958 Tagen
Ist tatsächlich mal was Anderes^^
Hino Kuraiko ( 56317 )
Abgeschickt vor 959 Tagen
wow, hatte die Geschichte schon fast vergessen XD
Hino Kuraiko ( 97565 )
Abgeschickt vor 1094 Tagen
Danke schön Cheroiu :D! Schreibst du auch?
Cheriou ( 76555 )
Abgeschickt vor 1094 Tagen
Eine wirklich tolle Geschichte und dein Schreibstil gefällt mir gut.
Ich würde mich auch sehr freuen wenn du sie weiterschreibst.
Hino Kuraiko ( 74227 )
Abgeschickt vor 1101 Tagen
Awww :D danke schön Yuka!!!
¥uka ( 73493 )
Abgeschickt vor 1102 Tagen
Wie immer sehr gut geschrieben und einfach nur hinreißend :-) ich bin stolz auf dich und schreib schnell weiter :-D lg, ¥uka
¥uka ( 68775 )
Abgeschickt vor 1067 Tagen
Na, Hino? Ich hab ja schon so gut wie alles von dir gelesen :D aber dieser Teil ist mal wieder brillant. :D ich bin stolz auf dich, Süße :D ich freu mich schon voll auf den nächsten Teil