Lily Allenson - Unerreichbar (Kapitel 2)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 1.820 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2014-03-15 - Entwickelt am: - 2.575 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Okay, ich lasse mir Zeit....

    1
    Ich wusste nicht was mich nervöser machte: Chirons durchdringender Blick oder die abfälligen Bemerkungen von Mr D. Ich war mir nicht ganz sicher, was er gegen mich hatte, aber er schien mich nicht besonders zu mögen.
    »Und all diese Jugendlichen hier.... sind auch Halbgötter?«
    Chiron nickte zustimmend und Mr D nippte zur Beruhigung an einer Cola light.
    »Hier werden sie ausgebildet, weil es der einzige sichere Ort für Halbgötter ist. Alle Kinder einer Gottheit wohnen in einer Hütte. In Hütte 3, der Poseidon-Hütte, wohnen momentan nur Percy und du.«
    Plötzlich schoss mir eine Frage in den Kopf. »Woher wisst ihr eigentlich, das ich eine Tochter des Poseidon bin? «
    Chiron runzelte die Stirn.
    »Deine Mutter hat uns angerufen und dich angemeldet.«
    Ein Knäuel bildete sich in meinen Bauch.
    »Sie... sie wusste es? Warum hat sie mir nichts gesagt?«
    Die braunen Augen des Zentauren sahen mich mitleidig an.
    »Sie war wohl der Meinung, das du so etwas eher jemanden mit Pferdehintern glaubst.« Er versuchte witzig zu wirken, aber er wollte mich wohl nur aufheitern. Ich hatte das Gefühl, das er schon viele Helden ausgebildet hatte. Ich lächelte mutig.
    »Und Mr D? Nach alldem was ich heute gehört habe nehme ich nicht an, das er ein normaler Sterblicher ist.«
    Mr D sah mich wütend an.
    »Normale Sterbliche dürfen hier gar nicht ins Camp. Es wundert mich allerdings nicht, das du mich nicht erkennst, Kinder Poseidons waren noch nie für ihre Intelligenz bekannt.«
    »Hören sie mal! Nur weil sie ein Gott sind....!«
    »Ruhig, Kind.« Chiron legte mir eine Hand auf die Schulter und drückte mich wieder in den Stuhl. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich aufgestanden war.
    »Ich glaube Percy sollte dich erstmal mit allen vertraut machen.«

    »Willkommen in Camp Half-Blood, Schwesterherz!«
    »Hätte das nicht schon am Eingang kommen müssen?« fragte ich amüsiert, während ich ihn genau musterte. Er sah mir sehr ähnlich, fiel mir auf. Er hatte dasselbe dunkle, wilde Haar. Er war ungefähr einen Kopf größer als ich und war ziemlich gut gebaut.
    Er wirkte wie ein Unruhestifter und ich glaube das, und die grünen Augen, waren das Einzige, was uns voneinander unterschied.
    »Ich wollte es nicht zu offensichtlich machen, wie gesagt ich wusste nicht ob du schon eingeweiht bist.«
    »Ist das Eingangsschild nicht offensichtlich genug?«
    Nun sah er wirklich verlegen aus.
    »Manchmal vergesse ich das es dort steht. Man läuft so oft vorbei....Ähmm, ich führe dich dann mal durch das Camp...« er grinste schelmisch.

    Das Camp war fantastisch. Es roch nach Zuhause und Abenteuern, und es war genau das, was ich schon immer wollte.
    Ein Strand, an dem man Speer und Diskuswerfen konnte? Cool.
    Ein Kanusee zum Paddeln? Genau das Richtige für mich.
    Ein riesiges Gebäude im Stil der Antike? Krass.
    Schwertkämpfe mit echten Schwertern? Total abgefahren.
    Percy musterte mich die ganze Zeit von der Seite und beobachtete jede meiner Aktionen.
    Fast überall waren Jugendliche damit beschäftigt zu trainieren. Für das Leben da draußen, wurde mir klar.
    Die Meisten waren in Percys und meinen Alter, aber ich sah auch ein Mädchen, was höchstens acht sein konnte und mit einem gekonnten Messerwurf einer Trainingspuppe eine neue Nase verpasste. Percy sah mich immernoch belustigt an.
    »Was ist? Habe ich was im Gesicht?« fragte ich ihn.
    »Nein, es ist nur so: Dad hatte vor ein paar Tagen, die Andeutung gemacht, das ich in nächster Zeit noch ein paar Geschwister bekomme. Ich dachte erst, er hätte gescherzt....«
    Plötzlich kam ein Mädchen angerannt. Ihre blonden Haare wehten hinter ihr her, während sie rannte.
    »Hey, warum kamst du denn nicht zum Unterricht, Percy? « Dann sah sie mich und runzelte die Stirn.
    »Wer ist das denn?«
    »Das ist meine Schwester, Lily... Sie ist neu hier.«
    Ihre Falten auf der Stirn glätteten sich und sie sah mich lächelnd an.
    »Schön, dich kennenzulernen, Lily...«
    »Lily, das ist meine Freundin Annabeth, sie ist eine Tochter der Athene, Göttin der Weisheit.« sagte er stolz. Ich dachte, dass die beiden irgendwie ein süßes Paar waren.
    »Kommst du mit, Annabeth? Wir wollten gerade zu den Hütten gehen.«
    »Klar, Algenhirn. Zeigen wir deiner Schwester mal, wie die Halbgötter wohnen. «

    Ich stellte fest, dass die Halbgötter wirklich nur in Hütten wohnten. Es waren genau solche, die man sich in einen Sommercamp vorstellte. Ich wusste nicht genau, was ich erwartet hatte. Wahrscheinlich, das die Halbgötter in riesigen Tempeln wohnten und das Hütte nur ein Synonym war. Aber der einzige Tempel waren die Hütten 1 und 2, die des Zeus und der Hera.
    Dort wohnte aber in der Regel niemand, erklärte mir Percy.
    »In der Regel?«
    »Die großen Drei, also Zeus, Poseidon und Hades haben einen Pakt abgeschlossen. Sie dürfen keine Kinder mehr zeugen, weil sie einfach zu mächtig sind.
    Aber die Götter sind nicht gut darin, Versprechen zu halten und naja, du und ich sind der Beweis dafür.
    Aber auch Zeus und Hades haben ihren Eid gebrochen.
    Eine Freundin von uns, Thalia ist eine Tochter des Zeus. Und ein anderer Freund, Nico ist ein Sohn des Hades. Er ist aber ziemlich selten hier. Ich glaube er fühlt sich nicht besonders wohl unter uns. Auch wenn er hier jetzt eine Hütte hat, fühlt er sich als Ausgestoßener.«
    Er sah aus, als ob er sich schuldig fühlte.
    »Percy, du hast alles getan. Mehr als von dir verlangt wurde. Du hast deine Unsterblichkeit für Leute wie Nico aufgeben. «
    »Unsterblichkeit?« fragte ich verwundert.
    »Vor ein paar Tagen waren wir noch im Krieg gegen Kronos. Nach dem Sieg, über seinen Armee bot Zeus Percy als Belohnung Unsterblichkeit an. Er lehnte jedoch ab und bat dafür, um Anerkennung für alle Halbgötter und Hütten, auch für die Kinder der Nebengötter. Wir haben die Bauarbeiten gestern erst abgeschlossen. «
    Annabeth sah Percy stolz an. Er wurde anscheinend verlegen.
    »Ja, schon. Aber sie darf die neuen Gebäude für den Olymp entwerfen. Sie ist nämlich die beste Architektin aller Zeiten. «
    Jetzt wurde Annabeth rot und ich dachte wieviele Abenteuer die beiden wohl schon erlebt haben mussten. Ein Stich fuhr mir ins Herz und ich räusperte mich, da die beiden schon Anstalten machten sich zu küssen.
    »Ähmm, das ist unsere Hütte. «
    Percy sah ertappt, aber nicht gerade unglücklich aus.
    Er zeigte auf eine flache Hütte, die aussah wie ein kleines Strandhaus. Die Farbe des Holzes strahlte etwas wie Geborgenheit aus. Sie roch nach Meer. Und ich dachte, dass ich schon wieder zu viel Kontakt mit meiner Mum hatte. Innen war sie ziemlich geräumig, da nur ein Doppelstockbett, ein Einzelbett, ein Schreibtisch, ein kleiner Brunnen in der Ecke und Schränke dort standen. Ich wunderte mich allerdings über die drei Betten.
    »Wohnt sonst noch jemand hier?«
    »Mein... Unser Bruder Tyson schläft manchmal hier.
    Er ist ein Zyklop.«
    »Die mit nur einen Auge?«
    »Genau die.« Er lächelte freundlich und ich fragte mich unwillkürlich, wieviel Freunde dieser Typ eigentlich hatte. Als er mich herumgeführt hatte, hatte jeder der uns begegnete ein freundliches Wort für ihn übrig oder zumindest ein Schulterklopfen. Er schien hier ziemlich beliebt zu sein und ich hoffte, dass niemand erwartete, das ich auch so cool drauf bin wie Percy.
    Ich war wohl ziemlich in Gedanken, denn Percy schnipste vor meinen Gesicht.
    »Wir gehen zum Abendessen, kommst du mit?«
    »Klar doch. Ich habe einen Mordshunger.«

    Unser Speisepavillon hatte kein Dach. Percy meinte, es regnete hier nicht und ich hoffte er hatte Recht, denn ich hatte keinen Hunger auf zermatschten Pizza.
    Ich saß mit Percy an einen Tisch, Annabeth uns gegenüber.
    »Warum kommt sie nicht zu uns rüber?« fragte ich ihn.
    »Wir müssen nach den Hütten sitzen. Wir müssten wahrscheinlich eine Woche lang aufwaschen, wenn wir dagegen verstießen.«
    Ich grinste.
    »Hast du Erfahrung?« Er grinste zurück.
    »Erwischt.«
    Gegessen wurde viel und es gab eine große Auswahl, Pizza und Burger, Grillfleisch und Nuggets. Auch Salat und eine Menge anderes Gemüse für Vegetarier.
    Was mich allerdings sehr verwunderte war, das es in Schüsseln, Schnipsel, Alufolie und Blechdosen gab.
    Später stellte ich fest, das andere Jugendliche mit Ziegenbeinen und Hörnern, das Zeug wie Chips verschlangen. Aber das waren nicht die einzigen seltsamen Gestalten. Barfuße Mädchen mit Blumen im Haar liefen im Wald umher und verwandelten sich manchmal in Bäume. Dryaden, wie Percy mir erklärte.
    Zu meiner Verwunderung, war seine Pizza blau an den Rändern. Er zeigte mir, wie man sich etwas zu trinken besorgte. Man musste anscheinend nur sagen, was man wollte und das Glas füllte sich automatisch damit. Nach den Essen warfen wir etwas Essen in ein Bronzebecken.
    »Opfer für die Götter.«
    »Ich bin nur froh, das wir keine Kühe schlachten müssen.«
    Nicht sehr traurig, opferte ich eine große Banane für Poseidon.
    ''Danke, Dad. Ich glaube ich habe Freunde gefunden. Zum ersten Mal im Leben. Ich hoffe ich werde dir gerecht. ''

    Am Abend gab es noch einen Rundgesang und ich war froh, dass es so dunkel war. Im Hellen hätte ich mich niemals getraut mitzusingen. Ich saß neben Percy unter dem Banner meines Dads. Ich sang sowas wie Old McDonald nur mit griechischen Monstern statt Tieren. Und anstatt Old McDonald hieß es Geryon. Die Leute der Apollo-Hütte leiteten den Rundgesang und ich stellte fest, dass es tatsächlich ziemlich Spaß machte. Percy, der mich kaum kannte, nahm mich auf wie ein alter Freund und ich verstand warum er so beliebt war. Es war nicht nur weil er cool war, sondern weil er einfach ein total freundlicher und offener Typ war. Ich freute mich, dass er mein Bruder war und ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.