CHRONIKEN DER UNTERWELT - Dein Leben in der verborgenen Welt der Schattenjäger || TEIL 1 ||

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3 Kapitel - 3.502 Wörter - Erstellt von: Anna Hess - Aktualisiert am: 2014-03-15 - Entwickelt am: - 14.816 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.27 von 5.0 - 11 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Catherina Spear ist eine begnadete Schattenjägerin und kämpft Seite an Seite mit den Lightwood Geschwistern und Jace Wayland. Bereits nach kurzer Zeit steht ihre Welt jedoch Kopf und sie muss sich entscheiden, welcher Weg der richtige ist. Hinzu kommen die verwirrenden Gefühle für einen Mann, welcher umwoben von Geheimnissen zu sein scheint.
|| Liebe, Action und Fun sind vorprogrammiert ||

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    CHRONIKEN DER UNTERWELT || TEIL 1 || „ Jace, pass auf! Hinter dir!“, schreie ich. Ein riesiger Dämon ragt hinter Jace Rücken auf. Gerade noch re
    CHRONIKEN DER UNTERWELT || TEIL 1 ||


    „ Jace, pass auf! Hinter dir!“, schreie ich. Ein riesiger Dämon ragt hinter Jace Rücken auf. Gerade noch rechtzeitig dreht dieser sich um und schlägt dem Dämon den Kopf ab. Ich kann nicht sehen, ob er erneut angegriffen wird, denn ein Dämon in der Gestalt einer weißen Made attackiert mich. Seine giftige Zunge schnellt hervor und zielt auf meinen Arm, doch ich weiche aus. Geschmeidig drehe ich mich und trenne das widerliche Ding mittels meines Dolches ab. Der Dämon stößt ein ohrenbetäubendes Kreischen aus. Wankend versucht er abzuhauen, doch ich bin schneller. Zielsicher werfe ich eines meiner Wurfmesser und treffe seinen Kopf. Das Messer bleibt stecken und der Dämon bricht zusammen. Er ist nicht tot, aber trotzdem außer Gefecht gesetzt. Ich sehe mich um. Nicht weit von mir entfernt liefert sich Isabelle ein hitziges Gefecht mit einem Behemoth Dämon und schlägt wieder und wieder mit ihrer Peitsche nach der schleimigen Kreatur. Etwas abseits bekämpft Alec einen Dämon der gleichen Gattung wie ich zuvor. Jace steht wie ich am Rande und versucht das Geschehen einzuschätzen. Ich stütze die Hände auf die Knie und versuche wieder zu Atem zu kommen. Vor einer Woche wurde ich von einem Dämon stark verwundet und man konnte mich bloß mit großer Mühe wieder zusammenflicken. Die anderen Schattenjäger waren eigentlich dagegen, dass ich so bald schon wieder mit dem Jagen anfange, doch ich bestand darauf. Ein Leben ohne Jagen ist das Leben nicht wert. Die verheilende Wunde auf meinem Rücken schmerzt und ich muss zugeben, dass ich ein wenig Angst davor habe, dass die Nähte reißen. Man konnte meine Verletzung nicht mittels einer Rune heilen; das Dämonengift verhinderte es. Also wurde sie genäht und gesäubert. Meine Heiler bekamen fast einen Schlag, als ich ihnen mitteilte, dass ich wieder Jagen gehen würde. Aber nun ja, so bin ich halt eben.
    „ Wie geht es dir?“, fragt Jace, der nun neben mir steht.
    „ Mir geht es gut.“, lüge ich und starre auf den Boden.
    „ Lüg mich nicht an. Du hast Schmerzen, oder?“
    „ Vielleicht sollten wir besser Alec und Izzy helfen.“, versuche ich das Thema zu wechseln.
    „ Schwacher Versuch, Catherina. Du weißt ganz genau, dass die Beiden dich umbringen würden, würdest du ihnen in den Kampf pfuschen.“, lacht Jace.
    „ Hast Recht.“ Ich schenke ihm ein schwaches Lächeln.
    „ Du hättest noch nicht wieder mit jagen sollen.“, meint er naserümpfend und sieht mich von oben herab an.
    „ Sie mich nicht so an!“, brumme ich.
    „ Wie denn?“, fragt er, scheinbar verblüfft.
    „ Frag nicht. Du weißt schon wie.“
    „ Mit so einer Verletzung ist nicht zu spaßen.“
    „ Sagt der Richtige!“, schnaube ich und wende mich zum Gehen.
    „ Was soll das denn heißen?“, fragt Jace, der nun hinter mir herläuft.
    „ Du spielst deine Verletzungen selbst immer runter, streitest ab, dass du Schmerzen hast. Also verurteile mich nicht, weil ich das genauso mache.“ Wütend stapfe ich weiter.
    „ Du bist aber nicht ich.“
    Abrupt bleibe ich stehen und fahre zu ihm herum. Überrascht stoppt nun auch er. Zornig stoße ich ihm meinen Zeigefinger in die gepanzerte Brust.
    „ Du bist so ein eingebildeter Sack, Jace Wayland! Du glaubst immer, dass du besser bist als die Anderen. Etwas Besonderes. Aber du irrst dich. Du bist genauso ein Schattenjäger wie wir auch. Also spiel dich nicht so auf. Außerdem passt diese besorgte Masche nicht zu dir.“ Ohne eine Antwort abzuwarten drehe ich mich wieder um und setze meinen Weg fort. Dieses Mal folgt Jace mir nicht.

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    Fröstelnd steige ich aus der Dusche und wickele mich in ein weiches Handtuch. Kühle Luft umfängt mich und verpasst mir eine Gänsehaut. Bibbernd tr
    Fröstelnd steige ich aus der Dusche und wickele mich in ein weiches Handtuch. Kühle Luft umfängt mich und verpasst mir eine Gänsehaut. Bibbernd trete ich vor den großen Spiegel in meinem Badezimmer. Aus dem Spiegel blickt mir ein sonnengebräuntes Gesicht mit Sommersprossen und hellblauen Augen entgegen. Noch immer mein Spiegelbild betrachtend befreie ich meine blonden Haare aus dem Frottee-Handtuch und presse das Wasser aus ihnen heraus. Danach greife ich mir die Bürste und entferne die vielen Knoten. Zu guter Letzt föhne ich sie über Kopf. Als ich danach wieder in den Spiegel sehe fallen mir meine Haare in blonden Locken um die Schultern. Schnell trockne ich auch meinen Körper ab und ziehe ein schwarzes Top, sowie eine hellblaue Jeans in Destroyed-Look an. Über meine Füße stülpe ich schwarze Socken und schlüpfe in meine schwarzen Chucks. Danach begebe mich nach unten in den Speisesaal des Instituts. Dort erwarten mich bereits, am Tisch sitzend, Isabelle und Alec. Auch sie haben geduscht und sich etwas Frisches angezogen.
    „ Da bist du ja, Cat. Jetzt fehlt nur noch Jace.“, begrüßt Isabelle mich.
    „ Kann auch so bleiben.“, schnaube ich, noch immer sauer auf den blonden Schnösel.
    „ Habt ihr euch wieder gestritten?“, seufzt Isabelle.
    „ Was heißt denn hier „wieder“?“, frage ich empört.
    „ In letzter Zeit habt ihr euch immer in den Haaren!“
    „ Er verhält sich ja auch unmöglich!“, verteidige ich mich.
    „ Ihr Beiden seid nervig. Nicht nur Jace.“, mischt sich nun auch Alec ein.
    „ Ach du, sei ruhig. Du bist doch ohnehin nicht unparteiisch.“, fahre ich ihn an.
    „ Catherina!“, ruft Isabelle.
    „ Ja, ist doch wahr!“, fauche ich. Dann atme ich tief durch. Nachdem ich leicht zur Ruhe gekommen bin, überkommen mich Schuldgefühle bezüglich Alec. Etwas kleinlaut sage ich an ihn gewandt: „ Tut mir Leid, Alec. So war das nicht gemeint. Ich bin einfach bloß sauer auf Jace.“
    „ Schon gut.“, brummt Alec und starrt die Holzoberfläche des großen Esstisches an. Verstimmt lasse ich mich auf den Stuhl neben ihm fallen.
    „ Was gibt’s zu essen?“, frage ich in die Runde.
    „ Alec wollte etwas kochen, aber irgendwie sitzt er hier und macht Nichts.“, teilt Isabelle mir mit.
    „ Wie, ich? Du wolltest doch kochen, Izzy!“, antwortet Alec empört.
    „ Ehm, nein.“
    „ Meine Güte, hört auf! Ich gehe und mache was zum Essen, okay?“, unterbreche ich die beiden Streithähne und will mich erheben, doch Isabelle und Alec kommen mir zuvor.
    „ Ach weißt du was, wir kochen einfach zusammen. Du kannst in der Zeit den Tisch decken.“, wirft Isabelle ein. Misstrauisch kneife ich die Augen zusammen. „ Wieso erklärt ihr euch plötzlich bereit zu kochen?“
    „ Naja, weißt du Cat, du bist nicht gerade die beste Köchin.“ Mit großen Augen sieht Alec mich an.
    „ Was soll das denn heißen?“, erkundige ich mich eingeschnappt.
    „ Darf ich dich an die Hot Dogs erinnern, die du letzte Woche gemacht hast?“, fragt Isabelle.
    „ Was war an den Hot Dogs denn verkehrt?“
    „ Eigentlich nichts … Wenn man auf Grillkohle steht.“, meint Jace der in diesem Moment den Raum betritt. Auch er hat sich geduscht und seine Haare sind noch immer leicht feucht.
    „ Als ob du besser kochen könntest, Jace!“, rufe ich.
    „ Ehm ja, das kann ich.“, lacht dieser.
    „ Du bist ein …“
    „ Catherina, Jace! Seid ruhig. Alle beide! Cat, du kommst mit mir. Ich zeige dir wie man etwas kocht ohne es zum zweiten Mal zu töten. Und du Jace, du bleibst bei Alec. Ihr deckt den Tisch.“, geht Isabelle dazwischen und marschiert in die Küche. Nachdem ich Jace einen weiteren bösen Blick zugeworfen habe, folge ich ihr.
    „ Ihr beiden seid unerträglich.“, brummt Isabelle während sie in einem Schrank nach einem großen Topf sucht.
    „ Nein Izzy, ER ist unerträglich. Merkst du denn nicht, wie er sich aufführt? Wie ein kleines Kind!“, wettere ich. Ohne mir zu antworten knallt Isabelle eine Pfanne auf den Herd und stampft zum Kühlschrank. Dass sie mich ignoriert ist schlimmer, als wenn sie mich weiter beschuldigen würde.
    „ Okay, es tut mir Leid. Ich werde jetzt gleich am Tisch lieb und brav sein. In Ordnung?“, gebe ich nach. Strahlend wendet sie sich mir zu; ganz so, als ob nichts gewesen wäre. „ Vergiss es nicht! So und jetzt, kannst du mir das Öl geben?“ Lächelnd reiche ich ihr die Flasche.
    Nachdem Isabelle mir in allen Einzelheiten erklärt hat wie man Würstchen richtig brät und Kartoffeln so kocht, dass sie nicht knüppelhart, aber auch nicht weich wie Brei sind, setzen wir uns zu Alec und Jace an den Tisch.
    „ Wir haben uns heute ziemlich gut geschlagen.“, beginnt Alec das Gespräch.
    „ Das stimmt. Wir haben heute ein ganzes Dämonennest ausgerottet!“, stimmt Isabelle zu.
    „ Naja, zumindest drei von uns. Die die bei bester Gesundheit waren und keine Wunde haben, welche jederzeit aufreißen kann.“, meint Jace mit einem Seitenblick auf mich. Ich möchte gerade etwas Bissiges erwidern, doch da fallen mir meine Worte an Isabelle wieder ein. Unter großer Selbstbeherrschung, schaffe ich es den Mund zu halten. Mit einem Lächeln im Gesicht sehe ich Jace an.
    „ Dann bleibe ich bei der nächsten Jagd zu Hause, okay?“, frage ich mit süßer Stimme.
    „ Wirklich?“ Erstaunt mustert er mich.
    „ Nein!“
    „ Cat!“
    „ Isabelle! Er hat angefangen.“, protestiere ich.
    „ Da hat jemand seine Tage.“, höre ich Jace nuscheln. Der Blick den ich Jace nun zuwerfe, lässt sowohl Alec als auch Isabelle erstarren - nicht jedoch Jace. Dieser grinst mich bloß unschuldig an.
    „ Wag es dich, mich in den folgenden Tagen ein einziges Mal anzusprechen. Ich schwöre dir, ich mache dich einen Kopf kürzer!“, knurre ich ihn an. Die Hand die mein Messer hält zittert gefährlich.
    „ Ja, klar.“, lacht Jace. Wütend springe ich auf. Alec und seine Schwester tun es mir gleich. Offenbar sind sie der Meinung, dass ich meine Drohung verfrüht wahr machen könnte. Stattdessen werfe ich jedoch mein Besteck auf den Tisch und verlasse laut fluchend den Raum. Aufgebracht marschiere ich die Treppe nach oben, hinauf in mein Zimmer. Was denkt dieser aufgeblasene Idiot eigentlich wer er ist? Mit einem lauten Knall fliegt meine Zimmertür hinter mir ins Schloss. Aus dem Erdgeschoss höre ich aufgebrachte Stimmen. Wahrscheinlich hält Isabelle Jace gerade einen Vortrag darüber, was sie von seinem Verhalten hält. Ich kann nicht anders, als schadenfroh zu lächeln. Von meinem Schreibtisch schnappe ich mir das Buch, welches ich gerade lese, und lasse mich auf meinem Bett nieder. Plötzlich höre ich laute Schritte auf der Treppe. Einen Moment später fliegt meine Zimmertür mit voller Wucht auf und eine vor Wut bebende Isabelle stürmt ins Zimmer. Frustriert seufzend lege ich mein Buch weg, lege mich auf den Bauch und vergrabe mein Gesicht im Kissen.
    „ Catherina, du hast es versprochen!“, ruft Isabelle. Lächelnd drehe ich mich auf den Rücken und starre an die Decke.
    „ Nein, Isabelle. Du hast es als Versprechen aufgenommen. Ich habe lediglich gesagt, dass ich nett sein WILL. Und nicht, dass ich es verspreche.“
    „ Das kommt einem Versprechen gleich.“, schnaubt sie. Ächzend setze ich mich auf.
    „ Du kennst mich schon seit Jahren. Du müsstest wissen wie ein Versprechen bei mir klingt, Izzy.“
    „ Nenn mich nicht so! Ich bin wütend auf dich.“, faucht das dunkelhaarige Mädchen.
    „ Dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wir müssen zum Pandemonium Club. Offenbar treibt sich dort heute ein besonders brutaler Dämon herum. Er ergreift Besitz von Mundies.“, keucht Alec, der die Tür aufgerissen hat und sich nun nach Atem ringend an den Türrahmen lehnt.
    „ Wir reden nachher weiter.“, knurrt Isabelle in meine Richtung, doch ich beachte sie nicht. Schon längst bin ich aufgestanden und habe mir meine Lederjacke übergezogen. Während Isabelle und Alec davon eilen um sich zu bewaffnen, schnalle ich mir bereits meinen Gürtel mit samt mehreren Wurfmessern und Shuriken um. Zu guter Letzt schnappe ich mir mein Kurzschwert und hänge es mir locker über die Schulter. Meine Stele stopfe ich in meine Hosentasche. Eilig laufe ich die Stufen ins Erdgeschoss hinunter und falle fast über Jace, der am Fuße der Treppe wartet. In letzter Sekunde schaffe ich es zu stoppen und mein Gleichgewicht wiederzuerlangen.
    „ Eine noch ungünstigere Stelle zum Warten konntest du dir nicht aussuchen, oder?“, fauche ich.
    „ Catherina, es reicht.“, antwortet Jace trocken und mit einem merkwürdigen Ausdruck in den Augen.
    „ Ist alles okay?“, frage ich, alarmiert durch sein untypisches Verhalten.
    „ Wir sollten uns wirklich etwas mehr zusammen reißen. Gleich werden wir kämpfen. Dabei ist es besser, wenn wir einer Meinung sind und uns nicht streiten.“
    „ Jace, du weißt doch, dass das alles bloß Spaß ist. Oder etwa nicht? Wenn es drauf ankommt kannst du auf mich zählen – genauso wie Alec und Isabelle.“, versichere ich ihm.
    Schwermütig seufzt Jace: „ Du hast Recht.“
    „ Natürlich habe ich das.“, lache ich und boxe ihm gegen den Arm.

    3
    Wenig später sitzen wir alle im Auto. Isabelle und ich hinten, Jace und Alec vorne; Alec steuert den Wagen. Wie immer trägt Isabelle ein Kleid, wor
    Wenig später sitzen wir alle im Auto. Isabelle und ich hinten, Jace und Alec vorne; Alec steuert den Wagen. Wie immer trägt Isabelle ein Kleid, worüber sie eine schlichte schwarze Jacke mit Nieten gezogen hat. An ihrem Handgelenk sehe ich die für sie typische Elektrumpeitsche aufblitzen. Alec und Jace sind beide in ihre Schattenjägermonturen gekleidet und ich trage noch immer mein Top mit der hellblauen zerrissenen Hose sowie die Lederjacke. Meine Füße stecken nach wie vor in den schwarzen Stoffschuhen.
    „ Welche Art von Dämon erwartet uns eigentlich?“, frage ich.
    „ Ich weiß es nicht. Mir ist nur bekannt, dass er offensichtlich die Vorliebe in Körper von Mundies zu schlüpfen hegt.“, antwortet Alec von vorne – den Blick konzentriert auf die Straße gerichtet.
    „ Ich hasse es nicht zu wissen, was mich erwartet.“, brumme ich und schaue aus dem Fenster. Draußen rasen die Lichter der Werbeanzeigen verschiedener Geschäfte an meinen Augen vorbei.
    „ Niemand mag das.“, pflichtet Isabelle mir bei. Ich werfe ihr einen Blick zu. Kaum merklich nickt sie – das Zeichen, dass zwischen uns wieder alles in Ordnung ist. Schwach lächle ich sie an, dann wende ich meinen Blick wieder nach Draußen.
    Nach etwa einer viertel Stunde Fahrt, erreichen wir unser Ziel – das Pandemonium. Gleichzeitig verlassen wir zu viert den Wagen und drängen uns durch die dichte Menschenmenge vor dem Club. Ohne auf die Beleidigungen und Unmutsbekundungen der Leute zu hören, an welchen wir uns vorbei drängeln, stoßen wir bis zum Türsteher vor; ein großer Vampir. Abschätzend mustert er uns, lässt meine Gefährten und mich schließlich jedoch durch.
    „ Der sah ja fröhlich aus.“, bemerkt Jace erheitert neben mir. Orientierungslos bleiben wir inmitten der Menschenmenge stehen.
    „ Ähm Alec, wie finden wir den Dämon? Jeder hier könnte von ihm besessen sein.“, äußere ich meine Bedenken.
    „ Das, ist eine wirklich gute Frage. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Am besten wir sehen uns erst einmal um. Vielleicht entdecken wir etwas Verdächtiges.“ Trotz Alecs Versuch optimistisch zu wirken, höre ich Zweifel in seiner Stimme mitklingen. Suchend sehen wir uns um. Mein Blick gleitet über die sich im Takt bewegende Masse hinweg; auf der Suche nach unserem Ziel. Plötzlich sehe ich ihn. Ein großer, dunkelhaariger Mann drängt sich grazil durch die vielen Menschen. Als er meinen Blick bemerkt sieht er zu mir herüber. Milchig weiße Augen starren mich an. Auf meinen Armen stellen sich die Härchen auf. Zwar stehe ich oft Dämonen gegenüber und kämpfe sogar mit ihnen, doch jedes Mal bestürzt mich deren unnatürlicher Anblick aufs Neue. Eine Eigenart, die einem in manchen Situationen jedoch auch sehr nützlich sein kann. Nicht bloß einmal identifizierten wir – Alec, Isabelle, Jace und ich – einen Dämon aufgrund meines Gespürs. Um die Anderen auf die Kreatur aufmerksam zu machen, welche nun weiterzieht ohne mir Beachtung zu schenken, stoße ich Jace meinen Ellbogen in die Rippen. Alarmiert wendet er sich mir zu und folgt meinem Blick. In stillem Einverständnis bewegt meine Gruppe sich in die Richtung des Dämons. Isabelle wird als Lockvogel fungieren und ihn für einen Augenblick ablenken; sofern alles wie geplant verläuft. Nachdem sie sich abgewandt und sich auf den Weg gemacht hat, positionieren die Jungs und ich uns in ihrer Nähe. Angespannt beobachten wir, wie Isabelle den Dämon in ein Gespräch zu verwickeln versucht. Unerwartet wandert sein Blick zu ihrem Ausschnitt. Unter anderen Umständen wäre dies nicht so schlimm gewesen, doch eines ihrer Tattoos ist sichtbar. Mindestens genauso schnell wie der Dämon reagieren wir anderen. Sofort stürze ich mich auf den mit reichlichen Muskeln bepackten Mann und werfe ihn mit meinem Körpergewicht zu Boden. Die tanzenden Menschen in unserer Nähe beachten uns aufgrund des Zauberglanzes nicht. Mit aller Mühe versuche ich meinen Gegner fest zu halten, doch er ist stärker. Noch bevor mir einer meiner Gefährten zu Hilfe kommen kann, verpasst er mir einen Schlag in die Magengrube und stößt mich mit seinem Knie zur Seite. Zusammengekrümmt bleibe ich liegen. Mit ungeheurer Geschwindigkeit springt der Dämon auf und erwartet bereits den kommenden Schlag von Isabelle. Er fängt ihn ab und dreht ihr den Arm auf den Rücken. Ein Schmerzensschrei dringt über ihre Lippen. Die Verrenkung ihres Arms muss sehr übel sein, denn ich habe Isabelle noch nie schreien hören. Wehrlos verharrt sie im Griff ihres Peinigers. Alec kann ihr nicht zu Hilfe kommen, denn er steckt zwischen den Menschen fest und kommt nicht zu uns durch. Ich bin noch immer gelähmt von den Qualen des Schlages in meinen Bauch. Hinzu kommt, dass ich auf meine verletzte Schulter gefallen bin. Schwarze Punkte tanzen vor meinen Augen. Jace ist Isabelles letzte Hoffnung. Mit seiner leuchtenden Seraphklinge nähert er sich vorsichtig dem Ungetüm. Er holt zu einem weiten Schlag aus – ich bin froh, dass sich zurzeit keine Clubbesucher in unserer näheren Umgebung befinden – und schlägt zu. Jedoch hat der Dämon den Angriff erwartet und duckt sich rechtzeitig. Die Klinge saust trefferlos durch die Luft und Jace verliert die Balance. Bedrohlich ragt unser Widersacher über uns auf; wir haben verloren. Zornig blicke ich den Dämon an. Wie kann ein solch einfacher Scherge der Unterwelt gleich vier Schattenjäger besiegen? Siegesgewiss verzieht sich der Mund des Mannes zu einem spöttischen Lächeln, welches ich ihm am liebsten aus dem Gesicht schlagen würde. Gerade, als es so scheint, dass es keinen Ausweg gibt, passiert etwas Unglaubliches. Ein leuchtender Schemen blitzt auf und einen Moment später fällt der geköpfte Dämon leblos zu Boden. Verwirrt starre ich die reglose Gestalt an. Gedämpft vernehme ich einen Schrei, doch ich beachte ihn nicht. Blinzelnd sehe ich nach oben und kämpfe gegen den starken Drang an, die Augen aufgrund des blitzenden Lichtes zusammen zu kneifen. Verschwommen erkenne ich die Gestalt eines jungen Mannes. Hilfsbereit streckt er mir seine Hand entgegen; vermutlich um mir aufzuhelfen. Dankbar ergreife ich sie und ziehe mich daran hoch. Auf wackligen Beinen komme ich zum Stehen und erhalte nun die Gelegenheit unseren Retter zu identifizieren. Schon seit Jahren habe ich diese Person nicht mehr gesehen. Ich habe sogar vermutet, dass ich sie nie wieder zu Gesicht bekommen würde, doch nun steht sie vor mir. Es ist mein Bruder Nathanael.

    So, das war es fürs Erste! Fortsetzung folgt:)
    Übrigens könnt ihr mir gerne gemalte Fan-Bilder an meine E-Mail Adresse senden, welche ich dann als Fotos für meine Storys benutzen würde. (Sowohl zu Harry Potter, als auch zu Chroniken der Unterwelt) Natürlich wird der Name des Urhebers genannt!
    hess.anna@gmx.de

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Catherina Spear ist eine begnadete Schattenjägerin und kämpft Seite an Seite mit den Lightwood Geschwistern und Jace Wayland. Bereits nach kurzer Zeit steht ihre Welt jedoch Kopf und sie muss sich entscheiden, welcher Weg der richtige ist. Hinzu kommen...
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2014-03-14
406H
Chroniken der Unterwelt

Kommentare Seite 5 von 5
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lotus_nj ( 69410 )
Abgeschickt vor 438 Tagen
total süchtig danach...Ich wünsche ich hätte deine Vorstellungskraft.. bei mir gehts nur zwei Seiten lang
Rosalyn ( Rose ) ( 12225 )
Abgeschickt vor 509 Tagen
Ich hab alle Teile gelesen und was soll ich sagen es war hammermäßig super !!!!!!
Percy Jackson ( 20674 )
Abgeschickt vor 596 Tagen
Ich bin......deine Geschichte ist so......wie du schreibst....
Du siehst, ich kann das nicht in Wirte fassen:))
kiwi2000 ( 35791 )
Abgeschickt vor 717 Tagen
Wow. Der Hammer. Ein riesiges Lob, die Geschichte hat mich total umgehauen. Eigentlich schade, dass es nicht weiter geht. Hör bitte nie auf, FFanfiktions zu schreiben (du hättest wahrscheinlich auch das Zeug für ein Buch)♥
Lg, kiwi2000
Schneestern37 ( 93767 )
Abgeschickt vor 719 Tagen
Wahnsinn! Hammer Geschichte! Du schaffst es wirklich, den Leser in den Bann deiner Geschichte zu ziehen, riesen Respekt dafür!
Ich werde auf jeden Fall weiterlesen.

Und noch ein Tipp, nur eine Kleinigkeit:
Wenn du schreibst: "Er hat angefangen.", protestiere ich..., dann fällt der Punkt am Ende der wörtlichen Rede weg, weil nach der wörtl. Rede ein Komma steht.
Wie gesagt, nur eine Kleinigkeit, die mir aufgefallen ist.
Ich finde, du hast sehr großes Talent, du darfst auf keinen Fall aufhören, Geschichten zu schreiben! Wenn du mich fragst, hat Cassandra Clare Konkurrenz bekommen... ;)
Kp ( 76266 )
Abgeschickt vor 728 Tagen
OMG wie Geilll!!!!!! Ich 💜 deinen Schreibstil du Schreiber um einiges besser als ich und ich kann das schon gut! Du hast einen sehr großen Wortschatz und man hat immer neue Ausdrücke zu kesen . man versetzt sich richtig in die Figur! Einfach nur Hammer! Werd später Autorin.....!!!! Boah vllt. Schreiber du mal besser als Suzanne Collins mein großes Vorbild in Sachen Geschichten schreiben!!!!
Anna Hess ( 93508 )
Abgeschickt vor 772 Tagen
@Rexxa : Ohhhh, vielen lieben Dank! Aber ich stimme dir zu: Ab dem dritten Buch zieht sich die Reihe unglaublich 😟 Daher freut es mich umso mehr, wenn dir meine Geschichte trotzdem gefällt 😍

@Looora : Auch dir vielen lieben Dank! 🌹

@bella : Uuuh, Dankeschön 😊
bella ( 28216 )
Abgeschickt vor 783 Tagen
Oiiiiii schöhhhhhhhn
Looora ( 85594 )
Abgeschickt vor 811 Tagen
Richtig schön.....

Ich bin begeistert

Wow!
Rexxa ( 22584 )
Abgeschickt vor 834 Tagen
Oh wow...
du hast echt talent, die Geschichte hat mich total gefesselt...
Ich bin ja ehrlich gesagt, nicht so der FAn von den Chroniken der unterwelt, da zu viel in die länge gezogen, immer dauernd was neues nerviges, aber deine FF hat mich echt richtig umgehauen und würdest du ein richtiges buch draus machen würde ich es mir kaufen :D
Anna Hess ( 09117 )
Abgeschickt vor 838 Tagen
@Nikau : Oh, vielen Dank das freut mich wirklich! :) Ach halt dich nicht zurück in dem was du schreibst - ist doch ein Kompliment! ^^
Nikau ( 71861 )
Abgeschickt vor 840 Tagen
OMG. Die Geschichte ist ja mal Hammer geil! (Tschuldigung für meinen Ausdruck. Aber anders kann man es nicht beschreiben:) ) Die Schreibstil ist echt klasse. Ich bin über die Divergent FF auf die gestoßen, weil ich die auch schon mega finde, aber das hier...
Anna Hess ( 09117 )
Abgeschickt vor 840 Tagen
@Isabelle : Ist aber lieb, dass du Cat verteidigst :) ^^
Isabelle ( 33380 )
Abgeschickt vor 862 Tagen
@Malec forever: Was soll das mit der Mary Sue? Meinst du damit Catherine? Ich finde nicht das dieser Charakter eine Mary Sue ist...
Isabelle ( 33380 )
Abgeschickt vor 862 Tagen
Der zweite Teil von "Chroniken der Unterwelt. Die erste Begegnung aus Magnus Sicht." ist raus. Ich würde mich auch über dein Feedback freuen Anna. Über das der anderen natürlich auch:D
Anna Hess ( 47584 )
Abgeschickt vor 866 Tagen
@Malec forever: Achso. Dann hoffe ich, dass ich das das nächste Mal besser hinbekomme.
Malec forever ( 27266 )
Abgeschickt vor 866 Tagen
Eine Mary-Sue ist eine Protagonistin, die sich fast klischeehaft verhält. Einen perfekten Charakter der fast schon unrealistisch wirkt
Anna Hess ( 27949 )
Abgeschickt vor 867 Tagen
*ihren Eltern
*Eigenes
*verbessert

Sorry für die Fehler. Ich habe mit meinem Handy geantwortet :D
Anna Hess ( 68775 )
Abgeschickt vor 867 Tagen
@ALL : Der erste Teil meiner neuen Fanfiktion ist draußen. Er heißt "Divergent - Liebe | Schmerz | Bestimmung". Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

@Isabelle: Habe ich gerne gemacht :)

@Sophie: Ich finde das ist häufig bei Kindern der Fall, dass sie von ihren viel zu sehr unterdrückt und geformt werden. Man sollte dem Charakter eines Menschen wenigstens die Möglichkeit geben sich zu formen! Ja ich wollte schon häufiger etwas eigenes schreiben, aber irgendwann kommt der Punkt wo ich festhänge und es nicht weiter geht. Außerdem habe ich das Problem, dass ich nicht weiß in welche Richtung ich gehen soll, weil ich immer alles perfekt machen möchte und nicht nur so halb und das geht nur, wenn man sich mit der Thematik wirklich auskennt.

@Adhara: Dankeschön für dieses große Kompliment. Man merkt auch einfach selber beim Schreiben, dass man sich immer weiter verbesseet und das Formulieren immer leichter fällt.
Malec forever ( 91030 )
Abgeschickt vor 869 Tagen
Catherina ist ja voll die Mary-Sue ^^ Da müsste man ein MSTing oder eine Parodie drauf schreiben :P