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Auge der Seelen- Teil 7

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4 Kapitel - 18.970 Wörter - Erstellt von: Traumtänzerin - Aktualisiert am: 2014-03-15 - Entwickelt am: - 6.483 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Harrys drittes Schuljahr beginnt und Alira hat sich in der Schule blendend als Lehrerin eingelebt. Doch jetzt ist Sirius aus Askaban ausgebrochen. All die Erinnerung kehrt zurück. Der Grad zwischen Wahrheit und Lüge ist so schmal.

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Verräter Die Schüler begrüßten mich wie üblich freudig und ich stellte fest, dass ich nun Harrys beste Freundin unterrichten würde. Remus wurde
Verräter


Die Schüler begrüßten mich wie üblich freudig und ich stellte fest, dass ich nun Harrys beste Freundin unterrichten würde.
Remus wurde eher skeptisch betrachtet, da er nicht gerade die nobelste Kleidung trug. Auch auf mein Angebot hin, wollte er sich nicht von meinem Gold einkleiden lassen. Mir jedoch war es egal, wie er aussah. Er war ein ganz wundervoller Mensch und das würden auch seine Schüler schnell lernen, dachte ich mir.
Es war meine erste Stunde bei den neuen Drittklässlern.
„Also, meine Lieben, wer von euch hat denn schon einmal seine Nase in eines der Bücher gesteckt?“
Eine einzige Hand erhob sich aus der Menge.
„Ja, Miss Granger?“
„Ich habe die ersten drei Kapitel bereits gelesen“, plapperte sie los.
„Oh sehr vorbildlich. Können Sie mir denn dann sagen inwiefern wir das Wissen über alte Runen zum zaubern nutzen können?“
„Es gibt alte Magie, die es einem gestattet mit Hilfe der Runen sehr starke Flüche zu erschaffen. Für Zauber dieser Art muss man die alte Sprache sprechen und mit dem Zauberstab imaginär die Rune nachfahren. Da dies viel Übung erfordert wird diese Art der Magie nur selten gebraucht. Fehler enden schnell tödlich, weil es sich um sehr mächtige Flüche handelt. Daher ist die Anwendungen Zauberern, die keine Prüfung abgelegt haben, strengstens untersagt.“
„Sehr gut, Miss Granger, zehn Punkte für Griffindor.“
„Darf ich etwas fragen?“
„Selbstverständlich.“
„Beherrschen Sie diese Art des Zaubers, Professor?“
„Ja, einer der Gründe weshalb man mich in dieses Fach als Lehrkraft wollte“, lächelte ich.
„Wow, dabei ist sie noch so jung“, hörte ich einen Jungen aus Huffelpuff flüstern.
„Ich danke für das Kompliment Mr. Marten“, sagte ich und wandte mich zur Tafel.
„Mein Name ist Professor Lestrange, ich werde Sie in diesem und hoffentlich auch in Ihren folgenden Jahren unterrichten. Falls es Fragen zu meiner Person gibt, ist dies Ihre beste und letzte Gelegenheit.“
Es folgten einige Fragen zu meiner Hogwartsschulzeit und meiner Freizeit. Ich beantwortete sie alle ehrlich aber knapp. Zu Ende des Unterrichts verschwand Hermine auf der Stelle. Ihre Mitschüler hatten es nicht gesehen, doch ich wusste bereits von Minerva, dass die junge Hexe einen Zeitumkehrer bekommen hatte, da sie so viele Kurse gewählt hatte, dass einige davon zeitgleich stattfanden.
Grinsend räumte ich meine Materialien zusammen. Alte Runen konnte fürchterlich langweilig sein und eigentlich war ich seit Anbeginn auf Geschichte der Zauberei scharf gewesen, doch einen Geist wie Professor Binns konnte man wohl kaum davon überzeugen in den Ruhestand zu treten. Meine Hoffnung lag darin, dass ich ja noch Zeit hatte.
Es klopfte an der Tür meines Büros.
„Herein.“
„Hi Alira, na wie läuft der erste Schultag?“
„Super und bei dir Remus?“
Der Werwolf setzte sich auf mein Lehrerpult.
„Harry ist bei dem Dementor im Zug schon zusammengebrochen und heute hat sich sein Irrwicht in einen Dementor verwandelt. Er scheint mir sehr anfällig für sie zu sein“, seine Stimme wirkte besorgt.
„Er hat viel Schlimmes durchgemacht. Das macht ihn für sie interessant.“
„Alira, wie wirken sie eigentlich auf dich?“
„Nun, da ich eigentlich keine Seele mehr habe, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne, nehmen sie mich nicht wahr. Das ist der Grund, weshalb wir unsere Verbrecher töten. Es gibt kein Gefängnis, dass einem Vampir wirkliche Unannehmlichkeiten bereitet. Viele lassen sich von den Muggeln sogar mit Absicht fangen, um an die wirklich grausamen Verbrecher heranzukommen. Du musst wissen ihr Blut ist köstlich“, lächelte ich und Remus musste lachen.
Er ging und meine nächste Stunde begann.
Die Wochen vergingen und das erste Quidditchspiel stand an. In den Händen hielt ich eines der kleinen Griffindorfähnchen, welche Minerva an alle Kollegen verteilt hatte.
Es war scheußliches Wetter und ich sah besorgt in den grauen Regen.
Die Löwen spielten gegen Huffelpuff. Es war ein für die Zuschauer eher langweiliges Spiel, da die Spieler im dichten Regen kaum auszumachen waren.
Doch dann spürte ich plötzlich eine Kälte und wusste sofort, woher sie kam. Dementoren. Ich konnte Harry nicht ausmachen, bis er plötzlich aus den grauen Schleiern auf den Boden zuraste. Albus reagierte sofort und bremste seinen Sturz.
Bedacht darauf nicht zu schnell zu rennen, eilte ich zu meinem bewusstlosen Patenkind.
Albus hatte ihn bereits auf eine magische Trage gehievt.
„Ich bringe ihn ins Schloss. Kümmere dich um die Dementoren“, meinte ich rasch und er nickte.
Besorgt ließ ich seine Trage hinter mir her in die Schule schweben. Wir erreichten den Krankenflügel und ich hatte Mühe das restliche Quidditchteam vor die Türe zu verbannen. Nur Hermine, Ron, Fred und George erlaubte ich es bei ihrem Freund zu bleiben.
„Wie schlimm steht es um ihn, Professor?“
„Ganz ruhig, Hermine, er wird schon wieder. Aber er braucht viel Ruhe und vielleicht den ein oder anderen Weasleyscherz zum Lachen“, meinte ich zu den Chaoszwillingen, die erleichtert grinsten.
„Die Dementoren sollten doch eigentlich gar nicht hier sein, oder?“
„Ron, ich kann dir versichern, Professor Dumbledore ist fuchsteufelswild. Diese Kreaturen werden sich nicht mehr so nahe an das Schloss wagen. Dennoch solltet ihr auf ihn achten. Er sollte nicht noch einmal so nah an einen Dementor geraten. Diese Wesen sind grauenvolle Henker. Sie sind hungrig und absolut skrupellos“, sagte ich tonlos und starrte finster geradeaus.
„Kannst du nicht noch etwas für ihn tun? Wir wissen, dass Madam Pomfrey gut ist, aber wir wissen auch, was du kannst“, murmelte Fred und sah mir geradewegs in die Augen.
Ich überlegte kurz, dann nickte ich und trat dichter zu Harry. Sein Puls war schwach und ich spürte immer noch seine Angst. Fred hatte Recht, ich musste ihm helfen.
Ein düsteres Lied kam über meine Lippen und grelles weißes Licht strömte aus meinen Handflächen in Harrys Brust. Diese hob sich augenblicklich meinen Händen entgegen.
„Was tun Sie da“, rief Hermine und wollte zu Harry eilen, doch George packte sie am Handgelenk.
„Lass sie, sie weiß, was sie tut“, flüsterte er.
„Aber woher wollt ihr das wissen?“
„Weil wir sie schon eine ganze Weile kennen, Hermine“, murmelte Fred.
„Ja seit fünf Jahren, na und?“
„Nein, wir kennen sie schon seit“, fragend sah er zu seinem Zwilling, der nur die Schulter zuckte.
„Schon immer, jedenfalls seit ich mich erinnern kann. es gibt Bilder von uns in ihrem Arm. Und wie sie Bill Fahrradfahren beibringt.“
„Sie ist eine alte Freundin der Familie“, meinte Ron wie selbstverständlich.
„Alt, Ron? Sie ist doch erst in Bills Alter?“
Die Weasleys brachen in schallendes Gelächter aus.
„Das wünscht er sich ab und zu, das stimmt“, grinste Fred.
Das Licht war inzwischen erloschen und Harrys Atem war wieder ruhig und gleichmäßig.
„Er wird wohl noch eine Weile schlafen, danach gebt ihm Schokolade“, lächelte ich zu Ron, „und nun zu dir Hermine. Ich glaube ohnehin, dass du es früher oder später herausfindest. Ich bin keinesfalls so alt, wie Bill. Dieses Jahr feierte ich meinen 640. Geburtstag.“
„Oh, dann besitzen Sie einen Stein der Weisen?“
„Du bist tatsächlich ein sehr kluges Mädchen, doch nein ich kannte zwar Nicolas Flamel, aber mein Geheimnis ist viel simpler und viel älter. Errätst du es?“
Eine Weile schien es hinter ihren braunen Augen zu rattern, bis sie schließlich einen erstickten Schrei ausstieß, „Sie sind ein Vampir!“
„Sehr gut, fünf Punkte für Griffindor“, lächelte ich.
„He, das ist unfair! Wir haben keine Punkte bekommen, als wir es rausgefunden haben“, maulte George.
„Ja, weil ihr es nicht herausgefunden habt. Ich habe es euch erzählt, als ihr noch kleiner wart“, grinste ich und Fred lachte laut auf.
„Ich schätze, Sie wollen, dass ich es für mich behalte?“
„Das würde ich sehr begrüßen, doch wenn es Harry erfährt, kann ich damit leben“, nickte ich der jungen Hexe dankend zu. Sie erinnerte mich sehr an Lily.
Vor allem, seit sie diesen absolut hässlichen Kater hatte und ihn ohne Vorbehalte liebte.
„Und jetzt lasse ich besser Wood und die anderen rein, bevor sie die Tür in die Luft sprengen“, meinte ich und öffnete die Tür des Krankenflügels, um mich dann auf den Weg in meine Gemächer zu machen.

Hermine schien einen wahren Narren an mir gefressen zu haben, da sie ständig mit neuen immer begeisterten Fragen zu mir kam. Sie schien zu glauben, mein Wissen sei unerschöpflich.
So verging die Zeit, der Winter legte sich übers Land und wich dem Frühling. Ich beobachtete gerade Ephona, die zusammen mit Fawkes ihre Kreise zog, als ich plötzlich meinen Namen hörte. Suchend sah ich mich um und entdeckte Remus der vollkommen außer Atem auf mich zu rannte.
„Was ist?“
„Komm mit. Ich habe etwas auf der Karte gesehen, dass nicht sein kann!“
Ohne zu fragen folgte ich ihm in sein Büro.
Keuchend deutete er auf die Karte des Rumtreibers, die auf seinem Pult lag.
Verwirrt blickte ich auf das Pergament.
„Wie kommst du dran? Ich dachte Albus hätte sie noch während deiner Schulzeit konfisziert?“
„Deine beiden Lieblingszwillinge haben sie aus Flichs Büro geklaut und dem jungen Harry geschenkt, damit er sich nach Hogsmeade schleichen konnte. Aber das ist es nicht, weshalb ich dich gerufen habe.“
Jetzt erblickte auch ich einen Namen, den es eigentlich nicht darauf geben durfte.
„Peter Pettigrew!“
„Ja, Harry sagte es mir, als ich ihm die Karte abnahm“, meinte Remus und runzelte die Stirn.
„Wann war das?“
„Ist schon länger her.“
„Warum hast du mir das nicht erzählt?“
„Nun ich dachte er habe es sich eingebildet und wollte dich nicht beunruhigen.“
„Wenn er nicht tot ist, welche Rolle spielte er dann damals? Ist Sirius wegen ihm in die Schule eingedrungen?“
„Ich frage mich, ob es nicht ganz anders war, als wir es angenommen haben“, überlegte Remus zögernd.
„Du meinst Sirius könnte unschuldig sein“, ein Lichtblitz in meinen Gedanken.
„Ich weiß, dass du dir nichts mehr wünschst, aber ich würde es nicht glauben, bevor es nicht bewiesen ist.“
Ich nickte bitter.
„Heute Abend wird der Hippogreif hingerichtet“, murmelte er geistesabwesend.
„Ich weiß. Es ist scheußlich. Dieses Geschöpf ist absolut unschuldig. Und sieh mal, Harry und seine Freunde wollen sich von ihm verabschieden“, ich deutete auf die Karte. Die drei waren gerade auf dem Weg in Hagrids Hütte.
„Dort ist auch Wurmschwanz“, rief Remus plötzlich.
Und tatsächlich. War der Punkt mit seinem Namen gerade noch im Verbotenen Wald gewesen, so verweilte er jetzt in Hagrids Hütte.
„Ich muss dort hin“, rief ich und stürmte auch schon aus dem Büro.
Remus Rufen ignorierte ich.
Hinter mir hörte ich den Minister, einen alten Mann und den Schafsrichter zusammen mit Albus in die Eingangshalle des Schlosses treten, doch ich hatte keine Zeit und eilte über die Ländereien.
Vor Hagrids Hütte spähte ich durch ein Fenster. Zu sehen waren nur die drei jungen Zauberer und Hagrid, der seine Nase in einem Tischdecken großen Taschentuch schnäuzte. Kein Wurmschwanz.
Er musste zurück in den Wald sein, dachte ich und rannte los.
Es dämmerte bereits, doch das machte mir nichts aus. Quer durch das Unterholz führte mich mein Weg, doch keine Spur des pummeligen, blonden Zauberers.
Immer tiefer führte mich mein Weg in den Wald. Dann tauchte mit einem Mal eine bewaffnete Gestallt vor mir auf.
„Seid mir gegrüßt Alira, Tochter der Nacht und Freundin der Menschen“, grüßte mich der Zentaur.
„Seid auch Ihr mir gegrüßt Firenze“, nickte ich dem hellblonden Halbwesen zu. er war ein sehr kluges Geschöpf und ich mochte seine Gegenwart wirklich gerne, doch im Moment wollte ich dem klugen, blauen Blick entgehen.
„Was bedrückt Euch so sehr, dass Ihr so tief in den Wald eindringt?“
„Ich suche jemanden“, antwortete ich wahrheitsgemäß.
„Nun kann ich Euch dabei helfen? Um wen handelt es sich?“
„Peter Pettigrew.“
„Oh der Junge, der so an diesem Black hing?“
„Ja.“
„Nun den habe ich lange nicht gesehen. Ich glaube nicht, das du ihn hier finden kannst.“
Seufzend senkte ich den Blick.
„Die Sterne sprechen heute Nacht so verworren“, murmelte Firenze, den Blick gen Himmel gerichtet.
„Warum?“
„Ich weiß es nicht, doch sprechen die einen vom Tode und die anderen von Leben und Wahrheit, die niemand glauben wird.“
„Das heißt, das Schicksal hat sich noch nicht entschieden?“
Firenze nickte und sah mir geradewegs in die Augen.
„Vertraut Euren Freunden, Alira, sie kennen und lieben Euch.“
Verwirrt blickte ich ihn an, doch dann vernahm ich ein schreckliches Geräusch. Es war Wolfsgeheul und ich erkannte den Wolf.
„Ein Werwolf. Dieser Lupin, schätze ich“, bestätigte mich Firenze.
„Ich muss zu ihm“, rief ich und verbeugte mich knapp zum Abschied.
In Windeseile trugen mich meine Schritte durch den Wald. Am Waldrand angekommen erblickte ich einen Werwolf, der gegen eine riesigen schwarzen struppigen Hund kämpfte, dem er weit überlegen war.
Der Hund jaulte unter Schmerzen, versuchte aber weiter den Werwolf von vier weiterten Gestalten abzubringen. Ich erkannte diese als Harry, Ron, Hermine und Severus. Der Hund musste Sirius sein, doch warum schützte er Harry? Dann sah ich ein winziges Wesen über die Wiese huschen. Eine Ratte! Wurmschwanz!
Ich folgte der Ratte so schnell ich konnte. Dann jedoch erklang ein lautes Jaulen. Ein weiterer Werwolf!
Sollte ich nun Wurmschwanz verfolgen, oder meine Freunde und mein Patenkind retten? Die Entscheidung war einfach. Ich machte kehrt und sah gerade noch, wie Remus in den Wald stürmte. Ich folgte ihm. Er war die größte Gefahr in diesem Moment.
Als ich ihn fand versuchter er gerade eine frische Fährte aufzunehmen.
„Remus!“
Der Werwolf wandte den Kopf. Augenblicklich veränderte sich sein Blick. Aus Bosheit wurde Furcht. Logisch der Werwolf in ihm erkannte mich als Vampir.
Behutsam ging ich auf ihn zu und begann auf ihn einzureden, bis er sich schließlich beruhigte. Vorsichtig ging ich auf ihn zu und er ließ sich von mir berühren.
„Es tut mir unendlich leid, Remus, doch es muss sein“, flüsterte ich und legte den Werwolf in magische Ketten. Wenn er sich zurückverwandelte würden seine Hände und Füße ohne Probleme durch die Schellen passen in denen seine Gelenke nun steckten.
Matt lächelnd strich ich ihm über die haarige Wange und machte mich auf den Weg zurück zum Schloss. Ich musste die anderen fragen, was geschehen war.
Ich folgte meinen Sinnen. Im Krankenflügel wurde heftig diskutiert.
„Ich habe es immer gewusst. Dieser Black war schon immer gemeingefährlich. Der Kuss der Dementoren geschieht ihm recht“, vernahm ich Severus' eiskalte Stimme.
„Nun mal langsam. Niemand hat ein solches Schicksal verdient“, sagte Albus gerade in dem Moment, in dem ich zu der Unterhaltung stieß.
„Was ist geschehen?“ ich schrie die beiden fast an, so verwirrt war ich. Hatte Sirius Severus nicht vor einer halben Stunde noch beschützt?
„Der feine Herr Black hat diese drei Schüler in seine Gewalt gebracht. Ein Glück dass ich da war! Ihr Freund Lupin hat uns allen seine pelzige Seite gezeigt und war sicherlich auf Blacks Seite. Alle vollkommen übergeschnappt. Doch wir haben dieses Monster geschnappt. In einer halben Stunde wird er von den Dementoren geküsst!“
Mit offenem Mund sah ich Severus an. Dann fing er sich eine.
Geschockt sah er mich an. Tränen rannen mir über die Wange. Ja ich liebte Sirius immer noch. Das konnte ich nicht ändern, auch wenn er Schreckliches getan hatte, hatte er ein solches Urteil nicht verdient. Seelenlos zu sein war für einen Menschen schlimmer als der Tod.
„Severus, bitte gehen Sie“, sagte Albus ruhig und der Zaubertranklehrer schritt mit erzürntem Gesicht und wehendem Umhang davon.
„Alira“, Albus rüttelte mich an den Schultern, „Alira hör mir zu. Sirius ist unschuldig! Es war Peter Pettigrew. Er war der Geheimniswahrer, er hat Lily und James verraten! Sobald Hermine und Harry erwachen werde ich sie durch die Zeit zurück schicken, um ihn und Seidenschnabel zu retten. Überleg dir, wo er hin kann. finde ein Versteck. Du hast noch zehn Minuten, dann musst du in Flitwicks Büro sein. Dort wird er festgehalten! Beeile dich“, flüsterte er mir zu. ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, was er da sagte, doch dann rannte ich los. Ohne zu überlegen lief ich in meine Gemächer.
Sein eigenes Haus würde zu gefährlich sein, doch ich kannte einen Ort. Ein Ort der noch sicher war.
Lestrange Manor. Meine Villa. Sie stand mitten in Schottland und war bestens gegen alle Eindringlinge geschützt. Betreten konnte das Anwesen nur, wer mein Blut bei sich trug, oder geöffnet bekam.
Es war das perfekte Versteck für einen Flüchtling. Meine Gefühle überschlugen sich. Er war unschuldig! Doch das machte mich auch unendlich wütend. Wütend auf mich selbst. Warum war ich nicht zu ihm gegangen, um ihn nach der Wahrheit zu fragen. Ich hätte es gesehen, wenn er gelogen hätte. Doch ich hatte zu viel Angst gehabt, dass er es tatsächlich getan haben könnte.
Doch jetzt fühlte ich mich unendlich schuldig. Ich hätte ihn aus Askaban holen können. Wie würde er auf mich reagieren? Ich war mir sicher, dass er sich verraten fühlen würde, doch das war nicht von Belang. Er brauchte den besten Schutz, den er kriegen konnte und den konnte er von mir bekommen. Für Lily und James war Lestrange Manor nicht in Frage gekommen, da Tom von dem Anwesen wusste und auch mein Blut besaß. Zwar hatte er damals mein Geheimnis noch nicht gekannt, doch wäre es zu riskant gewesen.
Das Ministerium hingegen hatte keinen Schimmer, wo sich meine Residenz befand.
In meinem Zimmer suchte ich nach dem Medaillon, dass ich einst bei einem Kobold in Auftrag gegeben hatte. es war aus reinem Gold und darin befand sich ein kleines Bild von mir, doch das war es nicht, weshalb ich diesen Gegenstand wählte. Koboldgold nahm stets nur das auf, was es stärkte. So biss ich mir in die Hand und ließ rubinrote Tropfen auf das Metall fallen. Sie verschwanden in dem Augenblick in dem sie das Metall berührten. So konnte er mein Blut nicht verlieren.
Mit dem Medaillon in den Händen rannte ich durch das Schloss. Vor Flitwicks Büro waren Zauberer postiert, die Sirius bewachten. Auf diesem Weg konnte ich aus nicht zu ihm. Kurzerhand kletterte ich aus einem der Fenster eines benachbarten Zimmers. Da erkannte ich plötzlich ein silbergraues Wesen auf den Turm zufliegen. Harry und Hermine flogen auf dem Hippogreif Seidenschnabel auf mich zu.
„Professor Lestrange wir-“, rief Hermine bestürzt und versuchte sich zu erklären.
„Keine Angst. Er ist unschuldig, ich weiß es schon“, lächelte ich und balancierte den schmalen Fenstersims zum Fenster entlang, hinter dem Sirius gefangen war.
Ohne zu zögern richtete Hermine bereits ihren Zauberstab auf dessen Schloss.
„Alohomora“, flüsterte sie und das Fenster klickte.
Ein Mann mit langem schwarzem Haar stürmte zum Fenster. Seine Haut war fahl und lag eng auf den Knochen. Seine Kleidung war zerschlissen und schmutzig, doch seine grauen Augen glühten voller Leben.
Er sah mich an, als ob ich ein Geist wäre.
„Alira“, flüsterte er. Er stand nun direkt vor mir.
Unsicher streckte ich meine Hand aus und berührte seine Stirn mit einem Finger. Leise seufzend schloss er die Augen und ich strich ihm liebevoll über die Wange. Dann griff seine Hand nach meiner.
„Du bist kein Traum“, wisperte er.
„Nein, ich bin hier“, flüsterte ich.
Ein Zittern durchfuhr seinen Körper und in meinem Magen dehnte sich eine kribbelnde Wärme aus. In diesem Moment gab es nur uns zwei. Unsere zärtliche Berührung war so voller Zuneigung, dass es mir fast den Verstand raubte.
So sehr hatte ich mich nach ihm gesehnt. Nach seinen starken Armen, den unergründlichen grauen Augen und diesem Blick mit dem er mich jedes Mal angesehen hatte. Seiner aufrichtigen Liebe.
„Ähm wir müssen hier weg“, meldete sich Harry plötzlich.
„Er hat Recht“, sagte ich und löste mich von Sirius.
„Komm mit mir“, sagte er.
„Das kann ich nicht, doch ich komme nach, sobald das Schuljahr vorbei ist.“
„Wie willst du mich finden?“
„Ich werde dich immer finden, doch vielleicht hilft das hier“, ich hängte ihm das Schmuckstück um den Hals, „Dies wird dich nach Lestrange Manor führen. Dort seid ihr beide sicher.“
Sirius nickte und schwang sich hinter Hermine auf Seidenschnabel.
„Flieg mit dem Wind.“
„Ich liebe dich, Alira“, rief er noch, ehe die drei davon flogen, um auf einem benachbarten Turm zu landen. Ich konnte erkennen, wie Harry und Hermine abstiegen.
Seidenschnabel segelte dem Mond entgegen.
article
1394452345
Auge der Seelen- Teil 7
Auge der Seelen- Teil 7
Harrys drittes Schuljahr beginnt und Alira hat sich in der Schule blendend als Lehrerin eingelebt. Doch jetzt ist Sirius aus Askaban ausgebrochen. All die Erinnerung kehrt zurück. Der Grad zwischen Wahrheit und Lüge ist so schmal.
http://www.testedich.de/quiz33/quiz/1394452345/Auge-der-Seelen-Teil-7
http://www.testedich.de/quiz33/picture/pic_1394452345_1.jpg
2014-03-10
402D
Harry Potter

Kommentare (67)

autorenew

Tatze (21853)
vor 76 Tagen
Schreib weitet bittttte
Hündchen ( von: DaDa Star)
vor 108 Tagen
So was tolless habe ich nich nie gelesen!
♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡

LG Hündchen
JoyEggli ( von: JoyEggli)
vor 328 Tagen
Bitte schreib weiter! Nice!

Ps: Es wäre voooll lieb, wenn ihr mal hier
vorbei schauen würdet. Thx...

http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1473280183/Sirius-Black-und-ich
Fiona Granger (41543)
vor 346 Tagen
Bitte schreib schnell weiter! 🙏🏻
Forever Here (91543)
vor 443 Tagen
Biiiiiiittttttteeeee schreib weiter!
Ich finde diese Fan Fiktion sehr cool und auch berührend !!!
Annabeth de Villiers (77587)
vor 467 Tagen
Bitte schreib weiter ich finde es super ich habe noch nie so etwas schönes und bewegendes gelesen und habe echt heulen müssen obwohl ich eigentlich nicht so der Gefühls Typ bin.
sarana (31112)
vor 470 Tagen
Schreib weiter!!!! Biiiiittteeeeee....
LilyPotter (39077)
vor 525 Tagen
Es ist gerade soooooooo spannend!!!!
Bitte schreib weiter.
Glg LilyPotter
Laila Malfoy (78872)
vor 575 Tagen
Ich habe noch niieee so ne gute Geschichte gelesen 😍!
Kleiner Tipp: Werde Autorin!!!!!😍😍😍
Wann kommt die nächste 😍!
Jasi (75550)
vor 576 Tagen
Meiner Meinung nach solltest du mal über eine Kariere als Autor nachdenken!!
Du hast aufjedenfall das zeug dazu :-*
Jasi (69199)
vor 577 Tagen
Du hast echt einen coolen Schribstil der sehr angenehm ist
Die Geschichte ist auch Wunderschön
Schreib bitte weiter

Lg. Jasi
Cool (53068)
vor 615 Tagen
OMG, das ist sooooooooooooooooooooo... Schön. Du musst unbedingt weiterschreiben.
GLG.
Cool
Traumtänzerin (71681)
vor 645 Tagen
Vielen lieben Dank für eure Kommentare! Die Geschichte ist tatsächlich schon in Arbeit und sollte bis Ostern komplett fertig sein, dann gibt es alles auf einmal 😊
Liebe Grüße und bleibt wach
Eure Traumtänzerin
Meni (81808)
vor 658 Tagen
Wie cool du musst unbedingt weiterschreiben du hast es total drauf und das Zeug zur Autorin deine Geschichten sind einfach Hammer Traumtänzerin;):);-)

WOW
Cat x (11686)
vor 664 Tagen
Liebe Traumtänzerin! Ich finde dein Geachichten WUNDERVOLL und bitte dich, weiterzuschreiben.achbittr weiter!
PS: tut .ir Leid das ich mich so ausdrücke, aber wir haben seit einem halben Jahr Briefe verfassen in Deutsch:'(
Miss Phantasia (83090)
vor 696 Tagen
Genial !!!!!
Deine Ideen sind wirklich großartig und als sie den Schülern ihre Geschichte mit dem Tod von ihrem Geliebten erzählt hat hab ich total geheult !
Du musst umbedingt weiter solche Geschichten schreiben !
Dracoretta malfoy (00662)
vor 697 Tagen
du hast das Zeug zur Autorin toll wann geht die Geschichte endlich weiter
Die verrückte XD (39705)
vor 733 Tagen
Wow hab die ff zu ende gelesen und ich kann nur eins sagen DER WAHNSINN du hast so ultra talent und glaub mir ich spreche aus erfahrung bin ein rieeesssseeeeeennnnnnn fan!!! Freu mich riesig auf die nächsten teiek hoffe die kommen bald!!!
Bis irgendwann dann eure verrückte XD
CeCePc (68174)
vor 825 Tagen
Wow du schteibst echt gut ! Kommt noch ein näster Teil ? Ich finde die Ideen echt gut ;)
LG deine CeCePc
sirius fan (37282)
vor 879 Tagen
Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiil!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!