Das Kind von Severus Snape Teil 12.

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5 Kapitel - 7.079 Wörter - Erstellt von: Lexi1995 - Aktualisiert am: 2014-04-01 - Entwickelt am: - 5.241 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Yeah! Der nächste Teil ist endlich fertig. Wie immer geht es um Lexi und ihr Leben in der Zaubererwelt. Da wir uns so langsam dem Ende zu neigen, würde ich mich wirklich über Feedbacks, Bewertungen und EMails freuen. Und natürlich auch um Bitten von eurer Seite das ich diese FF noch weiter führe.: D
Und wie immer ist nicht alles wie in den Büchern oder den Filmen, auch wenn ich großen Respekt vor J.K. Rowling habe! Aber sonst hätte meine Geschichte keinen Sinn ergeben. Ich hoffe ihr seit mir nicht all zu böse deswegen.

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    Lexis Sicht:


    Zusammen mit dem Orden des Phönix kamen wir im Ligusterweg an. Heute war es soweit. Wir würden Harry abholen und ihn in den Fuchsbau bringen. Da die Sache mit meinem Vater nichts alltägliches war, war ich nun Mitglied des Ordens und durfte heute mit helfen. Mad Eye meinte, dass ich eine der begabtesten Hexen wäre, was Verteidigung gegen die dunklen Künste anging und in Zaubertränke war ich die beste, sogar besser als Hermine aber das war mir egal. Hauptsache ich konnte meinen besten Freund heil zu den Weasleys bringen. Die Finger meiner rechten Hand waren mit den Fingern von Fred verschränkt und das schon den größten Teil des Tages. Die letzten zwei Tage waren die besten meines Lebens – eine der besten meines Lebens. Die ganze Zeit über war ich mit Fred zusammen gewesen, ich hatte ihm und George im Laden geholfen, abends hatten wir zusammen gegessen und Angelina war auch dazu gestoßen. George und sie sind dann in ihre Wohnung verschwunden und so hatten Fred und ich Sturmfrei. Naja... Man kann sich denken was wir gemacht haben. Gestern hatten wir uns zusammen auf das Sofa gekuschelt und hatten Fernsehen geschaut, wer hätte gedacht, dass Fred eine Lieblings Serie hat? Ich sicherlich nicht. Den ganzen Abend hatten wir Grey's Anatomy geschaut und ich hatte mich wirklich gewundert, dass es dort auch eine Lexi gab.
    „Harry!“, rief ich, ließ Freds Hand los und umarmte meinen besten Freund. Dann ließ ich Hermine und Ron ihn umarmen und schon standen wir in dem leeren Wohnzimmer. Die Tapete ging gar nicht. „Wehe du hängst so eine Tapete an die Wand“, raunte ich meinem Freund zu und dieser legte seine Arme um meine Hüften. „Würde mir nie im Traum einfallen. Die ist grässlich und so etwas kommt nicht an meine Wand.“ Zum Glück waren wir einer Meinung. Ich sah Tonks und Remus die ich freudig umarmte. „Wie geht's dir? Was macht das...“, fragte ich und deutete auf ihren leicht gewölbten Bauch. Tonks lächelte glücklich und nickte dann. „Alles gut. Mir geht's prima und Remus hat sich auch endlich mit der Situation angefreundet.“ Ich drehte mich zu meinem ehemaligen Professor und dieser lächelte mich an. „Endlich. Du weißt was ich mit dir gemacht hätte wenn du dich nicht damit angefreundet hättest“, sagte ich zu ihm und er nickte, legte seine Arme um seine Frau und deutete dann zu Mad Eye hin. Ich drehte mich zu ihm und sah seinen Flachmann. Hermine riss Harry ein paar Haare aus und ließ sie in das Gebräu fallen. „Vielsafttrank?“, fragte ich ihn und Moody nickte anerkennend. „Immerhin jemand der weiß was das ist, ohne das ich es ihm gesagt habe.“ Er hatte mal wieder blendende Laune. Schnell ging ich zu Fred und küsst ihn. Dieser sah mich irritiert an und ich deutete auf den Flachmann der die Runde machte. „Ich werde dich nicht küssen wenn du aussiehst wie mein bester Freund.“ Der Weasley lachte und nahm einen Schluck. Sofort schrumpfte er drei Zentimeter und nach wenigen Sekunden stand mein bester Freund vor mir. Er sah zu George und die beiden konnten einfach nicht anders. „Wir sehen gleich aus“, sagten sie synchron und ich schüttelte nur lachend den Kopf. Diese Witzbolde... Nach einem tiefen Atemzug nahm auch ich einen Schluck und hätte es am liebsten sofort wieder ausgespuckt. Der Geschmack würde auch nie besser werden... Ich wurde größer, ich spürte wie sich mein Körper verformte und schon sah ich genau wie Harry aus. Na großartig. Freds Mund klappte auf und ich wusste nur zu gut wie ich jetzt aussah. Ein Junge in Frauen Klamotten. Böse sah ich ihn an und schnell zog er sich weiter um. Ich fing an mich aus meinen Sachen zu schälen und in Rekordzeit hatte ich mich in Harrys Sachen gesteckt. „Gut. Jetzt die Einteilung! Der echte Harry fliegt mit Hagrid, Hermine fliegt mit Bill, Ron fliegt mit Tonks, Lexi mit Remus, Fred mit Kingsley, George mit Fleur. Mundungus. Dich will ich in meiner Nähe haben.“ Jup, Moody wusste was er tat. Draußen auf der dunklen Straße stieg ich hinter Remus auf den Besen und die anderen nahmen ihre Positionen ein. Moody klopfte mit seinem Stab und schon flogen wir los. Ich hielt mich an Remus fest und sah von oben auf die leuchtende Stadt hinunter. London war von oben schöner als wenn man in den Straßen lief. Wir bogen nach rechts und schon waren wir von Todessern umzingelt. „Ich mach das schon“, schrie ich ihm zu als er seinen Zauberstab ziehen wollte. Er sah zu mir nach hinten und nickte, dass bemerkte ich nicht mehr so richtig, denn ich feuerte schon die ersten Sprüche ab. Ich blockte, ich sprach einen Spruch nach dem anderen. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich den letzten Todesser in die Flucht geschlagen. Die Wirkung des Vielsafttrankes ließ nach und langsam wurde ich wieder ich selbst. Wir landeten vor dem Fuchsbau und genau an dem Punkt als wir Boden unter den Füßen hatten wurden meine Haare wieder lang. Tonks kam angelaufen und fiel ihrem Mann um den Hals. Hermine kam auf mich zu gelaufen und umarmte mich fest. „Wo habt ihr so lange gesteckt?“, fragte sie vorwurfsvoll und ich schaute etwas irritiert. „Sind wir die letzten?“ Hermine nickte und schon sah ich Fred auf mich zu rennen, in seinen Augen lag die pure Erleichterung. „Ich hatte solche Angst um dich“, sagte er leise als ich in seinen Armen lag. „Jetzt bin ich ja wieder da. Ein paar Mal war es ziemlich knapp.“ Er nickte und zog mich dann schnell nach drinnen. Auf dem Sofa lag George und seine Mutter rannte hektisch hin und her. Mit großen Augen sah ich auf die Stelle an der sein Ohr sein müsste. Und jetzt wusste ich wieso Molly so hektisch und panisch war. Schnell ging ich zur ihr und nahm ihr die Zutaten aus der Hand. „Ich mach das schon. Könntest du die Wunder säubern?“ Schnell nickte Molly und ging mit einem Lappen bewaffnet zu George. Ich verschwand in die Küche und ließ ein paar Zutaten in den schon dampfenden Kessel fallen. Ich kannte diesen Trank auswendig, da ich ihn schon sooft gebraut hatte. „Könntest du mir zwei Spinnenbeine geben?“, fragte ich, denn ich spürte, dass Fred hier war. Die Spinnenbeine lagen auf dem Tisch und ich gab sie in den Trank, danach rührte ich gegen den Uhrzeigersinn. Nach einer halben Stunde war alles fertig und ich hatte mitbekommen das Moody es nicht geschafft hatte. Ich ging zurück zu George und verteilte die jetzt cremige Masse auf sein... Ohr. Zumindest auf das was davon übrig geblieben ist. „Wer war es?“, fragte ich ihn und er sah mich unsicher an. „Wer war es George?“ Meine Stimme war drängend. Er seufzte und sah mir dann in die Augen. „Es war... Snape.“

    Freds Sicht:

    Ich sah wie Lexi zusammen zuckte, sich aber nichts anmerken ließ. Sie nickte lediglich und stand auf, nachdem die Wunde versorgt war. Ich wollte ihr hinterher laufen als sie nach draußen ging, doch Bill hielt mich an meiner Schulter fest. „Lass sie. Sie braucht vermutlich ihren Freiraum.“ Woher wollte er das bitte wissen? Dennoch ließ ich es bleiben und setzte mich zu meinem Zwillingsbruder auf das Sofa. „Wie geht's dir?“, fragte ich ihn und er lächelte schwach. „Wie... ein.. Schweizer Käse...“ „Was?“, fragte ich ihn und er deutete auf sein Ohr. „Ich fühl mich... wie ein Schweizer Käse. Mit den... Löchern. Du verstehst?“ Ich grinste und schüttelte den Kopf. „Dir steht das ganze Feld von Ohrenwitzen offen und du entscheidest dich für Schweizer Käse... Schwache Leistung.“ Er grinste und hielt mit mühe seine Augen offen. „Ich bin immer noch... attraktiver als du.“ Unsere Mum scheuchte uns alle weg, damit er sich ausruhen konnte. Hermine kam angerannt und deutete zu der offenen Tür. „Lexi... Sie.. sie“ Mehr musste sie nicht sagen. Ich sprang auf und hörte den Schrei. Sie machte mir Platz als ich in den Garten sprintete und nach einigen Metern sah ich sie. Sie sah aus als würde sie gleich ausrasten und das tat sie auch. Der Baum der da stand musste daran glauben. Die Rinde bröckelte ab als sie dagegen schlug und trat und ich sah, dass ihre Haut an ihren Händen aufgerissen war. Ich ging zu ihr, umklammerte ihre Arme und zog sie an meine Brust. „Schon in Ordnung. Alles ist gut. Ich bin da...“, murmelte ich und drückte meine Lippen in ihre Haar. Schon spürte ich ihre Tränen die mein Shirt durchnässten aber das war mir egal. Sie konnte sich bei mir ausweinen, sie hatte allen Grund dazu. Nach einiger Zeit hatte sie aufgehört zu weinen. Noch immer strich ich ihr durch ihre langen Locken, doch nach zwei Minuten schob ich ihr meinen Arm unter die Beine und hob sie hoch. Sofort legte sie ihren Kopf auf meine Schulter, ließ die Augen geschlossen und ich trug sie hoch in mein Zimmer. Dort legte ich sie auf das Bett und zog sie wieder in meine Arme als ich neben ihr lag. Sie schlief beinahe sofort ein und ich ließ sie schlafen, blieb bei ihr und schickte meine Mutter weg als sie fragte ob wir runter kämen.
    Nachdem Lexi einen Albtraum hatte und ich sie wieder beruhigt hatte, schlief auch ich ein.

    2
    Lexis Sicht:


    Heute war die Hochzeit von Bill und Fleur. Die beiden passten wirklich zusammen, auch wenn ich das nicht von Anfang an gedacht hatte. Aber jetzt... Jetzt sah man es deutlich. Bill schien viel fröhlicher und glücklicher zu sein als früher, er lachte mehr, er ging auf die Scherze seiner Brüder ein und blockte sie nicht nur ab. Selbst die anderen Weasleys freuten sich für die beiden, obwohl sie die Französin nicht ausstehen konnten. Zumindest Ginny nicht. Sie dachte das Fleur ihr ihren Bruder weg schnappte.
    Ich stand in Freds Zimmer vor dem großen Spiegel und betrachtete mich. Es war komisch wie sehr man sich innerhalb eines halben Jahres verändern konnte. Meine Haare waren länger – sie reichten mir jetzt beinahe bis zu meiner Taille -, meine Augen schien dunkler zu sein, die Wimpern waren noch länger als sie ohnehin schon waren. Ich war schlanker. Ich war größer. Ich wirkte erwachsener. Und man konnte sehen, dass ich in letzter Zeit nicht sehr gut schlief. Durch meine helle Haut sah man die Augenringe deutlicher, als bei Hermine wenn sie welche hat. Ihre Haut war einfach dunkler als meine.
    Ich seufzte tief und zog an einer schwarzen Locke, die sich zu erst glättete, nur um dann wieder zurück zu springen als ich sie los ließ. Mit einem weiteren Seufzer versuchte ich den Reißverschluss meines Kleides zu schließen, doch da dieser an meinem Rücken war, war das gar nicht mal so leicht. Ich vernahm ein Klopfen. „Ja!“, rief ich und hörte wie sich die Tür öffnete. „Ich wollte nur...“, fing jemand an zu sprechen und stockte dann. Verwirrt drehte ich mich um und sah Fred an der Tür stehen. Er blinzelte und schloss die Tür und kam dann auf mich zu. „Du siehst... „ Er suchte nach einem passenden Wort und ich sprang ihm zur Hilfe. „Schrecklich, hässlich, total fertig, müde...“ Weiter kam ich nicht denn er legte mir einen Finger an meine Lippen und ich verstummte. „Ich wollte sagen, dass du fantastisch aussiehst.“ Sofort lief ich rot an und er lächelte zufrieden. Dieser Schuft! „Wenn du schon einmal hier bist, kannst du mir auch mein Kleid zumachen.“ Ich drehte ihm meinen Rücken zu und er trat dicht hinter mich. Er nahm meine Haare und legte sie über meine Schulter, dann spürte ich seine Finger die sanft über die makellose Haut meines Rückens strichen. Mit einem leisen Seufzen legte ich meinen Kopf an seine Schulter und schloss meine Augen. Er wusste genau was er machen musste um meine innere Unruhe zu besänftigen. Und genau das tat er jetzt. Und ich war ihm unheimlich dankbar dafür. Langsam zog er den Reißverschluss hoch und strich dann mit seinen Lippen über meine Schulter bis zu meinem Hals. „Wir müssen nicht zu der Hochzeit gehen.. Zumindest müssten wir nicht lange bleiben...“, murmelte er heißer als er seine Arme um meine Hüften legte. Leise lachend drehte ich mich in seine Richtung und sah zu ihm auf. „Doch, wir müssen dahin und das nicht nur für ein paar Minuten. Es ist dein Bruder der heute heiratet und er braucht dich, sowie der Rest deiner Familie. Verbringe diese Zeit mit ihnen. Man weiß nie wann das zu Ende sein kann..“ Oh nein. Ich hatte schon wieder damit angefangen. Und das bemerkte natürlich auch Fred. „Das weiß ich. Aber... sie sind nicht mehr die einzigen die mich brauchen und die ich brauche. Ich brauche dich und du brauchst mich und es ist mir einerlei wenn du das abstreitest. Du brauchst mich, mehr als je zuvor. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Also nein. Ich werde nicht die ganze Zeit über bei meiner Familie sein, zumindest nicht bei einem Teil von ihnen. Du bist Teil meiner Familie, ein so unglaublich wichtiger Teil Lexi... So ein unglaublich wichtiger...“ Seine Stimme wurde zum Ende hin leiser und dann lagen seine Lippen sanft auf meinen. Stritt ich wirklich ab das ich ihn brauchte? Vermutlich schon... Ich war einfach nicht gut darin über Gefühle zu sprechen. Zumindest konnte ich nicht so gut über MEINE Gefühle sprechen, wenn es sich um jemanden anderen handelte so wie Hermine oder Ginny zum Beispiel, sah die Sache schon ganz anders aus. Langsam lösten wir uns wieder und ich lächelte leicht. „Wir... wir sollten langsam runter“, flüsterte ich um die angenehme Atmosphäre nicht zu zerstören die sich im Zimmer ausbreitete. Fred nickte langsam, nahm meine Hand und zusammen gingen wir hinunter in den Garten, wo wir auch gleich von Ron abgefangen wurden. „Bitte! Ihr müsst mir helfen!“ Er sah vollkommen verzweifelt aus. „Tante Muriel?“, fragte Fred nur und Ron nickte schnell. „Bitte!“ Fred schnaubte und schüttelte den Kopf. „Diese Frau hasst mich und meinen Zwillingsbruder“, sagte er und sofort hörten wir ein: „Wer hasst mich?“, hinter uns. Ich drehte mich und und grinste. „Tante Muriel hasst dich.“ Überrascht sah er mich an. „Hast du sie denn schon kennen gelernt?“, fragte er misstrauisch und ich schüttelte nur den Kopf. Ein spitzbübisches Grinsen legte sich auf seine Lippen, ich wurde an der Hand genommen und in Richtung Zelt gezogen. „Na, dann wird es aber Zeit!“ „Nein! George unterstehe dich!“, rief ich, doch da standen wir schon vor einer alten und streng wirkende Frau, die mich sofort an Professor McGonagall erinnert. „Tantchen? Darf ich dir Alexandra Coulson vorstellen?“ Er schob mich vor sich und trat selbst einen Schritt zurück. „Alexandra Coulson? Aaahhh. DIE Alexandra“, sagte sie und betrachtete mich von oben bis unten. Hatte sie schon von mir gehört? Ich fühlte mich unter ihrem Blick nicht ganz wohl, doch ich blieb gerade stehen und erwiderte ihren Blick fest. Sie schnaubte leise und nickte dann anerkennend. „Ich hoffe Sie können dem Jungen mal den Kopf gerade rücken, damit er nicht immer nur an seine Streiche denkt.“ Waren wir also schon beim Sie angekommen. Immerhin. „Fred denkt nicht immer nur an seine Streiche. Zumindest nicht wenn ich da bin. Aber um ehrlich zu sein, liebe ich seine und Georges Streiche und Scherze und ich will die beiden nicht verändern. Sie sollen so bleiben wie sie sind“, stellte ich klar und lächelte sie freundlich an. Muriel ließ sich auf ihren Platz fallen und murmelte so etwas wie: „Alle werden von ihnen angesteckt...“ Ich zuckte nur mit den Schultern und ging zu meinem Freund der in der ersten Reihe schon auf mich wartete. Schnell zog er mich auf den Platz neben sich und legte seinen Arm um meine Schulter, während ich lächelnd zu ihm hoch sah. „War sie so schlimm wie immer?“, fragte er mich und sah mich mitleidig an. Ich tat das alles mit einer Handbewegung ab. „Quatsch. Ich weiß gar nicht was ihr gegen sie habt. Ich finde sie ganz nett, und sie fühlt sich wohl einfach nur alleine.“ Fred sah mich überrascht an und schüttelte dann leise lächelnd seinen Kopf. „Du magst auch wirklich jeden“, meinte er bevor die Musik einsetzte. Bill stand sichtlich nervös vorne am Altar und starrte zum Ende des Ganges. Wir alle drehten uns um und sahen Fleur in einem wunderschönen Kleid neben ihrem Vater herein schweben. Man konnte ihren Gang schon als schwebend bezeichnen, denn es sah wirklich so aus. Sie strahlte Bill glücklich an, der langsam ruhiger wurde. Charlie neben ihm grinste ein wenig und als sie vorne war, fing der Pfarrer an zu sprechen.
    Es war eine wunderschöne Trauung und das Fest danach war fantastisch. Molly wusste einfach wie man Partys organisierte. Nachdem die Stühle und Tische an den Rand gezaubert waren ging das frisch verheiratete Paar auf die Tanzfläche und tanzten den Hochzeitstanz. Fred stand währenddessen hinter mir und hatte seine Arme um meine Taille gelegt. Nachdem Fleur und Bill sich hingesetzt haben, zog mich Fred auf die Tanzfläche und wiegte sich mit mir auf dem Parkett. „Du tanzt gut“, flüsterte er und ich schnaubte kurz. „Du lügst“, murmelte ich und spürte sein Grinsen. „Und du bist die schönste hier.“ Ich kicherte leise und sah dann zu ihm hoch. „Jetzt weiß ich das du lügst.“ Er grinste und beugte sich langsam zu mir herunter um mich zu küssen, doch dazu kam er nicht. Ein Patronus flog durch die Zeltdecke, mitten auf die Tanzfläche. „Das Ministerium ist gefallen... Der Minister ist tot... Sie kommen... Sie kommen...“, hörten wir Kingsleys Stimme und dann war alles erst einmal still, ehe die Todesser kamen.

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    Lexis Sicht:


    Die Gäste gerieten in Panik, sie liefen umher, schleuderten Zauber ab, apparierten... Es war das reinste Chaos und in diesem verlor ich Fred aus den Augen. Verzweifelt suchte ich nach ihm und schockte dabei Reihenweise Todesser die mich anzugreifen versuchten. Nach ein paar Minuten – die sich wie Stunden angefühlt hatten – fand ich nicht Fred und George, sondern Hermine, Ron und Harry. „Lexi! Komm!“, schrie meine beste Freundin und ich rannte zu ihnen. „Ich kann Fred nicht finden!“ Man konnte mir meine Panik ansehen doch Mine griff nach meiner Hand. „Dafür ist jetzt keine Zeit! Sie sind wegen Harry hier! Wir müssen von hier weg!“ Ich verstand ihre Worte und umklammerte meine kleine Tasche fest. Der Fall der Fälle war also eingetreten. Gerade als ich mich noch einmal umdrehte entdeckte ich Fred, die Liebe meines Lebens. Auch er sah mich und rief meinen Namen. Keine zehn Meter entfernten uns noch, doch da spürte ich das inzwischen vertraute Schwindelgefühl in meinem Magen. „Pass auf dich auf! Ich liebe dich!“, rief ich und sah das er meine Worte verstanden hat. Und dann standen wir auf einmal in London. Um genau zu sein, auf einer befahrenen Straße in London. Wir wichen vor einem Bus zurück und ich sah mich um. Hermine hatte mir von diesem Ort erzählt. „Ist das der Ort an dem du immer mit deinen Eltern warst?“, fragte ich sie als wir uns durch die Massen schlängelten. Sie nickte heftig und zog uns dann in eine dunkle Seitenstraße. In einem Hauseingang fing sie an in ihrer Tasche zu wühlen und ich tat es ihr gleich. Ich fand Harrys Klamotten, der sie perplex entgegen nimmt. „Woher...?“, fing er an, doch ich unterbrach ihn. „Hermine und ich haben das Zeug schon seit Wochen mit uns herum geschleppt... Nur für den Fall der Fälle.“ Ich hatte gerade zu Ende gesprochen als Mine anfing zu fluchen. „Mist... Das waren die Bücher.“ Ich lächelte und zog mich schnell um.
    Als wir in einem Café saßen, dachten wir das erste Mal über den Vorfall nach. „Woher konnten sie wissen das Harry im Fuchsbau ist? Wir haben doch Schutzzauber gewirkt, wir haben es niemandem erzählt und Harry hat Vielsafttrank getrunken...“, dachte Hermine laut nach, musste sich dann aber unterbrechen als die Bedienung an unseren Tisch kam. Doch da diese Kopfhörer in ihren Ohren hatte, hätten wir weiter reden können. „Was wollt ihr?“ Sie hörte sich gelangweilt an. „Einen Cappuccino für mich bitte“, sagte ich und Hermine nickte. „Für mich auch.“ Ron sah uns irritiert an und ich musste mir ein Grinsen verkneifen. „Ähm.. Für mich dasselbe wie für die beiden“, sagte er dann und Harry nickte zustimmend. Die junge Frau entfernte sich und verschwand hinter einer Tür. „Also, was machen wir jetzt?“, fragte Ron und ich überlegte kurz. „Vielleicht sollten wir uns erst einmal etwas für die Nacht suchen. Oder wollt ihr auf der Straße oder unter einer Brücke schlafen? Da kenne ich ein paar ganz tolle.“ Den letzten Teil hatte ich ironisch gemeint was die drei auch bemerkten. Normalerweise war ich nicht ironisch, aber das ich mich nicht richtig von Fred hatte verabschieden können setzte mir ganz schön zu. Was, wenn ihm etwas passierte? Dann... Ich schüttelte leicht meinen Kopf und holte tief Luft. „Mir würde der Orden einfallen“, sagte Hermine und wurde leiser, als zwei Männer das Café, CAD, RAF, Hafen'>Café betraten. Aus irgendeinem Grund kamen mir diese zwei Männer äußerst bekannt vor... Als der eine dann auch noch einen Zauberstab zog wusste mit wem wir es hier zu tun hatten. Schnell zog ich ebenfalls meinen Zauberstab und rief: „Stupor!“ Der eine krachte in die Theke und bewegte sich nicht mehr. Der andere feuerte weitere Sprüche auf uns ab und Harry schaltete ihn schlussendlich aus. Ich lief vorsichtig über die Holz und Glassplitter, nur um mich dann direkt auf ihnen zu knien. „Das ist Macnair. Einer seiner engsten Diener“, sagte ich leise und hörte Ron sagen: „Das ist Mulciber... Was machen wir nur mit dir... Du hättest keine Skrupel uns zu töten.“ „Ron...“, murmelte Hermine und ich sah wie sie ihm beschwichtigend die Hand auf den Arm legte. Die zwei sollten endlich einsehen das sie füreinander geschaffen sind! Anscheinend dachte Harry das gleiche denn er sah mich wissend an und ich nickte leicht. Danach konzentrierte ich mich wieder auf Macnair vor mir und sprach den Gedächtniszauber. Im selben Moment löschte Hermine Mulcibers Gedächtnis. „Lasst uns von hier verschwinden“, meinte Harry und wir alle nickten zustimmend. Ich streckte ihm meine Hand entgegen, er ergriff sie und die beiden anderen hielten sich an uns fest. Sofort apparierte ich und wir landeten vor dem Grimmauldplatz Nr. 12. Sirius' Haus. Wir betraten es und Dumbledores Geist kam auf uns zu. Gerade wollte ich anfangen zu schreien, als er schon wieder verschwand und sich der Staub im Flur legte. Das Haus war noch schmutziger als es bei meinem ersten Besuch war und man konnte deutlich sehen, dass lange niemand mehr hier gewesen war.
    Wir richteten uns im Wohnzimmer ein, in dem Raum, in dem auch die Ordenssitzungen stattgefunden hatten. Die Erinnerungen an die ganzen langen Abenden kämpften sich einen Weg an die Oberfläche und meine Augen füllten sich mit Tränen. So viele waren entweder tot oder verschwunden. Mad Eye war tot... Remus und Tonks waren verschwunden... Kingsley auch... Alle weg. Und die Weasleys würden wir so schnell nicht mehr wieder sehen. Harry wollte mir einen Arm um die Schultern legen, doch ich ging einige Schritte weg und setzte mich an eines der Fenster. Mitleid war das letzte was ich jetzt brauchte. Ich konnte damit nicht umgehen, und auch wenn es Harry nur gut gemeint hatte... Draußen wurde es langsam dunkel und ich merkte wie spät es jetzt schon war. Ron lag schnarchend und mit offenem Mund auf einer der Matratzen, Hermine lag neben ihm und war auf den Seiten ihres Buches eingeschlafen. Harry lag auf dem Sofa ausgestreckt, doch bei ihm war ich mir nicht sicher ob er schlief oder nicht. Aber ich wollte ihn auch nicht stören, deshalb legte ich mich leise auf meine Matratze und schlief in Gedanken bei Fred ein.

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    Freds Sicht:


    Ich saß auf dem Sofa in dem kleinen Haus am Meer und hatte meinen Kopf auf die Hände gestützt. Lexi... Ich dachte jede Sekunde an sie. Wo war sie jetzt? Ging es ihr gut? Lebte sie überhaupt noch? Ich konnte das alles nicht wissen, weil ich sie seit Monaten nicht mehr gesehen hatte. Sowie den Rest meiner Familie, außer Bill und Fleur. Beide waren hier und hüteten das letzte Versteck des Ordens. George setzte sich neben mich und drückte meine Schulter. Er spürte wie beschissen es mir ging und auch Lee merkte es. Sie versuchten immer mich auf andere Gedanken zu bringen, aber sie wussten nicht wie es sich anfühlte wenn die Liebe des Lebens nicht da war, wenn man nicht wusste ob es sie überhaupt noch gab. „Es wird ihr schon gut gehen Fred... Du weißt wie taff sie ist, du weißt das nichts und niemand sie aufhalten kann wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Das weißt du besser als wir. Und ich bin mir sicher, dass du sie bald wieder sehen wirst. Bis zum Ende ist es nicht mehr lange...“, redete mein Bruder auf mich ein und ich sah ihn an. Das sollte mich beruhigen? „Und was ist wenn sie jetzt noch lebt aber bei der Schlacht stirbt? Was ist dann? Denkst du das würde nicht so schlimm sein!“ Ich regte mich auf und war vom Sofa aufgesprungen. Das konnte nicht sein ernst sein. In meiner Verzweiflung bemerkte ich nicht, dass jemand kam, aber als Lees Mund aufklappte und Georges Augen groß wurden drehte auch ich mich um. Ich zuckte zurück. Wie... wie konnte das sein? Ich träumte... Sicherlich träumte ich... An der Holztür die offen war standen Hermine, Ron, Harry und... Lexi. Sie sahen schlimm aus, Lexi sah aber am schlimmsten aus. Sie war blass, blasser als sonst, ihre Augen hatten ihren Glanz verloren... Fleur und Bill kamen angelaufen und schnappten entsetzt nach Luft. „'Err im 'Immel!“, stieß Fleur mit ihrem Akzent aus und schlug sich die Hände vor den Mund. Das konnte sie laut sagen. Harry musste Lexi stützten damit sie nicht umkippte. „Sie haben sie gefoltert... Ich... ich konnte nichts tun“, sagte Harry und sah unendlich besorgt aus. Es war kein Geheimnis das er Lexi so wie eine Schwester liebte. Ich sprang auf und eilte auf sie zu. Als ich bei ihr angekommen war legte sich ein ganz leichtes Lächeln auf ihre auf geplatzten Lippen. „Fred... D... du lebst...“, murmelte sie, dann verdrehten sich ihre Augen nach hinten und sie verlor das Bewusstsein. Sofort hielt ich sie in meinen Armen und hob sie langsam hoch. „Bring sie in das obere Zimmer“, sagte Bill und ging sofort in die Küche um Tränke zu holen. Ich lief die schmale Treppe hoch, stieß die Tür auf und legte meinen Engel auf das weiche Bett. Fleur drängte mich zur Seite als sie mit den vielen kleinen Fläschchen und Phiolen in das Zimmer kam. Eine Flüssigkeit nach der anderen floss in ihren Mund und als ich meinen Blick über ihren Körper schweifen ließ entdeckte ich das Wort welches in ihren Arm geritzt war. „Fleur...“, sagte ich leise und deutete geschockt auf ihren Arm, an dem das Blut nur so herunter floss. Die Französin schnappte wieder entsetzt nach Luft und rief nach ihrem Mann. Dieser tupfte etwas auf die Wunde was Lexi zusammenzucken ließ und verband dann alles. „Pass auf sie auf Fred.“ „Das musst du mir nicht sagen Bill. Ich würde so oder so nicht von ihrer Seite weichen“, antwortete ich ihm und setzte mich sofort auf den Stuhl und nahm ihre Hand in meine. Wie oft hatte ich das jetzt schon getan in den letzten Jahren? Sehr oft. Erst als sie aus der Kammer des Schreckens kam, dann als sie einfach vom Besen gefallen ist.. Nach dem trimagischen Turnier.. Es waren unzählige Male das ich ihre Hand gehalten hatte während sie Bewusstlos war oder schlief. „Wer hat dir das nur angetan...“, murmelte ich und strich sanft über ihre Wange. Mir liefen die Tränen über die Wange. Ich weinte, weil ich sie nicht hatte beschützen können. Ich weinte, weil wir damals getrennt wurden und ich weinte weil ich sie über alles liebte und es mir das Herz zerriss sie so zu sehen.
    Irgendwann spürte ich ein sehr leichtes drücken an meiner Hand, und ich hob den Kopf von der Matratze. Lexi blinzelte in das helle Licht und fing dann panisch an zu atmen. „Hey“, sagte ich, setzte mich auf die Bettkante und legte meine Hand an ihre Wange. Entsetzt sah sie mich an. „Fred. Was tust du hier? Sie... Haben sie dich etwa geholt...?“ Nein... Sie dachte, dass sie noch bei den Malfoys war. „Alles ist gut. Du bist in Sicherheit. Es ist alles gut mein Liebling... Es ist alles gut...“, sagte ich leise und drückte meine Lippen auf ihre Stirn. Langsam wurde sie ruhiger und nach einigen Minuten war sie vollkommen entspannt. „Ich habe dich so vermisst Fred... Ich.. Es tut mir leid, dass ich mich nicht mehr richtig verabschieden konnte. Alles war so durcheinander und ich habe dich gesucht...“ Ich unterbrach sie, indem ich sie voller Zärtlichkeit küsste. Als ich mich wieder von ihr löste sagte ich leise: „Schon gut. Ich bin dir nicht böse, dass könnte ich nicht mal und das weißt du auch. In den letzten Monaten habe ich mir so viele verdammte Sorgen um dich gemacht Lexi. Tu mir das nie wieder an... Bitte... Das halten meine Nerven nicht aus.“ Sie lächelte leicht und nickte dann. „Okay“, murmelte sie, zog mich zu sich herunter und dann küsste sie mich leidenschaftlich. Sofort ging ich darauf ein und ein leises Stöhnen kam mir über die Lippen, die noch immer auf ihren lagen. Als sie mich ganz auf das Bett zog und mir eine Hand unter das Shirt schieben wollte, hielt ich sie am Handgelenk zurück, löste mich von ihr und sah ihr tief in die dunklen Augen. „Lexi. Nein. Du wurdest gefoltert. Wir können nicht...“ Weiter kam ich nicht. „Und gerade deswegen. Ich will wissen dass dieser Albtraum vorbei ist Fred. Ich will fühlen dass das hier nicht nur ein Traum ist. Also... Bitte...“, bat sie und sah mich mit diesem unwiderstehlichen Blick an. Und nach vielen Monaten der Einsamkeit und der Verzweiflung konnte ich mich nicht mehr zurück halten. Wollte ich mich nicht mehr zurück halten. Ich küsste sie mit allem was ich hatte und spürte ihre warme und weiche Hand auf meiner Haut. Unsere Sachen flogen auf den Boden und dann konnte ich an nichts anderes mehr denken als an sie. An ihre weiche Haut, an ihre Hände die sich in meinen Haaren verkrallten... Und irgendwann wussten wir beide dass das hier kein Traum war. Wir wussten, dass es real war und dass uns niemand das was wir hatten wegnehmen konnte.

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    Lexis Sicht:


    Ich stand draußen am Strand und ließ mir den angenehmen Wind durch die Haare wehen. Wir waren jetzt seit einem knappen Monat hier und in der Zwischenzeit hatten wir Dobby begraben. Meine Wunden waren dank Fleur's guter Pflege beinahe vollständig verheilt, nur das eingeritzte Wort von Bellatrix wollte nicht ganz verschwinden. Vermutlich würde ich es mein Leben lang sehen müssen, ich würde vermutlich mein Leben lang an diesen Tag denken müssen. Keine tolle Vorstellung... Ich wusste ja nicht einmal wie lange mein Leben lang bedeutete. Es konnte schon in einer Woche zu Ende sein, oder sogar schon in drei Tagen. Ziemlich deprimierende Gedanken waren es die da in meinem Kopf herum geisterten.
    Ich fing leise an zu summen, da ich mich nicht wirklich traute einfach zu singen. Wer weiß wer sich hier draußen herum trieb. Kein Mensch – außer meiner Mutter – wusste das ich sang. Wirklich keiner, nicht einmal Fred und dem erzählte ich normalerweise alles. Es war einfach mein kleines Geheimnis und so sollte es auch bleiben. Doch lange konnte ich nicht summen, denn ich hörte Schritte hinter mir und drehte mich um. Hermine kam auf mich zu gelaufen und sah reichlich hektisch aus. „Wir müssen nach Hogwarts.“ Ich lief zusammen mit ihr zu den anderen, die bereits vor dem Haus standen. Schnell nahm ich Harrys Hand und zusammen apparierten wir nach Hogsmeade. Von dort aus nahmen wir den Geheimgang im Eberkopf, von dem Dumbledore Harry erzählt hatte. Als wir im Raum der Wünsche ankamen wurden wir freudig begrüßt und von fast allen umarmt. Für mich waren das beinahe zu viele Menschen in einem Raum, aber das ignorierte ich jetzt. Es gab wichtigeres als meine vermutliche Platzangst, auch bekannt als Klaustrophobie. Als Harry die Idee äußerte das er ja mit in die große Halle gehen könnte, hätte ich ihm am liebsten eine Ohrfeige gegeben. „Bist du verrückt! Willst du dich gleich ausliefern? Wenn du das willst kannst du ja gleich zu ihm gehen und musst dann nicht den Umweg über Snape machen. Der dich so oder so zu ihm bringen wird“, regte ich mich auf und schlug ihm immer und immer wieder gegen seine Brust. Er war wie ein Bruder für mich und das wusste er. Ich hasste es wenn er verletzt war, oder wenn es ihm nicht gut ging. Oder wie jetzt. Ich hasste es wenn er sich sinnloser Gefahr hingibt. Ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lippen und er umarmte mich fest. „Wenn du doch so besorgt um mich bist.. Dann komm doch einfach mit. Du kannst mich beschützen. Wie Mad – Eye schon gesagt hat: Du bist eine der begabtesten Hexen wenn es um Verteidigung gegen die dunklen Künste geht.“ Ich runzelte die Stirn, nickte dann aber. Wir beide bekamen Gryffindor Umhänge und zusammen reihten wir uns unter die anderen Schüler ein. Jetzt war ich froh so klein zu sein... Ich sah Fred an, der meine Hand drückte und mir einen Kuss gab. „Wir sehen uns gleich. Und versuche dich zu zügeln“, meinte er leise und ich lächelte ihm beruhigend zu. Ich verschwand in der Menge und langsam schritten wir die große Treppe hinunter, vorbei an den Carrows die mir überhaupt nicht geheuer waren. Die sahen schlimmer als die pinke Pest aus und die war schon schlimm. Laut den anderen sollen ihre Lernmethoden auch weitaus schlimmer sein als die der Kröte.
    In der großen Halle angekommen hätte ich mich am liebsten verflucht. Wie konnte ich so blöd sein? Mein Vater war jetzt Schulleiter und natürlich stand er jetzt dort vorne, wo einst Dumbledore stand. Wie konnte er sich einfach dort hin stellen? Ich sah Professor McGonagall, die überhaupt nicht glücklich zu sein schien. Verständlich wenn der eigene Chef einen so unterdrückte. Er hielt seine unglaublich tolle Ansprache (natürlich alles ironisch gemeint) und dann war es erst einmal eine Zeit lang still. Als Harry aus der Reihe trat, blieb ich einen Augenblick stehen, atmete tief durch und trat nun auch aus der Schar der Schüler. Alle schnappten entweder entsetzt oder überrascht nach Luft und Snape sah am schlimmsten aus. Ich sah ihn an, ohne jegliche Regung in meinem Gesicht, doch meine Gedanken überschlugen sich. Es war so lange her als ich ihn das letzte Mal gesehen hatte.. Und irgendwie hatte ich ihn vermisst. Jetzt wurde es mir erst richtig bewusst das ich ihn tatsächlich vermisst hatte. „Lexi...“, hörte ich eine mir sehr bekannte Stimme und ich sah nach links zu den Slytherins. Dort stand sie. Meine Mutter. War das hier ein Familientreff oder wie? „Sie haben ein beträchtliches Sicherheitsproblem in Ihrem Haus“, sagte Harry neben mir laut und schon stand der restliche Orden an dem großen Portal. „Das Sie es wagen dort zu stehen wo er stand. Erzählen Sie ihnen von der Nacht. Erzählen Sie wie Sie ihm in die Augen gesehen und getötet haben. Erzählen Sie es ihnen!“ Harry wurde immer wütender und mein Vater zog seinen Zauberstab. „So weit wollen wir aber nicht gehen“, meinte ich, trat vor Harry und zog ebenfalls meinen Zauberstab. Genau in diesem Moment setzte sich auch Professor McGonagall in Bewegung. Jetzt standen wir beide vor dem Auserwählten und bildeten so ein Schutzschild. Die Lehrerin für Verwandlung griff Snape an, dieser blockte den Zauber nur und griff selbst nicht an. Als er dann verschwand fing die Halle an zu jubeln. Alle bis auf... mir. Ich fragte mich wieso ich mich nicht freuen konnte. Lag wohl an der Tatsache das er mein Vater war, dass ich sein eigen Fleisch und Blut war, dass ich seine Tochter war, die ihren Vater nach allem trotzdem liebte. Jedes Kind liebte seine Eltern, egal was sie getan haben. Als dann die Slytherins von Filch runter in die Kerker gebracht wurden, musste auch ich grinsen. Hatten sie nun mal Pech gehabt, wenn sie Harry schnappen wollten. Parkinson hatte so armselig gewirkt, so, als wollte sie die Familienehre wieder herrichten.

    Ich stand draußen im Hof und sprach mit einigen anderen die Schutzzauber. Irgendwann wurde mein Arm schwer, aber da hatten wir es schon geschafft. Nun umgab Hogwarts ein schwach glühender „Kessel“ und wir alle hofften, dass es die Todesser wenigstens ein paar Stunden abhalten würden. McGonagall erweckte die steinerne Armee zum Leben und diese marschierten nun auf die Brücke. Gerade drehte ich mich um und erblickte Fred wie er leise lächelnd auf mich zu kam, da wurde mir auf einmal schwindelig. Alles drehte sich und ich musste die Arme ausstrecken um nicht umzukippen. „Lexi. Hey. Was ist?“, hörte ich seine Stimme und schon spürte ich seine Arme um meinen Körper. „Mir geht's gut. Kleiner Schwäche Anfall“, sagte ich und atmete tief durch. Fred wollte gerade antworten als Kingsley ihn zu sich rief. Er sah kurz zu dem großen Mann und hielt zwei Finger hoch. Der dunkelhäutige Kingsley nickte und verschwand dann auf seine Position. George stand ein Stück weiter hinten und lächelte leicht. Auf einmal wurde ich ziemlich fest umarmt und dann spürte ich seine Lippen auf meinen. Verzweifelt klammerte ich mich an ihm fest und wollte am liebsten diesen Moment einfangen. Einfach auf Stopp drücken. Ich wollte genau hier bleiben. Doch er löste sich von mir und strich mir zärtlich über die Wange. „Pass auf dich auf. Wir werden uns nach dem ganzen hier wieder sehen. Wir werden uns in den Armen halten, ich werde dich küssen, ich werde auf die Knie fallen und Gott danken das es dir gut geht.“ Ich nickte leicht und strich über seine Wange, auf der ich ein paar Bartstoppeln spürte. Leise lächelnd drückte er mein Handgelenk und wandte sich dann ab. Ich lief schnell zu seinem Zwillingsbruder und umarmte auch ihn fest. „Pass auf dich auf. Pass bitte auf dich auf. Du bist einer meiner besten Freunde“, murmelte ich und er nickte. „Klar. Wer soll dich denn sonst zum Lachen bringen?“ Ich grinste und schon verschwanden die beiden. Schnell suchte ich Harry, Hermine und Ron. Recht schnell fand ich sie und zusammen machten wir uns zu dem Horkrux im Raum der Wünsche. Dort tauchte auf einmal Draco mit seinen Gorillas auf und bedrohten uns. Als einer der beiden den Todesfluch auf Hermine los feuerte rastete Ron vollkommen aus. „Ahhh! Sie ist meine Freundin du Penner!“ Hermine grinste glücklich und auch ich grinste. Dennoch hatten wir etwas zu erledigen. Als wir das Diadem wieder hatten kam Ron panisch schreiend angerannt und da sahen wir schon die Flammen. Ganz toll gemacht du Dummkopf!, dachte ich und hätte Crabbe am liebsten eine gescheuert.
    Heute sah ich wie undankbar Draco Malfoy war, aber ich wusste nicht genau ob er schon immer so war, oder ob es nur an dieser Situation lag. „Harry? Alles in Ordnung?“, fragte Ron als wir gerade den Horkrux in das Feuer geschleudert hatten. Ich drehte mich um und sah, dass Harry an der Wand lehnte. „Harry.“ Meine Stimme klang besorgt. Ich wusste was los war. Voldemort. „Die Schlange. Es ist die Schlange.“ Mehr brauchte er nicht zu sagen.

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bunny sonobe ( 54349 )
Abgeschickt vor 26 Tagen
Die Geschichte ist super. es wäre toll wenn es ein Flashback von der Begegnung mit voldemort beim trimagischen turnier gäbe.
Hanna ( 99301 )
Abgeschickt vor 97 Tagen
Warum geht die Geschichte nicht weiter? Ich finde sie so schön
νερό ( 17654 )
Abgeschickt vor 311 Tagen
Ich liebe diese Geschichte!!!!!!!!!!!!!!!!!!❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤ ❤❤❤❤❤❤❤❤
Snape und Fred, zwei meiner Lieblings Charakter! Schreib unbedingt weitere FF's! Du machst das super!
Emsonie ( 99343 )
Abgeschickt vor 327 Tagen
Hey @Lexi1995 . Ich würde (mit deiner Erlaubnis) diese FF auf Wattpad veröffentlichen. Ich will aber keine Rechte verletzen. Deswegen frage ich jetzt: Darf ich die Geschichte auf Wattpad veröffentlichen? Diese FF ist mega hammer geil und ich möchte sie einfach noch mehr Menschen zeigen! LG Emsonie
Marie Snape ( 17928 )
Abgeschickt vor 373 Tagen
Omg Omg Omg!!!!!😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍Das ist die beste Ff die ich seit langem gelesen habe!😄😄😄😄😄😄😄😄😐Meinen Respekt!Die ist sowas von genial!😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍💖💖💖💖💖💖💖💓💓💓💓💓💓💓💓❤❤❤❤❤💚💚💚 💛💛💛💜💜💜💕💕💗💗💞💞💝💝👍👍👍👍👍
Siss(i) ( 57236 )
Abgeschickt vor 422 Tagen
Die Ff ist sooooo toll!!!!!!!!!!!!!=)💖
Blackheart ( 36417 )
Abgeschickt vor 424 Tagen
Oh mein Gott !!!!!! Das ist die BESTE Ff die ich je gelesen habe❤💗
CedricDiggorys�� ( 39410 )
Abgeschickt vor 430 Tagen
Warum hat sie sich von Draco getrennt? Das ist [BEEP]
Emsonie ( 50246 )
Abgeschickt vor 432 Tagen
Hey, Lexi1995! Kennst du Wattpad? Ich würde mit deiner Erlaubnis diese Geschichte dort veröffentlichen. Ich schreibe auch dazu dass sie nicht mir gehört. Ich finde diese Geschichte aber einfach nur so toll dass ich finde es sollten mehr Leute sehen dass es diese Geschichte gibt. Ich würde mich freuen wenn du ja sagst. Aber wenn du es nicht willst kann ich es verstehen!
Anja Dragongirl ( 96325 )
Abgeschickt vor 452 Tagen
Manno-.-
warum mußte sie draco verlassen wahr doch voll süß zusammen :, (
Mensch nie lässt einer mal die Hauptperson mit dem jungen/Mädchen zusammen das ich mag :'( ↓.↓ ○.○ :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :O :-( :-( :-( :-( :'( :'( :'( :'( :'( :O :'( :'( :O :O :-( :O :O
Bella ( 30257 )
Abgeschickt vor 452 Tagen
Ich war mal wieder auf der Suche nach einer neuen
FF die ich lesen konnte, als ich diese hier entdeckte.
Allein der Name sprach mich schon total an, und als
Ich schließlich anfing zu lesen, da konnte ich gar nicht
Mehr auf hören(im übrigen hab ich um 10Uhr abends angefangen zu zu lesen, u da es so spannend war bis 3Uhr morgens durchgelesen und am nächsten Tag war Schule) . An jeder spannenden Stelle war ich ganz
Hibbelig, an jeder romantischen ganz entspant und an
Jeder traurigen ganz gerührt.
Die Story ist wirklich packend und total gut umschriebenen!
OHNE JEDEN ZWEIFEL ODER UNTERTREIBUNG DIE
BESTE FF DIE ICH JE GELESEN HAB!!!!!!☺☺
Beccor ( 24828 )
Abgeschickt vor 455 Tagen
Soo coool. Meine Lieblings FF
Shia ( 26751 )
Abgeschickt vor 497 Tagen
@Emsonie
Hatte Lexi nicht nichmal Geburtstag oder so und ist jetzt 15? Ich glaub das wurde in einem vorherigen Teil mal kurz erwähnt!
Emsonie ( 63654 )
Abgeschickt vor 501 Tagen
Sehr ,sehr ,sehr schöne FF schade nur das sie nicht weiter geht aber das kommt ein bisschen schlecht rüber dass lexi schon das erste mal mit 14 hat ☺
S.S. ( 77700 )
Abgeschickt vor 525 Tagen
Eigentlich gut, aber ich finde es sind ein bisschen viele
Rechtschreibfehler und ich finde Lexi ein bisschen
kindisch. Sonst gut 👍
Marie ( 75471 )
Abgeschickt vor 550 Tagen
Top FF♥
Aber eine Frage/Anmerkung:
Harry Ron Hermine und Lexi sind in der 1 Klasse. Da dürfen sie doch noch nicht nach Hogsmead oder? Ich dachte erst in der 3 Klasse
MiaMaria ( 66793 )
Abgeschickt vor 559 Tagen
Schreib jetzt mal weiter! Ich wart schon eeewig! Denn deine FF ist echt gut!!‼❗❗❕❕
schnuffel ( 46399 )
Abgeschickt vor 580 Tagen
Echt schade das hier nicht weiter geschrieben wird an der "Geschichte". :'(
yolo ( 50431 )
Abgeschickt vor 631 Tagen
Bevor du rum merkst, Ariana, schreib eine bessere FF!!
ICH ♡♡♡ DIESE FF...
... MACH WEITER SO
Kimberly ( 85080 )
Abgeschickt vor 689 Tagen
Klar komm ich morgen zu dir.Countdown: In zwei Wochen sind wir schon auf Malle(Mallorca)!!!! Freu mich schon sooooooooooo mit dir die Ferien zu verbringen! Bus morgen und ich hab dich auch soooooo lieb Kimi
PS: Whatsapp in 5 Minuten!!!!!! Muss dir was über Nicolas sagen!!! :-D