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Geburtstage sind die Hölle!

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1 Kapitel - 1.287 Wörter - Erstellt von: Antonia - Aktualisiert am: 2014-03-15 - Entwickelt am: - 1.445 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine kleine Geschichte, die selbst geschrieben habe. Schon etwas her, aber was soll es!

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    Ich wache auf, die Sonne scheint in mein Zimmer und ich beschließe noch eine Weile liegen zu bleiben. Nach zehn, vielleicht zwanzig Minuten tönt es laut, ungeduldig und nervtötend von unten: „Jeremy! Aufstehen! Frühstück ist fertig!“(Es ist mein Vater, wer sonst). Benommen (und noch etwas schläfrig) tapste, nein trample ich die zwei, mir elend lang vorkommenden Treppen hinunter, Und vor mir auf dem Essenstisch steht… Nutella, Semmeln, Wurst, Käse, Honig, MARMELADE?. . .
    NEIN! Auf dem Tisch steht MÜSLI! „Müsli? Müüüsli?“, schreie ich, „PAAAPA! Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Es ist Samstag! Wochenende! Ausruhzeit! Morgen ist dein Geburtstag…“
    Papa kommt hinter Opas altem Lehnstuhl(wer weiß was da alles drin haust)hervor und grinst mich an. „Tja, Jerry. Wir haben leider kein Brot mehr, aber wenn du willst, kannst du ja zur Bäckerei gehen und Semmeln kaufen…“ Ich gebe mich geschlagen und setze mich an den Tisch, denn Semmeln holen gehe ich ganz bestimmt keine. Hinter der Theke steht immer so ein widerwärtiger Mann, der vor sich hin pafft und SOWIESO eher in eine SCHLACHTEREI gehört, als in eine BÄCKEREI. Ich denke gerade an alle meine Probleme und da fällt es mir siedendheiß ein: „Morgen ist Papas Geburtstag!“, denke ich,“Kacke! Mist! SCh**** verdammte!“Mehr bringe ich nicht zusammen. “Sorry, Papa“, Stammle ich,“ich muss hoch. Hausaufgaben machen und so…“ Papa reagiert nicht, sondern stiert weiterhin auf sein Müsli, was ich einfach als „OK“ nehme.
    Oben angekommen check ich noch meinen Kalender, aber das hätte ich nicht machen sollen: Heute hätte ich noch Fußballspiel, aber das hat schon vor einer Stunde angefangen, also lasse ich's sausen. Na ja, jetzt gilt es erst einmal IRGENDETWAS, das sich als Geschenk eignet zu finden. Ich stelle mein Zimmer auf den Kopf, doch ausser einem verklebten Kaugummi und ein paar vergammelten Erdbeeren, finde ich NICHTS!
    Die einzige Lösung erscheint mir nun Kleber, Papier und Stoff bzw. Faden aus dem Keller zu holen und irgendeinen Kladdererdatsch zusammen zu kladdererdatschen. Also renne ich die drei(mir elend lang vorkommenden)Treppen in den Keller hinunter, suche mir Stoff bzw. Faden, Kleber und Papier (eine Schere auch noch) zusammen, stopfe sie in eine Einkaufstasche, die im Keller rumliegt, und renne wieder hoch. Ich schütte alles auf den Boden und


    „ Jeremy“
    „Oh, nein“, fluche ich innerlich, denn diese Stimme gehört meiner kleinen, nervtötenden Schwester Kelly und

    „ Jeremy“
    „OH, NEIN!“, schreie ich jetzt (aber auch innerlich), „Dieser Tag wird der reinste HORROR!“ Denn das ist meine Mutter!
    Kurz darauf höre ich Schritte die zwei (mir immer elend lang vorkommenden) Treppen hoch kommen. Etwa zehn Sekunden später steht meine Mutter (überschminkt wie immer) in meinem Zimmer und flötet: „Hallo, Jeremy! Mein Schatzi. Ich-“ Die nackte Wut steigt in mir hoch. „Nein, Mama. “, schnauze ich sie etwas zu grob an, „Ich bin VERDAMMT NOCHMAL nicht dein Schatzi! Wärst du so nett und würdest jetzt rausgehen? Ich habe zu tun. “Mama guckt etwas beleidigt, verzieht sich dann aber ganz brav und stapft die Treppe hinunter.
    Ich mache mich an das Geschenk, doch mir fällt nichts ein. Ich will aufs Klo gehen, doch als ich mich umdrehe steht meine Schwester popelnd im Türrahmen und grinst mich breit an:
    „Hallo Jeremy. Kannst du mit mir Balett-“ Bei dem Wort BALETT knalle ich ihr die Tür vor der Nase zu und sperre ab. „Das Klo muss wohl noch ein bisschen warten“, denke ich verstört, nehme mein Handy und rufe Oma (eine schrullige, alte Tante mit schlohweißem Haar) an (das Zeug auf dem Boden habe ich inzwischen vergessen).
    „Ja?“meldet sich eine Stimme am anderen Ende der Leitung. “Hallo. Hier ist Jeremy. Ich-“
    „Ja hallo, Jeremy. Das freut mich aber dich zu hören. Wie geht es dir?“ „Ja, Oma. Mir geht's gut! Aber wir haben jetzt keine Zeit für riesen Begrüßungsorgien. Ich hab-“ „Warum haben wir denn keine Zeit für-“ „OMA!“ „Jaaa?“ „ich habe ein riesen, monster Problem. Morgen hat Papa Geburtstag und ich habe noch kein Geschenk und ich weiß nicht, was ich machen soll! Kannst du mir vielleicht helfen?“ „Hm, lass mich mal überlegen… Ja! Du kannst ja irgendein Kladdererdatsch zusammen kladdererdatschen. “ „Aber mit was denn?“
    „Mit Papier, Stoff bzw. Faden, Kleber und Schere zum Beispiel. . “ „Danke, Oma. das wars auch schon. Mir ist gerade etwas eingefallen. Tschüss!“ Ich lege auf, denn ich hab Papier,
    Kleber, Schere usw. ja schon in meinem Zimmer. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich froh darüber, denn hätte ich das ganze Zeug noch nicht in meinem Zimmer, dann müsste ich jetzt raus aus meinem Zimmer und in die Welt meiner Monsterfamilie eintauchen…
    Wie dem auch sei, jetzt nehme ich das ganze Zeug, setze mich an den Schreibtisch und
    fange an so in der Gegend rum zu kladdererdatschen.
    Aber alles was ich mache, oder auch nicht mache sieht einfach nur behämmert, scheiße oder dumm aus. VERZWEIFLUNG und WUT machen sich in mir breit und ich werfe mit Kleber, Schere und diversen anderen Dingen um mich, bis ich nicht mehr kann.
    Einige Minuten später habe ich mich dann auch wieder abgeregt und fange von vorne an.
    Dieser Vorgang wiederholt sich ein paar Mal und irgendwann bin ich so müde, dass ich mich aufs Bett lege und einschlafe.

    Ich werde durch lautes Klopfen an der Tür geweckt. „Was ist?“ „Aufstehen, Schlafmütze! Ich habe noch ein Hühnchen mit dir zu rupfen!“ es ist mein Freund Tim. Schlaftrunken taumele ich zur Tür und mache sie auf. Sofort stürmt Tim herein: „Warum warst du heute nicht beim Fußballspiel?“ „Als ich gelesen hab, dass heute noch eins ist, war es schon halb elf. Das Spiel hatte schon längst angefangen! Ich dachte es würde eh keinen Sinn mehr machen zu kommen und außerdem hat Papa morgen Geburtstag und ich habe immer noch kein Geschenk!“
    „Ok! Das ist verständlich“, sieht Tim ein, „aber erzähl das mal dem Trainer. Der scheisst dich zusammen wie sonst noch was. Aber als Geschenk kannst doch irgendein Kladderer-
    Datsch zusammen kladererdatschen, oder?“ „Ja, das habe ich ja schon versucht“, sage ich,
    „aber es haut einfach nicht hin! Alles was ich mache oder auch nicht mache sieht einfach nur behämmert und blöd aus. “
    „Da kann ich dir auch nicht helfen“, sagt Tim mit gespielter Enttäuschung, „ich muss jetzt aber auch los. Tschüss!“ Dann geht er.

    Am nächsten Morgen weiß ich, was ich Papa schenke: DAS GROßE NICHTS!
    Es ist nichts Besonderes, DAS GROßE NICHTS halt!
    Ich könnte Papa auch diese Geschichte hier schenken, aber ich glaube nicht, dass er sich da so freuen würde.

    Drei Stunden später sitzen wir alle am Frühstückstisch und Papa fragt mich: „so, Jeremy. Und was schenkst du mir?“ „das Nichts“, antworte ich, „DAS GROßE NICHTS! Du kannst damit machen was du willst!“ Dann grinse ich in mich hinein.

Kommentare (3)

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MagJac25 (01807)
vor 1066 Tagen
Ziemlich lustig! Ein bisschen zusammen kladerergetatscht, aber was soll's! Hat Spaß gemacht zu lesen!!
Liebe Grüße MacJac25
NewZombiegirl (42607)
vor 1299 Tagen
Ich finde die Geschichte irgedwie langweilig, warum scheisst die Hauptperson die Mutter und die Schwester zusammen? Ziemlich verwirrend!!!
Antonia (66475)
vor 1368 Tagen
Ach ja, Fragen und Verbessurungsvorschläge einfach in die Kommis schreiben...
LG Antonia