Warrior Cats: Dunkler Pfad / 2

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2 Kapitel - 4.728 Wörter - Erstellt von: Dämmerblume - Aktualisiert am: 2014-03-15 - Entwickelt am: - 1.035 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Blattgrüne hat Einzug gehalten und beschert den vier Clans am Rande der Berge eine Zeit des Wohlstands. Alles könnte perfekt sein - wenn da nicht die junge Kriegerin Dämmerblume etwas aufschnappen würde, das ihr gesamtes Leben vollkommen auf den Kopf stellt. Als auch noch ihre einzige Schwester das Gesetz der Krieger bricht und Dämmerblume nicht mehr weiß, wem sie glauben kann, muss sie erkennen, dass Geheimnisse nicht auf ewig verborgen bleiben können.... Eine Fanfiktion über Warrior Cats. Kapitel 1 und 2! Feedback ist erwünscht!

1
Der volle Mond ergoss sich über den sanften Berghang und tauchte alles in ein silbernes Licht. Doch in die Höhle schien nur ein Schmaler Streifen. In einem Nest aus Moos und Farn saß eine zierliche, graugetigerte Kätzin und leckte sich die Schulter. Sie blickte auf, als ein Ruf ertönte.
"Dämmerblume! Wo bist du? Die große Versammlung beginnt bald!" "Komme schon." Dämmerblume beendete ihre Wäsche und lief zu ihrer Schwester auf die Lichtung. Ziegelschweif wartete neben Winterfarn auf Dämmerblume. Sie sah sehr gefasst aus, doch ihre Augen leuchteten wie zwei Monde. Dämmerblume war nicht minder aufgeregt. "Es ist endlich soweit! Unsere erste Versammlung als Krieger! Ich hoffe, ein paar UferClan-Krieger sind da. Denen werde ich zeigen, was es heißt, sich mit dem MorgenClan anzulegen!", miaute sie kämpferisch und fuhr die Krallen aus. Ziegelschweif betrachtete sie amüsiert. "Du weißt genau, dass heute Waffenstillstand herrscht. Sommerstern wird nicht begeistert sein, wenn du UferClan-Katzen an die Kehle gehst." Sie schnurrte. "Aber ich freue mich auch schon sehr. Das wird toll! Ob Sommerstern unsere Namen nennt?"
"Natürlich", schaltete Winterfarn sich ein. "Alle neuen Krieger werden auf der Großen Versammlung vorgestellt."
Sommerstern rief ihre Katzen. "Kommt jetzt! Mondhoch ist nicht mehr weit! Wir wollen pünktlich sein." Mit einem Schwanzschnippen führte sie die Katzen aus dem Lager.
Der MorgenClan preschte durch den Wald. Dämmerblume genoss die Wärme der Nacht. Mondelang war es eiskalt gewesen. Mit der Blattgrüne hatten die Nächte an Schärfe verloren und es war wieder angenehm, draußen zu sein.
Sie lief mit geschmeidigen Schritten und sah sich unter den Katzen um. Vorne liefen Sommerstern und Feuerbrunst, der zweite Anführer. Knapp dahinter waren Bienenschwarm und sein Schüler Blaubeerpfote, die Heiler des Clans. Bienenschwarm war mit Winterfarn verwandt und somit auch mit Dämmerblume. Allerdings hatte sie nicht gerade viel mit ihrem Onkel zu tun. Dann kamen die Ältesten, die nah beieinander liefen. Lichtspiel führte Tannenbart, der halb blind war. Vor ihnen lief Waldherz. Er war neu im Ältestenbau und benahm sich noch wie ein Krieger. Trotzdem blieb er dicht bei den anderen. Außerdem waren da noch Seegrund und Apfelnase mit ihren Schülern Jagdpfote und Winterpfote. Die Schüler bemühten sich eifrig, mit dem Clan mitzuhalten. Direkt vor Dämmerblume liefen Dachspelz und Vogelnest. Die ehemaligen Mentoren von ihr und Ziegelschweif waren in ein angeregtes Gespräch vertieft und kamen nicht einmal außer Atem. Neben Dämmerblume liefen ihre Schwester und ihre Mutter. Winterfarn sprach mit Ziegelschweif gerade über die Eichhörnchen an der großen Eiche. Nicht sehr interessant, fand Dämmerblume und blickte über ihre Schulter. Hinter ihr waren Waldmond und sein Schüler Regenpfote. Regenpfote bestürmte Waldmond mit Fragen, die der geduldige Kater über sich ergehen ließ. Dann legten sie plötzlich an Tempo zu und liefen an Dämmerblume vorbei zu Apfelnase und Seegrund. Der braune Kater zwinkerte ihr zu. "Wenn er weiterhin so viel fragt, wird er Beute wahrscheinlich eher totquatschen als dass er sie erlegt. Hoffentlich wird diese Jagdmethode von Sommerstern anerkannt." Er preschte weiter. Dämmerblume schnurrte. Sie erinnerte sich nur zu gut an ihr eigenes Schülerleben. Wie aufgeregt war sie bei ihrer allerersten Versammlung gewesen! Als sie aufgestanden war, um von allen besser gesehen zu werden, war sie auf einer Eisplatte ausgerutscht und hingefallen. Alle hatten sie deswegen angestarrt. Sie wäre am liebsten im Erdboden versunken. Heute wollte sie es besser machen. Sie würde ruhig sitzen bleiben. Sommerstern blieb am Kamm der Senke, in der der Clanfelsen lag, stehen.
"UferClan und DämmerClan sind da", miaute sie. "Kommt, MorgenClan." Sie stürmte hinab in die Senke. Dämmerblume stürzte ebenfalls hinterher. Als sie in der Senke bremste, sah sie sich um. Tatsächlich waren der UferClan und der DämmerClan schon da. Fehlte noch der HeideClan.
Regenpfote, Winterpfote und Jagdpfote liefen auf einige andere Schüler zu und sprachen mit ihnen. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass die Schüler keinen Blödsinn machen würden, schaute sie sich nach Ziegelschweif und Winterfarn um. Beide waren nicht zu sehen. Dämmerblume suchte den Geruch ihrer Schwester. Es war nicht leicht, ihn unter so vielen Katzen auszumachen, doch sie fand ihn. Er führte hinter den Clanfelsen.
'Was tat sie dort hinten?'
Etwas sagte Dämmerblume, dass sie besser leise sein sollte. Sie spitzte um eine Ecke.
Vor ihr stand Ziegelschweif mit einem anderen Kater Nase an Nase. "Ich hatte gehofft, du würdest kommen, Ziegelpfote", schnurrte der Kater. "ZiegelSCHWEIF", verbesserte sie ihn.
"Ich bin jetzt eine Kriegerin." "Wirklich? Das ist toll! Dein Name ist wunderschön", flüsterte der Kater. Er schlang seinen Schwanz um ihren. Ziegelschweif schnurrte.
Dämmerblume konnte nicht glauben, was ihre Schwester da tat. "Sie verstößt gegen das Gesetz der Krieger!", schoss ihr durch den Kopf. Sie konnte kaum mitansehen, wie Ziegelschweif sich eng an den Kater drückte und schnurrte wie nie zuvor. Er leckte ihr das Ohr. "Wir müssen zurück auf die Lichtung." "Sehe ich dich wieder?", fragte Ziegelschweif mit kummervoller Stimme. "Bald", versprach der graue Kater ihr. "Halte an der Grenze nach mir Ausschau." "Das werde ich tun, Sturmfell." Sie berührten sich noch einmal mit den Nasen, mit solch einer Zärtlichkeit, dass es Dämmerblume beinahe schlecht wurde.
'Oh SternenClan, wie kann Ziegelschweif nur so einen Fehler begehen?'
Als sich die beiden Katzen voneinander lösten, trat Dämmerblume schnell zurück in den Schatten. Ihre Schwester strich an ihr vorbei. Sie bemerkte sie nicht.
Sobald Ziegelschweif weg war, schoss Dämmerblume auf die Lichtung. Inzwischen war auch der HeideClan eingetroffen. Gerade sprangen die Anführer auf den Clanfelsen. Mit gesträubtem Pelz sah sie Sturmfell, der
sich zwischen zwei DämmerClan-Katzen niederließ.
'Er gehört zum DämmerClan! Ziegelschweif liebt einen DämmerClan-Krieger!'
Dämmerblume zuckte zusammen, als eine Stimme neben ihr ertönte. "Setz dich, Dämmerblume." Waldmond stand neben ihr. "Und leg dein Fell an. Du siehst aus wie eine große Fellkugel." Er schnurrte ihr aufmunternd zu und legte ihr die Stirn an die Schulter. Langsam entspannte Dämmerblume sich. Sie setzte sich, legte ihr Fell an und den Schwanz ordentlich über die Pfoten. Und obwohl ihr bei dem bloßen Gedanken an ihre Schwester oder Sturmfell der Pelz kribbelte, richtete sie ihren Blick auf Forellenstern, der gerade die Große Versammlung eröffnete.

"Der MorgenClan hat drei neue Schüler ernannt: Winterpfote, Regenpfote und Jagdpfote. Sie bereichern unseren Clan."
Sommerstern blickte stolz in die Menge. Ebenso stolz saßen die drei Schüler da. Den Kopf hoch erhoben, starrten sie in die Katzenmasse. Einige Katzen riefen die Namen der Schüler in die Nacht.
"Außerdem haben wir zwei neue Krieger ernannt", fuhr die Anführerin fort. "Ziegelschweif und Dämmerblume werden ihrem Clan viele Monde lang treue Dienste leisten."
"Ziegelschweif! Dämmerblume!", jaulten die Clan-Katzen. Sturmfell jaulte ebenfalls ihre Namen. Ziegelschweif fing seinen Blick auf und richtete sich stolz auf. 'Nein. Treu ist sie dem Clan nicht. Sie ist einzig und allein Sturmfell ergeben.'
Doch auch Dämmerblume schwoll die Brust. Sie war stolz auf sich. Und sie war dem Clan treu ergeben. Sie hätte jede Katze sofort mit ihrem Leben verteidigt. Sommerstern sprach weiter. "Der MorgenClan hat mit diesen Katzen an Stärke gewonnen. Unsere Beute läuft gut und es gibt nichts, was wir fürchten sollten." Damit trat sie zurück. Gewitterstern und die anderen
Anführer hatten bereits gesprochen. "Die Versammlung ist beendet", miaute er jetzt. Die Anführer sprangen vom Clanfelsen und sammelten ihre Katzen um sich. Dämmerblume trottete zu ihrer Anführerin. Ziegelschweif sprach gerade mit ihr. Sie fühlte einen Stich im Herzen.
Wie konnte ihre Schwester nur? Wie? Der DämmerClan war der ärgste Feind des MorgenClans. Warum nur hatte Ziegelschweif sich mit dem Feind eingelassen?
Winterfarn trat neben Dämmerblume.
"Was ist los, meine Kleine? Du siehst traurig aus." Sie betrachtete ihre Tochter aufmerksam. Dämmerblume riss sich zusammen. "Es geht mir gut. Und ich bin kein Junges mehr! Ich bin nicht klein!" Sie hob stolz den Kopf. Winterfarns Augen leuchteten. "Doch. Du wirst immer mein
kleines Dämmerjunges bleiben."
Sommerstern rief zum Aufbruch. Der Katzenstrom setzte sich in Bewegung.
Winterfarn sprach noch immer auf Dämmerblume ein. Doch sie ließ sich zurückfallen. Sie wollte nicht mit ihrer Mutter sprechen.
So fand sie sich neben Waldmond wieder, der noch immer Regenpfotes Fragen über sich ergehen ließ. Allmählich sah der große Kater genervt aus. Dämmerblume beschloss, ihm zu helfen.
"Regenpfote? Ich habe gerade gehört, dass Apfelnase etwas über eine Schlacht mit dem DämmerClan erzählt. Willst du nicht zuhören? Jagdpfote und Winterpfote sind ganz gebannt von ihrer Erzählung."
Die Augen des Schülers leuchteten auf.
"Das mache ich! Danke, Dämmerblume." Und er stürmte davon. Waldmond atmete auf. "Endlich ist dieser Schüler beschäftigt. Bald wäre es mit meiner Geduld zu Ende gewesen." Dämmerblume ließ ein lachendes Miauen hören. "Ich habe gesehen, dass du nahe daran warst, ihm ein paar Blätter in den Mund zu stopfen, nur damit er den Mund hält. Ich dachte, ich erlöse dich." "Vielen Dank, Dämmerblume." Waldmonds Augen blickten sie aufmerksam an.
"Was hattest du vorher eigentlich? Du sahst richtig erschrocken aus. Ist bei dir alles in Ordnung?" Dämmerblume spürte, wie Wut in ihr hochkochte. Warum meinten alle, sich um sie kümmern zu müssen?
"Danke, es geht mir gut." Vielleicht hatte sie es etwas zu heftig gesagt. Waldmond schrak zurück.
Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. "Raus mit der Sprache. Was ist los?" Dämmerblume starrte ihn an. Sie hatte ihn bisher nicht wütend erlebt. Der sonst so ausgeglichene Kater war jetzt furchteinflößend. Sein Fell war gesträubt. Er machte einen Satz vor sie und zwang sie somit, stehen zu bleiben. Waldmond drängte sie hinter einen Felsen.
"Dämmerblume. Sag mir bitte, was los ist. Ist etwas passiert? Haben die anderen Clans etwas damit zu tun?" Dämmerblume sah ihn an. In seinen grünen Augen war Wut und eine Spur Neugier zu sehen, doch dann erkannte sie Sorge in seinem eindringlichen Blick.
"Es ist nichts. Es ist etwas zwischen mir und Ziegelschweif. Etwas Geschwisterliches", schwindelte sie.
"Könnten wir eventuell weitergehen? Wir fallen zurück." Waldmond sah ihr in die Augen. "In Ordnung. Klär das mit ihr. Aber wenn du dich... jemandem anvertrauen möchtest, dann bin ich für dich da." Er machte den Weg frei, und sogleich preschte Dämmerblume an ihm vorbei und zurück zum Lager. Sie sah sich nicht um, ob Waldmond ihr folgte. Sie wollte einfach nur weg. Kurz vorher überlegte sie es sich allerdings anders und bog in Richtung Sonnenplateau ab. Sie wurde langsamer und trottete nur noch. Sie ging gerade an einem Busch vorbei, als etwas raschelte. Dämmerblume prüfte die Luft. 'Kaninchen!' Sie sah das Tierchen auf einem Hügel kauern und im Boden graben. Geräuschlos schlich sie sich bis auf ein paar Schwanzlängen an das Tier heran, das eifrig weiterbuddelte und sie nicht bemerkte. Kraftvoll stieß Dämmerblume sich vom Boden ab und sprang. Das Kaninchen quietschte entsetzt auf und rannte davon. Sie setzte ihm nach und tötete es mit einem kräftigen Hieb auf den Kopf. Dämmerblume verscharrte es unter einem Baum. Sie würde es später mitnehmen.
Als sie vor dem Sonnenplateau stand, brach gerade die Morgendämmerung herein. Erste Sonnenstrahlen erwärmten den flachen Stein. Dämmerblume
sprang hinauf und machte es sich bequem. Sie genoss die Strahlen. Früher hatte sie sich hier oft mit Ziegelschweif gesonnt. Prompt kehrten ihre Gedanken in die Wirklichkeit zurück. Warum lag sie hier untätig, wenn ihre Schwester sich jederzeit wieder mit Sturmfell treffen konnte? Dämmerblume musste handeln, das spürte sie. Aber wie? 'SternenClan, bitte hilf mir!'
Plötzlich hörte sie eine Stimme in ihrem Ohr. "Sprich mit ihr", drängte sie. Dämmerblume schrak zusammen. Wer da sprach - war ihr verstorbener Bruder.

Kommentare Seite 1 von 1
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Dämmerblume ( 84141 )
Abgeschickt vor 912 Tagen
Hallo, ihr. ^^
Wenn ihr weiterlesen wollt, müsst ihr leider eine andere Seite besuchen: www.fanfiktion.de
Dort findet ihr Dunkler Pfad unter meinem Nickname Safranschein - wer weiterlesen will, einfach vorbeischauen! :)
Mondpfote :) ( 75718 )
Abgeschickt vor 915 Tagen
Wann kommt der nächste Teil der Geschichte?
Mondpfote :) ( 06364 )
Abgeschickt vor 915 Tagen
Super geschrieben, du hast wirklich Talent!
Sturmpfote ( 90505 )
Abgeschickt vor 918 Tagen
Sehr gut geschrieben, wirklich!! Meine absolute Lieblingsgeschichte!!
Weidenpelz ( 30218 )
Abgeschickt vor 988 Tagen
cool.Schreib bitte weiter!!!!!!!!
Korallenschein ( 78151 )
Abgeschickt vor 1114 Tagen
Nice! Aber leider etwas wenig. Ich hatte mehr erwartet. Wann kommt der Rest?